Pensionskassen - technische Spielereien?

Der BVG-Mindestzins, der Risikoabschlag und die Schwankungsreserven sind finanztechnische oder rein buchhalterische Grössen, an denen die einten Pensionskassen Freude haben und andere sich die Zähne aus beissen.

Ende September 07 wurde der Mindestzinssatz ab 2008 auf 2,75 Prozent festgelegt. Heute erweist er sich als schwer zu überweisende Hürde. Eigentlich geht es hier nur um politische Hürden, um zu kurzfristiges und zu ängstliches Denken. Wenn diese Gelder bis zu 100 Prozent in Aktien angelegt werden könnten, wären die ausbezahlten Renten höher. Die durchschnittliche Anlagedauer liegt nämlich deutlich über zehn Jahren - ich schätze etwa 18 Jahre. Das kann jede Kasse für sich selbst ausrechnen oder allgemein: Pensionskassenbeitragsjahre geteilt durch zwei (Austrittsalter von 58 bis 65 Jahren minus Eintrittsalter von 25 bis 30 geteilt durch zwei). Rechnen sie nur mit dem schüttelnden Daumen und keinesfalls auf Nachkommastellen genau. Es gibt zu viele Unbekannte, die hier einfliessen.

Vorgestern habe ich über langfristige Aktienrenditen geschrieben. Das gleiche Spiel würde, wenn politisch uneingeschränkt erlaubt, auch bei Pensionskassen funktionieren.

Nehmen sie mal an, die Asset allocation würde auf 50% Obligationen und Geldmarkt sowie 50% Aktien ausgelegt. Langfristig sind mit Schuldnerpapieren 3,5 bis 4,5 Prozent zu verdienen und mit Aktien 5 bis 8 Prozent. Und wohlgemerkt, das sind keine utopischen Sätze. Beides zusammen ergibt eine durchschnittliche Rendite von 4,25% bis 6,25% - der Schnitt wiederum 5,25% - gerundet 5 Prozent.

Diese Zahl von 5% ist nicht zufällig, denn ich erhalte von meinen Kunden erst eine Gewinnbeteiligung, wenn ich diesen Satz überschritten habe.


Hier laufen Finanzpolitik und Personalpolitik zusammen und deshalb empfehle ich jetzt auf dem Personalblog weiter zu lesen ...



Vor einem Jahr erschienen: SNB - 99. Generalversammlung und doch schon 100

Vor zwei Jahren erschienen: Die Tessiner haben manches einfacher - ein Jahr später gärte es in diesem Haus gemäss The Cigar Blog und aus Brissago erzählte man mir vor 10 Tagen über den Verkauf der Fabbrica Tabacchi von Burger und Söhne (Dannemann) an die «Italiener» (Achtung, hier kann es sich vielleicht um ein Gerücht halten)

Vor drei Jahren erschienen: Autobahnvignette klebt nicht


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China auf den Punkt gebracht

Das Punktmagazin bringt einmal mehr eine Ausgabe über China ...

... über das Jahr des Schweines haben wir geschrieben und hoffentlich hat mein Wunsch damals geholfen. «Viel Schwein an der Börse» und vermutlich doch ein gutes Händchen haben geholfen das letzte Jahr mit einer schönen Performance zu überstehen. Aber vielen soll dies nicht gelungen sein. Auch nicht dem Nikkei - rund 25% Verlust, das erste Schweinejahr seit 1959 ...

... über das Jahr der Ratte und die Tablarkühe haben wir vor kurzem geschrieben. Aber Achtung, letztere geben nur unbedeutend Milch, die Chinesen dürften mehr ordern. Da müsste man sich einige Gedanken darüber machen.

Die verschiedenen Aktienindizes von China und Co. werden verglichen. Es gibt auch einige chinesische Titel in den USA oder London. Betrachten sie zum Beispiel einmal Fortune Oil fünf Jahre zurück. Das sind Titel, die nicht unserer Logik entsprechen. Dies ist keine Anlageempfehlung und schon gar keine kurzfristige. Aber je mehr sie wissen, desto weniger begreifen sie was in China wirklich abläuft. Oder aber sie wissen, wer wo Aktien kaufen darf und wo nicht - und wie vermutlich kopflos sie dies tun. Der Chinese oder Schinese wie unser Nachbar zu sagen pflegt, denkt halt etwas anders und die fehlende Demokratie lässt einiges nicht zu.

Und vielleicht wird China wieder so mächtig wie vor 200 Jahren - damals erwirtschafteten sie mehr als einen Drittel des weltweiten BIPs (Bruttoinnlandprodukt). Das dürfte etwas zu Lasten der alten Westeuropäer gehen. Möglich, dass wir im Depot einen Ausgleich schaffen können wenn wir unsere Blue Chips besitzen die auch in China bekannt sind. Oder entsprechend an afrikanischen Ländern beteiligt sind, mit denen China zusammen spannt um seinen Rohstoffhunger zu decken.

Eine Anlage-Idee in der Schweiz hatte am Montag auch Zhèng Fil-Chloz aus Peking - oder eben heute aus Běijīng Shì - den Olympiade Freunden empfehle ich diese Seite.


Vor einem Jahr erschienen: Shanghai, chinesische Immobilien ... und ein weiteres Jahr des Schweines ...

Vor zwei Jahren erschienen: 100 Tage - heute ist alles anders - exakt noch 99 Tage - aber 10 000 Kinder dribbeln vorher

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Zwei unterschiedliche Meinungen über Hedge-Fonds

Hedge-Fonds werden hoch gejubelt oder verdammt. Einzelne Fonds zu beurteilen ist einfacher als die Gesamtheit, denn hier denke ich dass wir weiterhin auf einem Pulverfass sitzen - auch wenn es renommierte Magazine nicht gerne hören, geschweige denn Finanzinstitute.

«Wirtschaftswunder: Je Risiko, desto Bonus

von Alain Zucker

Die Bankenkrise lässt sich auf eine simple Wahrheit reduzieren: Viele kluge Leute fällten viele törichte Entscheidungen, in dem sie auf Pump Milliarden von Dollars auf dubiose Wertpapiere setzten. Was die Banken aber beachten sollten, wenn sie dieser Tage ihre Kadermitarbeiter zu Bonusgesprächen laden: Sie haben diese Finanzjongleure dafür bezahlt, viel zu grosse Risiken einzugehen ... weiter in das Magazin ...»

Der Trend läuft zwar nicht so, wie dieser Artikel empfiehlt. In den USA wurde die Regulation S und die Rule 144 angeblich entschärft. Die Haltedauer für vorbörslich gekaufte Aktien beträgt noch 6 Monate, bisher waren es 12 Monate. Aber es gibt noch, sagen wir mal tapfere Banken (Leo weiss mehr), die stellen stur auf 24 Monate - das wäre dann die Haltedauer für Mehrheitsbeteiligungen. Hier der Link für meinen Bänker, den er dann weiterreichen kann - SEC proposed Rules.

«Hedge-Fond - die verkannten Segenbringer

Sie sind ein beliebter Sündenbock für Merkel & Co: Hedgefonds geraten immer wieder ins Visier der Politik - und gelten vielen als Gefahr für Stabilität und Wirtschaft. Zu Unrecht, kritisiert Christian Reiermann: Die aktuelle Finanzkrise haben staatlich beaufsichtigte Banken verschuldet ... weiter im SPIEGEL ONLINE ...

Ich denke, der Spiegel hat schon bessere Artikel verfasst und es würde mich nicht erstaunen, wenn er in den nächsten Monaten einen gegenteiligen Bericht bringen würde. Am Grundprinzip des Börsenhandels hat sich nichts geändert - einer kauft, der andere verkauft. Aber im ersten Artikel steht eine ganz wichtige Weisheit: «... es fehlt der Anreiz, die Verluste zu minimieren, denn ihre Optionen sind wertlos, egal ob der Aktienkurs einen oder zwanzig Franken unter den Ausübungspreis fällt ...» geschrieben von Zucker, nicht Zocker.

Vor einem Jahr erschienen: Blogosphère und Blogopole - auch damals - Facts sind nicht gefragt, nur Meinungen und diese liegen bekanntlich oft daneben

Vor zwei Jahren erschienen: Glänzender Stahl, rostiges Metall und Ragusa - ein Ort der mit Schokolade und Weltpolitik zu tun hat

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Börse - Unterschied zwischen Ballon, Seifen- und Kaugummiblasen

«Mr. Big Bubble» schreibt das Magazin über Alan Greenspan. Das ist hart, etwas zu hart. Aber herzlichen Dank, das ist eine totale Ehrerbietung - ich habe vor etwas mehr als 2 (zwei!!) Jahren geschrieben: «Hoffen wir, das sich Greenspan, zu Deutsch Grünspan, nicht im Nachhinein als gesundheitsschädlich und umweltgefährdend herausstellt». 1 : 0 für das Finanzblog.

«Mr. Big Bubble

von Philipp Loepfe

Die Finanzwelt liebte US-Notenbankchef Alan Greenspan. Heute gilt seine Zinspolitik als Hauptgrund für die Krise. Was lief falsch? ... weiter in Das Magazin ...»

Schaum

... Schaum! Welche Blase wird grösser? Beim Ballon und beim Kaugummi gibt es in der Regel nur eine Möglichkeit - an der Börse würde man besser nicht alles auf eine einzige Blase setzen ...

«Der Minusmann

von Lukas Hässig

Was hat Marcel Ospel bei seiner Bank noch verloren? Ein paar Milliarden Franken. Marcel Ospel wird sich nicht mehr lange an der Spitze der UBS halten können. Chronik einer Karriere mit ungutem Ende ... weiter in Das Magazin ...»

Blasen entstehen

... wird sie schon bald Platzen ... übrigens, der Service hat sich nicht geändert und zudem habe ich bei einem hier nicht näher genannten Finanzinstitut einen Wunsch für bestehende und neue Kunden eingegeben. Ab rund CHF/EUR 250'000 würde sich für sie vermutlich ein Gespräch mit einem Pionier lohnen ...

«FINANZKRISE - Web-Bank zieht Kreditkarten ein - UBS drohen Ermittlungen

Finanzkrise und kein Ende: Eine britische Internetbank, Tochter der Citigroup, entzieht 160.000 Kunden die Kreditkarte - eine einmalig drastische Aktion. Dem Finanz-Schwergewicht UBS droht juristischer Ärger in den USA. Für die deutschen Banken beginnen Wochen der Wahrheit ... weiter im SPIEGEL ONLINE ...»

Blase vor dem Platzen

... gleich platzt sie ... oder doch noch etwas länger Luft hineinblasen? Seifenschaum hat einen Vorteil - wenn eine Blase platzt, nimmt man die nächste. Beim Kaugummi muss man zuerst noch kauen und beim Ballon ist vermutlich alles zerfetzt. Hätte man nicht alles auf ein Schiff (oder eben Ballon) gesetzt!

eplatzt

... geplatzt- wenn sie es an der Börse richtig machen, kommt eine neue Blase zum Vorschein. Nur nicht den Fehler machen und aussteigen - oder mit Wasser runterspühlen.

Vor einem Jahr erschienen: Die Bank - die rote Bank und der Tod Legate sind recht verbindlich, der Empfänger muss den Zweck einhalten auch wenn er Lust hätte, geschenkt erhaltenes Geld anders ein zu setzen. Kundenwünsche sind uns auch nach dem Tod nicht egal. Überlegen sie es sich zweimal, wem sie etwas schenken. So sind die heutigen Lebenden. Ob die auch mal was verschenken werden?

Vor zwei Jahren erschienen: Chart Lehrgang (2) - mehrere Punkte, die Masse - fast wie Bubbles

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Wer wird Recht erhalten: Stiglitz oder Soros

Im Nachhinein werden wir es wissen - heute können wir würfen, raten oder haben eine eigene Meinung. Zwei recht unterschiedliche Ansichten ...

«Soros sieht schlimmste Krise seit 60 Jahren
Der Finanzgigant ist davon überzeugt, dass die gegenwärtige Krise die Weltwirtschaft stärker verändert wird als alle Krisen nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach dem Platzen der Immobilienblase sei der Superboom außer Kontrolle geraten ... lesen sie weiter bei WELT ONLINE ...»

Sie können den Artikel auch original auf Englisch im persönlichen Blog von Soros lesen. Einer der Grössten weltweit, aber keiner der mir immer imponiert. Wie Jérôme Kerviel hatte auch Soros Erfahrungen mit der Société Général gesammelt - nicht ganz so viele Nullen. Sollte er aber Recht bekommen, hat er vermutlich wie schon einige Male, seine Finger mit extrem riesigen Summen mit im Spiel. Ich wiederhole mich, aber Personen muss man in die Augen schauen, die blaue Farbe alleine macht es nicht aus.

«"Das Problem wird noch grösser"

Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger für Wirtschaft, erwartet, dass die US-Finanzinstitute nochmals 100 bis 200 Milliarden Dollar abschreiben müssen. Seiner Meinung nach haben die Banken mit Absicht intransparent agiert ... lesen sie weiter bei espace.ch ...»
Diese Meinung gefällt mir besser und ich schätze mal, dass im Frühling das Schlimmste hinter uns liegt. Aber vermutlich sollten die Deutschen nicht zu früh aufatmen.

«Deutschland in der Sozial-Falle

Mindestlohn-Streit, Nokia-Eklat, Protest gegen hohe Managergehälter: Die Deutschen handeln, als sei die Globalisierung nur ein böser Traum. Volk und Politiker sind vereint im Umverteilungsrausch - das bittere Ende ist gewiss ... weiter bei SPIEGEL ONLINE ...

Ja, so genau weiss es keiner, wie die Welt weitergeht. Drehen wird sie noch lange und es gibt auch in jeder Situation Aktien zu kaufen, die sich gut entwickeln werden. Zur Zeit zeichnen wir eine ganz spezielle Aktie aus dem Ökobereich ... welche, das wissen meine Kunden, immer vorausgesetzt sie sind nicht in Ländern wohnhaft, wo es einige Restriktionen gibt - aber die Amis werden nie begreifen, dass die Welt auch ohne ihr Zutun dreht.

Vor einem Jahr erschienen: Schweizer Immobilienbrief Nr. 21

Vor zwei Jahren erschienen: Ich mache - statt ich sollte machen

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Assessment-Center - gut oder schlecht für die Börse?

Die Börse zeigt, dass Konzerne mit der Auswahl des Kaders nicht immer eine glückliche Hand haben. Gibt es Wechsel, heisst dies nicht, dass es in Zukunft besser gehen wird.

Der Personalblogger wird sicher mein Thema noch ausführlicher aufgreifen. Er schreibt ja auch über die Nanotechnologie, zumindest dass diese in Fribourg ausgebaut werden kann und über die Schwarz Arbeit. Über diese sind sich vermutlich alle im HRM einig: die schadet nur. Ja das Personalblog wenn es mit der Zeit gehen möchte, müsste es Human Resource Management Blog heissen - vielleicht liegt das an den HMR. Ein Heilmittel gegen Schwarz Arbeit gibt es nicht und ich denke, volkswirtschaftlich gesehen ist die eher positiv zu bewerten. Administrative Kosten entfallen, beide Seiten fahren finanziell besser. Nur Vätterchen Staat erhält nichts, aber dieser handelt nicht immer kostenbewusst. Der Auftragnehmer ist zudem versicherungsmässig nicht so gut abgesichert, kann aber mit dem eingesparten Geld mit allergrösster Wahrscheinlich eine bessere Performance erzielen. Wie? Das erfahren jeweils meine Kunden - oder die, die es noch werden möchten.

Nicht dass ich Schwarz Arbeit empfehle, aber es gibt meistens zwei unterschiedliche Betrachtungsweisen. Auch an der Börse ist es dienlich, wenn man einen Titel kaufen will, dass man sich mal in die Haut des Verkäufers zu stellen versucht. Wenn sie in ihrem bisherigen Leben mehrere Jahre auch die Funktion eines Personalchefs erfüllt haben, schauen sie bei einem Aktienkauf zwangsläufig auf die Personalauswahl. Ein Unternehmen ist im Grunde nur den Ertrag aus einer Liquidation wert, falls es nicht über Personal und Produkte verfügt. Und je besser die beiden sind, desto mehr wert ist ein Unternehmen.

Assessment Center werden auch unterschiedlich gewürdigt. Die Managerseminare sind mit Feuer und Flamme dafür. Genau aus diesem Grunde wurden sie auch eingeführt. Aber nicht in den 70-iger Jahren wie diese schreiben, sondern in den Nachkriegsjahren des 1. Weltkrieges um Mitarbeiter für den Geheimdienst in Deutschland aus zu lesen. Ob 80 Jahre später immer nur Leute gesucht werden müssen, die sich durchsetzen können und meist begnadete Redner sind, ist fraglich . Ich hatte gestern das «Vergnügen» zwei Banker an einem Vortrag zu erleben. Der eine schüchtern, musste alles ablesen aber hat sogar dem Techniker zum 78 Geburtstag gratuliert und ihm für seine Arbeit gedankt. Der andere der echte Zu-Vielredner, alles in der Vermögensverwaltung ist für uns kein Problem, ach ja das ist halt einfach so und wir haben ihnen die Produkte, die für sie alles auf einfachste wissenschaftliche Art lösen. Trudi Gerster erzählt ähnlich, aber interessanter und ehrlicher gemeint. Ihre Sympahtie können sie selbst zu ordnen.

Einer hat sicher schon Assessment Seminare hinter sich und gut abgeschnitten. Der andere käme bei Intelligenz-Tests oder herkömmlichen Test besser weg. Der Vielredner, der sicher für die Bank Bomben-Umsätze generiert und allenfalls kurzfrisig den Aktienkurs nach oben bewegen könnte, kennt garantiert mein Finanzblog. Es waren einige ganz spezielle Sachen im Referat erwähnt die man bei mir schon lesen konnte. Ich komme dann später einmal auf das Irrationale beim Martischen 6-Eck darauf zurück.

Wenn sie mehr über die Auswirkungen, Kostenfolgen und die schlechte Treffer-Rate von Assessment Centers lesen wollen, dann kaufen sie sich bild der wissenschaft - «Stress für nix! Zweifel am Assessment-Center.» Der Artikel wird vermutlich im März gratis aufgeschaltet. Der Artikel ist für Deutschland geschrieben, dürfte meiner Ansicht nach aber auch bei vielen Firmen der Schweiz seine Gültigkeit haben. Wer gerne viel liest (378 Seiten), dem kann geholfen werden. «Evaluation der Eignungsdiagnostik bei der Personalauswahl von Unternehmensberatern» von Tobias Plate.

Das Buch wäre etwas für die Festtage, werden da doch eine ganze Menge Leute börsenkotierter Firmen vermutlich freigestellte Zeit geniessen. Übrigens, ein guter Draht in eine Personalabteilung ist meist mehr wert, als einer in die Finanzabteilung. Finanzleute wissen meist, dass sie nichts berichten dürfen, ansonsten sie von der Börse gemahnt werden. Noch etwas Wichtiges. Es spielt selten eine Rolle wer geht. Das hat zwei Betrachtungsseiten. Interessant ist zu wissen, wieso sie gehen. Den Spatzen auf der Dachrinne zuhören kann amüsant sein.

Spatzen

... der Sperling (Spatz) ist überall an zu treffen, wird aber nicht von allen bemerkt ...

Jaeger antwortet Blocher - Musik in meinen Ohren!

An der Börse gibt es immer zwei Tatsachen - einer kauft, der andere verkauft! Bei der Beurteilung der Gesamtwirtschaft sollte es aber nicht immer zwei Meinungen geben. Und wenn, dann ist es gut, dass Leute wie der Wirtschaftsexperte Franz Jaeger, dies kund tun.


«"Das ist Schwarzmalerei"

Wirtschaftsexperte Franz Jaeger kritisiert Bundesrat Blocher für dessen Aussagen zur künftigen Wirtschaftslage hart: Er sollte besser Zuversicht ausstrahlen, als sich in Prognosen wagen, von denen er zu wenig verstehe.

Die US-Immobilienkrise zieht immer weitere Kreise. Nun muss auch Swiss Re Millionen abschreiben. Steuern wir auf eine Rezession zu, wie dies Bundesrat Christoph Blocher am Wochenende sagte?

Franz Jaeger: Nein. Ich stelle zwar ... » - wer das Finanzblog regelmässig liest, wird eigentlich nichts Neues erfahren. Lesen sie gerade deshalb weiter - eine schöne Bestätigung ...

... es sei denn, sie malen auch schwarz - aber da wissen wir ja: Sie können mit Schwarzmalen keine Sicherheit schaffen.

Das Referat vor zwei Jahren dürfte sich heute recht gut bestätigt haben. Oder möchten sie noch lesen, was ich über die Rezession geschrieben habe? Im letzten der drei Artikel ist die Deflation erwähnt und da wir spätestens seit gestern wissen, dass die Amerikaner anders und zu schnell drehen, wird vermutlich demnächst wieder mehr Schlagzeilen mit der Deflation gemacht (ohne Berücksichtigung von Japan - 17 heute). Wenn wir in Bern ins Rutschen kommen, nehmen wir Zahnräder zu Hilfe und in New York hilft man sich mit der deflationären Betrachtung einzelner Branchen, wie hier die Finanzbranche. Wenn sie investieren wollen, dann lieber in Branchen, die eine echte Wertschöfpung haben oder via einen aus der Finanzbranche, der manchmal über selbige schmunzelt.

«Dubai-City» will hoch hinauf - Babylon lässt grüssen

Über Dubai habe ich schon mehrmals geschrieben und die Bilder im Mehr-Jahresraffer von Dubai-Stadt ...

... aus dem neuen Newsletter der der Geldwelt sind eindrücklich. Ob solche Extrem-Bauphasen längerfristig verkraftbar sind, wird erst die Geschichte zeigen. Stadtentwicklungen, beonders mit Hochhäusern, sind faszinierend. Der neue Stadtteil, der vor rund 40 Jahren in Bern-West zum Boden heraus gestampft wurde, hat ähnlich viele Einwohner, wie eine Kleinstadt. Dubai hat rund einen Fünftel der Einwohner der Schweiz - zumindest war dieses letztes Jahr noch so.

Gigantismus durchs Band. Dubai besteht fast nur aus Wüste und einige wenige Prozent sind durch die Stadt Dubai überbaut. 99 Prozent der Bevölkerung lebt in Dubai-Stadt. Das müsste man sich einmal ansehen Vielleicht auch einen Chart (2 Jahre nehmen) - der scheint den Wolkenkratzern nach zu eifern. Aber wie das so ist, manchem wird es da oben, wen er sich rumschaut, etwas mulmig im Magen. Und wenn man älter wird, verträgt man vielleicht auch nicht mehr so viel - oder man ist klüger geworden. Heute würde ich auch nicht mehr im 14. Stock von einem Balkon zum andern rüber klettern, nur um in die Wohnung zu kommen. Hat nur funktioniert, wenn die Balkontüre offen war. Ja es gab eine Zeit, wo nicht alle Kinder einen eigenen Schlüssel hatten - oder immer mit in die Schule nahmen. Und Baustellen hatten etwas abenteuerliches - die waren nie verschlossen. Nur der Baustellenlift. Man kletterte freiwillig zu Fuss in den 20. Stock oder höher, bis aufs Dach.

Dubai heisst Treffpunkt. Das islamische (Sunniten) Land Dubai hat prozentual in etwa gleich viele Christen, wie wir Muslime in der Schweiz haben. Und Dubai-City hat eine Gemeinsamkeit mit Langenthal - eine Sikh-Gurudwara (oder Gurdwarasahib), die einzige in den Vereinigten Arabischen Emiraten, resp. in Europa. Dubai, ein gemässigtes, aufstrebendes Land und Bundesrat Merz hätte seine Freude an diesem Steuerparadies. Geldinstitute und Erölgesellschaften zahlen Ertragssteuern - die andern sind für 50 Jahre von diesen Steuern befreit.

Bauboom heisst oft auch schnell Geld verdienen, lausige Ausführung von Arbeiten, Garantieschäden und Langzeitschäden, die nicht mehr durch Garantien gedeckt sind ...


... es ist besser, man würde auf Qualität achten. Das ist dann die andere Seite des Lebens und schlimm wenn solche gefordert werden. Die Brücke war im Bau. Den Beitrag habe ich zufälligerweise letzten Donnerstag geschrieben - als diese Meldung noch nicht bekannt war. Es ist wie an der Börse, man muss leider immer beide Seiten anschauen. Und über Bauqualitäten - auch in der Schweiz - habe ich schon einige Male geschrieben.

Der Gorilla - besser als die meisten Anlageberater

Börsenspiele haben eine magische Kraft. Messen sie sich einmal gegenüber den Börsenempfehlungen eines Gorillias - catch the Monkey - bei sharewise.

«sharewise: Neues Finanzportal sorgt erstmals für Anleger-Transparenz bei Aktien.» Dieser Satz ist garantiert nicht von mir, denn hier ist ein Wort zu viel und eins zu wenig. «Erstmals»? Und das, nachdem es seit über 600 Jahren Börsen gibt! «Vielleicht» oder ein ähnliches Wort müsste noch in den Satz. Eine echte Anleger-Transparenz wird auch diese Plattform nie erreichen können. Das nur mal als Warnung, denn auf dieser Plattform kann jeder seine Meinung kundtun. Ob er etwas davon versteht, gar Profi ist (und auch wir liegen des öfters falsch - aber das Gesamtresultat ist massgebend) oder irgend einen Titel pushen möchte. Nicht blind den Vorschlägen Achtung schenken ...

... aber zum lernen, spielen und um andere Meinungen ein zu holen, eine wunderschöne Börsenplattform - eine Aktiencommunity. Sie können auch ihre Meinung einbringen. Ich bleibe bei meinem Finanzblog. Hier schreibe ich, was für mich Sache ist. Sharewise kann jedem etwas bringen. Der Auftritt ist wirklich nicht nur für Schimpansen oder Gorillas gedacht. Aber messen sie sich mal gegen einen Affen, der Darts spielt. Der Wirtschaftsprofessor Burton Gordon Malkiel stellt fest, dass Affen besser als der Standard & Poor's 500 abschneiden ...

... und nun ist auch zu begreifen, warum die Masse Index-Funds und Index-Zertifikate kaufen. Sie wollen doch zumindest durchschnittlich abschneiden. Ich will mehr und meistens schaffen wir dies auch. Aber nicht kurzfristig. Und wissen sie, warum ich eigentlich nie an Börsenspielen teilnehme. Dass man sich blamieren könnte ist nicht so schlimm. Viel schwieriger zu verdauen ist, wenn man fiktives Geld einsetzt, einen stolzen Gewinn macht, aber der auch nur fiktiv ist. Hätte man doch wirklich diesen Titel gekauft ...

... oder wie die Lehrtochter einmal im richtigen Zeitpunkt verkauft. Sie hat bei mir Rat eingeholt - gilt auch für sie. Da alle Lehrlinge im gleichen Lehrjahr in der Branchenkunde mitgespielt haben, wurde eine aggressive Anlagestrategie ausgewählt. Entweder man ist das Schlusslicht oder mischt vorne mit. Sie wurde Erste. Noch während des dreimonatigen Spiels wurden die Regeln geändert. Man resp. Frau durfte keine Optionen und Pennystocks mehr handeln. Der Spielleiter hat mit später einmal gesagt: «Das hätte ich ja eigentlich von Anfang an regeln müssen. Du hast mich ja auch teilweise ausgebildet.» Dann viel Spass beim Spiel ...

... und falls sie keine Idee haben, nehmen sie was ganz Verrücktes, zum Beispiel MXEH. Bitte beachten sie, dass das keine Aktienempfehlung ist, solche mache ich im Blog nie und beachten sie das Risiko, denn wie selten gibt es Aktien, wo wirklich gespielt wird und eines müssen sie sich klar sein, die Leute der Max Holding können kämpfen und mit Max Fighters ganz hart zuschlagen. Echt martialisch, genau «MARTIAL ART X-TREME» wie im Header zu lesen ist. Sogar mit Mini-Blog, aber da schaff ich den genauen Link nicht, da kann mir vielleicht auch noch jemand beibringen, wie man einen solchen schnell kopieren kann. Mal schauen ob einer dies liest - sagen wir dem einfach mal Huber, fast so häufig wie Marti - dann finden sie in Zukunft ein Blog mehr in meiner Blogroll. Echt martialisch wie wir vor langem geschrieben haben und wenn sie ihr Risikoprofil anschauen wollen, dann nehmen sie das martische 6-Eck oder in diesem Fall eher das martialische 6-Eck.

Nehmen sie auf alle Fälle nicht immer alles tierisch Ernst, sondern haben Spass an Anderem, an Ausgefallenem, es darf auch mal Sackstark sein, man oder frau muss einfach immer überdurchschnittlich bleiben ...

Gorilla

... und weil er so schön ist, gleich noch einmal. Er studiert übrigens das Anlegerverhalten der Leute im San Diego Zoo, exakt dem Wild Animal Park - genannt the WAP - das nur des Protokolls wegen. Bei Visipix hat es noch ein anderes Tier, welches eher für schlechte Anlagen zuständig sein soll, wenn man sich etwas rumhört ...

Carry Trades - der Finanztrick, der eigentlich nicht funktionieren kann

Carry Trades - der sichere Geldverdienst. Nun fängt es langsam an, um zu kippen ...

... viele wollten immer hoch hinaus - in den Weltraum hat dies das erste mal genau heute vor 65 Jahren eine Rakete geschafft. Das Schicksal der meisten Raketen - sie verglühen oder fliegen im Nichts herum. Genau wie Carry Trades. Zins und Währungsdifferenzen gehen im Einzelgeschäft auf - nicht immer. Aber in der Gesamtheit alles Bewegungen ist es ein Nullsummen-Spiel. Schlimmer noch, es werden Löhne, meist hohe Löhne bezahlt, damit sich Finanzleute, Investment-Banker mit Luft beschäftigen und je höher sie fliegen, desto dünner wird die Luft.

Meines Wissens hat dies die Deutsche Bank in diesem Sommer als Erste festgestellt und vor der zunehmend dünner werden Luft gewarnt. Kurz danach hat sie Fehlkalkulationen in den USA verkündet. Entschuldigen sie liebe Leser, aber solche Artikel werden meist von internen Bankkontrollern und der PR-Abteilung angeregt. Der CEO muss dann meist ausbaden was der Verwaltungsrat beschlossen hat. Dies ist dann wiederum eine gute Gelegenheit die faulen Eier in den Büchern abzuschreiben - meist nicht auf Null, denn vielleicht bringen die einen oder andern Positionen wieder einmal einen schönen Gewinn ein. Meistens sind die Auswirkungen kurzfristig gar nicht so schlimm. Vielleicht müsste man wieder einmal etwas über Charts schreiben. Langsam werden die Zeiten mit den sich überhäufenden Ereignissen zur Alltäglichkeit und dann spielen Charts vermehrt wieder ein brauchbares Instrument - in unsicheren Situation halten sie lieber die Hände davon. Es sei denn, sie betreiben es im ganz kurzfristigen Bereich (am besten intra day) und sind spezialisiert. Versuchen sie es einmal anhand der UBS. Irgendwie kommt mir da der heutige Tag in den Sinn. Besonders Deutschland - hier ist heute alles beflaggt - Tag der Deutschen Einheit.

Im Punktmagazin (Seite 14) steht ein interessanter Artikel über «Carry Trades: Leihe billiges Geld, lege es höher an und kassiere»

Die Frage ist noch, wieso kippt dann ein Carry Trade System so schnell um. Nehmen wir wieder unseren Busfahrer der 4000 USD verdient und gleich viel für die Hypothek zahlen muss. Das Haus steht sicherlich noch, aber der Busfahrer wird sich eine etwas billigere Bleibe vermutlich auf Sozialkosten gesucht haben. Nun ist die Frage, wenn beissen die Hunde. Denjenigen der das Haus belehnt hat oder derjenige aus Deutschland der einen Teil dieser Hypotheken übernommen hat oder die Schweizer Bank die wiederum einen Handel mit den Deutschen gemacht hat. Eigentlich sollte ich stolz sein, dass sich mein Musterbeispiel über die Monate so zuträgt - USD in Euro und Euro in CHF. Vielleicht geht das Spiel mit dem Yen noch weiter. Übrigens, da konnte man wirklich Geld verdienen, mit Yen gegen das Englische Pfund zum Beispiel. Falls ein Einziger die Marge, die Zinsdifferenz einsacken konnte, hatte er eine entsprechende Entschädigung, für das Risiko, das er eingegangen ist - der mögliche Währungsverlust und vor allem, die Möglichkeit, dass der Engländer zahlungsunfähig wurde.

Beim Busfahrer gab es vielleicht 3 Prozent Marge zu verdienen (seien wir mal etwas grosszügig). Und drei wollen Geld verdienen - einer in USD, einer in EUR und einer in CHF. Nehmen wir mal an, die teilen sich die Marge - jeder erhält der Einfachheit halber ein Prozent. Wenn es eine Ausfallwahrscheinlichkeit von einem Prozent gibt und das wird vielleicht der Realität im US Hypothekenmarkt vor einigen Jahren entsprochen haben, dann gibt dies unweigerlich ein Problem. 99 bezahlen ein Prozent und der Busfahrer wird mal mit 100 Prozent sofort negativ zu Last fallen. Und keiner weiss wie viele Prozent das Haus das einmal dem Busfahrer gehörte bei einer Liquidation einbringen wird. Wenn sie nun bedenken, dass Löhne und andere Kosten anfallen, dann sieht man - einige erst im nachhinein - das da vermutlich nicht die erhoffte Gewinnspanne darin liegt. Und die Währungsdifferenz tendiert eben in der Gesamtheit theoretisch gegen Null. Volkswirtschaftlich gesehen. Betriebswirtschaftlich wird es unter Null sein, denn hier gibt es An- und Verkaufspreise. Manchmal kleine Unterschiebe, aber von was müssen Löhne bezahlt werden und Gewinn möchte man ja auch machen.

Carry trades können Spass machen, Gewinn bringend sein, aber man muss sich des Risikos bewusst sein - und das wird so alle Jahrzehnte wiederkehrend vergessen. Da hilft auch die Methode der Risikostreuung (Fonds etc.) nicht viel - es ist nur eine Frage der Marge - und des Zeitpunkts - und oft des Glücks.
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