Rentenklau oder Rentengeschenk

Ja oder Nein am 7.März zum BVG-Umwandlungssatz einlegen? Die weniger schlechte Variante ist ein NEIN, denn es wurde noch selten eine Abstimmung mit so vielen unrichtigen oder falschen Argumenten geführt.

"Das zwingt die Pensionskassen zu immer riskanteren Anlagestrategien mit unseren Vorsorgegeldern." Entschuldigen sie bitte, aber wer so etwas schreibt, der versteht entweder viel zu wenig von langfristiger Vermögensverwaltung, lässt sich durch schöngefärbte Verkaufsprospeskte beeinflussen oder ist in einem Interessekonflikt. Und hier scheint es einige zu geben.

Über manche Pensionskasse kann man schlechte Zeiten eines Betriebes dämpfen. Sozialpläne können die Pensionskassen tangieren und damit wird der Problem verursachende Betrieb entlastet und die anderen Versicherten belastet. Mit Geldern aus dem Heimfall oder zu viel Prämien kann dies finanziert werden. Der Heimfall (wenn verstorbene Versicherte wenig Rente bezogen haben, und das verbleibende Sparkapital nicht an die Erben, sondern die Pensionskasse geht) ist ein weiteres Problem, das nicht in die heutige Zeit passt ... dem könnte man Rentenklau sagen.

Langfristig und im Gesamten gesehen, spielt eine Kürzung des Umwandlungssatzes keine Rolle ... allfällige Überschüsse kommen wieder den Versicherten zu gut ... nur vielleicht Generationen übergreifend und der einzelne Leidtragende ist ein anderer Versicherter. Ob die Lebenserwartungen in Zukunft wirklich ansteigen, wage ich zu bezweifeln. Der Durchschnitts-Schweizer lebt heute eindeutig ungesünder. Zudem würde der Umwandlungssatz zum zweiten mal gekürzt. Insgesamt mehr, als die Lebenserwartung stieg.Aber wer mag sich noch an das Jahr 1982 erinnern, als die erste Schattenrechnung in der Schweiz eingeführt wurde ... drei Jahre, bevor die neue 2. Säule gesetzlich verankert wurde.

Drei Grossbetriebe waren damals an diesem Pilotprojekt beteiligt. Einer ist nicht mehr börsenkotiert und ins Ausland verkauft worden, der zweite ist heute an der Börse und der dritte wurde aufgekauft und sein Mutterhaus ist auch an die Börse gekommen. Und wie das mit Softwarehäusern ab und zu der Fall war, musste die Pensionskasse auch neu organisiert werden. Ich habe meine auch gewechselt und mit dem erlangten Wissen in den nächsten Jahren eine weitere soft- und hardwaremässig umgestalltet und vier andere selbst administrativ geführt.

Erstaunlicherweise ohne grosse administrative Kosten und als Kleinkassen sogar erfolgreich. Ich bezweifle noch heute, dass viele grosse Kassen eine kostengünstigere Verwaltung und bessere Anlagenperformance aufweisen. Aber die Materie ist kompliziert geworden. Das sieht man an den vielen Äusserungen von renomierten Personen, die manchmal fast ins lächerliche gehen. "Es handelt sich nicht um eine Rentensenkung sondern eine Rentenverlängerung", nur so als Beispiel. Ich lege ja im Finanzblog auch nicht alles auf die Goldschale, aber wenn man, sprich frau im Fernsehen Rente mit Rentenzahlungszeit, Auszahlungszeit oder wie sie das nennen wollen, geichsetzt, dann komme ich nicht umhin, an politisch gefärbte Ambitionen zu denken.

Mit Betriebswirtschaft hat die heutige Abstimmung nicht viel zu tun. Zumindest mit den Äusserungen von JA und NEIN, aber im Grunde genommen, ist es ein recht kompliziertes betriebsswirtschaftliches Them, das heute leider zu oft von der rein sozialen Seite angeschaut wird. "Die Linke will die 2. Säulezerstören, um die Altersvorsorge zu verstaatlichen." Lieber Hans, das hat Prof. Wittmann schon vor Jahrzehnten vorgeschlagen und vermutlich wäre das Gros der Versicherten, von doch etlichen löblichen Ausnahmen abgesehen, besser gefahren.

Wie wäre es, wenn die Beitragsjahre verlängert würden? Statt mit 25 beim Sparteil zu beginnen, schon in der Lehrzeit oder bei Erwerbsbeginn. Ein überzeugendes Argument dagegen habe ich noch nie gehört. Kennen sie eines? Das waren einige Denkanstösse, was man ändern könnnte und wenn der Mindestzinssatz nicht für ein Jahr sondern eine grössere Periode festgelegt würde, gäbe das andere Rentenzahlungen. Man kann es auch anders ausdrücken: Bei der Pensions das Ersparte beziehen und selbst anlegen oder von einem Unabhängigen anlegen lassen ... auch wenn die JA-Sager wissen, dasss wir im Kapitalmarkt nur noch sinkende Renditen haben werden. Ich weiss dies nicht, bin nicht Hellseher, aber langfristig werde ich sowohl zwei oder vier Prozent schlagen.

Wer es noch etwas prägnater mag, kann sich stundenlang auf dem Netz verweilen oder beim personalblog nachlesen.


Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Schall und Rauch II - Finanzprodukte verbieten

Vor zwei Jahren erschienen:
Soll ich jetzt Aktien oder Obligationen kaufen?

Vor drei Jahren erschienen:
Maréchal Foch - das Unbekannte, Unberechenbare bei Wein und Börse

Vor vier Jahren erschienen:
Unterschied zwischen Auto- und Senf-Einkauf




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Markenartikel oder No-Name?

"Promarca fordert mehr Härte gegen Produktkopien - Umsatz über 10 Mrd CHF ...
... Bern (awp/sda) - Markenartikel sind beliebt: Der Nettoumsatz der im Schweizerischen Markenartikelverband Promarca organisierten Unternehmen hat 2008 erstmals die 10-Milliarden-Grenze überschritten. Die Verkäufe legten zum Vorjahr um 5,3% auf 10,26 Mrd CHF zu ... weiter bei swissinfo ... "

Markenartikel scheinen also "in" zu sein. Nur ein ganz wichtiges Element fehlt heute beim Markenartikel - der identische Preis an allen Verkaufsstellen. Und sollte es doch einmal einen festgelegten Preis geben, dann ist dieser vielleicht sogar als unerlaubte Preisabsprache einklagbar.

Wer produziert denn eigentlich die wichtigsten Markenartikel? Das ist manchmal gar nicht einfach fest zu stellen. Übrigens, dieser Link zeigt keine 100 Markenartikel an ... rund 2/3 davon. Nehmen wir einmal Hakle. Kimberly-Clark ist börsenkotiert, produziert in Niederbipp und wie sich das fürMarkenartikelhersteller gehört, für die verschiedensten Grossverteiler. Und sind nun die No-Name-WC-Papiere schlechter? Vermutlich nicht, aber sicher billiger. Interessant ist eine Betriebsbesichtigung des Lagers. Da sieht man oft bei verschiedenen Unternehmen andere Verpackungen, gross aufgedruckt auf der Palette, für wen die Sendung bestimmt ist.

Da gibt es nur eines zu lernen. Kaufen sie privat das Produkt das ihnen im wahrsten Sinn des Wortes richtig in der Hand liegt. Schauen sie vielleicht auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und ein Teil der Marge gehört ihnen. Bei Aktien machen sie es vielleicht anders, kaufen sie die Aktie, wo eine grosse Marge drauf ist ... allenfalls bleibt dann beim Gewinn auch mehr hängen und die Aktie steigt. Schämen sie sich nicht, wenn sie Nestlé im Depot haben und eine Eigenmarke einkaufen.

Welches Tier haben sie bei Hakle gesehen? Einen jungen weissen Labrador. Ist der nun für Hakle, dessen Papier es auch in verschiedenen Farbnuancen gibt, der einzige, der mit diesem Hund werben darf? Wieso nehmen die eigentlich einen Hund und nicht den bekanntesten, den schwarzen Bolo? Zumindest hat er nichts mit einem Polo-Pferd zu tun.

Aber irgendwie habe ich diesen niedlichen Hund schon einmal gesehen und gleich denkt man an Prodkuktpriaterie - bei Pedigree von Mars International, einem Familienunternehmen, nicht börsenkotiert. Ob der Hund hier wohl Produkte von Hakle kauft oder mit dem schwarzen Beutel zufrieden ist? Sie können "solange Vorrat" eine Packung ausprobieren. So steht es zumindest in einem Magazin eines Grossverteilers, der Markenartikel, Eigenmarken und Billigmarken hat. Wenn sie Glück haben, vom gleichen Hersteller. Wie lange wohl der Vorrat reichen wird und ob die dazu gelieferte Welpen-Box beschränkt ist. Keine Ahnung, wie alt ihr Hund ist, wenn er nicht mehr als Welpe gezählt wird. Spielt vermutlich keine Rolle, man will nur ihre Adresse, damit man sie wieder anschreiben kann.

Nestlé geht hier im gleichen Magazin schon "feiner" vor. Irgendwo, mit viel kleinerer Schrift - versteht sich ja wohl - steht "die ersten 3000 Antworten erhalten ein Gratismuster. Dafür wollen sie kein Geburtsdatum und keine Rasse, nur ihren persöhnlichen Namen. Felix heisst das Produkt und ist für Katzen vorgesehen. Wenn sie für ihr Essen nicht viel ausgeben wollen, dann bevorzugen sie doch mal ein normales Lebensmittel ... vielleicht halt ein No-Name. Oder möchten sie gar dem Leitthema der Coopzeitung huldigen - Schlanken oder schlemmen? Zudem gibt es neu die Tierfreundecommunity ... wohl überflüssig zu sagen, welcher Hund abgebildet ist!

Der Chefredaktor meint im Editorial "hätten sie lieber Knäckebrot und Wasser?" Da dürfte allenfalls ein Tierfutter Appetit anregender sein. Gefährlich ist es ganz sicher nicht. Beim Hersteller wird das Futter von Menschen verkostet. Wenn es den Menschen schmeckt, schmeckt es auch den Tieren.

Und wenn sie in ein Venture Capital investieren wollen, das unter anderem Tierfutter produziert, dann melden sie sich bei mir um zumindest über die Risiken zu diskutieren. Es wird dort teilverarbeitet wo ich einmal gearbeitet und Tierfutter "degustiert" habe.

So jetzt ist Zeit Camargue-Reis zu essen. Aber dies wird bei mir wohl etwas länger dauern als beim Onkel Ben. No-Names haben manchmal noch andere Vorteile und ich bin halt kein Markenfetischist.

Die Beiträge über «Geld und Finanzen - leicht erklärt» - schaltet auch die Bloggerin Tari Eledhwen aus Solothurn und das Personalblog.



Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Alles in Butter? Oder doch etwas Käse?

Vor zwei Jahren erschienen:
40 und 60 Jahre - Israel und Marshallplan

Vor drei Jahren erschienen:
Warnung vor Finanzcrash

Vor vier Jahren erschienen:
Stagnation, Rezession, Deflation - steigert das Bruttosozialprodukt




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Inflationswarnung - Hände weg von Obligationen?

Ein kleiner Artikel über die Inflation und schon dürfte manchem die heutige Situation an der Börse zu denken geben.


In Zeiten wo Aktien tief sind, kauft man hochverzinsliche Obligationen. Pech gehabt, denn heute ist beides ziemlich tief. Wer wird gewinnen. Werden die Aktien in den nächsten Monaten weiter steigen oder die Zinsen. Ich persönlich gehe von letzterer Variante aus. Wie das aber so ist, werden wir rückblickend sehen, ob die Reaktionen so eingetroffen sind. Nur eines ist zu beachten. So schlimm ist die Situation nicht. Es gibt immer Möglichkeiten Stock Picking zu betreiben, es gibt immer antizyklische Aktien, Gelegenheiten, Geld sinnvoll zu investieren.

Soll man aber unter der Annahme einer Inflationsgefahr Obligationen kaufen? Vorsichtigerweise nein, denn die Kurse werden in diesem Fall sinken. Wenn diese Papiere bis zum Verfall gehalten werden, erzielt man die heute geltendene Rendite. Aber aufgepasst, nicht alles was in Konsumentenzeitungen angepriesen wird, ist auch sinnvoll zu kaufen. Eine Biermarke die angeblich 7,5% im CHF abwirft muss vorsichtig stimmen. Obligationen können im Kurs stark schwanken und wenn das Zinsniveau steigt, sinkt der Kurs. Und nun zwei Artikel, wieso die Inflation steigen könnte ... und damit auch die Zinsen.

"Warum die Inflation kommt

Der Welt droht durch die Wirtschaftskrise eine Geldentwertung. Warum? Unter anderem, weil die Firmen im nächsten Aufschwung mit der Produktion nicht nachkommen werden ... lesen sie weiter in der ZEIT ONLINE ..."

und der darin angesprochene zweite Beitrag

"Sind Inflationswarnungen Panikmache? Keinesfalls!

ie Preise fallen und bestärken jene, die die Inflationswarnungen des Finanzministers für absurd halten. Spätestens im Sommer werden sie eines Besseren belehrt werden ... lesen sie weiter in er ZEIT ONLINE ..."




Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
«Kaffeesatz lesen» und der Fahrstil von James Bond

Vor zwei Jahren erschienen:
Energie-STADT - im Dunkeln STATT-Energie

Vor drei Jahren erschienen:
Richtung der Wall Street

Vor vier Jahren erschienen:
... begnügen sich nicht mit dem Durchschnitt ...




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alle, jeder, keiner, niemand und König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte

Freitag der 13. ... der Absolutismus ist nicht nur mir ein Gräuel. Das darf aus den Kommentaren auf den Beitrag ""Gebt das Geld in Frauenhand." - der Finanzblogger bleibt männlich!" geschlossen werden.


Der Journalismus schreibt heute oft über "Alle". Das sind 100 Prozent und meist gibt es einen Anteil der Bevölkerung, die nicht im Gleichschritt laufen. Der Absolutismus war in den vergangenen Jahren auch in der Finanzwelt zu finden. Zumindest kann man das Gefühl haben. Aber eben, es sind nicht immer alles Mitläufer oder Mitstreiter. Es gibt auch anders Denkende. Heute lehnen die meisten das damals herrschende Wirtschaftssystem, den Merkantilismus in der heutigen Zeit ab. Wenn sie die einleitenden Zeilen lesen und Fürst, Graf, König mit Präsident, CEO, CFO etc. ersetzen, könnte der Artikel über die vergangenen Monate, Jahre berichten.

Bildlich gesehen schien es doch in der vergangenen Zeit wieder einige Ludwig XIV, Louis le Grand, Ludwig der Sonnenkönig gegeben zu haben. Oder soll man lieber Louis Quatorze sagen, denn jetzt kommen einem die Sesselkleber in den Sinn. Sessel wie Louis Treize, Quatorze, Quince, Seize ... und deshalb sage ich bei meiner Büropolstergruppe immer, das sind Louis 99. Es war ja auch nicht ganz jeder Louis oder Ludwig ein Absolutist, eher Methusaleme, selten Spinner und Eremiten, wie einer im Kommentar sagt. Nehmen sie auch die Zahlen nie für absolut. Wenn sie sich in 14 Tagen mit Louis statt Ludwig treffen wollen, dann sind es für diesen nur 13 Tage. Wenn sie ihn wirklich sehen wollen, dann einigen sie sich auf 15 Tage.

Und wenn sie sich mit einem Österreicher zum Gespräch auf einem Sessel treffen wollen, wird dies ziemlich hart, er meint damit den Stuhl. Sie können jetzt mit dem Inhaber eines Lehrstuhls über die heutige Zeit und den Absolutismus diskutieren und da kommt ihnen garantiert, ach du Sch... ein anderer Stuhl in den Sinn. Und dann sprechen sie automatisch über Krawattenträger und ihre Synonyme, den Sesselfurzer, die Masse, die nach rennt, nach plappert und da habe ich auf einen Kommentar folgende Behauptung abgegeben:

"... ich lese: alle, niemand, keiner und jeder!

Das ist absolut, das entspricht 100 Prozent. Und das stimmt garantiert mit den behandelten Themen weder für Frauen, Männer ... geschweige denn Mediokraten und Investmentbanker. Dabei ist der letztere Ausdruck von Herbie schon viel prägnanter gewählt, als Finanzfachleute o.ä., die in den meisten Medien angegriffen werden.

Statt 100 Prozent schaut man oder frau in eingegrenzten Gebieten lieber eine Standardverteilung resp. Normalverteilung an. Ich würde schätzen, dass 1 s dem zitierten Artikel entsprechen würde (s oder σ = Standardabweichung.

Und auf die Finanzbranche umgelegt:

- 1 s wer sich nicht den herkömmlichen Risikoprofilen verpflichtet fühlte
- 2 s welche Derivativ -und Hebel-Produkte empfohlen haben
- 3 s wer nicht ganz oben mitmischte und direkt in die Krise führte.

Oder anders gesagt, höchstens:

- 68,27 Prozent waren Bonus geil und bis
- 95,45 Prozent haben nicht nur auf Direktanlagen*) gesetzt und nur maximal
- 0,27 Prozent sind für den heutigen Schlamassel direkt verantwortlich


Für Zahlen habe ich ein "relativgutes Gspürri" und ich würde sagen dass die Wissenschaft auf ähnliche Resultate kommen wird.

*) vor dem Finanzcrash wurde ziemlich genau das Achtfache an Volumen an der "Börse gedreht" wie Direktanlagen!

Nehmen wir uns doch König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte als Beispiel. Der hatte zwei Untertanen und einen Staatsbeamten, Lukas der Lokomotivführer der oft die Geleise verlassen hat - aber immer wieder gut nach Hause kam. Wer mehr über diese Geschichte lesen will, kann dies beim Modelbaufan König machen, der sinnigerweise auf Märklin baut. Aber wie sie selbst nachlesen können, es sind auch bei dieser 150-jährigen Unternehmung nicht alle gleich. Hoffen wir auf die Überdurchschnittlichen mit ethischer Haltung, auf die Welt und andere hoffen auf Spielzeug. Das ganze ist kein Spiel, keine Geschichte. Wirklichkeit, die aber garantiert Geschichte wird. Nicht einfach bei eBay zu handeln.



Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Gemeinsamkeit von Muscheln, Schnecken, Zähnen, Steinen, Cigaretten und Münzen

Vor zwei Jahren erschienen:
Neuere Zürcher Zeitung ...

Vor drei Jahren erschienen:
Art des Treibstoffes - nicht festgelegt




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HNWI - ticken die wirklich ganz anders?

Die HNWI - High Net Worth Individuals - die gut bis überaus sehr gut situierten Personen haben mehr Geld, als die meisten anderen ...


"Lukrative, aber anspruchsvolle Klientel

von Heino Reents

Von Krise bislang keine Spur: Vermögensverwalter und Banken konkurrieren verstärkt um vermögende Investoren. Die ticken aber ganz anders als die Retail-Anleger ... lesen sie weiter in der Financial Times Deutschland ... ".

Das sind ganz normale Menschen, wie alle anderen, nur haben sie mehr Geld. Es gibt HNWI, die nicht mehr oder weniger Performance haben, als der Durchschnitt. Und es gibt sogar welche, die wechseln ständig ihren Berater, weil der eben ein schlechtes Resultat erzielt hat. Vielleicht sind diese auf einen "Verkauf-Schnuri" hereingefallen oder aber sie machen den Fehler, den die meisten Anleger machen. Sie denken und handeln nicht langfristig. Und langfristig heist, dass man auch seinen Berater lange hat. Zumindest lange genug um zu sehen, dass er nicht Umsatz sondern Rendite erzielen will. Es gibt Kunden, die kennen mich seit fast 20 Jahren und das gibt es auch bei Banken ganz selten. Es sei denn, der Berater ...

Eine solche Beratung biete ich auch für weniger als eine halbe Million an. Aber mit Kleinkunden geht dies nicht, weil man sonst für die grösseren keine Zeit mehr hat. Für die Kleineren gibt es aber zwei Lösungsmöglichkeiten, falls sie langfristig auch profitieren wollen. Sparen oder die Anlagen selbst betreuen ... aber nicht traden oder ständig die Titel wechseln. Wer wirklich Erfolg haben will, muss seine Titel einige Jahre liegen lassen können. Es ist wie beim Wein. Die Alten sind die Guten und die modern ausgebauten, auf den Geschmack getrimmten, sind eher für die "Derivativ-Kundschaft", die kurzfristig denkenden,

Ein Beitrag über «Geld und Finanzen - leicht erklärt» - einer Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn. Er wird auch im Personalblog aufgeschaltet.

... und der Artikel hat mir der "Aficionados Blog" gesandt. Merci.



Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Sekten, Sex, Polygamie und Blogg-Aden

Vor zwei Jahren erschienen:
Wenn einer eine Reise tut - drei schreibende Kollegen möchten mich in drei neue mitnehmen - Kuba, Pakistan und Rumänien - vielleicht eine Frage der Zeit

Vor drei Jahren erschienen:
EU kippt Gentechnik-Verbot




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Pensionskassen - technische Spielereien?

Der BVG-Mindestzins, der Risikoabschlag und die Schwankungsreserven sind finanztechnische oder rein buchhalterische Grössen, an denen die einten Pensionskassen Freude haben und andere sich die Zähne aus beissen.

Ende September 07 wurde der Mindestzinssatz ab 2008 auf 2,75 Prozent festgelegt. Heute erweist er sich als schwer zu überweisende Hürde. Eigentlich geht es hier nur um politische Hürden, um zu kurzfristiges und zu ängstliches Denken. Wenn diese Gelder bis zu 100 Prozent in Aktien angelegt werden könnten, wären die ausbezahlten Renten höher. Die durchschnittliche Anlagedauer liegt nämlich deutlich über zehn Jahren - ich schätze etwa 18 Jahre. Das kann jede Kasse für sich selbst ausrechnen oder allgemein: Pensionskassenbeitragsjahre geteilt durch zwei (Austrittsalter von 58 bis 65 Jahren minus Eintrittsalter von 25 bis 30 geteilt durch zwei). Rechnen sie nur mit dem schüttelnden Daumen und keinesfalls auf Nachkommastellen genau. Es gibt zu viele Unbekannte, die hier einfliessen.

Vorgestern habe ich über langfristige Aktienrenditen geschrieben. Das gleiche Spiel würde, wenn politisch uneingeschränkt erlaubt, auch bei Pensionskassen funktionieren.

Nehmen sie mal an, die Asset allocation würde auf 50% Obligationen und Geldmarkt sowie 50% Aktien ausgelegt. Langfristig sind mit Schuldnerpapieren 3,5 bis 4,5 Prozent zu verdienen und mit Aktien 5 bis 8 Prozent. Und wohlgemerkt, das sind keine utopischen Sätze. Beides zusammen ergibt eine durchschnittliche Rendite von 4,25% bis 6,25% - der Schnitt wiederum 5,25% - gerundet 5 Prozent.

Diese Zahl von 5% ist nicht zufällig, denn ich erhalte von meinen Kunden erst eine Gewinnbeteiligung, wenn ich diesen Satz überschritten habe.


Hier laufen Finanzpolitik und Personalpolitik zusammen und deshalb empfehle ich jetzt auf dem Personalblog weiter zu lesen ...



Vor einem Jahr erschienen: SNB - 99. Generalversammlung und doch schon 100

Vor zwei Jahren erschienen: Die Tessiner haben manches einfacher - ein Jahr später gärte es in diesem Haus gemäss The Cigar Blog und aus Brissago erzählte man mir vor 10 Tagen über den Verkauf der Fabbrica Tabacchi von Burger und Söhne (Dannemann) an die «Italiener» (Achtung, hier kann es sich vielleicht um ein Gerücht halten)

Vor drei Jahren erschienen: Autobahnvignette klebt nicht


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China auf den Punkt gebracht

Das Punktmagazin bringt einmal mehr eine Ausgabe über China ...

... über das Jahr des Schweines haben wir geschrieben und hoffentlich hat mein Wunsch damals geholfen. «Viel Schwein an der Börse» und vermutlich doch ein gutes Händchen haben geholfen das letzte Jahr mit einer schönen Performance zu überstehen. Aber vielen soll dies nicht gelungen sein. Auch nicht dem Nikkei - rund 25% Verlust, das erste Schweinejahr seit 1959 ...

... über das Jahr der Ratte und die Tablarkühe haben wir vor kurzem geschrieben. Aber Achtung, letztere geben nur unbedeutend Milch, die Chinesen dürften mehr ordern. Da müsste man sich einige Gedanken darüber machen.

Die verschiedenen Aktienindizes von China und Co. werden verglichen. Es gibt auch einige chinesische Titel in den USA oder London. Betrachten sie zum Beispiel einmal Fortune Oil fünf Jahre zurück. Das sind Titel, die nicht unserer Logik entsprechen. Dies ist keine Anlageempfehlung und schon gar keine kurzfristige. Aber je mehr sie wissen, desto weniger begreifen sie was in China wirklich abläuft. Oder aber sie wissen, wer wo Aktien kaufen darf und wo nicht - und wie vermutlich kopflos sie dies tun. Der Chinese oder Schinese wie unser Nachbar zu sagen pflegt, denkt halt etwas anders und die fehlende Demokratie lässt einiges nicht zu.

Und vielleicht wird China wieder so mächtig wie vor 200 Jahren - damals erwirtschafteten sie mehr als einen Drittel des weltweiten BIPs (Bruttoinnlandprodukt). Das dürfte etwas zu Lasten der alten Westeuropäer gehen. Möglich, dass wir im Depot einen Ausgleich schaffen können wenn wir unsere Blue Chips besitzen die auch in China bekannt sind. Oder entsprechend an afrikanischen Ländern beteiligt sind, mit denen China zusammen spannt um seinen Rohstoffhunger zu decken.

Eine Anlage-Idee in der Schweiz hatte am Montag auch Zhèng Fil-Chloz aus Peking - oder eben heute aus Běijīng Shì - den Olympiade Freunden empfehle ich diese Seite.


Vor einem Jahr erschienen: Shanghai, chinesische Immobilien ... und ein weiteres Jahr des Schweines ...

Vor zwei Jahren erschienen: 100 Tage - heute ist alles anders - exakt noch 99 Tage - aber 10 000 Kinder dribbeln vorher

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Zwei unterschiedliche Meinungen über Hedge-Fonds

Hedge-Fonds werden hoch gejubelt oder verdammt. Einzelne Fonds zu beurteilen ist einfacher als die Gesamtheit, denn hier denke ich dass wir weiterhin auf einem Pulverfass sitzen - auch wenn es renommierte Magazine nicht gerne hören, geschweige denn Finanzinstitute.

«Wirtschaftswunder: Je Risiko, desto Bonus

von Alain Zucker

Die Bankenkrise lässt sich auf eine simple Wahrheit reduzieren: Viele kluge Leute fällten viele törichte Entscheidungen, in dem sie auf Pump Milliarden von Dollars auf dubiose Wertpapiere setzten. Was die Banken aber beachten sollten, wenn sie dieser Tage ihre Kadermitarbeiter zu Bonusgesprächen laden: Sie haben diese Finanzjongleure dafür bezahlt, viel zu grosse Risiken einzugehen ... weiter in das Magazin ...»

Der Trend läuft zwar nicht so, wie dieser Artikel empfiehlt. In den USA wurde die Regulation S und die Rule 144 angeblich entschärft. Die Haltedauer für vorbörslich gekaufte Aktien beträgt noch 6 Monate, bisher waren es 12 Monate. Aber es gibt noch, sagen wir mal tapfere Banken (Leo weiss mehr), die stellen stur auf 24 Monate - das wäre dann die Haltedauer für Mehrheitsbeteiligungen. Hier der Link für meinen Bänker, den er dann weiterreichen kann - SEC proposed Rules.

«Hedge-Fond - die verkannten Segenbringer

Sie sind ein beliebter Sündenbock für Merkel & Co: Hedgefonds geraten immer wieder ins Visier der Politik - und gelten vielen als Gefahr für Stabilität und Wirtschaft. Zu Unrecht, kritisiert Christian Reiermann: Die aktuelle Finanzkrise haben staatlich beaufsichtigte Banken verschuldet ... weiter im SPIEGEL ONLINE ...

Ich denke, der Spiegel hat schon bessere Artikel verfasst und es würde mich nicht erstaunen, wenn er in den nächsten Monaten einen gegenteiligen Bericht bringen würde. Am Grundprinzip des Börsenhandels hat sich nichts geändert - einer kauft, der andere verkauft. Aber im ersten Artikel steht eine ganz wichtige Weisheit: «... es fehlt der Anreiz, die Verluste zu minimieren, denn ihre Optionen sind wertlos, egal ob der Aktienkurs einen oder zwanzig Franken unter den Ausübungspreis fällt ...» geschrieben von Zucker, nicht Zocker.

Vor einem Jahr erschienen: Blogosphère und Blogopole - auch damals - Facts sind nicht gefragt, nur Meinungen und diese liegen bekanntlich oft daneben

Vor zwei Jahren erschienen: Glänzender Stahl, rostiges Metall und Ragusa - ein Ort der mit Schokolade und Weltpolitik zu tun hat

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Börse - Unterschied zwischen Ballon, Seifen- und Kaugummiblasen

«Mr. Big Bubble» schreibt das Magazin über Alan Greenspan. Das ist hart, etwas zu hart. Aber herzlichen Dank, das ist eine totale Ehrerbietung - ich habe vor etwas mehr als 2 (zwei!!) Jahren geschrieben: «Hoffen wir, das sich Greenspan, zu Deutsch Grünspan, nicht im Nachhinein als gesundheitsschädlich und umweltgefährdend herausstellt». 1 : 0 für das Finanzblog.

«Mr. Big Bubble

von Philipp Loepfe

Die Finanzwelt liebte US-Notenbankchef Alan Greenspan. Heute gilt seine Zinspolitik als Hauptgrund für die Krise. Was lief falsch? ... weiter in Das Magazin ...»

Schaum

... Schaum! Welche Blase wird grösser? Beim Ballon und beim Kaugummi gibt es in der Regel nur eine Möglichkeit - an der Börse würde man besser nicht alles auf eine einzige Blase setzen ...

«Der Minusmann

von Lukas Hässig

Was hat Marcel Ospel bei seiner Bank noch verloren? Ein paar Milliarden Franken. Marcel Ospel wird sich nicht mehr lange an der Spitze der UBS halten können. Chronik einer Karriere mit ungutem Ende ... weiter in Das Magazin ...»

Blasen entstehen

... wird sie schon bald Platzen ... übrigens, der Service hat sich nicht geändert und zudem habe ich bei einem hier nicht näher genannten Finanzinstitut einen Wunsch für bestehende und neue Kunden eingegeben. Ab rund CHF/EUR 250'000 würde sich für sie vermutlich ein Gespräch mit einem Pionier lohnen ...

«FINANZKRISE - Web-Bank zieht Kreditkarten ein - UBS drohen Ermittlungen

Finanzkrise und kein Ende: Eine britische Internetbank, Tochter der Citigroup, entzieht 160.000 Kunden die Kreditkarte - eine einmalig drastische Aktion. Dem Finanz-Schwergewicht UBS droht juristischer Ärger in den USA. Für die deutschen Banken beginnen Wochen der Wahrheit ... weiter im SPIEGEL ONLINE ...»

Blase vor dem Platzen

... gleich platzt sie ... oder doch noch etwas länger Luft hineinblasen? Seifenschaum hat einen Vorteil - wenn eine Blase platzt, nimmt man die nächste. Beim Kaugummi muss man zuerst noch kauen und beim Ballon ist vermutlich alles zerfetzt. Hätte man nicht alles auf ein Schiff (oder eben Ballon) gesetzt!

eplatzt

... geplatzt- wenn sie es an der Börse richtig machen, kommt eine neue Blase zum Vorschein. Nur nicht den Fehler machen und aussteigen - oder mit Wasser runterspühlen.

Vor einem Jahr erschienen: Die Bank - die rote Bank und der Tod Legate sind recht verbindlich, der Empfänger muss den Zweck einhalten auch wenn er Lust hätte, geschenkt erhaltenes Geld anders ein zu setzen. Kundenwünsche sind uns auch nach dem Tod nicht egal. Überlegen sie es sich zweimal, wem sie etwas schenken. So sind die heutigen Lebenden. Ob die auch mal was verschenken werden?

Vor zwei Jahren erschienen: Chart Lehrgang (2) - mehrere Punkte, die Masse - fast wie Bubbles

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Wer wird Recht erhalten: Stiglitz oder Soros

Im Nachhinein werden wir es wissen - heute können wir würfen, raten oder haben eine eigene Meinung. Zwei recht unterschiedliche Ansichten ...

«Soros sieht schlimmste Krise seit 60 Jahren
Der Finanzgigant ist davon überzeugt, dass die gegenwärtige Krise die Weltwirtschaft stärker verändert wird als alle Krisen nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach dem Platzen der Immobilienblase sei der Superboom außer Kontrolle geraten ... lesen sie weiter bei WELT ONLINE ...»

Sie können den Artikel auch original auf Englisch im persönlichen Blog von Soros lesen. Einer der Grössten weltweit, aber keiner der mir immer imponiert. Wie Jérôme Kerviel hatte auch Soros Erfahrungen mit der Société Général gesammelt - nicht ganz so viele Nullen. Sollte er aber Recht bekommen, hat er vermutlich wie schon einige Male, seine Finger mit extrem riesigen Summen mit im Spiel. Ich wiederhole mich, aber Personen muss man in die Augen schauen, die blaue Farbe alleine macht es nicht aus.

«"Das Problem wird noch grösser"

Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger für Wirtschaft, erwartet, dass die US-Finanzinstitute nochmals 100 bis 200 Milliarden Dollar abschreiben müssen. Seiner Meinung nach haben die Banken mit Absicht intransparent agiert ... lesen sie weiter bei espace.ch ...»
Diese Meinung gefällt mir besser und ich schätze mal, dass im Frühling das Schlimmste hinter uns liegt. Aber vermutlich sollten die Deutschen nicht zu früh aufatmen.

«Deutschland in der Sozial-Falle

Mindestlohn-Streit, Nokia-Eklat, Protest gegen hohe Managergehälter: Die Deutschen handeln, als sei die Globalisierung nur ein böser Traum. Volk und Politiker sind vereint im Umverteilungsrausch - das bittere Ende ist gewiss ... weiter bei SPIEGEL ONLINE ...

Ja, so genau weiss es keiner, wie die Welt weitergeht. Drehen wird sie noch lange und es gibt auch in jeder Situation Aktien zu kaufen, die sich gut entwickeln werden. Zur Zeit zeichnen wir eine ganz spezielle Aktie aus dem Ökobereich ... welche, das wissen meine Kunden, immer vorausgesetzt sie sind nicht in Ländern wohnhaft, wo es einige Restriktionen gibt - aber die Amis werden nie begreifen, dass die Welt auch ohne ihr Zutun dreht.

Vor einem Jahr erschienen: Schweizer Immobilienbrief Nr. 21

Vor zwei Jahren erschienen: Ich mache - statt ich sollte machen

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