13. September 2007
Der Hybride Kunde - 2. Teil - «preiselastisch»
Der zukünftige gutbetuchte Konsument wird mit dem Porsche vorfahren und bei Lidl und Aldi einkaufen und anschliessend im Luxusgeschäft weiter shoppen gehen - der hybride Kunde. Sein Gefühl für Preis/Leistung muss stimmen.
Im 1. Teil habe ich die Tabakwerbung gestreift. An einem Ort mit Warnhinweise, am andern indirekte Werbung für Drogen. In Deutschland scheint man straffer zu arbeiten. Der Kioskiero Ricci Riegelhuth aus Bad Vilbel zeigt das ganz deutlich. Ricci muss man erlebt haben. Der Mensch hat ein Fachwissen und Schalk. Einmalig. Ein Kommentar beschreibt ihn «durch und durch lebendige Zigarre». Und wie umgeht man jetzt das Werbeverbot und bekommt Einblick in die ehemaligen Seiten - die sind nämlich wirklich interessant - zum Beispiel die Seite von Vegas Robeina (gleiches Fenster - pdf-Dokument). Was einmal im Internet publiziert wurde, findet man meistens wieder - es gibt historische Datenbanken und einfachere Tricks. Raucherwerbung scheint in der Praxis nicht so ganz durchdacht zu sein. Sie wissen, was ein Dromedar ist - was kommt ihnen hier in den Sinn. Ja so ein Kamel gibt diesem Tier einen falschen Namen ...

... der «Grosse unter den Kleinen» hat das nicht nötig. Seinen Kiosk wollen wir uns einmal ansehen. Er trägt den gleichen Ring wie Don Alejandro Robaina. Man diskutiert über Hilfswerke, wo man ehrenamtlich mitarbeitet. In der Cigarren-Branche kennt man ihn. Auch an der Ausstellung in Basel. In etwa 5 Stunden haben wir schätzungsweise 100 Besucher gesehen - viel mehr sind nicht gekommen. Auch das liegt vielleicht an der Werbung. Aber für Ausstellungen wäre sie (noch) nicht verboten. Keiner ist der Tipp Besucher, der von Stand zu Stand geht und allen nur ergattbaren nützlichen und unnützlichen Gratis-Kleinkram in der Plastiktüte verschwinden lässt. Diese haben wir am Eingang erhalten ...

... Die Schokolade von Lidl diente als Zwischenverpflegung - schmeckt übrigens herrlich zu Cigarren (in Deutschland gekauft - ich denke be-rausch-end ) - haben wir auch am Stand von Bossner gehört, die kommen demnächst auch mit Schokolade. Der Preis spielt in Zukunft höchsten eine Rolle, dass er entweder sehr tief oder sehr hoch angesetzt sein muss. Das Mittelmass wird in Zukunft immer mehr vernachlässigbar. Solche Erkenntnisse sind nicht neu, aber an einer solchen Ausstellung ganz gut zu beobachten. In der Tüte war nicht alles von Anfang an drin. Einige Cigarren kamen im Verlauf des nachmittags dazu - eine ist erwähnenswert. Diejenige rechts vom Zigaretten-Aschenbecher mit der Freiheitsstatue. Man beachte das Deckblatt. Zum Glück ist es ein Longfiller, ein Stumpen wäre glatt auseinander gefallen - aber das Ding schmeckt nicht besser. Einige grosse Namen machen es sich zu einfach. Viele Kleine haben darauf schon reagiert. Es gibt tausendende von verschiedenen Cigarren und man wird in Zukunft vermehrt preiswerte mit ganz gutem Geschmack anbieten. Auch wenn sie Nichtraucher sind, dieses Phänomen findet man zur Zeit bei den unterschiedlichsten Luxusprodukten. Wer das Kaufverhalten richtig analysieren kann, kann damit Geld verdienen - die Aktien kaufen, die solche Strömungen früh erkennen. Vom ethischen Standpunkt her gibt es vermutlich nicht viele Aktien, die von Cigarrenhäusern sind ...

... teure bekannte Cigarren werden heute massenweise gefälscht. Unbekanntere oder günstigere Marken nicht. Die Marge ist entscheidend. «Ist die gefälschte Cigarre jedoch aus gutem Rohmaterial hergestellt, ist es nahzu unmöglich, sie am Geschmackvon einer echten zu unterscheiden.» Das steht im cigar clan. 10 Prozent finden am Geschmack die Fälschung heraus. Das bedeutet nichts anderes, als dass es Produkte gibt, die gut oder sehr gut schmecken und einen Bruchteil von «Inprodukten» kosten. Ricci erzählt in diesem Zusammenhang, wie er Udo Lindenberg kennen gelernt hat. Der Name Panikorchester scheint Sinn zu machen ...

... an der Ausstellung wird es garantiert keine gefälschte Ware haben - Sherlock Holmes scheint ja auch da zu sein ...

... aber ganz so alt dürfte dieser Humidor doch nicht sein - Ricci erzählt auch mal von der Zigarrenlegende Robaina, welcher ihm schon einen Besuch abgestattet hat ...

... und der dritte im Bunde, der immer etwas zu berichten weiss - der Nachfolger von Aficionado - Premium der Blogger und Cigarrenhändler höchst persönlich ...

.. danke Ricci, toller Tag, viel genossen und viel gelernt - «die beste Zigarre ist die, die ihnen schmeckt» ...

... und da wär noch der Zigaretten-Dreh-Halbautomat (mit Warnung natürlich) für den heutigen Besuch - Milch werden wir vermutlich nicht Literweise trinken, denn hier schreib das BAG demnächst auf die Packung «Warnung vor dem Trinken: «Milch wurde künstlich hybridisiert, damit sie von Inari bis Limasol genau gleich schlecht schmeckt.»
Im 1. Teil habe ich die Tabakwerbung gestreift. An einem Ort mit Warnhinweise, am andern indirekte Werbung für Drogen. In Deutschland scheint man straffer zu arbeiten. Der Kioskiero Ricci Riegelhuth aus Bad Vilbel zeigt das ganz deutlich. Ricci muss man erlebt haben. Der Mensch hat ein Fachwissen und Schalk. Einmalig. Ein Kommentar beschreibt ihn «durch und durch lebendige Zigarre». Und wie umgeht man jetzt das Werbeverbot und bekommt Einblick in die ehemaligen Seiten - die sind nämlich wirklich interessant - zum Beispiel die Seite von Vegas Robeina (gleiches Fenster - pdf-Dokument). Was einmal im Internet publiziert wurde, findet man meistens wieder - es gibt historische Datenbanken und einfachere Tricks. Raucherwerbung scheint in der Praxis nicht so ganz durchdacht zu sein. Sie wissen, was ein Dromedar ist - was kommt ihnen hier in den Sinn. Ja so ein Kamel gibt diesem Tier einen falschen Namen ...

... der «Grosse unter den Kleinen» hat das nicht nötig. Seinen Kiosk wollen wir uns einmal ansehen. Er trägt den gleichen Ring wie Don Alejandro Robaina. Man diskutiert über Hilfswerke, wo man ehrenamtlich mitarbeitet. In der Cigarren-Branche kennt man ihn. Auch an der Ausstellung in Basel. In etwa 5 Stunden haben wir schätzungsweise 100 Besucher gesehen - viel mehr sind nicht gekommen. Auch das liegt vielleicht an der Werbung. Aber für Ausstellungen wäre sie (noch) nicht verboten. Keiner ist der Tipp Besucher, der von Stand zu Stand geht und allen nur ergattbaren nützlichen und unnützlichen Gratis-Kleinkram in der Plastiktüte verschwinden lässt. Diese haben wir am Eingang erhalten ...

... Die Schokolade von Lidl diente als Zwischenverpflegung - schmeckt übrigens herrlich zu Cigarren (in Deutschland gekauft - ich denke be-rausch-end ) - haben wir auch am Stand von Bossner gehört, die kommen demnächst auch mit Schokolade. Der Preis spielt in Zukunft höchsten eine Rolle, dass er entweder sehr tief oder sehr hoch angesetzt sein muss. Das Mittelmass wird in Zukunft immer mehr vernachlässigbar. Solche Erkenntnisse sind nicht neu, aber an einer solchen Ausstellung ganz gut zu beobachten. In der Tüte war nicht alles von Anfang an drin. Einige Cigarren kamen im Verlauf des nachmittags dazu - eine ist erwähnenswert. Diejenige rechts vom Zigaretten-Aschenbecher mit der Freiheitsstatue. Man beachte das Deckblatt. Zum Glück ist es ein Longfiller, ein Stumpen wäre glatt auseinander gefallen - aber das Ding schmeckt nicht besser. Einige grosse Namen machen es sich zu einfach. Viele Kleine haben darauf schon reagiert. Es gibt tausendende von verschiedenen Cigarren und man wird in Zukunft vermehrt preiswerte mit ganz gutem Geschmack anbieten. Auch wenn sie Nichtraucher sind, dieses Phänomen findet man zur Zeit bei den unterschiedlichsten Luxusprodukten. Wer das Kaufverhalten richtig analysieren kann, kann damit Geld verdienen - die Aktien kaufen, die solche Strömungen früh erkennen. Vom ethischen Standpunkt her gibt es vermutlich nicht viele Aktien, die von Cigarrenhäusern sind ...

... teure bekannte Cigarren werden heute massenweise gefälscht. Unbekanntere oder günstigere Marken nicht. Die Marge ist entscheidend. «Ist die gefälschte Cigarre jedoch aus gutem Rohmaterial hergestellt, ist es nahzu unmöglich, sie am Geschmackvon einer echten zu unterscheiden.» Das steht im cigar clan. 10 Prozent finden am Geschmack die Fälschung heraus. Das bedeutet nichts anderes, als dass es Produkte gibt, die gut oder sehr gut schmecken und einen Bruchteil von «Inprodukten» kosten. Ricci erzählt in diesem Zusammenhang, wie er Udo Lindenberg kennen gelernt hat. Der Name Panikorchester scheint Sinn zu machen ...

... an der Ausstellung wird es garantiert keine gefälschte Ware haben - Sherlock Holmes scheint ja auch da zu sein ...

... aber ganz so alt dürfte dieser Humidor doch nicht sein - Ricci erzählt auch mal von der Zigarrenlegende Robaina, welcher ihm schon einen Besuch abgestattet hat ...

... und der dritte im Bunde, der immer etwas zu berichten weiss - der Nachfolger von Aficionado - Premium der Blogger und Cigarrenhändler höchst persönlich ...

.. danke Ricci, toller Tag, viel genossen und viel gelernt - «die beste Zigarre ist die, die ihnen schmeckt» ...

... und da wär noch der Zigaretten-Dreh-Halbautomat (mit Warnung natürlich) für den heutigen Besuch - Milch werden wir vermutlich nicht Literweise trinken, denn hier schreib das BAG demnächst auf die Packung «Warnung vor dem Trinken: «Milch wurde künstlich hybridisiert, damit sie von Inari bis Limasol genau gleich schlecht schmeckt.»




Kommentare
Wenn ich Morgen aufwache, mit Schmerzen im Handgelenk, dann nur weil ich Sennscheidentzündung vom nächtlichen Autogrammschreiben bekommen habe.
Wenn ich euch die gleiche Freude abgeben konnte, wie ihr mir. Ei dess hab isch gern so!!!
Das hat alles gepasst und noch dazu, war ich plötzlich wieder in meinen Zwanzigern; Flashback--Basel --80ziger Supär!
Mit fällt gerade ein:
"Lieber einen Verückten mal kurz festgehalten, wie einen Blöden ständig angeschoben!" Dazu gibt es natürlich auch wieder eine Geschichte, die kann dann erzählt werden, wenn die nächsten Cigarren von uns zusammen genossen werden. Denn, Vorfreude ist die schönste, ihr wisst schon...
Lets create realy good limes for smoking pleasurs...odär so
Grüße aus Ricciland (Bembelcounty/Hessen)
Euer Ricci Riegelhuth
Respekt, geiles Video....
Guter Beitrag...
Du solltest vielleicht den Sonderzug-Raucher noch mit ins Geschehen mit einbauen und wo überhaupt ist der Wahrnhinweis auf deinem Kiosk? :)
... nur das Beste
Ricci Riegelhuth, ein Mann, der bewegt....
Klaus-Dieter Riegelhuth, über die Grenzen hinaus besser bekannt als Ricci Riegelhuth, bietet in Bad Vilbel bei Frankfurt am Main in seinem Kiosk auf ungewöhnlichem Terrain perfekt konditionierte braune Schönheiten aus der Karibik in einer beachtlichen Auswahl. Spätestens mit dem Blick auf der Rückseite des Gebäudes aus dem Jahre 1870 weiß man, das man hier nicht nur Rauchwerk kaufen, sondern sich der herzerfrischenden Philosophie und Mentalität dieses Hans Dampf in allen Gassen kaum entziehen kann. Über eine Gesamtlänge von 30 Metern gestaltete der Künstler Justus Becker ein Graffiti rund um das Thema Kuba und ein außergewöhnliches Portrait der Tabaklegende Alejandro Robaina. Besonders freute sich Ricci, als ihn der Freund Don Alejandro vor Ort besuchte und sichtlich äußerst bewegt war sich in dieser Form verewigt zu sehen. Der Kiosk als solches wurde am 09.11.1935 gegründet und befindet sich seitdem im Familienbesitz. 1995 entschied sich Ricci der Welt der Hotellerie als Wirtschaftsdirektor den Rücken zu kehren um den elterlichen Betrieb weiterzuführen. Ein paar Jahre später konkretisierte sich die Idee das bestehende Sortiment um Zigarren zu erweitern. Mittlerweile macht das 50% des Umsatzes aus. Regelmäßige Reisen nach Kuba und andere Herstellerländer intensivierten nicht nur den Kontakt vor Ort, sondern auch die Liebe zu dem Produkt. Es entstand ein großes Netzwerk, zu Importeuren, Herstellern und Tabakdoyen weltweit. Das ist ein wesentlicher Bestandteil der Philosophie des umtriebigen Kioskieros.
„Wenn man ein Kiosk hat, habe ich nicht den Nimbus eines Fachgeschäftes, sondern man muss das über die Person machen. Der Bezug zur Zigarre sollte wie der innerhalb einer Liebschaft sein. Man muss 100% dahinter stehen. Meine Kunden wissen zum einen, das ich mit den Menschen, die das Produkt machen in einem fortwährend engen Kontakt stehe, zum anderen rauche ich ca. 15-20 Zigarren in der Woche und somit wissen die Kunden hier steht jemand, der nicht nur theoretisch bei der Sache ist. Sehr wichtig im Hinblick auf das mittlerweile äußerst breite Sortimentsangebot. Diversifikation in einem Nischenmarkt innerhalb der Genusswelt ist heute wichtiger als je zuvor. Und natürlich das Preisleistungs-Verhältnis. Mittlerweile ist das bei den Premiumzigarren ähnlich wie beim Wein. Wo vorher Kuba das Maß der Dinge war, so liefern heute Länder wie Honduras, Nicaragua oder die Dominikanischen Republik absolute Spitzenqualitäten und nehmen eine ähnliche Rolle ein wie Weine aus Italien, Chile, Australien oder Südafrika mit dem Unterschied, das dort die Akzeptanz und das entsprechende Bewusstsein schon längst vorhanden ist.“
Das Ricci Riegelhuth ein Mann der Tat ist, beweist er immer wieder. Mit wechselnden außergewöhnlichen Plakatdesigns und damit verbundenen Aktionen setzt er Zeichen in der häufig von Stagnation geprägten heutigen Welt des Tabakwareneinzelhandels. Nicht nur dafür wurde er mit einem Award für innovatives Marketing ausgezeichnet. Emotionalisierung des Produkts ist das Ziel und der richtige Weg nicht nur in diesen Zeiten. Ganz im Sinne des hauseigenen Slogans - Stimmung, Frohsinn, Umsatz!
Holy smoke and crossover your senses, Jens Tausch, Cigar & Spirits Consultant
Damit dabei für unsere Passion noch genügend Schwung übrig bleibt:
der Link weist auf die "Premium Zusamenfassung" in der Causa
Philip Morris vs. Tabakbranche! auf dem Cigar Blog.
Mein liwär JayJay, gas gewe, längär lewe...
Guckt euch den Hessi mal an, den hat kaum einer auf seiner Liste und der kommt so staubisch gut!
Bravo, das ist eine hoffungsvolles Projekt an dem jeder von uns Freude haben kann.
und was noch, fast vergessen, frischen Wind für die Zigarre dank den
"Pro-Zigarren Derwischen"!
Keep on cigar smoking!
Olaf
@Olaf
Der Kommentar ist rausgenommen worden. Zensur?
Viel Erfolg mit dem Cigar-Wiki!
Toller Ansatz für die Zigarre
Gruß
Ralf Greiter
Ich habe den kommentar gestern noch lesen können!
Im obigen Link ist der Zeitungsartikel aufgeschaltet, den Olaf hinein gestellt hat. Für solche Meldungen stelle ich natürlich alles Geplante gleich um und schreibe auch Sonntags. Und am Dienstag haben wir zusammen eine Cigarre geraucht - Partagas No. 2.
Frischer Wind für die Zigarre. So, dieser Kommentar (die Quelle des Kommentars steht auch noch in den Kommentaren, nachdem der geschriebene Kommentar nicht mehr zu finden war).
Siehe hier:
Ups Pardon
07.11.2007 - 09.22 Uhr
Von den Firmen, die gar nicht inserierten, tauchten dagegen nur gut "sieben " Prozent in der Liste auf.
Mein ursprünglicher Kommentar wurde gestrichen!
Wenn der zu brisant war, vielleicht ist es mir erlaubt die Quelle anzugeben:
Wie Fondsgesellschaften gute Presse verkaufen
Ökonomie 02
99 überraschende Erkenntnise
SCHAEFER POESCHL VERLAG
Jonathan Reuter und Eric Zitzewitz(2006)
"Do Ads Influence Editors? Advertising and Bias in the Financal Media"
in Quarterly Journal of Econoimics, Vol. 121. s.197 220
Das Buch werde ich mir heute kaufen, der Kommentar war eine Abschrifft von "Wie Fondsgesllschaften gute...". Am morgen war der Kommentar gestrichen.
Alle Unklarheiten beseitigt?
Gruß, Olaf
Haligalli geht weidär...