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<wml xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head><meta http-equiv="Content-Type" content="text/vnd.wap.wml;charset=ISO-8859-1"/></head><card id="main" title="KAYWA"><p><big>finanzblog</big><br/>Finanzen, Verm&#xF6;gen, Geld, Beratung<br/></p><p><small>18.3.2005,&#xA0;07:55</small><br/><b><a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/berichteanalysen/oelpreis.html">&#xD6;lpreis</a></b></p><p>Einen guten &#xDC;berblick &#xFC;ber die aktuelle &#xD6;lpreis-Situation bietet die <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/www.welt.de/data/2005/03/18/612552.html?s=1">Welt</a>:<br/>
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&#xD6;lpreis-Rekord bereitet B&#xF6;rsianern Kopfzerbrechen<br/>
Barrel Brent kostet erstmals mehr als 56 Dollar - Einbruch am Aktienmarkt bleibt vorerst aus - Weiter Kurschancen bei &#xD6;ltiteln.<br/>
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von Daniel Eckert<br/>
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Berlin - Wohl dem, der in diesen Tagen &#xD6;l-Analyst ist. Waren in den neunziger Jahren die Aktien-Profis die Stars der Finanzwelt, so verlieren sie diesen Kult-Status mehr und mehr an die Rohstoff-Experten. Denn diese sind es, die permanent neue Rekordst&#xE4;nde vermelden k&#xF6;nnen und ihre Kursziele Monat f&#xFC;r Monat nach oben schrauben. Gestern blickten die Anleger einmal mehr gebannt auf die Notierungen des Schwarzen Goldes: Der Preis f&#xFC;r &#xD6;l der Nordseesorte Brent kostete erstmals in der Geschichte mehr als 56 Dollar. Damit notiert der Energietr&#xE4;ger zum dritten Mal in Folge auf einem Allzeithoch. Nachdem sich der Aktienmarkt lange Zeit robust gezeigt hatte, lastet der H&#xF6;henflug der Energiekosten zunehmend auf der Stimmung. "Beim &#xD6;lpreis ist l&#xE4;ngst der Punkt &#xFC;berschritten, jenseits dessen es der Wirtschaft und der B&#xF6;rse wehtut", kommentiert Lars Kreckel, Stratege bei ABN Amro, die j&#xFC;ngste Schw&#xE4;che bei Dividendenpapieren. "Sollten &#xD6;l und andere Rohstoffe ihre Rallye fortsetzen, m&#xFC;ssen wir mit weiteren R&#xFC;ckschl&#xE4;gen am Aktienmarkt rechnen."
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</p><p>Tats&#xE4;chlich k&#xF6;nnten die mittw&#xF6;chlichen Kursverluste am Aktienmarkt erst der Anfang einer &#xD6;lpreis-bedingten Korrektur sein. Manche Akteure f&#xFC;hlen sich an den Sommer vergangenen Jahres erinnert. Damals bescherte das Hochschnellen der Brent-Notierungen von 33 auf 45 Dollar dem Dax ein Minus von zehn Prozent. Angesicht der Tatsache, da&#xDF; der Energietr&#xE4;ger sich in den letzten f&#xFC;nf Wochen ebenfalls um zw&#xF6;lf Dollar verteuert hat, mutet die bisherige Reaktion der Aktienm&#xE4;rkte sehr moderat an. "Die B&#xF6;rse hat sich schon daran gew&#xF6;hnt, da&#xDF; der &#xD6;lpreis immer neue Marken knackt, au&#xDF;erdem rechnet die Mehrheit der Marktteilnehmer ohnehin damit, da&#xDF; Brent weiter nach oben tendiert", sagt Kai Stefani, Analyst beim Dit. Eine echte Aktien-Baisse sei aber nicht zu bef&#xFC;rchten, da Dividendenpapiere dank der g&#xFC;nstigen Bewertung nach unten abgesichert erscheinen. F&#xFC;r Sandra Ebner, Rohstoff-Expertin bei der Deka Bank, gibt es noch ein anderes Argument daf&#xFC;r, da&#xDF; der teure Energietr&#xE4;ger die Aktienhausse zwar bremsen, nicht aber in einen B&#xE4;renmarkt umkehren kann: "Gemessen an der Kaufkraft liegen die heutigen &#xD6;lnotierungen immer noch deutlich unter denen vom Anfang der achtziger Jahre." Real, also in heutiges Geld umgerechnet, habe der der Preis des fossilen Brennstoffs zwischen 1979 und 1982 zwischen 60 und 80 Dollar gelegen (Der Dax pendelte damals vom &#xD6;lpreis gedr&#xFC;ckt in der engen Spanne von 470 bis 550 Punkten). Bis das &#xD6;l Firmen und Verbraucher genauso belaste wie seinerzeit, sei also noch viel Platz nach oben - "zumal die &#xF6;konomische Abh&#xE4;ngigkeit vom &#xD6;l nur noch halb so hoch ist wie damals", wie Ebner zu bedenken gibt.<br/>
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So weit die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht: Marktbeobachter sehen kaum Chancen, da&#xDF; der Preis des Energietr&#xE4;gers f&#xFC;r den Rest des Jahrzehnts noch einmal auf 25 bis 30 Dollar zur&#xFC;ckf&#xE4;llt wie im Verlauf der achtziger Jahre, also der Zeit des Aktien-Bullenmarkts. "Die Futures zeigen an, da&#xDF; der &#xD6;lpreis bis 2010 wohl kaum merklich unter 50 Dollar sinken d&#xFC;rfte", res&#xFC;miert Ebner, "die n&#xE4;chsten Jahre werden eine Zeit teurer Energie sein." Wegen des bei steigender Nachfrage knappen Angebots rechnen andere Experten sogar damit, da&#xDF; der &#xD6;lpreis auch real bald neue Rekordst&#xE4;nde erklimmen wird: Sowohl technische als auch fundamental basierte Projektionen lassen Notierungen von 100 bis 150 Dollar pro Fa&#xDF; nicht unm&#xF6;glich erscheinen.<br/>
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Es scheint also nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die hohen Rohstoffkosten massiv auf die Gewinne der Unternehmen und die Kauflaune der Verbraucher durchschlagen. Stefani sieht dann vor allem Konsumwerte unter Druck kommen: "Diese Firmen werden sowohl von der Kosten- als auch von der Einnahmenseite her Probleme bekommen." Kreckel sieht neben Einzelh&#xE4;ndlern vor allem Autobauer als Opfer der &#xD6;lpreishausse. &#xDC;berraschenderweise k&#xF6;nnten klassische Industrietitel wie hingegen relativ immun sein: "Hier beobachten wir, da&#xDF; die Firmen die h&#xF6;heren Kosten gut an ihre Kunden weitergeben k&#xF6;nnen." Das sch&#xFC;tze sich vor allzu hohem Margendruck. Die gro&#xDF;en Gewinner werden derweil nat&#xFC;rlich die &#xD6;lkonzerne sein. Vielen von ihnen sind mit einem niedrigen zweistelligen KGV bewertet, Dividendenrenditen von vier Prozent sind keine Seltenheit. "Die Gewinnsch&#xE4;tzungen basieren oft auf der kaum noch realistischen Annahme, da&#xDF; der &#xD6;lpreis 2005 im Schnitt niedriger ist als 2004", so Kreckel. Der Stratege rechnet mit zahlreichen positiven Gewinnrevisionen und empfiehlt, den gesamten Sektor &#xFC;berzugewichten.<br/>
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Artikel erschienen am Fr, 18. M&#xE4;rz 2005
&#xA0;</p><p><small><a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/berichteanalysen/oelpreis.html">Kommentare</a>&#xA0;(0)
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