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<wml xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head><meta http-equiv="Content-Type" content="text/vnd.wap.wml;charset=ISO-8859-1"/></head><card id="main" title="KAYWA"><p><big>finanzblog</big><br/>Finanzen, Verm&#xF6;gen, Geld, Beratung<br/></p><p><small>19.2.2007,&#xA0;11:00</small><br/><b><a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/18-starres-denkmuster-hinterfragen/satirisches-tierisch-ernst.html">Satirisches tierisch Ernst</a></b></p><p>Polizeibeamte, Steuerbeamte, Bankbeamte und Kirchendiener haben es mit den Jugendlichen nicht immer einfach und trotzdem sollten sie gerade bei diesen Leuten einen guten Eindruck machen.<br/>
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Die Polizei ist vielleicht eine Ausnahme. Sie hat - zumindest vielerorts - erkannt, dass der B&#xFC;rger zugleich &#xAB;Kunde&#xBB; ist. Das f&#xE4;ngt im Kindergarten mit der Verkehrserziehung an. Und als Sechsj&#xE4;hriger stellt man fest, dass Polizisten ja auch Menschen sind. Humor haben, einem etwas beibringen, das f&#xFC;r den einen oder andern vielleicht einmal sogar lebenswichtig ist, oder bei Nichtbeachten eben h&#xE4;tte sein k&#xF6;nnen. Der Spruch der Eltern &#xAB;wenn du nicht artig bist, gehen wir zur Polizei&#xBB;, zeigte fortan bei mir keine Wirkung mehr. Das schlechte Image, manchmal gar die Angst waren weg. So muss es sein. Das ist nichts anderes, als gelebtes Marketing. Marketing einer Nonprofit Organisation - nach zu lesen bei <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/csn.uni-muenster.de/civil-society-network/de/main/main_bibliographie_4_2.htm#2">Philip Kotler</a>. Erstaunlich s&#xFC;ffig zu lesen. Schnellleser schaffen das Buch vielleicht an einem Wochenende.<br/>
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Steuerbeamte haben da oft noch etwas Nachholbedarf. Einige sogar im Kanton Bern. Aber wir sind ja f&#xFC;r Langsamkeit bekannt. Lange hat es auch gedauert, bis ich f&#xFC;r meine drei Kinder die Steuererkl&#xE4;rungen eingereicht habe. Es wurde zwar mit einem &#xAB;Mittelsmann&#xBB; abgemacht, aber dieser hat keine Notiz im System hinterlassen. Am Freitag sind die Steuerbescheide eingetroffen. Als in der Ausbildung steckend verdienen sie zu wenig, um Steuern zahlen zu m&#xFC;ssen. Aber jedes muss CHF 50 f&#xFC;r Geb&#xFC;hren, Bussen, Kosten bezahlen - weil das System nicht getrimmt worden ist. Das Wort &#xAB;Busse&#xBB; wird lebensl&#xE4;nglich haften bleiben. Auch dass ich mit vier Personen gesprochen habe - die gleiche erreicht man mit zwei Telefonaten in unserem Kanton eh h&#xF6;chst selten. Der vierte, ein Schreiber, macht eine Notiz. Drei mal. Aber helfen kann er nicht. Ich muss dreimal Rekurs einlegen. So die Spielregel. Ich begreife das ja auch. Das Gespr&#xE4;ch war toll. Einer der weiss, dass bei Jugendlichen der erste Eindruck z&#xE4;hlt. Hoffentlich macht er Karriere bei der Steuerverwaltung.<br/>
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Ich habe gleiche Erinnerungen. Die erste Steuererkl&#xE4;rung in meinem Leben habe ich vor langer Zeit ausgef&#xFC;llt. Aber das Zimmer 117 vergesse ich nie - sinnigerweise an der Schwarztor-Strasse. Der Beamte am Schalter. &#xAB;Die Steuererkl&#xE4;rung haben sie richtig ausgef&#xFC;llt. Aber gehen sie sicherheitshalber noch ins B&#xFC;ro 117 im ersten Stock.&#xBB; Zwei Beamte, keiner gr&#xFC;sst! Ich habe damals beim Bund gearbeitet - so etwas h&#xE4;tte grossen Radau abgegeben. Der erste nimmt dann die Rechenmaschine aus der Pultschublade! Bei mir steht die noch heute immer auf dem Pult. Einige Kontrollfragen. Nach zehn Minuten. &#xAB;Die Steuerkl&#xE4;rung ist richtig ausgef&#xFC;llt, sie k&#xF6;nnen gleich bei meinem Kollegen das Visum abholen.&#xBB; Der Kollege sitzt am gen&#xFC;ber und hat alles mitangeh&#xF6;rt - nichts in dieser Zeit gearbeitet. &#xAB;Was wollen sie?&#xBB; Das Visum, sie haben ja mit geh&#xF6;rt. Diese Bemerkung von einem Jugendlichen, einem Lehrling, war zu viel des Guten. Er rechnet nach. Stellt Kontrollfragen und nach f&#xFC;nf Minuten. &#xAB;K&#xF6;nnen sie eigentlich keine Steuererkl&#xE4;rung ausf&#xFC;llen!&#xBB;<br/>
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Ich habe dann nach dreissig Minuten Wartezeit im B&#xFC;ro neben an, beim Chef, ein gutes Gespr&#xE4;ch gehabt. Dieser wusste, was Marketing ist und hat mich wie einen Kunden behandelt. Ich kann mir Namen schlecht merken. Ihn, Herrn Meier, vergesse ich nie mehr.<br/>
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Dann die Bankbeamten. Die haben es auch nicht immer einfach. Machen aber heute Steuerkurse f&#xFC;r Jugendliche. Das ist toll. Mit einem Profi-Steuerberater zusammen. Sie erhalten einen Ordner, modernste Ausf&#xFC;hrung, auf zwei Seiten gew&#xF6;lbt. Mein Sohn, er lernt im einem Treuhand- und Steuerberatungsb&#xFC;ro. &#xAB;Dein ausf&#xFC;hrlicheres Inhaltsverzeichnis will ich nicht. Ich brauche das der Bank.&#xBB; Ich habe eine zwei am R&#xFC;cken. Eine halbe Stunde sp&#xE4;ter. &#xAB;Was muss ich hier ausf&#xFC;llen?&#xBB; Das Verm&#xF6;gen muss bis zum 18. Altersjahr bei den Eltern versteuert werden und du musst nur dein Einkommen angeben. Hast du das nicht am Kurs geh&#xF6;rt? &#xAB;Nein.&#xBB; Das hat mir damals Herr Meier beigebracht! Ich habe es zwar in der Zwischenzeit wieder vergessen, aber oft lernt man zweimal das Gleiche, man ist ja nicht Sspezialist und besch&#xE4;ftigt sich vornehmlich (und gerne schon gar nicht) mit Steuererkl&#xE4;rungen.<br/>
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Bankbeamte haben es nicht immer einfach. <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/abgefahrn.blogger.de/stories/699281/">Abgefahrn</a> hat auch einiges erlebt und erz&#xE4;hlt das in seinem Blog. Lord Chaos nennt er sich - und schreibt echt satirisch. Manchmal tierischer Ernst. Es <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/abgefahrn.blogger.de/?day=20070131">Hartz I II III IV</a> auch nicht wenn er vom Advent schreibt.<br/>
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Und schon sind wir bei der Kirche. Die ist nicht nur f&#xFC;r den Advent zust&#xE4;ndig. Auch f&#xFC;r ihre Kunden. Ich habe es als ehemaliger Kirchgemeinde-Ratspr&#xE4;sident immer und immer wieder gesagt. &#xAB;Ihr m&#xFC;sst den Kindern, den Jugendlichen mindestens ein ganz positives Erlebnis vermitteln, damit sie sich sp&#xE4;ter, wenn sie eigene Kinder haben, wieder daran erinnern.&#xBB; Diese Kinder werden einmal die Steuerzahler der Kirche sein. Verliert sie nicht schon bei den Eltern! Die meisten Kirchen wissen dies oder w&#xFC;ssten es zumindest. Das ist nichts anderes als Marketing und die Kirche macht es heute (meist) besser, als die Steuerverwaltung. Bei letzter kann man auch nicht den Austritt geben, nur einen Steuerrekurs schreiben - innert dreissig Tagen. Meine drei Kinder, die versp&#xE4;tet am gleichen Tag die Steuerkl&#xE4;rung abgeben (das m&#xFC;sste eigentlich schon stutzig machen - aber IT-Systeme denken nicht) werden vielleicht diese Busse, die rechtlich gesehen ja nur eine Geb&#xFC;hr ist, vielleicht nicht bezahlen - aber die Erinnerung bleibt. Das ist eben Marketing.&#xA0;</p><p><small><a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/18-starres-denkmuster-hinterfragen/satirisches-tierisch-ernst.html">Kommentare</a>&#xA0;(0)
        <br/>Kategorie:&#xA0;<a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/18-starres-denkmuster-hinterfragen">18 Denkmuster hinterfragen</a><br/></small></p><p><a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/p549.html">&#xAB; zur&#xFC;ck</a>
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