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<wml xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head><meta http-equiv="Content-Type" content="text/vnd.wap.wml;charset=ISO-8859-1"/></head><card id="main" title="KAYWA"><p><big>finanzblog</big><br/>Finanzen, Verm&#xF6;gen, Geld, Beratung<br/></p><p><small>28.7.2006,&#xA0;10:09</small><br/><b><a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/adventskalender/viognier-und-liberalisieren.html">Viognier und liberalisieren</a></b></p><p>Was w&#xE4;re einfacher als ein problematisches landwirtschaftliches Gut um auf die unterschiedliche Liberalisierung zwischen der Schweiz und Frankreich hin zu weisen.<br/>
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"Liberalisieren: Kleine Schritte. Man muss den Verlierern von Reformen eine Perspektive geben." Dies sagt Manfred B&#xF6;tsch, Direktor des Bundesamtes f&#xFC;r Landwirtschaft im <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/p373.html">Cash Artikel</a> &#xFC;ber "10 grosse Ideen f&#xFC;r die Schweiz". Er muss dies sagen, sonst wird sein eigener Job ja &#xFC;berfl&#xFC;ssig. Die Landwirte geniessen fast als einzige in der Schweiz einen so intensiven Artenschutz. F&#xFC;r die Weber und die Spinner wurde nie etwas in grossem Umfang getan. F&#xFC;r die Finanzbranche denkt man sich sogar Schikanen f&#xFC;r die Kleinen aus. Und wie in der Landwirtschaft sind die Kleinen meistens besser, feiner als die Grossen.<br/>
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Frankreich hat eine etwas andere Mentalit&#xE4;t. Wer hier keine vern&#xFC;nftige Leistung erzielen kann, wird zum Sozialfall. Und deren gibt es hier viele. Einige, die Minderheit, will aber mehr als nur zu leben haben und sind bereit sich daf&#xFC;r mit Arbeit ein zu setzen. In Frankreich irgend eine Arbeit zu machen ist extrem viel einfacher, als in der Schweiz. Der Steckdoseninstallateur schliesst in Frankreich auch gleich das Wasser an - ohne Berufslehre. In der Schweiz braucht es daf&#xFC;r deren zwei. Daf&#xFC;r sind dann meist die Installationen dauerhafter und vor allem teurer ausgef&#xFC;hrt. Besser w&#xFC;rde ich nicht sagen. In Frankreich habe ich &#xFC;berall eine <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/de.wikipedia.org/wiki/Fehlerstromschutzschalter">FI-Anlage</a> und die ist dort angebracht, wo der Strom ins Haus kommt - auf der Toilette. Da h&#xE4;tten die Schweizer schon "V&#xF6;gel" bekommen, aber die Kontrolle unseres Hauses nach 18 Jahren brachte es an den Tag. Fehler bei Strom (FI) ist an der Tagesordnung - die Aussensteckdosen und der Drehstrom (380 V) sind nicht angeschlossen, trotz Versicherung des Installateurs und trotz Versicherung durch die Kontrolle bei der Bauabnahme.<br/>
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Also, Frankreich ist weder schlechter noch besser - Frankreich ist anders. Auch in der Landwirtschaft. Der Weinbau steckt immer noch in einer <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/p37.html">grossen Krise</a>. Man hat viel zu viele Reben und deshalb werden grosse Fl&#xE4;chen staatlich subventioniert gerodet, weil die Branntweinproduktion aus dem Grundstoff Wein noch teurer w&#xE4;re. Und es sind ja nicht die gut unterhaltenen Rebberge, die Spitzenqualit&#xE4;t bringen, die jetzt <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5727468_REF4,00.html">ausgerissen</a> werden.<br/>
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Gerodet wird nicht &#xFC;berall, es wird auch aufgebaut. Jahr f&#xFC;r Jahr sind im Gebiet der Ard&#xE8;che, S&#xE8;ze, vor allem im Departement <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/www.office-de-tourisme.org/tourisme/france/languedoc-roussillon/gard/gard.htm">Gard</a> gegen die Rh&#xF4;ne neue Weinberge zu finden. Wieso? Ganz einfach. Man verdient an einer an die Touristen verkaufte Flasche wesentlich mehr, als wenn die &#xFC;ber den Grosshandel in den Umlauf kommt. Hier sieht man schon die grossen Unterschiede innerhalb von Fraqnkreich. <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/p342.html">Bordeaux</a> ist nicht gerade die Touristengegend - im Gegensatz zum Languedoc-Roussillon.<br/>
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Hier unterscheiden sich die Geister in der Schweiz von den franz&#xF6;sischen nicht gross. Wo direkt verkauft werden kann, wird dies auch versucht. Die Marge ist wesentlich gr&#xF6;sser und vor allem, man kann das ausprobieren was man verkaufen will oder zu produzieren im Stand ist. In der Anpflanzung von anderen, neuen Weinsorten ist die Schweiz viel flexibler. In Frankreich f&#xFC;hrt der Weg meist &#xFC;ber alte Sorten zum Ziel. Eine davon ist die <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/de.wikipedia.org/wiki/Viognier">Viognier</a>. Laut der meisten Quellen &#xFC;berlebte die <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/www.ernestopauli.ch/Wein/Wein-Lexikon/ViognierRebsorte.htm">Vigonier</a> nur in der Gegend rund um Condrieu - die Nachbarortschaft ist <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/p30.html">Ampuis</a> wo ich mit meinem Kollegen im April f&#xFC;r EUR 8 das Menu gegessen haben und f&#xFC;r EUR 40 eine Flasche Wein getrunken haben. Essen kann man &#xFC;berall - aber wirklich gut trinken nicht. &#xDC;brigens, die Flasche kostet im Laden praktisch gleich viel. Zur&#xFC;ck zum Viognier. Ich werde hier unten im S&#xFC;den einmal der Geschichte nachgehen. F&#xFC;r mich stimmt hier etwas nicht. Wie kommt eine ganz arme Gegend zu Stecklingen einer Rebsorte die auf nur 14 ha auch bei <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/translate.google.com/translate?hl=de&#38;sl=fr&#38;u=http://www.terroirs-france.com/region/rhone_grillet.htm">Ch&#xE2;teau Grillet</a> angepflanzt werden - der kleinsten Appellation Frankreich und der teuersten. Sorry, hier ist garantiert irgendwo ein Filmriss, denn die Rebbauern, dort wo sich die Rhone grobgesagt nach S&#xFC;den zuwendet, machen garantiert keine solchen Geschenke an die billige Konkurrenz im S&#xFC;den. So liberal kann ich mir Frankreich gar nicht vorstellen und das im Hinblick, dass erst einige wenige Jahrzehnte seit der Wiederentdeckung vergangen sind und in Frankreich dauert es auf diesem Gebiet bei &#xC4;nderungen noch l&#xE4;nger als in der Schweiz. Vermutlich ist der Grund auch nicht darin zu suchen, dass auch weltbekannte Namen diese Rebsorte anpflanzen - <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/www.bpdr.com/">Baron Philippe de Rothschild</a> kostet rund 12 - 13 Franken (5 GBP)<br/>
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Hier im S&#xFC;den gibt es Viognier nicht gerade in H&#xFC;lle und F&#xFC;lle, aber es sind doch <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/www.enjoyingviognier.com/cgi-bin/winesearch.cgi">einige herrliche Weine</a> zu finden. Die besten die ich kenne sind zum Gl&#xFC;ck nicht auf dieser Liste. Es ist &#xE4;hnlich wie mit Aktien. Einige sind nicht auf dem grossen Parkett zu haben und im Gegensatz zur B&#xF6;rse ist Insiderwissen nicht verboten. Der Grund ist ganz einfach: eine Aktie ist ein Investitionsgut und eine Flasche Wein ein Konsumgut das man immer wieder kaufen will und daher froh ist wenn die Preise m&#xF6;glichst nicht ansteigen und der Geheimtipp nicht allen bekannt ist.<br/>
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Beim Viognier gibt es nur etwas zu beachten: den Geschmack. Bei dieser Rebsorte streiten sich heute die Geister &#xE4;hnlich <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/www2.t-online.ch/dyn/c/22/93/53/2293536.html">wie beim beim Chardonney</a>. Vom feinen fruchtigen Wein geht es bis zum mastigen, gr&#xE4;sslichen Barriquewein dessen Reben auf einem total ungeeigneten Terroir angebaut sind. Da gilt es zu degustieren und das zu kaufen wonach der eigene Geschmack verlangt. Drei von vier Vigonier sind meiner Meinung nach nur "In-Weine" und solche gibt es von Spanien bis zur Camarque und anschliessend der ganzen Rh&#xF4;ne entlang bis ins Wallis hinauf zu meiden - oder man hat eben den andern Geschmack.<br/>
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Ein einziges Weingut kenne ich, bei dem sich alle Leute einig sind, dass dies ein Besuch wert ist - die <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/www.chartreusedevalbonne.com/index.htm">Chartreuse de Valbonne</a>. Das Kloster hat den gr&#xF6;ssten Kreuzgang von Europa und einige Weine sind meiner Ansicht nach noch besser gelungen als der <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/www.chartreusedevalbonne.com/vins/vins5.htm">Viognier</a>. Die Geschm&#xE4;cker sind verschieden und sie &#xE4;ndern auch bei einem Wechsel des Kellermeisters. Eine Flasche &#xE0; 5 dl - beileibe keine Offenqualit&#xE4;t - habe ich noch im Keller zuhause. Hoffentlich kommen ihnen "alte Rezepturen" wieder in den Sinn und vielleicht &#xFC;berlegen sich auch andere <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/www.bremerwein.de/infoseite.asp?id=559">diese Worte</a> - es scheint, dass ich nicht der Einzige mit einer zwei geteilten Meinung zum Viognier bin.<br/>
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[<a href="http://finanzblog.kaywa.com/files/images/2006/7/30/mob307_1154096697.gif">bild</a>]<br/>
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... das Original - etwas gr&#xF6;sser - ist bei <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/visipix.dynalias.com/search/search.php?userid=38063419&#38;q=stephan&#38;s=1&#38;l=en&#38;u=1&#38;ub=1&#38;k=0">Visipix</a> zu finden ... und mit dem <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/p363.html">Besuch von Ch&#xE2;teau Musar</a> d&#xFC;rfte wohl <a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/exturl/http/www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3856&#38;Alias=wzo&#38;cob=241854">nichts geworden</a> sein ...&#xA0;</p><p><small><a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/adventskalender/viognier-und-liberalisieren.html">Kommentare</a>&#xA0;(0)
        <br/>Kategorie:&#xA0;<a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/adventskalender">16 Wein - Wine - Vine - Vin</a><br/></small></p><p><a href="http://finanzblog.kaywa.com/mobile/p375.html">&#xAB; zur&#xFC;ck</a>
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