12. April 2005
Vorlieben - bei einigen bis zu 100 Prozent
Rendite, Risiko und Liquidität – das ist das magische Dreieck bei Anlageentscheiden. Ökologie und Ethik werden oft schon zusätzlich berücksichtigt, aber meist nicht getrennt, sondern aus einem einzigen Blickwinkel. Geschweige denn Vorlieben, die jedermann hat – gewollt oder ungewollt. Mein Martische 6-Eck berücksichtigt dies.
Bei Anlagen gibt es drei Dinge zu beachten:
Zumindest hat jeder das meist schon vor Jahren gelernt. Und das stimmt immer noch. Diese drei gegenseitigen Abhängigkeiten beeinflussen jeden Anlageentscheid. Es sei denn, man handle total fahrlässig und kauft zum Beispiel mit Geld, das man in einigen Tagen braucht, hochspekulative Anlagen. So was kann «ins Auge gehen» - muss aber nicht, denn ab und zu spielt noch das Glück mit.

Bei Anlagen gibt es drei Dinge zu beachten:
Risiko
Rendite
Liquidität
Zumindest hat jeder das meist schon vor Jahren gelernt. Und das stimmt immer noch. Diese drei gegenseitigen Abhängigkeiten beeinflussen jeden Anlageentscheid. Es sei denn, man handle total fahrlässig und kauft zum Beispiel mit Geld, das man in einigen Tagen braucht, hochspekulative Anlagen. So was kann «ins Auge gehen» - muss aber nicht, denn ab und zu spielt noch das Glück mit.

Und ganz bestimmt schadet es nicht, wenn man bei einem Anlageentscheid ökologische und ethische Gesichtpunkte in Betracht zieht - dies aber ein anderes mal.
Die Praxis zeigt aber immer wieder, dass noch zusätzliche, irrationelle Überlegungen oder Wünsche bei Anlageentscheiden berücksichtigt werden. Es sind die Vorlieben, die man weder gerne noch einfach in die eigenen Anlagerichtlinien aufnimmt, sofern man solche überhaupt hat. Dies empfiehlt sich aber, denn heute traden und morgen langfristig anlegen kommt eher einem Glückspiel gleich.
Vorlieben hat jeder, egal welches Wertpapier gekauft wird (es können auch andere Käufe sein). Vorliebe Nummer Eins ist eigentlich immer die Bank und/oder der Vermögensverwalter, mit dem sie einen Kauf tätigen.
Es gibt unzählige Gründe, die nicht rational einzuordnen sind, weshalb man etwas kauft. Vielfach sind dies «Bauchentscheide». Die finden zwar nicht im Bauch statt, aber laufen im Gehirn in einer solch schnellen Art ab, dass es Mühe gibt, all die Überlegungen, die zu eben dieser Handlung geführt haben, schriftlich festzuhalten - es gibt aber ein gutes oder schlechtes Gefühl im Bauch. Und es schadet meistens nicht, wenn sie den «Bauch» mitreden lassen.
Beim Geldausgeben muss jeder seine eigenen Überlegungen anstellen, wenn die Vorlieben direkt durch den Bauch gehen sollen. Da haben wir ja unsere eigenen Vorlieben. Gestern, da hab ich Vevey links liegen lassen und bin an den Mövenpick-Kellereien vorbeigefahren und habe am Abend noch das Schloss Ampuis bestaunt. Und wie es so kommen musste, ein kleines französisches Restaurant in Ampuis hat zu meinen Vorlieben und einem Bauchgefühl der besonderen Art beigetragen. Zum Dessert gab es Mövenpick-Glace. So wie der Tag mit Nestlé anfing, hat er auch mit Nestlé aufgehört. Dieses Schweizer Unternehmen ist überall anzutreffen und praktisch alle wissen, dass es eine Schweizer Firma ist. Gezielt Schweizer Aktien zu kaufen ist auch eine Vorliebe - und nicht einmal die schlechteste.




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