Den Swiss Bird Index brauchen sie nicht stündlich an zu schauen. Der Umweltschutz wirft aber börsenmässig doch einige Fragen auf.

Ökologie ist für mich eine wichtige Frage beim Kauf von Aktien. Die Ansichten über den Umweltschutz können sehr verschieden sein und deshalb muss ich einigermassen wissen, welche Einstellung mein Kunde zu diesem Thema hat.

Ich wiederhole mich zum x-ten mal:

«Ökologie hat am meisten Erfolg, wenn es über das Portemonnaie (Geldbörse) geht. Entweder kann man damit zum Beispiel an der Börse Geld verdienen, mit verkauften Produkten oder aber man kann als Unternehmen Geld einsparen.»

«50 000 Arten und wir» unterscheidet die neueste Ausgabe von Umwelt des BAFU - und «wir» unterscheiden uns oft auch noch selbst und es gibt selbst Menschen, die annehmen, dass es unter seinesgleichen auch Vögel hat.

Nicht nur die Vögel müssen aufpassen, dass im Vogelfutter keine Ambrosia-Samen sein dürfen (Seite 17). Dieses aufrechte Traubenkraut ist importiert, invasiv, neophyt, neozoen und erosiv. Zudem allergen und das interessiert mich als Allergiker. Nur eben, wer liesst eigentlich Umwelt? Der Sprache und der Bilder nach vermutlich mehrheitlich Naturwissenschaftler. Otto Normalverbraucher will wissen, wie die Pflanze aussieht. Man versucht, verschiedene Leser an zu sprechen. Diejenigen, die nur die Bildtitel lesen und die Fachleute. Wer sich die Mühe nimmt, kann im Internet die verwiesenen Bilder suchen und hoffen, dass er nächstes Jahr nicht die Tomaten ausreist.

Zugegeben, das ist etwas übertrieben, aber in diesem interessanten Heft sollten vermehrt Leute aus der Wirtschaft zu Wort kommen. Zugegeben, es steht auf Seite 44ff etwas über DePuy Ace GmbH in Le Locle, die Metallteile bakteriell reinigt. Nur eben, diese Firma gehört der amerikanischen Johnson+Johnson und ist im Geschäftsbericht 2005 nicht einmal vermerkt. Hier können einige wissenschaftliche Angestellte Lohn verdienen. Anders sieht es aus, wenn Weleda eine geschützte Pflanze in der Schweiz sammeln kann - 100 kg Lungenflechte pro Jahr - zum Schutz der Pflanze (Seite 38f). Nun ist wieder der Botaniker gefragt - ist dies isländisch Moos oder spielen da Lateinisch und Deutsch wieder einen Strich durch die Rechnung? Wenn es klappt braucht auf alle Fälle das Hustensirup-Kraut nicht mehr aus dem ungeschützten Frankreich importiert zu werden.

Umgekehrt ist viel schwieriger, aus der geschützten Schweiz etwas nach Frankreich zu exportieren. Aber da haben wir den amtlich verordneten Heimatschutz, der eigentlich gar keiner ist und dem man einmal auf dem politischen Weg etwas nach gehen müsste. Hier treibt der Bund ein schlechtes Spiel auf Kosten der Bürger. Ein Teil, der offizielle, ist auf Seite 47 nach zu lesen. «Der vorgezogene Entsorgungsbeitrag für Batterien beträgt CHF 3.20 pro Kilo.» Das ist ja nicht viel - aber in Frankreich ist man 4 mal billiger und dies erst noch bei einer Schweizer Firma - Citron. Leute des Kaders haben vor vielen Jahren einmal die Batrec zum laufen gebracht, nachdem dies dem Mitsubishicorp nicht gelungen war. Da freue ich mich wenigstens über die Durchsichtigkeit meines Objektives von Mutsubishi.com, was bei Mitsubishi und im Bundesbern, wo Citron kotiert ist, nicht immer der Fall zu sein scheint.

Zum einen sind die Behörden jetzt aber in Flims und da gibt es auch technische Probleme und metallene schräge Vögel (die eigentlich keine sind - keine Links gefunden - BZ S. 2). Und zum Andern hat es vielleicht auch den Coop und die Migros, die sich mit der Umwelt auseinander setzen ...

Flims

... hier in Flims-Waldhaus dürfte es noch Vogelgezwitscher geben, aber am Welttiertag vermutlich keine Wale, die ich in diesen Tagen dann zu jagen versuche - aber digital, falls mir die Batterien nicht zu teuer werden. Obiges Bild habe ich nicht selbst geschossen, aber auf dem Atlantik könnten meine noch stärker verwackelt werden ...