02. März 2006
Auto-Mekka Genf - Verkaufszahlen werden klein sein
Der 76. Genfer Automobilsalon zieht Besucher an, aber praktisch keine Käufer.
Wie viele Leute nach Genf pilgern und dort oder aufgrund der dortigen Erkenntnisse einen Neuwagen kaufen, weiss niemand. Diese Zahlen könnten nur mit Marktforschung erahnt werden und es ist nicht selten, dass solche Zahlen riesengrosse Differenzen zu den tatsächlichen Zahlen aufweisen. Mit gesundem Menschenverstand kommen sie meisten zu ähnlichen Ergebnissen. Aber auch die Marktforschungsbranche muss gelebt haben und über die Verlässlichkeit habe ich mich schon des öfters geäussert. Analystenschätzungen sind immer besser - die bauen nämlich auf tatsächlichen Zahlen auf und fangen nicht bei Null an.
Rund 260 000 neue Personenwagen wurden letztesJjahr in der Schweiz verkauft und in Genf erwartet man fast das Dreifache an Besuchern. Für 2005 dürften es in der Schweiz rund 5 Millionen Motorfahrzeuge haben. Allein 3,8 Millionen Personenwagen im Jahre 2004 - geteilt durch die Neuzulassungen ergibt 14,7. Das heisst, wenn die Konjunktur nicht mitspielen würde, so wäre heute ein durchschnittliches Auto fast 15 Jahre in Gebrauch.
Die Qualität und damit die Lebensdauer eines Autos hat in den vergangenen 20 Jahren beachtlich zugenommen. Dies ist auch der Grund, wieso die Chinesen auch 2006 nicht nach Genf kommen - ihre Qualität ist für unsere Ansprüche (noch) zu gering. Wenn wir aber ungefähr mit 11 - 12 Jahren Lebensdauer rechnen, kommen wir in einen Zyklus rein, der sich vielleicht noch einmal wiederholt. 1988/1989 gab es eine Spitze bei den Neuzulassungen, die sich 1999/2001 wiederholte - warten wir jetzt bis ins Jahr 2010?
Voraussagen kann dies niemand. Aber es deutet vieles darauf hin, dass es der Autobranche in der Schweiz in den zwei drei nächsten Jahren noch nicht sehr gut gehen wird. Zudem sitzen wir auf extrem vielen Occasionen, die auch verkauft sein wollen. Der Preisdruck auf dem Occasionsmarkt ist gewaltig. manch einer überlegt sich, ob er nicht einen drei bis fünf jährigen Wagen, einem Neuwagen vorziehen will - zu einem Bruchteil des Preises. Und wenn man die Lebensdauer anschaut, dürfte so ein Wagen eigentlich noch problemlos einige Jahre laufen. Zudem verdient mancher Garagist heute mehr an einem Occasionwagen, als an einem Neuwagen.
Das sind nur mal so einige Überlegungen zur Schweiz - anderen geht es in der Automobilindustrie noch lausiger. Die TAZ gehört alles andere, als zu meinen Standardzeitungen. Ab und zu aber tut es gut, von der andern Seite etwas zu hören. Glanz und Glamour am Autosalon täuschen über die heutige Problematik im Automobilbau - Deutschland, Italien, Grossbritannien, die USA und einige andere Ländern sehen diese Sparte zur Zeit nicht so glänzend.

... Pontiac ist seit 97 Jahren bei General Motors - Bild bei Visipix gratis herunter ladbar (bitte Quelle angeben) - aufgenommen 1978 in Philadelphia
Wie viele Leute nach Genf pilgern und dort oder aufgrund der dortigen Erkenntnisse einen Neuwagen kaufen, weiss niemand. Diese Zahlen könnten nur mit Marktforschung erahnt werden und es ist nicht selten, dass solche Zahlen riesengrosse Differenzen zu den tatsächlichen Zahlen aufweisen. Mit gesundem Menschenverstand kommen sie meisten zu ähnlichen Ergebnissen. Aber auch die Marktforschungsbranche muss gelebt haben und über die Verlässlichkeit habe ich mich schon des öfters geäussert. Analystenschätzungen sind immer besser - die bauen nämlich auf tatsächlichen Zahlen auf und fangen nicht bei Null an.
Rund 260 000 neue Personenwagen wurden letztesJjahr in der Schweiz verkauft und in Genf erwartet man fast das Dreifache an Besuchern. Für 2005 dürften es in der Schweiz rund 5 Millionen Motorfahrzeuge haben. Allein 3,8 Millionen Personenwagen im Jahre 2004 - geteilt durch die Neuzulassungen ergibt 14,7. Das heisst, wenn die Konjunktur nicht mitspielen würde, so wäre heute ein durchschnittliches Auto fast 15 Jahre in Gebrauch.
Die Qualität und damit die Lebensdauer eines Autos hat in den vergangenen 20 Jahren beachtlich zugenommen. Dies ist auch der Grund, wieso die Chinesen auch 2006 nicht nach Genf kommen - ihre Qualität ist für unsere Ansprüche (noch) zu gering. Wenn wir aber ungefähr mit 11 - 12 Jahren Lebensdauer rechnen, kommen wir in einen Zyklus rein, der sich vielleicht noch einmal wiederholt. 1988/1989 gab es eine Spitze bei den Neuzulassungen, die sich 1999/2001 wiederholte - warten wir jetzt bis ins Jahr 2010?
Voraussagen kann dies niemand. Aber es deutet vieles darauf hin, dass es der Autobranche in der Schweiz in den zwei drei nächsten Jahren noch nicht sehr gut gehen wird. Zudem sitzen wir auf extrem vielen Occasionen, die auch verkauft sein wollen. Der Preisdruck auf dem Occasionsmarkt ist gewaltig. manch einer überlegt sich, ob er nicht einen drei bis fünf jährigen Wagen, einem Neuwagen vorziehen will - zu einem Bruchteil des Preises. Und wenn man die Lebensdauer anschaut, dürfte so ein Wagen eigentlich noch problemlos einige Jahre laufen. Zudem verdient mancher Garagist heute mehr an einem Occasionwagen, als an einem Neuwagen.
Das sind nur mal so einige Überlegungen zur Schweiz - anderen geht es in der Automobilindustrie noch lausiger. Die TAZ gehört alles andere, als zu meinen Standardzeitungen. Ab und zu aber tut es gut, von der andern Seite etwas zu hören. Glanz und Glamour am Autosalon täuschen über die heutige Problematik im Automobilbau - Deutschland, Italien, Grossbritannien, die USA und einige andere Ländern sehen diese Sparte zur Zeit nicht so glänzend.

... Pontiac ist seit 97 Jahren bei General Motors - Bild bei Visipix gratis herunter ladbar (bitte Quelle angeben) - aufgenommen 1978 in Philadelphia




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