Bei Autos kann man auf zwei Arten Rendite erzielen: Man sucht sich die richtigen Aktien aus oder spart beim Wagenkauf.

Augen auf - nicht nur beim Sober Q. Erst recht beim Autokauf können Tendenzen festgestellt werden, wie es sie gegen Ende der 80-ziger Jahre gab. Da liegt bares Geld drin. Rabatte über Rabatte. Nicht dass ich jetzt ein neues Automobil brauche, aber die Rabattpolitik zeigt auf, wie es den Autofirmen geht. 11 Prozent Rabatt auf einen Mercedes CL500 und das nicht irgendwo, sondern in Deutschland, dem Herstellerland auf einen Neuwagen - Top Händleradresse.




Mein billigstes Auto: 350 USD für Opel-Kadett-Sport - handgeschaltet!
PS: der heutige Wagen ist etwas teuer - und es muss wohl so sein, dass ich nach dem Schreiben des Blogs in der Post eine Werbung für einen äusserst vorteilhaften Eintausch finde - oder bei einem Neukauf sehr viel Gratiszubehör - einen Art Rabatt, die man vielleicht gar nicht braucht!
Wenn alle Rabatte geben und grössere als noch vor wenigen Monaten, dann stimmt etwas nicht. Der Absatz ist eingebrochen. Auf gut laufende Marken und Modelle gibt niemand Rabatte. Vor 15 - 20 Jahren war es üblich, wie heute noch beim Handwerker, seine Rabattsätze gleich in den Verkaufspreis mit einzurechnen. Mein Volvo samt Radio ohne CD, in fahrbereitem Zustand brachte 25% Preisnachlass von oben gerechnet.

Aber auch dieser Rabatt verbarg etwas. Diese Serie Volvo wurde nicht wie vermutet in Schweden gefertigt, sondern angeblich teilweise in einem ehemaligen Werk von DAF. Aber auch nicht im Ursprungsland der "Deutschen Automobil Fabrik". Dieser kostensparende Volvoqualitäts-Standard hat sich mit einem Motorenschaden nach 14 Jahren gerächt - 80 Kilometer fehlten noch um eine 2 mit fünf Nullen auf den Tacho zu bringen. Rabatte können nach Ablauf der Garantiezeit auch ins Auge gehen.

Heute gibt es aber längere Garantiezeiten, weil die Autos länger halten. Und diese Unmenge an Gebrauchtwagen drückt irgend einmal auf die auszustossende Produktion. Occasionen sind wie ein fahrbares Zwischenlager, deren Verkaufspreise ständig sinken. Früher konnte man noch bei den Automobilherstellern im Geschäftsbericht den Lagerbestand nachlesen. Die Zeiten sind vorbei. «Just in time» und nur auf Bestellung ist heute schon Tradition.

Zusammengefasst kann man sagen: Je mehr Rabatt, desto mehr Absatz- und andere Probleme haben die Automobilhersteller. Nicht alle und nicht in allen Ländern. Und nicht alle für immer. Die Zukunft liegt vielleicht bei den Erlkönigen. Oder auf Käuferseite bei einem Chrysler 300 ab CHF 25'000 in den USA zu haben - vor vier Jahren sinnigerweise noch unter dem Namen Wallstreet für den doppelten Preis.