2000-2009 Horror-Jahrzehnt - nicht für alle!

Die Zeitungen übertreffen sich mit Artikeln über die schlechteste Dekaden-Performance seit 200 Börsenjahren. Aber es geht auch anders. Wer durch meine Vermögensverwaltung ein reines Aktiendepot führen liess, hat in der gleichen Dekade seinen Wert mehr als verdoppelt.

Drei wichtige Voraussetzungen mussten aber während der ganzen Zeit erfüllt werden. Erstens durften keine grösseren Rückzüge erfolgen, weil man hier unter Umständen fast neu mit der Performance-Rechnung beginnen muss. Zweitens, was noch viel wichtiger ist, diese Kunden mussten mir freie Hand gewähren, dennn ich denke und handle langfristig und kann und darf meine Meinung nicht immer wieder ändern. Zum Schluss braucht es das Vertrauen, die Depotpositionen bei zu behalten, auch wenn diese stark in der Verlustzone sind.

Gerade dieser letzte Punkt wird von vielen (sogenannten) Finanzprofis stark bestritten, aber ich habe noch nie einen kennen gelernt, der Titel verkauft, zuwartet und die gleichen Titel aus der liegengelassenen Liquidität bei stark gesunkenen Preisen zurückkauft. Hut ab, wenn es doch solche gibt. Das braucht extrem viel Mut und ich hätte meine Performance auf diese Weise stark verbessern können. Eine Verdoppelung in einer Zeit, wo die meisten Indexe sinken, ist aber sicher nicht schlecht. Und zudem sind sämtliche Bankspesen und meine Honorare in dieser Berechnung abgezogen.

Ob meine Performance in Zukunft ähnlich gut sein wird, kann ich nicht sagen, geschweige denn garantieren ... wir schauen dann im Jahre 2020 wieder, ob ich weiterhin viele Finanzinstitute "geschlagen"habe.

Und so gesehen, schmunzle ich bei den Zeilen ...

"Das Horror-Jahrzehnt des SMI

Ein Albtraum für jeden Anleger: Der Swiss Market Index verlor in den letzten zehn Jahren 13 Prozent ... lesen sie weiter in Cash ... "


... und man darf auch eine eigene Meinung haben, denn vermutlich nicht ganz alle ...

" ... Fachleute bleiben weiter optimistisch und erwarten für 2010 ein Jahr der Aktien – dies nach einem der schlechtesten Jahrzehnte der Börsengeschichte ... lesen sie weiter in NZZ Online ... "

... und wer es im Finanzblog noch nie gelesen haben sollte, ich wiederhole mich gerne mit etwas ganz Grundsätzlichem: Im Aktienmarkt gibt es immer gleich viele Käufer wie Verkäufer ... die Kunst ist nur, den Durchschnitt zu schlagen.

M+PzukünftigerKunde

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Kurzfristige Wetten oder Anlageideen für 2035

Vor zwei Jahren erschienen:
Listel: Wandplättli, Walfisch, Sand, Salz, CHF und der Vranken

Vor drei Jahren erschienen:
Spiegel und Schwarzmarkt-Chart

Vor vier Jahren erschienen:
2006 - das Jahr der Informationen




Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER - unabhängig, langfristig, gewinnorientiert. Vielleicht überlegen sie sich gerade heute einen Einstieg und möglicherweise als mein zukünftiger Kunde, dann melden sie sich unverbindlich bei mir.

Frohe Weihnachten

Spital 1Viel zu schreiben gibt es über das Jahr 2009 nicht. Zuerst lag für einige Monate durchgehend Schnee im Garten. Die längste Zeit seit wir in der Schweiz Aufzeichnungen machen. Ja und dann lag ich im Bett. Die längste Zeit seit es mich gibt … und immer noch gibt. Und dieses Gefühl ist toll, echt toll. Da schaut man das wieder erlangte Leben von einer ganz anderen Seite an.



Spital 2Und da wünscht man einmal in einer Weihnachtskarte nicht nur alles Gute, sondern man dankt den Ärzte- und Pflegeteams, meinem Bruder, meinen Kindern und Eltern und Bekannten die sich um mich und meine Firma gesorgt haben. Ob man Gott danken soll, ist eine philosophische Frage. Er hat es ja auch zugelassen, dass ich sechs Wochen im Koma lag, eine dreifache Lungenentzündung, eine starke Blutvergiftung, einen Pilz und andere Folgeerscheinungen hatte und nicht zu Letzt wurde vielleicht dank ihm auch die Leukämie besiegt. Ein ganz spezieller Dank gebührt meiner Partnerin. Sie hat mich monatelang liebevoll betreut und ich geniesse in der Erholungsphase mehr als nur Gastrecht bei ihr.

Aber keine Sorge, ich habe einen dicken Schädel. Die Gesundheit haben wir im Griff, die Kraft und Beweglichkeit muss ich noch aufbauen, das Leben geht weiter … aber aus einem anderen Blickwinkel.

In diesem Sinn wünsche ich ein besinnliches Weihnachtsfest und ein „langweiliges und unauffälliges“, erfolgreiches und vor allem gesundes oder erträgliches 2010

Stephan Marti, der Finanzblogger

Bilder: Aussicht aus dem Spitalzimmer auf der Barmelweid im Aargauer Jura und dabei hat alles schon an der Jurastrasse seinen Lauf begonnen - und das KSA gehört auch schon bald zur Geschichte.

Translation into English - Traduction en Français


Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Bürgermeister besucht in Pakistan christliche Kirche

Vor zwei Jahren erschienen:
Bundesrat Leuenberger antwortet und Demokratie pur, Wahlkampf in Pakistan

Vor drei Jahren erschienen:
Adventskalender - letzter Tag - USA

Vor vier Jahren erschienen:
24. Fenster - der Wertkarton - das Wertpapier als Kunstdruck




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Noah-Effekt

Dem Noah-Effekt habe ich es zu verdanken, dass ich wieder im Finanzblog schreiben kann ... aber nur ganz sporadisch, denn zuerst gilt es, wieder auf die Beine zu kommen.


Ohne die Hilfe des Ärzteteams und der Hingabe meiner Partnerin wäre das Finanzblog wohl im Juni das letzte mal erschienen. Vielleicht hat auch etwas Glück und mein Kampfwillen dazu begetragen, dass es wieder aufwärts geht.

Wenn man dem Tod ins Auge geschaut hat, wird man seinen Lebenstil ändern. Das Leben ist kurz - machen wir das Beste daraus. Aber das Finanzblog wird wieder aufleben. Lasst mir Zeit, das Tippen der Buchstaben und das Laufen will wieder neu gelernt werden. Und mit eigentlichen Finanzthemen soll ich meinen Kopf (dem es gut geht) in den nächsten Monaten noch entlasten.

Noah oder Noach hat ja die Sintflut auch überlebt - daher der Ausdruck Noah-Effekt. Und was zu diesem Namen dazu passt ist Noa - Achinoam Nini - die israelische Sängerin.

Life is beautifulthat that way:



Smile, without a reason why
Love, as if you were a child,
Smile, no matter what they tell you
Don't listen to a word they say
Cause life is beautiful that way.

Tears, a tidal wave of tears
Light, that slowly disappears
Wait, before you close the curtain
There is still another game to play
And life is beautiful that way
ref.

Here with his eyes forevermore
I will always be as close as you
remember from before
Now that you're out there on your own
Remember what is real and
what we dream is love alone

Keep the laughter in you eyes
Soon your long awaited prize
We'll forget about our sorrows And think about a brighter day
Cause life is beautiful that way.
ref.

We'll forget about our sorrows
And think about a brighter day,
Cause life is beautiful that way
There's still another game to play
And life is beautiful that way.

Dem Text folgend habeich den Vorhang noch nicht geschlosse. Wem dies noch zuwenig Noah ist, es gibt auch eine weisse Rebsorte mit diesem Namen. Sie wird auch Tatar Rizling genannt, ein amerikanischer Direkträgerwie die Clinton oder die Mareshall Foch.


Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
logisch - Geld vernichten und im Handstand duschen

Vor zwei Jahren erschienen:
Carry Trades - der Finanztrick, der eigentlich nicht funktionieren kann

Vor drei Jahren erschienen:
Wenn einer eine Reise tut

Vor vier Jahren erschienen:
Es tut sich was auf dem Erdöl- und Erdgas-Markt




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Die empfehlenswerten Finanz-Infos - merci Google

Gute Finanzinfos zu finden ist einfacher geworden ...

... und ein herzliches Dankeschön an einige Kollegen und die Mitarbeiter einer Grossbank, die mich vor über vier Jahen ermutig haben, das Finanzblog ins Leben zu rufen. Allen voran ein Merci an Hans Fischer, Aficionado und Web-Spezialist der mich auf dieses Bild aufmerksam gemacht hat:


Google SET-Infos

zu finden bei Google Reader - einloggen und "alle SETS duchsuchen" öffnen ... vermutlich sind sie jetzt an den "Finanzen" interessiert:


Google Reader Finanzen


... bei bisschen stolz auf die Erwähnung neben diesen renomierten Medien bin ich schon. Abonnieren sie das Finance Set, einfacher geht es nicht mehr. Ab sofort ist das Finanzblog auch direkt erreichbar über:

www.finanzblog.ch und www.finanzblog.com

Schauen oder abonnieren sie auch andere Sets. Es hat einige bekannte Blogs dabei. Erwähnen möchte ich nur ganz infam einen Kollegen mit Infamy. Vielleicht berichten wir mal über eine gemeinsame Idee.

Bloggötti Hans Fischer

Hier noch ein Bild meines Bloggötti Hans Fischer - auf der heimischen Harddisk gefunden. Wir wollen doch nicht, dass er wirklich noch glaubt, dass vor vier Jahren alle Grossbanken wussten was ein Blog ist ... nur einige die einen Börsenbrief mit mir diskutiert haben. Das O.K. aus Zürich hätten sie meiner Ansicht nach nie erhalten, deshalb habe ich dann selbst angefangen. Übrigens, Börsenbriefe oder Finanzblogs haben nur eine Chance, wenn sie den Index so ziemlich regelmässig schlagen ...


Die Beiträge über «Geld und Finanzen - leicht erklärt» - schaltet auch die Bloggerin Tari Eledhwen aus Solothurn und das Personalblog.



Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Die Schockoladen und die Schattenseiten unseres Planeten

Vor zwei Jahren erschienen:
Ethik - jeder fühlt anders - Beispiel Süssigkeiten

Vor drei Jahren erschienen:
«Ruhe vor dem grossen Sturm»

Vor vier Jahren erschienen:
Augen auf - beim Autokauf




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"So durchschauen sie ihren Finanzberater"

Das Wichtigste vorne weg. Ich bin nicht Finanzberater sondern Vermögensverwalter und ich versuche unabhängig zu sein. Nicht nur von Retrozahlungen und Kickbacks, denn das ist einfach, hat mit der eigenen Ethik, dem Stolz zu tun. Unabhängig gegenüber Anlagevorschlägen von Aussenstehenden ist viel schwieriger. Hier braucht es viel Erfahrung - und garantiert nicht nur als Banker - etwas mehr Lenze auf de Buckel, als der Durchschnitt in der Fondsbranche hat ...

... und vor allem den Mut anders zu sein als die Masse.

"Die Finanzkrise belegt es: Anlageberatung in Deutschland krankt an Fehlern im System. Bis sich das bessert, müssen Sparer sich selbst helfen. Am Anfang steht eine kritische Analyse des jeweiligen Beraters. Viele behaupten zwar, dass sie unabhängig sind – das stimmt jedoch meist nicht ... lesen sie weiter in der WELT ONLINE... "

Marti+Partner sucht keine AD-Kunden - alt und doof, wie im obigen Artikel erwähnt. Und dann müsste man vielleicht noch das W hinzu fügen - wettsüchtig. Geldgierige Leutemachen langfristig immer "den Zweiten". Und noch gibt es ihn, den unabhängigen Vermögensverwalter ... nur er ist garantiert nicht einfach zu finden und unser Nachteil ist, dass die meisten Leute dann doch lieber ein Haus aufsuchen, das mit einem "Markennamen" angeschrieben ist ... nur, die sind mittlerweilen nicht mehr alle so viel wert.

Zum Artikel möchte ich aber einige Bemerkungen machen. Einige von denen sehen sie in der einen oder anderen Form sogar in den Kommentaren. Hier meine Erfahrung zu denjenigen, die fremde Hilfe rigoros ablehnen. Kunden die nach der Festlegung der Strategie nicht immer neue Ideen haben, sind langfristig immer besser gefahren, als solche, die bei jedem Titelkauf oder -verkauf mitreden wollen.

Honorarberatung mache ich ganz selten. Wenn jemand Interesse hat bei mir Kunde zu werden, dann muss die Zeit zur Verfügung stehen, zusammen zu diskutieren und heraus zu finden, was man sucht, was man riskieren darf. Ich suche auch nur Kunden, ab einem 6-stelligen Betrag. Ich will Zeit haben, nicht die Masse. Denn so läuft man Gefahr, nur noch das zu verkaufen, was Provisionen verspricht. Und solche Produkte werden zu 100'000-enden angeboten. Es gibt eine einfache Möglichkeit: Direktanlagen.

Und kommen sie jetzt ja nicht mit "Risikostreuung", die Fonds bieten oder "Index-Zertifikaten". Das Risiko kann man auch ausserhalb von Fonds streuen und wer will sich schon mit dem Durchschnitt zufrieden geben ... erstaunlicherweise möchte dies wohl die grosse Masse.

Entschuldigen sie, auch ich habe in letzter Zeit Verluste eingefahren, nur längerfristig betrachtet hat sich meine Strategie ausbezahlt. Der Kunde war zufrieden und ich auch. Ich habe die gleichen Interessen wie der Kunde, ich vereinbare eine Gewinnbeteiligung.

Wichtig ist nach einem Einbruch, dass nicht Panik aufkommt. Viele haben keinen Mut mehr, wollen jetzt verkaufen und man müsste genau das Gegenteil machen. Kaufen ... denn bei Aktien ist immer ein Käufer und ein Verkäufer beteiligt. Langfristig denken und mit Einbrüchen zu leben lernen. Es wird nicht der letzte gewesen sein. Kaufen wenn es tief ist und nicht umgekehrt. Das Schlimmste ist, wenn man bei Höchstständen ein Depot übernimmt, das dann an Wert verliert und das vielleicht auf Ratschläge von Kollegen aufgebaut war. Denn eines wissen wir in unserer Branche - jeder weiss es immer besser - vor allem die Meisten im nachhinein.

Wenn sie eine Beratung wünschen, dann rufen sie an oder melden sich per E-Mail. Irgendwie finden wir immer eine Lösung.



Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Massenflucht aus den Märkten?

Vor zwei Jahren erschienen:
Du oder Dir Max und Moritz?

Vor drei Jahren erschienen:
Foto oder Photo

Vor vier Jahren erschienen:
Freiheit für Offroader



Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER - unabhängig, langfristig, gewinnorientiert. Vielleicht überlegen sie sich gerade heute einen Einstieg, dann melden sie sich unverbindlich bei mir.

Büroausblick

Blick aus dem Büro eines unabhängigen Vermögensverwalters ...

Rehe - Büroausblick

... heute Abend bei leichtem Schneefall. Unabhängig sein ist nicht immer ganz einfach ... aber es gibt unbezahlbare Augenblicke.

Schräge Welten - 2008, das Jahr der Änderungen

Ein schräges Jahr, das Zweitausendundacht. Zweitausendundneun wird vielleicht das Umbruchjahr und wenn sie nicht immer nur auf Geld aus sind, ist vielleicht das zu Ende gehende Jahr auch für sie ein aufreibendes, anspruchsvolles und erlebnisreiches Jahr das zu neuen, schönen Ufern geführt hat.


Politik
Ein Maurer hat einen Stein umgetischt und eine einzige Stimme hat ihm
zum Sieg als 111. Bundesrat verholfen. Das schlechteste Resultat in unserer
Geschichte. Aber es kommt darauf an, wie die Zukunft gemeistert wird. Noch
mehr Gewicht dürften die Änderungen in den USA haben.


Börse
Darüber zu schreiben ist „fast wie Wasser in die Aare tragen“. Dem Trend
kann sich niemand entziehen. Hier hilft nur eine langfristige Anlagepolitik unter
Berücksichtigung von Ökologie und Ethik. Letzteres entspricht sicherlich
nicht dem heutigen allgemeinen Trend, führt aber zu einem besseren Resultat.
Versprechen kann man nichts, aber die Philosophie von Marti + Partner wird
beibehalten. Neue Ideen sind auch für die Zukunft vorhanden und es gilt Ruhe
zu bewahren und Gelegenheiten zu nutzen.


Kirche
Auf nationaler und kantonaler Ebene habe ich an Änderungen mitwirken können.
Diese sind im Sinne einer positiven Zukunftsbewältigung - aber nur Wenigen
bekannt. Die Kirche ist erst am Anfang grosser Änderungen. Für mich persönlich
gibt es nur eine kleine. Die Berner Kirche wird meiner Vergangenheit ange-
hören und ich möchte an dieser Stelle all den Persönlichkeiten bis hin zu den
stillen Helfern danken, die meinen Weg gekreuzt haben und sich für die gleichen
Ziele einsetzen.


Familie
Voll im Durchschnitt. Fast drei schöne gemeinsame Jahrzehnte sind Geschichte.
Mein Kürzel „SML“, Stephan Marti-Landolt (oder Langenthal) ändert in „SMS“,
Stephan Marti Schmiedrued. Nun in einem Haus, der Hammerschmitte, das dem
Dorf den Namen gab und eine wesentlich längere Vergangenheit hinter und vor
sich hat. 1430 steht über der Eingangstüre durch die Sie herzlich willkommen
geheissen sind. Verwandte, gute Freunde und viele Bekannte ändern nicht.



Für die kommenden Weihnachtstage wünsche ich Ihnen alles Gute und für das neue Jahr
viel Erfolg, gute Gesundheit oder wo möglich Besserung und vor allem viel Lebensfreude,
auch dort wo in Zukunft unerwartet Änderungen eintreten oder mit solchen zu rechnen ist

SMS - Stephan Marti Schmiedrued - Euer Finanzblogger

2008 ein Jahr der Verluste. Ja, manchmal schmerzen die wirklich, die Nerven liegen "blank". Auch ich wurde nicht verschont. 25 (fünfundzwanzig) Kilo abgespeckt, verloren und dabei nie gehungert, geschweige denn kulinarisch gelitten. Moderne Literatur studiert, eine Analyse gemacht, wie ich es sonst eher für Aktien pflege. Und dann ist es wie an der Börse. Kennzahlen ändern, der BMI nimmt ab und einiges bleibt unangetastet. Beim Körper die Muskeln. Urplötzlich sind sie zu lang, nicht mehr gesichert und stellen ein Risiko dar. Die Börse ist brutaler, beim Mensch gibt es "nur" Muskelkater.

Den Kühen wird es ähnlich ergehen. Mit löslichem Fett und Aromastoffen versehenem Futter vollgepumpt, der Kuhbusensaft floss in Mengen, der Preis war ja angestiegen. Auch in der EU war es schwieriger als sonst, Biomilch auf zu treiben, denn wenn, so lebe ich vor allem von dieser. Oder von Saanen-Bergmilch, bei der Berge auf der PET-Flasche abgebildet sind, die auch der Gegend ortskundiger nicht kennen. Die Masse geniesst wässrigen Saft im Viererpack, mit Plastikfolie verschweisst mit (nicht "von") Henkel. Nicht das gleichnamige Waschpulver, auch wenn der Geschmack eher an dieses erinnert. Ich denke, die Haltbarkeit des Pulvers und die maximale Umgebungstemperatur sind beim Pulver kleiner. Nur Geissenmilch schmeckt schlechter. Aber der Preis ist gesunken, denn für solche Milch, will man/frau den Preis nicht mehr bezahlen. Ja, die Kühe werden abnehmen und Muskelkater kriegen. Und wem Aktien ganz vergangen sind, der kann in Zukunft mit Milch spekulieren, an der Milchbörse. Die gibt es in Deutschland schon lange. Und in der Schweiz funktioniert diese auch schon - die Vermittlungsmargen sind meist deutlich günstiger als im Fondsgeschäft oder die angestiegenen Handelsgebühren vieler Schweizer Banken. Da lacht die Kuh ... la vache qui rit ... bis Siedfleisch aus ihr wird, damit weniger gemuht wird.

Ob die dann auch einen so treuherzig drein blickenden Madoff anstellen oder ob sich die der Übersetzung bewusst sind - Schlechtes weg. Schräge Welten, mit diesem Geld könnte die Milch von ziemlich genau 4 000 000 grossen Milchtanklastwagen gekauft werden, das ist wesentlich mehr, als die zur Zeit lebenden Schweizer in ihrem gesamten Leben je trinken werden.

Schräge Welten gibt es auch bei der Kirche, aber die will ich zur heiligen Zeit etwas verschonen. Besonders die katholische, andere scheinen mir zur Zeit etwas weniger schräg dirigiert zu werden. Aber dirigieren ist nicht immer einfach, vor allem, wenn man verschiedene Untergebene hat, die das Gegenteil als Urteil an Betroffene herausgeben und es gar nicht merken, dass sie ihren eigenen Reihen in den Rücken schiessen. Aber im Kanton Bern wird ja nicht geschossen und schon gar nicht AGR, sorry arg. Ja so ist es halt, AGSNVAG, auch Götter sind nicht vor Abkürzungen gefeit. Zu viele Regelungen, die Laien schwer begreifen und Profis gegenteilig auslegen.

Und beim Bund gibt es einen echt schrägen Laden der von Hinz und Kunz geleitet wird. Da wird sogar der Finanzblogger noch 5 Minuten nach Zwölf mit Namen bedient, nicht 5 vor Zwölf. Danke der Sonderpoststelle 3027. Der abgehängten Autobatterie und der nicht nachstellen der Uhr sei Undank. Sorry MADthank, das Bordsystem wurde auf Britisch umgestellt und dabei fahre ich heute einen alten indischen Wagen ... aber der Konjunktur wegen muss der noch einige Jahre weiter leben. Heute müssen wir andere Wege suchen, um reich zu werden. Hier eine kleine Chance für die Jugend, pro Juventute auf Lateinisch. Vielleicht helfen der ehemalige Nachbar Ted Scapa und drei Kinder unbeabsichtigt mit, denn diejenigen die auf meinem Weihnachtsbrief keine schräge Marke haben, finden vielleicht neue Abarten und wer besonders Glück hat, vielleicht einen Satz ohne ungewollte Fehldrucke.

Das Schräge wurde 2008 zum Normalfall ... auf ein Kurven reiches, Zyklus reiches 2009.

Max Bill und Kinder

... hier Kinder und max bill der unbekannte, bekannte maler, bildhauer, architekt, designer, professor und nationalrat - zumindest Teile seiner Skulptur an der Bahnhofstrasse in Zürich ...

... und weiter zu seiner schrägen Briefmarke auf dem Adventskalender.

Liebe Leser, wenn sie etwas zu sagen hätten, müssen sie sich auf 2009 trösten. Vielleicht haben sie eine Idee und so könnten sie ihren eigenen Blogbeitrag im Adventskalender gleichzeitig auf mehreren Blogs erscheinen lassen. Zur aktuellen Liste und bisher erschienene Beiträge.

Zusammenstellung, Fotos und Koordination: Stephan Marti - Finanzblog

Boe wird 80 - herzliche Gratulation an Prof. Dr. Max Boemle

Mein wichtigster Lehrmeister wird achtzig Jahre alt: Professor Dr. Max Boemle ... da darf man schon mal einiges persönlich Erlebtes aus dem "Kabarett Max" erwähnen ...


Prof Dr Max Boemle Cartoon

... so wie er leibt und lebt. Ich gönne ihm noch einmal 80 Jahre, wobei er hier vermutlich eine Kennzahl preisgeben würde, die diese Wahrscheinlichkeit widerlegt. Wir Normalsterblichen würden aber auch mit diesem Alter nicht seine Weisheit und Treffsicherheit erlangen, geschweige denn seinen jugendlichen Blick voll Schalk und sein stetiges Lächeln im Gesicht.

Ja seine allbekannten Kennzahlen. Ich habe bei der Abschlussprüfung in Betriebswirtschaft zur lösenden Fallstudie keine einzige ausgerechnet. Mein Kommentar: dieses Unternehmen lässt sich nicht mit Kennzahlen durchleuchten. Es gab eine Note im obersten Bereich der Skala und Boe - so haben wir ihn immer liebevoll genannt - meinte nur ganz trocken: «Das ist schon extrem frech, aber recht haben sie.»

Zwei andere Episoden, wie ich den Geheimnissen der Betriebswirtschaft näher auf die Spur kam, vergesse ich nie mehr. E ist viel wichtiger was hängen bleibt als der Umsatz. Und die Investitionsrechnung ist eine reine Zukunftsrechnung. Falls sie jemals eine Aktie kaufen, denken sie an diese beiden Sätze. Vermutlich werden die meisten, die in letzter Zeit Aktien panikartig verkauft haben, diese beiden Sätze nie ernst nehmen.

«Autoritär schreibt man ohne th und wieso haben sie bei der einer Aufstellung keine Quelle angegeben!» Das Boemles Kommentar zu meiner Diplomarbeit. «Beim ersten oder beim zweiten t? So meine Gegenfrage. Ich weiss jetzt, dass man nicht authorithär schreibt. Und die Aufstellung habe ich selbst erarbeitet und für Prof. Silvio Borner und seinen verstorbenen Bruder erstellt. «Ja die ist so gut, da müssen sie dazu schreiben, dass das von ihnen stammt!» Die Note war auch gut, obschon das Thema eher ein Abfall-Produkt wurde. So «nebenbei» ist ein Vorschlag zur Neuausrichtung eines Industrie-Unternehmens entstanden.

So war er, der Boe. Seine Vorlesungen, bei uns als «Cabaret Max» betitelt, waren mehr als Kabarett - extrem lehrreich, witzig und manchmal hatte auch der eine oder andere etwas Angst vor seinen Fragen. «Ja, was meint der Laie Kläntschi dazu?» Zum Glück war dieser schlagfertig: «Ich habe mit Marti die Prüfungen vorbereitet ...». «Dann ist das nicht interessant.» Es gab fünf ausführliche Fallstudien zum Durcharbeiten vor den Examen. Bei einer hat sich die Lösung schon beim ersten Durchlesen aufgedrängt. Das war die einzige, die wir total durchgearbeitet haben. Mit dem Resultat: «Wir haben 33 Punkte gefunden, die gegen eine Investion sprechen und 3 Punkte, die für eine Investition sprechen. Wir investieren!» Boemle: «Etwas kurze Begründung, aber sie trifft voll zu. Wer mehr wissen will, soll Marti fragen.»

Mein bester Lehrmeister und fragen dürfen sie mich immer noch ... einer weiss es aber mit Garantie besser und der wird heute 80 Jahre alt. Danke, vielen Dank für all Ihr Wissen und die Tipps, die Sie mir und vielen anderen Studenten auf den Lebensweg gaben. Übrigens, der «Laie», heute Unternehmer, hat nur sein letzes Jahr mit uns verbracht und im Finanz- und Rechnungsesen entsprechend aufholen und leiden müssen.

Etwas andere, vielleicht wissenschafltichere oder doch zumindest honorigere Texte, dürften im Verlaufe des Tages zu hören sein und ich werde mich mal darum tun, ob man und/oder frau was Digitales zur Verfügung stellen

Max Boemle Cartoon

Wer diese beiden Cartoons gezeichnet hat, weiss ich nicht (mehr), aber ich denke diese müssten einmal veröffentlicht werden. Vermutlich ist der Zeichner aus den Reihen der Oeconomia Bernensis zu suchen. Von Dänu stammen sie meines Wissens nicht.



Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Ökologisches 68-er Blut in Frankreich - manchmal geht es langsam

Vor zwei Jahren erschienen:
Historische Wertpapiere - historischer Wertkarton - Boemle und Schönig haben beide einen WertKarton geschenkt erhalten, aber diese Wertpapier-Kenner müssten sich wirklich einmal kennen lernen

Vor drei Jahren erschienen:
27. Oktober 2005
«Ich bin doch nicht blöd» - zwei neue Einkaufsmöglichkeiten





Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER - unabhängig, langfristig, gewinnorientiert

Ausblick aus dem Büro

Zufälle soll es nicht geben ...

... eben überlegte ich mir, was ich in eine Beileidskarte schreiben will. Er war städtischer Wildhüter und hat mir vor allem in der Kindheit die Tierwelt näher gebracht. Rehe haben wir uns oft angeschaut. Auch solche, die von Fahrzeugen erfasst wurden, welche damals ein letztes mal in der Speisekarte von Restaurants erwähnt wurden. In einem haben wir einige Male Wild geniessen dürfen und es erübrigt sich fast zu schreiben, dass ich nach etlichen Jahren diese Woche dort vorbei gefahren bin ...

... zum Ablenken dann ein Telefonat über die Produktion von Oekopellets mit einem Förster und man nimmt sich die Zeit aus dem Fenster zu schauen ...

Büro und Rehe
Büroausblick Rehe

... zuvor ein Telefon mit jemandem, die von ihrem Büro aus nur graue Mauern sieht. "Der Mensch lebt nicht vom Geld allein" ... steht auf einem gerahmten Poster einer Grossbank in meinem Büro.


Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Der etwas andere Genussschein ...

Vor zwei Jahren erschienen:
Wind für Flügel und Segel

Vor drei Jahren erschienen:
Aktienführer - ein Kommen und Gehen


Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER - unabhängig, langfristig, gewinnorientiert

In eigener Sache - Telefon läuft wieder ...

... dank dem Elektro-Blitz. Benutzt bitte in Zukunft nur noch die Geschäftsnummer:

0041 (0)62 923 923 0 Merci.
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