Nestlé ist nicht nur ein Nahrungsmittelkonzern. Nestlé ist auch eine eigene Kultur, die Mineralwasser mit Blasen produziert. Das kann sauer aufstossen und auch, dass in der Monarchie zu Vevey Aktionäre wie Leibeigene gehalten werden – gut- und post-mütige ausgenommen.

Wer früher mit dem Auto von Zürich oder Bern (und viele andere eingeschlossen) nach Genf fuhr, kam bei Vevey vorbei. Links unten sah man den Hauptsitz der Nestlé..


... www.montreuxtourisme.ch ...

... Vevey scheint auch links von Montreux liegen gelassen zu sein - es ist nur die Frage, von welcher Seeseite man schaut. Und wer heute, wie ich zufälligerweise, nach Genf fährt nimmt die A1 von Bern nach Lausanne und lässt Vevey ebenfalls links liegen.

Wenn's Wetter schön ist, hat man einen fantastischen Ausblick, früher über Vevey, heute nur noch nach Evian am gegenüberliegenden Genferseeufer. Hier brodelt es - genau genommen Danone-mässig. Und bei mir geht die fahrt dann weiter Richtung Nîmes. Und hier brodelt es bei Perrier.

... in Vevey brodelt, besser gesagt blubbert es. Vielleicht wird die «Kurzaufführung» von Schillers Glocke aufgeführt: blubb, blubb, blubb und weg war er.

Ethisch gesehen ist dies für Nestlé-Aktien ganz eindeutig eine Verkaufsempfehlung - aber bitte erst nach der GV. Eine Machtverstrickung sondergleichen und ein Gebaren, dass der alt ehrwürdigen Nestlé nicht ansteht.

Übrigens, die ganz Grossen fuhren früher auch nicht über Vevey sondern über Henniez nach Genf. Die Grossaktionäre können auch diesmal zeigen, dass man andere Wege gehen kann und seinen eigenen Aktionären und Pensionskassenversicherten Vorbild sein müsste. Was Peter Brabeck und sein Gefolgsteam will hat nichts mit einer modernen Führung zu tun. Aber alles in seiner Art schon einmal dagewesen und im Nachhinein hätte vielleicht doch der eine oder andere selbst(los) entscheiden sollen.