"Kirchgemeinderäte erhalten mehr Gewicht

In den reformierten Kirchgemeinden der Kantone Bern, Jura und Solothurn erhält das Organ des Kirchgemeinderates mehr Gewicht.


So soll künftig die Gesamtverantwortung für die Leitung beim Kirchgemeinderat liegen. Pfarrer und andere kirchliche Mitarbeitende erhalten ein Anhörungs- und Antragsrecht.
Nach wie vor zentral sein soll aber das Zusammenwirken von Kirchgemeinderat, Pfarrern und anderen kirchlichen Mitarbeitenden, betonte Synodalrat Stefan Ramseier am Mittwoch anlässlich der Wintersynode des Kirchenparlaments in Bern. Daran wolle man nicht rütteln ... lesen sie weiter in der Bernerzeitung ... "


Zu diesem Thema werden wir nicht gross diskutieren, nur einmal so viel, ganz so neu ist die Thematik nicht. Im Adventskalender sehen sie eine PowerPointFolie die vor vier Jahren Rechtskraft erlangte. Das entsprechende Reglement ist unter den Arbeitshilfen des Kirchgemeindeverbandes aufgeschaltet.


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Veränderter Arbeitsmarkt

von Herbert Odermatt - Personalblog


 


Arbeiten oder noch besser: Leistung erbringen ist der Hauch des Überlebens. Es sichert Einkommen, beschäftigt, schafft Raum für Gesellschaftliches und Kulturelles, gibt Selbstbestätigung und schafft Selbstvertrauen.


Heut' zu Tage ist es oft schwierig, die passende Tätigkeit oder überhaupt eine Arbeit zu finden (bekommen tut man eh nichts!). Massenentlassungen grosser Unternehmen gehören mittlerweilen zu oft gehörten, gelegentlich täglichen Meldungen.


Die von Experten angekündigte Rezession verheisst nichts Gutes. Firmen bauen vorsorglich Jobs ab oder sie ersetzen frei werdende Stellen nicht. Grants für Forschung und Entwicklung werden nicht mehr oder nur noch in geringem Mass finanziert. Der Zerfall des Ölpreises um fast zwei Drittel seit Mitte Jahr deutet auf den klaren Absturz der Weltkonjunktur hin. Wer etwas dunkler bis schwarz sieht, vermag gar eine Deflation zu erkennen.


Die Arbeitslosigkeit kann jeden Menschen treffen. Selbst hoch qualifizierte Berufsleute fühlen sich an ihrem Arbeitsplatz nicht mehr vor Kündigungen sicher. Das ist eine neue Qualität. Eine Arbeits- oder Joblosigkeit bedeutet nicht mehr Schandfleck im Reinheft oder Hinweis auf persönliches Unvermögen. Vorübergehende oder auch längerfristige Arbeitsuche und Neuorientierung sind salonfähig geworden - gehören quasi zur Laufbahn. Bei schwankender Konjunktur ist es für Unternehmen notwendig, ihren Personalbestand den Umständen anpassen zu können. Die Freistellung dient dem eigenen Überleben. Qualifizierte Jobs können wie andere in Frage gestellt werden. Daraus entwickeln sich vermehrt "Bogen- oder Patchwork-Karrieren". Man ist genötigt, zwei oder drei Jobs nebeneinander, jeweils mit einem reduzierten Pensum anzunehmen. Ein Vorteil dieses Berufslebens: Für Abwechslung ist gesorgt! Das bisherige Berufsverständnis, wonach eine Ausbildung für ein Leben ausreicht, gilt nicht mehr.



Den Zeiten eines geregelten Arbeitsverhältnisses folgen vermehrt wichtig werdende Umorientierung und Weiterbildung mit zwischenzeitlicher Arbeits- oder Joblosigkeit und Suche nach Neuem. Long life learning wird gefordert.



Zwar wächst die Zahl neuer Berufsbilder. Das bietet neue Chancen. Möglichkeiten in bisher nicht geahnten Bereichen. Ergo soll man offen für Neues sein. Der Informationsbeschaffung kommt ein besonderer Stellenwert zu. Aber wer schon von der Existenzangst gejagt wird, sich im Job zu 120 Prozent engagiert, findet kaum Zeit und Energie, um dauernd nach Neuem zu suchen. Die Anforderungen steigen: Flexibilität (bezüglich Tätigkeit) und Mobilität (Ortdsunabhängigkeit) sind gefragt. Wer dem genügt, sieht sich mit Wohnungsnot oder unbezahlbaren Wohnungen konfrontiert oder er verbraucht wertvolle Zeit für das Pendeln. Dann ist schnell die Frage des Alters im Vordergrund. Man redet zwar viel von den sogenannten "50+". Un man weist auf New Economy hin, wo grosse Erfahrung und Seniorität gefragt sein sollen. Die Realität siht oft ganz anders aus!


Aus der Sicht der Arbeitgeber werden auch Anforderungen an die Sozial- und Kommunikationskompetenz gestellt und man erwartet Teamfähigkeit sowie Sinn für interdisziplinäre Zusammenarbeit. Dabei wird übersehen, dass Pflicht- und Akzeptanzwerte abnehmen, während Selbstentfaltungswerte zunehmen werden. Gelegentlich hat man den Eindruck, dass man die Arbeitnehmenden noch betrachtet wie zur Zeit von Henry Ford 1 oder nach der Theorie X nach Mc Gregor. Dabei hat längst ein grosser Wertewandel stattgefunden, der aber oft nicht wahrgenommen wird.


Bis 1968 galt: Aussenorientierung. Das Selbst passt sich an (Gebote, Verbote; Rangordnung, Konventionen, Institutionen; Pflichterfüllung und Anpassungsfähigkeit; Tugenhaftigkeit und Verzicht). Folge: Selbst-Kontrolle


Bis etwa den 80er wurde eine Innenorientierung ausgemacht. Das Selbst emanzipiert sich (Erweiterung der Optionsspielräume; Enttraditionalisierung und Individualisierung; Emanzipation; Autonomie; Individualismus; Genuss, Erlebnis, Wellness). Folge: Selbst-Verwirklichung.


Ab etwa den 80er wird eine Innen-/Aussenorientierung wahrgenommen. Neue Vermittlung zwischen Selbst und Umwelt (steigende Wertigkeit persönlicher Ressourcen,; neus Sozialbewusstsein; Leitbilder wie Balance, Stimmigkeit, Souveränität, Synergie, „Third Way“). Folge: Selbst-Management
(Quelle: Rainer Keupp, Future Values)


Die Steuerung der Migration durch den Staat bringt eigenartige Entwicklungen: Eine Zeit lang konnten nicht genug Einwanderer aus dem ehemaligen Yugoslawien angesugt werden. Mit den Auswirkungen ist man heute konfrontiert. Nun hat die Richtung umgeschlagen. Die Migranten kommen aus Deutschland. Die Auswirkungen werden wir später zu spüren bekommen.


Allein Im Kanton Zürich, hat sich die Zahl deutscher Staatsbürger, wie die neuesten Zahlen zeigen, explosionsartig gesteigert: 14'322 Zuzüger alleine in der Zeitspanne von August 2007 bis August 2008. 66'112 Deutsche wohnen zurzeit im Kanton Zürich – ein Resultat der vollständigen Personenfreizügigkeit. Das hat Auswirkungen auf den Wohnungs- und auf den Arbeitsmarkt. Falls wegen der Finanzkrise eine Wirtschaftskrise mit vermehrten Arbeitslosen entsteht, wird sich das ebenfalls auswirken. Ob ein arbeitsloser Deutscher zurück kehrt und dort von Hartz IV lebt ist kaum realistisch, denn hier bekommt er mehr Arbeitslosengeld. Denn das Recht darauf hhat er. Vielleicht gibts auch dafür noch einen Steinbrück'schen Peitschenhieb.


So oder anders. Wer sich verändern will oder muss, dem bleibt die eigene Initiative nicht erspart. Wer sucht, der findet... Es kann gut sein, dass Ausdauer, Mut und Beharrlichkeit auf die Probe gestellt werden. Und: Wo eine Wille ist, gibt es einen Weg!


 



 

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Umerziehung und Tugend-Terror

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Weltweit kein Ende in Sicht

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Es ist tatsächlich passiert. Gesetzeswütige haben einen Gesetzesvorstoß eingereicht, welcher den Restaurants und Speise-Etablissements mit fünf oder mehr Sitzplätzen verbietet, Nahrung an Dicke zu verkaufen. Die Gesetzesvorlage 282 wurde vom ehemaligen Pharmazeutikvertreter der Firma DuPont-Merk, W. T. Mayhall Jr. initiiert und mit der Unterstützung des Geschäftsmannes Bobby Shows und des Apothekers John Reed eingebracht; Alles puritanische Republikaner aus dem tiefen Süden der USA, die, ihrem Alter nach zu urteilen, wohl noch die ehemaligen Baumwollplantagen mit ihren Sklaven vor Augen haben.

Sollte jemand in dem fettleibigen Staat Mississippi leben und über einen teuer angefutterten Body Maß Index von 30 oder mehr verfügen, wird ihm der Service in einem Restaurant bald verwehrt sein.

Die Vorlage verlangt sogar, daß Speiserestaurant-Inhaber eine BMI-Kartei all ihrer Gäste führen und ein Plakat an die Eingangstüre hängen müssen, welches die Definition von »Fettleibigkeit« und die Voraussetzungen für eine Service-Verweigerung erklären.

Verantwortlich für die Einhaltung und Durchsetzung des Gesetzes ist das Staatsdepartement für Gesundheit, welches zur Durchsetzung die Erlaubnis erhält, Gewerbelizenzen von Speise-Etablissements zu widerrufen, sollten diese das Gesetz brechen.

Obwohl W. T. Mayhall nicht damit rechnet, daß das Gesetz tatsächlich durchkommt, ist es ihm sehr ernst damit. Er ist beunruhigt über das »ernsthafte Problem von Fettleibigkeit und über die daraus resultierenden Kosten für das Gesundheitssystem«.


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MISSISSIPPI LEGISLATURE
2008 Regular Session
To: Public Health and Human Services; Judiciary B
By: Representatives Mayhall, Read, Shows

Prohibition - HOUSE BILL NO. 282

An act to prohibit certain food establishments from serving food to any person who is obese, based on criteria prescribed by the state department of health; to direct the department to prepare written materials that describe and explain the criteria for determining whether a person is obese and to provide those materials to the food establishments; to direct the department to monitor the food establishments for compliance with the provisions of this act; and for related purposes. Be it enacted by the legislature of the state of Mississippi:


SECTION 1 (1) The provisions of this section shall apply to any food establishment that is required to obtain a permit from the State Department of Health under Section 41-3-15(4)(f), that operates primarily in an enclosed facility and that has five (5) or more seats for customers.

(2) Any food establishment to which this section applies shall not be allowed to serve food to any person who is obese, based on criteria prescribed by the State Department of Health after consultation with the Mississippi Council on Obesity Prevention and Management established under Section 41-101-1 or its successor. The State Department of Health shall prepare written materials that describe and explain the criteria for determining whether a person is obese, and shall provide those materials to all food establishments to which this section applies. A food establishment shall be entitled to rely on the criteria for obesity in those written materials when determining whether or not it is allowed to serve food to any person.

(3) The State Department of Health shall monitor the food establishments to which this section applies for compliance with the provisions of this section, and may revoke the permit of any food establishment that repeatedly violates the provisions of this section.


SECTION 2 This act shall take effect and be in force from and after July 1, 2008.
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Die Zeit ist nun für alle Amerikaner gekommen, welche ihre Freiheit, zu essen, zu sehen, zu atmen und ihr Leben so zu leben, wie sie es für richtig finden, sich zu vereinen und zu erheben. Wenn Amerika diesem Wahnsinn keinen Einhalt gebietet, schwappt die ganze Scheiße über den Teich zu uns. Bereits zehn Gesetze in Richtung Diskriminierung Dicker gibt es in Großbritannien und das Rauchverbot zwingt die Feinschmecker Frankreichs in den Hamburger- oder Sandwich-Laden. Das schlecken auch die australischen Werbeverbote nicht weg. Neuseeländer lassen keinen Dicken mehr ihre Grenze passieren und es könnte ein teures Unterfangen für Auswanderungswillige mit einem Bauchumfang von mehr als 108 cm werden, wenn diese mit dem nächsten Flieger wieder zurückfliegen müssen. Auch ein zu großer Busen kann zum Hindernis werden, wenn man in Christchurch ein Casino besucht. Da nützt auch die teuerste Garderobe nichts. Vielleicht sollte man sicherheitshalber die Sachlage im Casino in Christchurch nochmals mit Bundeskanzlerin Angela Dorothea Merkel in ihrem Abendkleid testen.



Die Welt verändert sich an allen Ecken und Enden zunehmend in eine lustlose, puritanische Hölle und das Machtstreben gewinnt die Oberhand.

related link

Gefundenes Fressen

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Carolus Magnus




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"Zur Lage der Nation" - 1

Ach ja, fast hätt ich es vergessen, Wir stecken ja in der Finanzkrise. Und wieso werden denn immer noch Aktien gekauft. Weil einige zur Zeit günsigt zu kaufen sind ... aber vielleicht werden sie noch etwas billiger. Einige Stimmen ...

"Finanzkrise: Französische Bischöfe fordern Umdenken

Die französische Bischofskonferenz hat als Konsequenz der Finanzkrise aufgerufen, den eigenen Lebensstil und das Verhältnis zum Geld zu überdenken. Nötig sei, das Streben nach maximaler Rendite in Frage zu stellen, heisst es in einer heute in Paris veröffentlichten Erklärung der Bischofskonferenz ... lesen sie weiter bei ref.ch ... "


... wer mehr wissen will, was die Bischöffe gesagt haben, schaut ins Kreuz ...

... und das nächste mal lassen wir einen inkognito sprechen ... das E-Mail liegt bereit ... und viele Details haben sie ja schon lange vor der Finanzkrise im Finanzblog gelesen. Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich, dass nicht mehr Menschen zum Finanzgott gekürt werden wollen.




Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Die Krause Glucke und Anforderungen an den Wirtschaftsstandort

Vor zwei Jahren erschienen:
Tabak auf den Azoren

Vor drei Jahren erschienen:
Reit-Investitionen und Reit-Immobilien - Investoren gesucht - soll ich nächste Woche wirklich wieder einmal reiten gehen?




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Die Zeiten ändern - trotzdem Stillstand und Schwindel (2)

... ganz so neu ist die Idee mit der Ethik doch nicht ...


... aber es dürfte noch im Schneckentempo vor sich gehen. Tönt aber schon gut. Genau wie Polo Hofer zwei Tage zuvor in Oberhofen, wenn er vom Meitli am Schnäggerain singt und der Berg und Talsänger Tinu Heiniger zum 875-igsten Geburtstag über den Eiger. Es ist kein Schwindel,für den Preis einer Flasche Wein an ein Bomben-Konzert. Und Polo Oberhofer speist zuvor am Tisch hinter uns und neben uns die Fassbauer aus Berneck. Die Zeit steht still. Martin Luther kommt mir in Erinnerung: „Wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang“. Patente Sache. Ja, da war Büne Huber mit Patent Ochsner vor einigen Tagen in Basel. Die drei Hendiadyoine sind ganz anders gelagert - hopfiger, kratziger und lauter. Ändu reisst einige in den Bann. Auf der einen Seite steht die Zeit still, auf der andern rennt sie davn. Mit der Ethik, vor allem der Scheinethik wird es wohl gleich sein.

Da darf doch Zürich nicht fehlen. Einer hat Solarlampenfieber. Echt? Bundesrat Moritz Leuenberger kann dies aber gekonnt überspielen. Oder sieht er etwa mein Schild (auch das wandelt sich im Laufe der Zeit) und erinnert sich an das Adventskalender oder gar an die Energiesparlampe von Osram. Ein Jahr ist es her, Osram Schweiz hat die Lampe noch immer nicht getestet. Stillstand! Oder gar Schwindel? Eine Frage an der Ethikveranstaltung bezog sich auf Korruption, Bestechung, Schmiergelder. Nicht dass ich so etwas machen würde, aber Osram ist eine Tochter von Siemens ... und da darf man doch einige Gedanken aufkommen lassen.


Blogger und Bodyguard

... Blogger unter sich ... nur einer bloggt nicht, der würde abblocken, der freundlich lächelnde Bodyguard ...

Moritz Leuenberger

... und sein Chef, Bundesrat Moritz Leuenberger. Dieses Foto ist nicht schlecht, aber noch mehr freut sich der "bloggende Fotograf", dass er es auf die Hälfte der Leser des bekanntesten Bloggers der Schweiz bringt.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
2 Staatsmänner - 2 Länder - 2 Energietaktiken - 2 teure Leuchten ... - kaum zu glauben - über 1 Jahr ist vergangen (und die Energiesparlampe sollte gemäss Garantieversprechen immer noch leuchten, auch wenn sie dauernd angestellt gewesen wäre - ergäbe knappe 9000 Stunden)

Vor zwei Jahren erschienen:
Politisches Desinteresse oder Alles klar?

Vor drei Jahren erschienen:
Bilaterale - Kurzanweisung und neutrale Info


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Die Zeiten ändern - trotzdem Stillstand und Schwindel (1)

Ethische Überlegungen werden an der Börse zunehmen. Zwangsläufig, denn Geld verdienen ist nichts Schlechtes und weniger verlieren schon gar nicht ...

... entschuldigen sie bitte, dass ich mich wiederhole, aber was ich am Sonntag geschrieben habe, erwähnt die Wissenschaft am Montag-Abend. "Mit Anstand zum Erfolg" hat gezeigt, dass sich heute viele für Ethik interessieren. Es soll der nächste Hype werden. Der Professor sagt es. Mit seinem Chef darf ich beim Apéro diskutieren - und nicht zu vergessen, auch mit First. Echt der heisst wie der Berg von dem man die schönste Aussicht auf den Eiger hat. Der Hype kommt nicht zur Sprache, aber es ist doch schön, was damit gemeint ist.

"Hype" heisst auf Deutsch "Schwindel". Ergo ist "Ethik" ein "Schwindel".

Oder anders gesagt, steigen sie rechtzeit ein und dann wieder rechtzeitig aus - oder lassen es dann liegen.


Falls sie oben im zweiten Link das Referat und den Text nicht gefunden habe, ergeht es ihnen wie mir - Server nicht gefunden. Aber es muss ihn geben, denn in Google ist zu lesen: "WBCB-Herbstanlass: Wirtschaft und Ethik: Mit Anstand zum Erfolg?"15.09.2008 ... Dezember 2007, nahmen rund 120 Personen am Herbstanlass des WBCB statt". Es waren eher doppelt so viele Zuhörer anwesend, dafür sollte man (auch bei frau) Einiges des Gesagten wieder vergessen. Verwechselt wird ökonomisch mit ethisch und dass man beides gleichsetzen kann, da sind wir noch lange nicht soweit. Vom Stillstand bricht man zum Hype auf ...


martisches 6-Eck

... ganz so neu ist die Idee mit der Ethik doch nicht ...


Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
«Gewinne machen mit Edeltropfen»

Vor zwei Jahren erschienen:
«EU will Zinssteuern aus Asien»

Vor drei Jahren erschienen:
Vom Pech, heute Amerikaner zu sein!


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El Tucan - die Win-Win-Situation «made in Switzerland»

Peter Höltschi von El Tucan aus Arch ist ein nachahmens wertes Beispiel für «best practice» im ethischen Bereich des Handels.

Über El Tucan habe ich schon berichtet. Kurz, als Vorspann. Nicht weil es zertifiziert wurde. Auch nicht, weil es sich unter seinen Decken gut schlafen lässt. Erfahrungen mit Hängematten habe ich schon früher gesammelt. Im Dschungel des mexikanischen Yucatan und in der Schweiz auf selbst importieren aus Guatemala. Für mich war es ein Zusatzverdienst während des Studiums. Höltschi macht das beruflich. Und ethisch wirklich wertvoll und deshalb lassen wir es in unserem Netzwerk auf mehreren Blogs erscheinen. Das ist wesentlich mehr als ein Schulbeispiel für gelebte Ethik ... lassen wir doch den Inhaber selbst zu Wort kommen. Dafür ein herzliches Dankeschön! Wir gratulieren der Unternehmung zur Zertifizierung und wünschen allen Beteiligten weiterhin viel Erfolg.


Ein weiterer Beitrag über «Geld und Finanzen - leicht erklärt» - eine Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn
... übrigens, die schönste moderne Brücke führt aus diesem Kanton nach Arch

«El Tucan erhält Zertifizierung der Internationalen Fair Trade Association (IFAT)


Als drittes schweizerisches Fair Trade Unternehmen erhält die El Tucan GmbH von der Internationalen Fair Trade Vereinigung (IFAT) die Zertifizierung als ausgewiesene Fair Trade Organisation.

El Tucan, ein kleines Unternehmen aus Arch, arbeitet seit 19 Jahren in enger Verbindung mit Produzenten in Mittel und Südamerika.

Diese Erfolgsgeschichte nahm ihren Anfang, als der Gründer von El Tucan, Peter Höltschi, sich 1989 in Guatemala auf die Suche nach den Produzenten eines Ledergurtes mit indianischem Stoffbezug machte. Eine mehrtägige Odyssee führte ihn in die abgelegensten Orte des guatemaltekischen Hochlandes und in die schwüle Hitze des Zuckerrohrgürtels an der Pazifikküste. Die damals geknüpften Beziehungen verbanden erstmals unterschiedlichste Produzenten mit dem Endverkäufer. Mit der Stoffbandweberin Rosa Ajpacaja und dem Sattler Julio Armas knüpfte El Tucan ein Netzwerk aus Kunsthandwerkern, welches Heute, fast 20 Jahre später, allein in Guatemala 30 Kunsthandwerker umfasst. Von der Kinderlatzhose zur Frauenblusen, vom Dekorationsartikel zur Hängematten, eine riesige Palette an Produkten die auf Schweizer Märkten, in ausgesuchten Geschäften und via Internetshop www.eltucan.ch angeboten werden

Die direkte Zusammenarbeit und die Umgehung der Zwischenhändler, garantieren hohe Wertschöpfung für die Produzenten und den Ursprungsort, sowie qualitativ hoch stehendes Kunsthandwerk für die Kunden für El Tucan.

Eine Win-Win Situation, die selbst in Südmexiko Aufmerksamkeit erregt hat.

Seit 2004 baut Peter Höltschi in Zusammenarbeit mit dem staatlichen Sekretariats für soziale Entwicklung des Bundesstaates Yukatan in den ärmsten Gemeinden Frauengruppen auf und verbindet diese zu einem regionalen Netzwerk. Kleine Gruppen bilden die Zellen zu einem dynamischen, grossen Unternehmen, aus dem in Zukunft Hängematten in die ganze Welt vertrieben werden.

Das langjährige Knowhow von El Tucan als Endverkäufer in der Schweiz und die in Guatemala gemachten Erfahrungen verleihen dem Projekt eine einmalige Dynamik. Dies animiert verschiedene Gemeinden Yukatans wie auch die staatliche mexikanische Kommission für indianischen Fortschritt, zur Unterstützung des Projektes.

Ein Schweizer Kleinstunternehmen schafft somit die Grundlage zur nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung in Gebieten, welche zu den ärmsten der nördlichen Hemisphäre gehören.

2 Arbeitsstellen in der Schweiz verbessern die Lebensgrundlage von mehr als hundert KunsthandwerkerInnen in Mittel und Südamerika und ihren Familien.

Das ist Fair Trade, das ist El Tucan.»

Peter Höltschi

Storch

Ein Tukan? Nein, aber dieser Storch verlässt eben die Gemeinde Arch (Bern) Richtung Flugplatz Grenchen (Solothurn).


Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Tscharnergut - ein Quartier und ein Wein

Vor zwei Jahren erschienen:
Wein als Anlageobjekt

Vor drei Jahren erschienen:
Zinsen bleiben sehr tief - wie lange?


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«Kartoffeln aus Aegypten» und «Reis aus Thailand»

Der Reis ist letzte Woche in Thailand das erste mal für über 1000 USD je Tonne gehandelt worden. Die Nahrungsmittel werden immer teurer weil ein Teil davon zu Treibstoff verarbeitet wird.

Bei Reis funktioniert ein Weltmarktpreis besser, als bei Kartoffeln - dies hat praktisch nur mit der Haltbarkeit, resp. die Kosten dafür zu tun. Nun wurde der Import von Kartoffeln aus Aegypten freigegeben - zwei lange Güterzüge.

«Bauern-Protest gegen Kartoffeln aus Ägypten

Zollkontingent durch das Seco in mehrfacher Hinsicht kritisiert

Verschiedene Schweizer Bauernorganisationen wehren sich gegen den Import von Kartoffeln aus Ägypten. Diese seien sowohl in Bezug auf die Lagerbestände wie auch in ethischer Hinsicht fraglich ... lesen sie weiter bei der NZZ Online ... »

Mehr zur Hungerrevolte und Ernährungskrise und «Biosprit - Verbrechen gegen die Menschheit».

Nahrungsmittel werden uns in der nächsten Zeit des öfters beschäftigen und vermutlich auch beim «Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA)» zur Sprache kommen. Konflikte zwischen DEZA und SECO dürften programmiert sein. Hier einige Bilder von der BEA über die Kartoffel. Als Finanzmensch hatte ich in meinem Pflichtenheft noch einige Prozent «Public Reflations Aufaben» und stand vermutlich während sechs Jahren mehrmals in diesen Hallen Red und Antwort über Sprit, Äpfel und eben Kartoffeln ... und einmal haben wir Ballone aufgeblasen und da könnten heute noch einige platzen ...

Kartoffeln aus Peru

... Kartoffeln in der Sonderausstellung über Peru ...

Trachten aus Peru

... irgend jemand musste die Kartoffeln ja in die Schweiz bringen ...

Kartoffelwelt

... die Kartoffelwelt ... und das Zentrum liegt zur Zeit in Langenthal ...

Riesenkartoffel

... so grosse Riesenkartoffeln wird wohl auch mein Nachbauer, sorry Nachbar nicht importieren ... aber gab es da nicht noch einen Spruch: «Die voluminöse Expansion bestimmter subterrarer Agrarprodukte stehen klar in reziproker Relation zur intellektuellen Kapazität ihrer Produzenten.»

Viele Information finden sie bei Swissaid - auch über das Inernationale UN Jahr der Kartoffel 2008 - und einen Hinweis auf das Symposium «Tu das Brot in den Tank - verschärfen Agrotreibstoffe den Hunger?»

Und falls sie wieder einmal unterwegs sind, so seien sie fairunterwegs - mit oder ohne Agrotreibstoffe.


Vor einem Jahr erschienen: Biomilch, Plastikmilch, Katzenmilch ...

Vor zwei Jahren erschienen: Magere Ausbeute

Vor drei Jahren erschienen: Tunnel – gesprengt, gebohrt oder gedeckt


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«Sachverständige schlagen Alarm»

Über Nahrungsmittel, die Landwirtschaft und Biotreibstoffe - meist nur Agrar-Treibstoffe - habe ich den vielleicht wichtigsten Artikel auf den Tag genau vor einem Jahr geschrieben - jetzt folgen die Sachverständigen. Eigentlich schneller als ich gedacht habe, aber die Brisanz dahinter ist dringend zu lösen.

Beim Biotreibstoff ist die Grundsatzfrage: «Wo fallen biologische Stoffe an oder können angebaut werden, welche die Lebensmittelkette nicht (stark) beeinträchtigen? Zudem müssen diese mit anderen Produktionsketten im Einklang stehen!»

Das war meine Forderung. Bundesrat Moritz Leuenberger hat bei der EU darüber gesprochen. Die steuerliche Begünstigung für umweltschonende Treibstoffe in der Schweiz enthält für mich etwas viele «kann-Formulierungen».

Angesichts der Nahrungsmittelkrise fordern Experten eine radikale Neuausrichtung der globalen Landwirtschaft ... lesen sie weiter bei espace.ch ... »

International Assessment of Agricultural Science and Technology for Development vom International Assessment of Agricultural Science and Technology for Development - viele Zusatzinformationen am 15. April 2008

IAASTD


Vor einem Jahr erschienen: Bioethanol - ist der wirklich biologisch? - auch Borregaard Luterbach ist heute wieder aktueller denn je - «Gestank ist amtlich bestätigt»

Vor zwei Jahren erschienen: Porsche Diesel

Vor drei Jahren erschienen: Gen-«Ethik» ethisch betrachtet


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Couchepin, Pestallozi und der ethische Hofnarr

Vermutlich ist Johann Heinrich Pestalozzi an unserem Volkswohlstand nicht ganz unschuldig. Er hatte die Volksschule für arm und reich eingeführt ...

... und dank unserem guten Ausbildungs-Niveau zählt die Schweiz heute zur Spitze. Friedrich Engels lag bei der Beurteilung der Zukunft der Schweiz voll daneben ...

Pestalozzi Gedenktafel Langenthal

... genau gleich erging es Winston Churchilll. In der Politik ist es besser, wenn man nicht immer alles glaubt, obschon dieser bedeutendste englische Staatsmann am 15. September 1946 im gleichen Haus weilte - dem Hotel Bären Langenthal. Vermutlich wird der Aktienkurs nicht ansteigen, obschon heute wieder ein Staatsmann zu Besuch war ...

Pascal Couchepin

... Bundespräsident Pascal Couchepin - unser zuständiger «Bildungs-Minister». «Kopf, Herz, Hand» - so Pestalozzi (s. erstes Zitat vom Personalblogger).

Die Langenthaler Rede von Johann Heinrich Pestalozzi kann jeder selbst durchlesen. Hier die Zusammenfassung. Bei libref habe ich die Erlaubnis «Pestalozzi und die Gründung der Sekundarschule Langenthal» von Pfarrer und Stadthistoriker Simon Kuert zu publizieren (vermutlich über das kommende Wochenende).

Einige Sprachfetzen, Zitate möchte ich aber festhalten die sind es wert, dass man darüber nachdenkt:

- «Pestalozzi würde heute nicht die Industrie ankreiden, sondern die Finanzbranche.»

- Wir wollen Nein sagen zu einer hasserfüllten, fertigmachenden Streit- und Diskussionskultur wie wir sie aktuell gegen eine demokratisch gewählte Bundesrätin erleben» - auf diesen Satz gab es den längsten Applaus des ganzen Tages und ich habe viele Berner SVP-Mitglieder und Politiker beobachtet, die applaudiert haben

- «In der Politik gibt es immer mehr Polemik. Es ist Zeit, über die Werte in der Gesellschaft zu diskutieren. Mit Pestalozzi anzufangen ist eine grosse Chance.»

- «Was der ethische Hofnarr zum Geld sagt: Es braucht einen Wandel in der Mentalität!»

Der letzte Satz stammt von Prof. Dr. Helmut Kaiser, Sozial- und Wirtschaftsethiker, Zürich/Pfarrer in Spiez. Er hat 5 Visionen vorgestellt die aus Pestalozzis Rede abgeleitet wurden. Diese 5 Visionen sind es wert eingehend betrachtet zu werden. Da es mir via Blogs schon einige Male gelungen ist Hofnarr zu spielen und auf ironische Art etwas zu bewirken, wird vermutlich seine ganze Rede ohne Lizenzgebühren veröffentlicht werden dürfen. Die Anfrage läuft. Wirtschafts- und Finanzleute dürfen gespannt sein.

Schneider Couchepin Rufener

... Bundesrat Couchepin und die Herausgeber der Neuauflage der Langenthaler Rede, Johann N. Schneider-Ammann (links) und Thomas Rufener, Stadtpräsident von Langenthal
...

Käseweltmeister

... und am Schluss noch der Käseweltmeister, dessen letzter Satz in Erfüllung ging. Ob sie wohl über die Kappeler Milchsuppe diskutieren? Übrigens, das Bild mit einem Referenten an der zweiten Kappeler Milchsuppe kommt bei libref. «Wer gemeinsam isst, vergisst seine Feindseligkeiten». Ethik hin oder her, der Geschichte nach sind sie nach dem Essen in die Schlacht gezogen. Aber das war vor Pestalozzis Zeiten. Übrigens, vieles was Pestalozzi gesagt und geschrieben hat, ist heute noch gültig. «Eine Feier mit Mahnfinger»


Vor einem Jahr erschienen: Vom Büro aus den Gletscher betrachten ...

Vor zwei Jahren erschienen: Social Managment

Vor drei Jahren erschienen: Vorlieben - bei einigen bis zu 100 Prozent


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