23. Mai 2005
Hans Moser - mein persönlicher Klon?
Hans Moser ist mein Doppelgänger, nicht mein Schatten und schon gar nicht ein gleicher Klon. Obschon spektakuläre Erfolge der Klontechnik in Südkorea und England gemeldet wurden, wird es noch Jahrzehnte gehen, bis sich zwei Klone zufällig in einer Stadt begegnen können - wenn überhaupt.
Frühjahr 1974, Montagmorgen: «Marti, deine Ansprache im Kursaal Bern war toll - wir haben dich in der Tagesschau gesehen.» Zwei Monate später, mein Bruder (nicht geklont): «Kannst du nicht mehr grüssen, wenn du mit dem Velo neben mir vorbeifährst!» Ich war nicht im Kursaal Bern an der Jungbürgerfeier, da ich zu jung war - das Jahr drauf auch nicht, weil ich die militärfreien Abende intensiver zu gestalten wusste. Ich war auch nicht auf dem Velo - zumindest am Tag, wo mich mein eigener Bruder gesehen hat. Oder es zumindest dachte.

Bild: Science in Deutschlandfunk - geklonte menschliche Stammzelle
Herbst 1974, Samstagabend, Film im Kino Rex ist angesagt. Ich steige eine Busstadion später als üblich in den Bus - oder zumindest mein Doppelgänger. Nennen wir ihn mal Hans Moser. Kollege Dähler meint: «Wenn du nicht neben mir stehen würdest, hätte ich geschworen, dass du eben erst eingestiegen bist!» Moser hat dann den gleichen Film angeschaut, war nachher im gleichen Restaurant, rauchte den gleichen Tabak mit einer auch schwarzen krummen Pfeife. Übrigens das Tea Room hiess damals "Ombra" - «der Schatten».Frühjahr 1974, Montagmorgen: «Marti, deine Ansprache im Kursaal Bern war toll - wir haben dich in der Tagesschau gesehen.» Zwei Monate später, mein Bruder (nicht geklont): «Kannst du nicht mehr grüssen, wenn du mit dem Velo neben mir vorbeifährst!» Ich war nicht im Kursaal Bern an der Jungbürgerfeier, da ich zu jung war - das Jahr drauf auch nicht, weil ich die militärfreien Abende intensiver zu gestalten wusste. Ich war auch nicht auf dem Velo - zumindest am Tag, wo mich mein eigener Bruder gesehen hat. Oder es zumindest dachte.

Bild: Science in Deutschlandfunk - geklonte menschliche Stammzelle
Jahre später, morgens um 02.00 am Ball der Berna Bertholdiensis (Süssmoschtia) lerne ich ihn kennen: Hans Moser live, heisst tatsächlich so, ist mein Tischnachbar und das Verrückteste, ebenso wie ich ein guter Kollege von Largo. Ihm ist die frappante Ähnlichkeit nie aufgefallen er konnte uns problemlos wie eineiige Zwillinge unterscheiden - vielleicht liegt es auch an seinem Vulgo (Largo = langsamst), aber dies ja nur bei der Musik.
Diese Geschichte ist echt und vermutlich auch die über die koreanischen Klone und die Fortsetzung und die fast gleichzeitigen Forschungsfortschritte aus England.
Auch wenn die Forschung mit embryonalen Stammzellen, der Heilung von Krankheiten dient, läuft Manchem ein kalter Schauer über den Rücken. Es werden in den nächsten Monaten und Jahren viele weitere solche Meldungen folgen, denn es geht um viel Geld, das gesucht werden muss. Im Venture-Capital Bereich ist immer Vorsicht angesagt und wenn sie sich nicht die Finger verbrennen wollen: «Hände weg»!
PS: Diesen Samstag war ich auch im Kursaal und vielleicht sogar in «10 vor 10» als Schatten zu sehen. Es ging auch um Ethik: «Liberale Annäherung an "neue" Religiosität». Couchepin: «Religion ist Privatsache». Klonen nicht! Aber Religion hat auch Brisanz, gemäss heutiger BAZ: «SVP für Christen noch wählbar?»




Kommentare
Könnten Sie mir gelegentlich ein Mail schreiben, ich hätte da ein paar Fragen zur Berna Bertholdiensis.