Der Unterschied zwischen der EU und meinem Butterzopf

Allein mein Butterzopf schmeckt allen, beide sehen zur Zeit nicht besonders gut aus und beide schlagen über die Stränge. Dabei stehen die politischen Ereignisse zur Zeit etwas im Hintergrund ... die olympischen Spiele dominieren die Medienberichterstattung.

Die Schweiz schneidet nicht schlecht ab - dritter Platz im Medaillenspiegel. So zumindest die Mitteilung im Schweizer Fernsehen von gestern Abend. Die offizielle Seite kommt auf Platz 9. Nach altem Muster, wo zuerst die Goldmedaillen massgebend waren, gibt es Platz 6. 210 Schweizer Fernsehmenschen sind in Vancouver - filmen müssen sie nicht, das machen die Kanadier. Dann die 5. Goldmedaille und man kommt wieder auf Platz drei - vier wäre richtig. Es ist wie beim Zopf: zu viele Köche verderben den Brei. Alle schlagen über die Stränge, am meisten die Bobfahrer, aber diese müssen schweigen.

Soll man heute den Medien noch glauben. "Zum Glück" kooperieren SPD und DDP. Eine Mitteilung zu interpretieren ist schwieriger als zwei. Da gibt es Zeitungen, die drucken am gleichen Tag die gleiche, sich widersprechenden Meldungen beider Depeschen-Agenturen ab.

SBB Zufriedenheit

Einheitsbrei ist in Zukunft angesagt. Vor dreissig Jahren glaubte mir noch keiner, dass es Spezialmühlen gibt, die Butterzopf-Fertigmischung herstellen, wo man nur noch Wasser dazu giessen muss, kneten, ruhen lassen und backen. Heute gibt es das im 500-Gramm-Sack in der Migros für CHF 2.60 - Kunststück, schmeckt jeder Zopf gleich (schlecht). Wie Europa. Heute vermuten einige, dass die EU zum Scheitern verurteilt sei. Quatsch, das sind Anfangsprobleme wie es sie überall gibt und die EU ist historisch als junges Gebilde an zu schauen. Wie beim Zopf, jetzt muss genügend durchgeknetet werden und vielleicht hilft auch schlagen, damit die Hefe besser verteilt wird.

Butterzopf Krater


Die EU hat Probleme, Experten warnen vor Schuldenkrise. Die Warnung kommt aus Basel, wo heute sinnigerweise die Fasnacht beginnt. Wenn man den Schnitzelbänken Glauben schenken darf, ist Basel die grösste deutsche Enklave. Grundlos arbeiten diese nicht in der Schweiz, sonst hätten wir ja Einheimische dafür gefunden. Die Nachricht der BIZ sollte ernst genommen werden. Sie sprechen nicht von den fasnächtlichen Schweinen, PIGS genannt, sondern von den PIIGS - die Staaten Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien. Aber wie beim heutigen Treiben, es dürfte leichte Übertreibung dabei sein, denn fünf Staaten sind nicht einfach so plötzlich bankrott.

Beim Zopf kann man auch falsche Zutaten nehmen. Statt Butter nimmt man Margarine, zumindest zu Kriegszeiten war das so. Man kann auch mit ganz weissem, fein gemahlenem Mehl einen Zopf backen. Mit diesem "kurzen" (glatten) Mehl fertigen sie aber besser Brot. Ein gut knetbarer, ziehbarer Zopf, der nicht auseinander bricht, braucht "langes" Mehl oder wie die Deutschen sagen, "griffiges" Mehl. Dunst ist wiederum zu grob gemüllert. Und diesen, in etwas anderem Sinn verwendet, sollte man in der EU vermeiden. Die Stränge vielleicht etwas entflechten. Es braucht Therapie. Nur hier hilft dieergopraxis nicht. Den Zopf mache ich ja aus therapeutischen Gründen, damit meine Hände nach monatelangem Spital- und Reha-Aufenthalt wieder beweglicher werden. Die EU wird nicht ganz verbrennen, obschon sie vor fünf Jahren schon leicht angebrannt war.

Nach einiger Zeit wird es wieder besser gehen und das Resultat dürfte schöner an zu schauen sein - ob Zopf oder EU. Im Grunde genommen ist beides heute schon geniessbar und unterkriegen sollten wir uns weder von den Amerikanern noch Chinesen lassen. Zopf backen ist einfacher und schont diese Woche vermutlich einige Nerven wegen den europäischen Streiks. Und vermutlich freuen sich einige über den Euro-Wechselkurs.

Butterzopf

EU-Butterzopf: falsches Mehl und zu lange ruhen gelassen. Hier das Rezept zum Austesten - als Word Document, damit es angepasst werden kann.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Bankgeheimnis - auch versteuerte Anlagen sind in der Schweiz möglich

Vor zwei Jahren erschienen:
Versteuertes Geld - anlegen in der Schweiz auch für Deutsche möglich

Vor drei Jahren erschienen:
Gringsvoraa - hot stocks - Vorsicht vor Aktienspam

Vor vier Jahren erschienen:
«Menschen sind nun halt mal so»




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Geld und Salz - andere Ansichten in Deutschland und der Schweiz

Deutschland ist und wird der grösste Handelspartner der Schweiz bleiben. Im Grunde genommen kommen diese beiden Länder immer noch gut miteinander aus, was man beim Studium der Medien heute fast nicht mehr glauben kann. Beim Geld und beim Salz scheinen sich die Geister aber zu scheiden. Wirklich?

Beginnen wir mit dem Salz. Das scheint einfacher zu "tönen". Und um Töne geht es, um klirrendes Autoblech, Kunststoff und Glas. Der Winter ist hart, die Streusalzlager leeren sich viel zu schnell und der Nachschub scheint zu harzen. Vermutungsweise dürfte dies mit der gesetzlichen Lage zusammenhängen. In Deutschland mit dem Bundesberggesetz und in der Schweiz mit dem Salzregal. Da hat es unser gemeinsamer deutschsprachiger Nachbar einfacher. Die Österreicher nennen dies einfach Monopol.

Die Rechtslage scheint nicht einfach zu sein. Praktisch dürfte die Beurteilung einfacher ausfallen - zu Gunsten der Schweiz, wie ich vermute. Nicht dass wir das Salz in der Bundesverfassung regeln würden, wir nehmen einfach in Zukunft Zucker zum Auftauen der vereisten Strassen. Genau genommen ein Abfallprodukt der Zuckergewinnung. Und es funktioniert. Chemisch sogar nachvollziehbar. Die Bundesanstalt für Strassenwesen wurde vor Jahren beauftragt, dies zu testen. Fazit: "Das ist keine Alternative zum Auftausalz" (Seite 1, rechts oben). Die Frage ist eigentlich nur, ob der Endnutzer mit einer Salzsteuer belastet wird oder nicht.

Zumindest wird heute Salz nicht mehr mit Gold aufgewogen, als beide noch als Zahlungsmittel dienten. Erstaunlich ist trotzdem, dass ich für ein Kilo Steinsalz in der Schweiz viermal mehr bezahle, als für ein Kilo Meersalz in Frankreich (16 Eurocents), welches hier gleich elf mal teurer ist.

Wer mag sich aber schon mit Bruchteilen von Euros herumschlagen, wenn die Medien voll von Millionen und Milliarden sind. Wie beim Salz, es geht ums Gleiche, um die Steuern. Und nun streitet man sich um das Bankgeheimnis und den Datenklau. Die Rechtslage scheint nicht einfach zu sein. Praktisch dürfte die Beurteilung einfacher ausfallen - zu Gunsten von Deutschland, wie ich vermute.

Auf die Amtshilfe aus der Schweiz müsste ja nur zugriffen werden, wenn vermutet wird, dass ein "aufgeflogener" Steuersünder bei mehreren Banken in der Schweiz unversteuertes Geld hinterlegt hat. Dort wo Deutschland auf die geklauten Datensätze zurückgreifen kann, braucht es keine Amtshilfe mehr. In diesem Sinne wäre es eigentlich interessant zu wissen, wie die Schweizer Behörden reagieren würden, wenn ihnen Bankdaten angeboten würden. Die Vermutung dürfte nahe liegen, dass es dank unseres Bankgeheimnises auch Schweizer gibt, die unversteuerte Gelder bei den Banken hinterlegt haben.

Unser Bankgeheimnis aufzuheben scheint mir weder nötig noch sinnvoll zu sein. Es geht viel einfacher. Die Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug wird vermutlich in absehbarer Zeit in der Schweiz eingeführt ... und dann darf der Finanzintermediär nur noch versteuerte Gelder annehmen. Die Frage ist dann nur, ob auch bisherige Vermögen dieser Regelung unterstellt würden. Für einige Eid- und Zeitgenossen dürfte dies Schlafprobleme verursachen. Mein Rat: kein Schwarzgeld. Und falls sie noch welches haben, dann ändern sie dies möglichst schnell. Da sind sich die deutsche und die Schweizer Regierung einig: Fairheit, nicht unbedingt Ehrlichkeit währt länger ... weil beide reagieren werden, unter dem Volksdruck reagieren müssen.

Meersalz

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Die Aggressivität von Verkäufern wird immer ausfälliger

Vor zwei Jahren erschienen:
Börse - Unterschied zwischen Ballon, Seifen- und Kaugummiblasen

Vor drei Jahren erschienen:
Unterschiede zu Frankreich

Vor vier Jahren erschienen:
Das Merkelmeter - der Merkelmeter




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Blasen im 2010?

Heute, der erste Arbeitstag im 2010, ist so ein Tag wo ich keine Lust habe über Finanzen zu schreiben ...

... aber da kommt mir das von Hannes Keller weiter geleitete E-Mail gelegen ... hoffen wir, dass es einige Blasen weniger gibt ... und dass uns kein schwarzer Kater ein Schreck im ganzen Jahr sei.



Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Prognosen - man kann alles ins Lächerliche ziehen

Vor zwei Jahren erschienen:
Demokratieverständnis in Pakistan

Vor drei Jahren erschienen:
Die Welt dreht weiter ...

Vor vier Jahren erschienen:
Was bringt 2006 - das Jahr der Bequemlichkeit?




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Anstelle eines Jahresrückblicks

"Als wär's ein böser Traum gewesen ...

Wir haben in unseren Kolumnen schon mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass die Finanzkrise ein nicht zu vernachlässigendes konjunkturelles Element enthält. Und dass der Aufschwung immer zuerst im Kopf beginnt, wissen wir auch nicht erst seit dem berühmt gewordenen Ausspruch von Ex-Bundes- präsident Adolf Ogi ... lesen sie weiter im Beitrag von Erwin Heri in Privat ... ".

Zum Adventskalender von Monsieur Fischer - passt heute irgendwie zu obigem Beitrag

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Burnout - Männer trifft es stärker

Vor zwei Jahren erschienen:
Sackstark: Nicht-/Raucher, Totengräber und Aschenbrüder

Vor drei Jahren erschienen:
Adventskalender - 17. Tag - Serbien und Montenegro

Vor vier Jahren erschienen:
17. Fenster - Bern eine relative Hansestadt?




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Onshore - eine kleine Frage dazu!

Grossbanken setzen vermehrt auf das Onshore-Geschäft - das Geschäften vor Ort.


"Banken wollen nur noch sauberes Geld". «Wir Banken müssen ein neues Geschäftsmodell einführen, bei dem die Steuerehrlichkeit bei Annahme von Neugeld das Ziel ist». Gemeint ist hier mit aller Wahrscheinlichkeit nur der Onshore-Standort Schweiz. Wie sieht es aber aus, wenn es Schweizer Banken im Ausland geben sollte, die in Hongkong zum Beispiel auch Ausländer aus der ganzen Welt betreuen? Der Trend für den Finanzplatz Schweiz scheint mir gut zu sein, nur dürfen sie diesen ja nicht mit Schweizer Banken verwechseln, solange diese im aussereuropäischen Bereich tätig sind. Man spricht nicht gerne darüber, schreiben tut man noch weniger. Aber langfristig gesehen, dürfte auch diese Tatsache dem Finanzplatz Schweiz schaden. Wenn schon ehrlich, dann bitte gleich weltweit.

Noch einige lesenwerte Links zur Geschichte mit dem Schweizer-Bankgeheimnis:

"Wie die Schweiz das Bankgeheimnis hätte retten können"

"Methoden wie im Agentenfilm"

"Die Banken-Razzia war ein Scheinmanöver"

"Ich rufe nicht zum Gesetzesbruch auf – ich analysiere"

Übrigens, wir arbeiten seit Jahrzehnten mit Kunden die ihr Geld versteuert haben und trotzdem Steuern sparen können. Ganz legal, nur ist dabei unser Fachwissen erforderlich.


Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Vor lauter Finanzdebakel wird die Bundesratswahl zum Nebenkriegs-Schauplatz

Vor zwei Jahren erschienen:
Der Unterschied zwischen Amerikanern und Bernern

Vor drei Jahren erschienen:
Energie-, Finanz- oder Technik-Krise?

Vor vier Jahren erschienen:
Was Gentech heute ist, ist Nano in 15 Jahren




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CS in der Rehabilitation

Im Spital resp. der Rehabilitations-Klinik habe ich über genügend Zeit, Zeitungen und Internetnews zu lesen und mit vielen Leuten zu disutieren. Heutiges Thema: Die Credit Suisse zahlt keine Steuern!

Details zu den Zahlen sind im Quartalsabschluss der CS nachzulesen - Pressemitteilung

Gemäss der BernerZeitung und anderen Blättern hat der Staat Zürich eine Medienmitteilung herausgegeben. Zürich wird dieses und vermutlich auch die nächsten Jahre weniger Steuereinnahmen haben. Die CS mit einem Milliardengewinn zahlt nichts - sie kann nach unseren Steuergesetzen den Verlustvortrag abbauen. Und so werden dies auch viele andere Firmen tun (müssen). Wirtschaftlich ist dies überzeugend.

Die Leute rund um mich herum sind hässig über das was die Schlagzeilen verheissen. Die Grossbanken profitieren wieder einmal vom kleinen Steuerzahler - so der einhellige Tenor. Aber wenn sie über jemanden übel gelaunt sein sollen, dann über die Politiker. Diese segnen Budgets ab und sind mit den Erwartungen vielleicht zu blauäugig. Im Grunde genommen sind aber meist die vorberatenden Kommissionen und Behörden verantwortlich, die zu wenig weitsichtig sind. Einnahmen sind schwierig zu planen, aber es hat keinen Wert einen generellen Teuerungsfaktor einzubauen. Ausgaben werden nicht reduziert, weil man ja das Geld zur Verfügung hat. Und schon gewöhnt man sich an Luxus, den sich Bund, Staat und Gemeinden vielleicht in Zukunft nicht mehr leisten können.

Über Bankbilanzen wiederhole ich mich, dass ich nicht in der Lage bin, diese genau zu analysieren. Aber so wie die letzten zwei Jahre verlaufen sind, scheint dies allen so zu gehen. Früher konnte man gut zehn Prozent des Gewinns einer Grossbank buchhalterisch beinflussen und heute dürften es wesentlich mehr sein. Für Politiker (und Aktionäre) müsste es inteessant sein, die Abschluss-Buchungen zu kennen - und vor allem diejenigen, die nicht gemacht wurden.



Vor einem Jahr erschienen:
Boe wird 80 - herzliche Gratulation an Prof. Dr. Max Boemle

Vor zwei Jahren erschienen:
Die Halloween-Bank und andere Streiche

Vor drei Jahren erschienen:
Historische Wertpapiere - historischer Wertkarton

Vor vier Jahren erschienen:
Unterschied Nanobeschichtung und Asbestbeschichtung




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Spitalbank

Spitalbank

Wenigstens eine, wo Amerikaner sich noch in der Schweiz niederlassen dürfen. Die grossen Banken kündigen auch versteuerte Positionen ... auf die lange Bank schieben!

Herrlich wieder einmal auf der Bank beim KSA Sonne zu tanken.

Börse oder Alltag

Börse oder Alltag

Alles liegt im Auge des Betrachters: auch dies ist feste Nahrung.

Weisse Schwäne ...

Weisse Schwäne ...

.. und demnächst etwas über schwarze Schwäne

"Kein Grund zur Depression"

"Die Wirtschaftskrise ist zu bewältigen. Doch dabei ist die Politik gefordert. Sie muss - sobald der erwartete Aufschwung beginnt - alle Ausgaben einer Prüfung unterziehen, die das Wachstum nicht stützen. Auch das Steuerrecht benötigt eine Vereinfachung...

... lesen sie weiter in WELT ONLINE ... "

Zu diesem Artikel noch ein Beitrag von Ricci:

"Politik muss gestalten

"Zweitens die Hoffnung, dass die Politik gestalterischen Mut aufbringt. So wie sie jetzt die Schleusen geöffnet hat, um die Wirtschaft zu stützen, muss sie die Hebel entschieden umlegen, sobald sich ein Aufschwung etabliert hat. Alle Ausgaben, die nicht relevant für das Wachstum sind, gehören dann streng geprüft - so schmerzhaft das Ergebnis auch ausfallen mag. Und dies am besten kombiniert mit einer radikalen Vereinfachung des Steuerrechts."

Mit dem politischen Gestaltungswillen der Akteure war in den letzten Jahrzehnten wenig zu erreichen. Die Markt-Theologen waren definitiv in der Überzahl und dieselben heiligten alles worin Profit lag.
Die Quintessenz davon:

"Die Vermögensblase, das sind jene um die Welt vagabundierenden Billionen Dollar, die nicht mehr in die warenproduzierende Wirtschaft investiert werden, in Fabriken und Maschinen, weil dort die Renditen geringer sind sind als auf den Finanzmärkten..
Das globale Finanzvermögen lag 1980 bei 12 Billionen Dollar und hat sich bis 2007 auf 196 Billionen vervielfacht.
Die Finanzvermögen sind in den vergangenen 25 Jahren dreimal so stark gestiegen wie die Weltproduktion, die Vermögensansprüche der Geldbesitzer sind inzwischen viermal größer als die jährliche Wirtschaftsleistung"
Quelle: Der Spiegel NR.20

Da liegt was schief und es geht nun darum, das Finanzsystem auf das Maß der realen Ökonomie zu bringen, also es nicht nur zu rekapitalisieren, sondern in der Größenordnung und in der Art der Geschäfte zu redimensionieren. Mit kommt das so vor als ob die plutokratischen Finanzanleger wie Schweine am Trog hängen und die eierlegende Wollmilchsau wird gerade von allen Akteuren reanimiert.

Ansonsten mal in diese Richtung schauen und mal darüber nachdenken warum wir Bauvorschriften einhalten, ebenso die Straßenverkehrsordnung (nicht wegen der Ordnung:-), gelle?

"Der Dummkopf stellt sich vor, dass die Wonne, Regeln zu brechen, unbeschreiblich wächst, wenn man die Regeln selbst abschafft"
Nicolas Gomez Davila
Kolumbianischer Philosoph und Aphoristiker

Nun, das wir es als unnötig empfanden Regeln zu befolgen kommt schon öfter in der Menschheit vor. Deshalb auch kein Grund zur Depression;-)

Ansonsten kam und kommt das große Unglück in der Welt, laut einem alten Frankfurter Bankier, Albert Hahn, nur durch die Dummheit von gescheiten Leuten."

Mit besten Grüßen aus Bad Vilbel
Ricci Riegelhuth


Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Ökologie und Ethik nicht auf die lange Bank schieben

Vor zwei Jahren erschienen:
Orbit-iEX - Smith Premier No. 4 and 5

Vor drei Jahren erschienen:
Porzellan für Kenner

Vor vier Jahren erschienen:
Geldwaschen ist ein Risiko




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