Occupy: besetzen oder befassen?

Die globale Stimmung über Geld, Banken, Politik ... ist nicht gut. Ein Umdenken ist angesagt. Die Lösung kennt keiner. Aber mit den Gedanken von Occupy sollten wir uns zumindest befassen.

Wer genau beobachtet hört das Gras wachsen - grassroots vermehren sich. Der heutige Boden dazu ist geeignet, es wurde viel Mist ausgebracht.

Occupy 1

Occupy Wall Street - we are the 99 percent - wann gehören sie, wir endgültig dazu? Sympathien erhalten sie zu Hauff. Meist unter vorgehaltener Hand. Ein Prozent sind in der Schweiz siebzigtausend Menschen. Die meisten gehören wirklich nicht zu denen.

Occupy 2

Mit dem Schnapsdatum 11.11.11 - 11:11 hat es nichts zu tun. Eine solche Zahl gibt es nur alle 100 Jahre. Die kommenden Veränderungen dürften, müssten früher eintreten.

Der "am Kapitalismüstersten" ist tot - lobpreisen wir lieber den alten zu Grabe getragenen Kapitalismus. Ja, vermutlich ist die Zeit reif, dass etwas wirklich Neues entstehen kann. Global.

Occupy 3

Von selbigen gibt es mehr als 1 Prozent - also, dürfte wirklich nicht jeder für das heutige Disaster verantwortlich gemacht werden. Und genau betrachtet gibt es noch andere die geldgeil, geldgierig sind. Garantiert mehr als 1 Prozent. Beschäftigen, befassen wir uns damit. Besetzen, einer weiteren Übersetzung für "to occupy" liegt mir nicht.

Occupy 4

Die Bilder sind zufälligerweise entstanden. Obwohl es ja keinen Zufall geben soll. Ich habe Batterien für mein Hörgerät gekauft. Tausende wie ich hatten sich mal vergeblich auf den militärischen Gehörschütz verlassen. Kostenpunkt zwei vielleicht drei Franken. Ob da wohl einige Grippe kriegen, wenn sie den Gripen evaluiert haben. Übersetzt heist das Greif - ein Fabelwesen. Das Departement Maurer ist mir noch einige Fragen schuldig. Die offizielle Anfrage erfolgte bereits zum zweiten Mal. Meine persönlichen Daten sind aber mit Sicherheit zum Teil entsorgt worden ...

Occupy 5

... und so erstaunt es wohl auch nicht, dass wir in den Schweizer Medien praktisch vergeblich nach der "Bilderberg Konferenz" , dem "Club de Bilderberg" oder der Trilateralen Kommission suchen. Ich nehme es neutral, gelassen. Verschwörungstheorien mögen mich nicht zu begeistern. Wir brauchen Facts. Ernst nehmen sollten wir den heutigen, erst leicht köchelnden Aufstand.

Bundeshaus in Farben 1

Bundeshaus in Farben 2

Bundeshaus in Farben 3

Auf dem gleichen Platz, einige Tage später. Nicht nur vereinzelte Leute. Tausende. Begeistert. Aber:

"Der Protest zieht Kreise" Herr Ruh, es braucht nicht nur ethische Anlagen, es braucht auch ethisch handelnde und denkende Personen beim Verkauf - und die sind äusserst dünn gesäht.



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Vor einem Jahr im Finanzblog:
"Rohstoffmarkt - die Zwiebel"

Vor 2 Jahren erschienen:
La Cucaracha - die Kakerlaken-Theorie

Vor 3 Jahren erschienen:
Die Zukunft des Kapitalismus

Vor 4 Jahren erschienen:
CO1 - CO2 - CO3 - C2H6O und der Preis für Fachliteratur

Vor 5 Jahren erschienen:
Schweiz. Immobilienbrief 18 - 4. Tag - Tschechien

Vor 6 Jahren erschienen:
5. Fenster - die relative Bank und die Holz-Börse


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USD, EUR, CHF oder Credits - welche Währung hat Zukunft?

"Die Aktien tendieren gegen Null und der Euro und der US Dollar fallen ins Bodenlose. Ich will alles verkaufen."

So ein Kunde vor einigen Tagen. Gesagt, getan. Ob es gut war, wird die Zukunft beweisen. Er habe dies im Blick gelesen. Der schreibt heute zwar vom "Rekordtief von Euro und Dollar zum Franken" und das deutsche Pendant, Bild doppelt nach: "Dollar als Weltwährung am Ende?".

Von Null und Bodenlos haben sie vermutlich nicht geschrieben. So werden aber Informationen interpretiert. Zuviel Info schadet. Aber die Angst ist da und die kann einem zu schaffen machen. Einer meiner besten Kollegen brauchte mehr als ein Jahr intensive psychiatrische Hilfe. US-Dollar-Sturz damals. Und die DM war damals höher als der heutige Kurs des Euro gegen dem Schweizer Franken. Bei einem Umtauschverhältnis von 1.95 (DM zum EUR) bedeudet dies nichts anderes, als dass sich die Währung halbiert hat. Für den USD und das britische Pfund sieht es noch schlimmer aus.

Die Schweizer haben damit zu leben gelernt. Eigentlich geht es allen noch gut - die Frage ist nur, wie lange noch? Vermutlich werden der totgesagte Euro und der US Dollar trotzdem überleben. Die Chinesen werden diese Währungen in den nächsten Jahren nicht ersetzen. Die Kommunen und Provinzen sind zum teil so stark überschuldet, dass die aus dem Volksvermögen saniert werden müssen. Ein nächstes "Pulverfass".

Wie wäre es mit dem Cyber-Geld, das Internet-Unternehmen wie Facebook oder Bitcoin selbst drucken? "Warum Internet-Währungen Staaten nervös machen" beleuchtet ein Währungsthema, das in den nächsten Jahren noch viel zu diskutieren geben wird.

Staatliche resp. internationale Vorschriften brauchte es auch im Millisekunden-Handel, dem Algo-Trading, das heuer oder nächstes Jahr einen Handelsanteil von 50 Prozent an den europäischen Börsen haben dürfte. "Welche Chancen der Computerhandel Anlegern bringt". Ich bleibe skeptisch, denn diese Systeme müssen alle paar Wochen ersetzt werden um nicht ins Leere zu laufen. Spielwiese dürfte heute der Handel mit Staatspapieren sein. Mit direkten Auswirkungen auf die Wechselkurse.

Insgesamt gesehen eine ungemütliche, aber spannende Zeit. Mit Überraschungen und krassen Nachrichten dürfte in den nächsten Tagen und Wochen zu rechnen sein.

Den letzten Kommentar, möchte ich an dieser Stelle wiedergeben. Lassen wir den Personalblogger zu Wort kommen:

"Lieber Finanzblogger, ich habe kürzlich im Traum fantasiert. Sehr unethische Aspekte kamen zum Vorschein! Lese selber:

Entwertung des EURO:

So lange die Staaten, welche dem Euro angehören, nicht einer EU-Finanzhoheit unterstehen, werden sie kaum etwas zur Stärkung der Währung beitragen. Ihr Verhalten gibt ihnen recht! Wenn sie nämlich straucheln, gibts einen Rettungsschirm! Also, holen so lange es hat! Die schwachen Staaten saugen so die starken aus!

Früher hat man sich daran gewöhnt, dass die Lira ständig an Wert verlor. Heute dominieren in Italien die gleichen Kräfte die Finanzwirtschaft. In Italien findet also eine Euroentwertung statt, die grösser ist als in gewissen anderen Ländern. Denkt man weiter, werden selbst starke Exportnationen diese Schwäche nicht mehr ausgleichen können. Die starken Länder zahlen den schwachen die Finanzmisere! Umgekehrt: Die schwachen leben gut dabei, denn die Defizite werden ja übernommen. Etwa so funktionieren z.B. das Gesundheitswesen und die Landwirtschaft in der Schweiz!

Es geht wie beim Bermudadreieck: der vulkanische Untergrund ist porös und stösst Gase aus. Dadurch wird die Dichte des Ozeans in diesem Bereich geringer. Die Schiffe sind nicht mehr tragfähig und sinken (wegen der nun geringeren Dichte des Mediums). Wenn wir uns einen Kreis mit verschiedenen Sektoren vorstellen, die der Grösse nach den einzelnen Staat entsprechen, so ist der ganze Kreis gleich tragfähig, wenn alle die gleiche "Dichte" als "Unterlage" haben. Nimmt die Dichte bei einem Sektor ab, entsteht leichte Schieflage. Wird die Dichte geringer und breitet sich diese auf andere Sektoren aus, dann nimmt die Tragfähigkeit ab. Je nach Konstitution sinkt der ganze Kreis oder er kippt irgend wann! Um dies zu verhindern, müssten alle die gleiche "Dichte" (Währungskraft) anstreben!

Übrigens ist es falsch von Rettung maroder Staaten, vorab Griechenland, zu reden! In Tat und Wahrheit wird damit kein maroder Staat gerettet. Das ganze hat den Grund darin, Zeit zu gewinnen, damit die involvierten Banken aus dem Schneider gezogen werden können, sobald die Sozialisierung eingeleitet wurde!

Die Welt ist ein ganz grosser Schwindel!

Und zur USA:

Nächstenliebe: Die USA sind besorgt darüber, dass der Euro Schiffbruch erleiden könnte. Dies könnten die USA kaum schätzen! Warum wohl? Etwa aus Nächstenliebe? Da müssen doch handfeste Interessen dahinter stecken!
Ein Vermutung: Die USA terrorisieren mit ihrer Schuldenpolitik die ganze Welt! Der Dollar verliert zu Lasten aller anderen Nationen an Wert, diese werden bewusst ausgesaugt.
Wenn nun das EURO-System zusammenbrechen würde, gäbe es für die USA in Europa sehr lange nichts mehr zu holen...! Das eigene Desaster würde entsprechend noch katastrophaler ausfallen!

Die vor 200 Jahren vom alten Kontinent ausgewanderten "schlechten Gene" tun noch heute ihre Wirkung...!
Wenn die Mafia den Bürgern das Geld aus der Tasche zieht, ist es illegal.
Wenn der Staat dies tut, ist es legal. Wo liegt der Unterschied?

Es ist nicht das Thermometer, welches die Überhitzung des Motors verursacht!"

Zur Zeit kenne ich nur einen einzigen Amerikaner, den dieser Währungsbrand kühl lässt ...

Hydrant

... zum Löschen scheint er aber zu wenig Einfluss zu haben ... mehr Bilder bei Visipix.



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Vor einem Jahr im Finanzblog:
"Rappaz, der "kleine" Mahatma Gandhi?"

Vor 2 Jahren erschienen:
Die notwendige schöpferische Pause

Vor 3 Jahren erschienen:
Die Kunst, wie man Änderungen feststellt

Vor 4 Jahren erschienen:
Weinfonds - zum Dritten - nur was für Spieler

Vor 5 Jahren erschienen:
... erst 500 Tage und etwas über Rechnen

Vor 6 Jahren erschienen:
Grünes Licht für DaimlerChrysler - und für Rover?


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Zig-10'000 Jahre im Zeitraffer

In den vergangenen Wochen hat sich auf der Erde so viel verändert, dass auch sie sich Gedanken machen über Kernkraft, Krieg, Klimawandel. Viel schreiben hilft in der heutigen Zeit gar nichts - nachdenken ist gefragt.

Japan, Libanon, Pakistan ... USA, England, Frankreich ... die Schweiz und China mit ihren starken Währungen ... oder eben Deutschland das die"drei K's" fürchtet und Angst vor der Zukunft hat.

KKK ist die Abkürzung für den Ku Klux Klan und ihr Erscheinungsbild auf dem Web gleicht eher einer Freikirche denn der Wirklichkeit die Stetson Kennedy oder Alex Caine unterwandert haben. Erstaunlich, was in den letzten Tagen im Netz neu aufflackert. Menschenrechte sind im Gespräch.

Machen sie sich ihre eigenen Gedanken über unsere Menschenrechte und Menschenpflichten. Fotos aus den vergangenen fünf Wochen müssten sie dazu anregen.

kkw 1

KKW 2

kkw 3

... leichtes Schaudern in den idyllischen Landschaften entlang der Loire ... 100'000 Jahre ist eine lange Zeit ... halten sie deren 50 ...

Sully

... Sully-sur-Loire ... mit dem heutigen Aussehen ganze 35 Jahre älter als die Hammeschmitte ... und im Jahre 1430 wie es über meinem Hauseingang steht, wurde Jeanne d'Arc in diesem Schloss gefangen ... damit diese keine Kriege mehr führen konnte ...

Jeanne de Barjac

... Jeanne de Barjac dagegen hält in Südfrankreich ganz friedlich die Stellung mit Blick aufs Paradis ... nur Eingeweihte merken um was es geht, aber das sind die heutigen Zeiterscheinungen ...

Mr. Tamoil, sorry Gaddafi, hem ... läuft der eigentlich noch frei rum ... Obama kriegte Osama ...

E10 und Raps

... E10 ... ich schätze, dass der Mehrverbrauch bei 10 Prozent liegt und frage mich, ob in Frankreich und der Schweiz wirklich immer das aus der Tanksäule rauskommt, was drauf steht ... ökonomisch nicht sinnvoll und aus ökologischer Sicht eigentlich sinnlos .. Nahrungsmittel oder Landverdrängung ...


Baumstämme

... Wald und Kleingehölz gäbe es in rauen Mengen ...

Sägezahnfisch

... aber vermutlich zu wenig Motorsägen ... und Fisch ist auch nicht in allen Restaurants zu empfehlen ... linke Seite kalt, rechte lauwarm ... keine Mikrowelle, das Pastetchen mit Fisch wurde mit dem Salamander aufgewärmt ... Beutelware in vielen besternten Lokalen ... die Französische Küche ist im Krieg ... und erstaunlich, vielerorts wird das Aufgetaute, weil es schön angerichtet wurde und nicht mal wirklich schlecht mundet, hochgelobt und viel zu viel dafür bezahlt ... wirklich gute Restaurant muss man heute in Frankreich suchen, aber es gibt sie noch ... schauen sie lieber in welchen Restaurants Einheimische essen, statt neue Führer zu kaufen ... hier regiert das Geld ... krass würde Kress sagen ... in Bern kennen gelernt ... dort gibt es noch wirklich erlesenes ... meine eigenen schwarzen Oliven stehen in einer Woche zum Degustieren bereit ...


Chambord

... Chambord ... doch schon 100 Jahre jünger und steht immer noch im Vollglanz ...

Monolithe

... Église Saint-Jean d'Aubeterre-sur-Dronne, aus dem Felsen gehauener Monolith, Baubeginn vor über 1000 Jahren. Mauerklammern brauchen nur Schweizer Kernkraftwerke, damit sie nicht auseinanderfallen ...

Transborteur

... Transbordeur, 111 Jahre steht er schon und transportiert immer noch von Bord zu Bord ...

Fisch 1
Fisch gelb

... überleben die die Menschheit ...

Qualle

... oder werden uns nur einfache Lebewesen überdauern ...

55000 Jahre

... vor 55'000 Jahren lebten hier schon Menschen ... vermutlich noch ohne Rieg in la Rogue Saint-Christophe ...

Enten

... der Eindruck könnte täuschen ... sauberes Wasser ...

Platanen und Panzer

... Platanen und Panzer ... irgendwie "Frühlingsstimmung" für beide ...

Frauenklinik

... vermutlich stehen diese Platanen länger als das neue Frauenspital ...

Westside

... und das Westside scheint auch im Regen zu stehen. An beiden Orten Schäden in kürzester Zeit mit vermutlich politischem Nachspiel ...


Fauteuil Voltaire à Crémaillère


... der Fauteuil Voltaire à Crémaillère hat auch schon bessere Zeiten gesehen, aber er hielt wesentlich länger und ist einfacher zu reparieren als ...


Lascaux Baumängel


... die neu erstellte identische Höhle in Lascaux ist keine 30 Jahre alt und Farbe blättert samt Untergrund ab ... die Originalhöhle sei in besserem Zustand ... und rund 20'000 Jahre alt ...

Protest gegen Mühleberg

... in Bern demonstriert man gegen Kernkraftwerke, zumindest die grossen, denn dass wir in der Schweiz noch drei Keller-AKWs haben, wissen vermutlich nicht alle ... aber diese sind ja gemäss den Experten sicher ...

Gas de schiste

... und in Frankreich gegen das Schiste - das Schiefergas, die Gasrevolution, welche vermutlich auch schon bald tot gesagt ist.

Keine einfache Zeit, aber eine interessante

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Vor einem Jahr im Finanzblog:
"Der Booboo-Crash auf den besten Finanzblogs"

Vor 2 Jahren erschienen:
"Dr. Doom schreibt den Dollar und US-Anleihen ab

Vor 3 Jahren erschienen:
Oboist Heinz Holliger - die Gebutstagsgratulation der ganz besonderen Art

Vor 4 Jahren erschienen:
USA in Umweltpanik - 20 Jahre zu spät?

Vor 5 Jahren erschienen:
Swisscom - die richtige Partnerwahl!?

Vor 6 Jahren erschienen:
Merkel dir einen ökologischen Wechsel


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"Faires Angebot für Feintool" - wirklich? Nein!

Liebe Wirtschaftsjournalisten, dies ist sicherlich kein faires Angebot, wenn jemand einen heute vielleicht gerechtfertigten Preis offeriert und eine Dekotierung anstrebt. Dann hat die Aktie aus der Sicht des Anbieters garantiert viel mehr Potenzial. Fragen sie sich doch nur, weshalb jemand die Aktien denn kaufen will ...


... ganz einfach, Feintool dürfte in Zukunft eine "Goldgrube" sein. Kein Highflyer, aber eine Verdoppelung des Aktienpreises liegt mittel- bis langfristig drin. Deshalb gibt es ja auch ein Übernahmeangebot. Abgesehen davon, wenn ich genügend Geld hätte, würde ich mir das vielleicht auch überlegen. Aber eben, es ist nicht ganz fair, denn der kleine Anleger hat eigentlich gar nichts zu sagen. Abwarten was geschieht, im schlimmsten Fall wird der Angebotspreis an die Unwilligen bezahlt.

Die BDO bewertet Feintool mit rund 7% weniger. Wer hat denn die Studie bezahlt? Sorry liebe Berufskollegen und Journalisten. Im Normalfall äussere ich mich im Finanzblog nicht über Bewertungen, aber hier hatte der erste Sprecher an der GV recht. "350 Fränkli?" Richtig - ausser Franken, keine Fränkli. Und eine Bitte an diejenigen, die seinen genussvoll geäusserten privaten Anlagetipp gehört haben. Ganz so einfach ist die Cause nicht - ans Risiko der Fristenkongruenz danken. "500 - 600 in einem Jahr." In einem Jahr? Das weiss ich nicht, die Spanne ist aber sicherlich keine Utopie.

Bei der schreibenden Zunft entschuldige ich mich noch einmal, dass ich euch heute einmal in den Rücken falle. Macht doch ne Story draus. Fleisch am Knochen gäbe es genügend. Friedliche oder feindliche Übernahme. Die gesetzesmässige Auslegung könnt ihr selbst nachschlagen - ich finde sie feindlich. Auch wenn meine Kunden mehr als das Doppelte lösen, dass sie einmal bezahlt haben.

Analytiker mögen mich schelten! Schaut nicht zu sehr auf die Zahlen der letzten drei vier Jahre. Schaut auf die Technik. Nur, das ist nicht ganz so einfach, da muss man schon Einiges mitbekommen haben. Technik findet im Geschäftsbericht nur am Rande statt. Eine der interessantesten Stelle hatte ich als CFO in einer Firma die grob von Viktor Kleinert via Alu Menzikon an Franke gehen könnte. Aber doch nicht zu diesem Preis.

Technische Bilder zu zeigen hat keinen Wert. Wirklungslos. An einer Grebt spricht man sinnbildlich und vielleicht findet keine Jaarzit mehr in Lyss statt. Also einige Bilder im Umkreis von 50 Metern zum GV-Saal. Die Gedanken können sie sich selbst machen.

Blütezeit

am Galgen

vom Arzt zum Kompost

die Blätter sind gefallen

eingefroren

die stillen Zuschauer

der Mensch als Knecht

klar. fair.

... gefunden auf dem Plakat von ...

Christa Markwalder

... Christa, viel Glück im Kanton Bern ... börsenkotierte Firmen werben mehr für den Kanton.


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Aktuell beim befreundeten Personalblog: "Vom Sparen II"


Vor einem Jahr im Finanzblog:
"Schwierige Zeiten für ökologischen und ethischen Durchblick"

Vor 2 Jahren erschienen:
Spekulationsverbot - Blumiges seit Jahrhunderten

Vor 3 Jahren erschienen:
Der zukünftige Kunde II: «Hilfe - ich muss endliche meine Bank wechseln»

Vor 4 Jahren erschienen:
Die Bank - die rote Bank und der Tod

Vor 5 Jahren erschienen:
Zum 1., zum 2. ... zum 14., zum Letzten

Vor nahezu 6 Jahren erschienen:
Haftungsausschluss und Kontaktaufnahme


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De10ium: auf zum wilden Westen - Teil 3

Die Kommunikation hat in den vergangenen 10 Jahren leicht geändert. Die meisten Journalisten sind in die PR-Branche zu finden, Zeitungen liegen gratis auf und statt mit Menschen zu sprechen, können wir mailen und simmsen, eine short Message senden. Oft zuviel Information, vielfach schlecht recherchiert, aber zurecht gebogen.

Fremdwörter waren im Vergangenen Jahrzehnt gang und gäbe. Es gehört zum guten Ton, dass mann und frau polyglott sich gibt und im Busnessleben möglichst Neudeutsch anwendet. Im SMI sind mal zwei "reine" Titel die noch deutschsprachig sind. Ein Tier und ein Fluss - Bär und Lonza. Und wenn man den Flüssen nachgeht, ist man vielleicht erstaunt, dass Nestlé ursprünglich Deutsch ist und am Neckar anzusiedeln wäre. Hätten sie es gewusst? Ich weiss es dank Wikipedia seit heute, weil ich morgen eben dem Neckar entlang fahre - falls es der Wasserstand zulässt.

Vermutllich gehören sie nicht zu denen, die Anfangs des Vergangenen Dezenniums schon wussten, was ein Wiki ist - morgen feiert es den 10. Geburtstag. Ei, dank ihm wissen wir auch, dass das Englische nicht immer so einfach ist, wie gemeinhin angenommen. Für unsere Aussprache "Ei" gibt es 25 verschiedene Schreibweisen. Diktat gefällig? Oder gar eine Übersetzung. "Ei, ei, was seh ich!" Öff, öff, gö lack schö! Früher Kleinkunststil, heute schon fast alltäglich als SMS. In Deutschland die SMS, in Österreich das SMS und bei uns der SMS - mein Kürzel: Stephan Marti, Schmiedrued.

Der Schreibstil hat in den vergangenen 10 Jahren stark geändert. Wer schreibt macht es am besten wie im wilden Westen. Anscheinend soll es Regeln geben, aber diese werden neu aufgelegt, eingeführt, wieder abgeschafft, regional unterschiedlich gehandhabt. Spielereien sind heute erlaubt, oft sogar gern gelesen. Aber gehen sie davon aus, dass wir manchmal schon Mühe mit unserer Mutersprache haben, geschweige denn mit Fremdsprachen. Heisst es jetzt in oder im Frankreich. Und wie übersetze sie den Namen der Band, die ich gestern Abend bei Jimy Hofer begeisterte- die Blues Affair - das Liebeserlebnis oder der Skandal. Sicherllich nicht blaue Affen Luft.

Eigentlich schade, dass Englisch so im Vormarsch ist. Schön ist aber, dass in den vergangenen 10 Jahren vor allem die Jungen vermehrt in Mundart schreiben. Und freier schreiben. Das Internet mit den aufgekommenen Blogs, dem mehrmals täglichen E-Mail-Verkehr und den SMS im Minutentakt sei Dank. Deutsche Rechtschreibung in Ehren, aber heute verstehen wir darunter Recht Schreibung und darüber mehr das nächste Mal, da reicht "der wilde Westen" als Bezeichnung beileibe nicht. Und wenn es dann noch Zeit und Lust zum Steigern gibt, dann versuche ich den Führungsstil im letzten Dezennium zu umschreiben.


Aktuell beim befreundeten Personalblog: "Verkehrsschilder - Geht uns die Arbeit aus?"


Vor einem Jahr im Finanzblog:
"2000-2009 Horror-Jahrzehnt - nicht für alle!"

Vor 2 Jahren erschienen:
Kurzfristige Wetten oder Anlageideen für 2035

Vor 3 Jahren erschienen:
Interreligiöser Dialog unter Atombomben - hoffentlich nur ein Märchen!

Vor 4 Jahren erschienen:
Kernenergie contra Öl

Vor 5 Jahren erschienen:
2006 - das Jahr der Informationen

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De10nium mit Änderungen geht zu Ende - Teil 2

Baloise, Ciba Sc, Clariant, Ems-Chemie, Kudelski, Rentenanstalt, Sairgroup, Serono, Sulzer und Unaxis, dafür Actelion, Synthes und Transocean ...


... nein, diese Firmen sind nicht in die grössten Umweltkatastrophen verwickelt, es sind die Änderungen im SMI im ablaufenden Jahrzehnt. Transocean, eine amerikanische Firma die nicht nur der Steuervorteile wegen zumindest zu diesem Zeitpunkt in der Schweiz weilt ist zusammen mit BP wegen der 2. bis 4. grössten Ölkatastrophe weltweit wohl eine der leider bekanntesten. 2.-4. Platz, je nach Messmethode, zeigt ein Phänomen der heutigen Zeit auf. Wir können nicht vergleichen. Im SMI, der auf 20 Unternehmen reduziert wurde, gab es in diesem Dezennium 10 Abgänge und 3 Zugänge - Namensänderungen und Änderung von Inhaber- auf Namentitel etc. nicht mitgezählt. "Zur Stabilisierung" - der Hauptgrund für solche Änderungen. Eine Differenz von 100% in der Performance zwischen dem bestem und schlechtestem Titel. Daran müssen wir uns gewöhnen müssen. Nicht pro Dezennium, pro Jahr. Die Geschichte beweist oft das Gegenteil der Betriebswirtschaftslehre.

Swiss oder Sair

Nehmen sie die heutige Zeit nicht tragisch, wenn sie all diesen Phänomenen nicht mehr folgen können. Dafür haben wir ja die Nobelpreise, die regelmässig für neueste Forschung, deren Ergebnisse schon einige Jahrzehnte bekannt sein können, vergeben wird. 1901, im ersten Jahr waren Röntgen und Dunant Nobelpreisträger. Die meisten Namen werden sie nicht kennen. Es würde mich auch nicht erstaunen, wenn sie nebst Einstein nur Personen kennen, die im Zusammenhang mit der Kernenergie in Physik oder Chemie ausgezeichnet wurden. Erst 1969 wurde dieser für die Wirtschaftswissenschaften eingeführt. 67 Preise. Über 80% gingen an die USA und Grossbritanien, keiner in die Schweiz und einer nach Deutschland an Herrn Selten und zwei Amerikaner für die grundlegende Analyse des Gleichgewichts in nicht-kooperativer Spieltheorie - die überwiegende Management-Methode im vergangenen De10nium. Ob im Nachhinein wirklich die wichtigsten Personen den Nobelpreis erhielten, wage ich zu bezweifeln, denn Denker sind manchmal so weit voraus, dass sie verkennt werden. Konrad Zuse erhielt den Preis nie - vereinfacht gesagt, erfand er den Computer. Auch die Herren Otto oder Benz sucht man vergebens.

Das Gebiet rund um Finanzen ist auch heute noch eine relativ neue Wissenschaft und das letzte Dezennium hat mit all ihren Widersprüchen bestätigt, was oft vergessen wird. Bis wir die globalen Mechanismen in mathematische Systeme einbinden, die dann auch mit der Wirklichkeit übereinstimmen, dürften noch einige Jahrzehnte vergehen. Einige Male wurde der Nobelpreis nicht vergeben. Am häufigsten betraf dies, was sicherlich nicht erstaunen wird, der Friedensnobelpreis. Gab es keine Anwärter oder nur solche in Haft. Bei Liu Xiaobo ist es vielleicht nicht nur der Mensch, der Achtung verdient, es sind auch all diejenigen, die ihn unterstützen und die Welt- und aufstrebende High-Tech Nation China nicht nur hochjubeln. China steckt heute an einigen Orten noch mental im europäischen Mittelalter. Wer an Rohstoffe und Nahrungsmittel denkt, kann dies mit den modernen Kreuzzügen vergleichen. China war in diesem De10nium auf grossen Einkaufstouren. Und wie zu lesen ist, hat auch Katar ein Hochtief - nebst der Fussball-WM 2022. Der erste Spielort, der mich wirklich reizen würde.

Nahrungsmittel sucht nicht nur China, auch die Treibstoffbranche will sie in Energie umwandeln. Auf die Details einzugehen brauche ich nicht. Das können sie im Finanzblog nachlesen. Einige E-Mails sind nicht verzeichnet die mit einem entsprechenden Link versehen, an massgebende Stellen gingen. Aus heute üblichen Indiskretionen weiss ich, dass man sie mehr als zur Kenntnis genommen hat. Danke an die Departemente von Moritz und Merz..

Essen ist in den 10 vergangenen Jahren richtig zur Therapie geworden und auf der andern Seite gibt es je mehr den je "Körperverletzung durch Irreführung". Das ist kein Witz. Sondern Umsatzbolzerei und Gewinnsucht der Lebensmittelindustrie. Einige haben in diesem Jahrzehnt umgelernt. Das nächste Jahrzehnt dürfte besser als das vergangene werden. Zumindest im Sektor Nahrungsmittel. Nur bei wenigen aber wichtigen Produzenten und vermutlich nur in westlichen Ländern. Die Bindemittelindustrie muss umlernen. Néstle, Emmi, Danone sind heute besser als manches biologische Unding oder das spitalweit bekannte Mittelland-Joghurt. Aber das glaubt kein Mensch. Meine Mediziner mussten mir recht geben. Lassen sie sich über den Charakter eines Unternehmers erzählen und schliessen sie auf seine Produkte. Analysieren sie Köpfe und Produkte - Geschäftsberichte sind manipulierbar. Gesund Essen und Medizin werden sich fliessend ergänzen. Osteoporose ist eine Möglichkeit ... Wettstone, tue dein Bestes und mit "deiner" Hotelcard kannst du ja gleich auch Wellness anbieten.

Ernähren ist für viele Menschen ein lebensnotwendiges Thema. Hierzulande für viele noch Zeitverschwendung und wenn man deren Menuplan anschaut, ein notwendiges Übel. Essen muss man nicht nur mit dem Mund. Verwendung sie die Nase, die Augen, den Verstand und manchmal sogar die Ohren dazu. Aber achtung, die Ohren kann man täuschen. Knusprige Brotkruste kann reiner Zusatz sein. Ekel erregend? Nein, allenfalls Krebs erregend und Lebensmittelallergien lassen grüssen, meinen Beobachtungen nach stark steigend.

Demnächst blauer Kartoffelstock

Echt blauer Kartoffelstock - ohne Hilfsmittel durchgefärbt. Leicht nach Erde schmeckend. So sollten Kartoffeln sein. "Igit, blau u gruusig." Quatsch, für Kenner ein toller Genuss. Die gleiche Qualität habe ich in der Schweiz noch nie gefunden. Hier gibt es so was in Bioläden. Im Ausland einfach so beim Kleinbauer oder beim Gemüsegrossist zu finden. Zwei bis drei Euro das Kilo. Wenn sie die rund 20 Franken, die wir pro Person und Woche gegenüber dem Ausland für Nahrungsmittel zu viel bezahlen, dort in die Qualität einsetzen, dann können sie ganz genussvoll leben. Tendenz in der Schweiz bessernd und die Preise für Konsumenten werden auch im folgenden Jahrzehnt sinken. Genussmenschen werden Freude am nächsten Dezennium haben - es werden viel mehr alte Gemüse und Zutaten angeboten werden. Suchen wird sich bezahlt machen. Das vergangene Jahrzehnt war für Genusskünstler eine echte Wohltat.

Freuen wir uns in diesem Sinnen auf das heutige Sylvesteressen oder wie es eine Bekannte schreibt:
Ich trinke auf gute Freunde,
verlorene Liebe,
Auf alte Götter und auf neue Ziele,
Auf den ganz normalen Wahnsinn,
Auf das was einmal war.
Darauf, dass alles endet und
auf ein
wunderbares neues Jahr.

Zu Beginn des neuen Dezenniums folgt der Rückblick auf Recht und Unrecht, Ökologie und Energie ... und die Sprache ... Jahrzehnt, Dezennium, Jahr10., De10nium, De10ium, D10ium, 11/20

Aktuell beim befreundeten Personalblog: "Geht zum neuen Jahr ein Licht auf?"


Vor einem Jahr im Finanzblog:
"Champagner, Lachs und Aspirin - ä gute Rutsch is 2010"

Vor zwei Jahren erschienen:
Der Finanzblogger sagt "adieu" ...

Vor drei Jahren erschienen:
Ausblick - beim Investieren zählt die Vergangenheit nicht!

Vor vier Jahren erschienen:
... und einen guten Rutsch ins 2007!

Vor fünf Jahren erschienen:
Wir wünschen ein gutes 2006



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Uniformes Dezennium geht zu Ende - 1. Teil

Ein individuelles Dezennium steht uns bevor und in einigen Tagen, geht ein De10nium zu Ende, das selten von Führungskräften gestaltet wurde, welche diesen Namen auch verdienen. Kleinkariertheit und vor allem Geldgier herrschten vor. Ein uniformes, das in der Weltgeschichte nicht all zu viele positive Wellen hinterlassen wird. Einige Gedanken.

Weihnachtskarte

Ein Ausschnitt meiner versandten Weihnachtskarten zeigt einige der Oberflächlichkeiten, mit denen wir lebten. Wer hat jemals die Zeit auf dieser von allen schon oft gesehenen Briefmarke angeschaut. Sie steht auf dem Kopf, haben einige bemerkt - relativ typisch für die verflossenen 10 Jahre. Vieles stand Kopf und keiner schaute die Details an, wir haben keine Zeit mehr, Details zur Kenntnis zu nehmen. Zehn "schnell lebende" Jahre gehen zur Neige ... ...

Muba-Zeit

... hier die richtige Uhrzeit. Oder doch nicht. Zumindest ist der Hersteller, Moser-Baer aus Sumiswald der gleiche ...

Bahnhofuhr

... fünf Minuten zu spät! Genau genommen 12 Stunden und 5 Minuten. Die Flüchtigkeiten, schlechte Analyse und Unwissenheit haben das Jahrzehnt geprägt. Und genau hinschauen, das haben wir oft verlernt - hätten sie die Zeit gewusst? Zeit, die wir eigentlich gar nicht mehr haben. 24 Stunden reichen nicht, wir müssten 48 haben und um besser zu rechnen lieber 50 oder doch besser gleich 100. Die Dekade der Zahlengläubgigkeit geht erst jetzt richtig zum Schlussspurt über ... ...

Geleisfehler

... in diesem Jahrzehnt hat DiePost den Briefmarkensammeln mehr Fehldrucke und Druckunregelmässigkeiten geliefert, als in rund 1 1/2 Jahrhunderten zuvor. Und dabei müsste man doch annehmen, dass wir einen technologischen Fortschritt verzeichnen könnten. Und schneller sind wir auch nicht geworden. Die Weihnachtspost muss heute genau eine Woche vor dem heiligen Abend aufgegeben werden. Vorsorglich mit einem Luftpostcouvert versehen, damit dies für B-Post reicht ... und das im Zeitalter des E-Mails ... Oberflächlichkeit herrscht überall vor ... hier eben richtige Geleisfehler ... einige schöne Sammlerstücke ...

... wer eine individuelle Weihnachtskarte bekam, findet vielleicht auch einige Fehler auf seiner Marke, jede ist fast individuell. Der Text auch. Einen mit Rebbergen habe ich gefragt, wie man einem flachen Rebberg sagt - Rebtal? Einen andern, wieso ich ein Recycling-Couvert aus Umweltschutzgründen nicht mehr zum anfeuern brauchen darf. Ökologie war ein Schlagwort in diesem De10nium, aber noch nicht wirklich verstanden. Erhat den "Engel, noch tastend" von Paul Klee erhalten ...

... von der Börse her betrachtet ein aussergewöhnliches Jahrzehnt. Der SMI im Langfristchart sagt alles ...

SMI-Langfristchart

... noch nie so hoch, aber fast 20 Prozent tiefer als am Anfang. Der Dow Jones 10% höher und der US-Dollar runde 40% billiger gegenüber dem Schweizer Franken. Die wohl weltweit stärkste Währung der Welt und dies nicht nur in den letzten 10 Jahren. Langfristig gesehen hat sich dies für jeden meiner Kunden ausbezahlt. Die gängigen Indexe habe ich geschlagen, auch wenn die letzte Zeit für viele gute ökologische Werte schlecht war. Zeit um einsteigen, wer noch nicht investiert ist.

Japan habe ich in diesem Jahrzehnt nie angerührt. Der Nikkei war einmal fast auf 40 000 Punkten - fast vier mal höher - und die Zinsen nahezu bei Null. Bei tiefen Zinsen, steigt die Aktienbörse. Vergessen sie in Zukunft die Börsenweisheit. Greenspan, von den meisten früher immer gerühmt, hat mit seiner Tiefzinsenpolitik und vor allem mit dem systematischen Anstieg die Immobilienkrise erst ermöglicht.

Und da wäre noch der Euro - er wurde vor neun Jahren als Bargeld eingeführt. Sogar Collobrières wird 2011 auf den Euro umstellen. Und auf 50 Rappen wird der Euro in den nächsten 10 Jahren vermutlich nicht sinken. Und wenn schon, dann würden die Immobilienpreise vermutlich wesentlich mehr steigen. Der Euro wird allen Unkenrufen zum trotz in den nächste Jahren auch nicht aufgehoben, aber die Sanierung dürfte vor allem Deutschland eine Stange Geld kosten. Die Schuldensituation sieht weltweit auch nicht besonders rosig aus, nicht mal in der Schweiz, wenn man bedenkt, dass auch hier Milliardäre und Millionäre noch lange nicht zum Durchschnitt zählen.

Oh Tannenbaum

Zum Weihnachtsfest wünsche ich alles Gute, vor allem Gesundheit und hoffentlich reicht es für einen schöneren oh Tannenbaum, als diesen, heute in den letzten hellen Stunden aufgenommen ... nicht typisch für das vergangene Dezennium, aber doch manchmal sinnbildlich. Und wenn das Lied "ihr Kinderlein kommet" gesungen wird, denkt daran, dass in diesem Dezennium Fortschritte in Millimeter gemessen werden.

Aktuell beim befreundeten Personalblog: "Der Landvogt hat gesprochen - hat er?"


Vor einem Jahr im Finanzblog:
"Frohe Weihnachten"

Vor zwei Jahren erschienen:
Bürgermeister besucht in Pakistan christliche Kirche

Vor drei Jahren erschienen:
Bundesrat Leuenberger antwortet und Demokratie pur, Wahlkampf in Pakistan

Vor vier Jahren erschienen:
Adventskalender - letzter Tag - USA

Vor fünf Jahren erschienen:
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Die Informationsflut - SOS - "wir ertrinken"

Ruhe bewahren heisst meine Devise an den momentanen Börsenmärkten. Bergauf, Bergab und eine anschwellende Informationsflut machen alles nur noch schlimmer. Zeit, sich über das heutige Informationszeitalter einige Gedanken zu machen.

Den Fernseher, die Tageszeitungen und die guten Ratschläge der Kollegen zu ignorieren ist nicht einfach. Aber es gilt wie immer: Wenn einer verkauft, kauft der andere. Oder anders gesagt, wenn einer bearish ist, so ist der andere bullish. Der Ängstliche und der Spekulant sind an der Börse immer sehr nah beieinander. Wenn die Börse nach unten dreht, sind die meisten Medien-Informationen negativ und andere verlassen sich auf das Gefühl und kaufen, was die andern fast um jeden Preis loswerden wollen. Das Gegenteil kann auch der Fall sein ... nur sicher nicht in der heutigen Zeit.

Vom Bären habe ich im letzten Beitrag geschrieben. Hier noch ein Video aus einem andern Sichtwinkel, dass fallende Bären zum Lachen verleiten können. Erholsam. Nicht die Börse, denn keiner weiss, wohin sie geht. Urs, ein Bekannter hat Angst. Ganz kann ich sie ihm nicht nehmen. Er heisst tatsächlich Urs, wie der Bär - Ursus. Und Ursus ist ein Heiliger, ein Martyrer. Ürsu, so der berndeutsche Rufname, lies einmal in letztem Link wer noch erwähnt ist - Regula oder das grössere Pendent Regina. Das kommt vom kleinen König resp. vom König und die waren eher bullish gestimmt.

Es gab immer die gegenteiligen Meinungen. Ich darf demnächst über eine Umfrage berichten, eine Lizentiatsarbeit am Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich über eine Umfrage zum Anlage- bzw. Informationsverhalten von Laien-Anlegern. Noch mehr freue ich mich, die Resultate veröffentlichen zu können. Schmunzeln wir doch einmal über die heutigen Informationen über Bullen. Oder noch besser, wir nehmen die weibliche Form - die Kuh.

Kuh mit Hörnern

So sah früher eine Kuh aus ...

heutige Kuh mit Hörnern

... heute sieht bei uns eine Kuh mit Hörnern wie ein Bulle aus ...

Kuh ohne Hörner

... meine Grosskinder werden vermutlich einmal fragen, was das für ein Tier mit Hörnern auf der Milchflasche ist. Das ist unsere heutige Informationspolitik ...

Verfalldatum

... dafür haben wir alle möglichen und unmöglichen Informationen über Milch und wenn wir das Verfalldatum suchen ...

Elsa

... schauen wir automatisch auf dem Deckel. Irrtum, da steht kein Datum und auch nicht der Name der Kuh. Und wen erstaunt es, dass in Frankreich der Deckel für Biomilch einheitlich grün ist ... Elsa ...

Informationen über Milch

... bedeutet "Gott ist Vollkommenheit" und daher noch einmal eine Fülle an Informationen ...

... für die Börse sieht es ähnlich aus. Wir haben eine Fülle von Informationen, die uns eher verwirrt. Sie können auch heute wieder Milch direkt beim Bauern kaufen. Und was steht auf dem Milchkesseli? Nichts, aber hier sind wir sicher, dass wirklich reine Milch darin ist.

Versuchen sie in Zukunft die meisten Informationen "links liegen zu lassen" und sie werden wesentlich besser informiert sein ... auch an der Börse.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Die empfehlenswerten Finanz-Infos - merci Google

Vor zwei Jahren erschienen:
«Einkaufen bis zum Umfallen»


Vor drei Jahren erschienen:
Goldman Sachs unter Blogger-Beschuss

Vor vier Jahren erschienen:
«Ruhe vor dem grossen Sturm» - die Abwertung des Dollars

Vor fünf Jahren erschienen:
Augen auf - beim Autokauf



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Grauholz, das Wahrzeichen der Bundesstadt

Bern, wer kennt es nicht. Gegenwärtig häufig in der Presse, bei Autofahrern in den nächsten Jahren für Stress verantwortlich und mit Brücken und Tieren als Wahrzeichen, von denen das unscheinbarste weit über 100'000 Verkehrsteilnehmer pro Tag sehen ...

Raben von Hans Thomann

Die unverkennbaren drei Raben, die bunten Krähen von Hans Thomann begrüssen alle die Bern von Norden her kommend auf der Autobahn anfahren. Jens von der Blogwiese schreibt wieso es RaBe heisst - übrigens das Original des Bildes in seinem Beitrag hab ich auch schon gesehen ... knappe 10 Kilometer entfernt steht der Tunnel, eben sind sie an ihm vorbeigefahren und jetzt überqueren sie den dort auch erwähnten Grauholztunnel ...

Grauholzbrücke

... und unterqueren die Metallbogenbrücke kurz vor dem Rastplatz Grauholz. "Die Wahrzeichen sind nicht mehr dort!" bemerkte Johan vor einigen Tagen. Ich kann dich beruhigen, das meist gesehene Wahrzeichen der Schweizer Hauptstadt ist noch da. Er wird es bei seiner Rückreise nach Deutschlands Norden beim Verlassen der Stadt Bern gemerkt haben. Es ist wahr, Wahrzeichen bleiben.

Dann gibt es am Grauholz noch ein weiteres Denkmal, kein eigentliches Wahrzeichen und trotzdem ist es wahr, dass hier die wohl erste Finanzkrise Berns ausgelöst wurde ... das Grauholzdenkmal. Zur Erinnerung dass hier 1798 das alte Bern als selbständiger Staat untergegangen ist. Wie das bei Krisen vielfach der Fall ist, profitiert die eine Seite. Die Franzosen haben 24 Millionen Kriegsbeute gemacht. Das dürfte damals wesentlich mehr Wert gewesen sein, als ein die 27 Millionen, die der 1975 eröffnete Felsenauviadukt gekostet hat - Bauzeit 2 1/2 Jahre. Heute dauert die Fahrt vom Grauholz bis auf eine der grössten Schweizer Brücken geschätzte 2 1/2 Minuten bis 2 1/2 Stunden, je nach Verkehrsaufkommen ...

Felsenauviadukt

... und nun wird der Viadukt "ausgebessert", aber nicht verbreitert, auch wenn sich dieses Gerücht hartnäckig hält. Die Bauindustrie freut es, denn mit den zusätzlichen Ausbauten der Berner Tangente, werden über mehrere Jahre 400 Millionen verbaut ... die Automobilisten freut es weniger, zumindest heute. Staus sind eher der Normalfall als die Ausnahme. Ein hoffentlich befristetes Wahrzeichen, aber eines, das garantiert während der Bauzeit als solches empfunden wird ...

Krane

... Krane entlang der Autobahn ... vom Grauholz sieht man gegen 20 Stück und das ist die grösste Zahl, an die ich mich in der Geschichte von Bern erinnern kann.

Weit gefehlt, wenn sie denken, hier hätte die Natur keinen Platz mehr ...

Rehe

... die Aufnahmen sind in einem Radius von rund einhundert Metern entstanden ...

Wildpassage

... die 15-jährige Wildtierpassage - wenn erstaunt es, diese wurde auch zu wenig breit gebaut. Es scheint ein Wahrzeichen der Schweiz zu sein, dass wir immer zu klein bauen und dann viel zu teuer erweitern ...

Bärenpark

... die börsenkotierten Baufirmen lassen danken, wie hier beim Bärenpark. Statt 9,7 Mio. kosteten die Bauten schliesslich 24 Mio. Das dank den heutigen Fachleuten und Politikern. Baufachleute und Finanzfachleute gibt es "tonnenweise" ... fragen wir uns nur, wo bleiben eigentlich die guten? Da erstaunt es niemanden, dass in der heutigen Zeit der Bärengraben, notabene einige Jährchen jünger als mein Zuhause, nach mehreren hundert Jahren in Bärenpark umbenannt wird. Die Haltestelle Bärengraben wird bleiben, eine Umbenennung würde bis zu 100 000 CHF kosten. Ich frage mich, wem die unsinnige Umtaufe in den Bärenpark in den Sinn gekommen ist. Ja dann gibt es, wo in Wikipedia der Zytglogge vermerkt ist, noch den Bärenplatz der bei den Verkehrsbetrieben Beerenplatz genannt wird. Und wenn schon einige hier aussteigen, obschon es noch einige Haltestellen weiter geht, bis wir bei den Bären gelandet sind, wollen sich diese vielleicht vor der Dechargé-Erteilung der UBS-Verwaltungsräte DAS MAGAZIN durchlesen ...

Tram

... bitte sucht die beteiligten Köpfe lieber in Zürich statt in Bern. Ja, von dort haben sie das Tram zurückgeschickt. Es war viel zu klein, denn es heisst, solch grosse Mäuler hätten hier nicht Platz ...

Da ist der Baer los

... der Bär, das Wahrzeichen von Bern ist los ... dafür gibt es hier jetzt schweizweit einmalig viele Krähen ...

Baer auf dem Hochseil

... gar mit einem Hochseilakt beschäftigt ... ob für Behinderte oder Kinder, es wird garantiert neue Bauaufträge geben ...

Unkrautbaer

... und der Unkrautbär Finn denkt gleich auch an die Gärtner und Baumsschulen und andere an Youtube (am besten reservieren sie sich einen regnerischen Nahmittag) ...

Bjoerk als Zuschauer

... und Björk - vermutlich ein neuer tippischer Bernername - amüsiert sich wie der Gorilla, an der Menschenhaltung. Am meisten Spass scheint ihm die Bemerkung "Jööh, lueh die chline Bärli" von der Bärengrabenbrücke herab zu amüsieren ... Spass beiseite, die Brücke heisst immer noch Nydeggbrücke und die beiden Jungbären Urs (wenn ich es nicht verwechsle, derjenige mit dem nicht durchgehenden weissen Kragen und Berna (Geschlecht noch nicht bestimmt - durchgehender Kragen) zeigen sich jetzt nicht der Öffentlichkeit ... als Wappentier und Wahrzeichen ruhen sie sich von den strapazierenden Menschen aus. Vielleicht stellen sie sich auch Überlegungen an, welche Bauaktien man in nächster Zeit noch kaufen dürfte. Oder doch lieber Fielmann, weil viele nicht klar und deutlich sehen?


Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
"Es wird höchste Zeit, die Banker für die Allgemeinheit arbeiten zu lassen"

Vor zwei Jahren erschienen:
Auch Affen können an der Börse erfolgreich sein!

Vor drei Jahren erschienen:
TGV - nur zweitschnellste Bahn der Welt

Vor vier Jahren erschienen:
1 : 0 für die Hühner

Vor fünf Jahren erschienen:
Phönix SonnenStrom - Photovoltaik



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"Erfolgsmodell Schweiz" - Teil I

Eigentlich müsste dieses Buch jeder lesen, der etwas über die in den Medien manchmal zu Recht, oft aber zu Unrecht beschriebene angeschlagene Schweiz sagt oder mit ihr zu tun hat. Für kritische Nichtschweizer, unzufriedene Schweizer ist dieses Buch geschrieben ... und mancher Jugentliche hat hier ein Staatskundebuch, das die EUR 8.80 wert ist ...

... und schon sind wir mittendrin. In der Schweiz kostet das Buch CHF 15.00. Das ergibt Mehrwertsteuer bereinigt einen Schwindel erregenden Kurs von 1.78. Diese Höhe hat es in der ganzen Geschichte noch nie gegeben. Nur, das ist ein ganz ganz kleiner Teil der Schweizer, die von solchen Wechselkursgewinnen profitieren. Der Erfolg der meisten Schweizer basiert nicht auf Abriss und sie sind seriöser als unsere organisierten Buchhändler.

Dieses Thema ist im Buch "Erfolgsmodell Schweiz" gar nicht behandelt, sondern viele Beispiele, warum die Schweiz eben ein Erfolgsmodell ist - und bleiben wird. Über den Inhalt des Buches schreibe ich nicht viel. Wer wirklich daran interessiert ist, der liest es. Wer den relativ kleinen Betrag nicht ausgeben mag, der geht halt in eine Bibliothek.

Wir Schweizer sind ein Uhrenland und ticken daher etwas anders. Und in diesem Buch, das mit Beiträgen mehrerer Autoren aufgebaut ist, schreibt auch Nicolas G. Hayek, der die Schweizer Uhrenindustrie zum zweiten mal aufleben liess. Unter anderem, wieso die Schweiz eine der stabilsten Währungen der Welt hat. Meines Wissens ist es auf lange Zeit gesehen sogar die stabilste - ich kenne keine andere ... zumindest nicht von den bekannten Währungen, die in der Welt eine gewisse Rolle spielen.

Keine Ahnung, ob die beiden Herausgeber Jürgen Elsässer und Matthias Erne wissen, dass ich dieses Buch gratis erhalten habe. Bestechung? Sicher nicht! optimal BANKING hat mich mit einem E-Mail darauf aufmerksam gemacht. Diese haben zur Zeit rund 2 1/2 mal so viele Leser wie das Finanzblog. Nicht das mich dies neidisch machen würde. Der "kleine Vermögensverwalter" in der kleinen Schweiz ist ganz stolz auf seine Leserzahlen.

Na ja, wenn ich die Performance meiner Kunden anschaue, dann darf ich auch meine eigene Meinung haben - ohne diese hat man auch in der Schweiz keinen Erfolg. Lesen sie das Buch über uns Schweizer. Es ist toll. Ja, zugegeben, ein Artikel ist mir echt etwas zu rechtslastig. Aber ich toleriere diese Meinung ... so sind wir Schweizer nun mal. Das ist eben die älteste und vermutlich wirklich einzige funktionierende Demokratie.

Viel Spass am Buch - oder Büchlein. Eigentlich ein Muss zumindest für jeden Schweizer und viele die Geld sicher und rentabel anlegen wollen. Wir sind besser als das Ausland und wir werden in Zukunft noch (oder wieder) besser, ethischer ... regelmässigen Lesern vom Finanzblog kommt dies irgendwie bekannt vor.

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Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Alle 3 Sekunden 4 neue Autos ...

Vor zwei Jahren erschienen:
«Das Internet wird politisch» ... - Fulvio Pelli ... ich habs ja schon vor zwei Jahren geschrieben!

Vor drei Jahren erschienen:
Geldwäscherei - durchwegs positive Bilanz

Vor vier Jahren erschienen:
Wer hat die Kokosnuss, wer hat ...

Vor fünf Jahren erschienen:
Uhren, Handy und Hugo Boss(in)



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