Citron die Schweizer Top-Unternehmung in Le Havre (F), das sich auf das Metallrecycling mit Hochtemperaturöfen spezialisiert hat.

Citron könnte ein Mineralwasser oder ein Tee gegen Halsweh sein. Wenige mögen sich vielleicht noch erinnern, wie die Citron AG früher hiess - Cherry AG. Betriebswirtschaftlich und technisch war der Namenwechsel wohl der kleinste Meilenstein, aber wie die andern, die ich in den vergangenen 8 Jahren kennen gelernt habe, immer seriös durchdacht.




Citron ist ein Schweizer Top Unternehmen der Zukunft (orell füssli ISBN 3-280-05051-0). Sie hat durch beträchtlichen Forschungsaufwand einen neuen Prozess zur Schliessung der Stoffkreisläufe mit schwer-metallhaltigen Abfällen entwickelt
und grosstechnisch realisiert. Der Oxyreducer™-Prozess oxidiert rückstandsfrei toxische, organische Verbindungen, reduziert gleichzeitig Metalle und trennt die toxischen Schwermetalle selektiv ab.

Wer es noch genauer mag, schaut sich das Prozessdiagramm an oder druckt sich die Broschüre aus. Wem das jetzt wirklich technisch "zu hoch" ist, dem sollte eigentlich genügen, dass Citron in Le Havre metallhaltige Abfälle mit 1200 Grad C verbrennt. Am Schluss haben sie z.B. aus Altbatterien, Galvanikschlamm oder metallhaltigem Staub frische Luft, sauberes Wasser, gewonnene und gleich verbrauchte Energie und wiederverkaufbare Rohstoffe.

Eine faszinierende Technik, für einige vielleicht ein Buch mit sieben Siegeln und vermutlich noch jahrzehntelang gefragt. Abfallverwertung ist eine «End of Pipe-Lösung», die am Schluss des Produkt- oder Produktionszyklus umweltschonend retten und entsorgen muss. Weltweit wird die Arbeit noch lange nicht ausgehen auch wenn dies im Grunde genommen vom Umweltschutz her sinnvoll wäre. Zu Risiken und Nebenwirkungen und weiteren interessanten Details hat die FAZ letztes Jahr geschrieben.

Und wenn sie noch einige Stunden Zeit und Lust zum Lesen haben, weitere Publikationen über Citron.