20. April 2005
Gemeinsamkeiten zwischen Wein und Börse in Frankreich
Im Gegensatz zum angelsächsischen Raum mit ihren Kernkompetenzen wird in Frankreich gezielt die Diversifikation betrieben und steht daher börsenmässig ganz gut da. Im Weinsektor gibt es viel Masse und ganz viel Klasse und Letzteres über das gesamte Preisspektrum.
Hand aufs Herz - ist Frankreich in Ihrem Depot nicht untervertreten. Dabei gibt es im Internet so viele Hilfen aber meist sind die zu unserem Leidwesen nicht auf Deutsch oder dem uns näherstehenden Englisch. Hier einige hilfreiche Kurzanalysen. Und bedenken sie, bei Kauf- oder Verkaufsempfehlung liegt immer einer richtig - vielleicht nicht der Analyst, sondern die Gegenpartei.

Vielleicht liegt uns Frankreich auch fern, weil hier öfter, als bei uns die Diversifikation gepflegt wird. Es gibt etwelche Konzerne, die nicht nur auf einem Standbein (zu) stehen (versuchen). Im deutschsprachig und angelsächsischen Raum herrscht die Kernkompetenz vor. Hochspezialisiertes Spezialistentum, das sind Marktnischen. Aber Kernkompetenzen sind umfassender und man versucht trotzdem auf einem Bein zu stehen. Auf zwei Beinen stehen, das liegt den Menschen nahe. Versuchen sie es mal mit drei Beinen. Das Ganze ist stabil und wackelt nie - aber umfallen kann es trotzdem. Und Frankreich steht börsenmässig gesehen ganz gut in der Landschaft.Hand aufs Herz - ist Frankreich in Ihrem Depot nicht untervertreten. Dabei gibt es im Internet so viele Hilfen aber meist sind die zu unserem Leidwesen nicht auf Deutsch oder dem uns näherstehenden Englisch. Hier einige hilfreiche Kurzanalysen. Und bedenken sie, bei Kauf- oder Verkaufsempfehlung liegt immer einer richtig - vielleicht nicht der Analyst, sondern die Gegenpartei.

Aber wackeln tut in Frankreich die Weinwirtschaft. Da gibt es Weinhäuser, Produzenten, die stehen wie mit dem Fels verankert am Boden und erzielen Traumpreise. Aber der grosse Teil steckt in einer schweren Krise. Masse, statt Klasse. Bordeaux ist in allen Weinklassifizierungssystem mehr als nur übervertreten und dies ist vielleicht eine Gemeinsamkeit mit Aktienempfehlungen. Irgend einmal ist der Zug abgefahren. Deshalb machen sie es beim Wein gleich wie bei den Aktien, betreiben sie Weinpicking und Stockpicking.
Da finden sie die wunderbarsten Sachen, aber etwas Suchen ist angesagt und angebracht. Und wenn sie es sich einfach machen wollen und ein superschönen Tischwein reicht, dann gehen sie in einen Discounter und finden sie für EUR 1.25 solche Bordeaux.
Und von Simon habe ich auch noch Bordeaux gekauft. Hier unten in Südfrankreich, wo's doch so viele Trouvaillen gibt. Aber eben, Simon passt in diese Landschaft. Seit gestern Abend ist er zwar in Bordeaux und schaut zu seiner «Zweit-Domäne». Vom Süden in den Süden zurückgekehrt: «Hier kann nicht jeder Wein machen, aber diese Weine haben nicht nur Finesse - auch Charakter.»
Die Auswahl an Wein und Aktien ist gross - aber beides macht Spass, sich in Frankreich umzuschauen, auch wenn es da und dort Probleme gibt. Und einige Sachen kriegt man nur «over the counter» oder es gibt Tipps auf dem Markt, dank dem, dass man englisch sprechende Leute jederzeit ansprechen kann. Sind ja auch Ausländer und halten irgendwie in der Frankophonie zusammen. Lust auf ein Gourmet-Weekend in Frankreich.




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