CFD’s – Contract for Difference, zu Deutsch Differenzkontrakte – werden wohl in diesen Tagen im Bereich der Währungen Hochsaison haben. Mit kleinen Summen kann viel bewegt werden und so was „muss“ doch richtig ausgenutzt werden. Wobei vor allem das Wort „richtig“ richtig interpretiert werden sollte.

Auf der einen Seite machen die Währungen zurzeit wirklich „richtig“ Spass – zumindest für diejenigen, die auf der richtigen Seite liegen oder liegen werden. Der US-Dollar war heute unter einem Franken zu haben. Zu zweiten mal in der Geschichte und dies bei einem ganz interessanten Chartbild. Während meiner Ausbildung musste man für einen Buck rund das Fünffache rechnen und kurz darauf habe ich den ersten programmierbaren Finanzrechner für CHF 1.50 je Dollars gekauft. Zu unserem Pech (oder Glück) gab es damals die Differenzkontrakte noch nicht, um mit diesen extremen Hebel-wirksamen Produkten auf 70% Verlust der Weltwährung innerhalb weniger Jahre zu spekulieren. Dagegen fallen eigentlich die heutigen Schwankungen kaum mehr gross ins Gewicht. Es sei denn, sie kaufen ein Produkt mit einem grossen Hebel. Nicht dem Zwei- oder Dreifachen. 100 oder gar höher ist hier möglich.

Sie können also richtig vom Leverage-Effekt profitieren. Oder zumindest derjenige, der eben auf der richtigen Seite sitzt. Auf der andern Seite sollten sie diese derivativen Produkte richtig und gekonnt einsetzen können. Ich selbst kann dies nicht, denn hier zähle ich garantiert nicht zu den Profis – ich denke betriebs- und volkswirtschaftlich. Langfristig! Es liegt nicht an der umfassenden Berechnungsweise mit den Zinsauswirkungen, denn diese sind problemlos nachvollziehbar. Aber das kurzfristige Gefühl müssen sie haben. Hier hilft auch die bis heute recht unbekannte Trailling Stop Order.

CFD’s könnten ja auch langfristig eingesetzt werden, da sie zumindest keinen Verfall haben. In der Praxis dürfte dies aber ganz anders aussehen. Der allergrösste Teilnehmerkreis handelt eh kurzfristig – gar im Tagesgeschäft. Falls sie aber mit der Absicht gekauft haben langfristig investiert zu sein um Kosten zu sparen, denn CFD’s sind fast konkurrenzlos günstig, müssen sie schlimmstenfalls damit rechnen, dass ihr „Partner“ verkauft wenn sie in der Verlust, gar Nachschussphase sind. Der Verlust ist in einem solchen Fall höher als der Einsatz. Wenn sie nicht zu den Profis gehören, dann sichern sie sich lieber ab. Bei igmarkets kostet sie eine Risikobegrenzungsprämie 0,3%. Drei mal mehr als die Provision (Courtage) von 0,1%. Bezahlen sie diese Prämie im Beispiel von EUR 1500 trotzdem, denn ohne Stoploss kämen sie bei einem langfristigen Einsatz von rund EUR 1000 Einsatz (Kauf- und Verkaufsprämie) bis heute auf einen Verlust von weit über EUR 100'000. Der befürchtete Margin-Call würde mit aller Garantie folgen, denn die ursprünglich hinterlegte Sicherheit (margin) von rund EUR 10000 würde hier bei weitem nicht reichen.

Eine Spielwiese also für Voll-Profis oder Gamblers. Und vor allem für Anleger, die mit kleineren Summen Geld verdienen möchten. CFD’s sind bei grossen Beträgen selbst Spekulanten zu risikoreich, denn diesen Nervenkitzel halten die meisten nicht aus. Viel Erfolg, falls sie mit kleinem Geldbeutel schnell reich werden wollen. Den gesuchten Adrenalinstoss kann ich voll begreifen, denn in unseren jungen Jahren, haben wir schliesslich auch mit „normalen“ Optionen gehandelt. Bedenken sie aber, dass ich noch nie ein CFD gekauft habe. Weil ich Angst habe? Nein, weil ich die Denkweise des Gegenparts zu wenig kenne und diese zu hinterleuchten ist alles andere als einfach. Aber eine der wichtigsten Informationsquellen. Warum verkauft der andere, wenn ich kaufen will?

Sind sie gegenteiliger Meinung? Dann lesen sie doch in der letzten Sonntagszeitung den Artikel „ETF-Anbieter verstecken Gebühren“. Der Artikel ist im Internet nicht frei verfügbar. Einer der mutigsten Beiträge, um der Fondsbranche berechtigterweise eines auszuwischen. Es wird erklärt, wie Fundsverwaltungen (Gegenpart) arbeiten und zum Teil über 4% (vier!!!) Gesamtgebühren kassieren ohne dies offen zu legen. In dieser Beziehung sind CFD’s viel einfacher zu „durchschauen“. Sie müssen nur den Spread anschauen und damit einverstanden sein. Bei igmarkets haben sie für 14 Tage die Möglichkeit eines Demokontos
und eines Einsteigerkurs mit reduziertem Handelsvolumen. Viel Spass, wer solchen Nervenkitzel braucht und viel Vorsicht.

Reine Gambler und Glückspielschüler die Roulette vorziehen, haben nur ein Risiko-Chancen-Potenzial, das einige Male kleiner ist. Die grösste Chance auf ein Plein zu setzen beträgt ca. 2,7% (1:37) und der durchschnittliche Gewinn der „Bank“ immerhin rund 1,8%.

Wem dies alles zu unethisch oder unverständlich ist, der hält sich lieber an die Themen des in Bern ansässigen cfd – christlicher Friedens Dienst - er verleiht unter anderem den Sicherheitsinteressen von Frauen Gewicht. Und diese sind bei den finanziellen CFD's mit Sicherheit untervertreten. Schlauer oder ängstlicher? Für Mann-chen keine Frage.




Aktuell beim befreundeten Personalblog: "Missbrauch am Sozialstaat"


Vor einem Jahr im Finanzblog:
"Sendepause"

Vor zwei Jahren erschienen:
... ganz so neu ist die Idee mit der Ethik doch nicht ...

Vor drei Jahren erschienen:
Der Hybride Kunde - 2. Teil - «preiselastisch»

Vor vier Jahren erschienen:
Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe

Vor fünf Jahren erschienen:
Neue US-Einsatzdoktrin für Atomwaffen-Erstschlag



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