Wir haben es geschafft, ab in die nächste Finanzkrise!

Geschafft haben wir es noch nicht, aber lesen sie bis zum letzten Abschnitt, warum wir in Zukunft wieder in eine Finanzkrise rutschen werden - es sei denn, man würde die Ratschläge von Prof. Dr. Walter Wittmann befolgen.

Ein weiterer Beitrag über «Geld und Finanzen - leicht erklärt» - eine Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn.


Wer seine Vorlesungen miterlebt hat, weiss dass bei seinen utopischen Ideen ein Körnchen Wahrheit darin steckt - und wer sich mit den Aussagen und Ratschlägen von Wittmann auseinander setzt, stellt fest, dass es sich um Lösungsvorschläge handelt die Vieles verbessern würden. Ein nicht ganz unbequemer Zeitgenosse - aber einer der imposantesten im Finanzbereich.

Der folgende Artikel ist vielleicht in der Beitragsserie «Geld und Finanzen - leicht erklärt» nicht ganz einfach verständlich und deshalb empfiehlt es sich allenfalls, den Text halblaut vor sich hin zu lesen. Ein Trick der keine Wunder bewirkt, sondern nur die Konzentration steigert. Im Anschluss an die Serie «Nur keine Panik», zeigt dieser Artikel, wie man in Zukunft Fehler vermeiden könnte.

«So sind die Banken zu regulieren»

... «Ein hochriskanter dritter Bereich sind Derivate im Allgemeinen und strukturierte Produkte im Besonderen. Diese haben sich explosionsartig vermehrt, sind in unvorstellbare Dimensionen vorgestossen. Man darf diese künstlichen nicht mit echten Produkten wie zum Beispiel Aktien, Obligationen oder Gold verwechseln. Sie bestehen sozusagen nur auf dem Papier, und sie werden (nur) von den Emittenten garantiert. Im Falle einer Pleite droht der Totalverlust. Solche Produkte werden immer komplexer und entsprechend unbeherrschbar. Man kann sie nicht (mehr) verstehen» ... den ganzen Artikel bei espace.ch lesen ...

Normalerweise zitiere ich den Lead eines Artikels, aber dieser Abschnitt ist so extrem wichtig, dass ich diesem den Vorzug gebe - wer regelmässig das Finanzblog liest, weiss wieso. Hier noch einige Wörter, die der eine oder andere nicht versteht und mehr wissen möchte. Den Zusammenhang begreift man auch wenn man diese Ausdrücke einfach «überliest»:

- oroliberal
- Hebel - man kann mit einem Franken 20 bis 30 Franken bewegen (im erwähnten Beispiel)
- Carry-Trades
- Junk-Bond
Securties Lending - aus dem Englischen übersetzt (Wertpapierleihe)

Vor einem Jahr erschienen: Einfach vergessen: Aktientipps per E-Mail - und Olivenöl - und ein Tipp für Weingeniesser

Vor zwei Jahren erschienen: SNB - zwischen den Zeilen lesen?

Vor drei Jahren erschienen: Der Spargel ist schuld


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«Wenn Geld gebraucht wird, ist die Krise womöglich schon vorüber»

Heute der fünfte Grund, wieso man zu Zeiten der Finanzkrise gelassen sein soll. «Nur keine Panik» hat die Zeit ihren Artikel betitelt. Um erfolgreich zu sein, darf man/frau an der Börse nur mit Geld arbeiten, das man in den nächsten Jahren nicht braucht - oder derjenige, der fast nichts hat und auch mit Nichts leben könnte.

Ein weiterer Beitrag über «Geld und Finanzen - leicht erklärt» - eine Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn.

Aus obigem Artikel der Zeit zitiere ich einen einzelnen Satz:

«Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muss spekulieren» schrieb der ungarische Börsenguru André Kostolany in seinem Buch "Die Kunst, über Geld nachzudenken".»

Nur, in der heutigen Zeit begreifen viele den letzten Satzteil nicht richtig - «wer kein Geld hat, muss spekulieren». Es gibt vermutlich Zehntausende die in der Schweiz spekulieren und hoffen ans grosse Geld zu kommen. Mindestens 95% dieser Menschen machen einen Denkfehler: Sie hätten kein Geld und müssten spekulieren. Sie leben auf einem recht hohen Niveau und haben einige Tausend Franken auf der Seite - mit denen «Spielen» sie dann an der Börse. Vermutlich bei Swissquote denn der Werbung nach suchen die ja Leute die das letzte Hemd in der Finanzkrise verloren haben. Gewinnen wird hier vor allem die Bank. Und die andern werden auch das nächste Hemd wieder verlieren.

Vor allem junge Leute haben in der heutigen Zeit eine grosse Chance. Sie müssen das verdiente Geld nicht gleich in den Konsum stecken - man und frau könnte sparen und ganz klein anfangen. Ein Aktiengeschäft mit CHF 1000 zum Start. Zugegeben, der Spesenanteil ist hier höher, als wenn sie mit CHF 1000'000 starten. Beachten sie nun die vier Punkte, die ich in den vergangenen vier Wochen etwas durchleuchtet habe und legen sie alle Jahre CHF 1000 dazu. Von 25 bis zum Alter von 65. Mit einer Rendite von 5% (tiefe langfristige Aktienrendite) haben sie den dreifach eingebrachten Betrag - CHF 120'000. Bei einer durchschnittlichen Rendite von 7% gib es das 5-fache, CHF 200'000. Und wer durch eine gute Auswahl eine absolut realisitsche Rendite von 10% erreicht, erhält das 10-fache und gleich noch seinen Einsatz zurück - CHF 440'000.

Einige werden jetzt feststellen, dass der genaue Betrag bei CHF 442'592.56 liegt und der noch versiertere Mathematiker kommt auf CHF 487'851.81 - schliesslich haben sie vorschüssig eingezahlt und die Aufgabe ist so gestellt, dass er den Rückzug im Alter von 66 Jahren macht. Wer so denkt, wird nie Erfolg haben. Es braucht die Gelassenheit dazu, die Zeit vorüber gehen zu lassen. Im zweiten Punkt haben wir gesehen, dass die Zukunft oft dem Zufall überlassen ist. Wir brauchen eine Linie, eine Strategie, Wissen, Zeit zum Lesen - Technik, Medizin, Biologie, Energie, Wirtschaft und auch Volkswirtschaft. Ob es dann 400' oder 500' sind ist fast nebensächlich. Wichtig wäre, dass wir das System durchziehen - alle Jahre einen Tausender einlegen. Die meisten wollen aber konsumieren und nicht sparen.

Da wären wir dann bei der eigens verursachten Finanzkrise. Der Konsum auf Kredit. Alles was aus Amerika kommt, kommt bei uns 10 Jahre später. Wetten. Ein kleines Beispiel gefällig. Einfach so aus dem Leben gegriffen. Aber es sind untrügliche Anzeichen. Wissen sie welchen Anteil von Pferdetransporter ein Händler zusammen mit einem Leasing-Vertrag verkauft? Jeden zweiten. Der Pferdesport war früher etwas für die Reichen, dann für die Angefressenen, heute die Snobs und morgen ... aber Achtung, Ausnahmen gibt es überall.

Ein guter Start wäre doch Iconomix der Schweizerischen Nationalbank - ein Lernprogramm über die Ökonomie - und um diese kommen sie nicht herum wenn sie ihren Einsatz verzehnfachen wollen.


Vor einem Jahr erschienen: Biomilch, Plastikmilch, Katzenmilch ...

Vor zwei Jahren erschienen: Magere Ausbeute - Direktanlagen vorziehen und nicht einfach x-welche Fonds

Vor drei Jahren erschienen: Rothrist ab: 08.15 - Mattstetten an: 5 vor 12


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Langfristig denken - und Crashs und Finanzkrisen sind Nebenschauplätze

Heute der vierte Grund, wieso man zu Zeiten der Finanzkrise gelassen sein soll. «Nur keine Panik» hat die Zeit ihren Artikel betitelt. Langfristig denken - und man/frau ist langfristig auch bei den Erfolgreichen.

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Langfristig denken ist alles andere als einfach. Erstens müssen sie sich vom täglichen Druck der Börse nicht ergreifen lassen und das ist oft einfacher gesagt, als getan. Und zweitens müssen sie so viel Wissen auf mindestens einem Gebiet haben, dass sie auch überzeugt sind, dass hier langfristig Erfolg vorhanden sein wird. Es nützt nichts, wenn sie wahllos etwas kaufen und nach zwanzig Jahren schauen, wie hoch jetzt diese Aktien sind. Dann machen sie es eher wie der Affe im ersten Beitrag - vielleicht haben sie Glück.

Langfristig müssen sie überzeugt sein von einem Unternehmen, einem Produkt oder eine Sparte, die sich extrem stark entwickeln wird. Ich selbst habe einige Unternehmen, die ich auf mehrere Jahre als bisher unentdeckte Trouvaille bezeichne. Einige sind im Finanzblog auch beschrieben. Es können auch Branchen, neue Technologien, aufstrebende Länder sein. Sie müsseneben etwas finden - auch wenn andere sie auslachen. Mich hat mancher über Photovoltaik und Gold ausgelacht. Sollen sie doch, wir lassen uns Zeit.

Drittens, müssen sie viel lesen - aber das Richtige. Wissen und lesen ist nicht das gleiche - denn sie müssen ihr Wissen immer wieder neu aufdotieren. Tagtäglich! Ich erhalte pro Tag im Schnitt 20 Unternehmens-Analysen und etwa gleich viele Mails mit Empfehlungen. Picken sie sich darin nur das heraus, was sie wirklich brennend interessiert. Am Freitag zum Beispiel, als ich diesen Beitrag schrieb, habe ich keine einzige Empfehlung angeschaut - es waren nicht meine Titel, meine Branchen. manchmal schaut man drei vier an. Wenn sie langfristig Erfolg haben wollen, brauchen sie vor allem eins:

Um langfristig Erfolg zu haben, brauchen sie eine eigene Meinung!

Und wenn die Börse halt mal nach unten geht, ja was soll es. Dann kann man wieder einmal etwas kaufen und irgendwann wird es wieder steigen. Geduld haben zahlt sich in barer Münze aus. Die ganz grossen und erfolgreichen Anlagegurus, die grossem vermögen gekommen sind, haben ausschliesslich eine langfristige Denkweise. Ich kenne keine einzige Ausnahme. Auch Venture Capitalisten denken langfristig - nur hier ist das Risiko höher.

Lesen sie lieber eine technische Revue, ein medizinisches Journal oder etwas das ihnen Spass macht und das man in irgend einer Art an der Börse erwerben kann, als eine Börsenzeitung und sie werden Erfolg haben. Aber meist erst langfristig.




Vor einem Jahr erschienen: Salatölralley - Pflanzenöl als Treibstoff ist unethisch

Vor zwei Jahren erschienen: Peugeot Citroën

Vor drei Jahren erschienen: Gemeinsamkeiten zwischen Wein und Börse in Frankreich


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«Hektik bringt nichts»

Heute der dritte Grund, wieso man zu Zeiten der Finanzkrise gelassen sein soll. «Nur keine Panik» hat die Zeit ihren Artikel betitelt. Wir schauen einmal wieso Hektik nichts bringt.

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Die beiden früheren Beiträge - auch Affen können erfolgreich sein und die Zukunft kennt keiner finden - sie hier. Hektik schaltet den Verstand aus und wenn man aus Hektik heraus reagiert, so macht man meist Fehler. Die Vergangenheit hat es schon oft bewiesen. Nichts machen ist meist besser, denn die Börse wird wieder steigen. Wann wissen wir nicht, aber es gibt Anhaltszahlen, dass die Börse im Durchschnitt rund 8 Prozent pro Jahr steigt. Das heisst nichts anderes, als dass vor allem junge Leute und auch ältere das Geld, auf das sie einige Jahre nicht angewiesen sind, in Aktien anlegegen sollten. Oder Liegenschaften. Aber es braucht eigentlich mehr Verständnis, wenn man mit Liegenschaften Geld verdienen will, weil man sich auf eine einzelne Branche konzentriert.

Bei Aktien sollte man ausgewogen investieren. Verschiedene Länder und verschiedene Währungen. Es ist zu berücksichtigen, dass wenn man in der Schweiz in Aktien investiert, verschiedene Währungen meist schon durch unsere Exporte berücksichtigt sind. Die Unternehmen sind meist von anderen Währungen abhängig - Euro, USD und je länger auch asiatische Währungen und solche von aufstrebenden Märkten, sogenannten Emerging Märkten - kurz EMMA genannt.

Gestern hat mir einer gesagt, er hätte jetzt UBS gekauft. Billiger werden sie nie mehr. Und ein anderer hat gesagt, dass dieser Titel noch auf CHF 20 hinterunter fällt. Es tut mir leid, ich kann hier kurzfristig nicht weiterhelfen. Ich weiss es nicht, was die Titel machen werden. Ich kann nur Vermutungen und Überlegungen anstellen - und diese Meinung ist ausschliesslich meinen Kunden vorbehalten. Die lesen sie nie im Finanzblog, denn Schätzungen ab zu geben ist unseriös, weil wir die Zukunft nicht kennen. Zumindest die kurzfristige nicht. Also keine Hektik, sondern staffelweise kaufen. Zum kaufen erwischt man höchsten aus Zufall den tiefsten Stand und beim Verkaufen ist es das selbe. Wir können aber sagen, dass heute sicher nicht der beste Zeitpunkt zum verkaufen ist. Pech hat, wer halt Geld braucht. Es gibt nichts wichtigeres in diesem Geschäft, dass sie immer über eine angemessene Liquidität verfügen. Diese Woche hat mir wieder einmal eine ganz grosse Kennerin und Könnerin gesagt, dass sie immer 20 Prozent Reserven hat.

Immer, das ist eigentlich übertrieben, denn diese Reserven brauchen wir, wenn totale Hektik aufkommt. Wir kaufen dann ab und zu etwas und wenn es dann bergauf geht, wird wieder verkauft um Liquiditätsreserven auf zu bauen. Es geht nie nur bergauf. Und in der heutigen Zeit kann man auch erwähnen, dass es nie nur talwärts geht. Also keine Hektik, sondern alles gelassen nehmen und sich entspannen. Aber das ist wirklich einfacher gesagt als gemacht. Die Gelassenheit zeichnet den Profi aus. Und das Alter, die Erfahrung und auch, welche Bücher man gelesen hat. André Kostolani oder Peter Lynch und die kleinen und grossen Meister. In den nächsten Tagen ist auch wieder ein Beitrag im Finanzblog geplant, wo ein bekannter Anleger warnt. Und vergessen sie die alte Weisheit nicht - wenn jemand verkauft, so kauft ein anderer. Diese Tatsache bringt zwar vielen negativen Stress - den sogenannten Dis-Stress, der tippisch für die Hektik ist. Einen positiven Stress, den EU-Stress gibt es meiner Meinung an der Börse nicht, aber die Euphorie. Und diese ist in etwa gleich schlecht wie die Hektik. Also, ruhig Blut.

Hektik ist etwas Verrücktes. Bisher sind Aktientitel zum Beispiel bei der Bekanntgabe eines grösseren Stellenabbaus immer gestiegen. Das Unternehmen kann Kosten sparen. Die UBS-Aktie hat vor einigen Tagen total gegenteilig reagiert. Von der menschlichen Seite her betrachtet wäre statt eines Stellenabbaus, eine Lancierung eines neuen Produktes oder einer neuen Sparte besser. Viele Grossunternehmen hätten das Geld dazu. Aber meist fehlt es an den Ideen im obersten Kader - oder dem Willen.



Vor einem Jahr erschienen: Die Rhône bei Wien ...

Vor zwei Jahren erschienen: Energiepreise in Frankreich

Vor drei Jahren erschienen: Rohstoffe - mageres Schwein, Zucker und Zahlenakrobatik - haben sie damals schon gekauft?

Die Zukunft kann niemand voraussagen

Heute der zweite Grund, wieso man zu Zeiten der Finanzkrise gelassen sein soll. «Nur keine Panik» hat die Zeit ihren Artikel betitelt. Wir schauen einmal in die Zukunft.


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«Auch Affen können erfolgreich sein» - das haben wir gesehen. Aber auch Affen können die Zukunft nicht besser beurteilen als der Mensch. Im Gegenteil. Das ist die Domäne des Menschen. Manche liegen mit ihren Prognosen zwar arg daneben, aber es wird immer wieder gedeutet oder zumindest versucht, was die Zukunft bringen möge.

Ich Teile die Zukunft jetzt mal in drei Phasen ein: eine Woche - 5 Jahre - eine Generation (25 - 30 Jahre).

Fangen wir bei der Generation an. Nicht mal die Dauer einer Generation ist voraussagbar. Man kann sie statistisch exakt ermitteln, aber nur, wenn man Annahmen trifft. Und eben diese Annahmen sind die Krux. Je nach Zeit und Gesellschaft betrug die Dauer einer Generation von knapp 15 Jahren bis zu gut 40 Jahren. Wir werden vermutlich bei 25 - 35 Jahren liegen. Kriege, Hungersnöte, Volkswohlstand und -Gesundheit beeinflussen die Generationenlänge. Und noch etwas das ganz wichtig ist - die Technik. Die Technik im weiteren Sinn, inklusive der medizinischen und genetischen Forschung. Es ist nicht möglich zu sagen, was genau die lange Zukunft bringen wird. Die Kernfusion als Energiegewinnung wird wohl produktionsreif sein. Krebs kann teilweise geheilt werden. Die BRIC-Länder werden noch nicht den Wohlstand wie die EU haben und die Schweiz dürfte zu dieser noch mehr verwachsen sein. Versuchen sie selbst eine Prognose zu machen.

Fünf Jahre ist schon eine lange Zeit, aber in der Börsenwelt ist sie für einige wenige Anleger vermutlich die wichtigste Periode, die es zu beurteilen gibt. Diese kleine Gruppe macht auch regelmässig eine gute Performance und es sollte nicht erstaunen, dass aus dieser Gruppe die meisten ganz wohlhabenden Leute kommen. Die Zukunft auf plus minus fünf Jahre ein zu schätzen, ist das Wichtigste. Aber sie brauchen wie der Affe ein System oder zumindest eine gleichbleibende oder ähnliche Handlungsweise und Wissen, viel Wissen und eine eigene Meinung. Das ist auch der Grund, wieso ich das Finanzblog oft als Nachschlagewerk brauche und am Ende eines Beitrages diejenigen vor den verschiedenen Jahresfristen aufzeige. Das gibt ein Feeling für die Zeit. Manchmal müssen wir unabhängigen Vermögensverwalter länger warten. Auf den Goldrun musste ich länger warten und auch bis sich die Sonnenenergie durchgesetzt hatte - dafür haben sich beide ganz herrlisch schön ausbezahlt.

Warten muss man an der Börse können und das können eben die wenigsten Menschen. Am aller wenigsten die Finanzmenschen. Die sind kurzatmig programmiert. Sie versuchen oft auf ein Jahr hinaus zu denken, schaffen aber meist nur eine Woche. Zumindest in der heutigen Börsenzeit. Schauen sie zum Beispiel einmal die täglichen Bewegungen der UBS an. In den letzten vier Wochen war praktisch an jedem dritten Handelstag die Spanne von Tiefst zu Höchst über 10 Prozent und viermal gab es Kurssprünge des Schlusskurses von einem Tag zum andern von deutlich über 10 Prozent. Das hat nichts mehr mit Vernunft zu tun und voraussagen kann dies schon gar keiner mehr.

Es ist unmöglich genau zu sagen, was in fünf Minuten, in einer Stunde, in einem Tag an der Börse sein wird. Man verlässt sich auf die Verhaltensmuster des Menschen - nur kann der bei besonderen Ereignissen ganz anders reagieren als gewohnt. Wir schauen uns das nächsten Montag mit der UBS an - Hektik nennt man dann das. Der dritte Grund, wieso wir nicht in Panik fallen sollen.

Wenn sie etwas pronostizieren wollen, dann machen sie das mit dem Wetter. Ich behaupte jetzt einmal, dass ich in einer Stunde bei über 20 Grad auf dem Balkon frühstücken werde. Sie sehen, es geht nicht jeder von der gleichen Beurteilung der Zukunft aus. Ich werde garantiert recht haben, denn ich kenne das Wetter hier in Südfrankreich. Nun schätzen sie aber einmal wie das Wetter in einem Jahr sein wird. Vermutlich ähnlich - die Börse dürfte in dieser Hinsicht um einiges komplizierter sein. Aus diesem Grunde gebe ich auch nie Schätzungen oder Prognosen ab, wo ein Index in Zukunft stehen könnte. Ich bin Philosoph und Querdenker und nicht Magier, Zauberer oder Prophet.


Vor einem Jahr erschienen: Wo Berge sich erheben - etwas über Müll

Vor zwei Jahren erschienen: 1 : 0 für Diesel

Vor drei Jahren erschienen: Berna Biotech hat Grippe ...

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Auch Affen können an der Börse erfolgreich sein!

In «nur keine Panik» lesen sie dass Adam Monk ein Weissstirnkapuziner-Affe weit über 30 Prozent besser als der Markt abgeschnitten hat.


Ein weiterer Beitrag über «Geld und Finanzen - leicht erklärt» - eine Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn.

Wieso er besser abschneidet, ist ganz einfach. Er arbeitet systematisch. Seine Dart-Pfeile treffen mehr oder weniger exakt die Scheibe - oder in unserem Beispiel eben die Zeitung mit Börsenkursen. Es ist nichts anderes als eine statistische Frage. Wenn sie beim Roulette immer auf die 17 setzten werden sie mit grösster Wahrscheinlichkeit erfolgreicher sein, als wenn sie die Zahlen immer wieder ändern.

Schuld dass Adam Monk besser als der Durchschnitt abschneidet, ist aber nicht ihm zu verdanken, sondern den andern Marktteilnehmern die im überwiegenden Fall nach keinem System handeln, sondern der Masse nachrennen. Und sie können vermutlich auch eine Bank darauf setzten, dass seine fünf Vorschläge für 2008 besser als der Durchschnitt abschneiden werden. Der Grund ist wieder ganz einfach - die Masse, die nicht erfolgreich ist, wird auf Monk hören und seine Titel kaufen. Haben sie nicht auch gleich daran gedacht hier zu investieren. Ich habe die Titel nicht angeschaut, denn dieses System ist nicht nach meinem Geschmack, aber sie können sicher sein, dass sie sogar noch besser abschneiden werden, denn vermutlich sind diese Titel im allgemeinem Börsenumfeld auch gesunken - aber garantiert unterdurchschnittlich. Indirekt macht sich der Affe all die «Affen» zu nutze, die keine eigene Meinung haben.

Wie ich schon einmal geschrieben habe, können sie sogar in den Gorillafund investieren - das scheint eine gute Sache zu sein. Und wenn sie fremde Länder mögen, dann schauen sie doch mal die Seite von AdamMonk.com an. Wenn sie alles Geld investiert haben, dann träumen sie halt mal von fernen Reisen. Ihre Wertschriften werden wieder steigen. Wann? Das weiss jetzt wirklich keiner und darüber schreibe ich am nächsten Montag. Also ruhig Blut - es kommen immer wieder gute Zeiten. Und vielleicht überlegen, ob man nicht auch seine Anlagetaktik einmal überdenken sollte. Einfach nicht beirren lassen - mögen die andern auch über sie lachen. Am Ende lacht meist der andere - sie, weil sie Erfolg haben werden. Ich habe dieses «Spiel» an der Börse schon einige Male miterlebt und eigentlich mit den Wertschriften die ich selbst beeinflussen konnte sehr gut überlebt.

Vor einem Jahr erschienen: Geldwäscherei - durchwegs positive Bilanz

Vor zwei Jahren erschienen: Apple und Äpfel - sie kommen und gehen

Vor drei Jahren erschienen: Uhren, Handy und Hugo Boss(in)

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3 Jahre Jubiläum und Dollar unter 1 CHF?

Vor drei Jahren ging der erste Beitrag auf dem Finanzblog online - der USD war damals auf auf 1.1649 ...

... und in der Zwischenzeit stieg er einmal auf 1.3285 - vergangenen Freitag hatte er einen Viertel weniger wert ...

Dollar unter 1 CHF

... in meiner Schulzeit haben wir noch mit etwas über 4 Franken gerechnet. Langfristig gesehen kann sich in der Finanzbranche wirklich alles ändern. Aber so schlimm ist das nicht., denn für uns werden amerikanische Waren billiger - immer voraus gesetzt, dass der Händler diese Gewinne weiter gibt. In dieser Beziehung sieht es aber meistens schlecht aus. Also müsste man Ferien in den USA buchen und dort Jeans, Turnschuhe usw. einkaufen. Es gibt Produkte, die kosten noch heute mehr als das Doppelte denn in den USA.

Vermutlich gehören sie auch nicht zu denjenigen, die am Freitag US-Dollars unter einem Schweizer Franken kaufen konnten. Das war nur für grosse Geschäfte möglich. Der kleinere und kleine Kunde zahlte infolge der Marge mehr als einen Franken. Der tiefe Dollar hat auch Vorteile, ob dies nun gegenüber dem Schweizer Franken oder dem Euro ist, spielt nicht eine so grosse Rolle.

«BÖRSENLOGIK - Wie der Dollarverfall dem Dax hilft

Von Kai Lange

Anleger in Angst: Der rasante Wertverfall des Dollar schockt Börsianer weltweit. Zu Unrecht, sagen Experten. Die Schwäche der Währung könnte der US-Wirtschaft letztlich aus der Krise helfen - und damit auch den Dax stärken ... lesen sie weiter bei SPIEGEL ONLINE ... »

Wenn sie täglich die Dollar-Kurse anschauen wollen, geht das am einfachsten bei Cash - Insider geben www.borsalino.ch ein - diese Adresse können die meisten auswendig.

Vor einem Jahr erschienen: Sauber und Albert ... - Besuch bei BMW-Sauber

Vor zwei Jahren erschienen: Menschenrechtsrat beschlossen

Vor drei Jahren erschienen: Haftungsausschluss und Kontaktaufnahme

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Gemeinsamkeit von Muscheln, Schnecken, Zähnen, Steinen, Cigaretten und Münzen

Seit 2600 Jahren gibt es Münzen, das heute häufigste Zahlungsmittel. Aber es gibt noch faszinierenderes «Kleingeld».

Ein weiterer Beitrag über «Geld und Finanzen - leicht erklärt» - eine Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn.

In Neuguinea und auf den Philippinen werden noch heute Kaurimuscheln zum Zahlen eingesetzt. Falls sie einmal dort Ferien verbringen wollen, nehmen sie vorteilhaft trotzdem Bargeld, Traveller-Cheques oder Kreditkarte mit, denn Muscheln dürften auch dort eher die Ausnahme sein. Sie werden auch keinen Zusatzverdienst erheischen, wenn sie Muscheln essen und dann die Schalen mit nach Hause nehmen. Es muss schon eine ganz spezielle Muschel sein, wenn sie diese gegen Geld eintauschen können. Ich verschenke solche lieber und mache einem Sammler Freude.

Die schönsten Muscheln stammen aber von Schnecken - die Kaurischnecke dürfte die bekannteste sein. Das Muschelgeld müsste in den meisten Fällen Schneckengeld heissen. Und fragen sie mich jetzt bitte nicht, ob das Fünf-Stück aus diesem Grund bei uns oft «Schnägg» (Mundart für Schnecke) genannt wird. Unsere Solothurnerin könnte herausfinden, ob die Fasnachtsplakette von Biberist einen ähnlichen Ursprung hat - www.schnaegg.ch. Die erste «Plagette» (siehe Archiv) stammt von 1945.

Ab diesem Jahr wurde in Deutschland bis zur Währungsreform oft Cigaretten als inoffizielles Notgeld verwendet. «Sackstark» - ob er das gewusst hat. Danke übrigens, für deine Gastfreundschaft und die tollen Diskussionen. Sie endeten später, als ich heute aufgestanden bin. Blogger haben eben einen eigenen Fahrplan - na, zumindest Sandra hat in dieser Beziehung heute Glück. Der Bahnstreik ist abgewendet und weil Frau in Deutschland und ich sonst auf Achse waren, erscheint dieser Beitrag halt vielleicht nicht zur gewohnten Zeit. Und wenn sie jetzt lesen, sitze ich vermutlich auch irgendwo in einem Bahnwagen.

Den Kaffee werde ich mit Münzen bezahlen und erst gar nicht den Versuch starten, ob allenfalls auch Pottwahlzähne oder farbige Steine an Zahlung genommen würden. In der Schweiz ist der Handel mit solchen Zähnen und der Import verboten - sie sind aus Elfenbein. Wenn wir schon beim Kaffee sind bin ich gespannt, ob der Preis für diesen Rohstoff in nächster Zeit in der BernerZeitung korrekt wieder gegeben wird. Eine Lehrtochter der Redaktion will sich dem annehmen. Das wäre dann ein fast historischer Erfolg.

Historisch gäbe es auch über Münzen viel zu erzählen. Das eine oder andere werde ich vermutlich demnächst selbst schreiben, aber wer es genau nehmen will, der soll sich das Büchlein «Geld - Schweizer Münzen und Banknoten als unbestechliche Zeitzeugen» von Johannes Müller besorgen - zu kaufen bei «Einräppler» - für weniger Versierte unter «Einraeppler». Echt interessant und eben stelle ich fest, dass die Zigarette auch erwähnt ist. Logisch, das muss so sein, denn Dr. Jürg Stüssi-Lauterburg hat wertvolle Hinweise geliefert. Und da komme ich nicht herum, auf das Blog von libref zu verlinken. Stüssi referierte über die Geschichte der Kappeler Milchsuppe anlässlich der 2. Milchsuppe.

Vor einem Jahr erschienen: mal schauen was jetz...

Vor zwei Jahren erschienen: Internationaler Tag der Frau

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Soll ich jetzt Aktien oder Obligationen kaufen?

Die Antwort gleich vorne weg - ich weiss es nicht. Genauer gesagt, noch nicht. Man muss zuerst eine Menge Fragen beantworten können. Jeder Anleger ist anders und hat andere Voraussetzungen, andere Ziele.

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In der herkömmlichen Beratung gibt es drei wichtige Punkte, die angeschaut werden müssen - Risiko, Rendite und Liquidität. Diesen drei Punkten sagt man das magische Dreieck. Was bedeutet das aber nun für jede einzelnen Leser.

Die Liquidität ist das Wichtigste - bitte vergesst das nie in eurem ganzen Leben. Geld zum Leben braucht man immer und die meisten Firmen und Privatpersonen die in Konkurs geraten sind an der fehlenden Liquidität gescheitert. Wenn sie Aktien kaufen müssen sie sich auch überlegen, wann sie das investierte Geld wieder brauchen. Wenn sie zum Beispiel ein Haus bauen wollen, dann sollten sie nicht der Gier verfallen sein, zuvor noch an der steigenden Börse zu spekulieren. Da müssen sie, wenn sie noch von steigenden Kursen profitieren wollen, nach einem System arbeiten. Zum Beispiel bei einem Kursrückgang von fünf Prozent des erreichten Höchstwertes, verkaufen - und zwar knallhart ohne wenn und aber. Dieses System hätte auch vor dem Crash im Oktober 1987 bestens funktioniert. Bei einer Person die ich beraten habe, wären alle Aktien im September verkauft gewesen. Aber eben, die Gier. Wer warten konnte, hat wieder viel Geld verdient. Warten ist aber manchmal schwierig - vor allem wenn man Geld benötigt das investiert ist.

Obligationen oder Anleihen sind hier grob gesagt etwas besser. Aber auch Obligationen können an Wert ein büssen. Bei steigenden Zinsen oder wenn der Schuldner (auf den die Obligation lautet), Vertrauen verliert. Bei einigen Bankobligationen dürfte dies zur Zeit der Fall sein. Das liebe Risiko steckt in jedem Wertpapier, in jeder Anlageform. Bei einem mehr, beim andern weniger. Grob gesagt ist das Risiko aber bei Aktien wesentlich höher als bei Obligationen oder gar Geldern die auf Konten liegen oder in einem Festgeld oder Termingeld angelegt sind. Der Anlagehorizont ist hier meist unter einem Jahr und im Normalfall hat man mit keinen Kursschwankungen zu rechnen. Es sei denn, man legt in Fremdwährungen an. Der Dollar kann in den nächsten Tagen oder Wochen vielleicht auf unter einen Franken sinken. Wir wissen es nicht - das ist eben das Risiko.

Das Risiko und die Rendite sind meist direkt von einander abhängig. Je mehr Risiko man eingeht, desto höher ist die Rendite. Das ist eine Weisheit, die eigentlich jeder gekannt hat. Nur wurde uns mit der Subprime Krise - die amerikanische Immobilienkrise - bewiesen, dass es auch anders geht. Auch europäische Banken sind hohe Risiken eingegangen und hätten dafür nur wenig Rendite erhalten. Wie viel sie jetzt noch erhalten werden, ist fraglich. Über 100 Milliarden US Dollar wurden bis jetzt abgeschrieben. Alle dubiosen Kredite schätzt man auf das gut Sechsfache. Das heisst, man wird noch in grossem Rahmen abschreiben müssen, es sei denn, die Amerikaner könnten sich jetzt die Hypotheken wieder leisten, weil der Zins gesunken ist.

In jede Aktie würde ich jetzt noch nicht investieren auch wenn einige ganz schön tief gefallen sind und optisch gesehen günstig zu kaufen sind. Am besten man kauft sich nicht alle Aktien zum gleichen Zeitpunkt. Es ist nicht möglich dass sie zu den Tiefstkursen kaufen und zu den Höchstkursen verkaufen. Wenn es einmal so ist nennt man dies Glück - und das wünsche ich ihnen an der Börse.

Ja, für Junge gibt es noch eine zusätzliche Überlegung. Ich will noch nicht auf das martische 6-Eck hinaus, das behandeln wir später einmal. Mit Aktien, wenn man das wirklich langfristig betrachtet, erreicht man pro Jahr ein, zwei, drei, vier, fünf oder noch mehr Prozent Mehrrendite. Es kommt darauf an, wie gut sie die Titel auswählen und ob ihnen Fortuna auch gut gesinnt ist.

Nehmen wir an, wir investieren 40 Jahre lang jeweils 1000 Franken. Mit 3% haben wir einen Ertrag von rund 38 000 und bei 6 % sind es schon mehr als drei mal soviel - und zusätzlich haben wir noch die 40'000, die wir investiert haben und vielleicht für «nichts Blöderes» ausgegeben haben. Oder anders gesagt, es ginge manchem besser wenn er früh lernt mit Risiken vernünftig um zu gehen.

An Aktien ist noch etwas erstaunlich. Es ist eines der wenigen herkömmlichen Wertpapiere das in Deutschland und der Schweiz gleich heisst.


Vor einem Jahr erschienen: Shanghai, RE/MAX, Kräuter und der 2. März

Vor zwei Jahren erschienen: Unterschied zwischen Auto- und Senf-Einkauf - hier geht es um mehr Rendite - aber vermutlich für die Meisten noch schwieriger, als Aktien zu kaufen

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Auf den Spuren alter Zahlungsmittel: Transsahara-Expedition von Andrea Vogel

Gold und Salz - heute mit recht unterschiedlichen Preisen und früher wurde Gold mit Salz aufgewogen. So ändern die Zeiten. Und falls sie am Sonntag einen schönen Spaziergang machen, denken sie doch mal an Andrea Vogel. Er durchwandert die Sahara - und das hat vor ihm seit 150 Jahren keiner mehr gemacht. Viel Glück Andrea.

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Zum Beginn des UNO Jahres des Planeten Erde startete Andrea Vogel den zweiten Versuch seiner äusserst anspruchsvollen und kulturell spannenden Expedition durch die grösste Wüste der Erde: die Sahara. Startpunkt bildet die sagenumwobene Stadt Timbuktu in Mali; Ziel ist die Handelsstadt Marrakesch in Marokko. Dazwischen liegt eine der faszinierendsten und unbekanntesten Landschaften unseres Planeten. Diese Süd-/Norddurchquerung war im Mittelalter der wichtigste Gold- / Salzhandelskarawanenweg von Schwarzafrika nach Europa und ist seit über 150 Jahren nicht mehr begangen worden. Die Expedition steht unter dem Patronat der Schweizerischen UNESCO-Kommission.

Bei Orion-Tour sind sie täglich dabei - ohne Hitze, Blasen, brennenden Augen ...

Schauen sie sich seine Bilder an, er ist ein begnadeter Fotograf und ein Draufgänger, genauer gesagt ein Grenzgänger - erinnern sie sich noch an den, der die Schweiz auf der Grenzlinie umwandert, beklettert, durchschwommen ... hat. Das ist der gleiche Vogel, der seinem Namen aber nicht gerecht wird. Jedes Abenteuer wird peinlich genau geplant und dann wird trainiert. Eigentlich der einzige (ehemalige) Nachbar, den ich gerne «ausspioniere.»

Keine Ahnung, welche Zahlungsmittel er mit auf seine Reise nimmt. Kreditkarten wird er nicht täglich einsetzen können und Bancomaten liegen auch nicht oft auf seiner Route. Gold wird er auf der Karawanenstrasse wohl keines in Münzform bei sich haben, eher Salz, der Gesundheit wegen. Ein Kilo Salz kostet heute im Rappenbereich. Salz ist ein sehr vielfältiges Mineral - alles schon mal beschrieben. Und Salzstrassen gibt es nicht nur in der Sahara - auch in Deutschland. Ob man überall im grossen Kanton weiss was Salär heisst, bezweifle ich und vermutlich haben auch die wenigsten gewusst, dass das Salär (Lohn, Gehalt) vom Wort Salz kommt.

Mit Gold kann man heute noch viel Geld verdienen - oder verlieren. Es ist immer nur eine Frage, zu welchem Preis man es kauft und verkauft. Vor zwanzig Jahren war Gold kein grosses Anlagethema, vor zehn Jahren auch nicht - aber damals hätten sie kaufen sollen. Ich habe mich 1999 entschlossen, praktisch allen Kunden Gold in Form von Minenaktien ins Depot zu legen. Vermutlich wird es in zwanzig Jahren noch teurer sein, als heute. Aber warten können heute die wenigsten Leute, obschon genau hier die schönen Durchschnittsrenditen drin liegen.

Da heute jeder Finanzmensch ein Spezialist auf Gold zu sein scheint, halte ich mich eher zurück - es gibt in diesem Sektor zu viele derivative Spekulations-Anlagen und spekulieren kann ganz schön ins Auge gehen. Wie der Sand in der Wüste. Und falls sie lieber mit Salz Geld verdienen wollen, dann ist auch dies möglich. Fleur de sel kostet bei uns sündhaft viel. Am richtigen Ort eingekauft, kostet es einen Bruchteil. Nur, bis sie 100 Kilo verkauft haben, dauert es auch seine Zeit und um die Suppe zu würzen, ist es viel zu schade. Und wenn ihnen die Sahara zu beschwerlich ist, so begeben sie doch einmal in der Nähe auf eine Salzstrasse.

Falls sie mehr über Andrea Vogel lesen wollen - voici und voila seine Keck-e Seite. Jetzt lacht er in der Sahara - eines seiner Markenzeichen.

Das Logbuch aus der Sahara - das Saharablog von Andrea Vogel bei Blick-Online
... und hier noch ein Artikel, wo im Sand Geld verdient wird - «Die Karawane zieht weiter» - von Financial Times Deutschland ...

Vor einem Jahr erschienen: Expertenwissen - sind sie à jour - Gratistest

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Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER - eigenständig, unabhängig, langfristig
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