Re, Xing, Cross und die tiefe Krise der Schweiz

Seit gestern wissen wir, dass auch eine Rückversicherung um 28 Prozent einbrechen kann - nicht pro Jahr, pro Tag. Swiss Re - your Expert in Capital and Risk Management. Zum Weinen ...

... oder zum Lachen? Entscheiden sie sellbst. Und warum in diesem Fall die Aktie sinkt, wenn Warren Buffet in Swiss Re einsteigt? Er ist noch nicht eingestiegen, er hat in eine Wandelobligation mit einem utopischen Zinssatz von 12 Prozent investiert und vielleicht kauft er nach zu tieferen Preisen ein, als zum Wandelpreis von CHF 25.

Die Welt scheint etwas verrückt zu sein, aber bilden sie sich doch ein eigenes Urteil:

"Obama ist tief besorgt wegen Stephan Marti

Wegen Stephan Marti scheiterten die Bilateralen Verträge und die Schweiz stürzt in eine tiefe Krise ... sehen sie selbst bei tagesnews ... ".

Da muss eine Verwechslung vorliegen, denn ich habe schon brieflich abgestimmt. Haben sie noch einmal Lust, die Lachmuskeln zu strapazieren? Dann lassen sie den Namen "Cross" am besten auf sich registrieren. Kings Cross und Motocross werden den Kürzeren ziehen und auch das Kruzifix (Cross) wird etwas in die Schlagzeilen geraten, aber das ist in Rom an der Tagesordnung. Das war Vorgestern , das Gestern obschon sich die meisten Medien noch mit dem Mut oder der Frechheit von Angela Merkel herumschlagen. Mr. 邢 ist übrigens Chinese - Xing, sein Familienname.



Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Ökologische Spitzenpostition der Schweiz - und keiner merkt es

Vor zwei Jahren erschienen:
Schnitzel - Wein, Wildsau Fasnacht und Blog

Vor drei Jahren erschienen:
Chart Lehrgang (2) - mehrere Punkte, die Masse
- wieder hoch aktuell


Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER - unabhängig, langfristig, gewinnorientiert. Vielleicht überlegen sie sich gerade heute einen Einstieg, dann melden sie sich unverbindlich bei mir.

Kaufen, verkaufen oder halten?

In der Printausgabe steht: „Aktien kaufen – jetzt erst recht“ und auf der entsprechenden Onlineplattform „Soll man jetzt Aktien kaufen?“ Die Antwort scheint doch nicht so einfach zu sein, wie das die Berner Zeitung darstellt:

Der tiefe Fall der Aktienkurse beschert manchem Investor schlaflose Nächte. Gerade deshalb bietet die Krise die die Chance, zu günstigen Kursen Aktien zu kaufen.

von Claude Chatelain

Das Ritual wiederholt sich in hartnäckiger Regelmässigkeit: Aktienkurse steigen und steigen, nur um irgendwann in die Tiefe zu fallen, ehe sie wieder zum Steigflug ansetzen. Anleger scheinen aus diesem Auf und Ab keine Lehren zu ziehen, obwohl das Phänomen der schwankenden Börsenkurse so alt ist wie die Börsen selbst. Die meisten Anleger kaufen, wenn die Börse boomt, und sie verkaufen, wenn die Kurse im Keller sind. Dabei sagt doch eine altbekannte Börsenregel: Kaufe in der Baisse – verkaufe in der Hausse … weiterlesen bei der Bernerzeitung …

Der Artikel ist sehr gut. Wenn jeder sich danach hält, so erzielt er zumindest durchschnittliche Erträge, da er gemäss Vorschlag in ETF investiert ist. Meine Meinung über Exchange Traded Funds wurde schon kund getan. Wenn sie langfristig den Durchschnitt schlagen wollen, dann ist Stockpicking angesagt. Und je tiefer das Börsenniveau ist, desto höher können auch diese Titel steigen. Es sei denn, man verlasse sich auf einen Kommentar des obigen Berichts. Gemäss dem Kondratieff- resp. Kondratjew-Zyklus sollen erst im Jahre 2060 die Aktien-Indices neue Höchststände im sogenannten Herbst-Zyklus (professionelle Ansicht) erreichen. Ähnliches wird für die Immobilienpreise prognostiziert.

Soviel Pessimismus kann ich nicht an den Tag legen. Aber es ist so, wenn einer eine Aktie kauft so verkauft ein anderer die gleiche Aktie. Immer sind zwei gegensätzliche Meinungen vorhanden. Ich stehe eher auf der Käuferseite, obschon wirklich noch Rückschläge mehr als nur möglich sind. Schlechte Geschäftsabschlüsse. Vermutlich werden das nicht die letzten sein.

Gemäss Zeitungsartikel soll man in der Baisse kaufen. Schauen sie einmal die Grafik des SMI an. Wo ist die Baisse? Rund sechs verschiedene Punkte stehen zur Verfügung. Im Nachhinein wissen wir immer wo die Baisse wirklich am tiefsten war. Und interessant ist auch, dass zurzeit eher gewiefte Anleger kaufen, die auch das Risiko nicht all zu sehr streuen. Schon gar nicht mit Indexfonds.

Wenn sie mehr wissen wollen, rufen sie unverbindlich an. Wenn jeder so (häufig) wie ich handeln würde, wäre das Bild in obigem Bericht schon lange zur Selbstverständlichkeit geworden. Zwei Drittel der Arbeitslätze sind nicht besetzt. Dreischicht-Betrieb vermuten sie. Deshalb vielleicht die sichtbaren Champagner- und Bierflaschen.


Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Kann man wirklich Geld vernichten?

Vor zwei Jahren erschienen:
Die Bank - die rote Bank und der Tod

Vor drei Jahren erschienen:
SNB, EZB - bemerkenswert stabil




Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER - unabhängig, langfristig, gewinnorientiert. Vielleicht überlegen sie sich gerade heute einen Einstieg, dann melden sie sich unverbindlich bei mir.

Spekulationsverbot - Blumiges seit Jahrhunderten

Das wohl älteste Spekulationsverbot dürfte in der Finanzwelt beim Islamic Banking oder im Tulpenhandel zu suchen sein.

Am World Economic Forum WEF sagte George Soros. "Die Finanzkrise ist schlimmer als 1930." Auch er ist über das Ausmass überrascht worden. Soros, vom Britischen Pfund her selbst als grosser Spekulant bekannt, forderte vor rund einem Jahr ein Spekulationsverbot für Rohstoffe. Zumindest für amerikanische Pensionskassen, weil diese in grossem Umfang mit Nahrungsmitteln die für die Ölproduktion bestimmt waren spekulierten.

Über den Sinn oder die Probleme solcher Bestimmungen brauchen wir nicht zu diskutieren. Sie werden ohne unser Dazutun eingeführt - oder weitere Spekulationen zugelassen. Die ersten derivativen Produkte sind vermutlich in der Produktion und beim Handel von Olivenöl erfunden worden. Der Produzent wollte sicher sein, dass er bei der nächsten Ernte einen Verkaufserlös erzielt - er wusste nicht wie die Ernte ausfallen wird. Und der Händler wollte sich möglichst günstige Einkaufspreise sichern. Im Grunde genommen, eine vernünftige Angelegenheit.

Auch 4000 Jahre später kann mit Olivenöl spekuliert werden. Bei weniger Ernteertrag werden die Preise steigen und der Konsument steigt vermutlich auf Raps-Öl um. Die Auswirkungen eines Spekulationsverbots sind nicht einfach voraus zu sagen.

Trotzdem die Niederlande vor 400 Jahren ein Spekulationsverbot für den Handel mit Tulpenzwiebeln erliess, gibt es einen im wahrsten Sinn des Wortes immer noch einen "blühenden" Handel mit Blumen. Jeder zehnte Quadratmeter der Landwirtschaftsfläche wird für Schnittblumen verwendet. Zumindest dürfte heute keine Tulpenzwiebel für EUR 87'000 mehr zu kaufen sein.

Versuchen sie auch nicht mit Blumen zu spekulieren. Orchideen zum Beispiel. Die waren vor Jahrzehnten wesentlich teurer als heute. Und es gibt immer noch wunderschöne Exemplare, die einen vierstelligen Frankenbetrag kosten. Auf der anderen Seite, werden heute Orchideen aus Holland mit vier Rispen unter zehn Franken im Endverkauf angeboten. Wooningorchids müsste man einmal besuchen ... aber wieso nicht gleich in der Nähe bleiben. Einige Bilder aus dem Luzerner-Garten in Ebikon. Mit den Buchstaben ORCH-Ideen sollte es jedem Banker möglich sein, ein spekulatives derivatives Produkt zu kreieren. Aber bitte, nicht spekulieren! Erfreuen sie sich an den herrlichen Pflanzen aus Asien und Südamerika.


Orchidee
Orchidee
Orchidee
Orchidee
Orchidee
Orchidee
Orchidee

Vielleicht finden sie sogar einige Orchideen in der Schweiz. Es braucht nur den speziellen Blick dazu. Gesehen beim Parkplatz von Ringier Print, der den Besuchern der Orchideen-Ausstellung zur Verfügung stand. Da hat eine Orc-Idee zugeschlagen. Banker + Gangster = Bankster

Bankster


Die Beiträge über «Geld und Finanzen - leicht erklärt» - schaltet auch die Bloggerin Tari Eledhwen aus Solothurn und das Personalblog.


Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Der zukünftige Kunde II: «Hilfe - ich muss endliche meine Bank wechseln»

Vor zwei Jahren erschienen:
Brandneu: Mein Europa Blog - www.mein-eu-blog.de

Vor drei Jahren erschienen:
Zum 1., zum 2. ... zum 14., zum Letzten - einer der ersten bissigen Kommentare über Greenspan, aber die Geschichte gab mir Recht




Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER - unabhängig, langfristig, gewinnorientiert. Vielleicht überlegen sie sich gerade heute einen Einstieg, dann melden sie sich unverbindlich bei mir.

Beiträge 11 - 13 / 13