Risiken - alle Warnungen in den Wind geschlagen

"Die staatsnahen US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac haben Kredite von 5000 Milliarden Dollar ausstehend. Sie befinden sich in arger Schieflage." Und das seit Jahren.

Ein weiterer Beitrag über «Geld und Finanzen - leicht erklärt» - eine Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn.

Fannie Mae ist so etwas wie der amerikanische Börsenliebling. Viele Amerikaner haben eine Hypothek, die indirekt bei Fannie Mae oder Freddie Mac abgesichert ist. Und das Fannie Probleme hat, ist alles andere als neu. Seit Jahren wird erwähnt, wie schlecht es dieser Firma geht. Das Risiko wurde erwähnt. Wer es sich leisten kann, mit Risiken um zu gehen und auch Verluste verkraftet, der darf solche Titel kaufen. Alle anderen sollen die Hände davon lassen.

Der Grössenwahn und die Immobilienkrise in den USA erstaunen immer mehr. Vermutlich sind sehr viele von reiner Geldgier besessen, dass sie seit Jahren alle Warnsignale ausgeschlagen haben.

"... von Verstaatlichung will die US-Regierung nichts wissen.

Die Kreditkrise stellt die US-Regierung vor ein grosses Problem. Die beiden staatsnahen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac befinden sich arg in Bedrängnis. Dennoch hat sich die US-Regierung gegen eine Verstaatlichung der angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae ausgesprochen ... lesen sie weiter bei espace.ch ... "


Martisches 6-Eck

... bei einer Anlage gilt es, sich mit diesen 6 Punkten des Martischen 6-Ecks auseinander zu setzen. Wie Amerika zeigt, machen die meisten das nicht einmal mit den drei "altbekannten" Punkten des magischen Dreiecks und Zauberei hilft in diesem Fall nichts...

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Meister des Abrakadabra: Heinz Holliger - Preis der Zürcher Festspiele - und hier steht noch viel mehr über Heinz Holliger

Vor zwei Jahren erschienen:
Loisium - Weine erleben

Vor drei Jahren erschienen:
Hypotheken können zur Hypothek werden


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Schweizer Immobilienbrief Nr. 56

Die Flächenberechnung eines Wohnhauses ist schon eine Wissenschaft für sich, geschweige denn diejenige von Verkaufsflächen eines Einkaufszentrums.

Gehört denn nun die Vorkassenzone in einem Supermarkt beispielsweise noch zur Verkaufsfläche auch wenn dort keine Waren präsentiert oder verkauft werden? Zählt bei einer Bäckerei oder Metzgerei der Bereich hinter dem Verkaufstisch noch zur Verkaufsfläche auch wenn diese für den Kunden überhaupt nicht zugänglich ist? Wie sind die Mall-Bereiche oder Event-Flächen in einem Shopping Center zu bewerten?

Auf der anderen Seite stellt sich für mich die Frage, ob es wichtig ist, wie viel Verkaufsfläche es hat. Jeder will in einige bevorzugte Geschäfte und allenfalls noch einige unbekannte anschauen. Zudem wollen sie beim Einkaufen auf der einen Seite breite Gänge, damit sie die Waren schnell überblicken können. Auf der anderen Seite möchten sie möglichst kleine Läden, damit sie nicht zu weit in einem Geschäft laufen müssen, bis sie alles gefunden haben. Es gibt doch nichts Ekligeres, als wenn sie in einer Ecke eines Discounters sind und feststellen müssen, dass die Zahnstocher auf der anderen Seite bei den Haushaltswaren zu finden wären.


... der Immobilienbrief zum herunterladen ...

Immobrief



Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Polo - wer oder was ist das eigentlich genau?

Vor zwei Jahren erschienen:
Rasen und Bullen

Vor drei Jahren erschienen:
libref. - liberal reformiert - heute ein bestandes Blog in der kirchenpolitischen Landschaft

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«Businessfrauen: "Erfolg nur mit ohne Bart"»

Das Investmagazin Punkt widmet sich dem Thema «Businessfrauen».

Frauen sind ruhigere Anleger

Ferner: Männer schichten ihre Portfolios öfters um als Frauen. «Wir Frauen sind vorsichtiger und zurückhaltender», sagt die Vermögensverwalterin Edit Höller Zen Ruffinen
und weiter: «Männer haben die Tendenz, nervös zu werden und fangen dann schnell an,
wild zu traden.» Das Gros der Frauen ist laut Höller Zen Ruffinen bezüglich Anlageentscheidungen extrem stabil. Wenn eine Frau sich einmal für eine Strategie entschieden habe, bleibe sie konsequent dabei ... lesen sie weiter im Punktmagazin ... » (Ausschnitt von Seite 23)

Leider stimmt diese Betrachtungsweise grösstenteils. Aber nicht alle Männer sind die schlechteren Anleger als Frauen. Aus langjähriger Erfahrung kenne ich einige Ausnahmen. Vermutlich haben diese auch einige weibliche Hormone mehr als die Mitbewerber. Und manchmal tragen sie auch einen Bart.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Polo-Turnier

Vor zwei Jahren erschienen:
Nächsten Montag ist die WM 06 Geschichte

Vor drei Jahren erschienen:
Tuareg - Nomadenschulen, sinnvoll oder nutzlos?


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«Stoppt den Agrarenergie-Wahn»

Grain hat eine interessante Zusammenfassung über Agrotreibstoffe verfasst.

«Man kann heute kaum eine Zeitung aufschlagen, ohne den Versprechungen einer neuen, der Menschheit bevorstehenden Ära voll von grüner Energie ausgesetzt zu werden. Obwohl die Erdölfirmen noch für eine lange Zeit weiter Erdöl pumpen werden, wächst die allgemeine Übereinstimmung, dass es höchste Zeit ist, das Verbrennen von Erdöl zu reduzieren, weil es eine der Hauptursachen von Klimawandel, Luftverschmutzung und anderen Umweltkatastrophen ist. Nun wird behauptet, die Lösung sei die Verwendung von biologischem Material zur Produktion von Treibstoffenergie: Feldfrüchte wie Mais und Zuckerrohr, zu Alkohol destilliert, und Ölfrüchte wie Soja, Ölpalmen und Canola, umgewandelt in Biodiesel. Und uns wird gesagt, dass in einem späteren Stadium, wenn die Biotechnologie Einzug gehalten hat, potenziell jegliche Biomasse in Treibstoff umgewandelt werden könnte: Unkräuter, Bäume, das Öl, das wir zum Kochen benutzt haben ... lesen sie weiter bei swissaid ... »


Ganz wird selten jemand den ganzen Text lesen. Was farblich hervorgehoben ist, darf aber ruhig überflogen werden. Es hat einige interessante Feststellungen.


Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
«An der Hand meiner Schwester» Der Erfolgsrenner einer guten Bekannten. Und was sammelt diese Dame. Blaues Geschirr, blaue Teller. Über diese Bemerkung wird meine Lektorin jetzt herzlich lachen. Ein herzliches Dankeschön. Nur Jens hat einen Fundus weniger.

Vor zwei Jahren erschienen:
Solarenergie - zwei Welten herrschen

Vor drei Jahren erschienen:
Touareg und Skoda - Volkswagen in Tschechien


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Über Non-Valeurs, Einstein und eine Hochzeit

Nonvaleurs sind Wertpapiere die kein Forderungsrecht mehr haben. Genau genommen finanziell wertlos sind, gäbe es da nicht den Liebhaberwert, die Leidenschaft.

Einen Liebhaber hat auch Tari Eledhwen gefunden, den Christopher. Herzliche Gratulation zur Hochzeit.


Der Name Christopher erinnert mich an einen Entdecker und meinen Adventskalender 2006 mit seinem Berufkollegen Ferdinand Magellan. Wir blenden aber noch ein Jahr zurück, als Albert Einstein an der Reihe war. Er hat mit mir über einen Non-Valeur diskutiert - über den weltersten Wertkarton.

Nun geben wir Volker Malik vom Wertpapier-Shop das Wort. Sein erster Beitrag im Finanzblog - sei herzlichst verdankt - handelt über ein Kaufhaus und solche werden vermutlich auch Sandra und Christopher in nächster Zeit besuchen. Diese Erscheinung ist nach vielen Hochzeiten zu beobachten.


Ein weiterer Beitrag über «Geld und Finanzen - leicht erklärt» - eine Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn.

E = mc²

Zweifelsohne ist Einsteins massen- und geschwindigkeitsabhängige Energieformel heute weltberühmt und hinreichend bekannt. Interessenten von Nonvaleurs könnten diese Formel durchaus auch anders deuten. „Ertrag ist gleich May mal Ce-Quadrat“ wäre die zugegeben etwas an den Haaren herbeigezogene Andersdeutung, die bei näherer Betrachtung einen höchstinteressanten Aspekt der Wirtschaftshistorie preisgibt.

Albert Einstein, seit 1932 in den USA lebend, war wohl nicht gerade das, was man einen gnadenlosen Befürworter eines kapitalistisch geprägten Wirtschaftssystems nennt. Doch Geld muss angelegt werden, dachte sich Albert wohl – weshalb er eines hoffentlich schönen Augusttages im Jahre 1945 Aktien der „May Department Stores Company“ kaufte. 60 Stück bei einem Kurs von um die $40. Warum es gerade die 1877 von David May gegründeten Kaufhauskette war, die es Einstein angetan hatte, ist nicht bekannt. Vielleicht ging er davon aus, dass das seit Jahrzehnten prosperierende Unternehmen nach dem Ende des 2. Weltkriegs verstärkt wachsen würde. Leider kann man dies Albert Einstein nicht mehr fragen, weshalb man sich weniger mit den Vermutungen als vielmehr mit den Tatsachen beschäftigen sollte: Das Unternehmen entwickelte sich tatsächlich vorzüglich – und führte im Sommer 1951 einen Aktiensplit durch. Somit besaß Einstein die doppelte Anzahl an Aktien, die er kurze Zeit später – im November des selben Jahres – verkaufte. Sein Erlös waren $5.500, die nach heutigen Maßstäben der Vermögensbewertung ca. $100.000 entsprechen würden.

Zurück zu den Nonvaleurs: Das Zertifikat, das diese Geschichte „erzählt“, ist irgendwann gefunden worden. Höchstwahrscheinlich ist es ein Unikat – und Unikate haben ihren Preis: Für 13.000 Euro ausgerufen, fand es auf einer Wertpapier-Auktion im Jahr 2006 bei 24.000 Euro zzgl. Nebenkosten einen Käufer. Mr. Einstein wusste also, was eine gute Aktie ist ...

von Volker Malik

Scripophilie nennt sich die Leidenschaft des Sammelns von Nonvaleurs oder historischen Wertpapieren.

Als ich diesen Beitrag absetzte hatte die Geschäfte von May Department Stores Company geschlossen. Macy's, so nennt man sie heute und ihre Tochter Bloomingdale's feierten den amerikanischen Unabhänigkeitstag.

Nachtrag vom Montagmorgen:

Segnungsfeier

... total verschwommen die Segnungsfeier in der Sankt Ursen-Kathedrale Solothurn. Eine kirchliche Trauung war es nicht, obschon das Paar standesamtlich getraut wurde. Zudem war es die liebloseste und kürzeste Darbietung der katholischen Kirche, die ich je erlebt habe. Was Liebe, Nähe, Frieden, Glauben anbelangt, haben die Muslim einen Tag zuvor ganz andere Qualitäten zu bieten. Das wäre eine neue Dimension im kirchenpolitischen Gesprächsstoff: «Wie geht man mit Geschlechtsumwandlungen um?» Sandra war früher ein Mann. Hat es das Recht der Kirche, dieses Paar als Nonvaleurs zu behandelnAber ich denke, es gibt einflussreiche Männer, die sich mit dieser Thematik auseinander setzen werden.

Telebärn und M1

... zwei Fernsehstationen waren live dabei - Telebärn und M1 und gingen auf Sendung ...

Tag des Kusses

... geheiratet wurde am Tag des Kusses ...

Sprengstoff

... das Paar Sandra-Lia und Christopher Infanger (-Pfeifer), das mit Sprengstoff umzugehen weiss und sich nicht als Nonvaleurs fühlt. Viel Glück und Freude.



Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
«Das sind normale Sommergewitter»

Vor zwei Jahren erschienen:
Textiler Feldplausch oder Schock

Vor drei Jahren erschienen:
Touareg und Skoda - Volkswagen in Tschechien



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Karl Marx und die 68er-Bewegung in der Schweiz

Die UniPress publiziert zwei Artikel über die «68-er». Sie enthalten Vieles das sich in der Wirtschaft seither zum Guten gewendet hat. Aber auch Forderungen die in der Schweiz noch immer auf sich warten lassen.

Aus wirtschaftlicher und finanzieller Sicht lesen sie die beiden Artikel am schönsten, wenn sie sich vorstellen, Eigentümer oder CEO einer grossen Schweizer Unternehmung zu sein. Diejenigen, die tatsächlich eine solche Führungsposition einnehmen, werden vielleicht einige Finessen nicht bemerken.
«1968 und der Kampf um die Bedeutung

von Marcus Moser

... Die Forderungen der 68er waren ja viel weitergehender; zunächst Selbstbestimmungsrechte der Arbeiterinnen und Arbeiter über ihre Arbeitsverhältnisse, in einer gemilderten Form dann auch Mitbestimmungsrechte. Davon sind wir weit entfernt. Ein gewisser Wandel der Managementtheorien und Führungsstile dürfte funktional bestimmt sein und ist eher als Teil von Modernisierungsprozessen in der Wirtschaft zu verstehen .. weiter in UniPress ... »

«Holz-Affäre und Hirschy-Krawall – die 68er an der Uni Bern

Von Franziska Rogger

Einige 68er verschrieben sich dem revolutionär-proletarischen Kampf gegen den bourgeoisen Klassenfeind und provozierten heftig mit ihrer Anhimmelung des Kommunismus als erklärtem Erzrivalen des westlichen "Establishments ". Andere träumten idealistisch-friedlich von "Flower Power" à la Woodstock und einem Hippie-Leben à la "Hair" ... weiter in UniPress ... »

Ab Montag darf ich einigen eine schöne Ferienzeit wünschen und die anderen werden vielleicht mal mit einem lese freien Tag ohne Blogbeitrag auf einen Tagesausflug oder Ähnliches aufmerksam gemacht.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
«Ich hoffe, das hört bald auf» - «Biosprit» - wir sind erst gar nicht eingestiegen. Der Tipp war goldrichtig!

Vor zwei Jahren erschienen:
Rendite und gesundes Wohnen

Vor drei Jahren erschienen:
Fort mit Ford und Nutzen eines Blog im Ausland


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«Deutschland droht höchste Inflation seit 15 Jahren»

Jetzt droht die Inflationsgefahr in Deutschland. Und dem zu Folge auch in der Schweiz. Die Inflation ist bei uns nicht ausgerottet, so wie dies einige seit knapp dreissig Jahren wahr haben wollen.

«Ökonomen fürchten einen Anstieg der gesamtdeutschen Inflation auf ein 15-Jahres-Hoch im Juni. Wegen heftig steigender Ölpreise zog bereits die Inflation in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen in diesem Monat kräftig an ... weiter bei FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND ... »

In den nächsten Monaten werden viele Vorschläge zu hören sein, wie die Inflation bekämpft werden kann. Heute weiss man wesentlich mehr darüber, als noch vor drei Jahrzehnten. Die Schulbücher ändern sich. Und trotzdem stösst man immer wieder auf die gleichen Ökonomen. Keynes, Friedman. Für die Bekämpfung der Inflation ist kein allgemein gültiges Rezept vorhanden.

Die Inflation hängt auch mit dem Zinsniveau zusammen. Wie hoch sollte der Zins sein? Lesen sie einmal die Goldene Regel der Akkumulation. Oder die Ramsey-Regel, die die optimale Steuerbelastung aufzeigt, damit unser Wohlstand erhalten werden kann. Eine spannende Zeit. Keine einfache.


Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Smislispi - neuer Swiss Leader Index

Vor zwei Jahren erschienen:
Wein und Schokolade

Vor drei Jahren erschienen:
Bahn, 800-Meter-Lift, Panzer - sind wir auf dem falschen Dampfer?


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«Bier. Aber auch Wein.»

Angela Kreis-Muzzolin schreibt über Bier und Wein aus Holland. Zufälle gibt es nicht. Ich habe auf den Tag genau vor zwei Jahren über «Bier oder Wein in Deutschland» geschrieben.


«HUP HOLLAND

Bier. Aber auch Wein.


Dass die Niederländer gut Fussball spielen und mindestens ebenso gut Bier trinken können, hat man in den letzten Wochen in Bern gemerkt. Aber sie können noch mehr. Zum Beispiel Wein produzieren. Überraschend guten Wein.

Weinbau in Holland? Dort, wo sich Regen, Sonnenschein, Wind und Wetter stündlich ablösen und Deutschland zu den wichtigsten Weinimportländern gehört? Die Antwort ist einfach: Wo der Arm der lebensfreudigen Römer hinreichte, lebt die Weinkultur weiter. So auch im Süden Hollands. In den Provinzen Limburg, mit der Hauptstadt Maastricht, und Gelderland bewirtschaften die gut 40 Weinproduzenten knapp 300 Hektaren, was knapp zwei Prozent der Schweizer Rebfläche entspricht. Frisch-fruchtig mit leichtem Salzgeschmack und angenehm stützender Säure präsentieren sich die vornehmlich weissen Gewächse als ausgezeichnete Sommerweine. Sand-, Fluss- und Meerlehmgrund, aber auch Löss und Mergel sowie mineralreiche Feuersteinböden bieten ideale Wachstumsvoraussetzungen.

Rotwein als Spezialität

Einer, der sich trotz Warnung aus dem Freundeskreis mit Haut und Haar der Rotweinproduktion verschrieben hat, ist Stan Beurskens. Der 31-jährige Präsident des Holländischen Weininstituts führt die Tradition seines Vaters weiter. 1988 begann dieser als holländischer Rotweinpionier mit dem Weinbau, um allen Zweiflern zu beweisen, dass Rotweintrauben auch in Holland gut gedeihen können. Als er 1995 ernsthaft erkrankte, übernahm sein achtzehnjähriger Sohn das eine Hektare grosse Gut. Längst hatte das «Weinvirus» seine Neugierde geweckt. So liess er sich in den besten Ausbildungsstätten Europas und an der Universität von Stellenbosch in Südafrika zum Önologen und Berater ausbilden. Allen Unkenrufen zum Trotz bewirtschaftet er heute auf zwei Gütern mit gesamthaft fünf Hektaren erfolgreich 95 Prozent seiner Fläche mit roten Reben. St.Martinus Wijngaard ist der einzige Weinbaubetrieb Hollands geblieben, der ausschliess-lich rote Traubensorten produziert. Daneben führt Beurskens seit 2003 eine eigene Beratungsfirma, die ihn auch immer wieder ins Ausland führt.

Viele Auszeichnungen

«Wir produzieren fünf verschiedene Rotweine, zwei fruchtige, leichte und drei Cuvées, welche im Holzfass und im Barrique ausgebaut werden», gibt der junge Önologe zu Protokoll. Beurskens ist stolz darauf, mit seinen Weinen schon über zehn internationale Silbermedaillen, drei davon vom OIV, der Organisation Internationale de la Vigne et du Vin, gewonnen zu haben. Seine Vorliebe gilt denn auch komplexen körperreichen Weinen, wenngleich er dem Konsumentenbedürfnis entsprechend auch leichte Weine keltert. «Meine liebsten Weine sind diejenigen, von denen der Weinliebhaber sagt, sie könnten unmöglich aus Holland stammen, Weine eben, die unauslöschlich in Erinnerung bleiben.»

Biologischer Anbau

«Holland nimmt im Bereich der umweltgerechten und biologischen Landwirtschaft weltweit eine führende Stellung ein.» Beurskens lebt die Philosophie des umweltschonenden Anbaus selbst. Auf diese Weise erstklassige, körperreiche und geschmacksintensive Rotweine herzustellen, stellt eine echte Herausforderung für ihn dar. Das eher feuchte, moderate Klima und die vom Staat beschränkte Zulassung von höchstens vier Spritzmitteln hat die holländischen Winzer zu Spezialisten der interspezifischen Sorten heranwachsen lassen. 75 Prozent der Rebfläche sind damit angepflanzt. Die pilz- und frostresistenten Kreuzungen (Piwi-Sorten) zwischen europäischen und ursprünglich amerikanischen Reben reifen zumeist früh und eignen sich deshalb besonders für das raue Klima.

Schon mit über 89 Sorten experimentierte Stan Beurskens auf seinen Betrieben Wijngaard't Rodt, Wijngaard Villare und Wijndomein St.Martinus. Dazu gehören auch die Neuzüchtungen Cabertin und Pinotin des Schweizer Privatzüchters Valentin Blattner. Der Jurassier hat damit in den Neunzigerjahren des letzten Jahrhunderts Reben gezüchtet, welche dunkle, tanninreiche und ausgewogene Weine bringen und dem holländischen Klima sehr entgegenkommen. «Mit Pinotin machen wir sehr gute Erfahrungen. Die auf Basis der Pinot-noir-Traube gezüchtete Spezialität bringt viel versprechende Resultate hervor», kommentiert Beurskens seine Versuche. Auch zahlreiche Neuzüchtungen des deutschen staatlichen Weinbauinstituts Freiburg wie die Cabernet Cortis und Monarch (siehe Kasten) eignen sich bestens für die nördlichen Anbaugebiete.

Weinaktien sind Trumpf

Wie bringen die Holländer ihre raren Tropfen auf den Markt? Stan Beurskens Freundin Dunja Meis arbeitet als Marketingspezialistin auf St.Martinus Wijngaard mit, um die jährlich rund 15000 Flaschen erfolgreich zu vertreiben. Gute Erfahrungen macht sie hier mit den Weinaktien, die den Inhaber während fünf Jahren zum Bezug von sechs Weinen nach Wahl berechtigen. «So haben wir die Gewissheit, dass der Wein zu den echten Geniessern kommt.» Auch Mutter Beurskens setzt sich für den Verkauf der Produkte ein. Gute Restaurants aus der Gegend gehören ebenso wie private Weinliebhaber zum Kundenkreis.

Bier bleibt Nationalgetränk

Bern hat bewiesen, dass die Holländer trinkfest, freundlich und zuvorkommend sind. Sie trinken durchschnittlich 77 Liter Bier pro Kopf und Jahr. So dürfte das Nationalgetränk der Holländer stets der Gerstensaft bleiben. Doch der Weinbau im Süden der einstigen Seefahrer- und Handelsnation Holland legt kontinuierlich zu. Zahlreiche Betriebe sind in den letzten Jahren entstanden. So staunen selbst die Holländer Weinfreunde, welch köstliche Weine in ihrem Land hergestellt werden. Wo würde der weltgereiste Beurskens am liebsten Wein produzieren, wenn er die Wahl hätte? «Ich arbeitete auf Weinbetrieben in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien, aber auch in Neuseeland und Südafrika. Für mich liegt die Herausforderung als Weinbauer aber in Holland: Es ist toll, etwas Neues machen zu können.» Doch das Wichtigste für einen Weinbauer, sagt Stan Beurskens, sei es, den eigenen Stil zu finden.

Die Freundschaft zwischen Holland und dem Berner Publikum scheint besiegelt. Für die Bernerinnen und Berner bedeutet dies, demnächst auch Holland zu entdecken. Nebst den unendlichen Flächen, den Windmühlen, malerischen Stadtbildern und kulturellen Schätzen gibt es hier auch viel Neues zu entdecken. Nicht zuletzt auch die Weinproduktion.

Angela Kreis-Muzzulini

Danke Angela für deinen Artikel. Merci auch den Freunden, die am Tag, wo dieser Blogbeitrag gespeichert wurde, in meinem neuen alten Weinkeller helfen. Als Begleiter zum Essen wird es Ochoa geben - zum Sieg der Spanier. Zuvor einen Bio Muskateller-Sekt aus dem Kaiserstuhl - so als Trostpflaster für Deutsche. Und wenn wir noch mögen einen Château Bouscassé. Es ist wie beim Sandwich. Etwas eingeklemmt, aber das Beste ist in der Mitte. Zusätzlich hilfreich beim lernen von Fremdsprachen. Chateau heisst Katzenwasser. Dank Zirkumflex richtig betont «Schloss», wobei diese Bezeichnung in Frankreich vom Palast in Versailles bis zum grösseren renovationsbedürftigen Wohnhaus reicht. So gesehen ist heute Schlosskeller-Arbeit angesagt.


Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Exotenbörsen machen das Rennen

Vor zwei Jahren erschienen:
30. Juni 2006
Blick Richtung Süd-Ost


Vor drei Jahren erschienen:
Warum Unternehmer ohne Bankkredit ruhiger schlafen


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Mehrwertsteuer-Reform

Die Mehrwertsteuer-Reform wird eine Vereinfachung bringen. Und die ist dringend notwendig.

Für die Vorgängersteuer, die Warenumsatzsteuer, hatte ich für einen Industriebetrieb mit 200 Angestellten und Umsätze im 2-stelligen Millionenbereich, einen schmalen Ordner mit Anleitungen. Als Kleinstunternehmen brauche ich für die Mehrwertsteuer heute einen dicken Ordner für einige wenige steuerpflichtige Kunden.

Das Beste: Kunden aus dem Ausland bezahlen keine Mehrwertsteuer. Vielleicht wäre das schon ein Grund mit mir in Kontakt zu treten.

«Nur Wirtschaft ist zufrieden

Das ehrgeizige Reformvorhaben von Finanzminister Hans-Rudolf Merz wird im Parlament einen schweren Stand haben: Die Mehrheit der Parteien und namhafte Organisationen lehnen eine Radikalkur für die Mehrwertsteuer ab ... lesen sie weiter bei espace.ch ... »

Die Wirtschaft ist der Wohlstandsmotor der Schweiz - denken sie beim Abstimmen daran.


Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Die Schweiz, eine windige Nation ...

Vor zwei Jahren erschienen:
Alles schaut nervös auf die Sterne der USA

Vor drei Jahren erschienen:
Guru, Cash, Borsalino und Spielberg


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