Assessment-Center - gut oder schlecht für die Börse?

Die Börse zeigt, dass Konzerne mit der Auswahl des Kaders nicht immer eine glückliche Hand haben. Gibt es Wechsel, heisst dies nicht, dass es in Zukunft besser gehen wird.

Der Personalblogger wird sicher mein Thema noch ausführlicher aufgreifen. Er schreibt ja auch über die Nanotechnologie, zumindest dass diese in Fribourg ausgebaut werden kann und über die Schwarz Arbeit. Über diese sind sich vermutlich alle im HRM einig: die schadet nur. Ja das Personalblog wenn es mit der Zeit gehen möchte, müsste es Human Resource Management Blog heissen - vielleicht liegt das an den HMR. Ein Heilmittel gegen Schwarz Arbeit gibt es nicht und ich denke, volkswirtschaftlich gesehen ist die eher positiv zu bewerten. Administrative Kosten entfallen, beide Seiten fahren finanziell besser. Nur Vätterchen Staat erhält nichts, aber dieser handelt nicht immer kostenbewusst. Der Auftragnehmer ist zudem versicherungsmässig nicht so gut abgesichert, kann aber mit dem eingesparten Geld mit allergrösster Wahrscheinlich eine bessere Performance erzielen. Wie? Das erfahren jeweils meine Kunden - oder die, die es noch werden möchten.

Nicht dass ich Schwarz Arbeit empfehle, aber es gibt meistens zwei unterschiedliche Betrachtungsweisen. Auch an der Börse ist es dienlich, wenn man einen Titel kaufen will, dass man sich mal in die Haut des Verkäufers zu stellen versucht. Wenn sie in ihrem bisherigen Leben mehrere Jahre auch die Funktion eines Personalchefs erfüllt haben, schauen sie bei einem Aktienkauf zwangsläufig auf die Personalauswahl. Ein Unternehmen ist im Grunde nur den Ertrag aus einer Liquidation wert, falls es nicht über Personal und Produkte verfügt. Und je besser die beiden sind, desto mehr wert ist ein Unternehmen.

Assessment Center werden auch unterschiedlich gewürdigt. Die Managerseminare sind mit Feuer und Flamme dafür. Genau aus diesem Grunde wurden sie auch eingeführt. Aber nicht in den 70-iger Jahren wie diese schreiben, sondern in den Nachkriegsjahren des 1. Weltkrieges um Mitarbeiter für den Geheimdienst in Deutschland aus zu lesen. Ob 80 Jahre später immer nur Leute gesucht werden müssen, die sich durchsetzen können und meist begnadete Redner sind, ist fraglich . Ich hatte gestern das «Vergnügen» zwei Banker an einem Vortrag zu erleben. Der eine schüchtern, musste alles ablesen aber hat sogar dem Techniker zum 78 Geburtstag gratuliert und ihm für seine Arbeit gedankt. Der andere der echte Zu-Vielredner, alles in der Vermögensverwaltung ist für uns kein Problem, ach ja das ist halt einfach so und wir haben ihnen die Produkte, die für sie alles auf einfachste wissenschaftliche Art lösen. Trudi Gerster erzählt ähnlich, aber interessanter und ehrlicher gemeint. Ihre Sympahtie können sie selbst zu ordnen.

Einer hat sicher schon Assessment Seminare hinter sich und gut abgeschnitten. Der andere käme bei Intelligenz-Tests oder herkömmlichen Test besser weg. Der Vielredner, der sicher für die Bank Bomben-Umsätze generiert und allenfalls kurzfrisig den Aktienkurs nach oben bewegen könnte, kennt garantiert mein Finanzblog. Es waren einige ganz spezielle Sachen im Referat erwähnt die man bei mir schon lesen konnte. Ich komme dann später einmal auf das Irrationale beim Martischen 6-Eck darauf zurück.

Wenn sie mehr über die Auswirkungen, Kostenfolgen und die schlechte Treffer-Rate von Assessment Centers lesen wollen, dann kaufen sie sich bild der wissenschaft - «Stress für nix! Zweifel am Assessment-Center.» Der Artikel wird vermutlich im März gratis aufgeschaltet. Der Artikel ist für Deutschland geschrieben, dürfte meiner Ansicht nach aber auch bei vielen Firmen der Schweiz seine Gültigkeit haben. Wer gerne viel liest (378 Seiten), dem kann geholfen werden. «Evaluation der Eignungsdiagnostik bei der Personalauswahl von Unternehmensberatern» von Tobias Plate.

Das Buch wäre etwas für die Festtage, werden da doch eine ganze Menge Leute börsenkotierter Firmen vermutlich freigestellte Zeit geniessen. Übrigens, ein guter Draht in eine Personalabteilung ist meist mehr wert, als einer in die Finanzabteilung. Finanzleute wissen meist, dass sie nichts berichten dürfen, ansonsten sie von der Börse gemahnt werden. Noch etwas Wichtiges. Es spielt selten eine Rolle wer geht. Das hat zwei Betrachtungsseiten. Interessant ist zu wissen, wieso sie gehen. Den Spatzen auf der Dachrinne zuhören kann amüsant sein.

Spatzen

... der Sperling (Spatz) ist überall an zu treffen, wird aber nicht von allen bemerkt ...

Gestaltet mal einen eigenen Blogbeitrag - nur Mut

Über 1111 verschiedene Blogbeiträge habe ich schon auf dem Netz und nun wäre es einmal an ihnen oder an dir, lieber Leser, einen Beitrag zu verfassen. Bundesrat Moritz Leuenberger liefert uns eine Idee, über was ihr schreiben könnt. Wir sind gespannt, welches Echo der swissblogpress Adventskalender erreichen wird. Er wird dort etwas früher aufgeschaltet werden - aber im Finanzblog erscheint vielleicht mal ein Zusatzkommentar.

swissblogpress öffnet sich für alle Blogs die einen Zusammenhang mit der Schweiz haben. Den Start machen wir mit einem Adventskalender. Zwei Themen führen durch die 24 Tage bis zum heiligen Abend. «Die heutige Kommunikation» und «erneuerbare Energien und die Energieeffizienz».


Idee

über eine Zeit von 24 Tagen (1. – 24. Dezember) wollen wir auf die Existenz und die Vielfalt von Blogs in der Schweiz, allenfalls über die Schweiz und auf die Neuausrichtung von swissblogpress aufmerksam machen.


Ziel

Mit wenig Aufwand für den Einzelnen werden wir 24 mal verschiedene Blogs zu Wort kommen lassen und unsere Plattform zur Verfügung stellen. Die Blogszene Schweiz soll bei Nichtbloggern bekannter gemacht werden. Wir freuen uns wenn die Hauptlieferanten von Blogthemen, die Medien und andere Blogs, darüber berichten. Blogs sind weder Zeitungs-, Fernseh- noch Radio-Ersatz, sondern eine Ergänzung. Wir freuen uns auch auf Beiträge in Französischer, Italienischer oder Rätoromanischer Sprache.


Teilnehmer

Es wäre schön, wenn bisherige Mitglieder von swissblogpress und andere Blogs einen Beitrag verfassen. Wir können auch mehrere Beiträge pro Tag veröffentlichen. Engpass dürfte höchsten der aktuelle Vorstand sein, denn wir haben alle «nebenbei» einen Hauptjob. Wenn sich zuwenig Teilnehmer melden, werden wir andere Blogs anfragen. Wir drei vom Vorstand werden den ersten und den letzten Tag bestreiten. Für die übrigen Tage zählen wir auf aktive Blogger und solche die es zum ersten mal versuchen wollen.


Zwei Themen …

… haben wir ausgelesen, damit der Adventskalender von allgemeinem Interesse ist und Aktuelles zu bieten hat, das breite Kreise anspricht.


Thema «Erneuerbare Energien und Energie-Effizienz»

Umweltschutz ist für einen Teil der Menschheit ein Jahrzehnte altes Thema, das aber erst in diesem Jahr die weltweite, allgemeine Beachtung erzielen konnte. Den Klimawandel wollen wir im Adventskalender aufgreifen. Bundesrat Moritz Leuenberger hat Anfangs September 26 Massnahmen zu diesem Thema vorgestellt. Jeder Bürger wird von diesen Massnahmen selbst mehr oder weniger betroffen sein. Bei 24 Tagen müssen wir zwei Massnahmen fallen lassen oder mehrere an einem Tag bringen oder am 24. Tag die restlichen präsentieren. Für Kinder ist der 24. Dezember die Überraschung - das grosse Türchen. Bei einem digitalen Adventskalender kann man nicht schummeln. Aber wir vom Vorstand wissen, welchen bekannten Blogger wir gerne als Wunsch-Interview-Partner hätten. Er weiss noch nichts davon und wird es auch aus diesen Zeilen lesen. Haltet uns mal die Daumen.


Thema «Die heutige Kommunikation»

Wir wollen jeweils vom Verfasser des Beitrages oder dem Interviewten wissen, was er über Blogs denkt, warum er ein Blog betreibt, liest oder eben nicht liest, ob dies eine Alternative zu Zeitungen oder Zeitschriften ist, ob … . Wir wollen dem Schreiber freie Hand lassen und je mehr diese die beiden Themen verschmelzen können, desto interessanter ist es für die Leser der Schweizer Blog-Szene.

sbp-Initianten-finanzblog1
sbp-Initianten-dailyfraggle1
sbp-Initianten-infam
Wie beim Adventskalender mit zu suchenden Links unterlegt!

Weiter ...

Abfallentsorung und Recycling müsste man vermindern (können)

In der Presse mehren sich Artikel über «End of Pipe» Lösungen. Bei einigen kann man an der Börse sogar schön Geld verdienen. Das Übel sollte aber an der Wurzel gepackt werden damit weniger Abfall entsteht. Die Sondermülldeponie Kölliken nur so als Beispiel.

Hoffen wir mal, dass das smdk Kölliken für immer das eindrücklichste Abfallprojekt der Schweiz bleibt. Heute ist Kölliken nicht zu übersehen und vor einigen Jahren hat man eher an einen Gewerbebetrieb gedacht, als an eine Sondermülldeponie. Auf dem Gras über der zugedeckten Deponie haben Tiere geweidet. In den späten siebziger Jahren wurde die Grube gebaut. Wenige Jahre später geschlossen. Rund 10 Jahre später wurde die Abluft und das Schmutzwasser gereinigt. Kurz nach der Eröffnung dieser Anlage hat ein Fachmann unter vorgehaltener Hand gesagt: «Meiner Ansicht nach reicht dies nicht, wir sitzen hier auf einem Pulverfass. Eine Abschottung gegen das Grundwasser wird auch nicht ausreichen. Vermutlich gibt es nichts anderes, als den Abfall abzutragen und zu verbrennen. Auf mich hört keiner. Das sei zu teuer.» Die kurz später geplante Drainagewand soll 16 Mio kosten und 2001 fertig erstellt werden.

Anfangs dieses Monats ist das letzte Bauwerk eröffnet worden und es ist etwas teurer und grösser geworden, als ursprünglich vor dreissig Jahren geplant wurde. Die Sanierung wird rund 1000 (tausend) mal mehr kosten, als die Gestehungskosten der Grube. Und immer waren Fachleute, Experten dabei. Abfall wird immer ein etwas undurchsichtiges Gebiet bleiben.

Kölliken smdk

Kölliken smdk 1

Kölliken smdk 2

Die Männer - in Zukunft das schwache Geschlecht

Das wissen die Frauen längstens, dass die Männer das schwache Geschlecht sind. Nur die Wissenschaft rätselt noch, warum der Geburtenanteil bei Jungen zurückgeht.

«Ist der Mann dem Untergang geweiht?

Seit Jahren werden immer weniger Jungen geboren: Das vermeintlich starke Geschlecht stirbt langsam aus. Der biologische Abstieg des Mannes manifestiert sich in den Geburtenzahlen: Seit 50 Jahren verschiebt sich die Geburtenrate zu Gunsten der Mädchen. Weltweit rätseln Forscher über die Ursachen ... lesen sie weiter bei WELT ONLINE ... »

Aber bitte nicht gleich in Panik verfallen, das männliche Geschlecht ist heute noch mit ca. 3,5 Millarden Menschen vertreten. Wie die Intelligenz verteilt ist, das geben sie in obigem Link nicht an. Dafür können sie dort gleich selbst einen Intelligenz-Test machen - in der rechten Spalte - Zeitaufwand 45 Minuten. Ich denke, Leser des Finanzblogs schaffen die 100-er Hürde spielend. Über Hochbegabte gab es schon einen Beitrag - mit einem ähnlichen Test. Viel Spass.

Übrigens, ganz ganz langfristig gesehen, wird sich dies positiven auf die Börse auswirken. Das wissen wir seit einigen Jahren. Männer hätten jetzt die Möglichkeit Bier zu trinken, denn dieses enthält Österogen und führt zur Verweiblichung. Aber bitte nicht zu viel und ob es sich auf die weibliche Denkfähigkeit auswirkt, wage ich zu bezweifeln. «3 bis 6 Bier pro Woche steigern den Östrogenspiegel der Frau um bis zu 20 % und beugen so altersbedingter Osteoporose (Knochenbrüchigkeit ) vor.» Wer mehr über Osteoporose wissen will, der kann sich auch über meine Büropflanze von Herbonis schlau machen. Sie wurde vor kurzem von der Terasse an die Wärme gezügelt und gedeiht prächtig - über 1.80 hoch. Hoffen wir, dass es dem dahinter stehenden Venture Capital gleich ergehen möge.

Nachtrag: Zibelechueche oder Böllewäie

The Postman always rings twice - in Kriminalroman wird immer geplant ...

... und im Leben manchmal nicht. Da gibt es den Zufall oder zumindest die herzliche Überraschung. Mit der «die Post» versandte Pakete sind zwar nicht viel langsamer als manche Internet-Verbindung, aber es reicht nicht, dass das FIM Desk in Bern meinen Blogbeitrag lesen kann und ich jetzt schon, auf zweimaliges Klingeln, ein Paket in Empfang nehmen konnte. Das sind eben die mit denen es anders gehen kann und wohlgemerkt, im positiven Sinn.

«Um zu zeigen, dass wir «Bärner» nicht so langsam sind, wie uns nachgesagt wird, haben wir den "Zibelemärit" zum Anlass genommen, um Dir bereits jetzt für die gute Zusammenarbeit im 2007 zu danken ... »

Was bleibt mir da anders übrig, als Frohe Ostern zu wünschen. Spass beiseite, bei der Schweizerischen Kreditanstalt, wie die Credit Suisse damals hiess, habe ich einmal im Dezember ein Schaufenster mit Osterhasen gestaltet: «Wir sind der Zeit voraus.» Ein etwas heikles Thema wie ich später als Ratspräsident erfahren musste, als einer meine Idee in der Kirche aufgreifen wollte.

Hoffentlich bringt sie das nicht zum weinen und aus Bern wünscht man, dass dies nicht beim Anblick der Börsenkurse geschieht ...

UBS FIM Desk Bern

... sondern höchsten beim Zibele schäle. Das Rezept für einen "Zibelechueche" eine Böllewäie, polyglott und nicht auf Züri Slängikon angewiesen,wie man am Hauptsitz zu sagen pflegt, liegt bei. Im Internet mit Butter und für uns die besten Wünsche, dass 2008 wie dür e Anke geit. Besten Dank nach Bern.

Schweizer Immobilienbrief Nr. 41

Heute live im modernsten Holzbau-Betrieb und am Zibelemärit. Das Fallen lassen der Lex Koller wird zu sinkenden Mietzinsen und Renditen führen ...

... eigentlich vermutet jeder zuerst das Gegenteil. Wenn Ausländer in der Schweiz frei Immobilien kaufen könnten, müssten doch die Preise ansteigen. Es wird ganz einfach zu viel gebaut werden. Es wäre nicht das erste mal, dass die Bauwirtschaft den gleichen Fehler wiederholt: Bauboom, zusätzliche ausländische Mitarbeiter, neue wenn möglich noch unbezahlte Maschinen, bauen von Immobilien auf eigene Rechnung und der Handwerker übernimmt als Zahlung Miteigentum und dann dreht die Geschichte sehr schnell. Sie können mit Sicherheit darauf zählen, dass die Bauwirtschaft (insgesamt) diesen Fehler wiederholen wird. Bei der Lockerung oder Aufhebung der Lex Koller, dürften die Berg und Seenregionen am meisten profitieren. Bisher kamen sie eher etwas zu kurz, also wird auch hier die Geldgier ausbrechen.

Es dürfte einen Bereich geben, der wesentlich weniger einbrechen wird. Bauen mit Holz. An der Börse ist bei diesem Trend nicht so einfach zu profitieren. Zudem gibt es Investitionsmöglichkeiten in Holz, bei denen ich etwas Ungemach habe - gelinde ausgedrückt - denn hier herrscht nicht nur die Geld- sonder gar die Raffgier.

Um Gier und Macht geht es auch bei den Subprime-Hypotheken. Das ist meine Ansicht und die lässt sich relativ leicht belegen. Im Artikel «Ein eigentliches Subprime-Szenario steht der Schweiz nicht bevor» (Seite 5) ist davon nicht die Rede. Ein guter Artikel, aber nur die halbe Wahrheit. Hauptschuldige am Debakel sind die investierenden Kreise und nicht die Geldsuchenden. Reinste Geldgier und Machtgehabe. Aus diesem Grund kamen bisher dieses Jahr zwei grosse Banken in die Schlagzeilen und dass es anders geht zeigt ein Beispiel. Einer meiner Kunden wollte bauen und er hat mit Banken diskutiert. Ich diskutierte mit einer Bank, nicht der ZKB. Jene Grossbank und ich haben unabhängig voneinander empfohlen, dieses Haus nicht zu bauen. Belehnungsgrenze? Kein Problem, das Haus kann problemlos finanziert werden. Standort resp. Preis? Preis im Marktgefüge, Standort ist ideal. Der Vertrag mit dem General-Unternehmen, der GU. Lieber mal ein Geschäft nicht machen, als ein schlechtes Geschäft. Die Hypothekarmarge ist zu gering, um grosse Risiken ein zu gehen. Das weiss eigentlich jeder, der mit Finanzen umgeht. Nur, der heutige Wildwuchs ist vor allem in den Top-Etagen zu suchen. Hypotheken mache ich nur im Zusammenhang mit einer Vermögensverwaltung. Ich kenne den Kunden und die Bank. Und wenn es ein Geschäft gibt, sind alle zufrieden.

Da baut sich mancher ein Luftschloss zusammen und in dieser Hinsicht sinniert der bernische Denkmalpfleger, ob die Burgen und Schlösser die zum Verkauf stehen, die nächsten Jahrhunderte auch von den neuen Besitzern unterhalten werden können. Recht hat er. Aber vermutungsweise braucht der Kanton heute Geld und was in 100 Jahren ist, sollte uns nicht zu kräftig interessieren. Einige Schlösser und Burgen haben den Besitzer auch schon gewechselt, so ich mich an die Geschichte erinnere - «hab's Burg dann nicht mehr im Privatbesitz». Und wie ist es mit den Pfarrhäusern in einigen Jahrzehnten?

... weiter als pdf-Datei im gleichen Fenster - nur die Börsenkurse als pdf-Datei

... oder zum herunterladen auf ...

Immobrief

Woodhattan

... vermutlich ohne Subprime-Probleme ...

Hector Egger Holzbau

... Hector Egger Holzbau - noch nicht börsenkotiert - aber manchmal ein etwas verrückter Besitzer. An unserer Aufrichtfeier war er nicht die ganze Zeit anwesen - sein Sohn kam genau damals zur Welt und er nahm sich sogar Zeit ans Fest zu kommen. Danke Paul, aber du hast es heute als vermutlich modernstes Holzbau-Unternehmen der Schweiz ja einfach - schaust einfach via Webcam zu was gerade produziert wird - es sind tatsächlich nicht alle am Zibelemärit live in Bern

Profit und Gier - über randständige Reiche und randständige Arme

Heute ziehen wir BILANZ über die 300 Reichsten der Schweiz. Liebe Finanzblogleser, ich muss euch enttäuschen - der grösste Teil meiner Leser gehört garantiert nicht dazu. Wieso ich das weiss - nur Statistik - ich habe ein Mehrfaches von 300.


Aber sie können aus der Liste extrem viel über die Börse lernen - und selber Geld verdienen. Ich weiss aber nicht, ob vielleicht doch einer von der Liste mit liest. Er oder sie können ja einen Kommentar verfassen. Eines vor ab - mich brauchen sie nicht zu suchen. Ich werde auch nie dazu gehören. Nicht einmal ein Marti ist in der Liste der 300 Reichsten zu finden. Martin hat es einige und der erste heisst sinnigerweise Pestalozzi - vermutlich nicht derjenige, an den sie eben gedacht haben. Marti-Landolt, suchen wir mal mit dem zweiten Namen. Der ist übrigens nur, weil es so viele Marti gibt . Die sind alle etwas kämpferisch weil sie vom Mars abstammen - nicht vom Planeten, vom römischen Gott Mars - zuständig für Krieg und man staune, auch für Vegetation und den Frühling. Der zweite Teil des Namens ist freiwillig und man findet diesen auf der Liste. Familie Landolt, 10. Position, 7 - 8 Milliarden, Novartis-Aktionär. Haben nichts mit uns zu tun. Kenne sie auch nicht persönlich.

Aber toll, ich bin doch zumindest mit einer Familie «per Du», die über eine Milliarde haben (sollen) und mit einem der «nur» einen Bruchteil hat. Sie können mal 780 Blogbeiträge durchforsten - es sind beide erwähnt. Bleiben wir doch bei Novartis. Da ist zumindest noch ein zweiter dabei - ein Angestellter Namens Vasella. Die 100-200 Millionen-Gruppe scheint eh die Angestellten-Gruppe zu sein und aus dieser kennt man dann fast zwangsläufig einige. Toll man gehört zur Gilde derjenigen, die mit diesen schon persönlich sprechen durften. Vor Stolz werde ich gleich einige Zentimeter grösser. Wow!

Monsieur Vasella musste leider gestern im Fernsehen bekannt geben, dass er 90 Prozent seines Lohnes in Aktien oder Optionsscheinen erhält. Oh der Arme, da bleiben ihm ja nur 4 Millionen pro Jahr, die er in Cash bekommt. Hoffentlich braucht er jetzt nicht Ritalin um Saldo zu ziehen und sich zu beruhigen. Vermutungsweise brauchen auch einige Saldo-Leser jetzt Ritalin, damit sie sich nicht über Gabriela Braun, die Schreibende, aufregen. Richtig angewandt ein nützliches Medikament. Saldo kennt nur die halbe Geschichte - die hyperaktive. Die hippoaktive Seite ist in unserer Zeit interessanter, unbekannter und in der Bevölkerung wesentlich häufiger, vielfach unbekannt, vertreten. Diese Journalistin wird es garantiert nie auf obige Liste schaffen, denn wenn eine Analyse gemacht wird, egal ob journalistisch oder für ein zu produzierendes Produkt, muss diese alles abdecken um Erfolg zu haben.

Nun sollte auch dem letzten aller Leser aufgefallen sein, wieso die heutigen Bluechips nur auf kurzfristigen Gewinn bedacht sind und warum solche Unternehmen problemlos in kürzester Zeit um dreissig oder mehr Prozente fallen können. Es hat aber Multimillionäre auf der Liste die mir wirklich gefallen und die nicht zu den reichen Randständigen oder Unnahbaren zählen. Eine zum Beispiel und die auch selbst schuld ist, dass sie so viel verdient hat - Tina Turner. Nutbush City Limits, für mich der Favorit ob alleine und live gesungen oder mit Ike Turner. Nur hat dieser mit seinen benötigten Drogen vermutlich nicht Novarits unterstützt, sondern brauchte härtere Drogen ...

... und solche und anderes will man nun auch in Bern besser unter Kontrolle kriegen. Das Bettelverbot in Bern wurde mehrheitlich angenommen, wie dies die drei anderen grösseren Städte in Schweiz schon haben. Es geht weniger um die Armen, als um die Randständigen. Obschon es mindestens tausend mal mehr Arme als ganz Reiche in der Schweiz gibt, muss niemand betteln. Unser Sozialsystem ist sehr gut ausgebaut und man weiss aus Untersuchungen, dass Bettler im Schnitt über CHF 4000 pro Monat verdienen - die garantiert nicht versteuert werden. Und die Sozialleistungen beziehen sie trotzdem. Es mag ganz wenig Ausnahmen geben, wo das staatliche System nicht ausreicht und hier hilft dann hoffentlich und ausnahmsweise die Kirche weiter.

Das grosse Heer der Bevölkerung ist aber weder arm, geschweige denn reich. Das durchschnittliche Schweizer Vermögen beträgt rund 200 000 mal weniger, als das vom IKEA-Gründer Ingvar Kamprad. Und das Verrückte an dem ist, ich habe im Büro selbst einen Schrank aus der IKEA und der war 5 mal billiger als der offerierte meines Schreiners. Dieser Kollege war nicht einmal sauer, denn wenn er etwas verkaufen will, möchte er auch etwas verdienen. Also sucht euch eure Nische ...

... und hier noch, wie das Vermögen gemessen wird. Die Steuererklärung ist massgebend - also das deklarierte Vermögen minus die Schulden und allfälliger Abzüge. Und das alles pro Haushalt. Macht in der Schweiz im Durchschnitt CHF 167'000, das heisst pro Person rund CHF 80'000. Dann bleibt nur zu hoffen, dass noch etwas in der zweiten und allenfalls Dritten Säule ist, das wird nämlich nicht dazu gezählt. Dort beginnt dann meine Beratung und sie führt meistens über Bluechips weiter deren Lohnbezüger nicht auf der heutigen Liste erscheinen. Ich berücksichtige eher jüngere Firmen deren Inhaber (das ist derjenige, welcher wirklich ein Risiko eingeht und nicht vom Milliarden-Lohn lebt - oh sorry Multimillionen-Lohn, das andere wird ja vermutlich erst noch kommen) demnächst in eine solche Liste aufsteigen könnte.

Wenn ich über die Reichen schreibe, lesen das viel mehr Leser, als wenn ich über Arme schreibe. So ist sie, unsere Welt. Nicht nur leicht verrückt, es darf fast ein Bisschen mehr sein. Wann haben sie das letzte mal etwas gekauft, damit ein Superreicher noch mehr bekommt? Vermutlich diese Woche. Und wann haben sie das letzte mal einem Armen der nicht bettelt, etwas gegeben, weil er es ganz gut gebrauchen könnte? Die Adventszeit wäre eine Gelegenheit dazu!

Rappen

... wer nicht erbt, muss meist klein beginnen ...

So ein Riesending möcht ich einmal fahren

In der Schweiz sieht man Lastkraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 42 Tonnen und in Deutschland gibt es den Gigaliner, der bis 38 Tonnen Ware laden kann - 46 Prozent mehr. Unsinn oder am Ende gar ökologisch und ökonomisch vernünftig?

Urteilen sie selbst. Bevor sie weiter lesen, sonst macht es keinen Spass. So ein Ding von 25.25 Metern zu fahren, das würde Spass machen. Vermutlich hätten die meisten Angst - zumindest aber Respekt.

«Achtung, Überlänge!

Gigaliner. Verkehrsrisiko oder Fortschritt? Die Politiker streiten über die Gigaliner. Dabei zeigen Pilotprojekte: Lange Laster sparen Geld und Sprit. Eine Testfahrt.

Behutsam ... lesen sie weiter bei wiwo.de ... »

Behutsam, das ist das richtige Wort um mit solchen Fahrzeugen um zu gehen. Nicht nur mit der Technik, auch der Dieselverbrauch pro Tonne Nutzlast sinkt und die Gesamtkosten. Statt drei Fahrzeuge inkl. Fahrer können sie vielleicht mit zwei auskommen. Es wird noch eine Zeit lang gehen, bis wir solche Lastwagen bei uns sehen ...

Sattelschlepper mit drei Aufliegern

... in einigen Staaten der USA (1978 in Nevada) und in Australien sieht man noch längere Fahrzeuge, aber nie eins, das behutsam fährt. Bei Visipix hat es noch andere Aufnahmen von Giganten - nur die höchsten Redwood sind länger als vier Gigaliner resp. Euro-Kombis. Wenn sie einmal einen überholen möchten. dann schauen sie in den Spiegel: «Grössenwahn auf Rädern». Gegner wollen die LKWs auf der Bahn haben - nur ist dies leider zur Zeit einer der grössten Parkplätze in Europa - «dank» Bahnstreik!

Rohstoffe auf den Punkt gebracht

Obwohl das Punkt Magazin von Bankinstituten unterstützt wird - sonst wäre es nicht finanzierbar - ist absolut lesenswert. Die unterstützenden Firmen müssen Werbung betreiben und wollen nicht die Presse kaufen ...

... sondern interessierte Leser informieren und zwar bei der letzten Ausgabe über Rohstoffe. «Ohne Rohstoffe geht nichts - auch in der Vermögensverwaltung lebenswichtig»! Das war nicht immer so. Vor etwas über zehn Jahren gab es ab und zu ein Telefon von der kontrollierenden Bankinstanz und die wollten wissen, was wir für dubiose Geschäfte im Rohstoffsektor machen. Wir hatten damals extrem viele Freiheiten und konnten Kunden mit ihren Wünschen bedienen, wie dies heute eigentlich nur noch selbständige Vermögensverwalter machen. Denken sie daran, wenn sie Anlagen in den Rohstoffsektor tätigen. Rohstoffhandel ist das älteste Handelsgebiet aber das jüngste für die allermeisten heutigen Banker. Das Gefahrenpotential beurteile ich heute grösser, als damals. Heute ist jeder ein Fachmann für Rohstoffe - ich bin es nicht. Aber ich habe bisher viel Geld mit Rohstoffen verdient.

Mit Gold vermutlich am meisten. Aber ich habe Gold gekauft, als mich alle ausgelacht haben. Ich kann warten und dies zahlt sich meistens besser aus, als wenn man immer neue Anlagen tätigen muss. Gerade bei landwirtschaftlichen Rohstoffen muss dies beachtet werden - der Rollover. «Rohstoffprodukte und ihre Tücken» (Seite 20). Seien sie vorsichtig, sonst steht plötzlich ein Tanklastwagen mit Orangensaft vor dem Haus. Aus diesem Grunde habe ich vor rund 15 Jahren dazu mal einem Kunden abgeraten. Es braucht dann auch einiges Wissen über Rohstoffe und das ist gegenüber Aktien etwas zu beachten. Es gibt wohl immer einen Käufer und einen Verkäufer, aber die Anzahl Aktien bleibt (im Normalfall) gleich. Rohstoffe sind wie Kartoffeln. Die sind oft im Boden nicht so leicht zu finden und ab und zu sogar witterungsabhängig und deshalb stark schwankend und den Jahreszeiten unterworfen. Wenn sie dies nicht beachten, nützt ihnen auch nichts, wenn sie wissen, was Contango oder Backwardation ist. Und nicht ganz jeder Rohstoff wird an uns zugänglichen Börsen oder via zugänglichen Anlagemöglichkeiten gehandelt. Wer sich mit Metall auseinander setzen will, dem empfehle ich den U.S. Geological Survey und etwa eine Woche Ferien mit einplanen.

Vermutlich können sie bei Punkt unheimlich viel lernen. Mir ergeht es nicht anders, zum Teil ist es eher ein Auffrischen und deshalb schreibe ich ja auch das Blog. Mehr wissen, Zusammenhänge besser kennen und sich nicht täuschen lassen. Es auf den Punkt bringen. Oder anders gesagt, auch nicht ganz alles glauben was in Punkt steht. Kupfer ist beileibe nicht das am meisten verwendete Metall. Das ist und wird immer Eisen bleiben. Kupfer macht vielleicht 1,5 - 2 Prozent des jährlich geförderten Eisens aus. Und hier könnte man noch lange Latein spinnen, zum Beispiel über die Herstellung von Austenitstahl. Rund 70 Prozent des Nickels sollen zu dessen Produktion verwendet werden. An diesem aus Eisen hergestellten Stahl haften Magnete nicht. Vermutlich ist dies nur ein Zwischenprodukt in der Schmelze - müsste mal Dänu fragen.

Das Blog ist halt eben praktisch, wenn man etwas nicht weiss - ich suche dann, wenn ich Dänu wieder einmal sehe, einfach mit seinem Namen. Der weiss es dann schon, ohne jetzt gross selbst im Internet Recherchen zu betreiben. Und der zweite gefundene Dänu ist nicht zu verwechseln. Das war der mit dem Wertkarton im Adventskalender. Und schon bald ist wieder Advent und einen Kalender wird es geben, bei mir oder zusammen mit ...

... das wäre dann die Überraschung und wenn sie zuvor schon etwas, vielleicht sogar mit Rohstoffen, gewinnen wollen, dann stellen sie doch fest, wann der erste Tag des Goldhandels war und erwähnen dies im Blog von Astro-Börse von Iris Treppner. Ich erzähle dann einmal, wer wirklich die ersten waren, die Rohstoff-Futures kreierten. Es waren nicht wie erwähnt die im 10. Jahrhundert handelnden Kaufleute aus Venedig, sondern Olivenhändler.

Jaeger antwortet Blocher - Musik in meinen Ohren!

An der Börse gibt es immer zwei Tatsachen - einer kauft, der andere verkauft! Bei der Beurteilung der Gesamtwirtschaft sollte es aber nicht immer zwei Meinungen geben. Und wenn, dann ist es gut, dass Leute wie der Wirtschaftsexperte Franz Jaeger, dies kund tun.


«"Das ist Schwarzmalerei"

Wirtschaftsexperte Franz Jaeger kritisiert Bundesrat Blocher für dessen Aussagen zur künftigen Wirtschaftslage hart: Er sollte besser Zuversicht ausstrahlen, als sich in Prognosen wagen, von denen er zu wenig verstehe.

Die US-Immobilienkrise zieht immer weitere Kreise. Nun muss auch Swiss Re Millionen abschreiben. Steuern wir auf eine Rezession zu, wie dies Bundesrat Christoph Blocher am Wochenende sagte?

Franz Jaeger: Nein. Ich stelle zwar ... » - wer das Finanzblog regelmässig liest, wird eigentlich nichts Neues erfahren. Lesen sie gerade deshalb weiter - eine schöne Bestätigung ...

... es sei denn, sie malen auch schwarz - aber da wissen wir ja: Sie können mit Schwarzmalen keine Sicherheit schaffen.

Das Referat vor zwei Jahren dürfte sich heute recht gut bestätigt haben. Oder möchten sie noch lesen, was ich über die Rezession geschrieben habe? Im letzten der drei Artikel ist die Deflation erwähnt und da wir spätestens seit gestern wissen, dass die Amerikaner anders und zu schnell drehen, wird vermutlich demnächst wieder mehr Schlagzeilen mit der Deflation gemacht (ohne Berücksichtigung von Japan - 17 heute). Wenn wir in Bern ins Rutschen kommen, nehmen wir Zahnräder zu Hilfe und in New York hilft man sich mit der deflationären Betrachtung einzelner Branchen, wie hier die Finanzbranche. Wenn sie investieren wollen, dann lieber in Branchen, die eine echte Wertschöfpung haben oder via einen aus der Finanzbranche, der manchmal über selbige schmunzelt.
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