Lieber reich und gesund, als arm und krank ..

... morgen schreiben wir unter anderem über gesund und krank - und heute schauen wir, wo sich die Reichen aufhalten ...

... und vergessen sie nicht, es gibt wesentlich mehr Arme, als Reiche - aber über diejenigen mit Geld, finden wir viel mehr Artikel. Reich zu sein, ist keine Schande - nur manchmal, wie man zum Reichtum gekommen ist. Diejenigen, die die folgenden Zeitungsartikel lesen, sind garantiert nicht reich. Zumindest nicht finanziell. Aber den Meisten wird es auch nicht schlecht gehen, was die Finanzen anbelangt. Aber Jammern, das gehört nun mal dazu. Es bringt aber nichts - erinnern sie sich: «Ja ja heut wird wieder in die Hände gespuckt ...» Und wenn sie schon daran sind, das dritte mal eine Million Erspartes an zu sammeln, vielleicht gelingt es beim vierten mal. Und es braucht ja nicht eine Million zu sein. Im obigen Link sind über 70 Prozent der Deutschen mit der Arbeit unzufrieden. Aus der Personalzeitschrift der UBS ist zu sehen, dass hier über 80 Prozent zufrieden sind. Das sind nicht Änderungen der letzten Zeit, das ist Einstellungssache und vermutlich verdient man mit einer solchen Einstellung auch eher Geld.

Wer aber zuviel hat, verliert das Verhältnis zu Geld - dieses spielt keine Rolle mehr. Man lebt nicht mehr ökonomisch und genau das ist es, wieso man mit Luxusobjekten im Immobiliensektor keine (grossen) Renditen erzielen kann. Das haben wir gestern geschrieben und heute ist in Uganda Nationalfeiertag. Mit 327 USD BIP (pro Jahr) verdienen die wesentlich weniger, als wir ... aber sind vielleicht glücklicher ...

... als die vom Manager-Magazin beschriebenen ...

- «Wo die Superreichen leben» (3 Teile) - 1)

- «Wo das Geld fliesst»

- «Eine Milliarde Dollar ist nicht genug»

-
«Generation Golf II»

- die Bilderserie dazu

1) hier finden sie einmal eine aussagefähige Tabelle, die mit Haushalten und nicht Einwohnern rechnet - jeder 20. Schweizer dürfte demnach in einer «Millionen-Haushaltung» leben.

Genau heute vor 133 Jahren wurde im Ratshaus zum Äusseren Stand, damals vermutlich noch kein Restaurant der Wohlfühlklasse, die UPU, der Weltpostverein gegründet. Wer nicht mit Arbeit reich werden will, kann es ja einmal mit Briefmarken versuchen. Vielleicht findet sich noch irgendwo eine alte Schachtel. Übrigens, mit Anlagen kann man auch reich werden, aber es braucht einen Grundstock dazu und den kann man sich ja am besten selbst erarbeiten. Viel Glück ...

... «Stimmung, Frohsinn ... Umsatz» - eben wird ein neuer Kommentar per E-Mail gemeldet. Das ist das was ich meine - und bei Ricci bin ich auch überzeugt, dass was hängen bleibt.

«Wie sich Fondsgesellschaften eine gute Presse kaufen»

Kommentare in Blogs haben die Eigenheit, dass sie nicht immer gelesen werden. Manchmal werden diese sogar gelöscht und beim zweiten Versuch bleiben sie dann drin. Nicht einfach kopiert, sondern im Handelsblatt noch etwas ausführlicher gefunden.

«US-Anlegermagazine schreiben wichtigen Anzeigenkunden nach dem Mund, das zeigt zumindest eine Studie von zwei amerikanischen Ökonomen. Fondsgesellschaften, die viel Werbung schalten, bekommen im redaktionellen Teil offenbar eine Vorzugsbehandlung.

Gerd Bucerius reagierte brüsk: „In Ihrem Hause ist es nicht ganz klar, dass Redaktion und Anzeigenabteilung einer Zeitung scharf getrennt sind“, schrieb der Gründer der „Zeit“ 1953 an eine Versicherung, die angeboten hatte, sich für positive Berichte mit Anzeigen zu bedanken. „Damit sich solche Missverständnisse nicht wieder ereignen, habe ich die Anzeigenabteilung der ,Zeit’ angewiesen, Anzeigen Ihres Hauses nicht mehr entgegenzunehmen.“

Die klare Trennung zwischen Redaktion und Anzeigen ist ehernes Gesetz des Qualitätsjournalismus. Aber wird es in der Wirklichkeit auch beachtet? Die US-Ökonomen Jonathan Reuter (University of Oregon) und Eric Zitzewitz (Stanford University) haben dies in einer aufwändigen empirischen Studie untersucht. Die Untersuchung ist in der Februar-Ausgabe des „Quarterly Journal of Economics“ erschienen, einer der weltweit angesehensten wirtschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften. Die Studie zeichnet ein zwielichtiges Bild der amerikanischen Medien: Teile der US-Presse scheinen wichtigen Anzeigenkunden nach dem Mund zu schreiben ... weiter im Handelsblatt ... geschrieben von Olaf Storbeck»

Viel «Spass» beim lesen dieses nicht mehr ganz taufrischen Artikels. Die Frage ist, ob sich in der Zwischenzeit alles geändert hat und ob dies in andern Ländern auch vorkommen könnte und ob dies womöglich für andere Produkte als Fonds, vielleicht eben Cigarren, auch gemacht wird?

- im Ärzteblatt steht es ähnlich geschrieben

- über die erwähnten «99 überraschenden Erkenntnisse» gibt es zumindest das Inhaltsverzeichnis aus dem Buch «Ökonomie 2.0»

- und ein Interview dazu

Beim Kioskiero und seinen Kumpanen finden sie auch betriebswirtschaftliche Erkenntnisse - danke der rauchenden Gilde für diesen Tipp. Ihr lieben Frankfurter, am Montag findet ihr eine spezielle Skyline - nicht Mainhätten - noch imposanter.