Wer gewinnt die Zukunft - Papier, Filz, Web oder die Mafia?

Vor 2 1/2 Jahren habe ich die Frage gestellt: «Was ist ein Blog? Sind Zeitschriften noch nötig?» Wenn sie damals diesen Artikel aufmerksam gelesen haben und den Mut gehabt haben, die richtigen Schlüsse zu ziehen, dann hätten sie rund 100 Prozent verdient ...

... nur manchmal kommt man nicht ganz so einfach an die Informationen. Es ist fast wie bei der Mafia. Nicht dass man welche umlegt, aber Informationen will man nicht immer weiter geben. Es hat zwar stark gebessert, aber wenn man einen beherrschenden Aktionär hat, sind Informationen auf anderen Wegen zu beschaffen. Geschäftsberichte sind wohl erhältlich und die haben sich ganz schön gemausert, seit ich die Papierbranche etwas im Auge behalte. Aber der Rohstoff Papier hat mich eh immer mehr begeistern können, als Geschäftsberichte. Ich habe selbst zu viele erstellt um zu wissen, wie man das macht. Ob börsenkotiert oder nicht. So fruchtbar (kein Schreibfehler) aussagekräftig sind sie selten. Entsprechen den Anforderungen und je offener, desto mehr neue Ationäre. Das Hilft dem Aktienpreis - zumindest demjenigen, der sie schon hat.

Man kann fast sagen, je umfangreicher und weniger Bilder, desto weniger aussagekräftig. Ich bin ja nicht Historiker - ich will die Zukunft beurteilen. Und in diesem Sinn ist das meiste Papier schlicht und einfach nicht zu gebrauchen. Fast nicht zu gebrauchen, denn vieles steht zwischen den Zeilen. Nicht nach Worten wie Goodwill, FER-Richtlinien, Cash Flow oder Netto-Umsatz suchen. Der EBIT - dieses Wort brauch ich wohl nicht zu erklären - macht auch nur richtig Spass, wenn man den nach Geschäftsbereichen oder noch lieber nach Produktgruppen sieht. Ich will die Marge wissen, wie viel man wo verdienen kann. Ich will wissen, was ist ein Molekularsieb und vor allem, wozu braucht man sie. Das möchte ich zu einem Zeitpunkt wissen, wo noch nicht jeder man davon spricht.

Im Halbjahresbericht der CPH steht jetzt von der boomenden Nachfrage nach Molsieben und es sind auch einige Branchen angegeben, wo diese eingesetzt werden: Ethanol- und Industriegas-Produktion, mit den Autoabgasen hat es etwas zu tun und mit anderen Branchen, die heute Friedensnobelpreis würdig sind. Ob Al Nobel Al Gore ausgezeichnet hätte, das weiss ich nicht, aber vermutlich hätte er eher in den Bereichen Medizin und Physiologie, Physik, Chemie, Wirtschaftswissenschaften und vor allem Literatur gesucht, als unter Frieden. Für mich ist dies nicht ganz nach voll zieh bar, aber gut, dass er ausgezeichnet wurde.

Es ist nämlich langsam an der Zeit, dass man sich um die Ökologie Sorgen macht. Nicht dass wir gleich über reagieren wie dies die Welt jetzt macht, sondern mit Vernunft das ganze durchziehen. In den letzten 12 Monaten wurde über Ökologie mehr geschrieben, als ich in den dreissig vergangenen Jahren seit ich mich mit dieser beschäftige, gesehen habe. Heute scheint jeder ein Experte und vor allem Finanzprodukt-Kreateur zu sein. Wenn sie schön und ehrlich Geld verdienen wollen, müssen sie früher als im Boom oder gar erst im Hip einsteigen. Sie müssen Papier wälzen und zum Beispiel mal nach schauen, was Zeolithe sind und wenn sie dann am Schluss nicht mehr wissen, was CPH für eine Abkürzung ist, dann fangen sie an, solche Gebiete langsam zu begreifen. Ist jetzt die Chemie Papier Holding gemeint, CPH als Verbindung von Kohlenstoff mit Phosphor und Wasserstoff (falls dies überhaupt möglich ist) oder CPh als der Säure-Laugen Messwert, der Ph-Wert. Sie müssen ihn nicht gleich selbst berechnen können.

Papier wird es noch lange geben. Es gibt immer mehr Post, die meist ungelesen weggeschmissen werden muss. Und da wären wir beim Abfall, ein Gebiet bei dem die Mafia in ihrem Filz stark engagiert ist und deren Zahlen vermutlich bei der Waste-Management-World (Seite 49 - 53) nicht vollständig aufgeführt sind. Immerhin ist Europa weltweit führend in der Wiederverwendung von Papier. Und da sehen sie eine weitere Problematik der Rohstoffbeschaffung. Über 20 Millionen Tonnen gehen in den chinesischen, südasiatischen Raum und die Tabelle ist von 2005.

Papier ist nicht ganz einfach zum beurteilen aber geduldig. Fragen sie halt mal einen Blogger, der teilweise ohne Papier auskommt, was er von Papier hält, ob man jetzt noch kaufen soll - oder doch schon lieber die Finger davon lassen müsste. Wichtig ist, das Firmen, die im Papiergeschäft tätig sind, langfristige Ideen entwickeln. Das machen heute Abend vielleicht auch einige Blogger bei swissblogpress. Mal schauen, ob die so alt werden, wie einige, die total verfilzt sind und mit der Mafia zu tun haben - der Borsalino - «Der Hut der Hüte». Der Hut ist aus Filz - not web. Nur einen Schönheitsfehler hat es im heutigen Artikel der Bernerzeitung. Da steht www.borsalino.com und ich helfe jede Wette, dass die in den letzten Jahren mehr Trafik erhalten haben, weil einige ehemalige BZ-Journalisten, einige andere und der Finanzblogger www.borsalino.ch gegründet haben. Der Link funktioniert immer noch, obwohl er seit vielen Jahren unter Cash läuft. Ein Drittel der Besucher der Börsenplattform gehen immer noch mit Borsalino hinein.

Wie überall, manchmal ist es ganz praktisch wenn man Zugang zur Mafia (sorry, ich finde keinen offiziellen Link), zum Filz und wer weiss ich allem hat. Nur eben, über Zahlen müssen sie sich eigene Gedanken machen oder jemanden beauftragen, der das für sie macht. Jeder muss seine Informationen haben, ob auf Papier oder im Internet, die Fülle wird an beiden Orten zunehmen, aber vielleicht nicht die Qualität. Es wird immer schwieriger heraus zu finden, wann die Ampel von grün auf orange wechselt. Wenn die Ampel auf rot ist (hier ausnahmsweise mal unten), dann ist es zu spät. Die Zeiten ändern eben. Und heute vermisse ich den Cash nicht mehr, schätze dafür Cashdaily zum schnellen durchblättern und mancher, vermisst vielleicht die Ampeln auf Seite 3 - dem dailyradar.

Und hier ist noch ein Foto der CPH - die Wahl dürfte nicht so schwer sein: wirz bald!

CPH

... von aussen sieht Manches manchmal etwas anders aus ...

Strukturierte Produkte: warme Luft mit Adam und Eva beim Struki-Boom

Zugegeben, die Berner Weinmesse diese Woche hat mich mehr Zeit gekostet, als die stp-messe und die Produkte kann man zur Zeit in Bern auch einfacher auf den eigenen Geschmack hin überprüfen, als dies gestern und heute in Zürich der Fall ist.

Warm war es im Kongresshaus, aber auch die strukturierten Produkte arbeiten des öfters mit warmer Luft - nur ist dies nicht immer so einfach fest zu stellen. Und ganz so neu, wie uns da einige weiss machen wollen sind sie auch nicht. Es sind rund 35 (fünfunddreissig) Jahre her, dass ich mich das erste mal mit Optionsscheinen herum geschlagen habe und seit dem ersten Juli 1986 können Optionsscheine auf Termin an der Zürcher Börse gehandelt werden. Schade habe ich meine erste Wertpapier-Bibel von Max Boemle nicht mehr. Das wäre heute schon fast ein Geschichtsdokument.

Der Struki-Boom hat aber erst begonnen und dies sagt einer, der dieser Thematik nicht nur dem Namen nach auf den Zahn fühlt - der CEO von «Scoach» - sie erinnern sich: «Scoach - stehlen mit grösster Heimlichkeit.» So schlimm ist es nicht. Ich werde vermutlich nächste Woche einen Artikel im Blog erwähnen, der die Kosten dieser strukturierten Produkte etwas genauer anschaut. Sie sind zum Teil erschreckend hoch - aber sie werden offen gelegt. Keiner soll sich beklagen (können). Man trifft einige alte Hasen und die machen das eher bei institutionellen Anlegern und dann im grossen Stil und im privaten eigenen Depot eigentlich nicht. Mir geht es genau so. Ich kenne diese Produkte - zum Glück nicht ganz alle. Es gibt täglich in der Schweiz ja auch nur im Schnitt 25 bis 30 neue dervative, börsenkotierte Produkte. Aber man wird immer wieder der Versuchung ausgesetzt ...

Bonbons

... Bonbons und Süssigkeiten noch und noch - eines der deutlichsten Zeichen, dass es sich um eine ganz junge Messe handelt. Es hat auch erstaunlich viele ganz junge Besucher, die eher dem Spieltrieb verfallen sein dürften als der Realität. Im Gesamtmarkt ist des einen Gewinn des andern Verlust, es sei denn, der Ballon wird mit warmer oder gar heisser Luft aufgeblasen. Aber die Luft geht auch wieder mal raus und die Spesen und Gewinnbeteiligung ist eh schon weg ...

Schneider

... wenn schon, dann nach Mass geschneidert, kostengünstig, ab CHF 50 000 und mit dem neutralen Rat eines Aussenstehenden. Ich arbeite auch mit dem gleichen Schneider ...

Scouch

... wir arbeiten auch mit denen, aber weniger mit Bullen und Bären. Sie haben es auch eher mit Adam und Eva, nicht weil die STRUKTURIERTE PRODUKTE MESSE 2007 (so der offizielle Tatzelwurm) ganz neu ist ...

golden und granny smith

... sondern Mann und Frau wird mit einem giftig grünen Apfel verführt, vermutlich einem Granny Smith, «gehört zu den sauersten Apfelsorten überhaupt», aber «Das Frischeste, was der Markt zu bieten hat». Meine Golden Delicious sehen nicht so schön aus, haben einige Schorflecken, weil sie überhaupt nicht behandelt wurden, bio pur (bei andern oft nur Faulheit) und wer sich auskennt, einer der herrlichsten Äpfel überhaupt, aber darf nicht mit Dünger (Hebel) überzüchtet sein. Es ist wie im Anlagesektor. Man braucht ein fundiertes Wissen, eine eigene Meinung und soll nicht immer der Masse nach rennen. Man muss dem Markt zuvor kommen, muss frischer, früher sein ...

stp-Messe

... und wenn der Spieltrieb überhand nehmen sollte, gelegentlich auf die Ampel achten. Aber ganz so giftig grün wird sie nie ...

... übrigens, der Golden ist gegessen, die Oma Schmid angebissen - die Ponys werden sich freuen ... und ich freu mich wieder auf Zürich - auf die Trauben in der Waag ...

Schweizer Immobilienbrief Nr. 38

Auf den Boom der letzten Jahre folgt der Rückgang - aber man kann auch bei einem Rückgang profitieren.

Ein unabhängiger Vermögensverwalter hat immer irgend einen Kunden, der bei einem Rückgang profitieren kann. Wieso? Rückgange im Immobiliensektor sind meist schleichend. Es gibt immer Anzeichen, auf die man schauen kann - nur sehen das die meisten nicht. Ziemlich genau ein Jahr ist es her, seit ich das erste mal über den Rückgang der Bauwirtschaft geschrieben habe - am 19. Oktober 2006 (4. Absatz). Profitieren können jetzt diejenigen, die noch nicht gekauft haben - einige Immobilien dürften billiger werden, andere nicht oder nur unwesentlich steigen. Wenn der Bauboom ausgebrochen ist, muss doch jeder noch schnell einige andere Häuser aufstellen - und plötzlich hat man zu viele. Das ist Angebot und Nachfrage. Und dann entscheidet der Standort. Topp Standorte wird diese Marktbetrachtung «kühl» lassen. Einfamilienhausbesitzer können da eher profitieren. Aber aufgepasst - 5 km von zwei Personen zwei mal täglich zurück gelegt ergibt in zwanzig Jahren auch 100 000 Kilometer. Und dafür kann man an einer zentralen Lage schon etwas zusätzlich aufwenden.

Über das Espace - die Lücke, das Leerzeichen, der Stauraum, der Weltraum - gibt es darüber mehr Informationen von espace.ch: «Wohnraum in Hülle und Fülle.»

Auf Seite 6 finden sie die Entwicklung des sehr aussagekräftigen IAZI-Indexes - Hintergründe darüber lesen sie im Finanzblog

... weiter als pdf-Datei

... oder zum herunterladen auf ...

Immobrief

Genève

... in Genf sind die grössten Preissteigerungen zu erwarten - Angesichts der dortigen Preise mag sich der eine oder andere schon den Kauf eines Hausbootes überlegt haben ... und noch was zum unten stehenden Beitrag. die Aufnahme wurde gemacht, als ich zu Davidoff ging ...

Ricci ...

Ricci ...

..


Davidoff

... Technik überrascht oft. Erstens, kommt mein Beitrag noch einmal, weil ich mit dem Handy was falsch gelöscht habe - am Samstag ist er schon erschienen - mit einem Kommentar von Aficionado. Ja er ist zum Teil auf der richtigen Spur. Es ist eine Davidoff «Puro Robusto - Capa Dominicana». Gekauft bei Zigarren Dürr - und diesem Namen wird sie total gerecht. Da brauch ich nichts zu löschen, die macht es drei mal von alleine. Dürr und das Deckblatt von leider Qualität - aber eben, alles von der Dominikanischen Republik. Ich weiss jetzt wenigstens, wieso diese Cigarre eine Bauchbinde braucht - damit sie nicht auseinander fällt. Der Geschmack bis rund in die Hälfte ist toll, das Brennverhalten nicht Davidoff würdig und zum Schluss wird diese Zigarre viel zu stark - CHF 21 und ein paar Zerquetschte ist diese schlicht nicht wert.

Finanzmarktaufsicht: Umsetzung beginnt

Vermutlich können sich die meisten nicht viel unter Finanzmarktaufsicht vorstellen - aber für die Schweiz wird es ein weiterer, positiver Schritt für unseren Finanzplatz sein.

Wenn sie über genügend Zeit haben, geben sie in obigem Link «Finanzmarktaufsicht» rechts oben ins Suchfeld ein. Ich denke, so bis Ende Woche dürften sie beschäftigt sein. Wenn alles vernünftig läuft, wird sich für mich nicht viel ändern. Ausser, dass «mein Revisor» ein neues Arbeitsverhältnis hat und der Obolus für meinen «Persilschein» an ein anderes Konto zu erfolgen hat - hoffentlich nicht höher ausfallend.

Hier die offizielle Mitteilung:

«Finanzmarktaufsicht: Umsetzung beginnt
Bern, 12.10.2007 - Die Referendumsfrist für das neue Finanzmarktaufsichtsgesetz (FINMAG) ist ungenutzt abgelaufen. Damit kann die Errichtung der Eidgenössischen. Finanzmarktaufsicht (FINMA) in Angriff genommen werden. Die FINMA soll auf den 1. Januar 2009 hin operativ tätig werden. Dafür sind 2008 Vorarbeiten zu leisten. Anfang des nächsten Jahres wird der Bundesrat den Verwaltungsrat wählen. Auf diesen Zeitpunkt hin ist auch eine Teilinkraftsetzung des FINMAG vorgesehen ... weiter beim Eidg. Finanzdepartement ...»

... für das ich selbst sieben Jahre gearbeitet und dort meine ersten umfangreichen Finanzerfahrungen gesammelt habe ...

... nur das Plakat streikt noch ...

... nur das Plakat streikt noch ...

Web 3.0: «Googeln war gestern» - und vermutlich auch noch morgen

Meistens finde ich zu Suchendes schneller als die meisten andern und Einiges sucht man und sucht man ... und «Freude herrscht» wenn man auf Bloggerkollegen oder auf das eigene Finanzblog stösst. Das Web 3.0 ...

... wird uns nicht gleich zur Verfügung stehen. Mein «Bloggötti» ist in dieser Beziehung eh viel schneller und ich stosse halt erst in Frankreich beim Durchlesen der Printausgabe mal auf etwas Interessantes. Immer noch früh genug um sich allenfalls einige Firmennamen zu merken ...

«Internet der Zukunft verheißt Ende der Suche

Web 3.0. Googeln war gestern. Im Großprojekt „Theseus“ arbeiten deutsche Spitzenforscher und Experten von Technologieunternehmen am Web 3.0, dem intelligenten Internet der Zukunft ... weiter bei der Wirtschaftswoche ...»

Computer Oil

... und wenn es mal nicht so geschmiert läuft, hilft vielleicht ein Sprutz Computer-Oil.

... welche ist das?

... welche ist das?

Ricci du solltest es wissen.


Immobilien-Indices

Durch das IAZI - Informations- und Ausbildungszentrum für Immobilien AG wurde ich auf weitere Immobilien-Indices aufmerksam gemacht, die nun auch in der Blogroll verlinkt sind.

Die IAZI-Indices sind bei der SWX ersichtlich und was mir sympatisch ist, sie werden nur vierteljährlich erfasst. Der kleine, feine Unterschied ist aber, dass versucht wird, mit Martkdaten zu arbeiten und nicht nur mit Angebotsdaten. Mehr über Immobilien-Indexe und wie Marktdaten erfasst werden lesen sie im neuesten Newsletter. Vergleichen sie die beiden Kurven. Der Kommentar dazu ist so interessant, dass ich den gleich zitiere:

«Dieser Grafik ist klar zu entnehmen, dass die Angebotspreise verglichen mit den effektiven Handänderungen deutlich überreagieren und für Einfamilienhäuser von 1990 bis 1998 eine viel grössere Baisse auswiesen, als sie tatsächlich stattgefunden hat. Brachen die Preise gemäss Angebotspreis-Index in diesem Zeitraum um 22,8 Prozent ein, gaben die Marktpreise gemessen am Transaktionsindex SWX IAZI lediglich um 6,3 Prozent nach. Die Schweizer Immobilienkrise zwischen 1990 und 1998 fand nämlich nicht bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen statt, sondern bei Renditeliegenschaften.

Fazit: Um Aussagen zu den Risiken und Renditen von Direktanlagen in Immobilien machen zu können, ist man auf verlässliche hedonische Indizes angewiesen. Denn schliesslich ist der am Markt zu erzielende Wert die relevante Grösse. Zudem haben die aktuellen Entwicklungen vorerst in den USA gezeigt, dass auch der Immobiliensektor nicht um eine marktnahe Bewertung der Risiken herumkommt.»

Zudem ist hier noch der Link zum ZWEX - dem Zürcher Wohneigentumindex - der auch bei der ZKB zu finden ist. Seit einem Jahr ist er um 2.46 Prozent gestiegen und liegt damit wesentlich näher beim neu erfassten Regio Index, als beim See Index, der nur um 1.3 Prozent zu gelegt hat. Ob dies wohl mit den Luxusimmobilien einen Zusammenhang hat.

Auch für den Kanton Schaffhausen gibt es einen Index, den SHKB-Eigenheim-Index.

Und wissen sie eigentlich, warum nur diese beiden Kantone Indices veröffentlichen? Versuchen sie einmal im Kanton Bern an entsprechende Zahlen zu kommen. Das wäre mal eine kleine Denksportaufgabe, ob das mit unseren Notaren, Grundbuchämtern, Steuerverwaltungen überhaupt mit allen überkantonalen Handänderungen erfasst werden kann. In Zürich wird das Notariat durch einen Kantonsangestellten geführt. Deshalb hat der Kanton alle Zahlen, Handänderungen sind meist schneller durchgeführt und erst noch billiger. Die Frage ist nur, wie bringe ich eine Liebenschaft von Bern nach Zürich. Das ist etwas für Camper und Amerikaner. Aber von der Grösse des Kantons Schaffhausens, liesse sich vielleicht auch die Zweckmässigkeit eines Quartier-Index ableiten.

Und nun die Abschlussfrage: Gibt es in den USA Marktdaten oder wie bei uns (ausser ZH und SH) auch nur Angebotsdaten? Ich denke, dass es keine echten Daten gibt.

Danke Frau Huber. Vielleicht hat der eine oder andere begriffen, dass man nicht jeder Statistik trauen darf.

Die Schweiz - vom Ausland gesehen

Ist die Schweiz wirklich noch so gut, wie sie zur Zeit von den Ausländern noch gesehen wird? Zuviel Chaotentum und zu viel Extremismus hat noch nie auf gute Zeiten hingewiesen.

Man diskutiert über die Schweiz. Man? Eigentlich eine Frau, ein Mann und ein Ausländer. Ausländer - das ist in der Schweiz ein etwas umstrittenes Thema. Die GPK auch - der Bericht ist rund 100 Seiten lang. Ich war einmal auf einem Ausflug einer GPK - alle haben selbst bezahlt. Als begleitender Ehemann (FDP) sprechen wir an der Lötschbergrampe über die Ausländer. Freddu berichtet am meisten - er ist in einer anderen bürgerlichen Partei. Dann das grosse Loch - Simplon genannt - und nach dem Loch. Nun war der Freddu selbst Ausländer. Er konnte sogar darüber lachen.

Hier in Frankreich bin ich der Ausländer - und keiner lacht. Nur die Holländer mögen sie nicht so - die leben für sich und lassen sich sogar das Wasser in allen nur möglichen Aggregatszuständen nach Frankreich liefern. Flüssig als Mineralwasser, gefroren als Glace, dampfförmig in den eigenen Spraydosen und natürlich der ureigensten niederländischen Wasserform - der Treibhaustomate. Ich esse Tomaten aus Frankreich. Dem Dreck an zu schliessen herkömmlich auf dem Feld gewachsen. Und irgendwo blöken Schafe - schwarze und weisse liegen neben einander, ja übereinander. Man sucht Schutz unter dem Schatten spendenden Baum. Schafe blöken und machen Mist. Knuddel ist fast ein vierbeiniger Blogger - Nr. 11 von pep hat das Nachsehen und Pferdekäse habe ich noch keinen gegessen. Schafkäse gibt es aber, nur schmeckt der nicht allen. In der Schweiz ist das mit den Schafen nicht ganz so friedlich - hier eine Rundschau.

Die Polizei war anscheinend nicht überall. Einer, der mich immer ans alte Spital Jegenstorf erinnert hat sich beschwert. Die Polizei kann wirklich nicht immer überall sein. Aber erstaunlich ist doch, dass das Schweizer Fernsehen immer überall ist und dann gleich noch die passenden volksverbunden Politiker vorfindet. Nichts gegen die provozierende SVP - die sind friedlich und vertreten einen riesengrossen Teil der Schweizer Bevölkerung. Und bewilligt - aber provozierend. Die linken, der schwarze Block, kann der Provokation nicht standhalten. Ein Grossteil hier sind Kinder. Ich war in Bern nicht dabei, aber in Langenthal habe ich mir diese angeschaut - der linke schwarze «Babyblock». Der rechte Flügel ist auch schwarz maskiert im Fernsehen zu sehen. Ein SVP-ler, nicht sonderlich intelligent aussehend meint, dass die ruhig mitlaufen und provokativieren sollen. Vielleicht schaffen sie sich zur Zeit noch Freunde - aber irgend einmal kippt das System und ich denke, es sollte die nächsten vier Jahre mal im herkömmlichen Trott weiter gehen. Nicht dass dies gut ist, aber doch besser. Ich bin weder Blocher noch SVP-Anhänger. Aber irgendwie sollte man hüben und drüben die Demokratie nicht zu stark strapazieren. Sonst geht es uns dann plötzlich wirklich schlechter. Und die SVP hat intelligente Leute, wenn die nur nicht so provozierend wären, zumindest der ZH-Flügel.

Meine beiden Franzosen kennen die Schweiz gut. Sie war UNO-Angestellte und in internationaler Schweizer Treuhand tätig, er ehemaliger Mitarbeiter des französischen Handelsattaches. Man diskutiert auch über Aktien. Man hat solche aus Frankreich und auch welche aus der Schweiz. Jeder sagt immer, man solle diversifizieren und nicht nur Aktien aus einem Land kaufen. 50 Prozent Heimanteil seien genug. Jeder zweite Schweizer Franken wird im Ausland verdient und ich schätze, dass dies bei den SMI-Firmen noch wesentlich mehr zu ungunsten der Schweiz ausmacht. Viel besser als mit einem reinen Schweizer Aktiendepot können sie international gar nicht diversifizieren. Home Bias heisst das auf Neudeutsch (Septemberausgabe - Seite 19). Ein deutsches Forschungsinstitut hat dies auch festgestellt. Aach, für die Aachener mag dies stimmen, für die Franzosen eher noch mehr. Rund ein Prozent Mehrrendite soll eine Verteilung geben.

Vielleicht müssen wir in Zukunft wirklich umdenken, denn die Schweiz scheint nicht ganz richtig zu ticken und irgend wann zeigt sich dies in den Börsen Kursen. Aber die andern haben ja auch Probleme. EADS Airbus, der Stahl Klöckner der chinesisches Dumping nicht verträgt, die Stahlweichen der BundesBahn sind auch lahm und in Frankreich haben wir den Gärtner, der den Hibiscus Altea an einem Holzpflock aufbindet, weil beim kleinsten die Zweige an den Boden lampen. Denken ist nicht jedermanns Sache - drei Giesskannen Wasser wirken wunder. Und weil der Hibiscus auch Roseneibisch heisst, schneidet man die Rosenstöcke vier Tage nach Herbstbeginn. Vielleicht hat er ein Buch von der Südhalbkugel der Erde gelesen - dort wäre der Termin richtig. Aber schneiden tut er, wie der Winzer beim nächst gelegenen Rebberg - «eigentümlich» ist noch anständig gesagt. Die Welt ändert, die Schweiz ändert und wenn sie keinen Wein mehr trinken können, der gut für das Herz sein soll, dann nehmen sie einfach die Blüten des Hibiskus, machen Tee oder Salat aus Blüten und ganz mutige nehmen diese Blüten, legen sie in Zucker ein und reichen sie als Aperitif zu Champagner. So ändert eben die Welt, nur die Namen bleiben gleich und diese Pflanze heisst immer noch Malve oder Chäslichrut und wird von Schafen gerne gefressen - im Inland und im Ausland.

Hibiscus

... erfreuen wir uns doch an Kleinigkeiten - Schwalbenschwanz (leicht lädiert - vielleicht vom Schaf angefressen) und Hibiskus-Blüte (leicht verblüht) ... vielleicht müssten wir in Zukunft auch bei Aktien etwas über den Gartenhag hinaus schauen ...
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