Nationalrat J.N. Schneider: KMU sind Adler, keine Muscheln

«Wenn i e Muschle wär, so tät i eifach zue - wenn i e Muschle wär, de hätt i myni Rue» sang Polo Hofer 1975 als Rumpelstilz. Erfahren sie heute von einem anderen bekannten Berner, wieso es immer wieder Personen gibt, die den Lebenslauf der Muschel nicht wählen.

Den Link zur Tischmesse übergeben wir doch einfach Patrick - dem neuen Blogger aus Langenthal - herzlich willkommen - hier sein Beitrag bei Vuithier.blogspot.

Es gilt das gesprochene Wort! JC EXPO Langenthal, 22. September 2007

Eröffnung durch Nationalrat Johann N. Schneider-Ammann

Sehr geehrter Herr Präsident
Sehr geehrte Aussteller
Werte Expo-Besucher
Sehr geehrte Damen und Herren

· Ich freue mich sehr, inmitten von so jungen, motivierten, unternehmerisch denkenden und handelnden Leuten stehen zu dürfen.
· Wenn ich so in die Runde schaue, dann darf ich meinen Glauben an unsere starken KMU und ihre wirtschaftliche Kraft mit gutem Gewissen behalten und kann getrost in die Wirtschaftszukunft der Region blicken.
· Ich gratuliere Ihnen, dass Sie den Mut gehabt haben, etwas Neues in Angriff zu nehmen, und gratuliere Ihnen zu Ihrer JC EXPO.

· Ich weiss, dass Sie enttäuscht sein mögen, weil Sie mit mehr als mit den etwas über 30 Ausstellern gerechnet haben, die sich hier und heute an Ihrer Tischmesse präsentieren.
· Sie wollten doch Ihr Netz vergrössern, die regionalen Grenzen sprengen und zeigen, dass man in Langenthal nicht nur Oberaargauer Luft atmen kann.
· Ich kann Sie trösten: Aller Anfang ist schwer, aber nur den Tüchtigen gehört die Welt!
· Dazu möchte ich Ihnen eine Geschichte erzählen: Einer alten indischen Schöpfungsgeschichte zufolge schuf Gott zunächst eine Muschel und legte sie auf den Meeresboden.
· Dort führte sie kein aufregendes Leben. Den ganzen Tag über tat sich nichts anderes, als ihre Klappe zu öffnen, etwas Meereswasser hindurchfliessen zu lassen und dann wieder die Klappe zu schliessen.
· Tagaus, tagein gab es nichts anderes für sie als Klappe auf, Klappe zu, Klappe auf, Klappe zu,...
· Dann schuf Gott den Adler. Ihm gab er die Freiheit, zu fliegen und die höchsten Gipfel zu erreichen. Es existierte fast keine Grenze für ihn.
· Allerdings zahlte der Adler für diese Freiheit einen recht hohen Preis: Täglich musste er um seine Beute kämpfen.
· Nichts fiel ihm einfach so zu.
· Wenn er Junge hatte, musste er oft tagelang jagen, um genügend Futter heranzuschaffen. Aber diesen Preis bezahlte er gerne.
· Schliesslich schuf Gott den Menschen und führte ihn zuerst zur Muschel und anschliessend zum Adler.
· Dann forderte er ihn auf, sich zu entscheiden welches Leben er führen wolle.
· «Das ist wohl einfach», werden Sie sagen.
· Natürlich sollte sich jeder Mensch für das Leben eines Adlers entscheiden.
· Aber es ist etwas geschehen, mit dem wohl keiner gerechnet hatte.
· Viele Menschen haben sich gegen das Leben der Muschel aber auch gegen das Leben des Adlers entschieden.
· Sie wollten zwar die Vorteile des Adlers für sich haben, aber nicht den Preis dafür zahlen.
· So haben Sie sich ein Tier gesucht, das ihren «Anforderungen» gerecht wird.
· Und sie haben das Tier schliesslich auch gefunden: die Ente.
· Sie werden zugeben: Ente und Adler mögen gewisse Gemeinsamkeiten haben, vergleichbar sind jedoch nicht.
· Sie, werte anwesende Aussteller, haben sich weder für die Muschel noch für die Ente entschieden - sondern eben für den Adler.
· Sie wollen überzeugen und kämpfen, weil sie davon überzeugt sind, dass es das Richtige ist.
· Ich kann Sie darin nur unterstützen. Das ist echtes Unternehmertum.

· Ich werde häufig gefragt, was ich denn am Unternehmertum so faszinierend finde.
· Das sind aus meiner persönlichen Warte heraus schwergewichtig 4 Dinge:
- die Gestaltungsmöglichkeiten
- der Motivationsraum
- der Umgang mit Druck
- die Multikulturalität
· Es macht ausserordentlich Spass, den Freiraum und den Handlungsspielraum zu nutzen, den man als Unternehmer geniesst.
Wo sind die zukunftsträchtigen Märkte, welche Innovationen lassen sich vermarkten, wo befindet sich mein Unternehmen morgen?
Damit dieser unternehmerische Freiraum nicht eingeengt sind, muss es darum gehen, die im Wege stehenden administrativen Hürden niedrig und die gesetzlichen Regelwerke schlank zu halten.
· Der Umgang mit den Menschen, die man motivieren kann, ihre besten Leistungen zu erbringen, erfüllt einen mit Genugtuung.
Und der Mensch muss trotz aller Technisierung und Computerisierung im Mittelpunkt stehen und bleiben.
· Die Belastbarkeit, der Umgang mit Druck können heikel werden. Es muss darum gehen, nur den Eu-Stress, den guten Stress entstehen zu lassen.
Das beste Rezept dafür sind Spass an der Arbeit und die Überzeugung, dass man das Richtige tut.
· In meinem Unternehmen habe ich das Glück, Internationalität leben zu können.
Die stetige Auseinandersetzung mit anderen Denkweisen, anderen Kulturen, anderen Ansichten öffnet den eigenen Horizont und zwingt, die eigenen, vielleicht festgefahrenen Ideen, zu überdenken.

· Nun, liebe ausstellende JC s: Sie haben Ideen, sie wollen sie in die Welt hinaustragen, sie wollen etwas bewegen, sie wollen Wirkung erzielen.
· Damit haben Sie Unternehmertum bewiesen.

· Gerne zitiere ich in diesem Zusammenhang ein Wort von Nicolas Hayek: «Der Unternehmer ist ein Künstler, voller Fantasie, mit Innovationsgeist, offen für alle Ideen, fähig, sich selbst und unsere Gesellschaft in Frage zu stellen ... Diese Eigenschaften erlauben ihm, neue Produkte und neue Arbeitsplätze und damit nachhaltige Reichtümer für alle zu schaffen. Ein Unternehmer muss auch die Fantasie und den Mut haben, alle Hindernisse zu überwinden. Die einzigen für mich unüberwindbaren Hindernisse sind Tod und Steuern!»
· Lassen Sie sich nicht entmutigen, fahren Sie weiter, machen Sie heute einen guten Job, damit Sie morgen doppelt so Aussteller haben und übermorgen weitere abweisen müssen, weil der Platz nicht für alle ausreicht.
· In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche und an Erfahrung reiche erste JC EXPO!

Die Rede als pdf (gleiches Fenster)

Nationalrat J.N. Schneider

... Nationalrat Johann Niklaus Schneider ...

Tischmesse

... an der Tischmesse der Jungen Wirtschaftskammer ...

Jüngste JWO

... so jung sind die Teilnehmer in der Regel nicht und mit 40 kommt die Altersguillotine - aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Und wenn nicht alle Teilnahmebedingungen richtig kommuniziert wurden, so hat mich der Besuch vom blogmitpep sehr gefreut. Viel Glück im Stall (die wohnen echt in einem Dorf mit Wiesen und so ...) und um auf deinen Bloglink zu reagieren ...

2 x Schneider

... das ist nicht nur echter Wahlkampf - im Kanton Bern J.N. Schneider zwei mal auf die Nationalratsliste - sondern auch eine Rede, die sich mancher Blogger oder Leser zu Herzen nehmen sollte. Es ist auch nicht Vetternwirtschaft, denn ich kaufe vermutlich nie in der Firma Ammann ein und für die Umgebung und den Garten kann man allenfalls einmal eine Maschine mieten. Und wenn wir schon beim Garten sind, machen wir noch den Link zu den Finanzen, zur Börse ... an beiden Orten gibt es Ungeziefer, Insekten, genau genommen Heuschrecken ... und die gilt es zu bekämpfen. Aber der Finanzblogleser kennt ja dieses Thema ...

... und wer noch mehr über Muscheln (Seite 11) erfahren will, Preisgekröntes von Polo Hofer und Kurt Marti ...

Burma, Pakistan, Thailand und Griechenland haben eine Gemeinsamkeit ...

... das Militärregime, zumindest bis 1974 noch in Griechenland. Und Spanien war drei Jahre später noch eine Diktatur und dann gab es noch die kommunsitischen Länder. Historisch gesehen vor kurzer Zeit noch als Tourist bereist und heute vielfach normale EU-Länder ...

... die Geschichte ändert mit Riesenschritten. Irgend wie haben solche Länder, solche Bewegungen immer fasziniert, zum Analysieren animiert. Wann haben sie das erste mal Aktien oder Obligationen in Griechenland gekauft? Griechenland war vor kurzem noch ein EMMA-Land, diese Thematik an zu schauen zahlt sich aus. Auf der einen Seite Länder, die man gerne bereist und sich Gefahren aussetzt, wenn man zu viel erfahren will. Das Militär in Griechenland oder die Guardia Civil in Spanien waren die besten Informationsquellen, was zur Zeit Sache war. Immer freundlich bleiben, sonst kann es ins Auge gehen.

Die Unruhen in Myanmar werden vermutlich in einer solchen Betrachtungseise mit grosser Sicherheit Änderungen herbeibringen. Positive für einen grossen Teil der Bevölkerung. Der Schmuggel von Drogen wird weiter stattfinden. Ich schätze mal, das diese Exportquelle grösser ist, als der offizielle Export, der rund 1/3 Prozent der Bundesrepublik Deutschland beträgt. Myanmar oder Burma, wie das CIA richtig schreibt (nicht nur diese Seite anschauen) ist in etwa doppelt so gross wie Deutschland und hat halb so viele Einwohner. Aber bitte nicht gleich Aktien von Birma kaufen, das braucht noch einige Jahre. Vermutlich finden sie dann zumal auch mehr Informationen über den Myanmar Securties Exchange Centre - Internetadresse oder Mail finde auch ich nicht.

Hoffen wir mal für die Menschen in Burma, dass es gut heraus kommt. Es könnte der Beginn eines Militär-Putsches sein. Taktisch (Teil einer kurzfristigen Strategie) könnte das Militär das System von Thailand über nehmen. Mal abwarten, wie die Reaktionen von China und der USA ausfallen werden - beide Länder dürften die grössten finanziellen Verflechtungen über den Schmuggel haben. Wieso das System von Thailand - jeder hat doch immer das Gefühl, Thailand sei ein ganz normales Land, ein Reiseland. Ich werde in den nächsten Tagen auf libref. darüber berichten. Dort können sie auch mehr über Pakistan - eine weitere Militärdiktatur - lesen. Thailand ist ein judikatives Militärregime. Ein nicht ganz einfaches Thema, denn auch in der Schweiz funktioniert nicht alles ganz so zwischen Judikative und Executive - die Weltwoche sagt dem: «Die Dunkelkammer lebt» - Holenweger, Roschacher und Blocher lassen grüssen.

Irgendwie gibt es auf der Welt doch noch mehr eigenwillige Regime, Diktaturen, als man vermutet. Fast so schlimm sind die lästigen «Produkteheinis», eben konnte sogar eine Französisch.

Eine kleine Bitte an all die Telefonverkäufer, die gestern und heute angerufen haben und auch Übermorgen wieder anrufen werden. Der Ton, die Sprache ist vom Militärischen nicht weit entfernt. Sie sind als Verkäufer nach drei, vier Worten erkannt. Lest, wie ich Länder, Firmen, Branchen beurteile und dann versteht ihr vermutlich, wieso ich euch Telefonverkäufer als eine der grössten Finanzplagen der heutigen Zeit empfinde ...

... und danke den Anrufern, die an einer Vermögensverwaltung interessiert sind, wie ich sie pflege. Beim ersten Kontakt hört man den Unterschied in der Stimme des Anrufenden in Sekundenbruchteilen.

«"BURMA" STATT "MYANMAR"
SPIEGEL ONLINE benutzt ab sofort den Namen Burma anstelle der offiziellen Bezeichnung Myanmar. Die Staatsbezeichnung "Union Myanmar" hatte die Militärjunta 1989 eingeführt. Die Uno und das Auswärtige Amt sprechen von der Union Myanmar. Für die USA und Regimegegner wie Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hingegen gibt es aus politischen Gründen nur Burma. Trotz des Junta- Dekrets wurde das Land in den deutschsprachigen Medien meist weiterhin Burma bzw. Birma genannt.» ... das ist gelebte Solidarität ...

«wer nicht liberal ist, hebe die Hand»

«Ausser konservativen Linken schmückt sich heute jeder mit dem Etikett «liberal». Und was, bitte, heisst das überhaupt?»

Ein Artikel von Daniel Binswanger. Für manche kein schöner Artikel. Ich kenne so genannte «Liberale», die vermutlich nicht einmal feststellen werden, dass sie nichts anderes als konservativ sind. Einige nehmen das «liberal-konservativ» bei allen Gelegenheiten in den Mund. Wer in diesem Link sucht, findet den Falschen, der zumindest wissen sollte, dass in der Praxis «liberal-konservativ» noch unsinniger als die Wortkonstruktion «links-rechts» ist. Man ist nicht entweder und oder, man ist allenfalls in der Mitte. Ich denke, als vermutlich einer der ganz Liberalen des Kantons Bern darf ich diese ketzerische Bemerkung machen. Entweder ist man liberal oder konservativ. Wer eine konservative Denkweise hat, hat meistens nicht auch gleichzeitig eine fortschrittliche. Und wer zum Beispiel in wirtschaftlichen Fragen fortschrittlich ist und zum Beispiel in Frauenfragen konservativ, der ist sicherlich nicht ein Liberaler - vielleicht möchte er es eben sein. Auf dem Flugplatz sagt man denen Windfahnen - vielleicht gibt es auch in Politik und Alltag einen Ausdruck dazu. Die Geisteshaltung hat wiederum nichts damit zu tun, dass man in einer Demokratie nicht bereit wäre, einen Kompromiss zu erzielen.

Nun aber der Artikel - er ist ganze fünf Seiten lang und manchmal alles andere, als süffig zu lesen. Kämpfen sie sich durch. Nerven sie sich, wenn Binswanger an griffig wird. Ein wirklich toller Artikel. Herzliche Gratulation.

«Geheimplan, Ausländerkriminalität, Klimaerwärmung: Der Wahlkampf verschafft sowohl den erwartbaren als auch den unerwarteten Knüllern der Politagenda hohe Beschallungsintensität. Etwas diskreter, dafür aber auf breiter Front verhilft der heisse Herbst auch einem politischen Grundbegriff zur Renaissance, der eine lange Geschichte hinter sich hat und für die Entwicklung des schweizerischen Nationalstaate wohl wichtiger ist als jeder andere: der Liberalismus ... lesen sie weiter in DAS MAGAZIN ...»

liberale Position

... testen sie ihre eigene Position aus - mein ehemaliger Beitrag über smartvote. Die Erklärungen stimmen immer noch, es hat aber einige tote Links, weil smartvote ist noch präziser geworden - eine tolle Hilfe für die Nationalratswahlen und interessant für die Ständeratswahlen. Bei letzteren habe ich das Gefühl, dass ich so fortschrittlich bin, dass ich dies in unserem Kanton noch ohne Computer schaffe.

Übrigens, Extremisten finden sie nur in den vier Ecken, genau gesagt fast nur im links-liberalen und im rechts-konservativen Flügel. Es gibt noch andere Extremisten, die seit fünf Jahren beweisen, dass es im Kanton Bern auch Personen gibt, die extrem schnell sind - der schnellste Velokurier - ob er seinen Tarif liberal bekannt gibt?

«Ist die Schweiz Spitze?»

«Stillstand gleich Rückschritt» - im Punktmagazin ist ein Artikel über die Schweiz - geschrieben vom SECO zusammen mit dem KOF (Konjunkturfoschungsstelle) und der OECD

Normalerweise liest man einen Bericht von Anfang bis allenfalls am Schluss. Bei Romanen und Krimis liest man den Schluss, damit man weiss, wie die Geschichte ausgeht oder um Zeit zu sparen. Hier sparen wir nicht Zeit, aber der erste Satz im Fazit hat es in sich - er ist unten fett geschrieben - «Die Schweiz darf sich keinesfalls zurücklehnen.» Ganz so einfach ist es halt eben in der Schweiz nicht immer. Da gibt es zum Beispiel eine neue Zeitung und die soll angeblich «CH» heissen - der Link ist www.punkt.ch und der folgende Artikel ist im «PUNKT» erschienen - der Link ist www.punktmagazin.ch - so kompliziert ist das in und mit der Schweiz.

«Die Schweiz darf sich keinesfalls zurücklehnen. Obwohl verschiedene internationale Rankings uns in die Spitzenplätze bringen, zeigen einige der Analysen,
dass wir in den letzten Jahren Rückschritte gemacht haben. Die Politik und die Wirtschaft ha -
ben grosse Hausaufgaben zu lösen: Bildung ist das Fundament der Wettbewerbsfähigkeit: attraktive Innovationsförderprogramme und ein wettbewerbs fähiges Steuersystem für KMUs und Grossbetrie be bilden das Rückgrat der Wirtschaft. Forschung und Innovation lassen die Nation nachhaltig wachsen und mit einem ordentlich geführten Haushalt können erfolgreiche Rahmenbedingungen gesetzt werden.«

Lesen sie den Ausführlichen Bericht im Punktmagazin ab Seite 7

«Die Finanzbranche entdeckt das Web 2.0»

«Besser spät als nie: Mehr als ein Jahr, nachdem "das neue Internet", das viel zitierte Web 2.0, Nutzer und die Medienlandschaft elektrisierte, zeigen nun auch immer mehr Finanz-Webseiten wie WhoFinance.de, Sharewise.com oder der Pionier Stockpickr die Vorzüge des user generated content.»

«Das Problem ist hinlänglich bekannt: Die Bundesbürger und die Aktie – das geht nicht so recht zusammen ... lesen sie weiter bei yeald.de ...»

Gefunden im Blog von Rolotec.

Tischmesse

Tischmesse

«Besuchen Sie ein Restaurant mit unzähligen Sternen.»

Leider bin ich vor zwei Monaten mit swiss geflogen - aber jetzt ist alles anders. Jetzt würde ich mich, gemäss Werbung, wie zu Hause fühlen. Also freuen sie sich auf ihren Ferienflug ...

... ich schildere nur, wie ich kulinarisch verwöhnt wurde. Sie werden kein bisschen Mitleid mit mir haben, sie gönnen mir meinen (kulinarischen) Höhenflug. Fangen wir doch mal mit den Spezialitäten aus verschiedenen Regionen der Schweiz an ...

Laugensandwich

... erstaunlich, was in Basel so alles wächst und gedeiht. Ich hab es überlebt, obwohl ich Allergiker bin. Fliegen - ja da isst auch der Teufel in der Not. Wenn sie mindestens zwei Semester Chemie hinter sich haben, können sie das auch selber backen. Und dann gab es noch den Schweizer Schoggi, «der mir den Abschied versüsst». Süss und gut sind zweierlei. Die swiss.com, nicht die Swisscom, gehört ja bekanntlich der Lufthansa und in Deutschland gibt es auch die bessere Schockolade. Ich denke nicht an eine Milchschnitte, sondern an Edelschockolade (2. Bild). Übrigens die Reklame mit dem Schweizer Restaurant mit den unzähligen Sternen habe ich im Cigar Clan 5/07 gefunden. Aber wer jetzt fliegt, dem servieren sie gute Schweizer Schockolade - die gibt es. Die allerbeste wird im Wallis gemacht und vielleicht kredenzen sie ihnen auch einen Walliser-Wein. Da gibt es viele schöne Rebensäfte. In der Zwischenzeit wurden sogar in Zürich Weine prämiert (Ürsu, hier findest du alle gesuchten Ausstellungsdaten) ...

Australischer Wein

... wir hatten noch Wein aus Australien. Neuseeland wäre noch einige 1000 km weiter weg. Die liegen ziemlich genau auf der andern Seite der Weltkugel. Abgefüllt wurde er in Basel. Und wenn ich an die Degustationen mit dem früheren Kellermeister von Coop zurück denke, haben die auch heute noch etwelche Tropfen, die wesentlich besser schmecken. Aber wie gesagt, das ist ja Geschichte. Auch der Bordeaux der Air France wurde vor Jahren getrunken - die Swiss gibt wenigstens Gläser aus echtem Glas. So hat halt jede Fluggesellschaft seine eigene Kultur. Und vielleicht gibt es morgen an der Tischmesse auch Wein aus Plastikgläsern - aber zuerst muss ich schauen, dass ich heute die neueste Weinkreation aus dem Bordeaux kaufen kann. Nur so als Gag ...

Restaurant

... ohne Anspruch auf irgendwelche Sterne, das überlassen wir der Swiss, die noch einige Änderungen plant und mehr als eine Milliarde investieren will.

Aber beim Fliegen wird alles besser. 50 000 Bäume werden gespart, weil in Zukunft die Papiertickets elektronisch erstellt werden. Ob dann jeder zuhause sein Ticket auch noch mal ausdruckt? Vielleicht bräuchte es in diesem Fall sogar mehr Bäume, das wäre echt keine Sternstunde. Aber geniessen sie jetzt die Sterne beim Flug - gemäss Werbung müsste das auch in der Economy-Class der Fall sein. Guten Flug.

Und sollten sie zu Hause bleiben, können sie sich überlegen, welche Aktien steigen werden, weil sie trotz Mehrkosten mit zusätzlichen Fluggästen rechnen.

Religion ist auch in der Schweizer Wirtschaft ein Thema

Die einen finden es feige, die Mehrheit will aber Landreserven lieber der Wirtschaft als der Religion zur Verfügung stellen. Urteilen sie selbst. Andere wiederum gewichten dies neutral, nehmen es vielleicht nicht einmal zur Kenntnis ...

... so vielleicht auch, dass in den drei von mir betreuten Blogs in den letzten Tagen der 1000. Beitrag aufgeschaltet wurde und bis Ende Oktober über 1 000 000 mal diese Blogs besucht wurden. Zur Zeit sind täglich rund 1600 Visits zu verzeichnen, Tendenz immer steigend. Mit der Stichwortsuche bei Google von «finanzblog», «libref» und «kirchgemeindeverband» finden sie jeweils das entsprechende Blog an erster Stelle. Danke unseren Lesern, für ihre Treue, denn die täglichen Visits schwanken erstaunlicherweise sehr wenig und nehmen regelmässig zu. Kleinere «Rückschläge» sind eigentlich nur in Ferienzeiten zu verzeichnen und dies wird vermutlich in den nächsten drei Wochen der Fall sein, denn die Reisebüros haben nach dem verregneten Sommer einen sehr grossen Ansturm zu verzeichnen. Allen die dem gewohnten Alltagsleben entfliehen, wünsche ich eine schöne Zeit und nehmen sie es mir nicht übel, wenn sie in den nächsten Tagen vermutlich mit einem voraus geschriebenen Thema beliefert werden. Und vielleicht fällt wieder einmal ein Tag aus, aber hier können sie sich das Lesen vereinfachen, indem sie bei den gewünschten Blogs einen RSS-Feeder abonnieren.

Folgender Originalbeitrag war gestern beim Kirchgemeindeverband des Kantons Bern zu lesen:

Belp immer noch unorthodox ... «ungewöhnlich, unkonventionell, eigenwillig» ...

... so zumindest der Header, als wir das letzte mal über das orthodoxe unorthodoxe Belp berichteten. Wenn man einer mutigen Journalistin Glauben schenken darf, dann muss unser Lead mit einem weiteren Wort ergänzt werden: feige!

0,08 Prozent oder 0,8 Promille der Stimmberechtigten von Belp (Seitenumbruch 19/20) sind nicht nach den alten Toleranzzahlen betrunken, sondern diese sechs (6) zeigen Toleranz oder sind, demokratisch gesagt, uneinsichtig oder ... Hier muss sich jeder seine eigene Meinung machen. Wir berichten selten über politische Entscheide. «Gemeinde kauft Tamilen Land weg» - hier noch etwas ausführlicher und hier noch als neutrale Meldung von ref.ch.

Religion ist nicht immer einfach, «manchmal steht man zwischen zwei Fronten und wird fast zerrissen» aus «"Samuel, pass auf!", sagte er sich.» Samuel Lutz, abtretender Synodalratspräsident hat dies gesagt. Dieser Artikel aus der BernerZeitung von Montag, 17. September ist leider nicht im Internet zu finden. Am Donnerstag, 20. September um 18.30 findet im Berner Münster der Abschiedsgottesdienst statt.

Text: Stephan Marti-Landolt - Finanzblog

Finanzwelt flippt und die Kuh sieht keinen roten Heller mehr

«Hurra, der Welt geht es ab heute wieder gut.» Mit voller Pulle in die Börse rein. Heute ist es am besten, wenn sie ein Studium in Massenpsychologie absolviert haben - Volkswirtschaft oder Betriebswirtschaft scheinen ganz am falschen Platz zu sein. Und da scheinen noch andere Rindviehcher zu sein, die uns Sorge bereiten.

- «US-Leitzinse entfachen Kursfeuerwerk» - weiter bei SPIEGEL ONLINE ...

- «US-Notenbank senkt wichtigen Leitzins» - Video bei wiwo ...

- «US-Notenbank macht den Euro stark wie noch nie» - weiter bei WELT ONLINE ...

... «doch der Dollar ist so schwach wie nie zuvor» ist auch zu lesen. Nur hier gibt es schon etwas zu bemerken. Es fragt sich, woher man schaut. Wir Schweizer konnten den Dollar während mindestens zweier Phasen um deutlich über 5 Prozent billiger kaufen. Gönnen wir es der EU, dass sie eine starke Währung hat. Achtung, was jetzt geschieht ist extrem kurzfristiges Denken und vielleicht merkt einer, dass es der heutigen Welt ja gar nicht so schlecht geht - wirtschaftlich zumindest einigen Industrienationen.

Den Amerikanern geht es im Schnitt nun mit den tieferen Zinssätzen auch besser - aber nur im Schnitt. Der überraschte Busfahrer wird heute nicht viel besser dastehen, als vor einem Monat. Sie können selbst mit den Mortgage Rates in den USA herumspielen. Sein Lohn war gleich hoch, wie die Hypotheklast, die er monatlich tragen musste - USD 4000. Sie können es drehen und wenden wie sie wollen, er steckt immer noch voll im Dreck. Das halbe Prozent weniger löst den meisten ihr Hypotheken-Problem nicht. Aber, hurra, im Schnitt haben wir es heute viel besser, oder zumindest ein halbes Prozent besser und genau betrachtet eigentlich ein halbes Prozent anders.

Die Rindviehcher sind an allem schuld. Diejenigen, die fast kopflos Geld aufnehmen und vor allem, diejenigen, die das Geld zur Verfügung gestellt haben. Es ist wie früher. «Kreditler» und «Finänzler» sind zweierlei Leute. Die Kreditspezialisten versuchen, die gleichen Risiken wie die Finanzspezialisten ein zu gehen und ihren Höhenräuschen nach zu eifern. Sie übersehen, dass die entsprechenden Chancen fehlen, finanztechnisch nicht möglich sind. Bei einer Hypothek gibt es nur den Zins und allenfalls Rückzahlungen der Schuld. Und umgekehrt hat die Welt jetzt das Gefühl, dass alle Probleme gelöst seien, denn zur Zeit spielen die Finänzler verrückt.

Es schadet nie, wenn man beide Seiten kennt und da haben es einige Vermögensverwalter oder Anlageberater in der Schweiz viel einfacher. Im Gegensatz zur USA zum Beispiel dürfen unsere Banken beide Geschäfte anbieten - mit Kundengeldern Hypotheken finanzieren. Ein weiterer Vorteil ist, wenn sie mit Finanzleuten zusammen arbeiten können, die zumindest auch mal in einer kleineren Einheit, vielleicht in einer Filiale einer grösseren Region gearbeitet haben. Beide Seiten zu kennen und deren Probleme zu verstehen, ist enorm hilfreich. Ich bin froh, beide Seiten zu kennen und bin überzeugt, dass man als Generalist entgegen dem heutigen Trend weiterkommt und die bessere Performance erzielen kann.

Wäre aber der Busfahrer in der Schweiz, bekäme er mit Kühen ein Problem - seine Lebenshaltungskosten würden wieder teurer. Diese Rindviehcher wollen den Milchpreis um 6 Rappen je Kilo anheben. Die Kuh gibt aber ihre Milch in Liter ab. Nur ist eben ein Liter rund 28 Gramm schwerer, als ein Kilo und so betrachtet, hat die verarbeitende Industrie schon mal rund 2,5 Prozent gewonnen. Der Preis eines Kilo Käses soll um bis zu CHF 1.50 ansteigen. Grob gerechnet ergibt 1.50 durch 0.06 in etwa 25. 25 Liter genau genommen, denn unser Mathlehrer hat immer gesagt, nie Äpfel mit Birnen vergleichen. Diesen Link nur, damit der amerikanische Busfahrer auch versteht, was wir meinen. Nur, meines Wissens gibt es keinen Käse, zumindest nicht essbaren, der 25 Liter (oder Kilo) Milch je Kilo (oder Liter?) verkaufsfertigen Käse benötigt. Der Parmesan liegt bei rund 16 Liter, der Emmentaler bei etwa 12 und im Schnitt geht man von rund 10 Litern aus. Das würde 60 Rappen entsprechen und nicht dem 2,5-fachen.

Die lieben Rindviehcher erklären heute jede Zahl auf drei Kommastelllen genau und doch liegt man oft um Faktoren daneben, nur eben, der Busfahrer wird wohl weiterhin sein Haus verkaufen müssen, wenn er nicht schon Konkurs gegangen ist und die liebe Kuh sieht keinen roten Heller mehr. Wird aber in den nächsten Monaten etwas weniger Fettgehalt produzieren. Das ist aber nur die Natur, keine Absicht. Absichtlich will man aber auch am Fettgehalt mit verdienen. Statt bis zu 5% Fett will das BAG - Gesundes Amt für Bundheit oder o.ä. - sich mit 3.5 Prozent begnügen. Dass dies ein Genussproblem ist, wissen wir, aber genau genommen müsste jetzt der Rahm wie der amerikanische Zins sinken. Statt CHF 6.80 je Liter Vollrahm dürfte dieser höchsten CHF 6.-- kosten ...

... wetten, dass der Rahmpreis in der nächsten Zeit in der Schweiz ansteigt, weil die Milch teurer wurde und es angeblich zu wenig Rindviehcher gibt? So legt jeder die Zahlen zu seinen Gunsten aus und dies geht nur, bis bis ein neuer «Monte Angge-Balle» zu Fasnachts-Zeiten bestiegen werden kann.

Tischmesse - Finanzblog lässt sich in die Karten gucken

Oh je, schon wieder eine Ausstellung - und diesmal muss ich noch selbst ausstellen. In vier Tagen ist es soweit. Die Vorbereitungsarbeiten laufen auf Hochtouren - zwei Stunden sollten genüben und sie werden eben im Blog festgehalten. Sie sind herzlich eingeladen, am Samstag 22. September 2007 in der alten Mühle Langenthal - ich lass mir mal etwas mehr als im Blog in unsere Karten gucken ...

... ganz alles werden sie nicht erfahren, das ist den Kunden vorbehalten. Sie werden aber einige Geschäftsberichte, einige Präsentationen für Finanzanalysten vorfinden, die noch heute in unseren Kundendepots sind - einige wenige wurden verkauft. Keiner soll in der Lage sein, ein Depot nach zu bilden, denn dies wäre vermutlich auch nicht sinnvoll. Zudem stellen diese Titel weder eine Kaufs-, Verkaufs- noch Halten-Empfehlung dar.
Der Kauf von Aktien oder anderen Wertpapieren ist eine Investition. Eine Zukunftsrechnung. Was in der Vergangenheit war, interessiert uns nicht.

Die Note 6 ist die beste, diese hätte ich bei einer BWL-Arbeit fast erhalten, mein Kollege hätte sie verdient, wenn uns nicht Prof. Dr. Max Boemle eine 2 (zwei), etxrem ungenügend, gemacht hätte. «Es soll euch in den Kopf gehen, dass die Investitionsrechnung eine Zukunftsrechnung ist. Alles was gewesen ist, ist nice to know und sonst gar nichts.»

Viele haben damals den gleichen Fehler gemacht. Sie erhielten keine «Spezialnote». Aber Boe meinte noch so ironisch. «Ihr zwei werdet dies niemals vergessen.» Er hat uns im Verlaufe der Jahre noch einmal eine 2 gegeben. «Der Umsatz ist nicht massgebend, das was hängen bleibt ist einzig entscheidend.»
Zwei der wichtigsten Weisheiten, wenn sie langfristig in Aktien investieren wollen. Es gibt noch andere, ganz so einfach ist es nicht. Alle werden das nie begreifen. Meine ex-Freundin hat damals die bessere Note erhalten als ich. Sie hat beide Male die Fehler auch gemacht und zufälligerweise trifft sie sich am Donnerstag mit einer Kollegin, die zur Zeit im Nachbarbüro meines Kollegen, obgiger Leidensgenosse, arbeitet und sich ab meinem Ausstellungskonzept - das eben jetzt entsteht - die schönen langen blonden Haare ausreissen wird.

Marketingprofi - und vor kurzem hat sie aber gesagt, du musst so sein, wie du bist. Dann hast du Erfolg. Und was machen wir an der Tischmesse? Diskutieren über Titel mit Erfolg - und solchen, wo es weniger geklappt hat. Wichtig ist nur, dass sie im Durchschnitt über dem Durchschnitt liegen. Besuchen sie uns an der Tischmesse in Langenthal, der Stadt des Durchschnitts. Nur muss ich sie enttäuschen, ich bin nicht Durchschnitt - etwas grösser, etwas schwerer und eben in der Performance um Einiges besser ... aber wie gelesen, was war interessiert uns nicht, die Zukunft ist massgebend ...

... und deshalb der Spruch im Leaderbord vom Finanzblog:
«Weiter denken ist unser Beruf.»

Finanzblog

Verkleinert haben wir das Leaderbord hineinkopiert, damit sie mal selber über die folgenden Aktien oder Regionen-Fonds weiter denken können (alfabetisch und kein einziger Link führt auf eine Firmenseite):

ABB, Anglogold, Brasilien, Borsalino, BWT, China, Citron, Credit Suisse, CPH, Christ, Dilemma um Emma, Exeter, Feintool, Indien, Lukoil, Phönix (da gäbe es zwei verschiedene), Precious Woods, Russland, SNB, Solarworld (40 EP - aber Eurocents), Sportech (Rodime), Sulzer, SW Umwelttechnik, UBS, Valiant, Vestas und Zürich - es sind nicht abschliessend alle aufgezählt. Mit einigen der erwähnten arbeite ich sogar zusammen.

Es hat relativ viel Ökologie, Energie und Rohstoffe, Industriewerte, Banken und BRIC - nur habe ich das meiste gekauft, bevor dieser Ausdruck kreiert wurde. Man muss nur früh genug sein, Zeit und Mut zum Warten haben und in dieser Zeit kann ich ruhig etwas im Blog schreiben und gleichzeitig einige Titel oder Gebiete analysieren.

Das ist meine andere Art zu arbeiten. Und heute Nachmittag werde ich einen Keller bei einer Kundin räumen, denn das gehört manchmal auch dazu - aber da sind wir dann schon in ganz persönlichen Sachen und diese vertrauen uns unsere Kunden halt auch mal gerne an - Privat Banking ganz privat eben.

Und wenn sie die Haftungsbedingen gelesen haben, dürfen wir ihnen der Ehrlichkeit halber auch verraten, dass in unseren Depots auch schon Titel lagen, die selbst keine Tischmesse mehr durchführen können ... Cargolifter, Invent, Swissair, swissstair (aber da kann man noch mit mir über Ideen im Venture Capital bereich sprechen), Venturix - ja ganz alle werden nicht ein BigStar. Und am Samstag sprechen wir auch über Risiken und das martische 6-Eck - von 10 - 16 Uhr - schauen sie mal rein. Vielleicht gibts noch was anderes zum anschauen.

Finanzblog

... täglich lesen und auch mal Geld verdienen - oder noch besser, Kunde von uns werden .... - das Blog können sie trotzdem lesen.

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