Umsetzung der revidierten GAFI-Empfehlungen (Geldwäscherei)
... lesen sie weiter beim Eidg. Finanzdepartement ...»Mehr über die Geldwäscherei ...
Tscharnergut - ein Quartier und ein Wein
Wenn in Grossstädten vermehrt Quartiere nach dem Vorbild des Tscharnerguts gebaut würden, wäre die Problematik, wie sie zum Beispiel in den Banlieus von Paris herrschen, sozial wesentlich verträglicher. Ein neues Quartier, das «aus dem Boden gestampft» wird, braucht zwingend einen sozialen Mix. Ein Schmelztigel von verschiedenen Personen, der zu vielen Diskussionen Anlass gab. Positive und auch negative. Erwähnenswert ist hier eine Sendung des Schweizer Fernsehens. Nicht im positiven Sinn, aber vermutlich wurde mit dem Moderator der Ausdruck «Vetterli-Wirtschaft» erfunden. Fast wie ein Komik von Werner - nur dass dieser ironisch, satirisch ist und der andere war auf Effekthascherei aus. Ein Gespräch mit einer Familie aus dem Quartier. Nur, man hat zwei Wohnungen zusammengelegt, zwei Familien in eine Wohnung gepfercht und vom Hebekran aus gefilmt. Aus zwei Wohnungen vom dritten und vierten Stock wurde eine. So kann man sich echt hocharbeiten. Diese Sendung hat wie selten ein Vorurteil geschaffen, gegen das die Einwohner und die Stadt Bern sehr lange zu kämpfen hatten.
Heute sind solche Sendungen nicht mehr möglich, nicht mehr denkbar, denn der Journalismus und die Blogger lassen so etwas nicht mehr unbeantwortet im Raum stehen.

Aber das Tscharnergut können sie auch ganz anders geniessen. Im Glas - als Jeninser Blauburgunder. Prdouziert und ausgebaut von Gian-Babttista von Tscharner. Was viele Berner jetzt erstaunen mag, dass das Geschlecht Tscharner aus Graubünden kommt und im 16. Jahrhundert nach Bern ausgewandert ist. Zum Glück aber nicht alle ...

... auf Schloss Reichenau könnte man noch einen Bündner besuchen. Um einen «Überblick» zu haben, ist nicht unbedingt ein Flugzeug nötig - der Aufstieg zur Kirche Tamins genügt alle Weil. Und wenn sie anständig fragen, können sie auch den Turm besteigen. Eine unvergessliche Aussicht auf Domat-Ems und die Gegend wo der Vorder- und Hinterrhein zusammen fliessen. Und wenn sie Zeit haben, vergessen sie nicht im Adler zu essen. Das vorletzte mal, als ich dort war, haben sie am Nachbartisch immer von Christoph erzählt - es war am Tag nach der Wahl von Christoph Blocher zum Bundesrat.

Und was liegt hier näher, als eine Schachtel «Tscharnergut» und ...

... zumindest noch einen Completer ein zu kaufen. Etwas nicht ganz alltägliches. Und wieso ich mit einem Pfarrer in Reichenau resp. Tamins einen Zwischenhalt eingeschalten habe, lesen sie bei libref. Und wer weiss, vielleicht lerne ich in Bivio auch den bekanntesten ehemaligen Pfarrer von Tamins kennen. Ein Ort mit anscheinend vielen Charakterköpfen. Im letzten Link finden sie auch den Wein, den es an der Bergpredigt zu trinken geben wird. Von von Tscharner ausgebaut, aber nicht auf seiner umfangreichen Preisliste zu finden - etwas ganz Einmaliges. Vielleicht wird es auch Baumnüsse und Äpfel geben, aber sicher nicht so unreife wie im obigen Blumengesteck.
Autobahn und Finanzen - und das am Tag der Eröffnung des Lötschbergtunnels
Verschiedene Länder, verschiedene Ansichten und km-Preise für eine Autobahn oder die sagenhafte Kostenexplosion bei der Wirtschaftsstrasse im Kanton Bern.
Wenn das Staats- und Bundes-Bern wollen, dann läuft auch mit den bekanntlich als langsam verrufenen Bernern was ab - der Lötschberg wird mit 14 Tagen Verspätung eröffnet - eine ganz extreme Meisterleistung. Der Gotthard wird vermutlich mehrere Jahre Verspätung aufweisen. Vielleicht gelingt auch mal was für die Bürger vor Ort - ein Autobahnzubringer zum Beispiel. Liebe Hamburger, liebe Sizilianer wir Schweizer sind so. Zuerst ändern wir mal nach Langem die Meinung und stellen fest, dass die bessere Strecke halt doch durch Wallis, Bern, mehrmals durch Solothurn, Aargau und beide Basel geht. Zumindest im Norden besteht ein vernünftiger Anschluss. Im Süden ist nach dem Simplontunnel Ende mit der schnellen fahrt. Dann wird es für Touristen gemütlich - langsam, Kurvenreich und zum Grossteil etwas holprig. Sagen wir mal so eine verkehrstechnische Sackgasse für die nächsten 10 - 20 Jahre. Tessin - Mailand sieht auch nicht viel besser aus - aber die warten ja eh noch auf die Schweizer.
- Lötschberg Basistunnel betriebsbereit
- grosser nationaler Nutzen - oder sollte man besser «international» sagen?
- etwas zur Entstehungsgeschichte
- das unvollendete Jahrhundertwerk - erinnert irgendwie an Schubert's h-Moll
Nun lassen wir aber Hörbie über Ungarn berichten - das ist genau so spannend.
«Auffällig ist, dass sehr viele junge Leute mit teuren und exklusiven Autos herumfahren. Es sind meist die Söhne von Neureichen, die ihr Ego nur dann bestätigt finden, wenn sie mit ihren Boliden mit 150 Sachen durch die Dörfer rasen, wo es mit 50 schon zu schnell wäre. Vielleicht rechnen die anders und meinen die zulässige Geschwindigkeit gelte pro Rad, beim Auto, also ohne Reserverad sei Faktor 4 richtig...!
Auffällig ist, dass es im Land innert Kürze sehr viele Reiche gibt. Es sind wahrscheinlich viele ehemalige Funktionäre darunter, die sich unverschämt bereichert haben, indem sie staatliche Organisationen, Institutionen und Betriebe in ausländische Hände verschachert haben. Einige Beispiele:
- Die Zementindustrie wird heute von Holcim dominiert.
- Der Energiesektor Bereich Elektrizität ist zu grossen Teilen in französischen und deutschen Händen
- Der Telefonbereich wiederum wird von deutschen Investoren dominiert.
Ist es im "Westen" besser? Der Deal der Zürcher Kantonalbank, Sulzer an russische Heuschrecken zu verscherbeln ist nur ein Beispiel. Wenn es um Macht und um Geld geht, dann ist egal was wie getan wird. Es zählt nur der Zaster im eigenen Safe und die Leistungsprämie des Bankers....!
Es gibt auch positive Beispiele:
- Audi hat in Györ ein Produktionswerk aufgebaut
- Opel ist in Westungarn mit einem Werk vertreten
- Suzuki hat in der Nähe von Budapest eine Produktion eingerichtet.
- Es wird auch eine koreanische Pneufabrik angesiedelt
Die ehemaligen Genossen sind zu Kapitalisten geworden.
Die Politik in Ungarn ist kompliziert geworden. Es gibt eine klare Polarisierung. Entweder man ist „Links“, oder „Rechts“. Etwas zwischendurch gibt es nicht! Entweder man ist Bolschewik, sobald man eine Sympathie zu den Linken bekannt gibt oder man ist ein NAZI bzw. Neonazi. Die Entwicklung ist fatal. Es gibt schon bald so etwas wie politische Glaubenskriege. Sie bewirken, dass Lager entstehen, die quer durch Familien, Verwandtschaften Vereine und Betriebe gehen und diese teilweise gar zerstören. Die Meinungsfreiheit wird gering geschätzt. Respekt vor andern Meinungen gibt es nicht. Aber man ist Mitläufer einer Ideologie, weil man keine eigene Meinung entwickelt oder sie nicht öffentlich macht.
Die Linken wollen neue Steuern einführen, beispielsweise die Vermögenssteuer auf Wohneigentum. Das würde eine neue Umverteilungsrunde einleiten. Vielleicht würden viele Menschen ihr Eigentum nicht mehr halten können!
Die Rechten sind fundamental, faschistisch, antisemitisch und Rassenfanatiker. Schwarze, Chinesen, Juden und Zigeuner werden angepöbelt und gar tätlich angegriffen. Die Zigeuner sind total verpönt. Aber eine Lösung des Problems gibt es nicht. Wie soll man mit einem Teil der Bevölkerung, der etwa 8% ausmacht umgehen, wenn man ihnen keine Arbeit gibt und sie so daran hindert, sich zu integrieren? Auch werden Autonomiebestrebungen im Norden Rumäniens unterstützt. Fernziel der "Rechten" ist die Zurückgewinnung von Ländereien, die früher zu Ungarn gehörten. Es wird offen über "unser Transsilvanien" (Siebenbürgen) geredet.
Nun, Autonomiebewegungen müssen nicht schlecht sein. Selbst die Schweiz hat sich einen Kanton Jura zugelegt und das ist beileibe nicht lange her. Aber dies hat sich innerhalb der Grenzen abgespielt. Das ist ein kleiner aber wesentlicher Unterschied.
Viele Menschen haben sich in die innere Emigration zurück gezogen. Sie haben eine Nische gefunden wo sie sich wohl fühlen. Im eigenen Haus lässt sich gut leben. Gewisse Dienstleistungen gibt es noch wie anno dazumal bei uns. Der Bäcker macht die „Tour“, genau so wie der Milchmann. Er bringt frische Milch und misst sie beim Kunden aus. Für grössere Einkäufe geht man alle ein zwei Wochen in den Supermarkt, den es in der Nähe gibt. Ohne Auto ginge es nicht.
Vieles, was für uns in der Schweiz selbstverständlich ist, gibt es hier nicht oder nur marginal. Krank sein oder verunfallen sollte man hier nicht. Das Gesundheitswesen ist nicht unbedingt präsent. Einen Rettungsdienst gibt es schon, aber der einzige Krankenwagen muss ein übergrosses Gebiet abdecken. Wer in der Nähe eines Arztes wohnt hat Glück. Es kann aber gut sein, dass dieser schon sehr betagt ist...
Nach Budapest geht man im Jahr vielleicht einmal. Das war früher anders. Aber jetzt trifft man mehrheitlich unfreundliche Leute, Taschendiebe treiben ihr Unwesen und sind dabei nicht gerade zimperlich, und viele aggressive Jugendliche, die offenbar wegen mangelnder Beschäftigung sich ein Hobby daraus machen, Leute grundlos zu belästigen. Die Kriminalität ist im Vergleich sehr hoch. Viele Polizeikontrollen sind daher die Folge. Man sagt, dass das Land mehr Verkehrsunfälle produziert, als ganz Deutschland mit etwa zehn mal mehr Menschen. trotzdem ist ein Besuch der Stadt ein Erlebnis. Wer einmal am Sonntag auf der Kettenbrücke, die jeweils für den Verkehr gesperrt ist, dem fröhlichen Treiben seine Aufmerksamkeit schenkte, der fühlte sich an einem riesigen Volksfest. Die ist eine eindrückliche Konstruktion. Die Stadt ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut ausgerüstet. Bus, Tram und zwei U-Bahnen, die alte und die neue, bringen einen schnell an die gewünschten Orte. Übrigens, die alte U-Bahn, Kettenbrücke (Metro) ist die älteste auf dem europäischen Festland. Budapest ist also immer eine Reise wert und die Sehenswürdigkeiten darf man nicht ignorieren! Siehe auch weitere Hinweise!
Das Drogenproblem wird rigoros angegangen. Wird jemand erwischt, gibt es harte Strafen. Jugendlich können leicht bis zwei Jahre Straflager einfangen, sollten sie beim Rauchen eins Joints erwischt worden sein.
Die EU wird noch viel Energie und Geld aufwenden müssen, will sie im ganzen Einzugsgebiet eine nur einigermassen gleiche Bedingungen für alle schaffen. Jemand wird das alles finanzieren müssen. Ob da die Bürger in Ländern, wo man durch Fleiss, Einfallsreichtum und Beharrlichkeit Werte geschaffen hat einverstanden sind, dauernd verzichten zu müssen um die unersättlichen Gelüste einer politischen Klasse zu befriedigen? Die Auswanderungszahlen alleine aus Deutschland sprechen eine andere Sprache als jene der Politiker!»

... so sieht es auf dem Bahnhofsareal in Domodossala (nicht überall) aus und alt ist die Aufnahme nicht - vom 3. Mai 2007, 16.45 Uhr wer es genau wissen möchte ...
Die etwas anderen Anlagegüter
... und desshalb der Link im Zitat zum Aficionado. Wer richtig sammelt, der kann fast mit allem eine gute Performance erreichen. Früher haben die reichen Leute Salz und Muscheln gehortet. Heute spricht man eher von Gold, Uran oder Rapsöl. Jedes dieser Anlagegüter hat seine Vor- und Nachteile und die Kunst, wie wir gestern gesehen haben, braucht einiges an Zusatzwissen und vielleicht auch mal etwas Glück. Wein hat als Anlagegut auch seine Tücken - und seinen Reiz.
Aber wie wäre es, einmal Zigarren als Investment in Betracht zu ziehen.Nur Eines vorweg, jede Cigarre eigenet sich nicht und bei einem Short Filler müsste es zumindest eine marti paseo sein. Das liegt vermutlich einfach am Namen Marti - wer es nicht weiss, meine Urgrossväter hiessen schon so. Aber wenn sie diese für längere Zeit einlagern wollen, dann entfernen sie zumindest den dreieckigen Karton. Wenn sie schon einmal eine zig-jährige Cigarre geraucht haben - was tödlich sein kann - dann wissen sie, wieso auf diesem Gebiet die Rendite schön hoch sein kann.

... in der Bildmitte die letzten Rue de Rive deux - die hätten sich vermutlich für eine jahrzehntelange Lagerung geeignet, wenn ...
Art | Basel - die Kunst, aus Abfall Kunst zu machen
... dieses Jahr sah man Abfall! Echten, richtigen Abfall aus dem Güselsack, nicht dass sie zerstreut wären, aber einige Künstler haben es geschafft, richtigen Abfall ausstellen. Ob sie dafür einen Käufer finden, scheint mir zumindest im Jahre 2007 noch eine andere Frage zu sein. Wer in die Kunst investieren will, muss die Kunst beherrschen einen Trend zu erkennen, der noch gar keiner ist. Andy Warhol hat einige Werke gemacht, die am Anfang garantiert die wenigsten beachtet haben oder hätten. Vermutlich würde er selbst staunen, welche Preise die Leute bereit sind für seine Werke zu bezahlen. Ein hingepinselter Turnschuh einige hundert Tausend - Euro versteht sich. Heute weiss man alles über seine Kunst - aber nicht ganz alles über sein Privatleben.
Wenn sie also ein Werk eines jungen oder (noch) unbekannten Künstlers kaufen, notieren sie sich seine Lebensgeschichtes. Jeder kann Kunst kaufen - es gibt in der Schweiz schätzungsweise 100'000 Leute, die von sich sagen, Kunst zu machen. Die meisten können aber (noch) nicht davon leben. Kunstinvestoren haben es wie Venture Capitalisten - die werden oft ausgelacht. «Spinnst du, so etwas zu kaufen.» Wenn man in 10 Künstler investiert, ist man sehr erfolgreich, wenn 1 -2 réusieren. Dieses Geschäft scheint mir für die Allgemeinheit noch wesentlich komplizierter zu sein, als sich mit Aktien an der Börse zu beschäftigen. Gehen sie an die Art, es macht Spass. Jedes Jahr ist etwas anderes zu sehen - wie Blumen verpackte Menschen habe ich vermisst und bARTtwürste gab es auch keine ...

... aber viel mehr Sitzgelegenheiten - übrigens, die Stühle sind für die meisten Abfall, weil defekt, angesägt ...

... und einer fand nicht mal mehr einen Stuhl. Ich denke, einige Besucher hätten genügend Geld echte Bettler zu unterstützen - diesen hier können sie vermutlich kaufen und zu Hause aufstellen ...

... Kunst? Abfall? Unordnung? ...

... oder ist dies Kunst? Abfall? Unordnung? Auf alle Fälle sollte ich meinen Kindern gegenüber seit Gestern etwas toleranter sein - sie könnten ja einmal entdeckt werden!
Spekulieren darf man ja - aber halten sie sich lieber an perfektes Handwerk, das ganz andersARTig ist. Kwang-Young Chun ist mir nicht erst dieses Jahr aufgefallen. Das ist jetzt ein ganz unverbindlicher Anlagetipp. Aber wie vermutet, er ist nicht mehr ganz billig und Leute, die sich von ihm etwas kaufen, können mit Risiko umgehen - oder dann spielen so «läppische» Beträge für die keine grosse Rolle. Und hier ist der Link zu ihrer ersten Million. Anleitung zum reich werden.. Beachten sie Seite 15 - das Vexierbild mit van Gogh. Kunst macht nicht alle reich und manchmal muss man lange warten. Aber seien sie beruhigt, der Trend heute geht zu lebenden Künstlern und solche lernen sie viel einfacher auf der Liste 07 kennen ...

Schweizer Immobilienbrief Nr. 30
Der Mystery Park hat etwas Faszinierendes an sich, obwohl er Konkurs ist. Aber wie im Brief zu lesen ist, scheint auch die Mobag massive Probleme zu haben. Anders gelegen ist Johnson Controls, die sich auch von einer mir bisher unbekannten Seite zeit. Sie arbeitet nicht nur in der Automobilbranche. Die Implenia ist vor kurzem im Finanzblog erwähnt worden, im Immobilienbrief steht Zusätzliches. Viel Spass bei der Lektüre.
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Nach Heiligendamm warten auf Tōyako, Hokkaidō
Nächstes Jahr dürften am G8-Gipfel die deutschen Informationen etwas spärlicher ausfallen. Es werden vermutlich weit weniger deutsche Journalisten anwesend sein. Die Distanz ist um etliche Flugstunden grösser und die Sprache nicht für ganz jeden verständlich. An der Konferenz wird man mit Englisch (oder Amerikanisch) durchkommen, aber im Alltagsleben gibt es immer wieder angeschriebene Wörter, die vermutlich nicht alle Finanzblog-Leser übersetzen können. Manchmal lernt mann auch einige Worte. Zum Beispiel das chinesische Schriftzeichen für Damentoilette. Der Not gehorchend habe ich dieses Zeichen sehr schnell, aber erst nach einem Gemisch aus Gekreisch und vor allem Gelächter. Demonstriert hat keine Frau. Mit Demonstranten wird vermutlich auch am G8-Gipfel zu rechnen sein, die sich nicht von der noch schöneren Landschaft bei Tōyako abhalten lassen werden.
Die politischen Temperaturen sind vielleicht einfacher abzuschätzen, als die tatsächlichen, liegt der Ort doch etwa auf der Höhe von Rom und in der Nähe von Sapporo. Hitze und Kälte nahe beieinander - wie bei den G8-Diskussionen. Die Informationen sind spärlicher, es ist weit weg, also hört man eigentlich nur was aus der Sparte Unglücksfälle und Verbrechen.
Was Heiligendamm gebracht hat, kann jeder für sich selbst entscheiden, die Informationen sind umfangreich:
- Wirtschaftswoche - umfangreiche Artikelsammlung
- Der Spiegel - Sarkosy drohte Bush mit vorzeitiger Abreise
- Welt online - Wirtschaft profitiert vom Klimabeschluss der G8
Wer weiss, vielleicht fällt sogar was für uns Anleger ab?
Autobahnzubringer in Frontregion - Überlegungen für Regierungsräte
Meiner Mundart anzuhören ist immer noch, dass ich kein waschechter Oberaargauer bin - aber einer, der sich für dieses Gebiet einsetzt. Technik und Produkte für die ganze Welt und das in einem Naherholungsgebiet und zu Bodenpreisen, die Seinesgleichen in der Schweiz suchen. Und in der Schweiz eine ganz zentrale Lage an den Verkehrsachsen. Zudem haben wir eine fast perfekte Infrastruktur, aber halt bernische Steuersätze. Zu Letzterem komme ich später. Die Infrastrukt sollte aber dringend verbessert werden. Zumal die verkehrstechnische. Trotzdem ein Verwaltungsrat der SBB fast mein Nachbar ist, hält die Bahn2000 nicht bei uns, fährt aber durch unser Stadtgebiet. Daran haben wir uns gewöhnt.
Die Autobahn ist bei uns fast Guinessbook verdächtig. Je nach Tageszeit und Reiseziel wähle ich zwischen 6 (sechs) verschiedenen Autobahnausfahrten und 7 (sieben) verschiedenen Abfahrten aus. Der Unterschied zwischen Anzahl Ein- und Ausfahrt kennen nur diejenigen, die bei den günstigsten Regionalpreisen in der Schweiz, noch einige Rappen je Liter Most sparen wollen. Der Steuersatz ist derselbe und vielleicht müssten wir eine Autobahn bauen, um einfacher ans Geld zu kommen. Das ist aber eher eine juristische Spielerei auf politischer Ebene.
Im Grunde genommen sind wir selbst ein wenig schuld, wenn nichts so richtig läuft. Wir heissen Region Oberaargau statt Region Langenthal. Diesen Namen habe ich 1995 das erste mal als Projektleiter von Oberaargattraktiv, einer Studie zur Region von der Jungen Wirtschaftskammer OAG, präsentiert. Eine Frage daraus war interessant: Wenn sie alleine regieren dürften, wie würden sie 50 Millionen Franken einsetzen? 1. Platz = der Verkehr! Die Oberaargauer haben sich immer vertrösten lassen und dann bringen wir es jahrelang nicht verstanden, uns in Bern richtig zu verlinken. br />
Das sind aber kleine Details, Fehler geschehen überall und ich denke im Kanton Bern sogar mit Absicht. Die Region setzt sich geschlossen für diese Wirtschaftsstrasse ein - die GemeindepräsidentInnen sind alle gleicher Meinung. Das hat es meines Wissens noch nie gegeben. In dieser Beziehung sollten wir etwas von den Oberländern lernen - so sieht eine Einheit aus. Und die 50 Millionen, die wir damals ganz absichtlich erwähnt haben, sind auch zum Detail geworden. Das Projekt der Wirtschaftsstrasse budgetierte plötzlich 70 - 75 Millionen, dann war von 100 Millionen das Gespräch, vor kurzem von 150 Millionen und die letzten mündlich genannten Zahlen betragen 170 Millionen. Da steckt Absicht dahinter.
Das dürfte eine jährliche Teuerung von rund 10 Prozent sein und so weitergefahren würde eine Realisierung im Jahre 2015 gegen 400 Millionen kosten. Sorry das sind nicht Hirngespinster, dass ist nichts anderes als die Berechnungen poliert. Nicht die Politiker haben das gemacht. Angestellte des Kantons.
Jedesmal wenn der frühere Kantonale Baumensch Meyer-Usterie einen Saal betrat, hat das Volk gelacht. Seinen Übernahmen können sie sich selbst zusammen reimen, auf alle Fälle herrscht heute eine echte Hysterie des Gesamtregierungsrates gegen dieses Projekt. Dies ist ein Kollektivgremium und eine eigene Meinung zu haben ist nicht ganz einfach, manchmal gar gefährlich. HJK als einziger FDP-Regierungsrat hat (durch mündliche Überlieferung) angeblich auch ein Problem mit der Höhe der Summe. Ich auch - und trotzdem bin ich für die Wirtschaftsstrasse. Das Geld, das zu Bern luxusmässig ausgegeben wird, ist nicht das Geld der Angestellten, sondern das der Steuerzahler. Aber das wird noch eine Zeitlang gehen, bis das jeder in unserem Kanton gekopft hat. Manchmal denke ich, dass wir hier noch mit Monarchien zu tun haben.
Das sind die zwei Vorwürfe der Angestellten aus Bern:
- "Grenzlage" der Agglomeration Langenthal, wenig Einfluss auf die Regierungen der angrenzenden Kantone
- Finanzierung der "Wirtschaftsstrasse Oberaargau"
1. wir sind keine Randregion sondern eine Frontregion - schaut doch mal, wo und bei welchen Nachbarkantonen der «Zug abfährt» - im Oberland fährt er in einer Woche durch - ohne zu halten. Und denken sie, liebe Angestellte, dass die Politik in Solothurn, Aargau, Luzern, Basel und Zürich auf die Berner wartet? Sicherlich nicht. Heute bin ich hier eher nach Zürich gerichtet. Angriff ist immer noch die beste Verteidigung (zumal es keine Toten gibt).
1. Die Finanzierung ist kein Problem, wenn man einige Punkte beherzigt
- keine bernischen Goldrandlösungen
- Ausführung durch eine GU (Generalunternehmung)
- nur das zum Projekt zählen, das dazu gehört
- kein Tunnel sondern einen Einschnitt machen
Goldrandrand-Lösungen können wir im Sinn des Wortes gebrauchen. In Frankreich gibt es diese Ränder nicht, dafür kann man auch mal etwas Ausweichen. Zudem sind die Strassen nicht schlechter gebaut, als in der Schweiz - diese Zeiten sind vorbei. Aber die Kosten für diese Strassen im Land von Bouyges sind um Dimensionen, Faktoren kleiner als in der Schweiz.
Wenn die GU Bouyges, Implenia oder noch ein deutsches oder österreichisches Unternehmen für die gesamten Bauten offerieren, dürfte der Preis garantiert unter 100 Millionen zu liegen kommen. Unterakkordanten kann jeder frei einsetzen und da gibt es genügend in der Region oder Schweiz und einige haben ja eine gewisse Sensibilität für Zusammenarbeit.
Es gibt diverse Bauten, die schon lange anstehen und mit der Wirtschaftsstrasse nichts zu tun haben. Diese dürfen nicht in den Gesamtbetrag gerechnet werden. Zum Beispiel die Kreisel in Aarwangen, die wirklich gar nichts mit der Wirtschaftsstrasse zu tun haben. Baubeginn sollte in einigen Wochen sein. Er wurde aus exekutiv-taktischen Gründen zurückgestellt. Hoffentlich gibt es keine Verletzten oder Toten. Denn dann würde in Bern garantiert jemand eingeeggert. Dies aus gut unterrichteter Quelle.
Der letzte Punkt, der Tunnel. Es gibt in dieser Gegend selten jemand, der in politischen bürgerlichen Kreisen auf die Umwelt aufmerksam gemacht hat. Die Zeit hat dem Finanzblogger aber recht gegeben. Und ich melde mich weiterhin zu Wort wenn ich mich durch meine Zusatzausbildung im Umweltmanagement (NDS) angesprochen fühle. Aber hier gehen die Umweltschützer zu weit. Schauen sie sich einmal Aarwangen an. Dort herrscht an der Hauptstrasse eine Lebensqulaität, wie ich sie selten in einer Grossstadt antreffe. Wenn westlich eine Umfahrung gebaut wird, betrifft dies neu ein einziges Haus und einige Frösche. Über die Menschen macht man sich keine Gedanken, aber über die lieben Tierchen. Das ist Umweltschutz am falschen Ort. Solche Leute können nicht ernst genommen werden.
Auch solche nicht, die sagen, es geht nicht billiger und einen Tunnel müssen wir aus technischen Gründen haben. Denen empfehle ich, einmal den grossen Sprung zu wagen und zumindest über die Kantonsgrenzen hinaus zu sehen.
... als ehemaliges beratendes Mitglied der Region Langenthal, sorry Oberaargau für volkswirtschaftliche Belangen habe ich mir erlaubt dieses Signet gleich herein zu kopieren ...
Nachtrag - zwei pdf-Files Im gleichen Fenster) von Implenia, die ich eben im Mail abgerufen habe - Implenia verschärft Abwehrdispositiv

... Aussicht vom Bürofenster auf die blühenden «Implenias» - im Hintergrund die Kompostanlage. Ganz so billig muss die Wirtschaftsstrasse nicht gebaut werden. Meine Kompostanlage war einmal das wohl meist beachtete Stück in unserem Garten - s. Gartenlehrpfad
Autobahn und Finanzen - Bericht aus Ungarn
Dieser Beitrag ist ein Reisebericht vom Personalblogger, der Ungarn als Transitland benützt um noch weiter gegen den Ural seine Sklavengeschäfte zu treiben. Halt stopp - Personalvermittlung heisst das und ist absolut sauber und er nutzt einen Personalengpass in Westeuropa. Wenn sie z.B. eine deutschsprachige Krankenschwester mit sehr guter Ausbildung benötigen, Hörbie hilft weiter. Den zweiten Teil seines Berichts lesen sie in kommender Woche. Morgen schauen wir uns einmal an, wieso in der Schweiz Autobahnzubringer so teuer sind.
«Mit dem Auto fährt man von der Innerschweiz in etwa 11 Stunden bis in die Nähe von Budapest, optimale Verhältnisse auf der Strecke und bei den Zollabfertigungen vorausgesetzt. Anders als noch 2005, erfolgte die Zollabfertigung in Nickelsdorf an der Grenze zu Ungarn sehr speditiv. Vor mir waren drei Autos. Bei jedem dauerte es etwas. Ich wurde durchgewinkt, der rote Pass bewirkte es! Offenbar ist dies eine sichtbare Auswirkung der EU-Erweiterung. Auch auf der Rückreise hat man nur kontrolliert, ob ich so heisse, wie es im Pass steht, aber man hätte mir die Möglichkeit zum Mogeln gegeben. der Zöllner nannte meine Vornamen in fragendem Ton. Ich brauchte nur mit "ja" zu beantworten...
Leute, die Ungarn aus früheren Zeiten kannten, den Aufstand und dessen Niederschlagung 1956 miterlebt haben und geflohen sind, ein paar Jahrzehnte im Ausland, z. B. in der Schweiz gelebt haben, und seit 10 Jahren wieder in Ungarn leben, sehen die Dinge etwas anders, als die EU-Turbos. Den Gulasch-Kommunismus haben sie aus der Ferne beobachtet. Damals waren viele enttäuscht, weil die "Amerikaner" nicht kamen und Hilfe brachten. Heute ist man enttäuscht, weil hohe Erwartungen an die EU bzw. an den EU-Beitritt nicht erfüllt wurden. Immerhin hat man sich aus den Klauen der Besatzer (Sowjets) befreien können.
Alle (oder die meisten) haben sie die Marktwirtschaft gewollt. Leider haben sehr viele Leute keine oder wenig Ahnung davon oder sie können damit nicht umgehen. Man erwartete viel. Aber wenn man nachfragt, können die Erwartungen nicht genau genannt werden. Aber man erwartete, dass "alles" besser würde. Der Geldsegen, der Richtung Spanien und Portugal geflossen ist, hat Hoffnungen geweckt. Man wollte auf die gleiche Weise profitieren. Jetzt ist man enttäuscht. Dass die Kasse einmal leer sein könnte, daran hat niemand gedacht. Für viele kam es anders, als gedacht. Aber es kann ja kaum anders sein. In der EU ist schliesslich auch nicht alles aus Gold was glänzt. Entweder fehlt es an Wirtschaftskraft einzelner Länder oder sie haben intern keine Ordnung. Würden in Italien alle die Steuern seriös bezahlen, oder würde der Staat eine wirksame Kontrolle durchsetzen, es sähe etwas anders aus.
Die allgemeinen und die Konsumentenpreise haben drastisch angezogen, während die Lohnempfänger und Rentner mit dem auskommen müssen, was sie haben, respektive bekommen. Teuerungsanpassung ist ein Fremdwort. Die Verarmung der Rentner ist ein ernst zu nehmendes Thema. Die Bodenpreise auf dem Land, so 30 km ausserhalb Budapest in der Nähe der Autobahn, sind in zehn Jahren um das 10-fache gestiegen. Diese Entwicklung ist nicht verwunderlich. Man sagt, die Kosten pro Kilometer Autobahn sei praktisch gleich teuer, wie im Hochpreisland Schweiz, mit dessen schwierigen topographischen Verhältnissen inklusive Tunnel und Tieferlegung wegen Lärmgründen. Dies lässt aufhorchen, befinden sich doch die Autobahnen und Autostrassen in Ungarn weitgehend in ebenem Gelände. STRABAG & Co lassen grüssen (Knatsch am Gotthardbasistunnel mit der Baugruppe Marti AG)!
Die Geld schöpfende globalisierte Finanzmechanik ist eine ungeheuerliche Ausbeutungs- und Umverteilungsmaschinerie: Im Westen äugt man auf die tiefen Löhne im Osten und gar im "Far East", erklärt den arbeitenden Menschen, dass sie hier zu teuer wären, man müsse die Produktion verlagern, während man sich im Osten, wo sich die Leute kaum das warme Wasser für eine Suppe leisten können, an den Hochpreisen im Westen orientiert, um staatliche Organisationen und letztlich die arbeitende Bevölkerung aus zu nehmen. ob das auf die Dauer gut kommt?
Dass nun auch russische Genossen, die zu Kapitalisten geworden sind (so genannte Postkommunisten) am grossen Kuchen teilhaben wollen, passt ins Bild. Oligarch Deripaska würde wohl Mühe haben, ohne staatliche Unterstützung Verbindung zu Vladimir Putin) die saubere Herkunft seines Geldes zu belegen. Der Verdacht der Verbindung mit der Mafia wurde bisher nicht ausgeräumt. Verdient die russische Mafia am Gotthard Geld? Welchen Sinn macht innovatives Denken und Handeln sowie ehrliche Arbeit, wenn die Ergebnisse letztlich von mafiösen Organisationen unter den Nagel gerissen werden? Es wäre an der Zeit, über wirksame Schutzmechanismen nachzudenken und diese unerbittlich durchzusetzen.
Wer ein eigenes Haus hat, der bezahlt dafür keine Vermögenssteuer und auch keinen helvetischen Blödsinn, eine Versteuerung des Eigenmietwertes.
Während der Zeit des Kommunismus (Sozialismus?) hatten alle Arbeit. Ergo gab es praktisch keine Arbeitslosigkeit. Alle hatten etwas, wenn auch vergleichsweise nicht viel. Arbeitslosigkeit war strafbar. Wer bei einer Kontrolle im Personalausweis keinen Arbeitgeber eingetragen hatte, wurde aufgegriffen und in Untersuchungshaft genommen. Dann bekam er Arbeit verordnet. Heute gibt es eine Unzahl von Arbeitslosen und um die kümmert sich niemand richtig. Teilweise kommt es davon, dass ausländische Firmen, die man gerne sieht, solange sie Arbeit und Verdienst bringen, weiterziehen, wenn sie ein noch günstigeres Marktangebot gefunden haben. Sie lassen dann wegen einer grösseren Rendite viele Arbeitslose zurück. Wenn nichts mehr lohnenswert kapitalisiert werden kann, wird jemandem das Sozialisieren aufgezwungen... Das ganze sieht nach modernem Raubrittertum aus. Man ist sich jedoch durchaus bewusst, dass dies eine Folge der Globalisierung (Kapitalisierung?) ist.
Ungarn ist seit längerer Zeit in der NATO. Wenn diese aber Projekte hat, dann gibt es Opposition und Einwände von allen Seiten. Die Vermutung liegt nahe, dass man in der NATO bald zur Ansicht gelangen könnte, dass man einen unzuverlässigen Partner hat. Diesen sollte man eigentlich abstossen. Aber ein solches Szenario kann sich aus politischen Gründen niemand leisten. Wer möchte schon das Gesicht verlieren?! Für Ungarn müsste die Einsicht gelten: wer profitieren will, muss auch geben können. Leistung erfordert Gegenleistung. Niemand auf dieser Welt macht Geschenke, ausser im persönlichen Bereich. Oder es werden Ländern Schulden erlassen, weil sie diese sowieso nie bezahlen könnten und weil sie das Resultat einer missglückten „Globalisierung“ sind ...»

... das Baugeschäft Marti ist mit uns (leider) nicht verwandt. Über Ungarn kann ich nur «alte Geschichten» erzählen, aber es hätte einige schöne Müsterchen. Als NCVP Marketing/Projects von AIESEC mit einem tausend-fränkigen Simca 1100 plus 4 x CHF 5 je blauen Metzler Pneu) unterwegs, lässt sich einiges berichten. Übrigens, das Auto war in der Schweiz gekauft worden - der erste eigene Wagen nach dem Studium. Geld optimal ein zu setzten ist so was wie meine Berufung.





