Vernunft Schweiz - und das sagt der Schweizer

«Vernunft Schweiz - informieren, in die Zukunft investieren» - wohl einer der besten Links für die Betrachtung der politischen Themen bei denen die Schweizer aktuell etwas zu sagen haben oder hätten ...

... denn viele Bürger nehmen Wahl- und Abstimmungschancen nicht wahr. Über 20'000 haben bei der Vernunft Schweiz ihre Meinung, fast ihre Zukunftsvision hinterlassen. Mehrheitlich politisch interessierte Leute - sonst hätten sie eh diese Internet-Seite nie besucht! Ich denke, das ist eine Umfrage, deren Resultate sich zeigen lassen dürfen. Die Aussagekraft scheint mir hier gegeben zu sein. Wenn sie es als Leser noch nicht wissen, ich stehe vielen Marktforschungs-Umfragen skeptisch gegenüber. Hier wird sehr viel schnelles Geld verdient und die Resultate sind entsprechend wenig aussagekräftig. Oft würde ein Quäntchen GMV (gesunder Menschen- Verstand) die brauchbareren Resultate liefern.

Die Resultate finden sie nicht direkt in der Vernunft Schweiz, sondern folgerichtig in der Perspektive Schweiz als «Kurzbericht» mit 22 Seiten (inkl. Titelblatt) oder als vollständige Fassung mit rund 100 zusätzlichen Seiten.

Auf Seite 5 finden sie die Zusammenfassung der 43 Fragen. Interessant dürften aus Sicht der Börse speziell die Themenbereiche Arbeitsmarkt (Seite 10) und Energiepolitik (Seite 19, Details S. 116) sein. Die allerletzte Grafik - einige werden jetzt allerletzt eindeutig zweideutig auslegen - zeigt recht viel über unseren Kantönligeist und das Gefälle oder die Steigung der Romands zur deutschen Schweiz. Es ist der Blickwinkel, der entscheidend ist. Deutlich ist das bei der gewünschten Maximalgeschwindigkeit auf den Autobahnen zu erkennen. Ich bin eher für tiefere Geschwindigkeiten wie die Deutschschweizer - fahre aber wesentlich lieber auf den Autobahnen der westlichen Kantone von Bern, als zu den nördlichen oder gar östlichen.

Für Aficionado dürfte noch die Seite 51ff einen Blick würdig sein. Nicht vom Unterschied der Kantone oder der Sprache her. Er arbeitet sowie so in einer bielinguen Stadt. Gestern war ich dort und komme diese Woche noch kurz mal darauf zurück. Tippisch Schweiz. Auch der Wohnkanton vom Bloggerkollegen muss durchfahren werden. Dort wo heute mehr als üblich raucht, entsteht eben keine Grosssägerei, sondern vielleicht im Kanton Bern. Die Solothurner turnen nicht mehr solo.

Genau so wenig, wie die Schweiz in Sachen Steuern solo fährt. 12 (zwölf) Länder Europas sind günstiger in der Unternehmensbesteuerung als der Kanton Bern. Solothurn ist ein wenig besser. Wesentlich billiger ist es in der Heimat vom Personalblog, in Obwalden. Aber immer noch teurer als in Irland oder gar Zypern. Sinnigerweise hat er heute den Währungsrechner von Oanda verlinkt. Die jährlichen Arbeitszeiten wären aber noch angebracht, denn die Steuerhöhe dürfte sich entgegen gesetzt zur Arbeitszeit verhalten.

Der Rat an die Hochsteuerländer Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich und Grossbritannien müsste lauten: Schaffe, schaffe, Häusle baue. Zeit hätten sie ja zumindest in Deutschland, da ist die fünfte Jahreszeit an- oder eher ausgebrochen. Und einige sind nicht auf den Kopp gefallen und zeigen die eigenen gesellschaftlichen und politischen Probleme auf. Übrigens, ich meine nicht die 5. Jahreszeit von Kurt Tucholsky.

Blogosphère und Blogopole

Royale oder Sarkosy - wir werden es demnächst wissen.

Facts zu den beiden finden sie im Beitrag von gestern (nach unten scrollen). Aber wer interessiert sich schon für Facts. Meinungen sind wichtig. Die politische Landschaft Frankreichs lässt einige Meinungs-Differenzen zu. Es ist wie im Weltall, man findet immer wieder einen Stern, den man anklicken kann ... fast unendlich viele. So viele Blogs wie heute habe ich vermutlich noch nie indirekt verlinkt - es sind hunderte, tausende und es werden immer mehr ...

Sie können auch direkt suchen oder Tendenzen herausfinden. Bis sie alles gelesen haben, dürften die übernächsten Wahlen vermulich schon Geschichte sein.

Am 22. April wissen wir mehr und am 6. Mai vermutlich wer ins Elysee kommt und die Wahl gewonnen hat.

Sind absolute Zahlen oder Differenzen gefragt

Ségolène Royale oder Nicolas Sarkozy? Wer wird das Rennen machen?

«Marsch durch die Fettnäpfe» ... es fehlt nicht an sich über bietenden Schlagzeilen. Vermutlich diskutiere ich mit den falschen. Für Royale ist niemand. Dabei standen ihre Chancen, wenn man den Umfrangen Glauben schenkt, bis vor kurzem sehr gut und jetzt abnehmend, aber immer noch verheissungsvoll. Zur Zeit erhalten sie jede nur gewünschte Prozentzahl an Wähleranteilen.

Mal einige Prozent mehr, mal einige weniger. Da sind ja beide fast gleich auf. Das stimmt nicht ganz, wenn man genau hinschaut. Nur eben, das hin und her zwischen den «Siegespositionen» verwirrt. Wieso? Weil vermutlich die Umfragen im Grossen und Ganzen einfach schlecht sind. Das ist Wahlkampf. Ich habe vielleicht mit einem Dutzend Personen gesprochen - Sieger wird ganz eindeutig Sarkozi! Wir werden es sehen - vermutlich wird in Frankreich nicht viel ändern.

Sie kommt auf vielleicht 36%, er auf 40%. Da liegen magere vier Prozent dazwischen. Falsch! 24% der anderen werden keine Chance haben und dann entsprechen diese beiden Anteile, hochgerechnet auf 100% einem Anteil von 44,4% resp. 55,6%. Das sind genau 25% mehr. Wahlen, Zahlen und Qualen.

Rechnen macht vielen Leuten keinen Spass und von den andern haben es viele nicht so weit in dieser Disziplin gebracht, dass man absolut sattelfest ist. Und wir, die keine Mathematik-Genies sind, müssten immer wieder daran denken, dass wir mit absoluten Zahlen nicht viel mehr als ein Resultat erhalten. Mit Differenzen erhalten wir Aussage kräftige Resultate. Aber das «Grundmaterial» muss stimmen und das lässt bei Wahlen zuweilen zu wünschen übrig.

Die Meinungen könnten aber unterschiedlicher nicht sein, lesen sie morgen von der französischen Blogosphère ...

Kommunikation in Frankreich

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Meine Nachbarn kommunizieren am liebsten in der Garage, in der ehemaligen Garage genau genommen. Hier Treffpunkt am späteren Freitagnachmittag und bei mir umgebaut zum Büro. Die Telekommunikations-Branche trifft sich hier - genau genommen France Telecom. Am Lieferwagen draussen sieht man, dass sie für Orange unterwegs sind. Orange, früher noch die unbeliebte Konkurrenz, aber da war Jean-Pierre noch nicht pensioniert.

Aber immer schon Fan von Poulidor - hier ist das Bild mit besserer Auflösung - dann hast du deinen Desktop-Hintergrund. Wenn es zu klein ist, wir haben es noch mit etwas über 5 MB. Freude hat man auch an der Goggle-Übersetzung (rechts unter D/F/E in der Blogroll zu finden).

Den Arbeitsrapport erstellt man mit dem Mobile und meine vier letzten Telefonnummern bringen nicht nur automatisch die Adresse zum Vorschein. Beim Weisswein, roten vertragen hier nicht alle, diskutiert man noch über ADSL ... pas d' problème - normalement. Leztes Jahr hiess es noch ... oui, ça existe, mais ...

Unterschiede zu Frankreich

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On the Road again - diesmal nicht ich, sondern die Radsport- Elite. Die ersten Anzeichen, dass Frankreich aus dem Winterschlaf erwacht.

Etoile de Bessèges ist nicht die Tour de France, aber eines der ersten grossen Rundstreckenrennen. Zum «Aufwärmen» ist es nicht geeignet. Es ist mit rund 10 Grad zu kalt, obschon die Mimosen schon herrlich blühen und das Tempo in der doch recht hügeligen Landschaft zu schnell, um aus zu ruhen. Aber wie selten durch das Jahr, ist «meine» kleine Stadt Saint Ambroix sogar im Internet bei den Google-News zu finden. Am Zielort der zweiten Etappe ...

Raymond Poulidor

... findet sich ehemalige Radsportgrössen wie Raymond Poulidor (6. von links). Rechts neben ihm in Krawatte Le Maire von Staint-Ambroix Marcel Tronc. Wenn ich mich hier unten mal auf das Rennrad klemme, fahre ich zwangsläufig zweimal bei ihm vorbei. Meine «Hausstrecke» nach Bessèges müsste des öftern in Angriff genommen werden.

An Winter und lahmgelegte Flugplätze denkt hier keiner. Man schaut fern, deshalb ist man in Frankreich halbwegs informiert, was ausserhalb des Landes läuft. Zeitungen lesen sie - zumindes die Minderheit. La Marseillaise macht am Rennen Werbung. Sie will Marktanteile halten, überleben. Sie liegt sogar am Kiosk auf, genau an der Stelle vor der Kasse wo sonst Midi Libre liegt. Irgendeine wird vermutlich den Zweiten machen. Wie Poupou, der weder eine Tour de France Etappe noch je das Maillot Jaune tragen durfte. Trotzdem ist er das Radrennfahrer-Idol der Franzosen. Aber nicht alle kennen ihn. Auch bei La Marseillaise nicht, wo er Poulidoir benennt wird - Poulie noir wäre wenigstens eine Wortspielerei. Aber es gibt noch andere Unterschiede. Vier Seiten «Hippisme». Selten einer, der je ein Pferd geritten ist, aber vom Teufel, denn hier geht es um Wetten.

Übrigens, wo hatte es am Rennen am meisten Leute - bei Française des Jeux. «Arbeit kann einem den ganzen Tag versauen.» Lieber mit dem kleinen Lohn oder Sozialhilfebeiträgen Lotto, Casino etc. spielen - vielleicht wird man ja Millionaire. Die Reklame zeigt viel über ein Land. Hier im Süden ist man wettsüchtig, aber ganz sicher nicht arbeitssüchtig - es gibt aber zum Glück erfolgreiche Ausnahmen. Aber prozentual weniger als in Deutschland oder gar der Schweiz.

Millionaire und Saint-Ambroix

Links von der Marseillaise-Fahne ist das Spielzelt - immer gut besucht. Ich habe einen schönen Überblick. 40 Meter vor der Ziellinie, im Garten des «Kaffeeliebhabers». Frankreich ist eben anders.

Baden Cooke

Baden Cooke, der australische Profi gewinnt. Aber er ist nicht der Held - Nicolas Crosbie, der bis kurz vor dem Ziel geführt hat. Ideal, wenn am Zielort noch einige Runden gefahren werden. Kürzer und kürzer wird der Abstand, aber man schreibt eine Seite über ihn, gleichviel wie über die Wirtschaft und Börse. Über Baden wenige Zeilen.

Chavanel Cook Greipel

Sébastien Chavanel, Baden Cook und André Greipel - jede Mannschaft und deren Sponsoren lieben erfolgreiche Fahrer, aber im Grunde genommen hasst man die Siegertrikots, denn sie verdecken die teure Werbung. Werbung, die vermutlich nicht all zu viel bringt ... zumal man ab rund 100 Kilometer nördlich eher auf die Weltmeisterschaften eingestellt ist ...

Unterschiede in Frankreich

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Nestlé, Kraft, Danone und wie sie alle heissen mögen, gehört im heutigen Frankreich zur Kultur - zur Esskultur. Und da gibt es einige Unterschiede.

«Frankreich ist das Land der guten Küche.» Das mag zwar an einigen Orten noch stimmen, ist mittlerweilen aber zum Teil schon selten geworden. Wenn sie heute planlos je 100 Restaurants auf die Qualität testen, fahren sie garantiert in Österreich, Deutschland, der Schweiz und vor allem Italien besser, als in Frankreich. Am deutlichsten gesteigert hat sich in den letzten 30 - 35 Jahren Italien. Es wurde zum Reiseland und hat das Adriastrand-Image verloren. Piemont und Toskana kennen heute alle - vor 25 Jahren fast noch Insidertipps.

So ändert sich in rund einer Generation auch das Essverhalten. Die Unterschiede driften auseinander. Das ist für Börsianer gar nicht schlecht. Auf der einen Seite haben Lebensmittel-Aktien vermutlich immer eine bessere Daseinsberechtigung in Wertschriftendepots und auf der andern Seite finden wir heute zum Teil ganz tolle Qualitäten an Lebensmitteln - aber in beschränkter Menge. Die Masse sucht die auch nicht. Das habe ich schon mehrmals festgestellt.

Herrliche Zwetschgen an Armagnac. Toll! Abgefüllt im Olivenglas! Das gibt es als Dessert. Und zum Kaffee einen Bauernschnaps - Poire, aus der Schrift ist eher boire zu erraten. Und dann der Kaffee - abscheulich. Ein totaler Kraft-Akt - deliciously simple, everyday - 40% Kaffee und 60% Chicorée - Kaffee-Ersatz, Zichorienkaffee. Vor rund 200 Jahren hat Napoleon dieses Zeugs schon getrunken - er kannte vermutlich nichts anderes. Der Mocca faux, der dann im Saarland zum Muckefutz wurde. Mein Gastgeber kennt mich bereits seit längerem und giesst das Zeugs in den Ablauf - das ist benahe schon Gewässerverschmutzung.

«Ganz Bio-Grüne» verstehen dies vermutlich nicht. Das ist doch gesund! Mag sein. Es gibt den Gesundheitsmenschen, der Bio-Artikel en masse im Laden findet - aber es stehen sehr selten Leute davor und kaufen solche (meist Trocken-Artikel) ein. Und dann die Masse, die alles einkauft, egal, was darin ist. Vermutlich würde diese Gattung Esser auch noch Eichelkaffee trinken, ohne mit der Wimper zu zucken. Bambu-Kaffe wäre eine Alternative. Oder gar nichts mehr in dieser Art trinken, wenn man gesundheitlich nicht mehr darf, dürfte. Bamboo (Bambu) heisst übrigens der Hund, das auch etwas Wildschwein abbekommen hat. In Cidre (vergorener Most) gekocht - muss herrlich schmecken. Die überlebenden Wildschweine sollten die Eicheln essen.

Sie dürfen auch Chicorée essen. Ich ziehe andern Salat vor. Man isst wieder Treibhaus-Salat, denn guter Salat war letztes Jahr Mangelware (wegen des Wetters) - hier kostet er 69 cents und ein zweites Haupt gibt es gratis dazu. Aber mein Gastgeber macht frischen Löwenzahn-Salat. Selbst gepflückt. Und wechselt auch die Weingläser aus - das Bleikristall wird durch gewöhnliches Glas ersetzt.

Die Unterschiede sind riesig in Frankreich. Profitieren sie vom langfristigen Trend allenfalls lieber an der Börse und suchen sie die echten Genüsse im Alltag. Sie sind zu finden, stehen aber nicht an der Tagesordnung.

Schnitzel - Wein, Wildsau Fasnacht und Blog

Um SchniPoSa (Schnitzel-Pommes-Salat) geht es heute nicht, sondern um die etwas «anderen» Schnitzel.

An was denken «richtig Eingefleischte», wenn sie Schnitzel hören - an eine Schnitezelbank - und da wären wir wieder beim Thema von Gestern - die Bank in allen Arten. Und woher kommt eigentlich der Name Schnitzelbank? Vom Küffer, der die Fassdaube beschnitzt.

Diese Schnitzel, Eichenholz-Schnitzel, waren früher Abfall. Und was macht der ökonomische Küffer nun? Er sammelt diese Schnitzel, verkauft sie um neuen Wein im Stahl- oder Betontank Geschmack zu verleihen. Vermutlich wurde das Verfahren von einem Schweizer erfunden - der Deutsche schlägt sich eher mit dem Schnipsel durch das Leben. Zwar meist aus Papier - bei uns Konfetti genannt - und der Kreislauf zur Fasnacht schliesst sich.

Lesen sie, was Angela Kreis-Muzzulini (Perex) in der Berner Zeitung schreib (schade, dass die Bilder nicht im Netzt sind):

«Schnitzel rein in den Wein
Weingeniesser, die den vergorenen Rebensaft mit dezenten Vanille- und Röstaromen besonders schätzen, horchen auf. Seit Anfang Jahr darf auch in der Schweiz durch Zugabe von Eichenholzschnitzeln an Stelle des traditionellen Barrique-Ausbaus produziert werden ... lesen sie weiter.

Ein neues Fass verkaufen würde zwar dem Küffer mehr bringen, aber Eichenholz-Schnitz sind garantiert billiger - und nun im Gegensatz zum Beitrag vom letzten Jahr legal erlaubt. Bei Eichenschnitzel ist der Effekt wie in der Nanotechnik - die Oberfläche ist grösser. Das ist in Dimensionen billiger und muss nicht einmal schlecht sein - abgesehen davon ob einem der «Barrique-Ausbau» schmeckt oder ob man (wie ich) lieber den Traubengeschmack mag. Schnitzel, Pulver, Eichenaroma oder Eichenmilch werden (leider) die Zukunft sein. Produktionschritte zu vereinfachen, die Produktionszeit zu kürzen, schneller und exakter zu kontrollieren und steuern und erst noch die Kosten zu senken, das sind heute die Aufgaben der Lebensmittel-Technologie. Deshalb kaufen einige keine Fässer mehr.

Lebensmittel werden auch auf alt hergebrachte Art weiter produziert und verarbeitet. Nur wird man in Zukunft noch vermehrt suchen müssen. Diese Woche gab es, so die Meldung die ich nicht im Netzt finde, für einige Wildschwein-Schnitzel und eigenen Wein. Zubereitet nach alter Väter Sitte. Am Sonntag in einer Woche fängt das Jahr des Widschweins an. Liebe Wildsauen, wenn ein Wagen kommt, geht dem aus dem Weg - ihr zieht den Kürzeren. Und wenn der noch Blaulicht hat ... Andere Länder, andere Sitten und andere Handhabung der Teilkasko. Dieses Wild hat einen Schaden erlitten, aber keinen keinen Wildschaden - der andere aber einen Wildunfall.

Fast ein Begriffswirrwar. Wie SchniPoGeSa - noch etwas Gemüse dazu - findet man im Internet auch noch nicht. Wer Vegetarier ist, kann ruhig SchniPoSa geniessen - elektronisch, musikalisch.

Schnitzel jetzt gleich geniessen:Blogitzeljagd - die Schnitzeljagd für Blogger - gefunden habe ich diese beim Bloggin Tom - einem anderen swissblogpress Mitglied. Also viel Spass beim verschnitzel, verschnipsel, verspitzeln und verlinken. Es dürften da unzählige mitmachen. Sogar an den Wildschweinblog wurde schon gedacht. «Allem kann ich wiederstehen, nur der Versuchung nicht.» Graficimpact und hitflip, der Premium-Schnitzler können ja Taschen tauschen und wenn sie werder Schnitzeljagt noch Wildschwein mögen, dann schauen sie sich zumindest den Plätzchenback-Marathon bei sparkling.blog an. Wenn es für sie etwas chinesisch tönt, so liegen sie goldrichtig und ich kriege jetzt Hunger und Durst, denn ich habe zusätzlich ein SMS erhalten, das fast so spannend tönt, wie ein Helikopterflug über Köln.

Die Bank - die rote Bank und der Tod

Wissen sie eigentlich genau, was eine Bank ist?

Die Bank hat mich in der einen oder andern Form immer schon interessiert, fasziniert. Ich habe schon auf einer Bank gearbeitet, viele Jahre sogar, andere habe ich aufgekauft und ich habe auch schon auf einer Bank geschlafen - am Meer, das Rauschen der Wellen (keine Elliot Waves) wirkt angenehmem, die Sandbank wärmend.

Bank, Bänke, Banken, Bänken sind abwechslungsreich und ich habe einige fotgrafisch festgehalten. Nicht nur aus Zufall. Bei einer Willensvollstreckung erhielt ich den Auftrag, ein bis zwei Tage mit den verschiedenen Legatnehmern zusammen zu arbeiten. Ich dürfte sogar den Namen der Legatgeber nennen - sie hat es mir erlaubt. Aber nur soviel, keine zehn Meter vor mir hüpft eben ihr ehemaliger "Übername" herum. Weiblich, nicht ganz so schwarz wie der Tod - ob es wohl Zufall ist.

Das eine Legat und meine Arbeit dazu kennen sie schon ansatzweise - die 6000 Paar Schuhe in Bern und als Gratisbeigabe die 1000 Paar Schuhe in Langenthal. Einige hundert Paar Schuhe, die noch in gutem Zustand waren, gingen nach Tschernobyl. Die Ereignisse dort dürften auch zu einer Bank geführt haben, bei der man/frau auf zwei unterschiedliche Arten spenden oder ein Legat vermachen kann - bei einer Knochenmarkspenderband. Mit einer Knochenmarkspende rettet man Leben. Über 11 Millionen haben bereits gespendet.

Viele Vermögensverwalter nehmen solche Legats-Arbeiten nicht (gerne) an. Mir machen diese in einen gewissen Sinne gar Spass, es bringt Abwechslung, man lernt andere Menschen kennen und ich mache es eh nur, wenn es für einen guten Zweck ist und ich mich damit einverstanden erklären kann. Und etwas bedingt dies. Das man seine Kunden extrem gut kennt!

Beim andern Legat hatte ich mit zwei ganz unterschiedlichen Bankverwaltern zu tun. Der eine ist beim Verschönerungsverein Kassier, der andere Materialwart ...

Friedhofbank

... er wartet jede einzelne Bank, auch jene, die am nächsten beim Grab steht. Sie starb mit über achtzig, schnell, schön. Sie ist einfach eingeschlafen und hat zeitlebens nie geraucht ...

Brandneu: Mein Europa Blog - www.mein-eu-blog.de

Vermutlich habe ich gestern eines der spannendsten Blogs entdeckt. Mein, dein, sein Europa-Blog. Dieses Blog wird meinen täglichen vierstelligen Traffic vermutlich schon in den ersten Tagen übertreffen.
«www.mein-europa-blog.de ist eine interaktive Online-Community für Jugendliche weltweit, in der du dich mit anderen über Europa-Themen austauschen kannst. Wir bauen gemeinsam an dieser Seite: Schau dir an, was täglich hinzukommt und mach mit!»
Da stellen sich gleich einige Fragen:
  • wer ist «wir» - das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland mit Dr. Frank-Walter Steinmeier als Bundesaussenminister.
  • wer hilft mit - Zeitbild, der Verlag für Bildung und Kommunikation - die Zappelphilipe (heute eher Zappen-Philippe) unter euch schauen sich vielleicht einmal den Download-Bereich an: «Warum versteht mich keiner?» Es geht nicht darum, dass keiner das Blog verstehen wird - dieses Blog wird in den nächsten Tagen und Stunden zum Hit in Deutschland. Nein ADHS ist eine Krankheit, die im hyper (über...) Bereich sofort auffällt und im hippo (Pferd - vermutlich von "unter") Bereich sehr oft nicht wahrgenommen wird. Die nicht ganz unumstrittene Behandlung kann mit Ritalin von Novartis erfolgen.
  • was heisst Jugendliche - meine Grossmutter sagte noch mit 80 Jahren immer, dass sie in der Jugendriege turne und dann kommt noch das «Kind im Manne» dazu. Mindestalter 14 - gegen oben vermutlich offen.
  • Nutzungsbedingungen - «Lorem ipsum dolor sit amet» - das war gestern, als ich mich registriert habe. Unüblich kurz für Deutschland, für die EU. Suchen sie mal aus Spass die Bananverordnung und Ergänzungen EU-Gemeinschaftsrecht
Welchen Nutzen hat der Leser des Finanzblogs? Jugendliche und jung gebliebene zeigen den Zeitgeist meist präziser auf, als das eine Tageszeitung kann. Aktuell, unverfälscht, echt - aber ja nie nur auf eine Stimme hören. Und hier werden sie die Möglichkeit haben, viele Stimmen und Bilder aus dem Alltag der Kategorien Wirtschaft, Politik, Universtität und andern, etwas für uns weniger interessanten Gebieten, wahr zu nehmen. Ein Blog fast mit einem Marktbarometer.

Als kleines Beispiel soll nur der Beitrag über Rumänien dienen - oder die weiterführenden Links, die sonst fast nur per Zufall gefunden werden. Vermutlich wird das Material auf mein-EU-Blog qualitativ besser und hochstehender bleiben, als auf der globalen Konkurrenz. Nur lässt sich diese gleich in unsere Blogs hineinstellen. Aber das Blog ist ja erst in der Startphase. Hier noch die offizielle Medienmitteilung. Schauen sie sich die Träume und Ideen des vorerst in Deutsch gehaltenen Blogs an - der Bundesaussenminister sagt, was er sich von diesem Blog wünscht. Viel Spass vom Administrations-EU-Tiger bis zum Zappel-Philip und viel Erfolg.

Alpha - alle werden in einen Topf geschmissen!

«Alpha - die entscheidende Zusatzrendite» - einige Bemerkungen zu einem interessanten, lesenswerten Artikel und einige Bemerkungen zur Bank Wegelin und zur UBS.
«Wer würde nicht gerne Jahr für Jahr mit seinen Anlagen ein besseres Ergebnis erzielen als der Aktienindex? Leider sieht die Realität für die meisten Anleger anders aus. Der Erfolgsausweis von aktiven Vermögensverwaltern insgesamt ist enttäuschend. Was kann der Anleger tun?» - der Artikel im Lead ist bei Private.ch auch dort zu finden.
Also, was kann der Anleger tun? Sagen wir es einmal ganz, ganz anständig. Der Anleger soll sich einmal überlegen, was das Wort insgesamt im oben hervor gehobenen Satz bedeutet. Am besten ersichtlich ist es, wenn wir in Englisch nachschauen. Collectivly. Woher die Bank Wegelin das wohl wissen will. Die Marti+Partner Vermögensverwaltung veröffentlichen nirgends ihre Renditen - wieso, das kann man im gestrigen Beitrag lesen. Und es gibt noch andere Vermögensverwalter, die gleich arbeiten.

Die Bank Wegelin ist mir nicht unsympathisch. Sie ruft im Jahr im Schnitt auch zweimal an, ob man nicht zusammen arbeiten wolle. Der Lead ist nichts, als billigste Werbung - in der Hoffnung, dass wir Leser wie gewohnt lesen - flüchtig und nur den Lead. Im Artikel wird aber erwähnt, dass 80 Prozent der Vermögensverwalter schlechter abschneiden und ganz am Schluss stellt man fest, dass (die restlichen 20 Prozent) durch eine konsequent verfolgte Strategie eine Überperformance erreichen können. Das dürfte wohl der Wahrheit näher kommen als der Lead.

Und noch etwas. Die Bank Wegelin erwähnt, «Wir pflegen eine enge Beziehung zur Universität St. Gallen.» Vermutlich hätten sie dort neuere Zahlen, als die erwähnten von 1983 - 1998. Das ist gemessen mit dem Alter der Bank Wegelin (1741) wohl noch jung. Zudem stammen die Zahlen aus den USA! Und bei ihren Fonds mit der Active Indexing® Strategie werden nur Index-Papiere gehandelt. Rein mathematisch ist also vor allem die gewählte Benchmark massgebend. Oder: «(technisch: Alpha geteilt durch den
Tracking Error bzw. die Standardabweichung des Alpha). Zumindest steht es so im Artikel.

Ja noch was zur UBS. Sie hat gestern an der Veranstaltung «Herausforderung Unternehmung» von Prof. Marco Casanova eine Studie vorstellen lassen, die ich im Netz noch nicht vorfinde - «Nachfolgeregelung: zwei Perspektiven, eine Meinung?» Bern scheint gar nicht so langsam wie sein Ruf zu sein. Auch die Mitteilung über die Publikation «Klimawandel - ein heisses Eisen» erfolgte gleichen Tags wie bei der Presse.

Danke der UBS für diesen aktuellen Anlass und wenn ihr über den Präsentator bei privat.ch noch etwas lesen wollt - «Umfassendes, globales Research: Schlüssel zum langfristigen Anlageerfolg» von Rolf Bögli. Danke Drop, diese Unterlagen sind für uns Vermögensverwalter sehr nützlich und man arbeitet mit aktuellem Zahlenmaterial, nicht solchem aus dem letzten Jahrtausend.

Wie gesagt, die Berner sind schnell - und teuer. Zumindest bei den Parkplätzen im Stade de Suisse. Nicht einmal sechs Stunden kosten CHF 15.50 oder EUR 11.07. Man ist international - aber das Wankdorf Center (bis auf den UBS-Anlass) praktisch leer. Solche Immobilien können auch in Fonds stecken. Es gibt immer Informationen, die man am Rand aufnimmt und die manchmal auch Börsen relevant sind. Oder wie diese: «Wenn ich in Indien eine Gastvorlesung habe, hören während drei Stunden 300 Studenten aufmerksam zu.» Oder wenn ich in Indien oder der Schweiz an Studenten die _Frage stelle «Wollt ihr einmal selbständig werden?», antworten an beiden Orten rund 85% aus anderen Beweggründen, «Warum stellen sie diese Frage?»
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