Schweizer Immobilienbrief Nr. 20

In Immobilien investieren und die richtige Richtung einschlagen.

«Eine Investmentstrategie ist wie eine Strassenkarte. Sie sagt Investoren, wo es lang geht, insbesondere wenn sie sich auf fremdem Terrain befinden. Normaler- weise gibt es unterschiedliche Wege, die alle zum gewählten Ziel führen. Wenn die Richtung stimmt und der Investor auf Orientierungspunkte achtet, kommt er, selbst wenn er ein paar Mal falsch abbiegt, ans Ziel. Einen Investment-Kurs zu halten kann schwierig sein, wenn der Transaktionsfluss hoch ist und die Gelegen- heiten sich in Licht- geschwindigkeit bewegen, wie es heute in der Immobilienbranche der Fall ist.»

«Für Investoren in Gewerbeimmobilien bricht eine neue Ära an.» Vor rund einem Jahr haben wir im Finanzblog die Espace Real Estate als Preisgewinnerin des letzten Swiss Equity otcdays erwähnt. Eigentlich schade, wir hätten damals grössere Tranchen kaufen sollen. Nicht nur die Liegenschaften der Schaffner gingen an einen Finanzinvestor - es dürften in der nächsten Zeit einige Konzerne ihre Immobilien «auslagern».

Übrigens, die Schaffner GV findet heute statt und der otcday morgen. Vielleicht suchen sie zusätzlich zum Immobilienbrief über das d4center Informationen auf einen Klick.

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Immobrief

FINANZBLOG24

Interessante Blogs verlinkt man nicht nur in der Blogroll - man bringt gleich einen Beitrag darüber.

In der Schweiz scheint mein Finanzblog noch ohne «nennenswerte liebe Konkurrenz» zu sein. Anders im grossen Kanton. Seit Oktober 2005 ist der FINANZBLOG24 online. Konkurrenten sind wir eigentlich nicht, die Gomopa und die Marti+Partner können sich eher ergänzen oder im Finanzblog gegenseitig bereichern.

Zwei Einträge habe ich herausgepickt:

  • Alles Müller oder was? Interessant, was da zu lesen ist. Und vielleicht hat es noch einen zweiten Grund, die Müller Produkte etwas kritisch zu betrachten. Gentechnisch veränderte Produkte stossen bei Feinschmeckern nicht auf offene Ohren. Ich geniesse zur Zeit Greyerzer Biomilch - bei Carrefour Schweiz gekauft. Dieser ist (zur Zeit) noch kleiner als Denner.

    Nur etwas erstaunt mich beim FINANZBLOG24. Die letzte Bemerkung. Müller will seinen Wohnsitz nach Österreich verlegen, um Steuern zu sparen. Sind die dort noch tiefer, als bei uns, wo Müller meines Wissens heute Steuersitz hat?


Das Lesen ist bei beiden Blogs gratis - bei FINANZBLOG24 in einer Rubrik sogar kostenlos. Weiterhin viel Spass und Erfolg.

Höchstgeschwindigkeit

Mit 280 Stundenkilometern durch den Tunnel ist Schweizer Rekord und vielleicht fast so schnell ist eine neue schweizerische Kirchenzeitung mit einer Auflage von über 820 000 am entstehen.

Der Originalbeitrag ist beim Kirchgmeindeverband Bern aufgeschaltet.

Die Meldung "Verein «Saemann» steht hinter Projekt «Reformierte Zeitung»" ist über ein halbes Jahr alt. Aber vermutlich haben dies nur Insider zur Kenntnis genommen. Eine der Auflagen stärksten Zeitungen wird es sein.

In der reformierten Synode Bern-Jura-Solothurn wurde über die Unabhängigkeit des Saemann gemäss Kreisschreiben Nr. 1/2007 diskutiert. «Jüngsten Medienberichten sei zu entnehmen gewesen, dass die Basler Kirchenleitungen ihre Presse zum Sprachrohr der Kirche umfunktionieren wollten.» Wenn die Kirchen von dreizehn verschiedenen Kantonen eine gemeinsame Kirchenzeitung planen, wird man auch diskutieren müssen. Der Saemann hätte einen proportionalen Anteil von rund 30 Prozent. Weniger zu sagen hätten noch die andern Kirchenleitungen der übrigen Kantone.

Was haben Leitungen, Drähte und der Lötschberg mit der Kirche zu tun? Zwei Sachen. Die Geschwindigkeit. Im Lötschberg hat man den Schweizer Rekord für Schienenfahrzeuge gebrochen. 280 km/h schnell. 280 Kilometer pro Stunde heisst die richtige Bezeichnung. Haben sie im Lead die falsche Bemerkung «Stundenkilometer» beachtet? Aber wir werden vielleicht auch noch vom Saemann sprechen, wenn es diesen schon lange nicht mehr geben wird. Für die «Reformierte Zeitung» hat man auch einen schnellen Zug drauf. Höchst-geschwindigkeit an beiden Orten.

Und die zweite Gemeinsamkeit ist eher zufällig. Falls sie einige interessante Seiten über den Lötschberg ansehen wollen, empfehlen ich die Durchsicht von «des Magazins der Burkhalter Techniks AG». Toll gemacht - von der Archipress. Von dieser Agentur stammt auch der Entwurf der «Reformierte Kirchenzeitung», die «ref.info».

Eigentlich ist es ein Layout-Muster das zeigt, wie eine Ausgabe aussehen könnte. Seite 8 ist vom Text her dennoch lesenswert. Nicht Layout Füller wie «Markus Sahli Pluto annoyingly fights the trai Umpteen elephants fights two ats, yet the mostly speedy pawnbrokers bought one sheep, but very purple subways.» Der Rest sollte gelesen werden. Er ist auch zweimal wiedergegeben - eben als Textmuster - aber einige müssten dies auch drei mal lesen. Ein Satz fällt auf: «Es macht keinen Sinn, dass jeder Kanton seinen eigenen Kirchenboten herausgibt.» Es sei denn, man habe Profil.

Moritz Leuenberger

... «Kirche wohin» - darüber Sprach der damalige Bundespräsident Moritz Leuenberger in der Heiliggeistkirche in Bern (ist auf dem Titelbild von ref.info zu sehen). Ob ihm die neue Kirchenzeitung auch gefallen würde. Lesen sie doch, wie er Zeitung lesen möchte. 1999 ist dieser Vortrag geschrieben worden. Ob er heute auch in einem Blog lesen würde? Wir Blogger sind meistens keine Fotografen, deshalb ist auch das Bild etwas unscharf (Belichtungszeit gegen eine Sekunde - ohne Stativ) und wir sind (meistens) auch keine Journalisten. Es gibt Ausnahmen und einem von diesen gefällt die Aufmachung der neuen Kirchenzeitung auch - Martin Hitz mit seinem Medienspiegel - Mitglied von swissblogpress - wie libref und mein persönliches Blog.

Kein Januarloch, der Handel läuft

Das tägliche oder wöchentliche Einkaufen dürfte im Verlaufe des Jahres wieder etwas ändern. Denner, Migros, Apple - den Konsument wird es freuen.

Vor wenigen Wochen habe ich mit einem Kenner der Branche über den möglichen Verkauf von Denner diskutiert. Auf Grund einer kleinen Pressemeldung schien dies angebracht. Lidl und Aldi schienen für uns die bessere Chance zu haben, als die Schweizer Konkurrenz.

Es sei Denn-er lasse sich den Preis anheben. Die ausländische Konkurrenz würde es bei einem Verkauf an Migros oder Coop schwerer haben, bei uns gross Fuss zu fassen. Im Verlaufe des Nachmittags wissen wir es dann vermutlich genauer. Mehr wird allenfalls bezahlt, damit man die Verkaufspreise im Detailhandel hoch behalten kann. Bei den Preisen - auch innerhalb der Schweiz - liegt noch viel Marge drin. Ich habe über acht Jahre bei Lebensmittelhändlern /-produzenten gearbeitet und zu meiner Funktion gehörte auch die Betriebsbuchhaltung. Vom Handeln lässt sich leben.

Produzieren ist da des öfters schon schwieriger. Zudem sind die meisten Produzenten genossenschaftlich organisiert und machen sich eigenhändig die Marge kaputt. Es wird auch bei uns in den nächsten Jahren vermehrt direkt an den Endverkäufer geliefert. Erst ein EU-Freihandel würde auch mächtig auf die Marge des Handels drücken und nicht immer nur auf diejenige des Produzenten.

Die Betriebsbuchhaltung, die Kalkulation wird von den meisten «Finänzlern» belächelt oder sie ist ihnen ganz unbekannt. Die Finanzbuchhaltung, GAAP, IAS, FER, das scheinen die allein selig machenden Zahlen zu sein. Es braucht diese, sie sind äusserst wichtig - aber wie und wo Unternehmen Geld verdienen, sehen sie am genauesten aus der Betriebsbuchhaltung. Die Angaben zu den verschiedenen Sparten in den meisten Geschäftsberichten sind meist dürftig - über einzelne Produkte sieht man nie etwas..

Wir dürfen uns noch auf einige Änderungen gefasst machen. Bisher hat Migros oft die Preise nach unten gedrückt. Vielleicht bleibt dies, vielleicht macht sie es wie der Coop. Hier können sie zum Beispiel einen Gutschein um 3 Rappen billiger zu tanken im Internet ausdrucken. Aber bitte mit hoher Qualität ausdrucken, sonst kann der Scanner dies nicht lesen und eine Scan-Vorlage gibt es nicht und eine Korrektur kann man an der Registrierkasse nicht vornehmen. Dafür werden Treuepunkte gutgeschrieben. Bitte schauen sie mal die notwendigen Einkaufs Summen an, die sie zum Bezug eines Gegenstandes berechtigen. Das ist eher was für den unmündigen Konsumenten. Dann gäbe es dazu gemäss Internet noch Looney Tunes Sammelpunkte. Erraten, die gibt es auch nicht. Das Personal aber äusserst freundlich und hilfsbereit.

Vermutlich sollte sich Coop ab heute dringend Einiges einfallen lassen. Migros dürfte ab heute etwas grösser werden, aber nicht ganz auf schnaufen können. Es gibt andere Discounter, die man aufkaufen könnte - vielleicht sogar von der ausländischen Konkurrenz. Und billigere Preise verleiten zu mehr Konsum und dann steigen die Börsen - ganz vereinfacht gesagt. Und sagen können sie es mit einem iPhone, zumal der heutigen Beta-Vision davon. Da wird auch noch einiges ändern und vielleicht sogar dessen Name. Über diese Aktie gäbe es einiges zu schreiben. Mal sehen, wo wir ab heute Nachmittag unsere Äpfel kaufen werden.

Kernenergie contra Öl

Erstaunlich, wie schnell man eine Ölleitung zu drehen kann und noch erstaunlicher, dass dies einigen Persönlichkeiten erst jetzt klar wird.

Zwischen den nachfolgenden Meldungen liegen keine sechszig Tage sondern Stunden - gute 2 ein halb Tage.
«Weissrussland blockiert russische Öllieferungen ... lesen sie weiter bei SF Tagesschau ...»
«Brauchen wir wieder mehr Atomenergie? ... lesen sie weiter beim Hamburger Abendblatt ...»
«Neue Debatte über Zukunft der Kernkraft ... lesen sie weiter bei die welt.de ...»
«Generalangriff aus Brüssel ... lesen sie weiter bei die Welt.de ...»
«Analyse: Lukaschenko sitzt im Ölstreit am kürzeren Hebel ... lesen sie weiter bei der Schwabmünchner Allgemeine ...»
«Krise um Pipeline entschäft ... lesen sie weiter im eBund ...»

KKW Graben

... gestern, dort wo einmal das KKW Kernkraftwerk Graben geplant war ...

Biber-Baum

... und heute wieder Biber ansässig sind ...

An Silvester geschrieben: Die Energieproblematik, die uns in den nächsten Jahren beschäftigen wird ... ist hiermit mit aller Brisanz auch in Europa erkannt worden. Manchmal geht es schneller, als einem lieb ist. Oder etwas ironisch gesagt: Das Problem ist gelöst, wir können zum Alltag über gehen und die Angelegenheit möglichst schnell vergessen.

Nur ein T-Shirt, Nicki oder Nikki?

Globalisierung wird anhand der Reise eines T-Shirts auf unterhaltsame und lehrreiche Art aufgezeigt.

Beim Kauf des Buches The Travel of a T-Shirt in the Global Economy von Pietra Rivoli werden gleich 80 Flugmeilen gutgeschrieben. Das ist echte Globalisierung. Kaufen sie aber die deutsche Ausgabe Reisebericht eines T-Shirts erhalten sie nur 48 Meilen. Die englische oder besser gesagt die amerikanische Ausgabe ist aber knapp EUR 11 teurer und rund 80 Seiten kleiner. Ob sie eine plausible Erklärung haben, wenn sie nur das Buch Reise eines T-Shirts (Rezension der FAZ), gelesen haben ist fraglich. Das Buch ist kein Schnellkurs.

Aber sie werden garantiert mehr Verständnis zu den Zusammenhängen der Globalisierung haben. Das Buch, ein wirtschaftliches Sachbuch «in 80 Nähten um die Welt», begeistert sogar Leute, welche ein fundiertes betriebswirtschaftliches Wissen haben und die wegen anderweitiger Ausrichtung seit 20 Jahren kein Fachbuch mehr gelesen haben. Empfehlen kann man es auch Leuten, die sich um die Welt Gedanken machen und anhand eines Beispiels, eines billigen T-Shirts, eines Alltagsprodukts, etwas mehr über die nicht ganz einfach zu durchschauenden Globalisierungs- Mechanismen mehr wissen wollen.

Lesen sollten es vor allem Globalisierungs-Gegner und eigentlich richtig auswendig lernen, sollten es solche, die jeden, der nicht zu allem «Ja und Amen» sagt gleich als Globalisierungs-Gegner hinstellen. Pfarrer zum Beispiel, die als Historiker arbeiten und Zusammenhänge manchmal zu einfach oder nur auf Plakaten sehen. Zusammenarbeiten. Radikale und Gegner an einen Tisch bringen. Die Globalisierung können wir nicht aufhalten, aber vielleicht mitgestalten, dass sie auf die meisten Rücksicht nimmt, nehmen kann. In andern Worten ist es in der TAZ im letzten Absatz geschrieben. Sehr lehrreich dieses Buch.

Klare Verhältnisse sind ersichtlich. Das T-Shirt wurde in Fort Lauderdale gekauft. Zum Glück hat die Wirtschafts-Professorin dort beim Fort keinen Ford gekauft. Oder gar den Volkswagen, den ich in dieser Stadt fahren durfte. Ein Käfer mit mehr als 1'000'000 km. Kilometer, nicht Meilen. Er wurde seiner Zeit aus der Schweiz im Umzugsgepäck mit genommen und hatte mittlerweile, das muss man der Klarheit sagen, den dritten Motor. Mit dem Studium des Buches allein, können sie garantiert die globalisierte Automobilbranche nicht erklären.

Aber das Interesse dafür wecken. Die Baumwolle in Togo hat aufmerksam gemacht. Eine Leserin: «Ich weiss jetzt wieso ...». Klartext über das Baumwoll-Land wollen wir nicht schreiben, sondern nur noch schnell der Globalisierung willen erwähnen, dass das T-Shirt beim jahrzehntelang grössten Deutsch sprechenden Gegner der USA Nikki oder Nicki hiess. Dies hat mir vor Jahren ein ex DDR-Offizier erzählt. Seine Tochter trug ein T-Shirt und heisst Berenicke. Namen spielen bei der Globalisierung immer eine Rolle. Auch derjenige der Autorin Rivoli, eine kleine Stadt im Valle de Susa (Wikipedia de), dort wo einst Napolen zu globalisieren begann, bei der Schlacht von Rivoli. Und wenn sie in dieser Gegen sind, dort kann man auch Serpentinen fahren lernen. Nehmen sie in Oberitalien, in der Nähe von Frankreich nicht mein englisches Auto aus der amerikanischen Ford-Familie. Etwas Bodenfreiheit ist ganz nützlich beim Colle di Fenestrelle. Nehmen sie lieber den schwedischen dieses Konzerns. Die Haftung wird abgelehnt. Aber einer der eindrücklichsten Alpenpässe. Und nach dem Dorf ins Fort Fenestrelle.

Wildschwein oder nur Schwein

«Seit 1959 lag das Schlussniveau eines Wildschweinjahres an der Tokioter Börse immer höher als die Kurse zum Jahresbeginn.»

«Japans Börsianer wecken die guten Geister

... lesen sie den Artikel bei Welt.de gleich selbst ... »

Vielleicht haben die Wildschweine recht. Dann steigt die japanische Börse in einem Abstand von je 12 Jahren zum fünften mal in Serie. Echt schweinisch, genau genommen. Am 18. Februar 2007 genau genommen fängt das Jahr des Schweins an - nicht des Wildschweins. Soviel haben zumindest der Chinesische Kalender und die japanische Zeitrechnung trotz einiger Abweichungen dennoch gemein. Gemein mag ich auch nicht gegen die Wildsau sein, denn ich liebe Wildschwein - ganz besonders mit frischen Kastanien und Steinpilzen.

Wildschweinessen helfen nicht immer und auch mit dem Besuch in Libanon wurde nichts. Aber vielleicht liegt es daran, dass die Japaner an lebende Sauen denken. Diese können aber auch Unheil anstiften. Ein von Wildschweinen abgeernteter Garten sieht ähnlich aus, wie die Landepiste an Amman. Daher hat der Kollege dieses Land nicht besuchen können - ich den Garten in der Nachbarschaft schon. Nicht hier in Langenthal, da muss ich mich schon rund dreihundert Meter bis in den Hirschpark durchkämpfen, denn zur Zeit werden alte Eichen gefällt. Der Nachbar in Frankreich sollte vielleicht seine Steineichen auch fällen, die Früchte davon sind heiss begehrt und dann suhlt man sich noch so schön durch den Rasen.

Freilebende Wildschweine sehe ich nur, wenn ich welche zuvor verspiesen habe. Das ist nämlich der einzige Zeitpunkt, wo ich mich nachts durch die Cevennen chauffieren lasse. Diese doch friedlichen Tiere danken dem vorsichtigen Fahrer, oder meist Fahrerin. Das wegen des Durstes.

Und der Kollege, der mir den Zeit-Artikel gesandt hat, soll jetzt nicht nach Japans Börsen dürsten - vielleicht geht die Rechnung nicht auf. Der Chinesische Kalender hat einen Zyklus von 60 Jahren und als das letzte mal Schwein und Feuer zusammen kamen - wie dieses mal - da war die Börse dem Anschein nach im Minus, sonst hätte der Journalist ja die Periode automatisch verlängert.

Es gibt noch andere, die Japan positiv sehen. Aber nicht alles aus Südost-Asien hält Marc Faber für kaufenswert. Der Börsen-Guru sagt den Börsen-Crash in Schwellenländern voraus. Bei uns habe ich noch ein gutes, fast «saugutes» Gefühl - die Anzahl der Börsengänge hält sich noch in Grenzen. Von mir aus gesehen der bessere Verlass als ein Tierkreiszeichen - aber Schwein haben, darf man alle mal.

Wie bekannt, es gibt viele Meinungen. Fast so viele wie beim Kalendersystem oder beim Horoskop

Schwein

... viel Schwein an der Börse

Spiegel und Schwarzmarkt-Chart

Der Spiegel feiert heute seinen 60. Geburtstag. Bundesrat Samuel Schmid auch - und trotzdem ist er vier Tage jünger.

Am Samstag, resp. Sonnabend, 4. Januar 1947 erschien die erste Nummer der wohl beliebtesten und am meist gehassten Zeitschriften Deutschlands. Entweder ist der Spiegel im Alter etwas ruhiger geworden oder ich lasse mich nicht mehr so schnell auf doch oft recht reisserische Themen ansprechen - vielleicht von beidem ein Bisschen. Aber vergessen wir das Gratulieren nicht. Beiden Jubilaren. Dem Blatt und dem im Kanton Bern beliebtesten Bundesrat. Samuel Schmid ist nämlich der einzige, der schon jetzt Steuern in Bern zahlt - zumindest schon mal im Kanton. Nehmen sie die Zahlen in diesem Artikel nicht zu genau unter die Lupe - es herrschen gröbere Unklarheiten.

Unklar auch die Nummer 1 vom Spiegel. Sonst eigentlich klar, direkt, unverblümt. Oha, die drittletzte Seite ist Seite 24, dann müssten die beiden nicht nummerierten 25 und 26 sein. Hier wird nicht absichtlich verschwiegen, das war Usanz, dass die Titelseiten nicht gezählt wurden. Damals 24 resp. 28 Seiten - heute etwas mehr. Auch im Inseratenteil hat man aufgeholt. Damals 22 - drei davon Nivea Puder (mit Strich auf dem U), Dr. Oetker - August genau genommen - und Pelikan Füllhaltertinte, nicht Strahler. Dann noch Hans Grobe - Grobe und Lange, den Sammelwütigen immer noch ein Begriff, die Interphila.

Ich sammle auch. Briefmarken aber doch bewusster als Zeitschriften. Die Nr. 1 vom Spiegel habe ich und die Sonderausgabe zum 50. Geburtstag. Bitte rufen sie mich an, wenn sie eine Beratung oder einen Vermögensverwalter suchen, aber nicht, um eine vermeintlich wertvolle Nummer zu erhaschen - diese ist nachgedruckt und welch Zufall, auch gerade 10 Jahre alt. Im Grunde genommen sind solche Jubiläumszeitschriften für langfristige Anleger eine herrliche Informationsquelle. Was geschah in einem Zeitraum einer oder mehrer Dekaden. Was wird in Zukunft geschehen können?

Da hilft der Spiegel weiter - Autos im Jahre 2067 - und wenn die Prognose falsch ist, besänftig er: «Dann müssen wir eben wieder reiten lernen.» Oder der Euro-Islam 2067. Der Mensch, die Psychopharmaka und ganz allgemein die Buntesrepublik. Dieser Buchstabenkalauer ist leider nicht von mir, aber mit dem Link wissen jetzt auch die Älteren unter uns, was ein Scherzkeks oder a Scherzkübel genau ist.

Das meiste in «der Spiegel» sind aber keine Scherze, nur ein Spiegel. Sogar mit Kultur vermischt. In Berlin fand eben die deutsche Erstaufführung der Sinfonie Nr. 7 Opus 60 von Dimitri Schostakowitsch statt. Uraufführung vor 5 Jahren - geschrieben im Bombenhagel von Leningrad. «Suggeriert die zermalmende Gewalt der sinnlosen Kriegsmaschine.»

Der Satz hat nicht viel an Bedeutung verloren - leider. Aber zumindest müssen wir uns heute nicht an der Schwarzmarktkurve oder dem Schwarzmarkt-Index orientieren. Heute wäre dies der Schwarzmarktchart.«Butter zieht an, Kaffee fällt.» Auch Brot gibt es heute frei zu kaufen. Viel Brot wird heute weggeworfen. Das ändert vielleicht 2067, wenn wir wieder Pferde füttern müssen. Einige müssen das heute schon - die meisten aber freiwillig

Wenn sie lieber rückwärts reisen, nehmen sie die Zeitmaschine der Oper Chronoplan. Albert Einstein erklärt dann, wieso das Benzin relativ gesehen schon 2033 und nicht erst 2047 ausgehen wird.

Spiegel Nr. 1

Der Rohstoff «Salz»

Salz ist vermutlich neben Luft und Wasser der wichtigste Rohstoff. Alle drei werden in reiner Form nicht an der Börse gehandelt und trotzdem gibt es unzählige Aktien, die von diesen Rohstoffen «leben».

Salze gibt es unzählige und viele von ihnen enden mit «-ide oder -ate», es sind chemische Verbindungen. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Salz ist Wetterabhängig. Letztes Jahr waren es mehr als 45 Kilo pro Person nur als Speisesalz und vor allem als Streusalz (über 40 Kilo). In einem normalen Jahr rechnet man mit rund einem Drittel davon und in einem Schnee armen mit knapp einem Viertel.

Die «consommation» beträgt ziemlich genau 4 Kilo pro Kopf (2000) und mehr als das doppelte zu Beginn des letzten Jahrhunderts - das die Zahlen für den Kanton Waadt, der als einziger eine eigene Salzmine in Bex hat. Wie Salz sind diese Zahlen mit äusserster Vorsicht zu geniessen, denn vor rund 100 Jahren hat man Salz sehr oft zu Hause als Konservierungsmittel verwendet und man kaufte mehr lokale Produkte. Vermutlich ist es Zufall, dass das Unternehmen, das sich am meisten mit dem weltweiten Salzkonsum in Nahrungsmitteln aus einander setzt, im Vaud ansässig ist - die Nestlé. «Consommation» darf auch nicht mit dem persönlichen Konsum gleich gesetzt werden, denn der Waadtländer kauft Néstle-Produkte (und andere) ein, die das Salz aus den Rheinsalinen kaufen. Diese Internetseiten sind sich wert, einmal angeschaut zu werden. Zudem verfügen sie über ein umfangreiches gutes Sortiment an Broschüren über das Salz.

Auf die genauen Zahlen will ich mich nicht hinauslassen, denn das gehört praktisch in den finanziellen Hochsicherheitstrakt vieler Regierungen. Die einen Beamten werden ihnen sagen, das sei so nicht richtig, das Salzmonopol wichtig und die Preise kostengerecht. Die andern behaupten das Gegenteil - entscheiden sie selbst über die verschiedenen Salzmonopole. Vermutlich hat auch dieser Verwaltungsrat ab und zu ein Problem, zu entscheiden - 26 Verwaltungsräte! Das entspricht nicht ganz den modernsten Erkenntnissen der Betriebsführung. Umstritten ist heute auch die Zugabe von Jod nebst Fluor, das in den meisten Zahnpasten zu finden ist. Die Medizin ist heute genau gleich verschiedener Ansicht wie Anlageempfehlungen. Bei uns geht es aber «nur» um Geld und nach einiger Zeit wissen wir, welche Seite recht hatte.

Fluor ist nicht ganz ungefährlich. Auf der einen Seite ist es hochgiftig und andererseits wird es im letzten Produktionsschritt für die Herstellung von Uran-Erz zu Uranhexafluorid benötigt. Jod spielt eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit der Radioaktivität im menschlichen Körper. Mit Jod kommen mir einige chemische Experimente in den Sinn, die sie problemlos dank des Internets nach vollziehen können. Nur die Auswirkungen dürften nicht so hormlos sein. In diesem Zusammenhang gesehen, ist das Sturmgewehr wesentlich ungefährlicher, als einige Rohstoffe im Haus die in Küche, Garten und zur Weinbereitung benötigt werden. In diesem Fall ist es gut, wenn die meisten Menschen kein gutes Verhältnis zur Chemie haben.

Aber etwas mehr Verständnis in der Umwelt dürfte dem Salz entgegen gebracht werden. Auf der einen Seite gelangt es nach dem Einsatz auf den Strassen in die Gewässer. Früher war Salz auf der Aare anzutreffen, heute eher in der Aare. Früher galt Salz sogar als Zahlungsmittel (Asien und Afrika - Mineralien) und es gab eigentliche Salzstrassen. Nicht nur mit Salz wird zum Genuss berieselt, sondern auch Musik. Aber es gibt einen Unterschied. Salz wird mit einem Förderband befördert und Musik wird mit dem Förderband gefördert. 78s, auch ein Mitglied von swissblogpress, sucht das «musikalische Salz in der Suppe». 78 ist sein Spezialgebiet - mein Büroplattenspieler (ja so was gibt es) dreht mit 33, höchst selten mal mit 45.

Viel wichtiger beim Salz ist aber das Globale Förderband, das für die Salzvermischung in den Meeren zuständig ist. Ökologisch eines der wichtigsten Themen - einerseits wird durch die Menschen mehr Salz ins Meer gebracht und andererseits werden bei Klimaänderungen die grössten Süsswasservorräte in der Antarktis beeinflusst. Bei einem Temperaturanstieganstieg wird das Salzwasser verdünnt. Salz ist allgegenwärtig und doch meist unsichtbar, sogar bei der Versalzung von Boden sind eher die Auswirkungen, als ein Salzteppich sichtbar. Im Irak sind rund 50 Prozent der Anbaufläche davon betroffen. Salz ist nicht nur ein Rohstoff, Salz ist ein grosses Umweltproblem.

Rost und Salz

... die Auswirkungen von Salz - übrigens, eines meiner rund 10 verschiedenen Kochsalze, Meersalz der Camargue, kommt aus dieser Gegend.

Der Rohstoff «Zahlen»

Es gibt zwei «Rohstoffe» die man meistens vergisst: Zahlen und Salz. Beide haben mindestens zwei Gemeinsamkeiten. Man kann sehr viele Sachen daraus herstellen und falsch genossen, sind sie schädlich.


«Mit 2,4 Punkten sind die Professoren dümmer als die Schimpansen. Diese kommen statistisch gesehen auf 2,5 Punkte.» Schauen sie sich das Video von Prof. Hans Rosling an und sie wissen was gemeint ist. Schmunzeln sie, was man alles mit und vor allem wie man mit Zahlen präsentieren kann. Das Video dauert gute 20 Minuten und dürfte wesentlich mehr bringen, als das zur Zeit millionenfach geschaute Video - die Hinrichtung von Saddam Hussein.

Ein Gefühl für Zahlen ist nicht schlecht, manchmal sogar hilfreich. Wer Spass hat, findet bei Gapminder noch viele interessante Details, wie Statistiken präsentiert werden können. Richtig aufbereitete Zahlen ist «das Salz in der Suppe». Wir leben von Zahlen und wenn wir eine Aktie, ein Land, eine Branche anschauen, verlassen wir uns auf die Zahlen - manchmal mehr, manchmal weniger. Zahlen auf diese Art präsentiert ist eindrücklich und vermutlich bleiben solche Bilder wesentlich länger haften, als die schlichten Zahlenreihen einer Statistik. Testen sie diese Statistiken selbst aus. Dollar Street (ca. in der Mitte) wirkt noch einmal eindrücklicher.

Und falls sie die «Brücke» machen und noch mehr Zeit zur Verfügung haben, dann schauen sie doch bei TED's Technology Entertainment Design noch andere Tedtalks an. Danke den Studenten, die mich auf dieses Video mit Hans Rosling aufmerksam machten - im Gegenzug hier der Link zum roslingsblogger.

Und vielleicht hat der eine oder andere Leser plötzlich bemerkt, dass es hier nicht nur um Zahlen, sondern um Menschen geht. Einfach, anschaulich muss etwas präsentiert werden, damit es Eindruck erweckt.
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