Adventskalender - 20. Tag - Südkorea

Republik Korea heisst der richtige Name für Südkorea. Hätten sie es gewusst.

Stephan Marti-Landolt: Südkorea, ein Land das jeder zu kennen glaubt und doch die meisten nicht kennen. Haben sie gewusst, dass es dort gleich viele Christen wie Buddhisten gibt (je 26%) und dass unglaubliche 46 Prozent der Bevölkerung konfessionslos sind.

Ferdinand Magellan: Das ist mein Gebiet - Geschichte. Bis 1945 waren Südkorea (der Link ist nicht etwa vom Willi von gestern - über Spanien) und Nordkorea , die demokratische Volksrepublik Korea, ein Land - Korea.

sml: Für viele war bis weit in die 90-iger-Jahre hinein Nordkorea inexistent. Zum Beispiel für die Schweizer Handels Zeitung in ihrer CHF 32.- teuren Dokumentation «Zukunftsmarkt Asien». Seither hat sich einiges geändert. In Südkorea zum Teil auch anders als man prophezeit hatte. Aber wer kann schon 15 Jahre voraus schauen.

Ferdinand: Aber genau das ist das interessante an der Börse. Du hast eben deine alte Länderdokumentation restlos weggeworfen. Es schaut sie keiner mehr an. Heute gehen wir ins Internet. Schon nur das Wissen, das im Adventskalender für 24 Länder gratis und eigentlich extrem schnell verlinkt ist, hätte damals abertausende von Franken gekostet - nebst dem, das viele Einzelheiten gar nicht erhältlich gewesen wären. Eine Länderanalyse an der Börse macht man nicht für den nächsten Monat - sondern für Jahre. Und da dürfte es einige interessante Länder im Adventskalender haben. So ändern eben die Zeiten ...

sml: ... und die Zeit versucht mal über Sylvester hinaus zu blicken ...

Ferdinand ... und die Welt erleidet den grössten Kurssturz in Thailand seit 16 Jahren ...

sml: ... so ändert sich tag täglich etwas. Die Handelszeitung hat schon lange auf «Schweizerische» verzichtet - nun ist sie deutsch - beim Verlag von Axel Springer. Nicht nur das nördliche Korea ändert sich, auch das südliche. Wenn jetzt jeder Gegenstand der in meinem Büro aus Südkorea kommt, klingeln würde, dann wäre das nicht mehr aus zu halten. Aber ohne Klingeln, haben wir uns an all die Sachen gewöhnt - können zum Teil nicht mehr sagen ob sie schon von der Volksrepublik China kommen oder vereinzelt noch aus der Republik China (Taiwan).

Ferdinand: Es ist halt weit weg und man hat oft Mühe, dort genau zu wissen, wer jetzt wirklich wo produziert. Ja es ändert. Wie in der Medienbranche. Vielleicht ist es jetzt dann an der Zeit, Stocks nicht mehr zu lesen - die wissen eh immer alles, was die Börse machen wird und schreiben über ihre Erfolge - die andern «Highlights» erwähnen sie nicht mehr und da gibt es, wenn man langfristig schaut, doch einige. Es ist auch schwierig, alle vierzehn Tage die Meinung zu überprüfen, ob man noch richtig liegt.

sml: Lieber langfristig anlegen -es ist auch für die Nerven besser. Und wenn sie sich als Weinkenner noch kurz nerven möchten: Korea ist in Deutschland ein Getränk - halb Rotwein und halb Cola. Na dann mal Prosit Neujahr. Aber wir haben noch gar nicht Weihnachten und in diesem Zusammenhang ist vielleicht noch erwähnenswert, wie die Hauptstadt Nordkoreas Pyongyang auch genannt wird - das Jerusalem des Ostens.
... weiter zum Adventskalender und der Frage, ob diese oder die andere Börsenseite gesucht wird.


Schweizer Immobilienbrief 19 - 19. Tag - Spanien

Spanien - das kommt mir so Spanisch vor. Zumindest dürfte das schon mancher gesagt haben, der sich blind auf spanische Immobilien eingelassen hat.

Stephan Marti-Landolt: Immobilien gehören in jedes Portefeuille - wieso, lesen sie im Leitartikel der Schweizer Immobiliengespräche. Wer eigene Immobilien hat, braucht allenfalls in diesem Segment keine Wertpapiere mehr - ein Klumpenrisiko könnte entstehen ...

Ferdinand Magellan: ... und einige haben in Spanien ein solches Klumpenrisiko mit den Immobilien. Wer hat vor einigen Jahren schon gewusst, was der Ferienverein ist und wer dahinter steckt. Kuoni wird also keine Klage erheben, denn hier liefen die Hotels nicht nach Plan. Erstaunt?

sml: Nein. Echt spanische Haltung - schnell einen günstigen Coup landen und der liebe Grössenwahn. Die Darlehen an diesen Verein, die ich in Steuererklärungen eintragen musste, beliefen sich auf ganz kleine 4-stellige Werte. In unserer Branche ein Klacks. Aber als ich sie mit der Bewertung Null eingereicht habe, hat der Besitzer doch geschluckt. «Meinst du?» Er hätte damals aussteigen sollen als er sagte: «Itz spinnt dr Willu!»

Ferdinand: Auf den Bauch hören, die Vorlieben ja nicht überschätzen. Und das zweite, das in einem Portfolio berücksichtigt werden sollte, ist der Obligationenanteil, falls man auch eine Hypothek sein eigen nennt. Allenfalls aus Liquiditätsgründen oder mit sehr unterschiedlichen Laufzeiten, sonst bezahlt man nur Marge. Und in Spanien haben einige Häuser eine riesige Marge. Was heisst eigentlich der im Brief erwähnte Wupix, ist das ein Berg?

sml: Das ist der Index der Immobilienindex Wüest & Partner. Wenn ab dem Startdatum 3.1.97 verglichen wird, ist er sehr aussagekräftig - und einiges spricht auch für Aktien. Noch einige kleine Änderungen und der Index wäre tatsächlich brauchbar. Die Bauart der Software ist wie in Spanien. Sie lässt zu wünschen übrig. Aber alles ist ja vorhanden - beim Index die Einzeldaten, beim Bau alles Material (oder fast alles) - und mit etwas Geschick kann man sich selbst das Benötige erstellen.

Ferdinand: Den Facility Manager - Best in Class - ab Seite 9 kann man in Spanien suchen. Dort wird nicht wie im Artikel folgerichtig optimiert, sondern maximiert oder minimiert. Je nachdem, auf welcher Seite man steht. Das bekannteste Wort heisst ja «Mañana», was soviel bedeutet wie «sehr wahrscheinlich nie».

sml: Aber die schönsten und preiswertesten Häuser gibt es auch in Spanien. Man muss nur die Nase dazu haben und früher wissen oder ahnen, wo die Lage gut ist. Oder wissen, wie man Software gezielt einsetzen kann. GIS-Daten. Hier eine gute Übersicht, wie Geo-Informations-Systeme anhand der Stadt Solothurn funktionieren.

Ferdinand: Den Marti dort kennst du auch und interessant, was der andere jetzt machen wird - Endoxon verkauft an Google. Meiner Meinung nach müsste der Verkaufspreis sehr hoch sein, denn bei GEO-Daten liegt die Zukunft für die Verkaufswelt. Die wissen zum Teil mehr über deine Vorlieben, als du selbst ...

sml: ... nur wenn man die Daten richtig erfasst hat. Ein zukünftiges Multi-Milliarden-Geschäft. Da erstaunen die Mieten, die in Bern gegenüber Basel und Zürich (Seite 10) zurückgingen nicht - vielleicht hat man ja die Zinsschwankungen schneller weitergegeben? Informiert sein ist alles.

Ferdinand: Wer in Valencia noch nicht investiert hat, kommt vermutlich zu spät. Haben sie das richtige Valencia gewählt - die dritt grösste Stadt Spaniens. Die Euro 08 Container-Show wird dort vielleicht zum Start des America's Cup aufgestellt. Auch so eine Art Häuser. Zumindest gab es bei der Fussball WM06 - ein Teil von dem was wir suchen - noch keine Torkameras, die alles aufzeichnen werden.

sml: Gibt es in andern Sportarten eigentlich schon Kameras, die den Standort festhalten, also distanzbasiert messen und nicht die Geschwindigkeit, die Zeit festhalten?

Ferdinand: Wenn Politik eine Sportart ist, dann ja - aber genau betrachten können sie das nur in der Printausgabe. Nicht vergessen, der Standort ist bei Immobilien wichtig - so und jetzt solltest du langsam zum Immobilienschreiber ...



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Immobrief
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Porto Mogan

Adventskalender - 18. Tag - Schweiz

Haben sie bis anhin auch gedacht, die Schweiz sei einmalig. Weit gefehlt - es gibt noch genau 100 andere Schweizen.

Stephan Marti-Landolt: Das ist fast eine Gratulation wert. Heute dürfen wir sowieso allen gratulieren, nicht nur denen, die heute Geburtstag haben. Internetnutzer, du bist die Person des Jahres 2006. Und wer es lieber als Original bei Time lesen will, muss sich zuerst mit Werbung herum schlagen. Amerikanische Autos können sie immer noch kaufen - in der Schweiz hergestellte sind rar geworden. Der Hai von Monteverdi brachte es auf eine Serie von zwei Stück.

Ferdinand Magellan: Die Schweiz, klein und fein und oft zu kopieren versucht. Nur an einem Ort hast du auch Freude, wenn zum Teil kopiert wird. Bei Herbie, dem Personalblog Blogger. Nicht grün, gelb und blau ärgern, wenn noch nicht alles perfekt ist - über Farben weiss er wesentlich mehr. Er wird auch Einiges über Farbtheorien bringen. Wir sind gespannt, auf alle Fälle schon auf Platz drei, wenn wir mit «personalblog» bei Google suchen. Und der Tömu könnte sich die erste Zeile merken - personalblog (pörsonelblog). Vielleicht kann man den bei www.tömu.ch integrieren, aber zuerst muss er einfach mal laufen. Und laufen lernen ist nicht immer einfach.

Ferdinand: Na ja, mittlerweilen bist du aber schon weit gekommen - gestern war der Beitrag Nummer 500. So ganz still zwischen PNOS-Demo, Antifa-Antidemo und dem Montagmorgen. Der Herbie muss jetzt aber selbst vorwärts kommen, die Starthilfe wurde erteilt. Aber vermutlich werdet ihr ab und zu noch mal so über eure Dozenten aus vergangenen Zeiten diskutieren.

sml: In der Schweiz ändert sich das Meiste nicht so schnell. Da gibt es auch noch einige, die heute noch bekannt sind - Dubs, Wittmann - nur um zwei zu nennen die Denkanstösse schweizweit geben. Und das schöne an einem NDS ist, dass man da nicht mehr so ganz Student ist, sondern Fragen aus der Praxis hat. Der eine mehr - Herbie über Jahrzehnte reiner Personaltiger. Ich eher am Rand, weil es zur kaufmännischen Leitung gehörte. Sorry CFO, CIT und CHRM wie es vermutlich heute meist aufgeteilt ist.

Ferdinand: Gratulieren müssten wir noch Köbi Kuhn zum Sportler des Jahres - mit ein Grund, weshalb heute im Adventskalender die Schweiz vorgestellt wird. Das Geld scheint vertan, für die Sicherheit der EURO 08 hat man kein Geld mehr beim Schweizerischen Fussballverband - aber grosse Prämien liegen allenthalben drin. Aber beim Fussball hilft oft Vitamin-B ...

sml: ... zumindest B1, das Thiamin oder Stimmungsvitamin. Zu finden ist dieses auch im neuen LACTOTAB Q10 von Emmi. Zusätzlich sind hier 10 Vitamine und 5 Mineralstoffe eingereichert. Es soll helfen, wenn man «falsch isst». Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Aber wenn unsere Familie. mit einigen doch recht werbeabhängigen Youngsters, auf das gleiche Resultat kommt, dürfte etwas dran sein - man beachte den Flüssigkeitsstand nach 5 Degustatoren. Ich will ja niemanden etwas schlechtes wünschen, aber in der Schweiz scheint ein weltweiter kulinarischer Tiefflug seinen Anfang zu nehmen. Novartis und Nestlé sei Dank. Übrigens, die Börse nimmt meist nicht die gleiche Richtung, wie kulinarische Höhepunkte - oder eben auch ein Tiefflug.

Ferdinand: Ab in den Adventskalender, hier stossen wir einmal nicht auf Kuhmilch, Stutenmilch oder gar Kamelmilch ... und was wird meistens als Warnung aufgedruckt: «Fressen sie die Packungsbeilage und erschlagen ihren Arzt oder Apotheker.» Der Spruch kommt von einem Dr. med. der im gleichen Land wohnt wo die Milch für die Kleinen gekauft wurde. Es ist nicht mehr wie vor 500 Jahren, brauchen die nach Sportler- auch schon Gesundheitsnahrung. Wenn wundert es, dass die jetzt schon Eishockey auf dem grünen Fussballrasen spielen.

Schweizerkreuz

Adventskalender - 17. Tag - Serbien und Montenegro

Für den Anlass, der Bestandteil unserer Suche ist, hat man sich als ein Land angemeldet - Serbien-Montenegro. Als man sich zum «ersten Kampf» traf, bestand die Mannschaft aus zwei Ländern - man hatte sich eine Woche zuvor in Serbien und Montenegro aufgeteilt.


Ferdinand Magellan: Es scheint, dass wir uns über die politische Situation dieser Länder, die zum Teil noch andere Staatengebiete in ihrer Verfassung haben, nicht gross äussern müssen. Zum einen hat es viele Leute nie gross interessiert, was in Ex-Jugoslawien und Albanien abläuft.

Stephan Marti-Landolt: Heute spricht man eher über die Immigranten, die bei uns leben, als über «Jugoslawien». Es gehört bei uns zum Alltag und dabei sind diese Länder vermeintlich weit weg - 195 km Luftlinie von der Schweizer Grenze - bis Bukarest etwas weiter. Der zweite Grund ist der häufige Wechsel von Politik, Herrschaft und der entsprechende Grenzverlauf in den rund hundert letzten Jahren.

Ferdinand: Wechseln wir lieber zur Wirtschaft, denn hier gibt es weniger zu berichten. Ob in Montenegro wirklich der Zigarettenschmuggel an erster Stelle liegt, glauben wir nicht so recht. Der Tourismus und der Bergbau dürften grösser sein - zumindest von offizieller Seite her.

sml: Investitionsfreude herrscht noch nicht so recht. Nach serbischem Recht dürfen Ausländer in Städten kein Land erwerben, was viele ausländische Investoren fern hält. Zudem hat der Dinar in den letzten Jahren stark an Wert verloren. Dies wird auch der Grund sein, dass in Montenegro der Euro als Währung gilt, obschon sie nicht Mitglieder der Europäischen Währungsunion, der Wirtschaft- und Währungsunion WWU sind.

Ferdinand: Etwas ironisch gesagt, gibt es in diesen beiden Ländern mehr Ausnahmen als Einnahmen. Viele wundern sich, wieso die gemeinsame Länderbezeichnung SCG hiess: Srbija i Crna Gora. Crno Gora heisst nichts anderes, als schwarzer Berg. Nicht wie vermutet Italienisch, dort heisst es nero. Man lernt immer wieder dazu ...

sml: ... und ich habe mich wieder in einige Länder eingelesen, wie man es in unserer Branche selten macht. Von den 24 Ländern sind die meisten nicht in unserem alltäglichen Börsenlatein zu finden und manche doch entsprechend interessant, nicht aus den Augen verloren zu werden ..

Ferdinand: ... und damit der Algorithmus, den es bei unserem Spiel heraus zu finden gilt, nicht so schnell gelüftet werden kann, haben wir absichtlich wieder einmal das Alfabeth etwas durchgeschüttelt - wie beim Lotto. Zumindest müsste mit dem heutigen Beitrag klar sein, um welche grosse Veranstaltung es geht.


... Nationalhymne - die von Serbien und die von Montenegro oder ist es die gleiche? Gestern habe ich unsere erste Strophe von der PNOS gesungen angehört ...
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PNOS und Antifaschisten - einige Fotos

Einige Bilder über die bewilligte PNOS-Demonstration und die unbewilligte der Antifaschistischen Gruppe ...

... auf der einen Seite gegen das baubewilligte Minarett und auf der andern Seite gegen die PNOS finden sie bei libref.

Adventskalender - 16. Tag - Schweden

An was denkt der Mensch, wenn er Schweden hört: An Bäume, Bäume, nichts als Bäume und dazwischen Zwischenräume.

Ferdinand Magellan: Die Königsfamilie dürfen wir nicht vergessen - the Royal Court. Im Tourismus lässt sich hier vielleicht Geld verdienen oder mit dem Souvenirverkauf. Oder mit kleeblättriger Glück bringender Post. Monarchien gibt es noch viele, aber dies ist nicht der Zusammenhang, den wir suchen. Wenn wir in die Geschichte zurück gehen, wäre auch Angola ein Königreich gewesen und später wurde es von Häuptlingen regiert.

Stephan Marti-Landolt: Wir haben einige Länder im Adventskalender durchstreift, bei denen man im eigenen Staat oder im Exil gar Kaiser (Japan, Iran) oder Könige antrifft. Die einen mit mehr politischer Macht (Saudi-Arabien) oder mit weniger bis keiner Macht (Mexiko, Tschechien) und nicht zu vergessen, die Länder mit einer Königin. Bei Australien ist sie weit entfernt, in den Niederlanden ist sie viel näher. «Könnten sie einen Meter auf die Seite weichen, Königin Juliana möchte hier vorbei.» Auf meinen Namen haben sie im Keukenhof keine Tulpe getauft oder zu meinen Ehren einen Pavillon der Flamingoblume benannt. Diese Blume blüht seit Monaten in meinem Büro (kleine stetig grösser werdende Aufmerksamkeit einer Grossbank) und heisst treffend Anthurium scherzerianum. Und es ist kein Scherz, Königin Juliane habe ich noch ein zweites mal gesehen. Und vor meinem Pult, wie könnte es anders sein, zwei Orichideen, blühend, wie im Link edel und ohne Geruch.

Ferdinand: Na ja, was soll es, wir machen uns ja eh nichts aus Königshäusern, obschon die Spanier, nicht die Portugiesen, mir meine Reisen ermöglich haben. Du hattest es einfacher, Schweden mit 5 EUR pro Tag per Interrail zu erkunden.

sml: Pro Reise nahm man so an die sechs bis zehn verschiedenen Währungen mit - heute ist das dank des Euro etwas einfacher. Wann der Einführungstermin für Schweden ist, weiss man noch nicht (Übersicht ab Seite 13). Hier noch die Länder, die an den Euro gekoppelt sind.

Ferdinand: Erstaunlich, dass man die schwedische Sprache recht gut interpretieren kann - mit der Grammatik wird es dann schwieriger. Über 50 Prozent der Fläche in Schweden ist Wald, entsprechend hoch ist der Anteil dieser Industrie. Über Holz hast du schon viel geschrieben. Auch über Papier und Biber ...

sml: ... von denen hat es in Schweden wieder viele (bei Visipix nur einen). Aber vielleicht müsste man doch noch ein Wort über Kiruna verlieren. Die nördlichste gelegene Stadt mit dem Eisenerzabbau, dem Raketenstartplatz von Schweden zusammen mit der ESA und der Mitternachtssonne - genau genommen seit vier Tagen der Polarnacht.
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Biber 1
Biber 2

Adventskalender - 15. Tag - Saudi-Arabien - السعودية

Saudi-Arabien - schon die Schrift zeigt, dass wir hier von einer andern Kultur sprechen.

Ferdinand Magellan: Auf der einen Seite ein hoch modernes Land und auf der andern Seite mit einer Denkweise wie wir sie zu Zeiten meiner ersten Weltumrundung kannten. Wir wollen dies nicht als «Gut oder Böse» werten. Es ist einfach anders. Man muss einander respektieren und darf einander schätzen. Es gibt Ausnahmen, aber die gibt es überall und bei jedem Glauben.

Stephan Marti-Landolt: Zwei kleine Erlebnisse. Ich entschuldige mich für das schlechte Wetter, für die sintflutartigen Regenfälle. «Das finde ich toll, so etwas kennen wir nicht. Wir haben immer nur schönes Wetter! Ein einmaliges Erlebnis, von dem ich noch oft erzählen werde.» Schnee hat ihm nicht imponiert - das kann man künstlich in Hallen machen. Und der Andere: «Auf diese Bank komme ich nicht, ich brauche einen Palast, einen repräsentativen Sitz!»

Ferdinand: Aber ihre Denkweise hat dir bei der Entwicklung des Martischen 6-Ecks geholfen. Du hast schon vor Jahren Ökologie und Ethik als zwei Paar Stiefel angeschaut ...

sml: ... das kommt in Saudi-Arabien nicht von ungefähr. Die Ökologie hat einen ganz anderen Stellenwert, als bei uns. Erdöl hat das Vermögen des Landes gebracht. Saudi-Arabien ist weltweit Nr. 1 im Ölgeschäft. Deshalb kommt niemanden in den Sinn, solche Aktien zu meiden. Und auf der andern Seite lebt man mit dem Wassermangel - grüne Wiesen gehören nicht zum Alltag, denn das Wasser gewinnt man mit Meerwasser-Entsalzungsanlagen.

Ferdinand: Aber grüne Rasen hat man für das Fussballspiel. Für diese Sportart herrscht eine grosse Begeisterung in Saudi-Arabien. Vielleicht kommt dies davon, dass Fussball erlaubt ist und es auf der andern Seite keine Kinos und Discotheken gibt. Kommt noch dazu, dass sich Frauen in Saudi-Arabien anders verhalten müssen als bei uns. Einem Fussballspiel im Stadion dürfen sie nicht beiwohnen.

sml: Ganz so tabu ist dies heute auch nicht mehr. Im Vorfeld zur Fussball-WM erreichten die Schweden, dass ihre weiblichen Fan-Clubmitglieder, die nach Riad gereist waren, zum Spiel Zugang erhielten. Frauen und die Menschenrechte allgemein, werden anders ausgelegt, als bei uns. Die Todesstrafe wird öffentlich vollzogen und kann von der geschädigten Partei aufgehoben werden. Dieses ethische Empfinden muss man bei Kunden zuerst herausfinden, denn Ethik bedeutet für Jedermann etwas ganz anderes.

Ferdinand: Dies ist der grosse Vorteil wenn man nach deinem Martischen 6-Eck vorgeht. Man kommt auf die persönlichen Ansprüche der Ethik zu sprechen. Es ist kein Problem, Titel zu meiden, die mit Alkohol, Schweinefleisch, Glücksspiel oder Tabak zu tun haben. Dies entspricht der Denkweise des Islamic Banking.

sml: Wichtig ist noch das Zinsverbot, auf welches man beim Punkt «Rendite» zu sprechen kommt. Nicht jeder legt dies genau gleich aus. Mit Direktanlagen ist es meist einfacher solche Einschränkungen zu beachten, als wenn Fonds gekauft werden. Aber es gibt einige wenige Fonds, die speziell auf diese Kundschaft ausgerichtet ist.

Ferdinand: Wenn sie Interesse an einer Vermögensverwaltung haben, hier ist die entsprechende Anlaufstelle. Auf zwei Artikel möchten wir sie noch aufmerksam machen, die im Zusammenhang mit in Saudi-Arabien geförderten Rohstoffen stehen:


martisches-6-Eck

Adventskalender - 14. Tag - Polen und der Triebwagen

Polen und die Schweiz haben seit Jahrhunderten gute Beziehungen - schon während der Reformation. In beiden Ländern ist «die Neue Reformation» angesagt. Es braucht Leute mit eigenem Antrieb: Triebwagen, auf Französich Micheline.

Ferdinand Magellan: Solche Leute mag ich, ich war auch ein Draufgänger und bin deshalb des öftern angeeckt. Leute die der Zeit voraus sind, tragen dies mit Würde. Und für die andern gilt: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Es gibt Leute, die sagen, dass es keine Zufälle gebe. Auf alle Fälle behandeln wir heute Polen und dazu hast du im Frühjahr 2004 etwas für polnische Jugendliche geschrieben, mittellose Kinder bis Studenten, denen ihr helft (Verein Polenkinder, Langenthal - Bank in Huttwil 30-38116-2 - Konto 42 1.130.745.05 6450) - es funktioniert, er hat es eben ausprobiert.

Stephan Marti-Landolt: Vielleicht müsste man ein neues Land suchen, wo es Kinder gibt, denen es noch schlechter geht - Kosovo, Rumänien, Bulgarien ... es gibt noch viele in Europa. Und in diesem Verein treffen FDP und SP zusammen. Ein Bild vom Präsidenten finde ich nicht im Internet, aber einen Link mit den Kandidaten für die Nationalratswahlen 2007. Die Schweiz und Polen müssen internationaler werden, offener. Unsere Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey macht es vor. Sie darf stolz sein und auch wir dürfen stolz sein, jemanden mit eigenem Antrieb zu haben, auch wenn einige dies nicht gerne lesen. Internationalen Antrieb hat sie, das kommt vielleicht auch vom Namen - la Micheline und the micheline und im Hebräischen bedeutet es gar «Wer ist wie Gott». So gegen heute Nachmittag werden bei libref SP und FDP verlinkt sein. Ähnlich wie mit dem Vizepräsident Pascal Couchepin - nur in umgekehrter Reihenfolge und ohne Linsensuppe.

Ferdinand: Und ist es Zufall, dass du vor zwei Jahren «Fussball» als Thema gewählt hast. Dieses Jahr suchen wir auch etwas. Und letztes Jahr hattest du Einstein als Partner - der wäre inzwischen reich geworden.

sml: Reich ist nicht so wichtig, vorausschauend und mutig wäre angebrachter. Jane Birkin wird heute 60. Sie hatte auch Mut mit «Je t'aime, je t'aime. Oui je t'aime.» «Moi non plus.» Vorausschauend - zudem genau gleich wie im Leben mit Serge Gainsbourgs.

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Adventskalender - 13. Tag - Paraguay

Tippisch, Paraguay trifft es auf den 13. Tag - die meisten sehen in Paraguay ein Land der Verbrecher und Flüchtling (Rat-Line).
Stephan Marti-Landolt: Aber es ist auch das Land der Wasserkraft. Para gua y heisst in etwas Wasser das zum Ozean geht und zuvor noch durch den Itaipu, der Staudamm, der zur Hälfte noch Brazilien gehört.

Ferdinand Magellan: Das letzt genannte Land suchen wir auch nicht, denn es ist viel zu gut. Nicht dass die andern auch Verbrecher wären, sondern ... das gilt es eben heraus zu finden. Paraguas heisst übrigens der Regenschirm auf Spanisch. Und wenn sie sich über die Weihnachtstage etwas mit Wasser und dem La Plata River Basins beschäftigen möchten, dann drucken sie besser nicht alles aus - es könnten tausende von Seiten werden.

sml: In Paraguay gibt es nur Süsswasser - es ist ein Binnenland. Hätten sie genau einzeichnen können, wo es liegt? Der Itaipu ist weder der höchste, längste, Flächen mässig noch Volumen mässig der grösste Stausee - aber einer der bekanntesten. Beim Bau des Staudammes wurde zum ersten mal in grosser Masse Eis eingesetzt, damit die chemische Reaktion des Zement nicht zu schnell ablief.

Ferdinand: Dann ist etwa noch erwähnenswert, dass Paraguay ein wichtiger Soja- und Baumwollexporteur ist und auf der andern Seite eines der grössten Marihuana-Anbaugebiete.

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Adventskalender - 12. Tag - Mexiko

Mexiko, eines der interessantesten Länder die ich je bereist habe - vor allem mit dem Bus.


Magellan: Mexiko war zu meiner Zeit ein Land mit vielen Bäumen, die dann für den Schiffsbau abgeholzt wurden. Und heute ist dort meist nur noch Steppe. Heute hat Mexiko andere Umweltprobleme mit dem Verkehr. Mexiko-City war während vieler Jahre die grösste Stadt der Welt. Heute nennt sich Chongqing die grösste Stadt der Welt, aber im Grunde genommen ist es eine Provinz.

Stephan Marti-Landolt: Die Verkehrsprobleme dürften in Mexiko aber grösser sein. Das Land hat sich in den vergangenen Jahrzehnten extrem stark entwickelt. Mexiko lebt - und wie. Das kann man nicht beschreiben, das muss man gesehen haben. Die statistischen Zahlen lassen nur ahnen, welche Probleme hier anfallen. Die Bevölkerung von Mexiko ist in den vergangen zehn Jahren um einen Sechstel gewachsen. Zweimal die Bevölkerung der Schweiz.

Ferdinand: Aber Mexiko ist noch heute eine Reise wert - eine moderne Entdeckungsfahrt. Mit dem Boot durch den Regenwald, Mithelfen beim Bus reparieren ... wechseln wir für heute die Thematik. Hier können sie sich einmal über Finanzen und einmal über den Verkehr auf göttliche Weise informieren resp. amüsieren.
Ein neuer Link in der schweizerischen Finanzwelt:

Copper Canyon

... Bahn fahren ist etwas ruhiger - zwischen Chihuahua und Topolobambo am Copper Canyon - weiter Bilder bei Visipix.
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