... und einen guten Rutsch ins 2007!

Ein Bild und einige Gedanken zum Jahreswechsel.

Vor einem Jahr hatten wir in Südfrankreich rund 20 Grad Celsius kälter als heute an einem frühlingshaften Silvestertag. Der vergangene Winter war so kalt und vor allem lang, fast zermürbender als jedes schlechte Börsenwetter. Zum Glück können wir das Wetter noch nicht selber machen. Nur abhelfen, die Kälte überbrücken und zwischen der Sauna bei offenem Fenster schreibend abkühlen. Das wären dann im Vergleich zum Sturm bei den Przewalski-Pferden (Prezewalski) über 100 Grad Differenz.

Diese Extreme reizen mich. Wie am Tag, als das Bild unten entstand. Hoher Wellengang der noch lange nicht davon abhält mit 75 km/h darüber zu brettern. Der Technik von börsenkotierten Firmen sei Dank, das Boot hält. Bootsmotor und einige Fotoapparate halten auch - alle aus Japan. Das Wechseln des Objektives ist etwas mühsam. Nicht nur dass bei einem dreissig jährigen Originalzoom auf einer digitalen Kamera alles manuell von Hand einstellen werden muss. Man muss nur schon darauf achten, dass der Rucksack im Boot bleibt und kein Wasser abbekommt. Da kommt mir in den Sinn, dass wir Katrin keine besten Wünsche zum Neujahr gesandt haben - vielleicht hat sie einige Tage Zeit, als fotoprofi-hess einige Bilder dieses Tages wieder zu geben. Auf die Walfisch Bilder bin ich gespannt.

Wale und Delphine haben wir gesehen, sogar ein Potwalbaby. Es ist im Grunde genommen ja gut, dass die 50 Meter Mindestabstand immer eingehalten werden. Natur pur. Und, schon etwas verrückt, am Nachmittag noch den Fussmarsch auf den Pico hinauf - alleine gegen die Steilheit (ziemlich genau die linke Flanke hoch - beinahe Direttissima) und die Hitze. Sonnenbrand an den Beinen war inklusive. Kein Bootsmotor mehr, der hilft. Fünf Personen waren an diesem Tag oben. Dann gegen Abend noch einmal ein Flugzeug. Sonst nichts. Die Energieproblematik, die uns in den nächsten Jahren beschäftigen wird, ist hier oben auf 2350 Meter kein Thema.

Und in der Mitte des Bildes wird unser Wetter gemacht - das Azorenhoch. Und unten links fangen die Weinberge an. Weisser und Roter wird am Abend im Hotel genossen. Dieses Bild hat für mich einen ausserordentlich hohen Erinnerungswert und einige dürfte die grüne Spiegelung in den Klippen beschäftigen. Handelt es sich hier um ein paranormales ORB, das zusätzlich zum Kreis noch einen Pfeil hat? Auf dieses Phänomen hat mich ein Leser dieses Jahr aufmerksam gemacht. Wir haben damals auch über Dubai diskutiert. So wie zur Zeit der Marktindex (am schönsten auf drei Jahre sichtbar) wiedergegeben ist, dürfte auch ein Phänomen sein.

Für das 2007 wünschen wir ihnen Erfolge dieser Art, die sich auch realisieren lassen und dass sie zumindest ab und zu an die Ökologie, die Ethik und ihre Vorlieben denken und entsprechend geniessen können.

Pico

... Extreme, Phänomene und Nuancen geniessen ...

Änderungen für 2007 - keine Prognosen?

Änderungen gibt es auch für 2007. Änderungen können neue Gewohnheiten auslösen und diese vielleicht wiederum Prognosen.

Saddam Hussein ist tot. Die Meldungen heute früh auf den verschiedenen Fernsehkanälen waren zum Teil widersprüchlich. Hinrichtung um 4.00 Uhr unsere Zeit, um 4.00 Uhr in Irak und auch um 16.00. Es ist eigentlich egal, wann, aber es ist doch interessant, wie zuerst viele unterschiedliche Meinungen und Interpretationen stattfinden. Das wird sich auch 2007 nicht ändern, wohl aber die Situation im Irak.

Ändern werden auch einige Zeitungen, denn diese werden durch die jeweiligen Redaktoren geprägt. Man wird sich an neue gewöhnen müssen, dürfen ... aber die meisten bleiben ja. Denn bei Zeitungen hat jeder seine eigene Meinung - die wird vermutlich nächstes Jahr nicht ändern. Oder doch? Da gibt es doch Leute, die feststellen, dass das NZZ-Ticket nicht mehr beiliegen werde. Für mich kein Problem - Veranstaltungen findet man in diesem Link. Aber diese verärgerte Dame fliegt auch mal nach Berlin oder Hamburg, wenn da etwas Gutes geboten wird. Und da hilft ihr der Link nicht mehr - zudem sucht sie eine IT-Lösung für Sehbehinderte. Mit all diesen Wünschen war ich überfordert. Vielleicht ändert das im 2007.

Ein Kolumnist braucht sogar Ferien. Ihm kommt kein guter Spruch über Champagner in den Sinn. Seine Werbesprüche sollen gar weniger Pfupf als die Luft im Champagner haben. Dem können wir abhelfen. In seiner Mongolischen Eisenbahn, genau genommen der Transmongolischen Eisenbahn gibt es aber keinen Champagner. In der Transsib, der Transsibirischen Eisenbahn «nur» Krim-Sekt und das auch nur die vier ersten Tage - zumindest so meine persönlichen Erfahrungen. Andres Thiel und seine bitterböse Satire wird jedes mal wieder ändern. Einige aufregen und andere zum Schmunzeln bringen - Sarkasmus pur. Und Charles Chaplin soll ein Museum erhalten. Im Haus in dem er gewohnt hat und aus dem eben seine Habseligkeiten versteigert wurden. Vielleicht ist noch etwas übrig geblieben.

Vielleicht ändert auch das Einkaufsverhalten im 2007. Zumindest in den ersten Tagen dürfte weniger eingekauft werden. Wer den Artikel auftreiben kann, er ist lesenswert und für einige sogar lehrreich. Ich schaue seit Jahren bei jeder Gelegenheit in andere Einkaufswagen - nicht nur an der Kasse. Es geht nicht darum ab zu schätzen, ob jetzt die Femina Pralinés zwei oder drei Prozent mehr verkauft werden. Man stellt nur fest, dass die Leute diese Plastikboxen meist umgehen. Dabei sind sie toll gemacht - zumindest was das Aussehen anbelangt. Logisch gesehen und erst ökologisch aber ein reiner Nonsens. Aber zurück zum Einkaufswagen. Da werden Produkte von börsenkotierten Firmen eingekauft, oder Budget-Produkte neben Bio-Produkten. Änderungen langfristiger Art die sich bei den verschiedenen Nahrungsmittelproduzenten auswirken werden - und welcher ist auf dem richtigen Weg? Red Bull, Cola Light zusammen mit Kaviar! Kauft nun die Mutter mit dem Lebenspartner oder dem Sohn ein? Fragen über Fragen. Und nächstes Jahr wird es noch komplizierter. Da kann sie sich mit ihr und er mit ihm eintragen lassen. Dies wird keinen grossen Einfluss auf die Börse haben, aber die Änderung scheint an der Zeit zu sein. Mal schauen, ob ich mit einer Zivilstandsbeamtin diskutieren kann, das wär dann aber eher etwas für den Kirchgemeindeverband - dort berichten wir über denkbare Änderungen bei DRS.

... es gibt weitere Änderungen im 2007 und noch mehr ...

Femina

... da haben sich nicht Unbekannte schon mit bis zu 16 Pralinen bedient - das ist «marketing-designter» Raum - mindestens das Fünffache am Volumen und das 10-fache am Gewicht, verglichen mit bitterer Tafelschockol-Ade
...

Jean Nouvel Monolit

... beide Würfel sind von Jean Nouvel und bei beiden läuft trotz «Protection» die Zeit einmal ab ...

Schlusspunkt

«Pimp My Portfolio» ein letzter Ausblick auf «Trends und Megatrends 2007».

Ein Zuhälter der Firmen die das Punktmagazin finanzieren bin ich nicht, aber ich denke, dass es darunter Banken hat, mit denen ich gut und gerne zusammen arbeite. Merci diesen und den andern für das zur Ende gehende Jahr. Es hat Spass gemacht, die Diskussionen und Fachveranstaltungen waren lehrreich und der Kunde hat davon profitiert, im Wissen, dass Marti + Partner Vermögensverwaltung unabhängig entscheidet.

Wer den Finanzblog regelmässig liest, weiss, dass wir keine grossen Fan von Fonds und Derivativen sind, deshalb werden unsere Kunden vom zweiten Teil des Magazins meistens «verschont» - meistens fahren sie nicht schlechter, aber billiger. Wie gesagt, Zuhälter sind wir garantiert nicht. Wissen sie eigentlich, was dies auf Englisch heisst: Pimp. Es kann auch kuppeln sein, ein stark vom Partner abhängiges Kuppeln. Wenn beide gleich stark sind, spricht man von couple.

Das ist eher unsere Art - auch in Zukunft. Auf Seite 40 im Magazin finden sie ein Bild von Zino Davidoff. Zino suchen sie im Blog vergeblich - nur karzinogen erscheint. Also immer aufpassen und stets wissen, auf was man sich einlässt. Auch beim pimpen eines Portfolios - sonst ist es dann halt nur Schall und Rauch. Hier finden sie seinen Markennamen. Ich durfte aber Zino Davidoff persönlich erlebt. Ich knapp 20, er schon etwas älter. Er hat mir Eindruck gemacht. Mich ernst genommen und ich fühlte mich dort als Stammgast. Dabei war ich das erste mal dort. Eine «Rue de Rive 2» hat man an der Rue de Rive 2 letzte Woche meiner Tochter in Genf verkauft. Sie wohnt werktags in der Nähe und das ist mein Weihnachtsgeschenk - nur 8000 wurden hergestellt. Wir lieben das Spezielle und das lieben auch unsere Kunden - vor allem in den Depots. Regulas Blogbeitrag why is it so difficult to be average» geht von anderer Seite auf diese Thematik ein. Zufälligerweise, aber die meisten bleiben Durchschnitt - und viele darunter.

Geniessen sie das Punktmagazin, es hat einige schöne Sachen. Schmunzeln beim Grandseigneur (Seite 11). «Fetischist für Price-Earning-Ratios», oder «Wenn man einen Crash durch gestanden hat, ist man aus heutiger Sicht immer als Gewinner hervor gegangen». Oder die Erinnerung nach 40 Jahren Börsengeschäft an die alphabetische Lesung. An der Börse wurde Ciba um 10.15 und Geigy vielleicht 10.30 Uhr das erste mal gehandelt und dann vielleicht Holderbank. Alte Schule. Eine immer noch gute Strategie.

Der Megatrend Nachhaltigkeit wird behandelt (ab Seite 13). Einige unserer Kunden sind froh, haben wir die Ökologie und die Ethik schon 1999 im Martischen-6-Eck berücksichtigt. Einen Zug besteigen, der noch nicht fährt ist manchmal ein Zeitverlust. Auch kann man unsicher sein, ob er überhaupt einmal fahren wird. Aber im Grossen und Ganzen kann es auch gefährlich sein, einem fahrenden Zug aus zu springen - es fragt sich immer, welches Tempo er schon hat. Es boome auch die Microfinance! Oikocredit und andere kennen wir seit Jahren.

Betrachten sie vielleicht auch mal einen Megatrend von der Chartseite her oder wenn sie global investiert sein wollen, reichen eigentlich Nestlé-Aktien vollkommen - aber die Diversifikation wird fehlen (Seite 19). Und pimpen sie nicht, couplen sie.

Prognosen 2007

Irgend eine Prognose für das Börsenjahr 2007 wird schon stimmen - oder zumindest in einem Teilbereich. Die Frage ist nur welche Prognose nehmen.

Was hätten sie gerne. Den Dax Ende 2007 auf 6972 Punkten - die Finanznachrichten planen da auf den Punkt genau. Oder wird vielleicht das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mit dem Durchschnitt von 6700 richtig liegen. Die Welt analysiert MDax, SDax, TecDax und DivDax und stellt fest, dass 1400 Punkte fehlen, um das Allzeithoch zu erreichen.

Diesem Tatbestand sind wir ja letzte Woche schon in den USA begegnet. Länder exakt anschauen ist nicht nur interessant, es kann sich sogar lohnen. Wenn wir bei der USA noch die Währung berücksichtigen, sieht es noch schlechter aus - oder besser, je nachdem, was sie vorhaben oder hatten. Im ersten Quartal 2001 war der USD im Schnitt bei 1.65 zum CHF.

Die Ostthüringer machen es ähnlich wie ich, die wissen es auch nicht so auf den Punkt genau und stellen fest, dass die Prognosen für den Dax zwischen 6500 und 7500 liegen - mehrheitlich steigend oder zumindest seitwärts.

Es wird Branchen geben, die man vielleicht etwas genauer anschauen sollte. Die boomende Baubranche. Ist hier alles in Ordnung? Zur Zeit herrscht Hochdruck und es wird oft schlechte, mangelhafte Arbeit geliefert. Viele bestellte Maschinen werden erst im 2007 ausgeliefert, die Arbeitslosen bei den Ämtern steigen (auf Kosten von polnischen Arbeitern?) - oder sind das nur saisonale Schwankungen?

Oder gar nur Bereiche innerhalb von Branchen. Die Medizintechnik ist zum Beispiel so ein Teilbereich, dem es vermutlich auch nicht schlecht gehen wird. Schlechter geht es in der Medizin Leuten, die notfallmässig ambulant operiert werden. Dann ruft man zuhause an und teilt mit, dass man vergessen habe, Antibiotika zu verschreiben. Also geht man noch einmal ins Spital, muss die Medikamente bei der Apotheke abholen, weil das im Spital bei ambulanten Patienten anscheinend verboten ist. Holt sie in der Apotheke ab, aber erst, nachdem diese wieder geöffnet hat und bezahlt zusätzliche CHF 4.30 Apothekenpauschale und CHF 9.20 Patientenpauschale. Generika gibt es noch keine, weil in den USA noch Prozesse laufen ...

... es ist nicht mal einfach, ein günstiges Produkt zu kaufen, da man es heute braucht und keine Internetapotheke berücksichtigen kann, die liefert erst morgen, geschweige denn, das richtige Unternehmen zu suchen, das überproportionalen Erfolg haben wird. Da scheint die Branche und das Land fast nebensächlich ... - einfach Zeit nehmen beim Auslesen und Spass daran haben ...

Viel Glück - sie können auch uns fragen und diskutieren - weiter denken ist unser Beruf!

Wein-Nachts-Engel

... mein Weinnachts-Engel ist zum Weinen und noch etwas über «Chlepfmost».

Zehn Jahre und einige Tage wurde er alt. Der Original Screwpull, gekauft in New York im Rockefeller-Center, dort wo jetzt neben dem grossen Weihnachtsbaum Schlittschuh gelaufen wird. Bei Sharper Image, einem der Läden, die man in NY einfach gesehen haben muss. Damals war noch Nikon dort an zu treffen und über Jahre hatte sie immer das Gleiche im Schaufenster - eine Explosiv-Montage einer Nikon F2. Hunderte von kleinen und kleinsten Teilen. Faszinierend. Erstens, weil es eine Nikon war und zweitens, da ich mehrer Jahre in einem High-Tech-Unternehmen der Kleinteilemontage-Branche für die kaufmännischen Belange zuständig war. Technik hat mich immer begeistert.

Moderne, wie das LeverModel, das mir meine Frau damals zu Weihnachten - nicht Weinnachten - gekauft hat. Zum halben Preis, den man damals in Europa hätte zahlen müssen. Da gab es diese Preisunterschiede noch. Heute gibt es sie bei alten, antiquarischen Sachen, bei Occasionen. Und diese alten Sachen begeistern auch. Eine Nikon FG mit 35-105 mm Zoom gestern zulasten einer Cuvee 3 Magnum von Castelmaure im Corbières eingetauscht. Hier ein nützlicher Link zu den Wein-Cooperativen in Frankreich - meistens noch ohne Internetadresse. Die Zeiten gehen noch nicht überall gleich schnell - und das ist auch gut so. Und wer im Languedoc-Roussillon etwas suchen muss, ist mit diesem Link recht gut beraten. Den Vorgänger vom Leverpull hat aber der Zapfen eines Domaine de l'Hortus zur Strecke gebracht. Spirale auseinander gezogen und Aludruckguss gebrochen. Technik und Wein können Überraschungen bieten.

Auch Champagner. Diesen Monat in einem Testbericht gelobt. Normalerweise kann ich mit diesen Resultaten ganz gut leben, Sie sind oft sehr nützlich. Beim Grossverteiler Nummer drei habe ich mir eine Flasche des besagten Preisrenners gekauft und zwei Drittel auch getrunken. Das erste Drittel flog aus der Flasche - zuerst der Zapfen mitsamt dem Metallgitter. Hochdruck! Übrigens, im ganzseitigen Inserat ist dieser Champagner nicht aufgeführt. Geschmäcker sind verschieden. Kohlensäure Bomben mag ich nicht. Die besten Champagner für mich sind die schon leicht maderisierenden. Einige Jahre gealtert. Die meisten Leute mögen die nicht. Die haben lieber einen turbulenten Sprudel, ich ziehe diesem einen Chlepfmost oder Chlöpfmost (aus Äpfeln) vor. Alter Champagner erzielt heute hohe Preise - vor allem in Paris ist man auf diesen Geschmack gekommen. Moët & Chandon hat mir vor Jahren einmal eine Schachtel überlassen - man hatte sie aus Kulanz dem Kunden, einem renommierten Hotel, ersetzt. Heute würden sie diesen zum doppelten Preis verkaufen. So ändern eben die Zeiten.

Weinnachtsengel

... mein Wein-Nachts-Engel zum weinen ... er wird nicht weggeworfen - mein einziger unbrauchbarer Zapfenzieher - brauchbare in der Sammlung dürften es demnächst gegen 200 sein

Domaine de lHortus

... und auf Domaine de l'Hortus ... auch zum weinen, Freudentränen ...

PC als Trost oder einen Zauberschnaps

Stephanstag - ich begreife jeden, der sich über Weihnachten nervt oder nicht entspannen kann.

Ich denke, dass ich ein gutes Verhältnis zur Religion habe und dennoch betiteln mich einige Hochgelehrte als Glaubensfremd. Ich brauche eine viertel Stunde Abstand zur Konsumgesellschaft. Ich liebe es, wenn jedes Päcken einzeln unter dem Weihnachtsbaum geholt und ausgepackt wird. Nicht zwei oder drei zusammen. Es ist wie an der Börse, man kann nur einer Ideologie folgen.

Ich wünsche all denen, die irgend wo herumirren, Päcken auspackend beschäftigt sind, andere verbal kaputt machen, alles verachtend ihren einzigen egoistischen Still pflegen, gar Krieg anzetteln, etwas Zeit zum Nachdenken.

Ich habe drei Tage genossen und jetzt hoffe ich für all diese, denen nur das Internet Stütze gibt, alles Gute - vielleicht finden sich einige Gleichgesinnte.

Misteln

,,, unter Misteln (oder Mispeln?) durchgehen hilft - vergessen sie den PC - leben sie, feiern sie - trinken sie einen Zauberschnaps ... Misteln finden sie jetzt gratis im Wald - auf gefällten grossen Tannen ...

... ihr Stephan - kulinarisch waren die vergangenen drei Tage ein Genuss - und die letzten Minuten mit einer Bolivar total entspannend.

Adventskalender - letzter Tag - USA

Die USA kennt jeder - wirklich?

Ferdinand Magellan: Wird Barack Obama neuer Präsident?

Stephan Marti-Landolt: War Donald Rumsfeld «einer der fähigsten Amtsträger» oder «ist sein Vermächtnis gescheitert»?

Ferdinand: Wird demnächst die Friedenspfeife geraucht oder wird dies in den Hard-Rock-Cafes verboten?

sml: Wird Nasdaq die LSE London Stock Exchange in Kürze übernehmen?

Ferdinand: War der Nasdac vor rund 6 Jahren 20 Prozent höher oder tiefer? Und muss der Nasdac 100 noch rund 60 Prozent zulegen oder ist er heute schon in Schwindel erregenden Höhen?

sml: Die eine oder andere Frage ist klar zu beantworten, bei einigen lassen wir unser Gefühl mitsprechen und andere werden uns erst mit der Zeit beantwortet.

Ferdinand: Wir haben mit dem Adventskalender manches Land gestreift und die Erde von einer andern Seite angeschaut. Von einigen Ländern sind wir überzeugt, dass wir hier investieren sollten und von den anderen gibt es welche, wo wir lieber die Finger davon lassen. Auf alle Fälle wünschen wir ihnen viele gute Börsengeschäfte und wenn in der nächsten kurzen Woche nicht noch etwas Unvorstellbares passiert, dann dürften die meisten Aktienbesitzer auf ein schönes 2006 zurückblicken.

sml: Im neuen Jahr gibt es sicher wieder gute Gelegenheiten und auch Flops. Und einer der schönsten Flops finden sie auf dem letzten Kalenderblatt, denn die USA bleibt das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
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Weihnachtswünsche

Adventskalender - 23. Tag - Tunesien - لتونسية

Tunesien hat im Islam eine Sonderstellung - es ist weltoffen - mit einigen Einschränkungen.

Ferdinand Magellan: Tunesien ist das islamische Land, das am weltoffensten ist - einige Länder in der Südsee ausgenommen. Zudem ist es das reichste Land in Nordafrika. Es wird aus Europa oft in Tunesien investiert.

Stephan Marti-Landolt: Das Handwerk, die Kleiderendproduktion und Schuhproduktion werden vermutlich ihre Vormachtstellung langfristig den technischen Produkten für Automobilzulieferer, Elektro- und Elektronikproduzenten abgeben. Man handelt international, vor allem mit Europa, wovon drei Viertel in den Mittelmeerraum exportiert werden - ein Drittel alleine Frankreich.

Ferdinand: Wie beim Fussball. Mehr als drei Viertel der Teilnehmer an der Fussball WM spielen in einem europäischen Club.

sml: Das ist die eine Seite. Die andere ist der Polizeistaat, eher eine Diktatur als eine ordentliche Präsidialrepublik. In stark abgeschwächter Form trifft man das auch in einem andern Land an. Dem letzten, das wir morgen anschauen - der USA. Zwischen beiden Ländern sind zwar «Welten», aber die Art, wie Touristen und Geschäftsreisende die Behörden wahrnehmen, sind dem Verhalten nach ähnlich. In Westeuropa gab es das bis Ende der Siebzigerjahre in Spanien, bis die Diktatur abgeschafft wurde - und noch einige Jahre mit dem Nachgeschmack der Guardia Civil.

Ferdinand: Du hast nie eine längere Zeit auf einer Zollkontrolle verbracht, als in Tunesien. Das Schiff konnte wegen den Behörden erst einen Tag später auslaufen und dein Pass war ab diesem Datum abgelaufen.

sml: Wegen einer administrativen Kleinigkeit wurden hier einige Manntage eingesetzt, nur weil keiner entscheiden konnte und man die notwendigen Informationen nicht zur Verfügung hatte. Aber sehr sehr freundlich. Jeder hat die Situationskomik verstanden, begriffen, aber konnte nichts dagegen tun, ausser zusammen Tee und wen erstaunt es, Bier trinken. Die Informationen funktionieren übrigens auch heute noch nicht besser. Hier noch ein älterer Artikel, der die etwas andere Denkweise verdeutlicht.

Ferdinand: Mit der Pressefreiheit ist es auch noch nicht so weit her. Beim Reporter ohne Grenzen ist das Titelbild ganz schön einprägsam und Tunesien auf Seite 148 - was in etwa der Weltrangliste von 167 bewerteten Ländern entspricht.
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... youTube Hammamed ...

Adventskalender - 22. Tag - Trinidad und Tobago

Wieso müssen Ländern in der Finanzwelt betrachtet werden. Wieso heute gerade Trinidad und Tobago?

Stephan Marti-Landolt: Beim Kauf von Aktien ist die Wahl des Landes extrem wichtig - sie ist Geld wert. Die Sonnenenergie ist ein schönes Beispiel. Es ist kein Zufall, dass knapp die Hälfte der bekannten kotierten Firmen in Deutschland ansässig sind. 2005 haben «nur» Solarworld und Phönix SonnenStrom eine Performance von über 100 Prozent ausweisen können. Ich empfehle nie Aktien an Nichtkunden. Aber schauen sie sich bei diesen beiden im angegeben Link die Häufigkeit der Beiträge an. Bei beiden Titeln war jahrelanges Warten inbegriffen. Bei Phönix brauchen sie gar keinen Chart an zu sehen - der wurde vorbörslich zu noch tieferen Preisen gekauft. Die andern vier mit dreistelliger Performance sind in den USA/CAN beheimatet und Motech Industries in Taiwan. Beim letzten Titel hilft eine Länderstudie nichts - das hier ist Zufall.

Ferdinand Magellan: Länderstudien haben wir schon im Mittelalter betrieben. Und damals war es noch viel einfacher. Länder die wir entdeckten welche Rohstoffe oder transportierbare Nahrungs- und Genussmittel produzierten wurden kolonialisiert, wie es so schön heisst. Für die Einwohner bedeutete es Unterdrückung und sie wurden ausgeraubt.

sml: Trinidad und Tobago, zwei Inseln und zwei Namen in der Länderbezeichnung, werden heute als reichstes Land der Karibik nicht mehr unterdrückt. Aber mit den Bodenschätzen geht man nicht gerade haushälterisch um. Trinidad ist zur Zeit der fünft grösste Gasexporteur der Welt und man rechnet damit, dass die Vorräte nur für 20 Jahre reichen. Man denkt dort voraus und versucht in andere Gebiete zu investieren. Trinidad und Tobago gelten heute als sicherstes Land in der Karibik für ausländische Investoren.

Ferdinand: Und man denkt an Fussball. Es ist das kleinste Land, das je an einer Fussball WM teilgenommen hat. Trinidad - so hiess auch mein Segelschiff - ist kleiner als der Kanton Wallis und Tobago etwa gleich gross wie der Kanton Schaffhausen, etwas grösser als Genève.

sml: Ein fünftel der Bevölkerung lebt in diesem Land unter der Armutsgrenze und zudem ist die Kriminalität hoch. Und wie häufig anzutreffen, ist Korruption an der Tagesordnung. Sogar im Fussball. Aus Trinidad und Tobago kommt das Sprachrohr beim FIFA, das die Karibik und Nordamerika beeinflusst und Sepp Blatter damit helfen kann. Und wieso wir heute Trinidad und Tobago anschauen? Weil dies im Alphabet das 22. Land ist, das an der Fussball Weltmeisterschaft den Achtelfinal nicht erreicht hat. Damit wurde das Rätsel geknackt.

Ferdinand: Das schönste auf Trinidad und Tobago ist «liming» (Kalk brennen) - das Geniessen und Nichtstun. Tobago stammt nicht von ungefähr vom Wort Tabak ab und Trinidad dürfte in dieser Richtung auch einigen bekannt sein - obschon diese aus Kuba kommt, wo es auch ein Trinidad - Unesco Weltkulturerbe - gibt. Und Musik, die Trinidad Steelbands, bei euch machen dies die Fassduubeli.

sml: Wenn ihr nicht alles glaubt, könnt ihr ganz ruhig bei Kishkish den Lügendetektor laufen lassen. Er wird nicht ausschlagen, es stimmt alles.
... weiter zum Adventskalender , wo sie unseren Pinocchio finden. Er lügt nicht, hat aber eine lange Nase und kann heftig ausschlagen und zur Trinidad & Tobago Stock Exchange

Transparenz

... Transparenz bedeutet nicht für jeden «Durchsichtigkeit» wie bei Glas - manchmal wird man im Dunkeln gelassen ...

längste Nacht

... zumindest während der in einigen Sekunden folgenden längsten Nacht ...

Adventskalender - 21. Tag - Togo

Togo, einst deutsche Kolonie, hat etwas das jedes Lebewesen braucht: Phosphor

Ferdinand Magellan: Über Geschichte sollte man nicht streiten - die kann man nicht mehr korrigieren. Aber vielleicht den einen oder anderen Beitrag bei Wikipedia. Togoland (inkl. östliches Ghana) wie die deutsche Kolonie bis zum ersten Weltkrieg hiess, war vermutlich nicht nur eine Musterkolonie. Die Ruhmestat einer beinahe ausgeglichenen Handelsbilanz sagt nicht viel aus. Die Frage bei Kolonien war doch immer «zu welchen Preisen wird exportiert?» und «zu welchen Preisen wird ins Empfängerland importiert?». Oder anders gesagt: «wer verdient wie viel?». Mehr über die Geschichte Togos auch bei Jadu resp. Dodo. Die einen rühmen in der Geschichte die deutschen Erfolge mit der Baumwolle und andere Quellen geben an, dass kein einziger Ballen (wiwo Nr. 23, 2006 - Arm im Gips - kostenpflichtiger Artikel) exportiert wurde.

sml: Ich neige der Wirtschaftswoche zu glauben. Es wäre nicht das erste mal, dass die Geschichtsbücher ab 1900 umgeschrieben werden müssten. Heute funktioniert in Togo die Landwirtschaft für ein afrikanisches Land ausgezeichnet. Es ist ein armes kleines Land (rund 1/3 grösser als die Schweiz), aber in Togo leidet man kaum unter Hunger und deshalb ist der grosse Teil der Bauern nicht nur Selbstversorger, sondern pflanzt Baumwolle, Kaffee und Kakao an.

Ferdinand: Interessant auch die Meinungen zu den Schweizer Parallelimporten - das wird einigen an den Kragen gehen, ganz massiv. Letzte Woche haben wir ein Produkt angeschaut - in der Schweiz doppelt so teuer, wie in Deutschland. Es ist wie beim Zerfall der Kolonialzeiten.

sml: Ich komme noch gerne einmal auf deinen Dodo, einen ausgestorbenen Vogel zurück. Vögel haben die Eigenheit, ab und zu im Flug was fallen zu lassen. Auf Autos ärgert man sich, aber wenn es im Tagbau gewonnen werden kann, ist es nebst Wasser vermutlich der wichtigste Rohstoff. Ohne Phosphate geht bei Lebewesen nun wirklich nichts mehr.

Ferdinand: Wissenschaftlich ausgedrückt heisst dies: «Phosphor ist das wichtigste wachstumslimitierende Element des Ökosystems.» Der Link führt zu einer Firma und ich vermute, dass die den dtv-Atlas zur Ökologie zitieren. Quellen angeben ist immer mühsam, aber Mangels Quellenerwähnung bei Wikipedia will man Beitrage löschen, die hoch Brisantes über Phosphate zeigen.

sml: Der Phosphat Abbau ist in Togo stark zurück gegangen. Der Abbau wird teurer, weil nicht mehr so leicht zugänglich - zudem nehmen die Weltvorräte rasant ab. Phosphat dürfte in Zukunft die bessere Performance aufweisen, als Erdöl. Oder ist dies alles nur erfunden?
... weiter zum Adventskalender. Gehandelt wird an der Börse der Elfenbeinküste.

Es ist übrigens verrückt, in welchen Sekundenbruchteilen das Internet Filme liefert, wozu Phosphor auch noch verwendet werden kann. Aber in Zeiten wo sich Bush selber Mut macht und in Zürich Bomben herumliegen erstaunt nichts mehr:

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