In Kunst oder Wein anlegen

Es gibt Kunstfonds, es gibt Weinfonds, soll man in solche anlegen?

Im Internet ist ein eBook über Weinfonds zu kaufen. Ich kaufe es nicht, denn für diesen Preis erhalte ich in Südfrankreich bereits eine Flasche guten Tafelweins. Es braucht nicht immer ein Spitzengewächs aus Bordeaux zu sein. Zudem vergleicht der Autor Äpfel mit Birnen - Wein-Einzellagen mit Gesamtbörsen. So gesehen, gäbe es dann einige Aktien, die sich in elf Jahren versechsfacht haben. Aber es gibt auch beim Bordeaux andere Weingüter, die sich nicht so gut entwickelt haben. Kaufen sie den Wein ein, der ihnen schmeckt und den sie sich leisten können. Oder machen sie es wie letztes Jahr wieder mathematisch - aber auch so müssen sie sich bei den Dennerweinen für eine Auswahlmethode entscheiden. Sie können ihren Wein kaufen, wo sie wollen - dieses Haus hat zumindest den Vorteil, dass jeweils das Inserat in der Tageszeitung abgebildet ist.

Von diesen Weinen kaufen wir heuer keine. Der Verkaufsleiter von Denner wird nicht erbost sein, er kennt mich zu gut. Michel, hier die beiden andern, die ich mal ausprobieren werde: Amarone Folonari und den Cabernet Merlot Tarapacà aus dem Maipo Valley. Wenn wir auf eine Aktion warten, entspricht dies einem 20%-igen Kurssturz. Nur leider sind Weinaktion besser voraus sehbar, als manches Börsenereignis. Und wenn sie lieber doch Weinfonds kaufen wollen, dann lassen sie sich von der Vielfalt nicht abhalten. Aber aufgepasst, hier gibt es noch einen Weinfonds, bei dem das Wissen über Anlagefonds und ihre Tücken alleine nicht ausreicht. Ein Fond eben, mit eigenem «deutsches Weininstitut».

Beim Kunstfond ist es ähnlich, es gibt unterschiedliche Ausrichtungen. Und unterschiedliche Ansichten und was bei Kunst oft nicht ganz nebensächlich ist, sind die zur Verfügung stehenden Liquiden Mittel. Die Zeit.de sagt es in ihrem letzten Satz ganz deutlich:
"»Warum kauft man nicht ein schönes Bild statt unsicherer Fondsanteile?«, fragt Gerhard Pfennig. »Da weiß man, wofür man sich entschieden hat.« ... lesen sie, was Claudia Herstatt bei «die Zeit» zuvor geschrieben hat"

Weinflaschen

... Wein und Kunst kann man ab und zu einmal kombinieren und wenn man es gut macht, wiegt der Wert der einen oder andern Etikette einige Flaschen sehr guten Weines aus. Eine andere Flasche, die ganz rechts, gestaltet von René Bürki wird es hoffentlich beim Auftraggeber Nik Gygax im Löwen Thörigen noch lange zu geniessen geben.

Ich selbst habe keine Kunstfonds und keine Weinfonds, aber einige Weine und mache aus guten auch einen eigenen Weinfond und die Kunst schaue ich mir lieber an der Wand oder im Gestell als im Depotverzeichnis an. Die Lampe ist übrigens von Jürgen Bournot-Henn von Deepartment (Tschörtschen). Erwähnen sollte man auch Max Hari, denn heute hat vermutlich auch bei uns eine kleine Wertsteigerung stattgefunden - nicht auf einer Weinflasche. Herzliche Gratulation Max.

Gleichstellung und Steuerprogression

Die Vernunft Schweiz schreibt über die Gleichstellung der Frau und die Steuerprogression in der Schweiz.

Für den Trader haben solche Überlegungen keinen grossen Nutzen, ausser sie fragen sich, was sie in 10 Jahren machen, wenn noch viel mehr gut ausgebildete SchweizerInnen traden werden. Der langfristige Anleger kann sich aber mit den beiden Beiträgen Gedanken machen, ob die Schweiz in 10 Jahren noch ein attraktives Land ist und ob wir immer noch über gut ausgebildetes Personal verfügen.
«Gleichstellung von Frau und Mann

Seit 1981 ist die Gleichstellung von Frau und Mann explizit in der Bundesverfassung verankert und somit die rechtliche Gleichheit von Frauen und Männern gewährleistet. Dennoch gibt die tatsächliche Gleichstellung immer wieder Anlass zu Diskussionen. Der folgende Text soll einen Überblick über die Entwicklungen sowie die aktuelle Situation der Gleichstellung der Geschlechter in den wichtigsten Bereichen verschaffen. ... lesen sie bei Vernunft Schweiz weiter ...»
Die Steuerprogression in der Schweiz

In den vergangenen Jahren hat sich der Steuerwettbewerb durch die Einführung von teilweise degressiven Steuersystemen (abnehmender Steuersatz bei hohen Einkommen) in zwei Kantonen weiter verstärkt. Diese degressiven Steuersysteme wurden von vielen politischen Gruppierungen als ungerecht und unsozial bekämpft, da sie nur den Reichen zugute kommen würden. Die Befürworter argumentieren im Gegenzug, dass damit neue Vermögende angezogen werden können und sich das für alle lohne. Nach den vielen Steueranpassungen in den letzten Jahren zeigt dieser Text, wie hoch die Steuerprogression bei der Einkommenssteuer in den einzelnen Kantonen tatsächlich ist und wie viel die Reichen an Steuern bezahlen. ... lesen sie bei Vernunft Schweiz weiter ...»
Das Thema Steuerharmonisierung wird vermutlich noch einige Male zu reden geben und auch, dass die Gleichstellung zum Beispiel im Bildungssektor noch lange nicht erreicht ist. Auf der andern Seite haben heute jeder dritte 30-Jährige und jede fünfte 30-Jährige ein Studium hinter sich. Vor allem für die Schweizer Industrie dürften sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten grosse Änderungen abzeichnen. Das «einfache Handwerk» wird weiter abnehmen oder ins Ausland verschoben. Da bleibt zu hoffen, dass die Ausbildung dieser Entwicklung Rechnung trägt und entsprechend hohe Anforderungen stellt.

Grüne, rote, blaue, weisse oder graue Biotechnologie

Die Biotechnologie, vermutlich eine der grossen Zukunftsbranchen, kann man nach Farben einteilen.

Die Farben hat auch meine Pflanze vor meinem Büro gewechselt. Von grün wechselte sie zu Gelb. Zudem habe ich ihren Standort in den Esszimmerbereich verlegt. Jetzt spriessen nicht nur neue Blätter, auch neue Zweige stossen extrem schnell gegen oben. Eigentlich genau gleich, wie jedes Biotechnologie-Venture-Capital. Irgendwo wird es manchmal still um sie, einige verwelken ganz und dann fängt die Firma an zu wachsen, zu blühen. Die Pflanze, eine kleine Naturaldividende für Aktionäre, ist eigentlich ein Unkraut - das Solanum Glaucophyllum - das Calziferol oder eben das Vitamin D3 in einer Zwischenform, so genannten Metaboliten enthält.

Ergocalciferol, Cholecaliciferol, Calcidiol, Calcitriol und Calcipotriol ... lassen wir es lieber, hier begebe ich mich auf «Glatteis». Dafür gibt es den CEO von Herbonis, Dr. Glatthaar. Das ist für viele ein Problem beim Beurteilen der Biotechnologie, es fehlt meist exakten Detailwissen (oder an Leuten, die es weitergeben können) und ohne dieses rennt man eher einem Trend nach, als dass man überzeugt ist, ein wirklich tolles Biotechnologie-Unternehmen gefunden zu haben. Ganz so sicher ist man sich da nie. Die Risiken sind hoch, die Chancen höher, denn verlieren kann man «höchstens» 100 Prozent. Wer zum Beispiel bei diesem Engagements einsteigen will, der kennt nicht nur den Unterschied zwischen einer Legehenne und einem Broiler, sondern sollte sich intensiv mit Osteoporose und anderen Mangelerscheinungen auseinander setzen.

Bei Biolytix Witterswil finden sie einen interessanten Artikel (10.11.06) über die Biotechnologie-Branche, die in Bewegung ist - «Junge Wilde drängen nach». Wer auch jung und wild darauf ist, der soll zuerst mit mir ins Gespräch kommen und einen Risiko-Check machen. Bevor man sich grün und blau ärgert, denn die Branche hat extrem viel zu bieten - hier nur mal so zum reinschauen, welche Firmen sich so an einem Biotech-Anlass treffen. Es hat sich schon oft gezeigt, dass wenn die Menge an Zeitungs-Artikel und Fachartikel über eine Firma steigt, es interessant ist seit einigen Jahren mehr zu wissen, sich darüber laufend informiert zu haben und vielleicht gar auf die Wirkung von Mutter Fortuna hofft. Aber Achtung, es kann auch schief laufen. Das Swiss Equity magazin hat im Private Equity Special über Herbonis geschrieben. Ihre einzige Warnung: «Herbonis ist in einem zukunftsträchtigen Markt tätig, in dem sich allerdings auch Grosskonzerne wie Novartis tummeln.» Gefahren gibt es überall. Dies ist keine Aktienempfehlung, solche bleiben meinen Kunden vorbehalten, sondern eher ein Hinweis, wie risikoreich und langfristig solche Anlagen zu halten sind und wie intensiv man sich mit einer fremdem Branche beschäftigen muss.

Eben, sich mit der Materie auseinander setzten, sonst könnte man sich vielleicht grün und blau ärgern. Und wenn wir schon bei den Farben sind, im Artikel der BAZ (Junge Wilde ... s. oben) wird die grüne, rote, weisse oder graue Biotechnologie erwähnt (Quelle Ernst & Young)t. Eine Aufstellung mit der fünften Farbe ist bei Wikipedia zu finden - die blaue Biotechnologie.

Solanum Glaucophyllum

... Solanum Glaucophyllum - ein Nachtschattengewächs und im Hintergrund sind noch zwei Arbeiten von Tinguely im Zusammenhang mit Wein zu finden - diese Weine waren übrigens herrlich und Gewächse, die in der Nacht Schatten werfen immer giftig - auch Vitamin D3, trotz seiner helfenden Wirkung.

Ethische Investments haben Hochkonjunktur

«Die Finanzindustrie nutzt die Vorweihnachtszeit zur Vermarktung nachhaltiger Anlageprodukte. WELT.de stellt eine Auswahl vor.

Frankfurt/Main - Spätestens wenn die Glühweinstände die Innenstädte erobern, kommen auch die Deutschen wieder in Spendierlaune. Das wissen wenige Wochen vor Weihnachten nicht nur Hilfs- und Spendenorganisationen zu nutzen. Auch die Finanzindustrie hat das saisonale Muster offenbar als ideale Grundlage zur Vermarktung entdeckt. ... lesen sie weiter bei WELT.de - ein Artikel von Patrizia Ribaudo»

Einer der ehrlichsten Artikel über die Ethikprodukte, die ich je gelesen habe. Ich kenne wenige Fonds, die sich mit meinem Verständnis für Ethik, als ethische Produkte bezeichnen können. Mit Ethik Geld zu verdienen ist nicht einfach - es ist eben ethisch. Aber es gibt Aktien, die man durchaus empfehlen kann, weil sie wirklich eine gute ethische Einstellung haben. Die negativen Beispiele überwiegen und kommen einem auch viel eher in den Sinn.

Ethik kann zur heutigen Zeit nicht mit Rendite gleichgesetzt sein. Es ist vermutlich noch einige Jahre oder gar Jahrzehnte zu früh dazu. In der Ökologie ist dies heute eher möglich - aber dies wird fast immer mit einem höheren Risiko erkauft. Jeder hat auch seine eigenen Vorstellungen über Ethik und Ökologie. Das versuche ich bei meinem Kunden mit dem Martischen-6-Eck heraus zu finden.

Zum Artikel der WELT.de ist vielleicht noch nach zu tragen, dass es bei den Mikrokrediten noch viele andere Produkte gibt. Ethischere und auch andere. Über Oikocredit und die Grameen Bank habe ich vor rund ein ein halb Jahren geschrieben. Diesen Oktober hat Muhammad Yunus, der 20 Prozent Zins nimmt, den Friedensnobelpreis erhalten. Auf ethische Art Geld verdienen ist nicht einfach, aber möglich und es gibt eine grosse persönliche Befriedigung.

Auf den WELT.de Artikel hat mich Aficionado aufmerksam gemacht. Danke. Rund eine Woche vor meinem oben stehend verlinktem Beitrag über Mikrokredite, habe ich über Tabak - Ökologie oder Ethik geschrieben. Dieser dürfte heute in meinem Nachbarkanton Solothurn vermutlich in der Klickrate steigen. Ich schaue heute Abend in Solothurn, ob die Sicht durch weniger Rauchschleier besser wird, aber vermutlich ist aktuell der Nebel das grössere Problem.

Gestern wurde in Solothurn der «Pastoraler Entwicklungsplan PEP»vorgestellt, der auch mit Ethik zu tun hat. Kirchenethik ist aber nicht genau das gleiche, was wir unter Finanzethik verstehen. Aber es gibt Bereiche, wo man das gleiche meint. Zum Beispiel Kapitel 1.1 «Die Zeichen der Zeit erkennen». Streicht einmal alle Worte heraus, die etwas mit der Religion zu tun haben. Das ist dann die Ethik, die in den erwähnten Produkten im Artikel der WELT.de eben fehlt.

Es schadet nichts, wenn man der Welt immer etwas voraus ist, so lassen sich im ethischen Blickwinkel auch Laster noch geniessen. Es ist nur eine Frage der Art und der Menge. So gesehen, war die Vorstellung des Martischen-6-Ecks das erste Blogger-Treffen der Schweiz im Sektor Wirtschaft. Im letzten Beitrag bei Klaus J. Stöhlkers Blog ist über Borat zu lesen. Aus ethischen Gesichtspunkten wäre dieser Film, wenn er tatsächlich humorvoll wäre, vertretbar. Der Film bringt aber das Publikum nur ein einziges mal richtig zum Lachen - schauen sie sich lieber Casino Royal mit James Bond an, da wird mehr gelacht. Erstaunlich? Nein, es ist nur das ethische Empfinden. Ein Casino ist an und für sich schon ethisch umstritten, aber das Casino Royal ist in dieser Beziehung ein Paradebeispiel im Filmbusiness - den Film gab es 1967 schon einmal.

Die Bündner Herrschaft

12 Bündner Winzer haben sich in Bern vorgestellt. Die Bündner Herrschaft ist das Weinbaugebiet, das ich am meisten durchwandert habe ...

... nicht freiwillig - im Tenue Grün oder im 4-Frucht-Pyjama. Landquart - Malans - Jenins - Maienfeld und wenn wir Glück hatten auf direktem Weg zurück in den Schulhauskeller von Landquart. In 17 Wochen nur zwei mal eine Dusche gesehen. Dann halt kalt waschen - warmes Wasser gab es auch keines. Aus gut unterrichteten Kreisen weiss ich, dass der Boiler schon lange vorher erfunden worden war. Da erinnert man sich gerne an die Erlebnisse mit dem Wein zurück.

Nur ein Muster. Der Lefti (Leutnant) befiehlt mir, vis-à-vis der Kirche Maienfeld das Fahrzeug zu verschlaufen (tarnen) und er komme mich dann holen. Herrlich, wenn man vergessen wird und bei einem Rebbauer untergebracht ist. Und noch schöner ist es, wenn man als Kadifahrer (Fahrer des Kommandanten) weiss, dass es heute nichts mehr zu fahren gibt. Von Morgens um acht Uhr bis Abends um sechs Uhr vergessen. Diese Degustation war anstrengender, als diejenige in Bern.

Seither sind über 30 Jahre vergangen und in dieser Zeit hat sich in der Bündner Herrschaft und andern Orten wie Zizers oder Trimmis einiges geändert. Vor allem die Qualität und die Sortenvielfalt des Weines. Im letztgenannten Dorf ist der Joos zuhause, der auf der Weinmesse in Zürich war. In Bern besteht vermutlich die längere Warteliste. Das Dorf mit herrlichen Erinnerungen an die Militärzeit - Geländefahren! Und manchmal durften wir das sogar auf dem Gelände der Ems-Chemie.

Die Gegend ist tatsächlich zum Wandern geeignet und zum Wein geniessen. Schloss-Salenegg ist ein Begriff, aber ich erlaube mir mal einige heraus zu picken, die ich mal besuchen werde - so als kleine Erinnerungshilfe. Da wären zum Beispiel das Weingut Eichholz und Obrecht in Jenins. Und so als Erinnerung zu Jenins, den Cheesgraf (noch nicht online) und den JCC mit seinem Kollegen Gian-Babtista nicht vergessen. Und vermutlich noch mals mit Pipo diskutieren. Und im Nachbardorf wäre da noch der Donatsch oder das Scadenagut.

Die Geschmäcker sind verschieden, für die meisten gibt es zwischen Fläsch und Reichenau im Bündnerland etwas zu finden. Und im «schlimmsten Fall» ist es von den letzten Weinbergen nicht weit bis Rhäzüns. Angeblich ist es ja gsünser, ds Rhäzünser. Aber heute scheint mir ihre Werbung nicht mehr überprüfbar. Sie haben die schönsten Frauen, die schlausten Bauern, die intelligentesten Blondinen ... der ist schon fast böse, es liegt vielleicht am Wein.

Bündner Wein

... Kopfweh gibt es angeblich nicht nur vom Föhn. Wer es nicht verträgt, soll den Wein sein lassen, denn ich wie in einem persönlichen Schreiben der Pfizer entnehme, wirken Arzneimittel der Gruppe der Triptane vermutlich selten. Sie wurden von der Swissmedic zu diesem Schreiben veranlasst. Suchen sie sich trotzdem mal den 5-Jahres-Chart .

Die meisten Menschen sind gleich ...

... wir denken meist zu kurzfristig. Deutschland beurteilt man zum Beispiel nach einem Jahr Angela Merkel - aber was ist in 20 Jahren.

Jeder kann sich seine Meinung über die erste Bundeskanzlerin Angela Merkel selbst aussuchen und machen.
«So stagniert das Merkelmeter, das die Reformen der Bundesregierung in Bezug auf ihre Wachstums- und Beschäftigungswirkung misst, im Sommer bei mageren 4,3 Prozentpunkten, kein Fortschritt also gegenüber dem Stand von Anfang Juni. ... lesen sie die Details über wie und wo bei der wiwo ...»
Man geht hart ins Gericht. Der aktuelle Stand ist + 4,6 Prozent. Da wäre manches Land froh über ein solches Wachstum, denn den Deutschen (und uns Schweizern) geht es im Grunde genommen gut, wenn wir mit Ländern vergleichen die ein höheres Wachstum, wie zum Beispiel China oder Indien, haben. Etwas Jammern spornt an. Zuviel Jammern hemmt. Jeder soll es von seiner Seite her beurteilen wie schlecht es uns als Land geht. So nach dem Motto:
«Uns geht es schlecht, aber dies auf extrem hohen Niveau.»
Die meisten sind wohl der Meinung, Merkel ist schlecht und bei den Reformideen ist Wendelin Wiedking König. Zur Einsicht hilft nur die Magie des Vollmondes von Black Baron. Merkel nach einem Jahr zu beurteilen ist ein Ding der Unmöglichkeit. In Amtsperioden oder Dezennien denken, nicht in Jahren. In Tagen schon gar nicht, denn bei vielen ist der Kindertag ja schon vergessen.

Wohlstand kommt nicht von alleine. Man muss daran arbeiten - und zwar alle. Im Herbst schrieb die Wirtschaftswoche über zwei Szenarien für die nächsten 20 Jahre:
«Szenario 1 - 2026:

  • In wichtigen Forschungsdisziplinen wieder Weltspitze
  • Dank drastischer Steuersenkungen Konsum zu neuem Leben erwacht
  • Flächendeckende 24-Stunden-Kindertagesstätte steigert Erwerbsbeteiligung der Frauen
  • neue Kernkraftwerke verringern Abhängigkeit von Öl und Gas»
«Szenario 2 - 2026:

  • Wachstumstrend liegt bei Null Prozent
  • Staatliche Schuldenquote beträgt 140 Prozent»
Im Jahre 2026 wird der Kernfusionsreaktor in Cadarache aufgebaut sein - «Iter ist unter Dach und Fach» - der International Thermonuclear Experimental Reactor. Der Weg (lat. iter) wird vielen nicht passen, aber wir müssen versuchen langfristige Lösungen zu finden. Links und rechts müssen zusammen sprechen lernen. Langjähriges Nullprozent-Wachstum oder Rückgang tut weh - allen.

Wo sind die Renten in 20 Jahren? Dieses Problem könnte jetzt noch anders gelöst werden. Die Idee ist nicht von mir, aber sie muss immer wieder aufgezeigt werden:
  • die 1. Säule soll Existenzminimum decken
  • Arbeitnehmerbeitrag für die 2. und 3. Säule soll grösser schwanken können (Wahl zwischen Existenzminimum und Wohlstand)
  • die Anlagepolitik soll frei bestimmbar sein - jeder soll seine Million ansparen können - die Frage ist dann nur, was er damit macht
  • die Pensionskasse/Versicherung soll frei wählbar sein - die Kosten sind an den meisten Orten heute noch viel zu hoch

Der Buy Nothing Day von kommendem Samstag mag wohl gute Ansatzpunkte haben. Man kann seinen Wohlstandskonsum wirklich einmal überlegen. Vielleicht einmal unsere Wegwerfmentalität, denn hier wird Geld/Wohlstand vernichtet. Der sinnvolle Konsum tut aber der Gesellschaft gut.

Wenn wir es richtig machen, wird in 20 Jahren bei uns viel konsumiert und investiert. Die ganze Welt kann unser Kunde sein. Zudem gibt es Möglichkeiten, Geld auf die Seite zu legen, ohne es der Wirtschaft und unserem Wohlergehen zu entziehen. Die meisten Menschen sind gleich ... sie sparen, statt dass sie investieren. Fragen sie uns, über die verschiedenen Wirkungsweisen von Anlageprodukten ... und freuen sie sich auf die nächsten 20 Jahre.

Kindertraum - Kinderalptraum

Der Tag des Kindes, der Tag der Kinderrechte ist vorbei. Er war am Montag - aber wieso nicht das ganze Jahr? Wie viel Rente wird es einmal erhalten?

Sind 24 Stunden für die Kinderlobby genug oder wäre es manchmal nicht angebracht zu überlegen, was aus unseren Kindern in 50 Jahren geworden ist. Die meisten denken nicht einmal an das heute: «Ich komme mir sehr komisch vor, diese Rolle als Schuhputzerin zu spielen, weil mich die Passanten kaum beachten». Beobachten und denken - unser Beruf - ist in der heutigen Zeit oft zu viel verlangt. Die Kinder sind froh, wenn man ihnen einen Fragebogen über die Kinderrechte ausfüllt. Otto Normalverbraucher ist hier überfordert - es wäre interessant, die Auswertung zu sehen. Und die Anzahl derer zu kennen, welche die Fragen beantwortet haben - ohne «weiss ich nicht», resp. «nein».

«terre des hommes» führt die Aktion durch. Jeder Mann ein Begriff! Jeder Frau auch. Nicht überall, einige übersetzen «Welt der Männer» oder gar «Welt der Ehemänner». Die Aktion ist gut. Spenden können sie auch heute noch. Längerfristig gedacht können sie auch jemanden im Testament begünstigen. Spenden ist ein Business geworden, daher sind die beiden Links schön verhängt. Die Broschüre erhalten sie nur, wenn der Name angegeben wird.

Terre des hommes sammelt sympathisch, da gibt es andere Beispiele. Beraten lassen können sie sich auch durch uns. Falls sie selbst auf keine Idee kommen, wem man vielleicht einmal Geld vermachen könnte, ich erhalte alle Jahre vier (4) Exemplare der CD «Schweizer Spenden Spiegel». Wir finden schon etwas. Aber überlegen sie sich doch einmal, wie ihre Kinder etwas erhalten und ansammeln könnten. Ein Kollege hat mir gestern gesagt, dass es eigentlich nicht möglich sei, eine Million CHF in seinem Leben an zu sammeln. Doch es ginge für viele. Aber man müsste es ganz konsequent hand haben.

Jeden Monat CHF 100 auf die Seite legen und in 65 Jahren haben sie eine Million CHF auf der Seite, wenn sie eine Rendite von 6,2% erzielen können. Mit Aktien zum Beispiel ist dies kein unmögliches Ziel. Wenn sie 3 Prozent Zins erzielen, müssen sie rund CHF 5000 pro Jahr auf die Seite legen.

Beim Rentenklau oder weniger reisserisch beim Umwandlungssatz geht es ja im Grunde genommen nur darum, wie viel Geld angespart wurde und wenn man eine Rente wählt, wie lange man noch zu leben hat. Kinder überlegen sich das noch nicht. Aber wir sollten hier einige Gedanken machen. «Konfektioniert anlegen - ich bin doch nicht doof!» Sich mit zweitklassigen Zinsen zufrieden geben ist auf 65 Jahre gedacht auch nicht «die Lösung».

Denken sie nicht nur einen Tag an die Kinder, träumen sie mal etwas länger - sonst haben Kinder vielleicht mal einen Alptraum. Und achten und beachten sie Kinder und Jugendliche. Auch im Strassenverkehr. Und lernen sie immer etwas dazu. Ich manchmal leider auch. Wir müssen nun eine Anzeige wegen Fahrerflucht einleiten. Hellgrün-bläulicher (Vertrauen/Entspannung) Wagen mit AG-Kontrollschildern, einige Ziffern sind bekannt, das AG eine Abkürzung die hier am Tag des Kindes leider zutrifft. Nicht wie im Blog Brigitte, sondern ihr Kind. Unsensationell aber einige Zeugen und wenig Zuschauer im Gegensatz zum nächsten Tag und nur 150 Meter entfernt. Und da auch «nur leicht verletzt» kommt man dann total durchnässt nach Hause - auch Zuschauer müssen leiden. Also, denken sie auch heute noch an Kinder - vermutlich waren auch sie einmal ein Kind. Und beachten sie sie auch, wenn sie manchmal nicht zu übersehen sind.

Terre des hommes - Kinder

... einen Fragebogen mehr - Terre des hommes wählt Orange und die Kinder (ausnahmsweise?) ohne Handy. Die Aufnahme entstand vor einer Grossbank mit einquartiertem Mieter mit Lust auf Bank. Und beide ohne Ambitionen für den Borsellino Kinder-Bank-Einzahl-Automaten. Borsellino ist als Kind in einem Armenquartier aufgewachsen und später von der Mafia erschossen worden. Name und Idee sind schlecht gewählt - so sollte man es nicht machen. Wenn schon, dann schon Borsalino, das ist eigentlich nur ein Hut - und wenn die wegen des Namens klagen, sicherlich nicht zum Schutz vor Regen ...

Hänsel und Gretel

... Hänsel und Gretel helfen andern Kindern. Ob wohl die Hexe im Kiosk Kinder braten will? Auf alle Fälle sieht das Knusperhäuschen schöner aus, als der sonst übliche hässliche grünliche (schon wieder) Campingwagen vor einem Weltkulturerbe - «Weg mit dem ganzen Gerümpel». Denkmalschützer müssten wie Anleger ganz langfristig gesehen auch mal quer denken, damit Kinderträume erreichbar bleiben.

Arbeitsgemeinschaft Finanzen

«Die Arbeitsgemeinschaft Finanzen ist ein Arbeitskreis aus Finanz- und Versicherungsexperten. Das Ziel: Unabhängig, Kundenorientiert und Verbraucherfreundlich über das komplexe Thema Finanzen zu informieren.»

Weitaus die meisten Beiträge des Blog der Arbeitsgemeinschaft Finanzen beschäftigen sich mit Themen der Altersvorsorge und der Krankenversicherungen - aus der Sicht von Deutschland.

Die Beiträge sind sehr sachlich und richten sich eher an einen fachspezifischen Leserkreis. Pro Tag werden mehrere Beiträge aufgeschaltet. Wer innerhalb eines Monats "weiterlesen" will, macht dies via die unterste Eingabe beim "Blogroll".

Es gibt auch humorvolle Beiträge, so zum Beispiel der allererste vom 10. Februar 2006 über Autoschäden. Dass mein Finanzblog auch manchmal in diese Richtung gelagert ist, weiss mein Leserkreis, der seit März 2005 immer zunimmt. Einzig in der Zeit der Sommerferien ist eine leichte Stagnation fest zu stellen.

In diesem Sinne noch, als sicherlich originellster Finanzblog, einen Link zum letzten Döner-Schadenfall, denn sie möchten doch jederzeit wissen, wo die nächste Verpflegungsmöglichkeit für Döner zu finden ist. Deutschland ist mit dem drehenden Grillfleisch sicherlich stärker vertreten, als die Schweiz. Eigentlich sollte ich einmal eine Story von der Person verlangen, die den Döner in der Schweiz bekannt gemacht hat. Kennengelernt habe ich diese Person nicht in einem Restaurant, sondern bei der zweiten Kappeller Milchsuppe bei der Thematik «Tolerenaz der Religionen».


... vermutlich ist mit dem Langfrist-Parkplatz auch kein Schadenfall gemeldet worden. Das Bild entstand in Deutschland, in Hannover an der Weltausstellung 2000 ...

Die neuen Aufsteigerinnen

«Sie werden gesellschaftlich und wirtschaftlich unterschätzt. Doch Frauen ab 50, dies zeigt eine aktuelle Studie, sind aktiver, offener und konsumfreudiger denn je.»

«"Ab 50 wirst du unsichtbar. Man sieht einen nicht mehr, man nimmt einen nicht mehr wahr."

Eine Erfahrung, welche viele Frauen machen. Das Zitat stammt von einer von 16 Frauen, die über alle Lebensbereiche befragt wurden. Eines zeigt die Untersuchung klar: Zu Unrecht werden sie gesellschaftlich und als Konsumentinnen gering geschätzt. ... weiter bei espace.ch ...»

Nicht nur Lifystile, Fashion, Trends für Individuen und Promostile für manch börsenkotiertes Unternehmen sind gefragt. Auch bei den finanziellen Angelegenheiten ist vielleicht wieder eine Standortbestimmung nötig. Schliesslich fängt man die zweite Lebenshälfte an. Fragen sie uns. Spätestens seit zwei Tagen kennen unsere Partner diese neue Herausforderung auch von der praktischen Seite her.

farbige Fotoapparate

... lassen sie sich nicht täuschen, individuelle Beratung ist nicht nur leicht anderes Aussehen und schöne Farbe, verlangen sie mehr ...

Schweizer Immobilienbrief Nr. 17

Gefragt ist schlussendlich immer der Kundennutzen

Das Facility Management gehört definitiv nicht zu den exakten Wissenschaften. Das ist das Fazit, welches aus dem vierten Schweizer Immobiliengespräch gezogen werden kann (Seite 1).

Glücklich kann sich nennen, wer vor 25 Jahren seine Wohnung am Genfersee gekauft hat (Seite 2) und wenn man die Grafik am Schluss des Immobilienbriefes ansieht, dürften nebst Wohnungen aus Basel auch die in Bern sehr attraktiv sein. Ein Eigenheim als Inflationsschutz dürfte nebst Aktien eine gute Lösung sein. Voraus gesetzt, man hat richtig ausgelesen und liegt mit der Wertsteigerung über der Inflation, denn spätestens seit dem Nobelpreis von Edmund Phelps wissen wir, dass Inflation kein Wachstum schafft - es wird eigentlich nur alles teurer. Sparen ist angesagt - mit einer langfristigen Performance, die über der Inflation liegt.

Dies gilt nicht nur für Einzelpersonen, sondern auch für institutionelle Anleger. Hier lösen Investment Offices passive Verwaltungen ab (Seite 6). Aber aufgepasst, was sie bauen oder kaufen möchten. Der Weidenpavillon in Huttwil (Kanton Bern) brauchte eine Überbauungsordnung und einen Gemeindeversammlungsbeschluss. Zudem wurde in der Baubewilligung auf die obligatorische Gebäudeversicherung aufmerksam gemacht. Aber es ist kein Gebäude mehr, da man dieses nicht versichern kann. Der Baurechtsvertrag läuft auch nur 30 Jahre - meistens sind es 99 Jahre.


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Immobrief

Weidenpavillon

... Haus oder nicht Haus - Weidenpavillon in Huttwil - die geschätzte Lebensdauer ist 100 Jahre (Weidenschloss Bremerhaven)
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