Kultur und Börse

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Eine gute Firmenkultur zahlt sich aus. Das Unternehmen hat Erfolg und die Börsenkurse steigen. Die Kultur kann zur Spitze führen.

Herbie wird vielleicht in der ersten Hälfte Oktober mein Stellvertreter. Er kann schreiben. Über Philosophie, Kultur, Pensionskassen, Personal oder über das Wetter. Und über Diamanten die er dem Wetter, den Wolken und seinem Wissen und Können in der Fliegerei zu verdanken hat. Ich fliege dann auch, genau genommen dort hin, wo das schöne Wetter gemacht wird. Auf die Azoren. Drei Wochen Ausland - drei Wochen kein Finanzblog - das ist keine Kultur. Vielleicht gibt es mal Pausen. Aber sicher nicht gleich wochenlang, wo wir Blogger doch so gespannt auf nächste Woche warten. Blogkultur in der Schweiz. Und ich im Ausland - schaut jeden Tag kurz hinein!

Herbie hat Kultur, aber vielleicht zu wenig Mut. Er wird ab und zu schreiben - das Passwort hat er. Herbies hat man gestern in Bern keine gesehen. Aber Hummer und gleich deren zwei - Auto Emotionen - Autokultur in Bern. Die Messe war noch nicht offen - aber reingeschaut haben wir trotzdem. Uns hat der alte Ford Thunderbird mehr gefallen. Kurz zuvor habe ich auf der Autobahn einen Alinghi-Lastwagen überholt. «Adieu Serono. Die See ruft?» .Kultur ist nicht für jeden das gleiche. Aber für irgend Etwas sollte sich jeder begeistern können.

Begeistert haben uns auch die Aussagen von vier CEO über «Was führt(e) mich an die Spitze?» - eine Veranstaltung der Berner Wirtschaftskammer der Jungen und der GBEB. Hier einige Tipps der Herren Wetter von Orange (nicht WETTER an die 300), Bucher von PostFinance, Jocham von ZLB Behring (ehemals Zentrallabor) und Stücheli von T-Systems:

- Fragen stellen
- Sich täglich einmal blamieren
- Fehler sind erlaubt
- dienen kommt vor verdienen
- Karriere kann man nicht planen
- ehrlich - kein Scheinbild
- Mut zu sagen es ist nicht blau, es ist rot
- Show funktioniert nicht
- die Emotionalen sind langfristig die Erfolgreichen
- die Excel-Sheet-Tippen kommen nicht zur Spitze
- Mut zur Kreativität (der Vorteil der Amerikaner)
- Multikulti und unterschiedlich ist erfolgreicher
- geniesst jeden Tag (es kann der letzte sein)
- heute gibt es wieder etwas Neues, etwas Interessantes


Einiges davon haben sie zumindest schon einmal gehört oder gelesen. Das ist Kultur. So etwas zahlt sich langfristig an der Börse aus. Erstaunlich nur, dass diese Art von Führung öfters bei nicht kotierten Firmen angewendet wird.

Wenn sie Morgen etwas Kultur erleben wollen, echt Multikulti, dann schauen sie in Langenthal vorbei - der Sikhs-Tempel wird offiziell eröffnet. Hier noch ein Link für solche, die gestern Fernsehen geschaut haben - der "CEO" von World Telecommunication Network (weisser Turban).

BWJ GBEB

Das Wetter und die Börse

Ob Terror oder Politik, auch das Wetter hat Einfluss auf die Börse.

«Nicht immer - aber immer öfters.» Wenn wir die heutigen Prognosen mit bis zu 25 Grad am Nachmittag anschauen, dürfte vielleicht der Bierkonsum steigen, nicht aber Bieraktien. Der Einfluss ist zu klein, da braucht es schon einen überaus heissen und trockenen Sommer. Am Wetter verdient immer einer mit, ob es schön oder schlecht ist. Skifahren, Film anschauen, Reisen - irgendwo steckt meist auch ein börsenkotiertes Unternehmen dahinter.

Aber man kann mit dem Wetter auch spekulieren. Dann bricht ein richtiges Jagdfieber aus. Im kurzfristigen der Pilzsammler, der überlegt, ob er heute oder morgen die grösseren und schöneren Exemplare findet. Aber aufgepasst, einige sind ungeniessbar und andere gar tödlich. Mit ähnlichen Überlegungen können Fonds und Hedge Fund Manager spekulieren. Hoffentlich nicht gleich mit der Anzahl an Toten, aber zumindest, dass es möglichst viele verheerende Wirbelstürme geben wird. Da fragt sich Mancher «Wieso Hedge Funds Manager Wettervorhersagen anschauen» . Bei den Amaranth Hedge Funds war es eine Wette, die verloren ging.

Es wird nicht viel helfen, wenn sie diese Risiken mit staatlicher Aufsicht (letzter Abschnitt) in den Griff kriegen wollen. Das dauert Jahre. Wenn sie solche Risiken vermeiden wollen, dann suchen sie sich einen modernen Vermögensverwalter, der nach alter Schule Anlagen tätigt. Einen Teil mit hohem Risiko, darüber kann man diskutieren, aber nicht 20 Prozent wie vielfach üblich in Hedge Funds. Rufen sie an! Sie müssen auch das E-Mail von Hand eintippen - das ist eine Schutzmassnahme um das Risiko von Spam zu vermeiden.

Mit Funds ist es wie mit Pilzen. Sie sind manchmal schwer verdaulich und die exzellenten sind nicht so leicht zu finden. Aber gleich mit Wirbelstürmen zu spekulieren ist eigentlich schon unethisch. Das müssen Leute sein, die beim Pilze sammeln gezielt den «gemeinen Schwiegermutter-Täuschling» suchen. Das ist wie bei einigen Funds. Jung und gut gekocht ist er essbar. Es fragt sich nun, wie viel Mut sie haben, welches Risiko sie eingehen wollen.

Es gibt einige, die verstehen nichts von Funds aber viel von Pilzen. Bei Pilzen beachten sie das Risiko, bei Funds nicht. Obschon sie niemals einen Giftpilz nehmen würden.

Das macht jeder. Wechseln sie aber einmal die Worte «Funds und Pilze» gegenseitig aus. Übrigens, das Wetter fordert vermutlich mehr Tote, als Pilzvergiftungen. Meiden sie auf alle Fälle den grünen Knollenblätterpilz. Wenn sie hier die ersten Symptome spüren, ist es meist zu spät - bei Funds können sie oft noch aussteigen. Aber die meisten machen das ja eh nicht.

Wenn wir das Wetter nicht kurzfristig, sondern sehr langfristig anschauen, dürfen wir dem sicher Klima sagen. (Anmerkung für Herbie - mein morgiger Beitrag ist klar, wetterklar). Nicht nur in California dürfte die Klimaerwärmung an der Börse etwas zu reden geben. Kalifornien verklagt sechs Autohersteller. Und Reuters versucht dies gleich mit einer erlaubten Manipulation zu erreichen. Ihre Headline: «Kalifornien verklagt Chrysler wegen Treibhausgasen» - erst später folgt, dass da noch andere fünf mitangeklagt werden. Man muss ja für das eigene Geschäft schauen. Was sagt die Konkurrenz Telekurs zu Chrysler?. Nichts, denn die einzige angeklagte deutsche Firma heisst meines Wissens nach DaimlerChrysler. Zugegeben börsenkotierte heissen nicht immer gleich wie die vielen Töchter. Aber es ist wie bei den Pilzen, die kleinen Unterschiede sind wichtig - man muss die Perlen (Perlpilz) finden, nicht die Panther.

Wenn wir schon bei Pflanzen und Tieren sind, wissen sie, welchen Wagen der Gouverneur Arnold Schwarzenegger in Kalifornien fährt ...

Hummer

... einen Hummer. Der kleinste braucht 14,7 Liter Benzin im Stadtverkehr ...