Computergesteuerte Fonds erobern den Markt

«Quantitativer Investmentansatz soll "Risiko Mensch" ausschalten. Der Erfolg hängt allerdings vom Analysemodell und der Marktlage ab.»

In die «Welt.de» gefunden:

«Computergesteuerte Fonds sind die neuen Hoffnungsträger der Investmentbranche. Während bei institutionellen Kunden die so genannten quantitativen Analysemodelle schon lange en vogue sind, erobert die Fondsklasse nun auch die private Anlegerschaft.

von Beatrix Fricke und Holger Zschäpitz ... weiter zum Artikel ...»

Für Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren unabhängigen Vermögensverwalter - der Bankberater wird (darf?) keine finden.

Gab es nicht einmal einen Crash und nach diesem wurden automatisch vom Computer generierte Stopp loss Aufträge verboten? Wir vergessen schnell und wenn alle das gleiche tun wollen, kommt es meistens nicht gut heraus. Handel lebt vom Kauf und Verkauf. Das ist bei der Börse gleich und wenn eine Seite mehr handeln möchte, dann boomt die Börse - oder dann gibt es einen Crash.

Dann können wir zumal hoffen, dass nicht alle auf die gleiche Software zurück greifen, nach den gleichen Kennzahlen arbeiten und den gleichen Anlagestrategien vorgehen. Sonst dürfte es um einige Aktientitel ein Gedränge geben. Zuerst nach oben - und dann nach unten. Im obigen Link sind 50 Prozent Eigenkapitalquote verlangt. Hier geht man auf Sicherheit. In unserer Branche sind 30 Prozent üblich und in der Praxis geht man oft darunter.

Gerade hier könnte ein Computer Vorteile haben - der denkt, wenn überhaupt, immer gleich. Aber zuvor hat der Mensch gedacht und manchmal auch an Fehler. Über Softwarefehler werden sie täglich neue Meldungen finden, wenn sie googeln. Irgendwie würde man jetzt mit einem Kunstgriff "alt gedrückt und drei Zahlen eingeben" das TM Trade Mark Zeichen finden.

Lassen sie aber mal seine Softwareidee schützen! Das geht nicht. Ein Programm können sie schützen, nicht aber vereinfacht gesagt wenn einer selbst ein Programm schreibt. Das dürfte heissen, dass in Zukunft noch viel mehr Banken und Fondsanbieter solche Programme schreiben werden, denn mit diesen kann man zum Vorteil selbiger Häuser auch gleich viele Analysten einsparen, Kosten senken, Gewinne erhöhen - die Welt sieht dann alles ähnlich ...

... aber man könnte Nebenwerte kaufen, denn davon gibt es zu wenige als dass sie grosse Asset-Pool anfassen ...

... aber dann muss man ein spezielles Wissen haben, denn hier reichen meist Analysezahlen nicht mehr aus ...

... der selbständige Vermögensverwalter wird durch computergesteuerte Fonds nicht abgeschafft - vermutlich tritt das Gegenteil ein ...


Nachtrag: Computer gesteuerte Fonds heissen auch «Quant-Fonds»

Weinblog oder «der Wein tönt gut»

Wein ist Geschmackssache und manchmal ist es gar nicht so einfach, den eigenen Geschmack heraus zu finden.

Es gibt so viele Weine und verschiedene Gemütsstimmungen und vielleicht auch ein anderes Essen, dass plötzlich der eine Wein schmeckt, dem man das gar nicht zu getraut hätte. Jeder muss seinen eigenen Weg finden.

Ein Hilfestellung mag für Einige das Geschmacksrad sein. Aber nicht jeder riecht und schmeckt gleich gut und dann schmecken Berner und viele Schweizer mit ihrer Mundart als Eigenheit auch noch mit der Nase und dem Gaumen. Das Wort «riechen» fehlt in unserem Wortschatz, das existiert nicht und deshalb diese kleine Begebenheit, wie man Wein auch testen kann:

Ort: Berner Weinmesse
Beteiligte Personen
  • Martin - Önologe und Weinhändler von Hammel Weine
  • Urs - Wein- und Katzliebhaber
  • 10 Statisten, deren Riechnerven so hohe Stufen nicht mehr ganz erreichen

  • Handlung - Teil 1: Martin zu Urs - der riecht nach Banane. Und Urs - aber auch etwas nach Melone, Zuckermelone genau genommen ... .

    Handlung - Teil 2: Meine Wenigkeit: Jetzt sagt doch bitte noch nach welcher der über 500 Zuckermelonen der Wein riecht. Wir können diese Details nicht mehr unterscheiden, aber dafür tönt der Wein sehr gut!

    Handlung - Teil 3: Jeder hebt sein Glas ans Ohr, hört und staunt - Meeresrauschen.

Versuchen sie diesen Test einmal. Falls sie aber auch Möwen hören, haben sie vermutlich schon zuviel degustiert. Als Test können sie es dann mit lesen versuchen. Falls ihnen der Weinatlas hier Spanisch vorkommt, ist dem so und falls sie über einige Tage Zeit verfügen, dann beachten sie auf dem Blog von vinography die Linksammlung ... viel Spass und danke an blogknowhow für diesen Tipp. Grund genug eine neue Kategorie Links bei mir zu eröffnen.

Dynamische harte Männer ...

... haben es nicht immer einfach. Für mich kommt der Abgang von Reto Hartmann bei der Feintool Lyss nicht überraschend.

Die Industrie hat mich immer begeistert - dort wird noch etwas hergestellt das man in die Hand nehmen kann und dies fehlt je länger je mehr in der Schweiz. Es fehlen je länger auch Führungskräfte die Arbeiter begeistern können. Leute die motivieren können. Einer fehlt jetzt in Lyss. Ob der nachfolgende CEO begeistern kann wissen wir nicht. Auch wenn ich über familiäre, kollegiale und eigene Tätigkeiten vermutlich etwas mehr als der Durchschnitt über dieses von den Produkten her beachtenswerte Unternehmen verfüge, kann ich nur spekulieren woher der Nachfolger kommen wird. Es würde mich nicht erstaunen, wenn er aus der Industrie und allenfalls aus dem Ausland kommt.

Vermutlich hat man Angst, wieder einen Branchenfremden zu nehmen. Zugegeben, es ist nicht das Gleiche ob Merkur-Kaffee und Bico-Matrazen hergestellt werden oder Feinstanzmaschinen und Fertigungsautomaten. Aber der Kunde dieser Maschinen ist vielleicht auch aus der Komsumgüterindustrie. Taschenmesser dürften auch an Kiosks zu kaufen sein oder Ladyshaver in Geschäften wo auch Kaffee angeboten wird. Die Denkweise des Kunden zu begreifen ist viel wichtiger, als fundierte Branchenkenntnisse mit zu bringen. Wenn wir den Verlauf der Aktie über die vergangenen Jahre anschauen, spiegelt sich darin sicher ein Teil der Dynamik und der Motivationskraft von Hartmann und der vorwiegend harten Männer, die in die Hände gespuckt haben. Diese waren von ihrer Arbeit (wieder) begeistert.

Die Damen darf man eigentlich nicht fragen ob sie traurig sind, dass Hartmann gegangen ist. Mit denen ich gesprochen habe waren begeistert. Nicht von seinem Abgang, sondern, als er noch da war und vermutlich liegt es nicht nur an seinem Aussehen. Dynamische Männer haben es in einer doch eher konservativen Umgebung nicht immer einfach - warten wir mal ab deren Dinger jetzt folgen werden.

... übrigens, die letzten Aktien von Kunden haben wir Ende April verkauft. Die Stimmung der Mitarbeiter ist vielfach der bessere Indikator, als Finanzresultaten, die Welte-n von dem entfernt sein können, was demnächst einmal ist. Wir sind gespannt, wie die Geschichte weiter geschrieben wird ... und «Reisende soll man nicht aufhalten», aber vielleicht doch eine kleine Passage in diesem Text exakter anschauen:

«Doch die Analysten der Genfer Privatbank Lombard Odier Darier Hentsch sind der Ansicht, dass Feintool im Top-Management ein Führungsproblem habe.»

Die Antwort von Verwaltungsrats-Vizepräsident Alexander von Witzleben nahm nur auf eine Person Bezug. Das Top-Management sind aber meistens mehrere Leute und je nach Organisation zählen unter Umständen auch solche des Verwaltungsrates dazu. Übrigens, bei der Jenoptik gibt es im Top-Management Leute die bestens motivieren können. Vielleicht müsste man am einen oder andern Ort einsteigen und Aktien kaufen.

Schweizer Immobilienbrief Nr. 10

Von Immobilien die man nicht betreten kann und von Städten, die vielleicht gar nie entstehen ist im neuen Schweizer Immobilienbrief die Rede.

600 Meter hoch und mit Öl gefüllt - die Rede ist nicht von einer Pipeline die einen Berg überwindet sondern von einer Salzkaverne die mit Öl gefüllt ist. Das ist keine Fiktion sondern Realität. Ob dagegen der Stadtraum HB, die Stadt über den Gleisanlagen, realisiert wird, bleibt dem Stimmvolk vorenthalten.

Der letzte Artikel veranlasst sie vielleicht wieder einmal die Asset Allocation ihres Wertschriftendepots zu überprüfen - oder lassen sie das durch uns machen.

... weiter als pdf-Datei im gleichen Fenster

... oder zum herunterladen auf ...

Immobrief

Brücken verbinden

Brücken werden meist gebaut um über einen Wasserlauf zu gelangen. Aber nicht immer nur ...

Den Pont du Gard überquere ich heute bei der Heimreise nicht. Und die meisten, die ihn kennen, haben diesen Aquädukt nur von unten gesehen.

Pont du Gard

... Brücken von oben faszinieren. Bleibt nur die Frage ob die heutige Bauqualität die gleiche ist und ob die Brücke von Millau im Jahre 3950 noch bewundert werden kann. Dann dürfte sie gleich alt sein, wie die «Frischwasserleitung», welche über den Gard führt. Es war nicht nur eine Kunst, dieses Bauwerk zu bauen, es war auch eine Kunst, dieses immer mit frischem Quellwasser speisen zu können. Die besten Geschäfte erzielen zur Zeit Mineralwasser- und Bierverkäufer. Wasser ist Mangelware - zur Zeit zu mindest. Unsere eigene Quelle liefert mehr Wasser, als es schon im Gard zu sehen gab. Pardon, hier heisst der Fluss Gardon.

Kajak und Kanu sieht man praktisch keine zur Zeit. Der Wasserstand ist viel zu tief, obschon einige Einheimische sagen, die Stauseen werden geleert, damit man Boot fahren kann. Am Gard gibt es keine nennenswerten und am andern Fluss, der Cèze, ein grösseres Rückhaltebecken. Diese werden aber nicht der Boote willen geelert - das hilft eh fast nichts - sondern möglicher Regenfälle wegen, die nach einigen Monaten fast ständigen Ausbleibens zwar ersehnt werden, aber dann oft sintflutartig kommen..

Pont de Saint Ambroix

... Wasser sieht man nur, weil es angestaut ist - und verwilderte Tomaten im Vordergrund weil diese noch nicht vom Wasser mitgerissen wurden. Die sind köstlich zu essen - bitte den Platz nicht weiter verraten. Die Brücke über die Cèze wird 50-jährig. Eigentlich nichts Erstaunliches. Und trotzdem, sie ist die erste grosse selbsttragende Brücke in Frankreich - eine vorgespannte Balkenbrücke mit 80 m Spannweite. Die Brücke wurde nicht etwa neu gebaut, um den Fluss zu überqueren, sondern, dass bei Überschwemmungen das Wasser unten durch kann. Schon drei Jahre später war der Wasserstand bei Überschwemmungen wesentlich höher und die am Brückenkopf 11.50 m hohe Strasse wurde um noch einige Meter überflutet.

Vermutlich wurde diese Brücke durch Eugene Freyssinet erbaut, der Gründer der heute unter anderem noch im Brückenbau tätigen Unternehmung. Das dürften die Vorfahren der Brücke in St. Ambroix sein - alle 74 m Spannweite.

Von Verveine und Michelin

Wie kommt man von Verveine über Michelin zu Wein?

Das letzte mal haben wir einen Ausflug über französische Kräuter-Destillate gemacht. Und eigentlich sollten wir am Schluss ja wieder bei Wein landen - einem ganz ausgezeichneten.

Aufgehört haben wir mit dem Verveine der übrigens wesentlich giftig-grüner sein kann als die Fee vert. Ein Wermuth-Getränk das zumindest dem Namen nach zu Wein führt. Das ist zu einfach, erst noch in der Schweiz und hat vermutlich nichts mit Börse zu tun. Man kann sich bei Weingütern und Weinhandlungen manchmal gewaltig täuschen, wer im Hintergrund das Sagen hat. Dies sehen sie oft nicht einmal im Geschäftsbericht unter den konsolidierten Beteiligungen - solche Geschäftszweige finden sich eher unter den Beteilungen, der beteiligten Beteiligungen. Oder ganz einfach unter dem Anlagevermögen, das auf einen Franken abgeschrieben wurde. Den Wein braucht man ja zum Beherbergen der Gäste und Kunden.

Verveine Brennerei


... schon einen Besuch wert so eine Vereine-Brennerei und in Le-Puy-en-Velay gibt es noch einiges anderes zu sehen. Den Zugang zum Kloster ist einfacher, als zur Fabrik von Michelin, die wenige hundert Meter von der Brennerei entfernt ist ... Erstaunlich, was Wikipedia alles zu berichten weiss - Michelin - Puy-en-Velay oder auch kleine Details, die leider was das heurige Jahr betrifft eher in die Boulvardpresse gehören.

Michelin

... weiter im Süden, nachdem die Pneus wieder einige Kurven zu meistern hatten, kommen wir ins Departement Gard. Auch hier ist Michelin fast allgegenwärtig - wer bei dieser Werbung ist, soll nordöstlich abbiege, dreihundert Meter fahren und dann sieht er mich hier tippen - zumindest heute noch. Morgen kommt eine heute geschriebene «Konserve» aus der gleichen Gegend.

Und in dieser Gegend gibt es auch Brennereien ...

Lavendelbrennerei

... die einzige in Betrieb stehende Lavendel Brennerei im ganzen Departement. Dieses (Gewürz)-Kraut aus der Familie der Lippenblütler ist wohl als Beigabe in einigen Likörs zu finden, aber mit der sogenannten Schleppdestillation - Wasserzugabe ist hier erlaubt - wird Lavendelöl vor allem für die kosmetische Industrie gewonnen.

fahrbare lavendelbrennerei

... wer das Prinzip etwas übersichtlicher mag - hier eine fahrbare Lavendel-Brennerei für kleine feine Spezialitäten.

Zum Schluss noch einen Sprung über den Gardon und wir sind im südlichsten Vallée-du-Rhòne Gebiet, dem Costières de Nîmes, genau genommen im Terre d'Argence. Ein Familien-Weingut dürfen wir sicher nennen - das Château Mourgues du Grès. Das Spitzengut hier unten, das sich seinen Namen gemacht hat. Aber es gibt andere, unbekannte Weinproduzenten, die haben zumindest in den unteren Preisklassen mindestens eben so gute Weine - aber etwas günstiger. Der angeheiratete Namen macht es ersteren vielleicht etwas leichter, dass man in hochstehenden Restaurants diese Weine antreffen kann - gepunktete Häuser allenfalls sogar von Guide Michelin.

Mein Kollege der das Château Musar kommentieren will (vermutlich nicht mit eigenen Bildern), möchte jetzt wissen, wer der «andere» ist. Aber das ist wie mit Aktien - Tipps gibt man höchstens im Kollegenkreis weiter - oder an Kunden. Leider ist bisher von den heute erwähnten Familien noch niemand mein Kunde, aber einem Kunden ist es zu verdanken, dass ich beim Verveine gelandet bin. Er mag solche, Wein aber weniger. Ich mag in der Zwischenzeit auch Vereine. Wie beim Wein -
lange nicht jeden.

Aufruhr in Zürich - mindestens für einen Drittel

«Ein höchstrichterliches Urteil schreckt die Schweizer Finanzwelt auf. Es geht um Milliardenbeträge, die Kunden jetzt von ihren Vermögensverwaltern zurückfordern könnten ...»


... danke dem Blogleser, der mir diesen Artikel von Lutz Reiche des Manager-Magazins zugestellt hat.

«... - oder von den Banken, die es den Verwaltern jahrelang zugesteckt haben. Doch das Geld gehört den Kunden, urteilte das Schweizer Bundesgericht.»

Hamburg/Zürich/Frankfurt am Main - Schweizer Banken und Vermögensverwalter gelten für gemeinhin als diskret. ... weiter ... » (4 Teile)

... diskret sind wir nicht immer. Im Blog sind schon einige Erlebnisse mit Kunden geschildert. Im morgigen Artikel wird eine Indiskretion wiedergegeben. Wein degustieren ist auf der einen Seite angenehm und wenn man dann noch ins Gespräch verwickelt wird, wenn ein Weinbauer einem Berufskollegen Ratschläge erteilt und zudem noch alle die bekannten und grossen Konkurrenten kennt, dann wird es interessant. Aber Namen nennen wir nie! Rückschlüsse auf Kunden werden nie möglich sein - ausser, einer hat den Wunsch, dass man etwas über ihn im Blog erwähnt - für ihn Werbung macht.

Professor Hans Geiger vom Swiss Banking Institute der Universität Zürich im 3. Teil: «Vor allem erhofft sich der Züricher Finanzexperte von dem Urteil, dass es die unabhängigen Vermögensverwalter künftig auch tatsächlich unabhängiger von den Schweizer Banken macht. Mindestens ein Drittel ihrer Einnahmen bestreiten die Verwalter durch die Zuwendungen der Banken...». Ich wiederhole «mindestens ein Drittel ..»

Gestern haben wir über die Interpretierbarkeit der Wahrheit geschrieben - haben sie übrigens den Fragebogen schon ausgefüllt? Ich kann es nicht kontrollieren - das ist eben auch Diskretion. Aber im obigen Abschnitt nimmt es jemand mit der Wahrheit alles andere als exakt. Vielleicht disqualifiziert sich ein Finanzexperte selbst, falls er das so gesagt hat und vielleicht nimmt es das Magazin nicht wörtlich sondern eher im Bildstil.

«Mindestens ein Drittel» ist abschliessend - jeder, alle verdienen mindestens 33,3 Prozent. Bei uns sind es exakt 12,45 Prozent - knapp ein Achtel. Nun, aus welchem Grund kommen sonst angesehene Institutionen auf solche für kleine Vermögensverwalter Existenz vernichtende Falschaussagen. Weil sie vermutlich mit dem grossen Teil Recht haben - aber eben nicht bei allen.

Wir versuchen bei unseren verwalteten Vermögen kostenintensive Fonds und derivative Produkte zu vermeiden.

Hier liegt des Pudels Kern begraben. Ich schreibe es gerne noch einmal:

Fonds streuen nicht nur das Risiko sondern eher extrem viel Geld in andere Kassen.

Wenn sie schon über Vermögensverwalter beunruhigt sind, dann wechseln sie doch nicht zu einer solchen Bank oder Institution, die ihnen ihr Depot mehrheitlich mit Fonds füllt - möglichst solchen, die einige Prozent kosten. Es gibt viele Fonds die haben einen Ausgabeaufschlag von 5 Prozent - vier für den Vermögensverwalter!

Also liebe potenzielle Kunden, arbeiten sie mit dem Vermögensverwalter zusammen und lassen sie diesen am Gewinn teilhaben, dann ist er nämlich auch daran interessiert, möglichst viel heraus zu holen. Aber die Risiken nicht unberücksichtigt lassen. Und lassen sie sich nicht mindestens einmal im Jahr das Depot umschichten. Das gibt für schwarze Schafe mehr Retro im Jahr, als der Kunde Entschädigung zahlt.

Bitte, nicht alles in den gleichen Topf werfen - selektionieren und nicht alles glauben, was «grosse Namen» schreiben - lieber klein und fein.

Die Buchstabenzunft dankt für ihre Mitarbeit

Heute mach ich es mir einfach - ich lass die Leser arbeiten. Wir werden aber Schlüsse daraus ziehen um noch interessanter «in der etwas anderen Art» zu bloggen.

Für die ganz Eiligen. Hier geht es zum Fragebogen. Bitte nicht kneifen, es müssten einige hundert Antworten erfolgen, wenn jeder Leser mithilft. Danke.

An der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz - kurz Uni Mainz genannt schreibt Ingo Haupt ... Ich soll jetzt seinen Text abschreiben, nein, den lesen sie unten als Zitat. Der Namen des Johannes Gensfleisch zur Laden zum Gutenberg wird ja auch schon verkürzt - alles muss schneller gehen. Der Besagte Johannes Gutenburg hat unser Leben viel einfacher gemacht - den Buchdruck erfunden.

Buchstaben lassen eine gewisse Interpretation zu. Man verbuchsatanbelt oder interpretiert die Wahrheit zu seinen Gunsten - so 100-prozentig ist die eh nie genau definierbar. Und der Gutenburg hat ja genau genommen nicht den Buchdruck erfunden, sondern er war der erste Schriftsetzer und hat - weil es den Beruf noch gar nicht gab - die Buchstaben selber herstellten müssen. Nicht einfach eine anspruchslose Schrift wie die Lether Gothic, die noch heute angeblich von einigen Zeitgenossen auf Schreibmaschinen meist direkt auf das Papier gestanzt wird. Den Blogsatz - sorry Blocksatz - in der perfekten Form. Hier ein Beispiel seiner Kunst mit Buchstaben - die Gutenberg-Bibel. Um wieder Zeit zu sparen hier in digitaler Form.

Wir Blogger haben eigentlich dem Gutenburg so viel zu verdanken, dass wir ihn zum Schutzpatron der Weblogs ernennen müssten.

Ohne ihn ginge bei Weblogs nichts und ohne unsere Leser würde von uns nur auf die Halde produziert. Darum eine Bitte, die wenige Minuten dauert: «Füllen sie bitte den Fragebogen aus, damit die Bloggerwelt von ihnen und sie dann wiederum von uns profitieren können.» Die Resultate werden auf Verbesserungs-Möglichkeiten durch gearbeitet.

Um was es genau geht - da greifen wir auf das Kopieren zurück. Etwas Kleines, das uns extrem viel Zeit einspart. Linke Tasten halten, scrollen ... aber das kennen sie ja alles. Aber wir wollen ihre Meinung wissen:

«Mein Name ist Ingo Haupt und ich bin BWL-Student an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Im Rahmen meiner Diplomarbeit am Lehrstuhl für Marketing von Prof. Dr. Frank Huber führe ich eine Untersuchung durch zum Thema „Business Blogs als Instrument für Konsumentenloyalität“. Die Zielsetzung meiner Forschungen ist es, herauszufinden welche Qualitäts-Merkmale eines Business Blogs am wichtigsten sind für Konsumenten und wie Unternehmen ihr Weblog einsetzten können, um Konsumentenloyalität zu schaffen. Die Teilnahme und Hilfe Ihres Unternehmens wäre für diese Studie besonders wichtig. Sie würden damit dazu beitragen, neue Erkenntnisse zu gewinnen, wie Unternehmen über ihr Weblog Kundenbeziehungen aufbauen und verbessern können. Die Ergebnisse werden dabei sicher auch für Sie von großem Interesse sein.

Ihr Unternehmen habe ich ausgewählt, da das Finanzblog ein bekanntes deutschsprachiges Business Blog ist. (Anm. sml. Danke für die Blumen). Daher wäre auch die Meinung Ihrer Leser besonders wichtig für diese Untersuchung. Als kleinen Bonus für die Teilnahme an der Befragung werden drei Einkaufs-Gutscheine für je 20 € unter den Teilnehmern verlost, die den Fragebogen komplett ausfüllen. Im Gegenzug für die Unterstützung durch Ihr Unternehmen werde ich Ihnen gerne die Ergebnisse dieser Arbeit vor der offiziellen Veröffentlichung zuschicken.

Alle Angaben werden selbstverständlich streng vertraulich behandelt. Die Untersuchungsergebnisse werden in anonymisierter Form veröffentlicht und dienen als Datengrundlage dieser nichtkommerziellen empirischen Studie. Falls Sie weitere Fragen zu dieser Forschungsarbeit haben sollten, dann schreiben Sie mir bitte eine E-Mail unter «ingohaupt at gmail dot com» oder informieren Sie sich auf meinem privaten Weblog unter http://businessblogstudies.blogspot.com, auf dem ich die Fortschritte meiner Diplomarbeit dokumentiere.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und Hilfe.

Ingo Haupt
BWL-Student an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz am Lehrstuhl für Marketing von Prof. Dr. Frank Huber

zum Fragebogen

zu den aktuellen Fortschritten: http://businessblogstudies.blogspot.com

E-Mail für Fragen: «ingohaupt at gmail dot com»

Mich brauchen sie nicht zu fragen. Ich sehe nur die anonymisierten Ergebnisse. Bei mir können sie aber Kunde werden und ihr Vermögen von uns verwalten lasen. Wissen sie übrigens, wieso ich das BWL-Studium wie Ingo Haupt auch in Marketing abgeschlossen habe?

Prof. Dr. Max Boemle: «Sie schliessen in "Marketing" ab! Zwei Fachrichtungen sind bei uns im gleichen Jahr nicht möglich und "Finanzen" sind bei ihnen überhaupt kein Problem. Sie kommen aber nächstes nicht noch einmal freiwillig und auf diese Art müssen sie die 17 Zusatzseminare in Marketing besuchen. Die Finanzseminare besuchen sie eh und sie werden ihr Leben nicht immer in einer Finanzabteilung verbringen. Das ist ihnen zu langweilig!»

Wie recht er hatte! Danke an Boe, Gutenburg und danke ihnen, dass sie den Fragebogen gleich jetzt ausfüllen.

Was vom SMI übrig blieb

«Wie sich der Schweizer Leitindex von 1996 bis 2006 verändert hat.»

«Die Veränderungen in der Schweizer Wirtschaftswelt lassen sich hervorragend an der Entwicklung des Swiss-Market- Indexes ablesen. Von den im Jahr 1996 im Leitindex vertretenen Konzernen sind rund ein Drittel verschwunden; zehn neue Unternehmen kamen hinzu.

... weiter im NZZ-Online-Artikel vom 3. August 2006 ...


Akutelle Zusammensetzung des Swiss Market Index. Der SMI seit 1988 - na ja, zumindest in der Präsentationsart dieser Excel-Tabelle scheint sich seit mindestens 10 Jahren bei der SWX Nichts mehr verändert zu haben. Aber einiges Vergangenes zündet immer noch gut ...

SBV und Rasen

... aktuelles Rasenbild aus Südfrankreich - hier sind Zündhölzer nicht mehr überall erlaubt - an der spanischen Grenze wurden rund 10 000 Camper vertrieben ... - alles ist in Bewegung.

Pastis und andere Kräutergetränke

Pastis ist so etwas wie ein Nationalgetränk in Frankreich - aber nicht der einzige Kräuterschnaps.

Durch den Louche-Effekt wird der Pastis beim Verdünnen mit Wasser physikalisch getrübt. 10 Teile Wasser und 1 Teil Alkohol - so schmeckt jeder Schnaps eher wie Sirup. Pur getrunken ist für echte Kenner fast wie Musik im Gaumen, er schmeckt wesentlich besser. Um alle Feinheiten zu beurteilen, kann man Schnaps mit entkalktem Wasser auf rund 20 Vol. Prozent verdünnen. Aber bitte dann ein INAO- oder DIN-Weinprüf-Glas zum Beispiel von Schot - 100%ige Tochter der Carl-Zeiss Stiftung) oder gar einen Cognac-Schwenker nehmen. Die zwar meist schön an zu sehenden französischen Zahngläser sind für den Genuss eher ungeeignet - aber man macht es halt so, kennt nichts Besseres oder ist zu faul um andere Gläser zu holen.

Wenn den Pastis schon stark verdünnen, dann als Hustensirup-Ersatz. Sollte er beim Aufguss von heissem Wasser nicht milchig werden, haben sie eine Qualität mit wenig ätherischen Ölen erwischt, die sich dann bis zu einem gewissen Grad wieder auflösen. Da mich die experimentelle oder wissenschaftliche Seite von Kräuterschnaps fasziniert, sollten wir unweigerlich zum Absinth wechseln, denn hier ist der Hustensirup zum neusten Spleen geworden. Würfelzucker mit Absith übergiessen und anzünden, ins Glas tropfen lassen. Das nimmt die Bitterstoffe, die üblicherweise mit Wasser verdünnt werden.

Aenisgetränke wie den Pastis gibt es rund um die Welt und im Gegensatz zu den Franzosen, trinken Norddeutsche diese Getränke nicht am liebsten bei Sonnenschein, sondern bei Regen und Küstennebel von Behn - die Bahn ist dann angebracht oder ins Wirtshaus zurück. Beim früher verbotenen Absinth, wie man heute weiss, war nicht das Thujon das eigentliche Problem, sondern die Menge die getrunken wurde. Für mich ist total erstaunlich, dass gerade mit Kräuterschnaps so viele Zechfeste gefeiert werden. Vermutlich weil die meisten Kräuterliköre fürchterlicher Fussel sind. Einige Pastis und Absinth mit einbezogen. Bitte nur geniessen.

Nur weil das Wermut-Getränk Absinth verboten war, ist es heute zum "In-Getränk" aufgestiegen. Die meisten sind viel zu teuer, wenn man die Qualität berücksichtigt. Der Kult darum ist aber faszinierend, es gibt selten so viele interessante oder schöne Internetseiten und erste Lokale entstehen.

Wer Lust hat ganz spezielle Kräuterschnäpse zu finden, hat die Qual der Wahl - es gibt Tausende - vom Brechmittel bis zum faszinierenden Getränk. Wenn Rezepte frei einsichtbar sind, stimmt etwas nicht. Es ist das best gehütete Geheimnis, was in einem Gewürzlikör steckt, wie die Kräuter angesetzt werden, das Mischverhältnis und die entsprechende Kunst die mit bis zu 100 verschiedenen Kräutern durchsetzten Grundalkohole allenfalls noch einmal zu brennen.

Im Gegensatz zu manchem Getränkekonzern der Aromastoffe zugibt, wird hier die Kraft der Kräuter durch Mazeration gewonnen. Die Herstellung eines Kräuterlikörs kann von einige Minuten bis zu Jahren gehen. Hier wird aber dann nicht mehr industriell filtriert sondern über Jahre geklärt, bis sich der Trub auf dem Fassboden ansammelt. Zum Beispiel beim 10 Jahre gereifte Verveine von Veley von bisher knapp etwas über 1000 Flaschen verkauft wurden. Etwas Zeit brauchen sie auch zum durchlesen der Seiten von Oxygenée.

Ach Annabell, ach Annabell, du bist so herrlich intellektuell - was würde besser zum Blog von Annabell passen, als die Absinthbar die vom Künstler geschaffen wurde, der ...

Laibstatt

... hier echt im Duo Laibstatt einen blauen Pastis und den Tradition Cévénole aus einem der Nachbardörfer geniess ...

Grüne Fee Solothurn

... und zur Zeit trinkt Christian Stattmann eher einen Pastis Citron 51 (vermutlich meinem Alter zuliebe), als einen Drink im ersten Absinthlokal der Schweiz, die von ihm gestaltete GrüneFee Solothurn ...
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