Verkehr: Stau muss nicht sein?

In «Cash» wurden von Experten «Zehn grosse Ideen für eine bessere Schweiz» vorgestellt. Beim Verkehr: Stau muss nicht sein - "Roadpricing" heisst die Lösung für den Agglomerationsverkehr.

Der oben erwähnte Artikel regt zum Denken an und hoffentlich lesen den auch einige einflussreiche Personen an wichtigen Schaltstellen. Die Zeitschrift ist noch bis am Mittwoch am Kiosk zu haben. Ich werde mir erlauben, in den nächsten Wochen verschiedene Thesen mit Frankreich zu vergleichen. Falls die vorgestellten Ideen in den nächsten Jahren verwirklicht werden, kann man damit Geld verdienen - oder verlieren. Vermutlich hat jede dieser Ideen Einwirkungen auf die Börse. Es liegt dann am jeweiligen Vermögensverwalter, die richtigen Titel zu finden. Bei volkswirtschaftlichen Neuausrichtungen gibt es nur Stockpicking - das Fondsgeschäfts können sie ganz vergessen.

Ja, vielleicht gibt es sogar kritische Fragen an die jeweiligen Experten. «Weltweit erscheint das Roadpricing oder die Strassenbenützungsgebühr als Lösung unserer Verkehrs- und Umweltprobleme.» In der Überschrift wird der Experte Adrian Schmid, Leiter Politik beim VCS Schweiz schon präziser: «... für den Agglomerationsverkehr.» Da ist der TCS nicht gleicher Meinung über die so genannte Innenstadtmaut. Wenn die Probleme mit dem Roadpricing so einfach gelöst werden könnten, würden wir nicht nur über London sprechen.

In Paris, Lyon, Nimes ... sind solche Systeme denkbar, vermutlich auch schon diskutiert worden. Diese Städte haben eine andere Struktur. In London drängt alles zur City - in Frankreich fährt ein grösserer Prozentsatz nicht in die Stadt hinein, sondern quer oder drängt zur Stadt heraus. Auch wenn das ganze Land nach Paris ausgerichtet ist. «Die Idee hinter dem marktwirtschaftlichen Instrument Roadpricing ist einfach: Autofahrende sollen die wahren Kosten tragen» - so der Experte vom VCS. Es ist nicht einmal so einfach, die wahren Kosten zu ermitteln. Die Idee ist gut aber in der Schweiz noch schwieriger um zu setzen, denn wir haben prozentual viel mehr Einfallsstrassen die kontrolliert werden müssen. Oder anders gesagt, im Vergleich zum Ausland bedeutend weniger Verkehr. Dies macht das System bei uns teuerer.

Auf Autobahnen (für lange Strecken) gibt es vielleicht einmal eine Lösung - Galileo. Vorher müssen sich die Ferienfahrenden vermutlich weiter hin mit Staus durchschlagen. Oder man wählt die Strecken so, dass man Staus umgehen kann, was aber für die Tourismus-Masse meist nicht so einfach ist. Mangels Kenntnis der Bouchons und im Herdentrieb will man ja nur eins: ohne Umwege weiterkommen, dauere es so lang es wolle.

Pneu

... 39 Grad, eben 30 Minuten Stau hinter sich, schwere Last und dann aufs Gas - wer die Explosion des Pneus nicht gesehen hat, hat sie zumindest gehört ...

LKW-Transport

... keine Angst, der Lkw kommt nicht entgegen. Hier werden nur einige Zugfahrzeuge transportiert und der Fahrer fährt trotz zerfetztem Pneu bis zur nächsten Pannenstelle um einen grösseren Stau zu vermeiden. Das beste gegen Stau ist immer noch anständig zu fahren oder gar nicht erst hin zu fahren. Und manchmal ist man trotz Stau schneller, als wenn man quer durch die Agglomeration den Stau umfährt.

Schweizer Immobilienbrief Nr. 9

Auf der einen Seite Bauboom im Wüstensand und auf der andern Seite hält auch fester Fels nicht immer.

Es ist wieder soweit: Die aktuelle Ausgabe des Schweizer Immobilienbriefes liegt für Sie zum Abholen auf unserem Server bereit. Kompetent recherchiert versorgt Sie der Schweizer Immobilienbrief jeweils mit qualitativ anspruchsvollen redaktionellen Inhalten. Unter anderem befassen wir uns dieses Mal mit folgenden Themen:

- Weiterer Anstieg der Baupreise
- Deutsche Immobilien-Hochburgen mit Umsatz-Minus
- Höhere Mieterträge bei Jelmoli
- Neue Skyline in Uster

Falls sie sich selbst am «Bauboom im Wüstensand» (Seite 6) beteiligen möchten, rufen sie mich an oder geben mir ein E-Mail. Ich kenne Beteiligungsmöglichkeiten in Dubai. Sehr wahrscheinlich sind diese Häuser nicht auf Sand gebaut, sondern auf stabilen Fels. Aber wie sie vom Eiger her wissen, scheint auch massiver Fels nicht immer zu halten. Beim bauen ist der Standort entscheidend und in der Jungfrau-Region gibt es einige aussichtsreiche Lagen, die man besser nicht als Baugrund erwirbt. Am Eiger wackelt die Wand und deshalb gilt es den Baugrund immer exakt an zu schauen. Zudem ist es nicht von Nachteil, wenn man sich über die Dimensionen einer Baute einigen kann. Am Eiger ist die Rede von 700'000 Tonnen bis zu 700'000 Kubikmeter Kalkstein die schon abgestürzt sind. Das ist rund 2 1/2 mal mehr - die spezifische Dichte (spezifisches Gewicht) ist massgebend.

Man kann es auch anders ausdrücken: Zahlen sind manchmal Glückssache. Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass die Oberländer vor Ort am besten schätzen. 500'000 Kubikmeter die abgebrochen sind entsprechen dem Volumen von rund 350 grösseren Einfamilienhäusern oder für den Wegtransport dieser 1,25 Mio Tonnen bräuchte es rund 50'000 grosse Baustellen-Lkws von einer Gesamtlänge von rund 600 km.

Beim Bauen und bei Finanzen ist man nicht immer exakt - aber Abweichungen um Faktoren sollten die Ausnahme sein.


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Immobrief

Eiger Mönch Jungfrau

... «Nieder mit den Alpen! Freie Sicht auf das Mittelmeer!» Bis aus Eiger, Mönch und Jungfrau Sand geworden ist, dürften die Baupreise weiter angestiegen sein. Übrigens, der Spruch hat einmal als Graffiti ein Bauwerk in unserem Alpenkanton geziert.

Heisse Zeiten - zwei Seiten

Das Israelische Dilemma im Süden und das Wildschweinessen im Norden.

Ferienzeit und da schaut fast keiner mehr hin was auf der Welt so alles abläuft. Einige vielleicht schon, denn der Libanon ist mittlerweilen ein attraktives Ferienland geworden. Vermutlich wird mein Kollege Château Musar vorstellen - oder was zur Lage der Nation berichten.

«Das israelische Dilemma

Nachgeben kann nur die Hamas stärken, die israelische Opposition fordert eine viel härtere Faust - für Olmert hat die Regierungszeit eines echten israelischen Ministerpräsidenten begonnen.

Von Gisela Dachs ... weiter bei Zeit.de ...»

Auf obigem Link finden sie heute einige amüsante und interessante zusätzliche Links. Die Bilder- und Textserie «Das Wildschweinessen und die Entengrütze» zeigen dass in Trinwillershagen auch zwei Fronten vorhanden sein werden. Der United State Secret Service notiert «nothing special» und für die Polizei Mecklenburg-Vorpommern ist es der «grösste Einsatz ihrer Geschichte».

«Das Kinderkriegen - die Unkontrollierbaren» - es ist weder von Bush noch vom Nahen Osten die Rede - die Demogagrafie in Deutschland wird angesprochen. Na ja, Kinderkriegen kann man auch anders schreiben - Kinder kriegen. Es gibt immer zwei Seiten.

Eben fliegt ein Flugzeug über unser Haus. In einigen Stunden wird es vielleicht die Tochter sein, die für ein AIESEC Projekt zwei Monate nach China geht. Vielleicht wird es demnächst der Kollege sein, der in den Libanon möchte. Unser Gespräch am Morgen früh beim leisten einiger Unterschriften, bringt nichts Neues. Er weiss nicht ob er gehen kann. Fliegen wäre kein Problem, nur das landen.

Und andere leisten auch noch Unterschriften - viel wichtigere als unsere Kirchenrödel. Die USA anerkennt die Genfer Konvention (gegründet 1864) auch für Al-Qaida-Kämpfer. Terror ist nun auch Krieg. Alles hat zwei Seiten - und anders laufende Zeiten.

Nachtrag: Es gibt sie doch, die politischen Blogs in der Schweiz, die über Politik schreiben - einige sind in der rechten Spalte auch verlinkt. Der Finanzblog schreibt über Politik weil diese die Börse extrem stark beeinflussen kann. Oder anders gesagt, wenn einige Politiker die Wildsau raus lassen helfen selbst gute Resultate nichts.

Ab und zu erlaube ich mir die Zeitung erst später an zu schauen - das sind eben die schönen andern Seiten bei heissen Zeiten. Und wer nicht weiss, was ein Kirchenrodel ist, liest hier einiges über Demographie und Schweizer im Krieg.

150 Jahre Credit Suisse Group

Es gibt nicht viele andere Banken die wie die Credit Suisse auf 150 Jahre Geschichte zurück blicken können.

Immerhin 5 Prozent davon habe ich als Leiter Private Banking vor Ort miterleben können. Es war meine längste Anstellung beim gleichen Arbeitgeber. Nur die selbständige Vermögensverwaltung dauert schon länger. Falls sie finden, sie möchten nicht bei so einer alten Bank ihr Geld anlegen, dann kommen sie zu mir. Wir suchen dann gemeinsam eine Bank aus die das Vermögen administrativ betreut. Vielleicht ist es sogar die Credit Suisse.

Es war eine interessante und vor allem sehr lehrreiche Zeit. So an die 20 Seminarordner dürfen sich angesammelt haben. Die meisten noch mit SKA - Schweizerische Kreditanstalt - versehen. Eine Zeit der Reorganisation und Umstrukturierung. Als Finanzchef habe ich angefangen und als Leiter Private Banking aufgehört. Aber die Arbeit und der Kundenkreis blieben für mich eigentlich sehr ähnlich. Nicht nur dass ich alleine Privatkunden betreut hätte. Da waren noch Firmenkunden (es gibt welche die Geld zum verwalten haben), Institutionelle und sogar eine Bank. Das ist keine Missachtung des Bankgeheimnisses denn diese Bank hat uns einmal öffentlich an einer Generalversammlung gedankt. Welche? Das sag ich nicht. Aber sie hat fusioniert und noch einmal fusioniert und noch einmal fusioniert und ... und die damaligen Anlageberater sind alle nicht mehr dabei.

Das sind eben die Änderungen die dafür sorgen dass man nach 150 Jahren noch existiert und prächtig gewachsen ist. Davon profitieren vor allem einige höhere Angestellte. Ihre Leistung ist nicht zu unterschätzen, sehr beachtlich sogar, aber das Lohnniveau wird heute nicht mehr überall als gesund empfunden. Diese Höchstverdiener haben nur zwei Risiken - die Stelle zu verlieren und allenfalls den Namen. Sie sind weder Besitzer noch Unternehmer, eben Angestellte. Das ist Unternehmenskultur und diese will sich wieder einmal neu ausrichten. Ob sie noch soviel Spielraum für eigene Freiheiten enthält, wie zu meiner Zeit?

Die Credit Suisse tut viel Gutes. Hier ein Beispiel aus Basel, dank dem etwas anders geartete ihre Freiheit geniessen können. Auf die nächsten 150 Jahre ...

Loisium - Weine erleben

Wein kann man nicht nur geniessen, man kann diesen auch erleben. Zum Beispiel im Loisium in Niederösterreich.

Heute ist es in Langenlois im Kamptal heiss - 31 Grad - und mancher wird froh sein, wenn er in die Weinkeller des Loisiums hinabsteigen kann. Steigen ist eigentlich der falsche Ausdruck, denn die Keller-Show fängt mit einer Liftfahrt an. Zuviel will ich nicht erzählen. Das muss man erleben. Lichtspiele, alte und neu wechseln sich ab. Ein echtes Erlebnis.

Und die Weine stehen in nichts nach. Nicht ganz billig und leider manchmal etwas viel Schwefel, der beim einigen Personen Kopfweh geben kann. Nicht von der Menge, sondern von der schwefligen Säure. Falls sie einmal einen solchen Wein haben, gibt es zwei Möglichkeiten. Einige Jahre im Keller liegen lassen und dann erst geniessen, wenn sich die Säure verflüchtigt hat oder oft hilft schon das dekantieren in eine Karaffe und dann ganz brutal den Wein schwenken, dass viel Sauerstoff mit der Flüssigkeit in Berührung kommt. Seien sie aber beruhigt, die wenigsten Menschen bekommen vom Schwefel oder von Histaminen Kopfweh. Wer darunter leidet, sollte auf keinen Fall Käse zu Wein geniessen.

Wer darunter leidet, kann schon ausweichen, wenn er nur Weine aus dem Süden trinkt. Diese müssen dank der Sonne weniger behandelt werden. Mein eigener Wein aus Langenthal, das alles andere als eine Weinbauregion ist (zu viel Nebel und zu wenig Sonnenschein), sollte ich auch entsprechend behandeln. Schwefel und Kupfer ist auch im biologischen Weinbau zugelassen, ja sogar notwendig, wenn ein perfektes Resultat entstehen soll.

Über Langenlois und Wein liesse sich noch viel schreiben, aber einiges steht schon im Internet ...

Loisium 1

Loisium 2

Loisium 3

Loisium 4

Rasen und Bullen

Federer und Italien gewinnen auf dem Rasen, andere rasen in den Süden und Zidane ist schon bullisch.

Draussen wird es von Grün zu Gelb und die meisten werden jetzt so langsam den Sandstrand dem Rasen vorziehen. Also rast und staut man sich wieder gegen Süden zu. Vielleicht an die Tour de France - Sport muss ja sein, wo könnten wir sonst noch die Werbung so gezielt anbringen. Vielleicht werde ich diese Woche mal vorbeischauen.

In Frankreich ist nur einer bullisch aber in Italien dürften jetzt Millionen hoch motiviert sein. Ob dies an der Börse abfärbt? Schon bald wird wieder alles vergessen sein, die WM und vielleicht auch Werbung oder Sponsoren. Sind ihnen noch alle geläufig? Avaya zum Beispiel. Man vergisst schnell. Übrigens heute vor dreissig Jahren geschah in Seveso das grosse Unglück. Ganz alles vergisst man nicht, hoffentlich auch keine Sicherheitsvorschriften, die ein zu halten wären.

Nächsten Montag ist die WM 06 Geschichte

«Das sind Tragödien» sagt FIFA-Präsident Josepf Blatter zum Penaltyschiessen.

Wie das Handelsblatt über Fussball zu berichten weiss, ist Sepp seit acht Jahren Hüter des runden Grals. Mit Nachschuss wird der Oberwalliser vermutlich einigen sympathisch oder sympathischer, da ihn die überatlantische Soccer-Gilde nicht mag. Was soll es. Er ist Schweizer und deshalb sind «wir» im Gegensatz zu vielen andern immer bis zum Schluss an der WM vertreten.

WM ist eigentlich übertrieben, im Grunde genommen ist es ja nur ein Vorspiel zur Europa Fussball Weltmeisterschaft 2008 bis zu deren Beginn wir noch genau 700 mal schlafen müssen - heute in exakt 23 Monaten beginnt sie.

Bankbälle

... oder 690 Banktage resp. 689 Banknächte. Hier wird vom Geldsyndrom und ihren Gralshütern erzählt - Fussball und Finanzen müssen ähnliche Gene haben. Davon vermutlich einige durchgezechte (bezahlte)und nicht gezählte Nächte, der Rasen eher stürmisch und regnerisch denn taufrisch, mit Unkraut durchzogen und einige Teams sind auf- ab oder gar ausgestiegen ...

... und für all diejenigen Üsserschwitzer und die aus dem grossen Kanton, die nicht wissen, «was es Penalty isch» ...

Elfmeter

...Elf Meter - genau Regel 14 - der Strafstoss - viel Spass an den beiden letzten Spielen der WM06.

Solarenergie - zwei Welten herrschen

In der Solarenergie-Szene tummeln sich zu viele Anbieter. Neben High-Tech ist oft auch tiefes handwerkliches Niveau an zu treffen.

Von der Intersolar will ich heute eigentlich nur meinen persönlichen Gesamteindruck aufzeigen. Hier in Freiburg herrschen zwei total unterschiedliche Welten. Die einen topp und andern findet man vielleicht an der nächsten Intersolar nicht mehr im Ausstellerverzeichnis. Einer der ersten und wichtigsten Eindrücke: Wo sind die Aussteller platziert? Es gibt selten eine Ausstellung, die über den Standort so viel aussagt, wie in der Solarszene. Ein einziges Beispiel dazu. Q.Cells ist vom Budenstand im Hallengang an beste Lage umgezogen. Das ist ein echter Anhaltspunkt wie die Firma selbst ihre Zukunft einschätzt. Ebenso aussagekräftig wie mancher Geschäftsbericht. Bei Q.Cells überzeugt mindestens die Titelseite. Echt schön gemacht.

Auf der andern Seite ist das für nicht in der Solarenergie tätige Messebesucher ein riesengrosser Nachteil. In Freiburg finden sie jetzt wirklich wie auf dem Jahrmarkt das grösste Durcheinander. Totaler Branchenwirrwarr. «Alles Sonne oder was?» Dieses ist für die doch noch relativ neue boomende Branche verständlich. Jeder riecht förmlich das grosse Geschäft, das er dank der Sonne und vor allem der staatlichen Zuschüsse machen kann. Entschuldigen sie bitte, aber es darf ruhig einmal geschrieben werden, dass es dieser Branche nur gut geht, weil man damit Steuern sparen kann oder Subventionen erhält. Bei Steuern und Subventionen schadet es nicht, wenn man Grenzsteuersätze und vor allem die Kosten/Investtiionen analysieren kann. Steuersparmöglichkeiten schalten aber oft das Gehirn gänzlich aus.

Heute schreibe ich nicht von den «guten, grossen, renommierten» Firmen. Diese betrifft es trotzdem im Zulieferbereich. Mancher dieser Hersteller fertigt Zubehör an, dass es lieber preiswert und in guter Qualität im offenen Markt kaufen würde. Diesen gibt es aber nur beschränkt.

Von den schlechten Beispielen gibt es genügend und da möchte ich keine Namen nennen - sie sind auch nicht börsenkotiert. Aber sie schaden der Branche mehr, als dass sie nützen. Am schönsten sieht man das bei der Montagebranche. Ob Fotovoltaik oder Kollektor, alles muss auf dem Dach, der Wand oder Gelände befestigt werden. Bei Metallbauern habe ich mich nach ihren Preisen erkundigt. Und diese werden bezahlt. Vielfach total überteuert, zum Teil ganz lausige Fertigung und oft sieht man einen Materialverschleiss sondergleichen. Da fertigen einige Metall-Ständer, die werden die nächsten 10 000 Jahre nicht durchrosten. Sogar meinem Kollegen fällt dies auf. Ein im ehemaligen Osten ausgebildeter Maschinenbau-Ingenieur und diese sind ja noch heute nicht auf Materialoptimierung getrimmt. Automobil-Ingenieuren dürfte an einigen Messesäanden der kalte Schweiss ausbrechen.

Dann gibt es so genannte Systemhersteller, die ihre Einfachheit anpreisen. Das kann jeder Hobbyhandwerker. Aluflacheisen und Aluprofile kaufen, ankörnen und ein Loch für die Schrauben anbringen. Aber bitte vielleicht etwas mehr auf die Materialien und Legierungen achten. Deutschland oder die Schweiz hätte einen perfekten Metallbau, aber was hier zum Teil gezeigt wird, könnte in Zukunft Sorgen bereiten. Da ist Korrosion vorgeplant, vor allem noch, wenn im Energiegewinnungsbereicht nicht 100 prozentig abgeschirmt wird.

Ähnliche Probleme kennt man aus dem Zusammenspiel von Dünnschicht-Modulen und der Wechselrichter her. Hier habe ich einen guten Artikel im SolarMax Globe, dem Kundenmagazin der Sputnik Engineering AG gefunden. Bei den grossen und bekannten Anbietern sind viele dieser Probleme bekannt oder treten gar nicht auf, weil Professionals daran arbeiten. Wie soll sich aber ein Kunde orientieren können, der von Technik keine Ahnung hat. Diese sind auch nicht unbedingt gut beraten, gleich einen grossen, bekannten Anbieter auf zu suchen, denn viele Kleine Anbieter haben tolle Produkte - nur den Spreu vom Weizen zu trennen ist nicht einfach. Es ist ähnlich wie in meiner Branche. Im Finanzsektor gibt es tausende von Anbietern die ohne grosses Wissen jegliches Produkt (z.B. Fonds) hemmungslos verkaufen können. Wer das nicht macht, hat es schwieriger Kunden zu finden - aber der Kunde hat schlussendlich mehr für sein Geld.

Die Solarenergiebranche ist noch lange nicht fertig strukturiert. Die Zubehöre sind im Grossen und Ganzen noch viel zu teuer. Das ist auch der Grund, wieso fast nur Anlagen gebaut werden, wo es staatliche Zuschüsse gibt. Aber mit der steigenden Zahl an Grossanbietern werden auch diese Preise sinken (müssen). Ein gutes Beispiel dazu sind die Nachführsysteme. Die meisten drehen sich nach dem Sonnenstand und einige nach dem hellsten Punkt. Die Frage ist nur, wann einer kommt und auf die hellste Gesamtfläche dreht. Diese Frage spielt in Deutschland keine so grosse Rolle, aber sobald die südlichen Länder einen Aufschwung mit der Sonnenenergie erleben, wird dies extrem wichtig. Es geht hier nicht um Mehrerträge von wenigen Prozenten. Wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, dürfte dies gegen 50 Prozent betragen. Ein umfangreicher Artikel dazu ist im Solarboulvevard 3/06 zu finden. Von ihrer Marktübersicht über Nachführungen für Solaranlagen, bin ich fast überfordert. Da gibt es Systeme von 5 Kilo bis zu 4 Tonnen (ohne Fundament), dafür ist die maximale Kollektorfläche 50 mal grösser. Ebenso würde ich ein Fragezeichen hinter den Stromverbrauch (zum Drehen) einiger Anlagen machen. Das ist aber ein normales Kapitel in dieser Branche - Zahlen lassen sich nur sehr mühsam miteinander vergleichen.

Und noch etwas Wichtiges. Preise sind fast nirgends angeschrieben und man lässt sich nicht gerne festlegen. Das heisst nichts anderes, als dass die Hersteller zu viel verdienen und nichts offen legen wollen. Die Preise für die Endkunden werden in den nächsten Jahren meiner Meinung nach stark sinken, etliche Anbieter werden vom Markt verschwinden und die Qualitäten der Anlagen werden noch einmal steigen, kleiner, leichter und effizienter werden. So schnell geht dies aber nicht von statten. Nächstes Jahr werden vermutlich noch mehr Anbieter sich etwas vom Kuchen abschneiden wollen und es dürfte mehre Firmenaufkäufe geben. Zudem sind heute viel mehr Verkäufer in Anzug und Krawatte an der Ausstellung. An einigen Orten sieht es nicht wie an einer Maschinenmesse sondern einer Finanzmesse aus - also, die Solarbranche ist am boomen. In vielen Bereichen ist es eine wahre Freude zu sehen, was angeboten wird. Hier trifft man auf zwei Welten.

Vielleicht nicht so stark wie in der Vergangenheit und vermutlich kommt es in Zukunft noch mehr auf die Titelauswahl an.

Luftschloss

... Neuschwanstein: Burgruine, Palast oder Luftschloss?

Textiler Feldplausch oder Schock

Nach 60 Jahren Bikini folgen die «sich selbst reinigenden Textilien - High-Tech-Kleidung mit nanorauhen Oberflächen wird zum Waschen einfach
auf die Leine in den Regen gehängt ...».


... von Ulrich Falke - weiter bei www.welt.de ...»

Dem Kleidungsstück, respektive das, was von diesem bei der Dame auf dem Bild des obigen Artikels nicht verdeckt wird, dürfte heute mehr Beachtung geschenkt werden, als eine Bikiniträgerin. Zeitungsberichten zur Folge, soll der Bikini 60 Jahre alt sein und soll damit einen weltweiten Schock ausgelöst haben. Wer die Bilder über den Zweiteiler nicht zu Ende schauen will, der müsste doch das erste Bild anschauen, das ich absichtlich übersprungen habe. Dieses Bild löst heute noch einen Schock aus. Der Bikini war vor 60 Jahren genau gleich anstössig wie die 60 Atombomben-Tests auf dem Bikini-Atoll - der Heimat der Bikinianer die von den USA immer noch nicht entschädigt wurden! Im Gebiet der Marshall Inseln liegt westlich von Bikini das Enewetak-Atoll, mit der wohl berühmtesten Insel Elugelab. Diese wurde am 1. November 1952 durch die erste H-Bomben-Explosion ausgelöscht.


Der Bikini ist aber viel älter als 60 Jahre - er geht in die Antike zurück. Man wird vergesslich, aber schön, dass Mann sich immer noch an diesem Kleidungsstück erfreuen darf. In der heutigen Zeit gibt es nämlich Kleider, an denen haben Frauen keine Freude. Nicht des textilen Feldplausches Willen oder weil in Zukunft Fussball- und Militärkleider nicht mehr gewaschen werden müssen. Nein, weil zum Beispiel Kleidungsstücke von Feldpausch nicht mehr gewaschen werden dürfen - zumindest nicht mit Waschmitteln das Enzyme enthält. Beim Waschen gibt es mehr Flecken als bei einer Tortenschlacht. Das ist alles andere als ein Plausch. Wer liest schon bei jedem Kleidungsstück die Waschanleitung. PKZ, auch wenn die 125 Jahre alt sind, heisst in diesem Fall nicht «Papa Kann Zahlen» - sondern «Papa Kann Zünden». Das ist fast wie ein Ostfriesenwitz- «Zeit für die Insel»

Anti-Bikini

... nicht nur Zweiteiler ziehen Blicke auf sich oder sind Lotusblüten (Blogbeitrag über den Nano-Lotuseffekt).

Schweizer Immobilienbrief Nr. 8

Rendite und gesundes Wohnen

Wer eine langfristige Festhypothek abgeschlossen hat, schläft in den nächsten Jahren vermutlich auch besser als wenn nur die Baubiologie stimmt. Die Kosten oder Renditen von Liegenschaften lassen sich nicht genau voraus planen, gesundes bauen aber schon.

Nicht nur wer die Kosten seiner Hypothek mit der Rendite der Aktien von Züblin vergleicht, wird vermutlich im Immobilienbrief weiter lesen.

... weiter als pdf-Datei im gleichen Fenster

... oder zum herunterladen auf ...

Immobrief
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