Foto oder Photo

Photocolor kauft Fotolabo. Die Branche bereinigt sich seit geraumer Zeit. Das Ende ist noch lange nicht erreicht.

Das waren noch Zeiten, als wir ein eigenes Fotolabor und -atelier besassen, Eingemietet in einem Hochkeller mit etwas Tageslicht in den zwei grösseren Räumen und einer Toilette, die als Dunkelkammer diente. Ilford und Agfa für Schwarz-Weiss und Cibachrom für Farbe, für Dias genau genommen. In dieser Branche hat es sehr viele Änderungen gegeben. Hier können sie von Zeit zu Zeit nachschauen, ob sie weiterin Agfa-Filme erhalten werden. Diese deutschen Filme waren erstaunlicherweise am besten auf die japanischen Objektive von Nikon abgestimmt.

Diese Zeiten sind für die meisten vorbei. Heute ist die Digitalfotografie in, obschon sie in der heutigen Zeit noch lange nicht an die Qualität von Dias herankommt - einige teuere Anlagen in der Grössenordnung eines Mittelklasswagens ausgenommen. Meines Wissens gibt es im Kanton Bern zwei solche Maschinen, Apparat darf man fast nicht mehr sagen - einer im Liebefeld und einer in Langenthal. Mein Wahlkampffoto hat die Grösse von 20 MB.

Die Sucht Bilder zu schiessen ist ähnlich wie vor rund 20 Jahren, als jeder einen «Knipsomat» oder gar mehrere besass und wild drauf los schoss. Das Bild für einen bis zwei Franken das Stück. Diese Hochkonjunktur für die Filmbranche ist längst vorbei. Der Franken weniger wert, die Bilder wesentlich besser verarbeitet und wenn eine Aktion ist, bekommt man vier bis acht Bilder in Postkartengrösse ab selbst erstellter CD für den Preis eines Bildes von früher. Aber heute drucken viele die Bilder gleich zu Hause aus. In einer besseren Qualität als früher das Photoatelier. Heute wir meist der «PH» durch «F» ersetzt, es sei den, man heisse StePHan mit «PH» wie Alphorn.

Wenn in einem Zeitungsartikel beide Varianten von Photolabo und Fotolabo wie es in der Pressemitteilung von Valora richtig heisst, erscheinen, dann geschieht dies mit Absicht, damit die Suchmaschinen beide Varianten treffen. Mit der analogen und der digitalen Fotografie sieht das heute anders aus. Konica Minolta steigt total aus der Fotoapparte-Produktion aus und Nikon wird in Europa nur noch ein analoges Model vertreiben. Aber Nikon sei trotzdem einmal der Dank ausgesprochen, dass meine ältesten Objektive nach rund 35 Jahren immer noch auf die neuen digitalen Kameras passen - das ist eine Meisterleistung.

Jungfrau

... altes Fischauge mit digitaler Kamera aufgenommen ...

Menschenrechtsrat beschlossen

Die UN-Generalversammlung hat die Schaffung der aus der Schweiz stammenden Idee eines Menschenrechtsrates zugestimmt. Er soll die Menschenrechtskommission ablösen. Die USA und Israel sind dagegen.

Vor einer Woche noch war sich «die Welt» im wahren Sinn des Wortes einig, geschlossen den Menschenrechtsrat zu proklamieren. Nur die USA war dagegen. Jetzt schlossen sich Israel, die Marshallinseln und Palau an - Weissrussland, Iran und Venezuela haben sich der Stimme enthalten. Kennzeichen dieser Länder ist, dass diese alle recht grosse Spannungen in der Bevölkerung aufweisen und einige, sehr stark von der USA abhängig sind. Ob die Menschenrechte hier immer selbst eingehalten werden, können sie selbst beurteilen. Jeder versteht unter Menschenrecht meist etwas anderes - und vielfach werden sie von Einzelnen auch unterschiedlich beurteilt. Je nachdem, um wen es geht. Die Konventionen müssen streng ausgelegt werden und so kann man vielleicht weitere Länder vom Sinn dieses Rates überzeugen.

Bundesrätin Calmy-Rey zeigt sich hocherfreut über diesen Erfolg, der Genève nach dem Autosalon noch einmal in die Schlagzeilen bringt ... mehr dazu aus «der Bund» ...

... und hier noch ein Schreiben (pdf - gleiches Fenster) von Bundesrätin Michelin Calmy-Rey, das im Original neben meiner Tastatur liegt.

Migros oder Coop - ist der Umsatz wichtig?

Migros und Coop geben ihre Zahlen bekannt - man wird am Umsatz gemessen.

Die Finanzsituation von Börsenkotierte Firmen werden meist besser betrachtet, als von so genannten Grossgenossenschaften. Ein Studienkollege und ich haben vor Jahrzehnten aus diesem Buch zitiert. Eine Semesterarbeit im Fach Arbeitstechnik. Auch hier hat sich einiges geändert. Eine Schreibmaschine habe ich nur noch im Esszimmer, das Tipp Ex ist vermutlich seit Jahren eingetrocknet und das Sammeln von Daten geht heute via Internet extrem viel schneller. Bei Grossgenossenschaften hat sich auch einiges geändert. Die Schweizerische Volksbank wurde geschluckt, die USEGO bereits 1969 in eine Aktiengesellschaft gewandelt und die andern sind meist fast zu normalen Unternehmen geworden.

Coop, Migros, Mobiliar, Volg, Landi und die andern müssen nicht auf Umsatz bolzen. Ihr erklärtes Ziel ist, den eigenen Mitgliedern Vorteile zu verschaffen. Zumindest Migros und Coop verhalfen einem gross Teil der Bevölkerung zu günstigeren Preisen. Nur wer ist sich heute, wenn er ein Migros oder den Coop betritt, bewusst, dass er Miteigentümer ist. Nicht zuletzt aus dem passiven Verhalten der Besitzer, müssen diese Firmen heute ganz normal betriebswirtschaftlich geführt werden. Fast ganz - man schaut auf die Gewinnoptimierung und viele börsenkotierte Firmen auf die Gewinnmaximierung, unter der Einiges und Einige zu leiden haben, während meistens nur wenige profitieren. Da hat die Genossenschaft noch heute ihre Vorteile.

Umweltschutz wird beachtet, Unterhaltung angeboten und sogar Reklame kann Unterhaltung sein. Aber Rechnen müssen diese Firmen genau gleich wie andere, der Preisdruck wird vermutlich in den nächsten Jahren noch einmal zunehmen - zum Vorteil der Kunden und Miteigentümer. Rechnen sie nach ...

... übrigens, normalerweise ist nicht der Umsatz massgebend, sondern wie viel hängen bleibt ...

Art des Treibstoffes - nicht festgelegt

Wer immer noch einen Benziner oder einen Diesler mit Partikelfilter fährt liegt eindeutig im Trend und braucht sich vorderhand bei dieser Umweltsünde nicht zu hintersinnen, welche alternative Antriebsart er jetzt wählen sollte.

Die grosse Masse der am Genfer Autosalon gezeigten Fahrzeuge werden mit Benzin angetrieben. Dieser Treibstoff wird seit längerer Zeit nur noch bleifrei geliefert und die meisten Fahrzeuge sind mit einem Katalysator ausgerüstet. Nebst anderen chemischen Vorgängen wandelt er das giftige Kohlenstoffmonooxid mittels Sauerstoff in das Treibhausgas Kohlstoffdioxid um. Die Treibhausproblematik ist heute wesentlich stärker umstritten, als die verschiedenen Schreibweisen von CO - ob Kohlenstoffmonoxyid mit vier oder fünf «O» oder nur Kohlenmonoxid.

Wer etwas auf sich hält, der fährt seinen Personenwagen mit Diesel und Feinstaubfilter. Diesel trägt sich auch ganz gut und wieso nicht einmal einen Diesel genehmigen (Halb Bier und Cola) - aber bitte nicht mit Treibstoff ausprobieren. Ich hab es nicht gezählt, aber vermutlich wurden die meisten Dieselfahrzeuge in Genf noch ohne Filter angeboten.

Und jetzt folgen noch die Exoten, zumindest was die Treibstoffart anbelangt. Wenn ich richtig mitgezählt habe, wurde in Genf ein einziges Auto mit Gas angeboten, bei dem der Preis bekannt war - der Opel Zafira Enjoy CNG. Wen erstaunt es allerdings, dass auf der 14-seitigigen Preisliste nur Benzin und Diesel angeboten werden?

Sollten bei ihnen Lust auf eine andere Treibstoffart oder eine Kombination aufkommen, so haben sie nicht nur die Qual der Wahl, sondern meistens handelt es sich um Fahrzeuge, bei denen der Preis nicht festgelegt ist oder gar um Conncept-Cars, Prototypen.
Am Salon angebotene Treibstoffarten und Varianten:

Benzin
Diesel
Gas
Äthanol
Elektrisch
Wasserstoff
Äthanol und Benzin
Diesel und Benzin
Benzin und Elektrisch
Benzin und Gas
Diesel und Gas
Benzin und Elektrisch und Hybrid (beide zusammen)
Benzin und Gas und Elektrisch

Ein Fragezeichen mache ich beim Peugeot 307 CC Concept - Diesel und Benzin. Ob das mit modernster Technik wirklich einwandfrei funktionieren wird. Dass man mit einem solchen Gemisch fahren kann, habe ich selbst erlebt. Ein Militär- Jeep (24-Volt) war mit einem Bidon Benzin und einem Bidon Diesel aufgefüllt worden. Halb halb - so war auch die Leistung. Beschleunigungsvermögen und Anlassvermögen liessen zu wünschen übrig, aber wenn er lief hatte der eine Kraft wie ein Rallyfahrzeug. Bei einem 6-Volt Jeep hätte es vermutlich den Motor blockiert.

Jaguar

... bei dieser Wild-Katze schnurrt ein schöner Diesel-Motor ... mit Filter versteht sich. Auf die grosse Auswahl an kaufbaren Alternativen muss weiterhin gewartet werden.

Chart Lehrgang (4) - die Gerade und ihre Skalen

Mathematik ist nicht notwendig, um Börsencharts zu interpretieren - aber ein mathematisches Gefühl ist sehr hilfreich.

Mit allen erdenklichen mathematischen Systemen wird versucht, die Börse voraus zu sagen. Bisher ohne Erfolg oder anders gesagt, mir hat noch nie jemand das Gegenteil beweisen können. Ich behaupte sogar, dass wir mit Finanzmathematik nie in der Lage sein werden, so eine Aufgabe zu lösen. Es geht hier nicht um finanztechnische Regeln, sondern um das Interpretieren des psychologischen Verhaltens vieler Menschen, einer Masse. Mit Kenntnissen der Psyche der Massen sind sie treffsicherer. Das Verhalten von Massen, egal welcher Art, kann heute am besten mit Software aus dem Bereich der Physik angegangen werden. Es dürften aber noch etliche Jahre vergehen, bis Physiker die bessere Trefferquote, als mancher Finänzler liefern dürfte.

Das Grundverhalten eines Charts ist immer der Mensch - und zwar, der Mensch in Massen betrachtet. Wenn sie für CHF 10'000 Néstle-Aktien kaufen, beeinflussen sie in einem ganz kleinen Rahmen auch den Néstle-Kurs, den SMI, andere Indexe, jede Menge an Fonds und und und ... und von allen zusammen die gehandelt haben ergibt sich ein Schlusskurs. Ein Punkt. Und aus vielen oder verbundenen und trendmässig interpretierten Punkten ergibt sich eine Gerade.

Eine Gerade ist eine mathematische Funktion, die grafisch zwischen Ordinate und Abszisse ersichtlich ist. Die Abszisse, die Horizontale, die Waagrechte, die X-Achse oder wie die untere Skala sonst noch benannt wird, stellt bei Charts meistens die Zeit dar. Kurzfristig bis langfristig und praktisch immer in regelmässigen Abständen, linearen Skalen. Jede Zeiteinheit ist gleich lang - und so muss es auch sein. Spezialitäten lassen wir einmal ausser Acht.

Die Ordinate bereitet da schon mehr Schwierigkeiten. Die allermeisten Charts gehen auch hier von linearen Reihen aus. Logaritmische Charts sind eher für den Profi gedacht, werden aber auch in Verkaufsprospekten verwendet, um Entwicklungen in ein richtiges, sprich gewünschtes, Licht zu stellen. Mit einer entsprechenden Skale wird kann eine Gerade zu einer Kurve gestaltet werden. Wenn man einigen Quellen glauben darf, so sind einige mathematische Regeln seit Adam und Eva bekannt.

Über die dort beschriebene Division durch Null lässt sich auch streiten. Ist sie jetzt verboten oder ergibt das Resultat unendlich. Auf einer alten mechanischen Rechenmaschine mit Volltastatur, zum Beispiel einer Madas, lässt sich demonstrieren, dass «unendlich» richtig ist. Die stellt nicht mehr ab. Netzstecker ziehen und wieder einstecken bringt nichts, die dreht weiter - stundenlang, tagelang. Bis einer kommt, der weiss, wo im Innenleben der Maschine der Hebel ist, den man betätigen muss.

Genau gleich beim Chart, üben sie zuerst an einfachen Beispielen und wenn sie einen kurzfristigen Chart betrachten, vergleichen sie vielleicht noch schnell mal mit dem längerfristigen. Der zeigt vielleicht etwas ganz anderes. Und wenn sie mehrere Charts mit einander vergleichen, dann besonders auf die Skalen achten und schauen, wie das Verhältnis zwischen den Achsen ist. Indexierte Kurven oder prozentmässige Darstellungen sind für Vergleiche meist einfacher, denn ein Kursunterschied von CHF 10 ist bei einer Aktie ein grosser, bei einer andern ein kleiner Unterschied - je nachdem, wie teuer die Aktie ist.

Cash daily

Ringier wird dieses Jahr eine Gratiszeitung lancieren.

Cash daily wird eine multimediale Wirtschaftsplattform. Darunter wird auch eine Gratiszeitung erscheinen, wie bei der wenige Hauseingänge entfernten Konkurrenz, der NZZ, zu lesen ist. Eine Million wirtschaftsinteressierter Leser sollen jede Woche erreicht werden. Vermutlich werde ich diese Zeitung jeweils auch zu lesen bekommen - aber etwas veraltet. Erst am Abend, von Zürich direkt zu mir nach Hause gebracht.

Aber immer muss man ja nicht das Neueste lesen, denn diese Zeilen sind auch schon zwei Tage alt - das kommt davon, wenn man tagelang an verschiedenen Ausstellungen weilt. Dann muss man halt vorarbeiten. Aber wenn sie etwas in die Vergangenheit blicken möchten, kann ich ihnen die aktuelle Bilanz empfehlen. «Das höchste Gut heisst Freiheit». Es wird über Milton Friedman geschrieben, der weniger Staat und dafür mehr Freiheit plädierte.

Volkswirtschaft hat mich erst «gepackt», als uns ein ehemaliger Assistent von Milton Friedman unterrichtete. Liberale Thesen haben mich immer begeistert, obschon sie nicht alle Probleme lösen. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist grosser geworden - der Trend hält immer noch an. Und wer es dann noch einige Jahre moderner haben möchte, der besorgt sich auch die nächsten zwei Bilanz Ausgaben zu Amartya Sen und Joseph Stiglitz.

Wer sein Wissen weiter auffrischen möchte, oder es in Deutsch zu lesen bevorzug, dem seien die Nobelpreisträger der Wirtschafts-Wissenschaften empfohlen.

Wirtschaftliche und ökologische Interessen

Wirtschaftliche und ökologische Interessen im Spannungsfeld - gefunden in Umwelt 4/05 des BAFU.

Das Bundesamt für Umwelt - BAFU hat in der letzten Publikation «Umwelt» einige interessante Artikel. Das BUWAL, der frühere Herausgeber dieser Gratis-Zeitschrift ist jetzt im BAFU integriert.

«Wirtschaftliche und ökologische Interessen im Spannungsfeld» - ein Streitgespräch ... weiter ...


«Wer die Umwelt belastet, soll zahlen» ... weiter ...

Ein kleiner, aber interessanter Ausschnitt aus dem zweiten Artikel: «Demnach wuchs zwar der Gütertransport auf den Schweizer Strassen – gemessen in Tonnenkilometern – zwischen 2000 und 2003 um 8 Prozent. Dagegen schrumpfte die Zahl der Lastwagenkilometer um 7 Prozent. Noch stärker öffnete sich die Schere im alpenquerenden Güterverkehr: Während die Fracht auf der Strasse hier um 30 Prozent zunahm, sank die Zahl der Fahrten um 8 Prozent.»

Internationaler Tag der Frau

Am 8. März ist jeweils der Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden (kurz: Internationaler Tag der Frau).

Obschon in der Schweiz in Sachen Rechte für die Frau in den vergangenen Jahrzehnten vieles erreicht wurde, gibt es immer noch Verbesserungsmöglichkeiten. Vermutlich steht es in der Schweiz im Vergleich zum nachbarlichen Ausland oder gar zu anderen Erdteilen sogar zum Guten, mindestens über dem Durchschnitt. Über den International Women's Day gäbe es viel zu schreiben und es ist kein Zufall, dass der erste Tag der Frau in einem skandinavischen Land stattfand.

Vielleicht müsste man vermehrt in den nordischen Ländern investieren, denn langfristig betrachtet erwirtschaften Unternehmen mit Frauen in der Führungsspitze mehr. In Japan werden weibliche Thronfolger, egal ob in Industrie, Handel oder dem Kaiserpalast in Zukunft noch einige kalte Jahreszeiten verstreichen lassen. Ein modern denkender liberaler Präsident reicht nicht. Es braucht alle, damit etwas verändert werden kann.

Frau sein, hilft alleine nicht, um den Frieden oder gar den Weltfrieden zu sichern. Es braucht die entsprechenden Frauen. Die Einstellung ist manchmal fast wichtiger als das Geschlecht.

Hier ein kleines Dankeschön an meine Frau und Mitinhaberin von Marti + Partner. Sie will das Gute und den Frieden und das kann Männer (nicht alle) ganz schön aufstellen.

Was geschieht nun in Japan, wenn es ein Mädchen wird?

Virtex, virt-x und virt-nx

virt-x von der swx und Virtex ist nicht das selbe - oder doch?

«finanzblog» ist vermutlich, seien wir doch vorsichtig, kein geschützter Name. Einen habe ich gefunden, den finanzblog24.net. Nett werden die wohl sein, aber wer dahinter steckt, da hab ich keine Ahnung. Der Nächste wird vielleicht finanzblog168 sein - nicht nur 24 Stunden, gleich sieben mal die Woche. Vielleicht kann man sogar einen Link machen und sich so gegenseitig helfen, denn der Leser entscheidet Schluss endlich, was er lesen will.

Bei virt-x und Virtex wird dies vermutlich nicht so einfach ausgehen. Das waren ja noch Zeiten, als man Papiere in Zürich gehandelt hat. Die Phonetik hat man da nie ausprobiert, man stieg direkt auf den englisch sprachigen Trend auf - «Tsüri» wäre vermutlich auch kein Renner geworden. Heutet hat sogar der Profi manchmal Mühe, den richtigen Börsenplatz zu finden. Es gibt zu viele Konkurrenz. Und so einfach, wie die Börse Wien zu finden, ist es heute schon lange nicht mehr. Die Berner Börse hat zumindest auch schon einen englischen Touch.

Ja, was ist den nun Virtex wirklich?

- etwas mit Transistoren von Virtex Solutions Worldwide Marketing von Xilinx
- eine Webkonferenz von virtexc3
- virtex ein virtuelles Ausbildungssystem
- virtex als Systemintegrator
- eine Flexionsendungsanalyse in VIRTEX (was immer das auch sein soll)

Virtex, welches im Gespräch ist, findet man gar nicht so einfach - die sind erst under construction. Egal an welcher Börse sie suchen, die OVM.biz ist nicht börsenkotiert, ein Spekulations-Kauf liegt nicht drin. Falls sie lieber in die OVM.co.uk investieren möchten, erhalten sie zumindest einen Gegenwert, bei deren Auswahl sie nicht gleich mit Trommeln und Trompeten durchfallen.

Freuen sie sich einfach über die heutigen, meist gar nichts aussagenden Namen und vielleicht wird nix draus und wenn man an das Sprichwort vom Wirt denkt, müsste es vermutlich wirt-nix heissen. Modern geschrieben: virt-nx

Wetter und Börse

Das Wetter und die Börse haben Gemeinsamkeiten. Ab und zu spielen sie verrückt und teilweise könnte man sich sogar gegen deren Auswirkungen versichern.

Die IT spielt auch ab und zu verrückt. «Grösseres RAM einbauen. Das ist überhaupt kein Problem.» Jetzt schreibe ich jetzt auf einem andern PC und kann vermutlich mal einige Tage lang nicht auf neuere E-Mails zugreifen. Das Ausrufezeichen suche ich auch noch auf meiner Maschine. Es wird auch so gehen. Aber wenn wir in der Finanzbranche so arbeiten würden, wie in der IT-Branche, dann wäre der Kurssturz in Saudi-Arabien nur ein Nasenwasser. Das rund einen Monat alte E-Mail mit einem Link zur Börse in Saudi-Arabien kann ich getrost löschen. Auf schnell fahrende Züge aufspringen, kann gefährlich sein.

Was hat er nun gemacht, der Tadwul All Share Index - der TASI. Der Tadawul Kurssturz hat die Kliniken überfüllt. Gegen Kursstürze kann man sich versichern, nur, wenn sie so tief fallen, könnte die Prämie höher als der Sturz sein. Der Agricultur Index ist in 14 Tagen um 34 Prozent gefallen. Versichern kann man sich auch gegen Krankheit - nur ein Herzinfarkt oder der längere Aufenthalt in einer Psychiatrischen Klinik lassen sich mit Geld nicht viel angenehmer gestalten. Das ist das Risiko der Börse, wenn man übermütig wird. Ich habe Kollegen, die rühren seit 25 Jahren kein Wertpapier mehr an und Devisengeschäfte gibt es nur mehr via Kreditkarte.

Vielleicht sollte man jetzt in Saudi-Arabien in Versicherungsaktien einsteigen, diese Branche hat in den vergangenen fünf Jahren am wenigsten zugelegt. Die Welt dort dreht auch verrückt, die Frage ist nur, ob wir dies hier genau gleich interpretieren. Bei einem arabischen Kunden habe ich mich einmal über das Wetter in Langenthal entschuldigt. Seine Antwort: «So ein fantastisches Wetter, so was haben wir nie bei uns zu Hause.» Es herrschte eine Sintflut artige Gewitterstimmung.

Gegen das Wetter kann man sich teilweise auch versichern. Wir haben es nicht gemacht - fünf alte Apfelbäume sind hin und der Birnenbaum steht in Zukunft noch den Spechten zur Verfügung. Das sind die diesjährigen Fasnachtstage. Seit hunderten von Jahren findet die reformierte Fasnacht in Langenthal statt - während des 2. Weltkrieges hat man einige Jahre ausgesetzt. Aber dass der Umzug dem Wetter zum Opfer fällt, das kannte man bis dato nicht. Ob eine Versicherung abgeschlossen wurde, weiss ich nicht. Aber die Fasnacht hat gefallen - gefällt immer noch.

Viele haben ein Glas Wein weniger getrunken, dafür wäre ein Glas Dul-X angebracht gewesen (bitte einreiben - nicht trinken). Die Nachbarschaft trifft man beim Schneeschaufeln. die Kinder sind sicherheitshalber bei den Ponys eingesperrt, denn der Garagist versucht die Strasse zu pflügen. So ein schön oranges Fahrzeug, bei dem die Räder herrlich durchdrehen. Mein Wagen sieht nicht nach Geländewagen aus, aber der hat den besseren Allrad-Antrieb. Und immer Ketten dabei. Sommer und Winter. Ketten nützen auch bei Sand, falls sie mal in Saudi-Arabien fest stecken. Versichern nützt nicht immer - vorsorgen ist manchmal besser. Bei der Börse, wie beim Wetter.

Dass dann die «Schneeschnutzi» den Dienst ganz aufgeben hat, ist ja wohl allen Lesern klar. Vermutlich werden jetzt die Occasionen im Preis steigen. Ob das Baugeschäft, das zuvor die Quartierstrassen, respektive die Privatzufahrten zupflügte, noch Pflüge kaufen wird, weiss ich nicht. Die Anwohner waren so empört, dass ihre persönlich freigeschaufelte Zufahrt, fünfmal zugeschüttet wurde, dass mindestens zwei keine Aufträge mehr erteilen. Da hilft keine Versicherung, da müsste man schon die eigenen Leute ausbilden. Das ist dann halt der grosse Nachteil, wenn die Fahrzeuge mit dem Firmennamen versehen sind und so alles andere als Werbung treiben. Der Feuerwehrmann, der Picket hatte, musste sich zuerst den Weg freischaufeln und kam nicht zum Einsatz - Wagen unter Tanne eingeklemmt. Sein zweiter Einsatz - Fabrikbrand - und das bei knapp einem Meter Neuschnee. Auf alle Fälle, die Feuerwehr kam bis Huttwil - die Bahn nicht. Aufspringen war auch hier zwecklos. Total eingeschneit.

Langfristig gesehen, dürften Versicherungswerte interessant sein, denn wenn diese Versicherungsleistungen bezahlen müssen, geht es ihnen nicht schlechter sondern in Zukunft besser - die Prämien werden einfach erhöht.

Saudi-Arabien

... Kursfall in Saudi-Arabien - Schnee-Fall in Langenthal ...
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