Von Oil über Benzin zu Coop

Coop wird Teil der grössten Einkaufsallianz Europas und wird vielleicht das Benzin in Zukunft noch billiger verkaufen.

Über Peak-Oil habe ich vor fast einem Jahr geschrieben und jetzt kennt man den Ausdruck langsam. Aber viel mehr Probleme haben die Meisten mit den Öl-Preisen - hier die 10 vergangenen Jahre (pdf - gleiches Fenster). Der Oil Market Report findet Beachtung und dürfte etwelche Kaufgelüste am Automobilsalon Genf beeinflussen.

Die Öl-Nachfrage hat sich recht unterschiedlich entwickelt:

Europa (pdf - gleiches Fenster)

Nord Amerika

China

Bei der International Energy Agency finden sie eine Excel-Tabelle die eigene Vergleiche geradezu herauf beschwört.

mb/d = Millionen Barrel je Tag - hier noch, was ein Barrel (Fass) genau ist:
Barrel (US dry) = 3.281 bushels, 105.0 dry quarts, 7056 cubic inches except cranberry barrel which equals 5826 cubic inches, 0.11562 cubic meter.
* Barrel (US liquid) = 42 gallons (oil), 31.5 gallons (beer), 30.0 gallons (wine), 0.11924 cubic meter.
* Barrel (Br dry) = 36 Br gallons, 0.16366 cubic meter - gefunden beim Tontechnik-Rechner.

Rechnen sie nicht auf die Kommastelle genau. 1mb/d sind grob 2000 grosse Eisenbahn-Zisternenwagen mit einer Gesamtlänge von rund 40 Kilometern. Für den Bedarf von China ist dies ein Zug von Genf nach Winterthur - täglich. Ob nur nach Zürich oder bis nach St. Gallen ist egal. Aber wenn das Benzin einen Rappen je Liter weniger kostet, dann spielten eigentlich die Kilometer eine grosse Rolle. Wenn sie mehr als drei Kilometer je Rappen Differenz weiterfahren, um billig zu tanken, dann ist die Differenz dahin. Nur der Treibstoff gerechnet. 1 km mehr hin und 1 km zurück, kommt sie ganzheitlich betrachtet teurer zu stehen - nebst Zeitverlust.

Tanken sie doch bei Coop. Die sind vielleicht einen oder zwei Rappen teurer, als ganz freie Tankstellen. Bei uns gleich teuer wie die Markenkonkurrenz. Coop schliesst sich nun aber zur grössten Einkaufsgruppe in Europa zur Coopernic zusammen - mit Rewe, Conad und Leclerc - entgegen den bisherigen Meldungen genau genommen um E.Leclerc handelt. Dort gibt es einige ganz feine Sachen fürs Glas und in die Bratpfanne - zu sensationellen Preisen (Ausfahrt 13 bei Aix l.B. - im Blog leicht zu finden, wenn man es vergessen hat). Und hier noch das Blog von M.E.L von Michel-Edouard Leclerc. Toll, wenn der Chef selbst schreibt - das ist echte Kultur.

Vielleicht kennt bei E.Leclerc jemand einen Tipp, damit sich der kleine Umweg noch mehr lohnt. 3 Rappen sparen mit Coop-Benzin - und das ohne Umweg.

Barrel

Glänzender Stahl, rostiges Metall und Ragusa

Rostiges Metall und Ragusa haben ein ähnliches Aussehen. Aber das Ansehen von Camille-Bloch dürfte heute wesentlich höher sein, als das der Swissmetal.

Es gibt zwei Unternehmensgruppen in der Schweiz, die oft verwechselt werden. Die Swiss Steel, hervorgegangen aus Von Roll Stahl und Von Moos, hat nichts mit den Arbeitskämpfen zu tun - wie sollte sie auch, mit solchen Leitsätzen aus einem Geschäftsbericht:
«Mit Stahl Werte schaffen»

Wir unternehmen unsererseits weiterhin alles, um Werte für unsere Kunden, unsere Mitarbeiter und unsere Kapitalgeber zu schaffen.»

«Die Strukturen wurden wesentlich vereinfacht und die Mitarbeiter vermehrt in die Entscheidungsprozesse miteinbezogen.»

«Sie (die Mitarbeiter) wurden zu Mitunternehmern.»

«Visionen brauchen eine stabile wirtschaftliche Basis - die haben wir geschaffen.»
Swiss Steel hätte man vor drei Jahren kaufen müssen (von rund CHF 2 auf CHF 46). Sie hat auch nichts mit der stark abgespeckten heutigen Von Roll zu tun.

Hier nun einige Worte aus einer Präsentation der Swissmetal vom letzten Herbst vor deutschsprachigem Publikum:
... nach dem «Table of Contents» folgt ein 20 mal längerer «Legal Disclaimer»

«... Key Investment Considerations ... restructuring and repositioning ... high-end copper ...superior-quality, world-leading, high added-value ...High-Tech Products, High Margin Products, Intensive Competition Products ... cost reduction ... 50% less ...Refinancing - Restructuring - Repositioning ... Flexibilization of work hours ...»

«Reduction of Capital Employed: Stock reduction Dornach ... Reconvillier»
Vermutlich sind sie in Englisch nicht sattelunfest und haben beim letzten Satz einfach Capital und Stock weggelassen. Der Mitarbeiter wurde nie erwähnt. Es hörte sich an wie eine betriebswirtschaftliche Vorlesung. Das Personal gehört zu den dispositiven Betriebsmitteln und kann demnach mit genügend Geld besorgt werden. Ihre Überlegungen vermögen aller höchstens betriebswirtschaftlich zu überzeugen und wenn man die Geschichte der Swissmetal etwas kennt, erinnert man sich an einige bekannte Gegebenheiten.

In heutiger Zeit lässt man Kapitel der Geschichte fallen. Die Stadt Solothurn wird nicht mehr erwähnt. Am Standort wo einst auch die Metall AG Solothurn handelte, war die alte Kulturfabrik Kofmehl. In der neuen Kulturfabrik Kofmehl, war die vergangene sinnigerweise eine krasse Woche im Fabrikgeflüster.

Hoffen wir für Reconvillier, dass es keine krasse Woche gibt und Rolf Bloch, der noch wesentlich schlimmere Kapitel der Geschichte kennt, eine Lösung finden wird.

Ragusa

... eine gewisse Ähnlichkeit zu einem Ragusa ist nicht abzusprechen. Aber rostiges Metall ist immer noch viel härter als manche Nuss und lebt wesentlich länger weiter, als ein mundender Schoggi-Riegel.

Das Merkelmeter - der Merkelmeter

www.merkelmeter.de ist die Internet-Adresse der WiWo - Wirtschaftswoche mit dem aktuellen Stand der Reform in Deutschland.

Einige Reformen hat Deutschland schon geschafft. Zum Beispiel in der Rechtschreibung. Unsicher sind wir schon lange und irgendwann mal schreibt jeder nach seiner persönlichen Reform (diese Freiheit leiste ich mir manchmal auch - beabsichtigt, manchmal nicht). Deutsche Sprache, swirige Sprache. «Me|ter, der, schweiz. nur so, auch das; -s, - (c) Dudenverlag.» Alles klar? Der Meter findet sich 133'000 mal bei Google und das Meter 28'600 mal. Beides ist zumindest in Deutschland zulässig.

Das Merkelmeter ist «sachlich» und entspricht eigentlich genau dem Zweck, den Stand der Reformen in Deutschland sachlich darzustellen. Die Skala ist zwar so gewählt, dass der Trend, zumindest rein optisch, ins Negative fallen kann. Das entspräche einem Rückschritt zum Stand am Ende der Ära Schröder. Er wurde an der Schröder-Uhr gemessen. Die Meter, weiblich, 53'000 Einträge (Mz) sind vielleicht nicht immer einfach zu interpretieren, geschweige denn das Zahlenmaterial zu liefern, um eine einzige Messzahl er erhalten. Nach zwei Jahren ist das Reformoptimum nach den Vorstellungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bei 50. Ein Optimum in einer einzelnen Unternehmung zu erreichen, geschweige denn überhaupt zu definieren, ist ein grosses Unterfangen - in einer Volkswirtschaft lassen wir uns überraschen. Ein kräftiger Anstieg wäre wünschenswert.

Einige Sachen lassen sich in Deutschland sicher noch «reformieren» - eine Schilderung eines Bekannten, der zumindest Deutschland, die Schweiz und Frankreich kennt und dies nicht nur ferienhalber:
Und hier noch eine kleine Story für ihren Weblog:

Ich hatte CHF10.000 als Bargeld dabei und wollte dies auf ein neu eröffnetes Bankkonto in der BRD einbezahlen. Die Postbank sagte mir, dass sie seit Einführung des Euro keinen Devisenhandel mehr betreibt. Eine andere Geschäftsbank wollte ohne Kontoeröffnung nicht wechseln. Als ich versuchte über einen Freund und dessen Konto dies Bargeld zu wechseln und auf mein Konto einzuzahlen, scheiterte dies an den horrenden Wechselgebühren von €450. Letztlich blieb mir noch übrig in die Schweiz zu fahren und das Geld wieder auf mein Konto einzuzahlen, was ohne Probleme erfolgte. Von dort aus konnte ich es nach der Gutschrift auf meine EU-Konten überweisen.

Und was lehrte mich dies?

1.) Was wird aus der Wirtschaft eines Landes, in dem die Banken Angst vor Bargeld haben.

2.) Die Grundlage von allem Wirtschaften ist Vertrauen. Wenn ich kein Vertrauen mehr habe, kann ich nur noch Verwalten, aber nicht mehr wirtschaften. Der Verwaltungs- und Kontrollakt erstickt jegliches Handeln und Wandeln! Die Deutschen waren und sind nicht nur die Exportweltmeister, sondern auch die Weltmeister im Intrigieren. Und auf dem Misthaufen der Intrigen gedeiht nur das Misstrauen! Wer nicht mehr vertraut, traut sich nicht mehr - oder!

mit freundlichem Gruss F...

Im geschilderten Fall bin ich nicht kontrollpflichtig, aber es handelt sich nicht um einen meldepflichtigen GwG-Tatbestand.

Gloom, boom, doom - soon this noon?

Der Skeptiker Marc Faber, von den einen verehrt, von den andern belächelt. Man sollte immer beide Seiten anschauen.

gloom - Düsterkeit

boom - Aufstieg

doom - Schicksal und im Quadrat doom3
Versuchen sie die Meinungen von Marc Faber neutral zu betrachten oder nehmen sie noch besser eine gegenteilige Position ein und versuchen sich zu verteidigen. Das wird nicht immer einfach sein. Vermutlich haben immer alle Seiten teilweise Recht - erst die Zukunft wird beweisen, wer wo richtig lag. Und wie schon des öfters geschrieben, die Börse ist alles andere, als einfach. Es gibt immer zwei Meinungen: einer kauft - der andere verkauft. Der eine ist gloomy und der andere boomy (trendy Sprache und Hobby).


Gloomboomdoom ist teuflisch düster gestaltet und sagt Korrekturen voraus. Wenn man immer skeptisch eingestellt ist, wird man auch einmal Recht bekommen. «Ich hab es ja immer gesagt.» Aber es geht nicht immer bergab. Es muss jeder selbst einschätzen, wann es für ihn total überhitzt ist. Faber hat vom Crash 87 gewarnt. Bei mir gab es einen mittelmässigen Familienkrach. Ich hab im September 87 den Bettel hingeworfen. Meine Frau hat dem Chef Anlageberatung mehr vertraut. Aus Gier, Sucht, Unvernunft, Zufall? Doomy war nur, dass ich Nachfolger von ihm wurde und etwelche Aufbauarbeit leisten und mehrere Male Psychiater spielen musste.

Sorgen machen mir in Zukunft nur die Hedge-Funds die mit Krediten arbeiten. Ihre Verkäufe dürften beim Eintreffen von Dr. Dooms Voraussagen panikartig sein und die Börse stark nach unten ziehen. Wenn schon Kredite, dann liegt man heute vermutlich mit langfristigen Hypotheken nicht schlecht. Auf zehn Jahre gesehen dürften Hypzinsen mit der Börsenperformance zu «schlagen» sein (auch wenn es einen Crash geben sollte).

Übrigens, ob Hypotheken sinnvoll und tragbar sind, kann man im Gespräch feststellen.

GloomWebDev_Blog bringt vor allem in deutsch administrativ-juristische Belangen etwas Licht - und manchmal schaut man über Grenzen hinweg.

Feinstaub führt zu Rückenschmerzen?

Tempo 80 gehört der Vergangenheit an, aber heute weiss jeder, was Feinstaub ist. Der psychologische Effekt ist erfüllt, der ökologische wird noch weitere Jahre auf sich warten lassen.

Wenn in den letzten Jahrzehnten im Umweltschutz nicht des öfters stark übertrieben worden wäre, hätten wir Vieles noch nicht erreicht. Aus diesem Grunde sind solche Aktionen sinnvoll, regen zu Diskussionen an und bewegen in Zukunft etwas. Rein ökologisch und medizinisch dürfte Tempo 80 kein grosser Erfolg beschieden sein.

Drei Monate kalt, Inversion, Hochnebel, wenig Wind und fast keine Niederschläge sind für manchen Allergiker/Asthmatiker eine Qual. Für diese ist egal, wie gross genau der Staub ist. Wenn er in die Lungen gerät, gibt es Probleme. Für all diejenigen, die nicht darunter leiden, zuerst die schlechte Nachricht: «Erkrankungen der Atemwege nehmen vermutlich immer noch zu» - es könnte sie also auch einmal treffen. Dafür ist im Einzelfall Feinstaub wesentlich weniger schlimm als Asbeststaub. Aber mit Feinstaub kann es viele von uns treffen. Im Grunde genommen ist die Problematik beim Ozon, ausser bei einigen chemischen und medizinischen Punkten sehr ähnlich. Gegenteilig ist höchstens die Temperatur. Bis unsere Luft wirklich sauber ist, dürften noch einige Jahre vergehen, auch wenn die Problematik erkannt ist. Machen wir uns nicht zu schnelle Hoffnungen.

Innovationen sind gesucht, um die Luftverschmutzung technisch zu verbessern. Grosse Firmen arbeiten daran, aber auch viele kleine. Sie können sicher sein, dass am Autosalon in Genf, der Dieselfilter ein Hauptthema sein wird. Schade, dass ich für meine Kunden nicht short gehen darf - General Motors und Ford haben seither rund einen Drittel an Wert verloren.

Vielleicht gibt es in Zukunft auch für jedes Auto einen Tachometer, der exakt misst. Zehn Prozent Abweichung ist auch heute noch anzutreffen. Und da erstaunt es eigentlich wenig, wenn Lastwagenfahrer genervt sind. Ein moderner LKW ist normalerweise mit Technik vom Feinsten ausgerüstet und das haben im PW-Sektor nur Fahrzeuge im gehobenen Sektor. Manches von den Lastkraftwagen wird in die PWs adaptiert - aber dies dauert seine Zeit.
Wieso fährt man in der Schweiz nicht allgemein mit 100 Stundenkilometer auf der Autobahn?

- Personenwagen
- Lastwagen
- Busse (vergleichen sie den technischen Standard mit ihrem Wagen)
- durch Tunnel
- über Baustellen (zumindest im Normalfall)
- in Ballungszentren

Geht nicht? Es ist nur eine Gewöhnungssache - in den USA fahren sie mit 104 Kilometer (Masseinheiten) pro Stunde (65 Meilen auf Freeways). Und den Dieselfilter zur Vorschrift erklären. Steueranreize sind Kosten, welche die Allgemeinheit zu tragen hat und nicht der Verursacher. Und vermutlich wären auch einige Erlasse für den Durchgangsverkehr angebracht. Süden und Westen sind heute nicht mehr die grossen Probleme. Der Osten sollte sich am Norden ein Vorbild nehmen. Vergleichen sie bei der nächsten Fahrt einmal einen russischen und einen niederländischen LKW - da sind meistens Welten und Rauchwolken dazwischen.

Welten sind auch beim Zahlenmaterial das in den Medien preisgegeben wurde. Da gibt es vom Dieselfilter, der 20 Prozent der Schadstoffe beseitigt so alles bis zum 99-%-igen Wunderding. Es ist immer so, wenn etwas Ökologisches auf das Tapet kommt, wird in alle Richtungen übertrieben. Und übrigens, Feinstaub gibt es schon lange. Nur gab es klimatisch noch nie ein so krasses Jahr, dass jetzt viele Menschen darunter gelitten haben. Oder noch leiden. Ich vertrage Feinstaub und Ozon nicht gut und deshalb habe ich mich diesen Winter weniger draussen aufgehalten als sonst. Das gibt Bewegungsmangel und könnte zu Rückenschmerzen führen!

Nebel

... über den Wolken (Nebel) wir die Freiheit wohl feinstaubfrei sein - aber nicht eisfrei (und das führte zu Rückenschmerzen)!

Fussball WM oder Olympische Spiele

Bis Gestern sprach fast jeder nur von der Fussball WM - ab heute beginnt die Aufmerksamkeit für die olympischen Spiele, die in drei Tagen beginnen.

Es wiederholt sich immer nach dem gleichen Muster. Für eine Fussball-WM, die in genau 122 Tagen. 7 Stunden 45 Minuten und einigen Sekunden anfängt, wird seit Monaten die Werbetrommel geschlagen. Die Olympischen Winterspiele machen doch via Intro aufmerksam, dass die Olympische Fackel, heute irgendwo zwischen Mailand und Turin unterwegs ist.

Mit Fussball lässt sich viel Geld verdienen - auch wenn sie nicht Toppspieler sind. Oder auch Geld verlieren, je nachdem, zu welchen Kursen man gekauft hat. Die Aktie von Highlight Communications war einmal auf EUR 48 und dann runter auf EUR 2. Um den Mund nicht zu voll zu nehmen - das hat Crew bisher bestens gepflegt - wird auf der Homepage nur der Tageskurs gezeigt. Der Kurs hat sich im letzten Jahr verdoppelt oder wer auf dem Höchst gekauft hat, muss noch einen Verlust von über 85 Prozent gutmachen. Wie beim Fussball - einige steigen ab und andere wieder auf. Das ist keine Aktienempfehlung, aber für Spielernaturen (nicht nur Fussball) vielleicht mal einen Blick wert.

Oder man investiert in Sport-Fonds, um sich weniger um das Risiko kümmern zu müssen. Sie waren nicht an der Fonds'06? Überhaupt nicht schlimm, wenn sie nicht an der Zürcher Fondsmesse waren, meint die NZZ. Auf Bischof Fürer werde ich noch einmal zu sprechen (schreiben) kommen. Aber ganz herzlichen Dank für den letzten Abschnitt:
«Anleger, die sich seriös informieren wollen, benötigen dazu keinen Besuch auf einer Fondsmesse. Besser dienen ihnen unabhängige Finanzberater, ...» ... und hier ihre Lösung ...

... und der war dort. Hauptsächlich an den Rahmenveranstaltungen und doch noch bei einigen Fondsanbietern. Sogar meine EUR-Kreditkarten-Bank die Crédit Agricole war vertreten und erstaunt, dass mal einer wagt Französisch zu sprechen. Vermehrt Englisch und über Fussball sprach man. Bei Merrill Lynch hat man sich diesem Thema angenommen. Einer der meist umlagerten Messestände. Sie haben auch die meisten ausgezeichneten Analysten - zumindest im Finanzwesen. In der IT merkt man sich am einfachsten die ersten Buchstaben von Merrill Lynch - www.ml.com - und kickt (sorry klickt) sich durch, fair, www.ml.ch ginge ins Offside.

Merrill Lynch

... die neueste Technik, das Ortungssystem von Cairos wird hier noch nicht angewendet. Vielen Dank - eine Detailaufnahme des Nicht-Kugelschreibers folgt nach den olympischen Winterspielen, aber bei deren Beginn haben wir dann exakt einen 90 Tage alten Schneehaufen hinter dem Haus - und da kann ich doch nicht Fussball spielen.

Chart Lehrgang (2) - mehrere Punkte, die Masse

Mich würde ihre Einschätzung zum Goldpreis sehr interessieren! So der Kommentar zum Blogbeitrag über die SNB und EZB. Der Goldpreis wird von der Masse tendiert - und die Masse sind einzelne Geschäfte, je eines Käufers und eines Verkäufers.

PLEASE DO YOUR OWN DUE DILIGENCE BEFORE INVESTING IN ANY PROFILED COMPANY! So steht es in unserem Haftungsausschluss. Dies gilt auch beim Gold. Bringen wir es auf den Schlusspunkt, den Schlusskurs aus dem 1. Teil über die Charts. Der Schlusskurs ist der letzte an der Börse gehandelte Kurs. Ein einziger bezahlter Kurs macht den Schlusspunkt - egal, ob ein kleines oder grosses Volumen, ob ein limitierter Kurs oder eine «Abstauberlimite» (hoffen auf einen unlimitierten Verkaufskurs und keinen höheren Kaufskurs - oder das Ausnutzen von grossen Schwankungen) gesetzt wurde. Der letzte Kurs ist also manchmal ein Zufallskurs, vor allem, wenn in einem Titel wenig gehandelt wird. Titel mit grossem Volumen und vielen Abschlüssen entsprechen der Marktsituation des vergangenen Tages.

Aber was ist jetzt die Marktsituation, wie kommt diese zustande. Himmelhochjauchzend zu Tode betrübt kann ein Börsentag beim Gold sein. Wer ist schuld daran? Der einzelne, der mit Gold handelt. Und wenn man alle Einzelnen zusammenzählt, dann erhält man die «Masse». Der Cartoon hier ist im Gegensatz zu andern ethisch genug, diese anzugreifen, die keine eigene Meinung haben und immer nach den andern Ausschau halten, was die machen - die Nachahmer. Diese beeinflussen den Schlusskurs, sie beeinflussen den Trend (nach oben, unten oder seitwärts).

Noch einmal zurück zur Haftungsfrage. Sie können ganz einfach zu den Gewinnern gehören - sie müssen nur das Richtige tun. Weit über 50 Prozent aller gehandelter Volumen sind im Trend, gehören zu den Gewinnern. Wenn einer kauft bevor der Kurs steigt, gehört er zu den Gewinnern. Wenn einer verkauft, bevor der Kurs sinkt, gehört er auch zu den Gewinnern. Und all die welche handeln und dann bleibt der Kurs auf dem gleichen Niveau stehen, haben ja eigentlich auch das Richtige getan. Zumindest kurzfristig betrachtet. Jeder einzelne Handel braucht zwei Kunden. Einen Verkäufer und einen Käufer. Mindestens einer liegt kurzfriTtig richtig - höchstens einer falsch.

Jeder, der nie einen Handelstag an einer Börse erlebt hat, sollte dies einmal nachholen. Je grösser die Börse, desto eindrücklicher, wie viele Abschlüsse getätigt werden, je kleiner die Börse, desto überblick- und nachvollziehbar. Die Berner Börse und die in New York funktionieren im Prinzip gleich - aber meist nicht gleich hektisch.

Egal wie hoch das Handelsvolumen und die Anzahl der Abschlüsse ist, es gibt pro Tag nur einen Schlusskurs. Jeder einzelne, der gehandelt hat, kann Ende Tag nur sehen, ob er zu einem andern Kurs gehandelt hat und ob die Differenz positiv oder negativ ist.

Hunderte, Tausende von Geschäften werden im Schlusskurs nicht berücksichtigt - nur der allerletzte Handel zählt.

Wenn die Börsenkurse charttechnisch, langfristig mit täglichen Durchschnittskursen statt Schlusskursen betrachtet werden könnten, wäre die Börse viel ausgewogener und Trends besser prognostizierbar.

Ich kenne kein System, das mit Durchschnittskursen rechnet. Solche müssten aber heute mit leistungsfähigen IT-Anlagen lieferbar sein. Bei einer Demonstration sehen wir auch nur Extreme - was die ganz grosse Masse ausserhalb der sichtbaren Menge macht, wissen wir nicht.

Genau gleich ist es mit dem Gold. Irgend jemand schreit an der Börse und alle rennen hinter her. Jeden Tag wieder einen Schlusskurs hinterlassend. Der Tendenz nach vermutlich weiterhin nach oben. Hier ein Beitrag, der die Situation vor einem Monat meiner Ansicht nach recht spitz und treffend schildert. Wie lange der Goldhip noch anhält, kann ich nicht sagen. Bis zu den Höchstständen, die ich erlebt habe, fehlen noch 40 Prozent. Im 4.-Klass-Rechnungsbuch waren es noch CHF 5000 - 8 mal weniger. Wenn sie damals gekauft hätten, entspräche dies einer jährlichen Rendite von 4 Prozent. Meine langjährigen Kunden haben seit einigen Jahren Goldminen-Aktien im Depot. Diese haben wir gekauft, als die Nationalbanken Gold verkauften. Massenpsychologie müsste man studiert haben und abschätzen können, wie lange Inder und Chinesen noch Schmuck aus Gold kaufen und als neue Abnehmer dieses beschränkt vorhandene Edelmetall hochtreiben, oder ein Trend zu Modeschmuck aus andern Metallen oder Stoffen kommt.

ll and Buy

So oft wie dieser Cartonn kopiert wurde, so oft hat der Tag aufgehört, wie er angefangen hat: «I've got a stock here» - or an idea. Und dazwischen lagen unzählige einzelne Kaufs- und Verkaufs-Entscheidungen die aber nicht berücksichtigt werden - nur der: Schlusskurs - Schluss Punkt.

SNB, EZB - bemerkenswert stabil

Aktien zu analysieren ist das eine - bei Zinsen und Währungen richtig zu liegen das andere.

«Wenn Zinsen steigen, fällt die Börse.» So die Theorie in einer meiner ersten Wirtschaftskunde-Stunden. Der Satz an und für sich stimmt auch in der heutigen Zeit noch, nur gibt es da noch andere Einflüsse, die die Börse in die eine oder andere Richtung treiben lassen. Die Materie ist so extrem komplex, dass sie vermutlich weltweit von keinem einzigen Mensch voll durchschaut werden kann - und dies nur im theoretischen Teil. Wir können in den nächsten Jahrzehnten auf diesem Gebiet noch viel lernen - und es werden auf Fortschritte erzielt.

Lesen Sie selbst, was die obersten Bankbehörden zur Zeit meinen:
SNB - Schweizerische Nationalbank

- Geldpolitik 2000 - 2005: Was haben wir gelernt?
- Input: Aktuelles aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
für Schülerinnen und Schüler (für andere auch lesenswert)
- Bericht von Moneycab
- aus Sicht der NZZ
- Im Gleichschritt mit dem Euro, gemäss der Berner Zeitung


EZB - Europäische Zentralbank (wer Zahlen nicht mag, hat hier einen Gratissprachkurs mit 19 Sprachen)

- etwas übersichtlicher aus der Sicht der Deutschen Bundesbank
- die Zinse bleiben eh einmal unverändert auf 2,25 Prozent

Und was sagen die Amerikaner dazu? Die sind etwas anderer Meinung. Wer sich noch keine eigene Meinung bilden konnte, dem stehen in diesem Beitrag genügend Links zur Verfügung, um sich das kommende Wochenende zu beschäftigen.

SNB

... stehe ich als Fotograf etwas «schräg» oder die SNB?

FONDS'06 - FONDS'07 - Nachhaltig investieren

Der Roundtabel «Nachhaltig investieren» von morgen Freitag 12.00 - 13.00 ist das Pilotprojekt zur geplanten Sonderausstellung «Nachhaltig investieren» an der FONDS'07.

Ohne Rahmenprogramm wäre die FONDS'06 für so manchen Anleger fast wie ein Buch mit sieben Siegeln. Welchen Fonds soll man nun anschauen oder gar kaufen? Das Rahmenprogramm, wohlgemerkt, nicht Begleitprogramm, bietet hier einiges. Heute Abend erteilt ihnen Giuseppe Botti vom Beobachter eine Lektion. Im Kongresshaus Zürich kann man auch bequem und neutral nach der Eingangs-Kasse bei Cash vorbei schauen. Dieser Stand ist nicht zu übersehen. Diese Fondsplattform ist seit über 7 Jahren online und www.borsalino.ch führt immer noch direkt zur Aktienplattform.

Eine der interessantesten Rahmenveranstaltung verspricht am Freitag «Nachhaltig investieren» ( pdf - gleiches Fenster) zu werden:
Die Teilnehmer am Roundtable «Nachhaltig investieren»:

Bischof Ivo Fürrer vom Bistum St. Gallen, Präsident des Stiftungsrates Fastenopfer

Prof. Dr. Stefan Schaltegger, Center of Sustainability Management, Universität Lüneburg - (Newsletter)

Randolf Hanslin, Mitglied der Konzernleitung Geberit Int. AG

Hans Fischer, Mitglied der Geschäftsleitung ZKB, Leiter Investment und Private Banking

Moderation: René Lüchinger, Chefredaktor BILANZ
Kuno Spirig als Organisator des Roundtabel sorgt dafür, dass sie einiges mit nach Hause nehmen können.

P r e s s e - E i n l a d u n g (pdf) - auch zu spät Angemeldete sind herzlich willkommen (dies ist ein echter Insider-Tipp)

Kurzaussagen (pdf) der Podiumsteilnehmer

Kuno


... Kuno Spirig als Organisator des Roundtabels ist Garant, dass sie einiges mit nach Hause nehmen können.

Georg Wuest

... und freuen sie sich, den zweiten Organisator Georg Wuest morgen kennen zu lernen.

Nachhaltig alternativ ist nicht immer grün! Nachhaltig investieren heisst ökologisch und ethisch gerecht zu investieren, wie es im Roundtabel der Fall sein wird. Das Wort «nachhaltig» wird heute oft ausserhalb des angestammten Bereichs angewendet und führt zu falschen Vorstellungen. Ebenso sind heute «alternative Anlagen» meist Anlagen in Hedge Funds und nicht wie vor einigen Jahren, Anlagen in den Umweltbereich. So ändern die Zeiten. Die «Grünen und Blauen» sind heute nicht mehr alternativ, die sind «IN» und haben eine überdurchschnitlicht gute Performance.

Zum 1., zum 2. ... zum 14., zum Letzten

Alan Greenspan hebt den Zinssatz zum 14. mal in knapp zwei Jahren in den USA an - zum letzten mal. Ab heute ist Ben Bernanke dafür zuständig.

Die Bond-Sätze in den USA sind in der heutigen Zeit etwa gleich abgedroschen wie der Bond Satz «Mein Name ist Bond - James Bond». Und trotzdem ist die Zinssituation verwirrlicher als in jedem andern Land. In den letzten zwei Jahren ist der Zins in den USA auf ein Zehntelprozent genau gleich viel gestiegen wie der Dow Jones - etwa 3.5 Prozent. Von einem Börsenboom kann da sicher (noch) nicht gesprochen werden.

Wir nehmen «Abschied vom «Maestro der Märkte» wie «die Welt» zu schreiben pflegte. Ben Bernanke tritt kein einfaches Erbe an. Er braucht nicht nur ein fundiertes Wissen und Glück. In diesem Bereich braucht es sehr viel Intuition, ein gutes Bauchgefühl oder wie im Martischen 6-Eck beschrieben, der Sinn für das Irrationale, die Vorlieben, der Blickwinkel.

Die Schweizer Geschichte erzählt von Rost und Grünspan, ein geniessbarer Waldgänger soll er sein, Musik in den Ohren, wenn Frau/Mann sich von ihm befreien wollen helfen Essig und Salz. Hoffen wir, das sich Greenspan, zu Deutsch Grünspan, nicht im Nachhinein als gesundheitsschädlich und umweltgefährdend herausstellt, sondern, dass er eher wie die Verwandte von Grünspan, die Patina gewirkt hat und uns vor grösserem Schaden geschützt hat.

US Deposit 3M

... der US 3-Monats-Deposit (2 Jahre) gefunden bei Cash. Zumindest rückwirkend ist der Trend für 21 Monate einfach einzuzeichnen!
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