Chart Lehrgang (1) - der Punkt

Charts - für die einen ein Buch mit sieben Siegeln, für die andern, das Allein-Seelig-Machende. Für mich ein ergänzendes Finanzanlyse-Tool.

Gestern haben wir einen Nagel eingeschlagen. «Mach einen kleinen Kurs in Chart-Analyse - in lockerer Folge.» Die Idee ist von Aficionado. Er ist bedeutend mehr als «nur» Blogger-Kollege. Und was macht man, in einer Bar in Herzogenbuchsee, Face to Face bei einer guten Cigarre. Mann diskutiert, mit von noch früher bekannten Gästen - schön, sie wieder einmal gesehen zu habe. Man wägt ab, was im Netz Erfolg haben könnte. Ja, das hier ist meine Art Werbung, denn auch wir können noch einige Kunden bedienen und suchen sogar welche. Und den Blog schreibe ich nicht aus Langeweile, sondern eben aus werbetechnischen Gründen und weil es Spass macht. Entschuldigen sie bitte, wenn ich nicht einen perfekten, wissenschaftlichen Schreibstil pflege - aber dafür habe ich wiederum zu wenig Zeit. Mein Wissen kann ich nicht stundenlang zusammentragen - es muss präsent sein und mit einigen Links unterlegt, damit der Blog-Leser weitere Informationen erhält (sofern er die sucht). Und wer weitere Informationen will, oder auch eine kleine weitergehende Beratung, der kann telefonieren oder schreiben (bitte aussagekräftiger «Betreff» im E-Mail - aber die Problematik mit Spam kennen sie ja..

Wir wissen jetzt wenigstens, wieso es «Bar» heisst - bar bezahlen, Karte wird nicht akzeptiert, egal, ob man früher rechts und links von Banken nur so eingeengt war. Jeder macht was er will oder für gut hält. Jeder viel-osophiert wie er weiterkommen will, auch Hörbie, der demnächst (?) Farbe bekennen müsste. Einen Nagel einschlagen.

Der Aficionado würde jetzt wieder sagen: «Was hat dies nun wieder mit Charttechnik zu tun.» Zieh einmal den Nagel heraus. Was siehst du?

Der Punkt

Der kleinste gemeinsame Nenner. Roche zum Beispiel hatte gestern einen Schlusskurs von 199.

In den meisten Chartlehrgängen wird der Punkt als solcher nicht, oder zu wenig behandelt. Der Punkt fehlt, weil die gerade zuerst die Gerade behandeln. Diese ist die kürzeste Strecke zwischen zwei Punkten - aber meist eben nur zwischen zwei Schlusspunkten. In unserer Bar ist vergleichsweise der Tagesumsatz - wie hoch das Ergebnis am Ende des Tages war. Der Umsatz an der Börse, die Volumen, entsprechen bei einem Vergleich eher der Anzahl getrunkener Getränke.

Also, vermutlich nächste Woche wieder etwas über Charts - in lockerer Folge, nicht wissenschaftlich perfekt, aber mit genügend Kenntnissen, um dieses Instrument sinnvoll einsetzten zu können. Als Ergänzung oder als Suchkriterium - auf keinen Fall nur auf die Charttechnik abstellen.

Sonnenfinsternis

... die Sonne - nur ein Punkt? Sonnenfinsternis - jetzt wird es mit den Punkten schon komplizierter ... - weitere Bilder bei Visipix.

Tiermehl wird bald zu Diesel

Not macht bekanntlich erfinderisch, denn Schlachtabfälle sind seit Aufkommen von BSE «Sondermüll».

Heute von Beatrix Mühlethaler in der Berner Zeitung gefunden: «Seit BSE werden Tiermehle verschmäht und verbrannt. Doch bald werden sie wieder zum begehrten Rohstoff: Entsorger wie die GZM in Lyss wollen Schlachtabfälle nutzen, um Diesel und Dünger zu erzeugen.» ... weiter ...

Bio-Diesel aus Schlachtabfällen wird wohl die Energiekrese nicht beseitigen, aber zumindest ein Problem aus der Neuzeit umgestalten - Symptome bekämpfen, aber nicht Ursachen lösen. Auf der ethischen Seite dieser Abfallentsorgung möchte ich nur kurz auf den «Katzen-Diesel» hinweisen. Und aus chemischer Sicht betrachtet vermutlich eines der interessantesten Themen, denn durch die Katalyse von Kohlenwasserstoffen möchten viele Diesel , Biogas oder andere Kraftstoffe gewinnen.

Hier noch für einen Leser, der sich mit Venture Capital im Bereich von Biokraftstoffen und Tankanlagen beschäftigt, einen Link zu einer umfassenden Diplomarbeit (wenn er sie kauft, lese ich sie dann auch ganz gerne einmal - danke).

Der Stoff, aus dem Banknoten sind

«Über Geld wird nicht gerne gesprochen. Besonders die Hersteller von Banknoten hüllen sich in Schweigen, denn Sicherheit geniesst bei der Produktion allerhöchste Priorität.»

Im emagazin der Credit Suisse ist der Artikel über die Schweizer Banknoten erschienen:

Von Rebecca Schraner: «Papiergeld ist also streng genommen gar kein Papier, sondern Stoff. Kämmlinge sind ein Abfallprodukt der Spinnerei. "Bezüglich Festigkeit und Faltbarkeit sind sie dem Papier überlegen", erklärt Andreas Stock, Leiter Ausbildung bei Landqart. In einem aufwändigen Verfahren werden die Kämmlinge zerstückelt, gequetscht und mit Füll-, Leim- und Farbstoffen vermengt und zu Bahnen aufgerollt. Ein Chemikalienbad macht das Papier bedruckbar und erhöht die Sicherheit. Bereits bei der Landqart wird das Wasser...» ... weiter

Wenn sie Schweizer Banknoten nachstricken wollen, werden sie ihre Mühe daran haben. Versuchen sie es doch zuerst mit der Österreichischen Stickereimarke. Wem dies zu wenig wertvoll ist, kann sich die Swarovski Kristallwelten Briefmarke mit den Glitzersteinchen besorgen.

Stickereibriefmarke

Bern a Leiden

Vielleicht gehen 107 Jahre Berner Geschichte zu Ende - und vielleicht hat ein langes Leiden nach einem schlechten Sommer sein Ende.

Entschuldigen sie, aber heute habe ich Lust auf etwas Zynismus. Ich weiss, dass man dies tunlichst meiden sollte. Aber vielleicht wurde mit dem gestrigen Beschluss, dass Crucell die Berna Biotech übernehmen kann, wieder einmal eingeläutet, dass ein Stadt-Berner Unternehmen auf den Weg zum Friedhof getragen wird. Spass beiseite. Gar nicht so schlimm, denn ganz in der Nähe des Industriegeländes befindet sich einer der weltschönsten Friedhöfe, die ich kenne. Das ist kein makrabes Hobby von mir, aber ein Friedhof zeigt die Kultur der Menschen in Minutenschnelle. Sagen sie mir, wie ich in einem fremden Ort schneller die noch lebenden Menschen beurteilen kann. Ich lerne gerne dazu.

Auf dem Friedhof Bümpliz kann man verweilen und Kunst von Schang Hutter geniessen. Lebendig vermutlich besser, als nachher. Wobei ich mir dies vorstellen könnte - Sicht auf zwei Häuser, in denen ich einmal gelebt habe.

Aber was soll's, die Berna Biotech ist noch lange nicht zu Grabe getragen. Den Chart im Link habe ich zum Kaufen benutzt - privat, für meine Kunden hatte ich den Mut nicht, das Risiko war zu hoch. Die Kurse waren halt vielleicht tief wegen eines schlechten «Sommers» - oder zumindest dass der CEO Kuno Sommer seinem Namen nicht gerecht wird und nicht saisonal entscheidet, sondern langfristig. Dies ist aber zur Zeit an der Börse überhaupt noch nicht gefragt - das Shareholder-Denken überwiegt immer noch. Und andererseits ist ein langfristiges Denken extrem viel schwieriger zu beurteilen, als das in der heutigen Zeit stark überwiegende kurzfristige Denken.

Über das «Sumpfinstitut» (ehemals Serum- und Impfinstitut) habe ich vermutlich in den letzten dreissig Jahren mehr Entscheidungsprobleme gehabt, ob man kaufen oder verkaufen soll, als bei der Basler Grosspharma. Manchmal sind die «Kleinen» ganz schön wechselhaft. Warten wir ab, was geschehen wird. Gestern waren nur 18 Prozent der Aktien an der ausserordentlichen Generalversammlung vertreten - und die Crucell möchte auf 67 Prozent Anteil kommen. Vielleicht kommt, wie eben jetzt nach mehreren Tagen wieder einmal, ein Sonnenschein. Nebel war da, aber den hat es auch in Leiden, dem Hauptsitz von Crucell (hat nichts mit Q-Cells zu tun).

Buchstabenklaubereien kann man auch mit dem Titel machen: Bern a Leiden - mir kommen mindestens fünf Varianten in den Sinn. Und beim heutigen Blogthema zwei Bekannte. Der eine arbeitet mit Sicht auf die Berna und wird hoffentlich nicht mehr Arbeit erhalten - er arbeitet beim RAV, der regionalen Arbeitsvermittlung und im Kunstgarten müsste ich schon lange eine Karte von Schang Hutter abholen - leider keines seiner grossen Werke.

Übrigens, wenn ihr «Bern a Leiden» nicht in meiner Mundart interpretieren könnt, so habt ihr doch die Möglichkeit, morgen bei uns etwas zu lernen - die CD-Taufe «blauäugig» der «Mundartisten».

2006 - das Jahr der Informationen

Information soll ja nicht nur sachlich, richtig und zeitgerecht sein - sie soll Spass machen oder interessant über Nachdenkliches berichten. Und möglichst pannenfrei sein.

Dieses Jahr wird mit Informationen nicht gegeizt. Printmedienmässig und auch fernsehmässig ist für die meisten das Jahr erst 10 Tage alt. Das Internet ist aktueller, hat aber die Tageszeitung und die Abendsendungen im TV noch bei weitem nicht ersetzt. Bei Informationen jeder Art, muss man immer etwas Vorsicht walten lassen. Sind sie wirklich korrekt? Die Meisten geben sich Mühe, Informationen der Wirklichkeit entsprechend an die Frau, den Mann zu bringen. Schriebfheler, Schreibfehler sind das eine, Pannen das andere. Für meine Fehler und Pannen die es nur schon statistisch gesehen, auch geben dürfte, entschuldige ich mich ganz herzlich. Die sind nicht absichtlich.

Vermutlich auch nicht, dass es heute in der Region München minus 34 Grad Celsius kalt werden wird. Zumindest so die ARD-Wetterprognose von gestern - jetzt korrigiert. Solche Infopannen sind sofort erkennbar.

Andere Pannen sind dieser Tage meist schon auf der Titelseite angekündigt. Die Affäre zum Beispiel über den CIA - Central Intelligence Agency. Schwierig wird hier die Abschätzung, was die Schweiz jetzt machen sollte. «Der Druck auf den Bundesrat wächst» (Stellungnahme von Ernst Mühlemann - letzter Teil - nach Trennungslinie). Und weitere Informations-Pannen werden folgen, falls nicht informiert wird und die Menschenrechte nicht beachtet werden. Gründe dafür gibt es, unbestritten. Aber hoffentlich sind es Pannen, wie in Bern Menschrechte von Polizisten mit Fäusten traktiert werden, eher die Ausnahme.

Soll, kann, darf man den USA noch Glauben schenken, wenn es um die Atomanlagen von Natanz / Iran geht. Werden dort einmal Kernwaffen hergestellt, oder soll die Kernenergie für friedliche Zwecke genutzt werden. Wollen die Iraner «nur» zur Kernenergie Elite aufsteigen. Überlegt einmal, wie manches «Atomenergie Hightech Land» auf der Welt in den letzten Jahren in keinen Krieg verwickelt war oder eigene Soldaten in Kriegsschauplätze zum Kampf entsandte. Vermutlich gibt es keine Handvoll.

Wem soll man Glauben schenken! Bei vielen Informationen kann man gar nicht sachlich zu einem Urteil kommen - man kann sich nur eine Meinung, ein vermeintliches Urteil, vielleicht gar ein Vorurteil bilden. Die Stiftung Warentest kritisiert Sportstadien. Auch Kaiser haben sich schon täuschen lassen, weil sie auf falsche Informationen gesetzt haben - hoffen wir nur, dass Frank Beckenbauer Recht hat, oder in meiner Art der Informations-Interpretation, dass keine Panne geschehen möge. In diesem Fall würden ihm dann die Gesichtscreme und die Staubsauger auch nicht mehr viel helfen. Vielleicht beruhigt ihn dann ein Münzentee, der von Ktipp getestet wurde.

Informationen muss man immer etwas misstrauisch gegenüber stehen. Zudem weiss man, dass in hitzigen oder unter Kostendruck stehenden Zeiten viel mehr Infopannen geschehen. Nach Möglichkeit hole man sich die Info immer vor Ort um sich eine eigene Meinung zu machen. Es ist genau gleich wie mit dem Pfefferminztee - es gibt verschiedene Qualitäten. Hier kann ich zumindest behaupten, alle im Testresultat zu schlagen. Meine Minze, nur Blätter, ist im Gefrierfach und schmeckt herrlich. Zumindest werde ich von diesem Artikel profitieren, dass in Zukunft meine Tochter keinen "genügenden" Tee für CHF 4.20 mehr einkaufen wird, sondern Gratis-Bio-Tee nimmt.

Natanz

... Luftbild der Kernenergieanlagen von Natanz/Iran bei Globalsecurity gefunden.

Übrigens, nicht nur als Grossratskandidat (da können sie schon mal eine Stimme vergeben) mache ich mir über politische Entscheide meine Meinung - sie beeinflussen langfristig auch die Börsen (Länderfonds lassen grüssen).

UBS: Vorzeichen sprechen für ein turbulentes Jahr

«Die Vorzeichen sprechen für ein turbulentes Finanzjahr 2006, das mit einigen Überraschungen aufwarten wird. Trotz einer "guten Ausgangslage" rät die UBS anlässlich ihrer Pressekonferenz zum Ausblick 2006 in Zürich zu einer "gewissen Vorsicht" und empfiehlt diversifizierte Anlagestrategien.»

... gefunden bei Moneycab ... Artikel weiterlesen (als pdf). Wer hätte noch seinen Spass, wenn es nicht wieder einmal turbulent werden würde. Es gibt doch nichts Langweiligeres, als eine langweilige Börse. Und wenn wir ehrlich sind, gibt es so was eigentlich nur an Feier- und Festtagen.

Den Moneycab-Newsletter lese ich seit langer Zeit und allen Unkenrufen zum Trotz im HTML-Format . Wer das «Nur-Text» Format vorzieht hat vor PC-Viren noch mehr Angst als vor einem Börsencrash - rein statistisch gesehen haben diese durchaus Recht.

Für diejenigen, die am Donnerstag nach Solothurn pilgern, noch ein Moneycab Interview mit Fritz Gantert über Schaffner - so als kleine Vorbereitung. Und mit einem der Gewinner aus dem Adventskalender treffe ich mich dann in der 1. Absinth-Bar der Schweiz. Wieso? Weil der «Rechtsunterzeichnende» auf dem Wertpapier der gleiche ist, wie derjenige, der «die Grüne Fee» zusammen geschweisst hat.

Und wer unsere Philosophie noch nicht kennt, Schaffner wird hier nicht als Aktientipp empfohlen, denn es könnte ja sein, dass man alte Bestände loswerden möchte. Empfehlungen bleiben unseren Kunden vorbehalten und dazu müsst ihr über keine Spionage oder Sateliten-Abhörsysteme verfügen - E-Mail oder Telefon reicht und wir diskutieren persönlich darüber - und Kunde werden ist auch nicht verboten. Das hat sich letztes Jahr für beide Seiten gelohnt, denn die Zahlen in den Depotauszügen scheinen realistisch zu sein. Turbulenzen hin oder her, wir werden auch dieses Jahr alles daran setzen, die bisherige Erfolgsserie nicht abbrechen zu lassen. Und ein Merci an die Banken, mit denen wir zusammen gearbeitet haben und ein ganz spezielles Dankeschön ans FIM-Desk der UBS in Bern - mit Turbulenzen können wir im Mittelland ganz gut leben.

Schweizer Immobiliengespräche

Bewertungen von Immobilien: Ein Buch mit sieben Siegeln?

Am Montag haben wir gleich zwei Nachrichten - eine gute und eine «schlechte».

Die gute zuerst: Den Newsletter der Schweizer-Immobiliengespräche werden sie in Zukunft im Finanzblog einverleibt finden. Wer darauf zählen will, dass er jeweils sofort informiert wird, kann den Newsletter direkt abonnieren. Im Finanzblog wird sicherlich noch der eine oder andere spezielle Kommentar darüber abgegeben.

Nun die schlechte Nachricht: «Die Bewertungen von Immobilien: Ein Buch mit sieben Siegeln?» - Diese Veranstaltung wurde innert Minuten ausgebucht. Das nenn ich einen tollen Erfolg für die Veranstalter, zudem sich Personen aus der ganzen Schweiz angemeldet haben.

Die Bewertung von Liegenschaften ist ein nicht ganz einfaches Thema - wir werden in Zukunft vermehrt über Immobilien berichten. Ein Thema, das jeden Vermögensverwalter interessieren dürfte. Es betrifft seine Kunden. Vermutlich einen grossen Teil der Kunden bis hin zu 100 Prozent. In meiner Kundschaft kommt mir kein einziger Kunde in den Sinn, der weder ein Haus sein eigen nennt, in einer Eigentumswohnung wohnt, ein Ferienhaus (oder vielfach Anteil) hat oder einmal eine Immobilie erben kann.

Gerade im letzten Fall ist es wichtig, wenn man die verschiedenen Möglichkeiten eine Immobilie zu bewerten kennt, ganz zu schweige denn noch steuerliche, unternehmerische oder familiäre im Einzelfall mit ein zu bezieht.

Schweizer Immobiliengespraeche

... Schweizer Immobilien-Gespraeche

Rock in Church - 6. und 7. Januar in Langenthal

Das vierte «Rock in Church» in Langenthal findet neu an zwei Abenden statt.

Gestatten sie mir, zum heutigen Tag wieder einmal etwas über «Vorlieben» zu schreiben.
Hier finden sie die Details: www.rockinchurch.ch

Die Bands - in alfabetischer Reihenfolge:

Groombrigde
- zu Deutsch: die Pferdepflegerbrücke oder die Bräutigams-Brücke - gemeint ist aber vermutlich die Ortschaft in East Sussex - Church in Groombrigde

Lama
- wir waren im Zoo und dort hat uns ein Lama angespuckt, da haben wir gedacht, cooles Tier, so heissen wir....

O.M.S.
- gemeint ist diesmal nicht die OMS Organisation Mondial de la Santé - the WHO

QL - cool

Suiceside
- «... ein solcher Name in unserer Kirche ...» - der Ausruf stammt nicht von einem Liberalen

Tomazobi
- TObi MAze und OBI


Nach einem Jugendgottesdienst der ref. Kirchgemeinde Langenthal wurde die Idee eines Rock in Church im Jahre 2002 geboren. 4 Jugendliche, welche mit ihrer Band am Jugend-Gottesdienst mitgespielt hatten, organisierten im November 2002 das 1.Rock in Church in der ref. Kirche Langenthal mit 2 lokalen Jugendbands unter dem Motto Jugendkultur in der Kirche von Jugendlichen für Jugendliche. Im Januar 2004 folgte das 2. Rock In Church, welches nun im Kirchgemeindehaus in grösserem Rahmen (3 Bands:Mundartisten, Foolz, Funkonnection) stattfand. Im Januar 2005 ging das 3.Rock In Church mit Mauro Grossud feat. Voices, Anemon und Nervous erfolgreich über die Bühne.

Nun wünsche ich viel Erfolg und Spass am vierten «Rock in Church» und danke allen Beteiligten für ihren Einsatz und ein ganz spezielles Merci geht an die Sponsoren:
- x-Light & Sound
- Friedrich Witschi AG
- sound garden
- Ammann Group
- die Mobiliar
- BEKB | BCBE
- Ernst & Nyffeler ArchitektenAG ...
... in einem ihrer Häuser werde ich am Freitag- und Samstag-Abend nicht anzutreffen sein, sondern an der Veranstaltung der Reformierten Kirche Langenthal-Untersteckholz und werde bereits mein fünftes Rock in Church erleben dürfen - das erste vor rund 35 Jahren in der Kirche Bern-Bethlehem...

... und in einer Woche, am Freitag den 13. «Blauäugig» in den gleichen Räumen zur Plattentaufe der Mundartisten.

Pressemitteilung und Projektbeschrieb von Christian Lehmann (jüngstes Ratsmitglied - Ressort Jugend) und Jugend-Pfarrerin Franziska Möri

Textzusammenstellung: Stephan Marti-Landolt - finanzblog


2006 - das Jahr der Zahlenakrobatik

Ein Fingerspitzengefühl für Zahlen ist in unserer Branche sehr hilfreich - aber manchmal sind alle überfordert.

Zahlen müssen nicht gleich willentlich gefälscht sein, wie dies bei Panalpina der Fall zu schein scheint. Keiner hat es bemerkt. Die Geschäftsleitung nicht, die Revisionsgesellschaft nicht und die Emissions-Bank beim kürzlichen Börsengang bestimmt nicht, sonst wäre vermutlich das IPO abgeblasen worden.

Gestatten sie mir die Frage, ob ich als Analyst so etwas feststellen kann? Bei Leibe nicht, denn die Zahlen, die wir vorgelegt bekommen, sind meist nicht überprüfbar. Es muss ein Vertrauensverhältnis bestehen. Die Buchhaltung ist eine ganz andere als exakte Disziplin. Und all die Rechnungslegungsrichtlinien können sie nicht kennen. US-GAAP Generally Accepted Accounting Principles oder IAS International Accounting Standards und sie können problemlos einige Tage im Internet surfen und wissen noch lange nicht alles.
Eines weiss ich aus meiner Revisionszeit. Es gibt zwei Sachen, die beim Beurteilen eines Unternehmens interessant zu wissen wären:

- die rund 100 letzten Buchungen am Ende des Geschäftsjahres
- die rund 10 Buchungen, auf die verzichtet wurde
Zahlen sind sehr oft extrem schwierig zu interpretieren. Sie finden Tag täglich Beispiele, denen sie nicht ganz trauen oder die sie einfach mal so hinnehmen. Bad Reichenhall ist ein trauriges, aber aktuelles Beispiel. In diesem Link wird von einer Belastung von 300 kg je Quadratmeter gesprochen, was einer Schneehöhe von 50 cm entspreche. Das ergibt 600 kg je Kubikmeter - dies würde aber zumindest ganz nassem Schnee oder altem Firn entsprechen. Auf der andern Seite würde das Gewicht von 300kg/m2 rund 200 cm Schneehöhe entsprechen.

Eis, die kompakteste Schneemasse schwimmt, also wird das Gewicht kleiner als eine Tonne je m3 sein und mit frisch gefallenem Pulverschnee lässt sich wie mit Federn spielen. Hier ist es wie bei einem Geschäftsbericht. Es müssen und können nicht alle Zahlen überprüft werden - aber die wichtigsten sollte man annäherungsweise abschätzen können um nicht zu übersehen, dass sie um Potenzen, Faktoren oder Kommastellen daneben liegen. Bei der Schneelast ist die Bandbreite so gross, dass sie ruhig mal annehmen dürfen, dass 10 Newton grob gerundet einem Kilo entsprechen und dass es für die Tag tägliche schnelle Analyse von Zahlen keine Rolle spielt, dass wir nicht von Gewicht sondern eigentlich von Gewichtsdruck sprechen sollten.
Oder anders gesagt:
Misstrauen sie Zahlen, die auf die Kommastelle genau gerechnet sind und eigentlich auf den Tausender genau gerundet sein könnten. Budget, Business Plan, Marktforschung ....
Viel Spass all denen, die jetzt wieder die transitorischen Buchungen in Angriff nehmen. Wie bucht man jetzt ...? Das ist eher nebensächlich, am Schluss muss es nachvollziehbar, belegbar und der Wahrheit entsprechen, ohne dieselbige frei zu interpretieren. Und übrigens, die Kaffeepreise werden immer noch 100-fach zu teuer gemeldet.

Schnee Simplon-Dorf

... so sehen 250 cm Pulverschnee nach rund einer Woche aus. März 1980 - 10 Tage in Simplon-Dorf (1500 m) von der Aussenwelt abgeschnitten - weitere Bilder bei Visipix

2006 - das Jahr der Buchstabenakrobatik

Buchstaben sind zumindest bei Abkürzungen eher eine Lotterie, denn eine exakte Wissenschaft.

Der Mensch lebt heute von Abk. (Abkürzungen) und AGSNVAG (auch Götter sind nicht vor Abkürzungen gefeit). Zumindest in unseren Berufskreisen hat man sich damit längst abgefunden. CIG und CIGN gibt es seit neun Jahren nicht mehr. Und trotzdem ist eine Erklärung, zumindest für Schweizer, praktisch nicht nötig - Ciba Geigy und N für Namen-(Aktien). Dabei ist ja Ciba selbst eine Abkürzung «Gesellschaft für Chemische Industrie Basel», ehemals «Bindschedler und Busch» (siehe - s. 1877). Mit einem 11-Stunden-Tag, Sechstage-Woche wohlgemerkt, hatte man noch Zeit, da konnte man auf Abkürzungen verzichten. Wie unsere Zeit so ist, es gibt nun eine Cibasc, die Ciba Spezialitäten Chemie, bei uns CIBN und den Deutschen CGI genannt. Die letzte Abkürzung vergessen sie bitte gleich wieder, denn diese ist international gesehen, mehr als nur verwirrend.

Wissen sie was UBS heisst? UBS ist aber auch ein Flughafen in Mississippi. Suchen sie einmal eine Bahnaktie mit Bern oder Simplon . Da stossen sie auf die Gurtenbahn oder die BOB, die Berner Oberland Bahnen. Die Fusionsgeschichten von Jungfraubahn und Novartis dürften Ähnlichkeiten aufweisen. Wenn sie aber die BLS, die Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn, wirklich finden wollen, müssen sie mit der Abkürzung oder am einfachsten mit Lötschberg suchen.

Regiomobil oder Bern-Rail wird die BLS vielleicht in Zukunft heissen. Regiomobil hat wenigstens den Vorteil, dass irgend wer mit irgend wem in Zukunft fusionieren kann und Bern-Rail kann ja auch bis London durch den Ärmelkanaltunnel, den Eurotunnel. Allenfalls wäre Malta, auch Englisch sprechend, eine Alternative. Wieso nicht einfach Bern-Bahn oder Berner-Bahn, BB - zumindest eine vielseitig interpretierbare Abkürzung.

Lassen wir uns überraschen, was das 2006 an neuen Abkürzungen und Firmennamen bringt die sich fast keiner mehr merken kann. Erstes Beispiel könnte die BB sein - die Berna Biotech natürlich - und unnatürlich natürlich auf Englisch.

Bahn

... auch ohne Abkürzungen kann Bahnfahren ganz schön anstrengend sein - zwei meiner Dias, die bei Visipix aufgeschaltet wurden (rund 20'000 müssten noch aussortiert und verarbeitet werden)
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