Trauriges Jubiläum - Todesstrafe

«Die 1000. Hinrichtung seit der Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA im Jahr 1976 verschiebt sich. Der Gouverneur des Staates Virginia, Mark Warner, begnadigte am Dienstag den verurteilten Mörder Robin Lovitt.»

Lesen sie bei espace weiter ... - eine Mitteilung der Schweizerischen Depeschenagentur sda.

Ein grosser Kommentar meinerseits erübrigt sich. Aber etwas stimmt mich schon nachdenklich. Nicht alleine, dass die Todesstrafe noch existiert, sondern, dass mit einigen Ländern viel härter ins Gericht gegangen wird, als mit den USA.

Der Öko-Invest von Max Deml aus Wien ist der allereinzige Börsenbrief, den ich immer komplett lese. Wer sich informieren will macht dies am einfachsten über den Oeko-Invest.de. Die neuste Ausgabe berichtet über Vietnam. Ich war noch nie dort, habe aber schon investiert - nicht ökologisch oder ethisch. Der Rendite willen. Von zwei Personen weiss ich, dass diese vor dem Jahre 2000 ihre Fondsanteile verkauft haben - einige waren glücklicher und haben ein gutes Jahr zugewartet.

Andere, in Vietnam, sind nicht so glücklich. Dort gibt es die Todesstrafe und Missachtung der Menschenrechte. Hier einige Zitate aus dem Oeko-Invest:
«... Nach Aussagen von Human Rights Watch steht es in diesem Land mit einer kommunistischen Diktatur miserabel um die Menschenrechte, um Meinungs- und Religionsfreiheit. Gemessen an der Bevölkerungszahl hat Vietnam eine der weltweit höchsten Raten an Hinrichtungen...

... Die Todesstrafe wird in Vietnam weiterhin verhängt und vollstreckt, zum Teil sogar durch öffentliche Erschiessungen. laut Amnesty Internation gab es 2004 mindestens 64 Hinrichtungen, darunter auch für Drogen- und Wirtschaftsdelikte...

... Menschenrechtslage und politische Situation machen Staatsanleihen Vietnams insgesamt ungeeignet für an Nahchhaltigkeit und ethische Kriterien orientierte Anleger... »

Fazit: In Vietnam wurden 2004 rund doppelt so viele Menschen hingerichtet wie durchschnittlich in den letzten 29 Jahren in den USA. Falls die Einwohnerzahl ein massstäbliches Indiz ist, sind es rund sieben mal soviel.

Meine Frage: Ist es gerechtfertigt - aus ethischer Sicht - soviel mehr in den USA, als in Vietnam zu investieren?

«Geld wie Heu» - «Time is Money»

Heute muss ich mich sputen: «Time is Money! - I've no Time and no Money!». Und mit mir rund 7 Millionen andere Schweizer, die (noch) nicht zu den Reichsten gehören.

Die Bilanz über die Reichsten ist gezogen! Kommt in ihnen so eine leichte Gänsehaut hervor oder fangen sie an zu zittern? Das ist total fehl am Platz. Diesen Personen müssen wir dankbar sein. Vielleicht gibt es auch Ausnahmen, aber das ist menschlich. Diese Reichen zahlen aber Steuern und wenn wir diese nicht mehr einnehmen, dann müssen wir den Gürtel enger schnallen. Weil hier zu Lande vielfach nicht gespart werden kann, müssten wir sogar für die Steuerausfälle aufkommen und selbst mehr berappen.

So schlecht kann Geld verdienen ja nicht sein. Nehmen sie den reichsten Schweizer: Ikea-Besitzer Ingvar Kamprad. Er verdient sein Geld damit, dass wir günstig und artgerecht einkaufen können. Ober haben sie sich in der IKEA schon mal geärgert, dass dort total überrissene Preise vorherrschen. Wohl kaum.

An was liegt es denn. An guten Ideen. Die muss man aber zuerst haben und dann in die Praxis umsetzen.
Meine heutige gute Idee:

Wer bis Ende Dezember2005 bei uns ein neuer Kunde wird, erhält auf unseren Ansätzen bis Ende 2006 zehn Prozent Rabatt.

Hoffentlich funktioniert es - profitieren tun beide Seiten. Und nur so kann man gutes Geld verdienen. Beide Seiten müssen zufrieden sein. Ob das alle aufgestiegenen Firmenbosse so handhaben, können sie selbst entscheiden. Wer noch zuwenig Geld sieht, dem empfehle ich, Bill Gates und Warren Buffet nachzueifern. Der eine von ihnen hat an mir schon einige software Franken verdient und der andere nichts, obschon ich schon einiges von ihm lernen konnte. Hier der Newsletter von Berkshire Hathaway - für Daily-Traiders nicht empfehlenswert. Aber das gefällt mir an Buffet, er sagt auch nicht gleich alles was er an der Börse macht - ich auch nicht.

Sie können auch mit Mineralwasser reich werden. Die Tageszeitungen preisen heute zwei «Billigwasser» an: 9 Liter Vittel für CHF 3.75 oder CHF 5.05 für die gleiche Menge Valser von Coca-Cola. Mineralwasser ist gemäss K-Tipp (auch so können sie Geld verdienen) überteuert. Die Menge macht es aus, damit einige reich werden.

Übrigens, wenn der reichste Schweizer für sein Vermögen Aktionsmineralwasser kaufen würde, ergäbe dies eine Bahnkomposition von mehr als einem Viertel des Äquatorumfanges - und wie viele Bahnwagen Mineralwasser könnten sie sich leisten?

Mais

.. neue Sparmethode für «Geld wie Heu»? Nein - mach keinen Mais!

Die Stimme von Schröder

Dr. Gerhard Schröder hat eine Teilzeitstelle gefunden - Berater von Michael Ringier.

Vermutlich sind es ja nicht die hohen Arbeitslosenzahlen in Deutschland, eher die Personenfreizügigkeit und persönliche Verbindungen, die den Deutschen Ex-Kanzler nach Zürich führen. Ex-Kanzler zähle ich noch lange nicht zum alten Eisen, auch wenn ihr Lebenslauf im Deutschen Historischen Museum zu finden ist und die ehemalige Homepage www.bundeskanzler.de umdirigiert wird und im Cache von Google nicht erhältlich ist - vermutlich schon eine geheime Kommandosache.

Schröder wird auch ausserhalb seiner Amtsgeheimnisse einiges zu erzählen haben. Die Frage ist nur, wer erhält solche Informationen? Sind die internationalen politischen Beratungen hausintern, oder folgen Kommentare im Blick oder bei Cash. Wenn er sich zu Wort melden würde, wäre das sicherlich mit einer gewissen Genugtuung, vielleicht einige zynische Bemerkungen über Deutschland. Das sind so die kleinen feinen Informationen die ich schätze, über ein Land, dessen Börse für viele angeblich losgelöst von der Politik funktionier soll.

Vielleicht müssen in Zukunft die Pendler in der Schweiz statt gratis 20 Minuten der Tamedia zu lesen, wieder tiefer in die Tasche greifen, um Insider-Informationen zu erhalten oder allgemein etwas ausführlicheren Lesestoff zu konsumieren. Oder statt Zeitungen kaufen sie gleich die Aktien. Aber aufgepasst, dies ist nicht so einfach. Auf Tamedia-Aktienkurs wird vermeldet: «Zur Zeit befindet sich kein Artikel in dieser Rubrik. Die Informationen werden so rasch wie möglich vervollständigt. Wir bitten um Ihr Verständnis. Mit freundlichen Grüssen - tamedia.ch.». Bei der NZZ ist es ratsam, keine unlimitierten Orders einzugeben und diejenigen, die es sich leisten können, sollten trotzdem die Stückzahl im Auge behalten. Von «ACH 100 NZZ bestens» ist dringend abzuraten - nicht der umfangreicheren Artikel wegen.

Mit dieser Summe könnten sie an der Dufourstrasse doch noch einige Büroräume kaufen - Parkplätze sind dort schwieriger zu ergattern. Aber Herr Schröder nimmt sicherlich die Swiss - aus einem gewissen deutschen Nationalstolz heraus.

Pressehaus

... von Dufour (Strasse) spricht hier keiner mehr, eher von Gerhard Schröder im obersten Stock des Ringier Pressehauses - oder von mangelnden Parkplätzen oder Einstellhallen mit Kontingenten, die man sich früher einmal so für zwei drei Stunden ergattern konnte und dabei hat gerade Dufour viel beigetragen, dass man heute via CR-ROM eine Parkplatzsuchroute planen kann.

Gentech-Initiative per e-Voting

Am Montag im Finanzblog: das Inserat der Baer AG aus Küssnacht. Am Mittwoch ein Interview mit Stephan Baer in der BZ.

Bei Gen-Tech geht es ja nicht nur um die Abstimmung, sondern um das Wissen darum und vor allem, was für Resultate und welches Wissen haben wir in einigen Jahrzehnten. Zudem haben vermutlich die meisten eh schon abgestimmt - zumindest von denen die abstimmen. Je nach Thema kann dies ziemlich variieren. Das Statistische Amt des Kantons Zürich hat eine interessante Studie verfasst: «Politik im Kanton Zürich - eine Synthese». Die unterschiedliche Stimmbeteiligung (Seite 3), der Kanton Bern ist marktorientierter als die Stadt-Zürcher (hat doch jeder gewusst - oder - Seite 12) oder wo die Parteien angesiedelt sind (Distanz der SP und SVP zur FDP - Seite 17).

In Küsnacht/ZH (Seite 10) liesse es sich zumindest durchschnittspolitisch gesehen für mich gut leben und in Küssnacht/SZ wäre es mir käsewohl. Baer-Käse mit «Suisse Garantie» kann ich seit Jahrzehnten in der Migros oder der Käserei kaufen. Für den ganz guten italienischen Käse darf ich aber in Zukunft an die Rigi gehen - aber das nur für mit Salzwasser gewaschene Insider. Kein Laden, keine Fabrik und auch nicht börsenkotiert. Küssnacht hat heute schon viel kulinarisches zu bieten und vermutlich wird auch in Zukunft viel gentechfreie Milch dorthin geliefert. Lesen sie die Antworten von Stephan Baer in der Berner Zeitung.

Noch müssen sie für Eidg. Abstimmungen und Wahlen an die Urne gehen oder brieflich abstimmen. Das Potenzial der brieflichen Stimmabgabe interessiert mich alleine darum, nicht mehr mit dem Abstimmungscouvert hantieren zu müssen - hier die Gebrauchsanleitung. Das ist Wirklichkeit, kein Scherz. Mir kommt aber immer Mike Krüger mit «der Nippel» in den Sinn. Die «Auswirkungen der Cyberdemokratie (im besonderen E-Voting) auf unsere Gesellschaft» werden von Dr. Monique Siegel geschildert - aber die Frage ist doch nur, wann es soweit ist.

Merkel ist «First Lady» - Köhler verlangt Reformen

«In nur 9 Staaten weltweit sind Frauen an der Macht». «Die Regierung Merkel ist im Amt - jetzt geht es an die Arbeit. Mit einem eindringlichen Appell schwor Bundespräsident Köhler das neue Kabinett ein: Reformen müssten durchgesetzt werden - auch gegen Widerstand.

Die Regierung Merkel ist im Amt - jetzt geht es an die Arbeit. Mit einem eindringlichen Appell schwor Bundespräsident Köhler das neue Kabinett ein: Reformen müssten durchgesetzt werden - auch gegen Widerstand...

... Bundespräsident Horst Köhler sagte während der Überreichung der Ernennungsurkunden: Ziel der großen Koalition müsse es nun vor allem sein, Arbeitsplätze zu schaffen.

Lesen sie bei Spiegel-Online weiter ...

WIEN.« "Angela Merkel ist nun die mächtigste Regierungschefin der Welt", kommentiert die US-Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal" die Amtsübernahme der neuen Bundeskanzlerin. Das klingt aber nach weit mehr, als es ist. Denn international hat Merkel kaum "Konkurrenz": Weltweit amtieren nur neun Frauen als Staats- oder Ministerpräsidentinnen - vier davon in der Dritten Welt.»

Lesen sie bei die Presse.com weiter ...

Zwei Bemerkungen zu obigen doppelt zitiertem Absatz:

«Das klingt aber nach weit mehr, als es ist. Denn international hat Merkel kaum "Konkurrenz ...» - so eine Logik stammt aus der Feder, resp. der Tastatur einer Frau. Frau gönnt keiner andern Frau etwas. Sie ist nicht eine von neuen Frauen, sondern Die Frau in einer Männerwelt von etlichen Ländern. Übrigens, die Liste wechselt häufiger, als Regierungs- und Staats-Chefinnen.

Den Link zum Artikel des Wall-Street-Journal fehlt - er ist kostenpflichtig. Hier ein Beispiel von einem Artikel von 1907 . Ob fast hundert jährig oder aktuell, der Preis ist gleich: USD 4.95. Ein Artikel wird nur billiger, wenn der US-Dollar fällt.

Ab Anfangs Dezember kann irgend jemand ein echtes Wahlkampf-Poster von Angela Merkel gratis erhalten. Klebeetikette an S. Marti, Schützenstr. 14, CH-4900 Langenthal senden. Bei mehreren Einsendungen wird ausgelost.

«Geld macht nicht glücklich» oder «Merci Röbu»

Die Durchschnittsstadt - Langenthal - wird schuldenfrei - für 104 Mio. CHF werden Onyx-Aktien verkauft.

Für eine vierköpfige Familie entspricht dies einem Anteil von über CHF 29'000.--. Und wie dies halt so sein kann, hat man auch Schulden - aber netto bleiben dann rund CHF 5'000.--. Wieso vergleiche ich mit einer einzelnen Familie und nicht der ganzen Stadt, die jetzt schuldenfrei ist. Ganz einfach. Eine Familie kann man sich vorstellen, da weiss man, wie viel Steuern man bezahlt oder gerne bezahlen möchte, aber leider zu wenig verdient. Und dann merkt man plötzlich, dass hier etwas über tausend Franken pro Einwohner zur Verfügung stehen. Da kann man keine grossen Sprünge mehr machen.

Aber ein ganz herzliches Dankeschön vorab an Robert Brechbühl. Die Empfehlung «vendre Onyx» im tagenden Stadtrat zu Langenthal, hat er an den Mann/die Frau gebracht. Und dann wurde geschossen - aus allen Rohren und Richtungen. Es gab einige ganz wenige, die immer für «verkaufen» waren. Sowohl in der SP-Langenthal wie in der FDP-Langenthal.

Und ein Dankeschön, dass bei uns die Parteien miteinander diskutieren können. So geschehen im Hochsommer 97 an Steiny's langem Tisch. SP (ganze Fraktion) und FDP-Mitglieder diskutieren über Privatisierungen, Parkplätze, Marktgasse und Wirtschaftsstrasse (resp. Brücke) und mit von der Partie ist die einzige anwesende SVP-Politikerin - Frau Regierungsrätin Elisabeth Zölch. Sorry Regierungsrats-Kandidat Hans Jürg Käser, dass ich dir damals vor laufender Fernsehkamera deine hoffentlich zukünftige «Kollegin» «entführt» habe. Danke natürlich auch dir, denn du hast das «vendre» dann ausführen können.

«Geld macht nicht glücklich», aber es beruhigt ungemein, das ist schon so und dass niemand «merci» sagt ist fast schon Standard. Die 6 Phasen der Planung treten überall ein bisschen auf - Seldwyla ist überall etwas präsent. Aber daran hast du Robert dich sicherlich schon gewöhnt. Von deiner Arbeit aus weisst du, wie man mit Mathematik und Zahlen und andern Parteimitgliedern umgehen muss und du bist auch gerüstet, falls dir mal vorgeworfen wird, du würdest mit Elefantenfüssen durch den Porzellanladen gehen, das kann dich nicht erschüttern.

Vielleicht müsste man deine favorisierte Idee des Schorentunnels vor der Wirtschaftsstrasse mal an einem «zweiten langen Tisch» oder einer Neuauflage des Muehletag 97 (kein neues Fenster!) contra laufen lassen. Man könnte auch andere kleine Tunnels bauen - Regenwasser Entsorgung nach dem dualen System und den Langenthalersee füllen. Aber aufpassen, der Besitz von Geld bringt Ideen und Sehnsüchte. Es ist wie in der Vermögensverwaltung. Man muss auf das richtige Pferd setzen und verkaufen, wenn man Geld nötig hat und einen entsprechenden Gegenwert erhält. Vielleicht würden die Energie-Titel noch weiter steigen, aber das wissen wir nicht - zumindest nicht bei kleinen Werten. Aber vielleicht sieht die Zukunft bei der BKW FMB Energie AG noch besser aus. Dieser Titel hat sich seit dem IPO verdreifacht und aus irgend einem Grund kaufen sie ja die Onyx. So gesehen, brauchen eigentlich die CHF 320 die pro Aktie bezahlt werden, gar nicht zu erstaunen.

Wieso ich über Politik schreibe? Weil dies nötig ist. Weil auch die öffentliche Hand Sachen aus der Hand geben muss, die andere noch besser können - oder zumindest härteren Druck ausüben wollen. Und nicht zuletzt, weil ich als Grossrat kandidiere und mich freue, wenn ein langjähriges Projekt zufrieden stellend abgeschlossen wird. Miteinander und nicht gegeneinander politisieren! NEUE WEGE. JETZT.

Was Gentech heute ist, ist Nano in 15 Jahren

Wird es in 15 Jahren ein Nano-Moratorium geben? Heute laufen Gen-Tech-Diskussionen, die vor 15 Jahren hätten stattfinden können!

Die Genetik tangiert sowohl die Ökologie wie auch die Ethik - die Genethik. Diese Wortspielerei, die früher eher aus Spass verwendet wurde, scheint nun ein fester Bestandteil der Philosophie zu sein. Übrigens, mein Übername in der Schule war Philosoph - und auch Jahrzehnte danach scheinen noch einige Gene davon übrig geblieben zu sein. Es hat vermutlich etwas Gutes, wenn heute über ein Gen-Moratorium abgestimmt wird, Man diskutiert und schreibt darüber. Vielleicht bleibt auch etwas hängen, denn diskutieren sollte man bevor der Zug abfährt.

Heute müssten wir über die Nano-Technik diskutieren - diese ist in etwa auf dem Stand, wie die Gen-Technologie vor 15 Jahren war.

«Fluch oder Segen für die Entwicklungsländer?

UNO-Sonderberichterstatter Jean Ziegler prangert die Gentechmultis an. Mit ihren Produkten wollten sie die Bauern der ärmsten Länder ausbeuten.

Das sind lächerliche Verschwörungstheorien, kommentiert Klaus Ammann, anerkannter Gentechnologieexperte und Direktor des Botanischen Gartens Bern» (BoGa) ...

... lesen sie den ganzen Artikel von Espace ...

Wer hat Recht? Beide? Oder der eine doch auch ein Bischen? Es kommt in Zukunft darauf an, was man macht und vor allem wie man es macht. Aufhalten, verbieten kann man Gentechnologie nicht.

Übrigens, der BOGA bietet einen «schauerlicher November» an - fast so gefürchig, wie Gen-Manipulationen. Zur Meinungsbildung dient auch ein ganzseitiges Inserat der Firma Baer. Wer Aktien von Emmi hat, ist mit rund 35 Prozent am Familienunternehmen Baer AG beteiligt. «Camembaer» ist nur phonetisch, nicht aber genetisch verändert. Bei den natürlichen Lebensmitteln gehe ich persönlich noch einen Schritt weiter - Camembert au lait cru - Frischmilch. Man beachte den Preis - rund CHF 13.50 pro Kilo.

Hinter diesem Inserat steckt noch eine andere Absicht - Geld verdienen. Wenn rundum alles mit Gen-Saatgut «verseucht» ist, könnten Regionen oder Länder gentech freie Ware anbieten. Das könnten sie mit oder ohne Moratorium - man müsste sich nur einigen. Eine Chance vor allem für Randregionen ... ob die Jungfrau-Region geeignet ist, muss jeder selbst entscheiden:

Jungfrau

... das Wall Street Institut in Taiwan - eben nicht die Volksrepublik China, sondern die Republik China oder Nationalchina - genetisch verwandt ...

Jungfraubahnen oder Mystery-Park

Es gibt so Tage, da ist einem die Börse eigentlich ganz egal, da schwebt man in höhere Sphären - exakt 3454 Meter über Meer und hoffentlich nicht im Wolkenmeer.

Heute analysiere, resp. geniesse ich die Jungfraubahnen. Nicht papiermässig, echt, vor Ort, vielleicht leicht bewölkt und kalt - minus 13 Grad sind angesagt. Schrecklich für einen, der es lieber hitzig liebt.

Die Schlechtwetter-Variante wäre der «Mystery-Park» gewesen. Aber dort herrscht ja im Grunde genommen auch schlechtes Wetter - Tendenz ungewiss. Der Kurs hat sich in einem halben Jahr halbiert, nicht einmal mehr 10 Prozent des «fairen Wertes», wie es früher mal hiess. Soll man kaufen - soll man die Finger davon lassen? Oder soll man einen Eintritt kaufen. Auf alle Fälle ist heute die Aktie billiger, als der Eintritt - auch wenn sie nur die Kornkreise anschauen wollen. Das ist ganz normal - eine Aktie der Jungfraubahn ist auch billiger zu haben, als eine Retourfahrt auf das Jungfrau-Joch.

«Mysteries of the World» wäre eine Alternative - das ca. 30. Buch von Erich von Daniken.

Falls zufälligerweise jemand Geburtstag hat und unter den Wolken bleibt: herzliche Gratulation und am Abend sind wir wieder zurück und können etwas «löien».

Piezo - klein und fein

Meldung am Rande:«Drei Forscher erhielten den Deutschen Zukunftspreis - für eine Einspritztechnik, die die Motoren sauberer und sparsamer macht.»

Die Mittelbayrische ist ausführlicher. Dies ist vermutlich nicht nur ein Heimvorteil, sondern man befasst sich in Deutschland mehr mit Autos als in der Schweiz. Wir sind keine Autobauernation - aber es hat einige interessante Zulieferer der Automobilbranche - auch etliche börsenkotierte. Nicht ganz so viele wie Personenwagen pro Jahr produziert werden.

Wie viele es sind? Versuchen sie mal, meinen Überlegungen zu folgen. Vor gut 15 Jahren stand ich als kaufännischer Leiter (CFO würde das heute heissen) bei einem Zulieferer vor einem Rundschalttisch. Alle drei Sekunden wurde im Testlauf eine kleine Baugruppe montiert und geschweisst - zwei Maschinen haben wir gebaut und jedes Auto enthält exakt zwei solche Bauteile. Die produzierten nicht für die Halde, sondern für die verschiedensten Automarken. In Europa gab es damals drei Maschinen.

Die Piezo-Zündung ist klein, bringt aber eine Verbrauchs- und Schadstoffreduktion von bis zu 20 Prozent. Renault, VW-Phaeton, DaimlerChrysler und viele andere bieten bereits die Piezo-Zündung an. Aber erst ein Bruchteil von der Weltproduktion von rund 57 Millionen Fahrzeugen jährlich, wird damit ausgestattet.

Ganz so neu, wie das einige Zeitungsartikel Glauben machen wollten, ist diese Technologie nun auch wieder nicht. Vor über zwei Jahren wurde bereits die 3. Generation vorgestellt und immer noch ist man daran, negative Punkte zu eliminieren. Der Verbrauch ist noch immer nicht das Mass aller Dinge - die Laufruhe ist manchmal eben so wichtig. Dies wird auch der Grund sein, wieso eher 3- und 4-Zylinder-Wagen damit ausgerüstet werden. Die meist billiger sind und deren Kundschaft eher auf den Verbrauch achtet. Zudem ist der Endpreis etwas billiger, weil pro Zylinder (noch) eine Zündung gebraucht wird.

Piezo

Foto: Siemens VDO - klein und fein, aber in der Automobilgeschichte noch nicht erwähnt:

Fusionen - welches Baugeschäft, welche Bank wählen?

Implenia ist keine Hochhaussiedlung an der Costa Brava, sondern die geplante Fusion der Zschokke und der Batigroup.

Es geht mich ja nichts an, auf welchen Namen man «sein Kind tauft» oder welchen Familiennamen man wählt. Aber so in etwa 10 Jahren, wird der Name Implenia vermutlich den meisten an der Börse geläufig sein. Batigroup, der Kleinere, hätte ein gutes Namenskonstrukt gehabt. Zschokke tönt gut, ist in Genf aber nicht so einfach auszusprechen, geschweige denn zu schreiben. Aber wie gesagt, es geht mich ja nichts an.

Aber manchmal ist man von einer Fusion auch betroffen - zum Beispiel «nur bis zu 650 Angestellte»!. Diese werden vermutlich die fünf guten Gründe etwas anders auslegen.

Fusionen sind nicht so einfach zu implementieren, lauffähig zu machen. Dies merkt der noch angestellte Mitarbeiter und in heutiger Zeit oft der Kunde. Da gäbe es Unmengen an Beispielen. Ich möchte nur ein ganz kleines erwähnen.

Da gab es mal eine kleine, aber feine Bank - nennen wir sie Süssenberg. Tolle Kollegen, früher hab ich sie beraten und irgendwann wurde sie zu meiner Hausbank. Auch ein Vermögensverwalter braucht eine solche. Und wie das Leben so Schicksal spielt, kann ich mit dem Wertschriftenchef nicht mehr nach Tschechien und Pferderennen anschauen. Der zweite ist ausgezogen, zur schweizerischen Effekten und Giro AG. Die heisst heute auch nicht mehr so, aber verwahrt immer noch Wertpapiere. Ich werde demnächst etwas darüber schreiben - und den weltersten Wertkarton.

Und der dritte im Bunde ist immer noch dort und hat ganz tapfer schätzungsweise drei Fusionen über sich ergehen lassen. Nennen wir ihn deshalb Herr Tapfer. Die Mitarbeiter-Aktien von Tapfer sind stark gestiegen, meine auch. Die Bank hat mehr verdient, der Kollege vermutlich nicht. Man baut aus, um und vor allem ab. Früher haben wir oft zusammen Wertschriften gekauft, mutig und auch exotisch. Heute darf dieser Wertschriftenspezialist nur noch Schweizer Aktien und Stoxx50-Aktien handeln. Für mich hat er vermutlich gestern fast den Handstand gemacht - ich konnte meine Exoten kaufen.

Das sind Auswirkungen von Fusionen. Die einen machen es gut, die andern weniger. Die Börsenkurse verhalten sich nicht bei allen Banken wie deren Arbeitsqualität. Einige sind trotz steigender Kurse gefallen und man bleibt, weil ja sonst die Kollegen bei einem Abgang persönlich gerügt werden - es ist ja die Schuld der Mitarbeiter, wenn der Konzern mit der Implementation Mühe hat.

Längerfristig wird auch der Börsenkurs in die gleiche Richtung gehen. Entweder nach unten, oder man passt sich den Kunden an. Andere Banken, andere Qualitäten. Fragen sie mich, ich kann echt welche empfehlen. Es gibt solche, die für mich Titel sofort handeln, die ich via Internet nicht kaufen oder verkaufen kann - aber das sind dann wirklich Exoten. Diese Bank hat vor Jahren auch fusioniert. Es ist ganz angenehm dort Kunde zu sein. Und Kollegen habe ich auch dort gewonnen. Man/Frau scheint zusammen zu passen, ähnlich wie IT-Stecker, die flachen viereckigen - sagen wir, die Stecker-Bank hat sich gut implementiert. Und die Tapfer-Bank wird es vielleicht auch wieder einmal machen – beim nächsten Release.

Alle Namen sind rein zufällig genannt, sonst gäbe es am nächsten Verbindungsstamm von einem Lob, vom andern Tadel. Aber diskutieren kann man, damit die einen wieder besser werden und die andern es bleiben.

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