«Abzocker wollen sein wie Gott»

Zwei Beiträge eines Vortrages des Querdenkers Pater Hermann-Josef Zoche aus den Espace-Medien.


Querdenker haben es nicht immer einfach - aber längerfristig bekommen sie meist recht. Für viele Leser mögen die beiden Artikel sehr aufmüpfig, übertrieben sein. Für mich, zurück in der Schweiz, ist es ein guter, aufstellender Einstieg in die etwas andere Arbeitswelt. Südfrankreich war Projektorientiert, Zeit zum Nachdenken - Querdenken - und um Sonne und Wärme zu tanken.
Berner Zeitung: «Abzocker wollen sein wie Gott»

Der Bund: «Ethisch handeln ist kein Luxus»

Zur erwähnten Viktorinox zwei kleine Anmerkungen. Die Klingen werden mit Feintool-Werkzeugen «feingeschnitten» und nachträglich geschliffen und poliert. Von Grund auf ein Schweizer Qualitätsprodukt. Pater Zoche kritisiert die Entwicklung «Geiz ist geil». Damit hat er im Grunde genommen Recht - aber gute Qualität muss nicht teuer sein. Ich habe einige Victorinox-Taschenmesser (Klinge, Schraubenzieher/Kapselheber, Zapfenzieher, Pinzette, Zahnstocher und Kettenanhänger) zusammen mit 300gr Schweizer-Bergkäse gekauft, bei einem Grossverteiler in der Schweiz. Der Käse ist gut, nicht Spitzenklasse, das Taschenmesser hat einen günstigen Kunststoffschaft und ist mit «Heidi» bedruckt. Und das hält uns Schweizer ab, dieses Angebot zum regulären Preis zu kaufen.

Im Ausland ist dieses Messer ein Renner - ich hätte noch weitere kaufen sollen. Den Käse können sie einfrieren und die Taschenmesser verschenken. Was glauben sie, wie oft mal teurer war der französische Laguiole-Zapfenzieher (ohne Laguiole-Käse und dabei ist dieser auch sehr bekannt), als das Multifunktionstassenmesser mit dem Schweizer Berg-Käse?

Sie können ihre Schätzung im Kommentar angegeben - werden aber garantiert weit daneben liegen. Das ist eben ein Fehler von uns Schweizern - wir verkaufen uns zu schlecht. Und das kommt in den Espace-Artikeln zur Sprache: Ethische Produkte dürfen ruhig ihren Preis haben und zwar in allen Segmenten. Aber noch etwas. Ethik alleine reicht nicht - es braucht auch Können, Arbeitswille, Geld/Investoren und etwas Glück.

Falls sie ehtische Aktien möchten, so können sie ruhig mit uns Kontakt aufnehmen.



16. Oktober - Welternährungstag

850 Millionen Menschen leiden dauerhaft an Hunger - rund 1 Prozent davon stirbt jährlich an Hunger - etwas mehr, als die Schweiz Einwohner hat.

Die Food an Agricultur Organisation of the United Nations (FOA) wurde am 16. Oktober 1945 in Quebec-City gegründet und begeht seither an diesem Tag den Welternährungstag. Heuer gedenkt die Gründungsstadt nicht an den Hunger, sondern an die Familien - im Wert von 200 Canada Dollar pro Familie. Mit diesem Betrag könnte eine Familie in den Hungerzonen sehr lange genug zu essen kaufen - wenn es überhaupt Nahrungsmittel hat, die man kaufen kann.

Am besten hilft man, wenn wir Sattgegessenen oder Sattgef... Produkte aus diesen Ländern kaufen, dafür sorgen, dass in diesen Emerging Markets (EMMA) die Börse boomt, Touristen hingehen. All dies, was viele einem Land aus idealistischen Gründen ersparen möchten. Die Globalisierung, steigender Wohlstand eines Entwicklungslandes hilft am ersten den Hunger zu stoppen. Dies hören viele Leute nicht gerne, aber es ist die Wahrheit. Vergleichen sie die Weltkarte des Hungers in zehn Jahren zum Beispiel für China. Da wird sich einiges geändert haben, was den Hunger in diesem Land anbelangt.

Vor rund 200 Jahren zu Heinrich Pestalozzis Zeiten litten in der Schweiz viele Hunger. Wer Zeit hat, kann einmal in der Pestalozzi-Ausgabe für China von Arthur Brühlmeier nachlesen, wie es in einem Land mit tiefem Wohlstand aussehen kann.

Achtung, blindes Investieren in Emerging Markets bring nichts, denn es sollten Investitionen sein, bei denen Win-Win Situationen entstehen, damit alle Seiten profitieren. Nicht ganz einfache Anlageentscheide. Aber interessante, denn langfristiges «richtiges» Investieren wird belohnt - auf beiden Seiten.

Geniessen sie ihre nächste Mahlzeit! Diese kommt bei meinen Lesern - bei vielen Menschen fällt sie ganz aus. Rund 1000 sterben am Hunger oder schlechtem Wasser - stündlich.

Lust auf eine Milchsuppe?

Goldigen Zeiten entgegen!?

Das Edelmetall steuert nun laut einigen Marktteilnehmern auf die nächste psychologisch wichtigen Marke von 500 Dollar zu...

... gelesen in «der Standard» und in Goldseiten wird in einem Artikel darauf hingewiesen, dass man jetzt einen Mann im Team habe, der mit Preisen von über USD 500 je Unze Gold Erfahrung hat! Und wenn ich das in meiner Sprache ausrücke, heisst dies doch nichts anderes, als dass dort keiner über 35 Jahre alt ist.

Bei Kitco mögen sich einige noch an alte Goldzeiten zurück erinnern, wenn sie in den historischen Charts herumstöbern. Ja das waren goldige Zeiten, als das Gold am 21 Januar 1980 auf exakt USD 850/uz stieg.


Die Daten finde ich noch fast schöner als den Chart von Kitco. Vergleichen sie den Januar mit dem März! Falls sich solche Zeiten wiederholen sollten, kann man etwas mit Sicherheit voraussagen - die Nervenzusammenbrüche in den Goldhandels-Abteilungen werden stark zunehmen.

Altbekannte Köpfe in Börse und Politik - langfristige Denker?

In Deutschland scheint nicht viel zu wechseln. Trügt der Anschein?

Reto Francioni ist neuer Vorstandschef der Deutschen Börse. Wird er dem Druck der meist kurzfristig denkenden Fondsanbieter entgegenwirken können?

Fonds sind an und für sich ja eine ganz gute Sache - man kann das Risiko streuen. Das habe ich schon vor 15 Jahren an Börsenapéros erzählt, als mich meine Mitkollegen noch ausgelacht haben. Fonds, so was Langweiliges! Und damals noch kostengünstig. Heute sieht dies etwas anders aus. Die Fondsgebühren sind deutlich gestiegen und meist lassen sich die Gesamtkosten, gemessen mit dem Total Expense Ratio (TER), gar nicht ausfindig machen. Zu den jährlichen Gebühren kommen noch die Ausgabeaufschläge, die zum Teil nicht eben gering ausfallen. Fazit:

Zu einer heute überwiegend kurzfristigen Fondspolitik stehen die Gesamtkosten meist in einem sehr schlechten Verhältnis. Zudem werden die einmaligen Kosten in keiner Performance und praktisch keinem Ranking berücksichtigt.

Deutschland hat es heute in der Hand, ob an der Börse und in der Politik eine längerfristige Denkweise zum tragen kommt. Es wäre an der Zeit.

Langfristig orientierte Anleger können gerne mit uns Kontakt aufnehmen - hier haben wir Einiges zu bieten. Mit kurzfristig orientierten Anlegern diskutieren wir gerne, aber wir sind keine Trader und für das Daytrading fehlt uns die Ausbildung und Erfahrung - wir sind langfristig orientiert.

Kohle - für alle ein Begriff

Kohle: für die einen wofür man arbeitet, für die andern ein Rohstoff - und andere leben von diesem Rohstoff und «ackerten sich für Kohle ab».

Kohle ist heute in der Schweiz ein unbedeutender Rohstoff. In Deutschland leben heute noch viele von der Braunkohle und in Südfrankreich haben sie einmal davon gelebt. Die einen konnten länger aktiv in den Minen arbeiten, die andern sind seit Jahrzehnten pensioniert. Zwei meiner Nachbar in Südfrankreich sind mit 42 in Rente gegangen (worden). Heute erhalten sie immer noch Kohle - als Rente und als Brennstoff und es wird wohl kein statistischer Zufall sein, dass beide, heute knapp 70, sich die Kniegelenke operieren lassen müssen. Der Bergbau ist wohl heute noch die schwerste Arbeit.

Keine Kohle haben heute in Frankreich eher «les mineurs», die Minderjährigen, als die Bergbau-Arbeiter - auch «les mineurs».

Übrigens, die Schweiz ist sehr aktiv im weltweiten Kohlegeschäft tätig. Auf der einen Seite mit Kohle als Synonym für Geld und auf der andern mit Kohle als Rohstoff durch die Xstrata (früher Südelektra) in Zug.



Renaturierung von Kohletagbau

Verbandsbeschwerderecht

Das Verbandsbeschwerderecht scheint in eine neue Runde zu treten - der Ständerat streicht Vorrechte für Umweltschutzverbände vor dem Bundesgericht.

Umweltschutz kann man nicht empfehlen und schon gar nicht einseitig mit Vereinsgewalt durchsetzen. Damit hat auch der VCS-ATE Mühe, dessen Slogan zwar «Menschen zu bewegen» ist.

Und meist geht es bei den Einsprachen darum, dass sich Menschen bewegen würden, wenn etwas wie geplant auch realisiert werden kann. Zum Beispiel Fussballspieler und noch viel mehr deren Anhänger, die in ein Fussball-Stadion pilgern - zu Fuss, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem eigenen Fahrzeug. Echte Fussball-Fans werden sich durch fehlende Parkplätze sicher nicht abhalten lassen - aber wenn das Tram und der Bus im Eintrittspreis inbegriffen wäre, dann würden sicher viele auf den ÖV umstellen.

Ökologie wird erst angewendet, wenn sie ähnlich bequem wie herkömmliche Anwendung ist und vor allem Kosten eingespart werden können. Das ist bei der Einzelperson genau gleich wie bei einem Grossunternehmen.

Grüner Fundamentalismus kann die Massen nicht überzeugen, dazu braucht es andere Wege. Zum Beispiel das 7. ST.GALLER FORUM FÜR
NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT.


Reit-Investitionen und Reit-Immobilien - Investoren gesucht

Real Estate Investment Trusts (REITs) können eine interessante Investition sein - aber auch die direkte Investition in ein Reit-Gut.

Reits sind vor allem in Deutschland im Gespräch, da sie nicht wie vermutet 2006 sondern voraussichtlich erst 2007 zugelassen werden. Reits sind im Grunde genommen Dachfonds oder Umbrellafonds, denn sie investieren nicht direkt in Immobilien sondern in Beteiligungen von Immobilienfirmen (Aktien, Fonds ...).

Eine Direktanlage braucht wesentlich mehr Wissen, Fingerspitzengefühl und seien wir ehrlich, einen grösseren Mindesteinsatz. Das Risiko ist grösser und dem entsprechend meist auch die mögliche Rendite.

Falls sich auf diesem Weg per Zufall ein Investor oder mehrere melden, ich wüsste ein Reit-Gut in Südfrankreich, das altershalber zu verkaufen ist. Der einzige Nachteil, das Herrschaftshaus will der heutige Besitzer behalten. Dies kann auch ein Vorteil sein. Ferienvertretung lässt sich vermutlich so absprechen und das Haus kann nach modernen Gesichtspunkten gebaut werden. Mit Sonnenkollektoren etc. - Sonne ist genügend vorhanden und Nachts kühlt es durch die Bergwinde herrlich ab. Die grössten Tages- und Nachts-Temperaturunterschiede in Frankreich machen das Leben hier unten richtig angenehm. Heute zum Beispiel ist es nicht ganz perfekt - es hat einige kleine Wolken (Tenue T-Shirt und Turnhose).

Reiten wird im Departement Gard (30) im Languedoc-Roussillon immer beliebter und die Touristenströme an der Cèze und der Ardèche dürften in den nächsten Jahren extrem stark zunehmen, sobald die Grotte Chauvet öffnet. Übrigens, das Departement Gard hat eine Autostunde entfernt das wohl bekannteste Pferdegebiet in Europa zu bieten: die Camargue - auch in der Schweiz bekannt - ganz clever.



Tochter Franziska mit Andalusier Hengst Geole beim Military

EU kippt Gentechnik-Verbot

Oberösterreich wollte gentechnisch veränderte Organismen nicht zulassen und protestierte vor dem EuGH gegen EU-Entscheid - allerdings vergeblich.

Gefunden in «Der Standard»: weiter ...

Ein richtungsweisender Entscheid. Die Frage ist nur, ob die Richtung stimmt! Vermutlich werden auch unsere Urgrosskinder nicht sagen können, ob solche Entscheide richtig oder falsch waren.

Nehmen sie als Beispiel Milch! Milch scheint anscheinend heute immer noch nach Milch zu schmecken. Aber sie wurde in den letzten zwanzig dreissig Jahren immer fader, lauer, eintöniger. Wieso? Die Spitzenleistung einer Kuh vor 35 Jahren entspräche heute nicht einmal mehr dem Durchschnitt. Die beste Schweizer Kuh brachte 1970 eine Leistung von rund 5000 kg im Jahr. Hier eine Zahl von 1997 - über 6000 kg in Sachsen-Anhalten und sechs Jahre später bereits über 7000 kg.

Nachteile sind auch Vorteile - die Milch, Käse etc. wurden inflationsbereinigt billiger. Milch und deren Produkte können wir exportieren, deren Firmen zum Teil an der Börse handeln und zudem ist die Milch für viele bekömmlicher geworden. Und nur einige ganz wenige, können sich zum Beispiel an einen Tête-de-Moine erinnern, der mit dem Löffel ausgekratzt wurde und der in der Nase mehr stach, als ein Limburger, der Stinky Chees.

Gentech hin oder her, ich vermute, dass man in 10 Jahren für den aktuellen EU-Entscheid nur noch ein müdes Lächeln übrig haben wird. Leider.



gefunden bei: Kostenwahrheit der Milcherzeugung - Auswirkungen niedriger Milchpreise auf Tiere und Umwelt (pdf)

Weitere Beiträge über Gen-Technologie:

- Gen-Reis
- Freilandversuche an Weizen und Menschen

Es tut sich was auf dem Erdöl- und Erdgas-Markt

Citroën bringt ein Erdgas-Auto heraus, das man zuhause betanken kann und Lukoil plant durch Miliardenübernahme von kasachischen Reserven weltweit zur Nummer 3, was die vermuteten Ölreserven anbelangt, aufzusteigen.

Not macht erfinderisch - sagt man. Oft ist es auch nur der Geldbeutel der drückt, resp. die Fantasie von Unternehmen, die Chancen sehen, weil sich zur Zeit die Welt, so wie es scheint, umstrukturiert.

Citroën ist in Frankreich eine Kultmarke - im Gegensatz zu Renault und Peugeot. Citroën ist auch so stolz, dass ihre Homepage in Französisch erscheint. Ich möchte fast behaupten, dass Citroën die einzige grosse Automobilmarke ist, die nicht zuerst mit einem Englischen Text aufwartet. Versuchen sie es doch mal: www.irgendeine-automarke.com. Jaguar, Ford und andere Engländer und/oder Amerikaner haben da sprachliche Vorteile.

Bei Citroën ist eine Idee neu - man kann zuhause auftranken. Der Kompressor wird zusammen mit dem Partner Gaz de France gratis zur Verfügung gestellt. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis ich zuhause nicht nur Erdgas tanken kann, sondern gleich meinen Kompost mitvergasen kann. Aber zumindest heute tanken die Franzosen noch an der Tankstelle - kein Erdgas.

Wer Aktien von Lukoil besitzt kommt vielleicht längerfristig als andere in den Genuss von Erdgasreserven, und kann zuhause «eigenes» Gas tanken oder sich zumindest heute mal einige Liter mehr Benzin leisten, falls er die Aktien nicht schon zu früh verkauft hat. Wer in China lieber mit Flugpetrol spekulieren möchte oder eine alternative Fortbewegungsart sucht, kann mit uns ruhig Kontakt aufnehmen. Es gibt sie auch heute noch, die Titel, die man einfach lange genug im Depot liegen lassen muss und dazu braucht es manchmal fast eine Portion Kaltblütigkeit.

Wiedekings Abschleppdienst

Porsche Golf, Porsche Passat - tönt dies nicht eindeutig besser, als VW Golf oder gar «Volkswagen» Golf?

Vielleicht ist es einmal so weit, dass die Tochtergesellschaft zur Muttergesellschaft wird. Biologisch nicht denkbar, aber in der Wirtschaft, zumindest der deutschen, ist heute alles möglich - und auch sinnvoll. Wenn wundert es, dass die Internetseiten des VW-Konzerns zuerst auf Englisch erscheinen.


«Die Zeit» - VW

Wiedekings Abschleppdienst


Porsche kauft sich bei VW ein. Der neue Aktionär will den Wolfsburger Konzern auf Effizienz trimmen

Von Dietmar H. Lamparter

So blendend gelaunt wie am Montag dieser Woche haben seine Kollegen VW-Konzernchef Bernd Pischetsrieder selten erlebt. »Der schwebt den ganzen Tag schon auf Wolke sieben«, witzelte ein Mitarbeiter aus dem VW-Hochhaus.

weiter ...

Weitere Beträge über Volkswagen: Touareg und Skoda - Volkswagen in Tschechien

... und was haben wir am Freitag aus einem Audi heraus gesehen: eine Tata-Garage in Südfrankreich. Es tut sich was im Automobilbereich. Und es ist auch nicht ganz einfach zu sagen, wo man jetzt in diese Branche investieren sollte - zudem kommt es stark auf die Risikofähigkeit an. Nehmen sie mit uns Kontakt auf!
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