27. Oktober 2008
Wir liegen im Trend - wirklich?
Wenn sie Aktien kaufen und Geld verdienen wollen, müssen diese Aktien im Trend sein. Noch besser, sie kaufen solche Papiere, bevor sie im Trend sind ... auch wenn dieser jetzt vielleicht Chartmässig nach unten schaut.
Der Trend an der Börse zeigt nach unten. Die Frage ist nur, wie lange noch und das kann niemand beantworten. Das ist eigentlich ganz einfach zu begreifen, wenn man weiss, dass es zwei Arten von Trends gibt. Der mathematischen oder statisitschen Trend, der einfach weitergerechnet wird. 2, 4, 6, 8, 10, 12 und der nächste ist vierzehn. Dumm nur, wenn was "dazwischenkommt" und es dann wieder 2 ist. Wie bei der Uhr zum Beispiel. Oder nur eins, wenn auf die Winterzeit umgeschalten wird. Meistens wird aber ein mathematischer Trend durch die zweite Art von Trend durchbrochen.
Der Trend der Soziologie, der sehr schnell ändern kann. Es sei nur an die Börsensituation der letzten Monate oder Wochen gedacht. Jeder einzelne Mensch beeinflusst den Trend. Sie kaufen Biomilch, fahren mit dem ÖV zur Arbeit, unterstützen politische Linien ...
Genau genommen sind aber diese beiden Arten von Trends identisch. Das eine ist nur was der Mensch macht, denkt und das andere ist nichts anders, als statistisch diese Tätigkeit auf einen Zeitpunkt fest zu halten. Und dann kommt plötzlich ein aussenstehendes Ereignis, wie die Hypothekenkrise und alles ändert in Windes Eile. Die mathematischen Systeme versagen vollkommen und die soziologischen Trendbetrachtungen können schneller reagieren, weil man nicht wie in der Statistik Zeitreihen braucht.
Beiden ist gemeinsam, dass viele versagen, nicht brauchbar sind und oft nur für Schönwetterprognosen geeignet sind. Trendforscher und Chartisten haben eines gemeinsam. Sie halten an ihren Aussagen fest und sind davon überzeugt, dass sie eintreffen. Und noch eines ist ihnen gemeinsam. Meist arbeiten sie für einen an der Aussage interessierten Auftraggeber.
Es gibt genügend Beispiele, dass Prognosen oft falsch liegen. Versuchen sie etwas anderes als einen Trend zu prognostizieren. Versuchen sie die Zukunft so an zu schauen, wie sie sich ergeben könnte - in Bandbreiten und nicht genauen Aussagen. Sie liegen mit Garantie besser und wesentlich häufiger richtig. Ich habe keine Ahnung, ob man irgendwo Trendforschung studieren kann ... aber Zukunftsforschung. Nur ist man hier viel weniger populär und mediengeil, aber signifikant besser in den Aussagen und meist nie auf eine exakte Aussage fixiert.
Vergessen sie, was der Trendforscher sagt. Das trifft für eine kleine Gruppe von Individualisten zu und ich hoffe für sie, dass sie auch dazu gehören. Aber diese Gruppe wird klein beleiben, vielleicht etwas anwachsen, aber sicher nicht Trend bestimmend sein. Die Welt wird auch in Zukunft vom Geld regiert, man wird nur das Billigste kaufen oder nur wo der (Marken)-Namen bekannt ist. Die Qualität zu beurteilen oder auf das Preis-Leistungs-Verhältnis zu schauen, wird den allerwenigsten Menschen gelingen ...
... und aus diesem Grunde kaufe ich oft Aktien von solchen Unternehmen, wo ich die Produkte nicht regelmässig kaufen würde. Ausprobieren schon, falls es nicht Investitionsgüter sind (einmalige Käufe). Das Kaufen überlassen wir der Masse, die gibt gerne Geld aus, wo das Unternehmen gut verdient. Und wir verdienen dann an den Aktien. Es wird sich auch in Zukunft nicht viel daran ändern auch wenn das heute nicht im Trend liegt.
Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
China, Indien und die Bananrepublik USA
Vor zwei Jahren erschienen:
Ökologische Berichterstattung
Vor drei Jahren erschienen:
Börsengang - «leicht uneinheitlich»
Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER - unabhängig, langfristig, gewinnorientiert
Der Trend an der Börse zeigt nach unten. Die Frage ist nur, wie lange noch und das kann niemand beantworten. Das ist eigentlich ganz einfach zu begreifen, wenn man weiss, dass es zwei Arten von Trends gibt. Der mathematischen oder statisitschen Trend, der einfach weitergerechnet wird. 2, 4, 6, 8, 10, 12 und der nächste ist vierzehn. Dumm nur, wenn was "dazwischenkommt" und es dann wieder 2 ist. Wie bei der Uhr zum Beispiel. Oder nur eins, wenn auf die Winterzeit umgeschalten wird. Meistens wird aber ein mathematischer Trend durch die zweite Art von Trend durchbrochen.
Der Trend der Soziologie, der sehr schnell ändern kann. Es sei nur an die Börsensituation der letzten Monate oder Wochen gedacht. Jeder einzelne Mensch beeinflusst den Trend. Sie kaufen Biomilch, fahren mit dem ÖV zur Arbeit, unterstützen politische Linien ...
Genau genommen sind aber diese beiden Arten von Trends identisch. Das eine ist nur was der Mensch macht, denkt und das andere ist nichts anders, als statistisch diese Tätigkeit auf einen Zeitpunkt fest zu halten. Und dann kommt plötzlich ein aussenstehendes Ereignis, wie die Hypothekenkrise und alles ändert in Windes Eile. Die mathematischen Systeme versagen vollkommen und die soziologischen Trendbetrachtungen können schneller reagieren, weil man nicht wie in der Statistik Zeitreihen braucht.
Beiden ist gemeinsam, dass viele versagen, nicht brauchbar sind und oft nur für Schönwetterprognosen geeignet sind. Trendforscher und Chartisten haben eines gemeinsam. Sie halten an ihren Aussagen fest und sind davon überzeugt, dass sie eintreffen. Und noch eines ist ihnen gemeinsam. Meist arbeiten sie für einen an der Aussage interessierten Auftraggeber.
Es gibt genügend Beispiele, dass Prognosen oft falsch liegen. Versuchen sie etwas anderes als einen Trend zu prognostizieren. Versuchen sie die Zukunft so an zu schauen, wie sie sich ergeben könnte - in Bandbreiten und nicht genauen Aussagen. Sie liegen mit Garantie besser und wesentlich häufiger richtig. Ich habe keine Ahnung, ob man irgendwo Trendforschung studieren kann ... aber Zukunftsforschung. Nur ist man hier viel weniger populär und mediengeil, aber signifikant besser in den Aussagen und meist nie auf eine exakte Aussage fixiert.
«Jetzt beginnt das Zeitalter der Lebensqualität... In übersättigten Märkten werden Werte immer wertvoller!... Werte sind die Orientierungshilfen im Dschungel der Wahlmöglichkeiten... der Leitwert Lebensqualität wird das Wertschöpfungsprinzip der Zukunft sein!" ... lesen sie weiter bei trendbild.de ... »
Vergessen sie, was der Trendforscher sagt. Das trifft für eine kleine Gruppe von Individualisten zu und ich hoffe für sie, dass sie auch dazu gehören. Aber diese Gruppe wird klein beleiben, vielleicht etwas anwachsen, aber sicher nicht Trend bestimmend sein. Die Welt wird auch in Zukunft vom Geld regiert, man wird nur das Billigste kaufen oder nur wo der (Marken)-Namen bekannt ist. Die Qualität zu beurteilen oder auf das Preis-Leistungs-Verhältnis zu schauen, wird den allerwenigsten Menschen gelingen ...
... und aus diesem Grunde kaufe ich oft Aktien von solchen Unternehmen, wo ich die Produkte nicht regelmässig kaufen würde. Ausprobieren schon, falls es nicht Investitionsgüter sind (einmalige Käufe). Das Kaufen überlassen wir der Masse, die gibt gerne Geld aus, wo das Unternehmen gut verdient. Und wir verdienen dann an den Aktien. Es wird sich auch in Zukunft nicht viel daran ändern auch wenn das heute nicht im Trend liegt.
Ein Beitrag über «Geld und Finanzen - leicht erklärt» - einer Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn. Er wird auch im Personalblog aufgeschaltet.
Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
China, Indien und die Bananrepublik USA
Vor zwei Jahren erschienen:
Ökologische Berichterstattung
Vor drei Jahren erschienen:
Börsengang - «leicht uneinheitlich»
Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER - unabhängig, langfristig, gewinnorientiert





