Rappaz, der "kleine" Mahatma Gandhi?

Liberal sein bedeutet verschiedene Meinungen akzeptieren, andere Blickwinkel haben. Und das nun seit über fünf Jahren auf dem Blog von libref. Liberal sein beüben wir gleich am Beispiel des Walliser Hanfbauern der seinen Hungerstreik abgebrochen hat.

Der Originalbeitrag ist bei libref. zu finden, hat aber auch gesellschaftliche Überlegungen, die die heutige Zeit beeinflussen und vielleicht mal das Kaufverhalten mancher Konsumenten tangieren wird ... frei nach dem Motto: "legalize Himbeereis".

von Jean-Claude Cantieni:

"Bernard Rappaz hat seinen Protest erfolgreich abgeschlossen, er kommt unter Hausarrest. Ist er "in welchem Sinne" ein Protestant? Ist der Hungerstreik gar ein legales Mittel der Selbsthilfe, so wie der Streik als solcher für ein Kollektiv - je unter liberalem Vorzeichen anerkannt ist?

Der Fall ist nicht nach einer Art Rationalisierungsguillotine unter einen Paragraphen zu subsumieren, zwangsernähren heisst Körperverletzung, Tod heisst Verletzen von Fürsorgepflicht, Garantenstellung des Staates im Srafvollzuge, und der Fall Rappaz erinnert so daran, wie die Philosophin Jeanne Hersch auf die positive Seite von Lücken verwies, welche die Chance einer revolutionären Individuation in sich birgt, weshalb der Staat dafür verantwortlich ist, dass sie als solche offen bleiben, während der Ruf nach einer gar gesamtschweizerischen Regel über den föderativen Bau der Schweiz hinaus ertönt. (Summum ius summa iniuria.)

Wichtig wird sein, dass der Fall so aus der Idee des Rechts, des Vorrangs der Freiheit zu reglieren ist. Der verstorbne Rechtsphilosoph J. Rawls würde von einem Fairplay sprechen, das ein Rückversetzen in einen Urzustand der Gleichheit als Denkfigur gebietet, in welchem wir hinter einem Schleier des Nichtwissens , der (allzu) persönliche Momente des Falles verbirgt, zu entscheiden haben. So bleibt zu fragen, wie der Fall Rappaz ins kulturelle Gedächtnis des Landes einzugehn hat, und dieses Gedächtnis ist glaublich in ganz Europa noch davon geprägt, dass der Staat sich nicht zum Richter übers Leben (Menschenrechtsdeklarationen nach dem Holocaust), sei’s durch Tun oder sei’s auch Unterlassen erhebt. Rappaz seinerseits kann sich darüber hinwegsetzen wollen, d.h. er wird sein Weiterleben im Lichte dieser europäischen Geschichte zu erleiden haben. Sein personaler und augenblicklicher Widerstand, dahinter Interessen stehn, hat auf den seitens des Staates zu stossen, welch Letzterer ein kollektives Gedächtnis verkörpert, darin Rappaz sich als integriert zu verstehn hat. Aufmerksamkeit (auf die Geschichte) kommt v o r Interessiertheit zumal in unserer Nonstop-Zeit, die nach Aufmerksamkeit absorbierenden Sensationen giert. Medien insbesondere nehmen am Los des Betroffnen kaum wahren Anteil nehmen. Wie viele Menschen hat der Blick gnadenlos infolge Verkehrtheit zwischen Aufmerksamkeit im Sinne eines kulturellen kollektiven Gedächtnisses und lediglicher Interessiertheit deloyal vorgeführt...

Wir haben Listen von Menschenrechten, doch sie verraten (nach U, Eco), dass die Idee des Rechts (seit dem Naturrecht?) im Verwissenschaftlichen des Rechten abhanden kam, sich, so die hier vertretene These, ins kulturelle Gedächtnis flüchtete, um dort womöglich einen Anschluss an die seither strapazierte Tradition aufzubauen. Die Strapaz ist eine umgreifende: Michel Foucault argumentiert mit dem Verschieben einer einstigen Ars amandi zur aktuellen scientia sexualis mit all ihren aufdringlichen Interessiertheiten anstelle von Aufmerksamkeit zumal in den Medien unter im Übrigen gleichen Verhältnissen.

Halten wir Freiräume, u.a. für den dornenvollen Hungerstreik, offen.

Besten Gruss,

Jean-Claude"

von Stephan Marti (meine Beiträge zum Thema Hunger):

Lecoin, Teufel und Mahatma Gandhi sind die bekannten Hungerstreikenden die Erfolg hatten und was mir wichtig erscheint, überlebt haben. Rappaz hat meiner Meinung nach bis heute keinen echten Erfolg. Den hat er erst, wenn der Hanf zumindest in der Schweiz legalisiert wird. Darüber liesse sich aus liberaler Sicht auch wieder tagelang philosophieren. Ich habe meine Meinung, bin bekennender Genussraucher in unserer heutigen Raucher hassenden (oder gar diskriminierenden) Zeit. Raucher verpönen und Rappaz schönigen. Da habe ich ein echtes gesellschaftliches Problem. Das ist inkonsequent destotrotz Hanf heute nur als Droge umstritten ist, die vielen anderen Vorteile die Hanf hat, kennen die wenigsten Leute. Der Hinweis hier im Wikipedia ist zurecht angebracht. Hanf hat viel mehr sehr gute Einsatzmöglichkeiten.

Wer aber Hanfsüchtige, Nikotinsüchtige und meinetwegen auch Genussraucher ablehnt, hat zumindest mal eine eigene Meinung und nimmt sich vermutlich zu Herzen, was überall auf den Packungen steht. Rauchen ist an öffentlichen Orten vermutlich europaweit verboten ... da frage ich mich, wieso in der BernerZeitung die Schlagzeile "Villiger erwartet Rekordabsatz von einer Milliarde Glimmstängel" steht? Und wen wunderts, dass Aficionado noch mehr weiss ... Hans ich freue mich auf was Raketen ähnliches zum 1. August. Süchtige und Geniesser, die man philosophisch vermutlich auch zu einer Gattung der Süchtigen zählen könnte, sind anscheinend nach nicht im Rückgang. Ein ganzheitliches Verbot wäre fehlt am Platz, denn was verboten ist, macht man umso intensiver. Die Prohibition lässt grüssen. Hier noch ein aktueller Tipp von Obi - unter drei Litern besteht keine Meldepflicht. Den letzten Satz sollten sie lesen: Destillieren ist ein Hobby - kein Verbrechen.

Trinken, ja das müssen auch Hungerstreikende. Die einen freiwillig, die andern unter Zwang. Und da sind wir Liberalen eben echt liberal. Im Gegensatz zu unserem Präsidenten verachte ich Hungerstreikende. Mein Körper hat selbst über fünf Monate einen Hungerstreik durchgemacht. Aber bitte beachten sie das Wichtigste. Meiner war ganz sicher nicht freiwillig, er war gesundheitlich bedingt. Es ist ein schreckliches Gefühl, wenn ihnen die Aufnahme von Nahrung widerstrebt. Und noch extrem viel schlimmer ist es, wenn man Hunger und keine Nahrungsmittel hat. Alle drei Sekunden stibt ein Mensch an Hunger. Meine Hochachtung hat Rappaz auf keinen Fall. Das Finanzielle wollen wir gar nicht gross erwähnen - Rappaz' Hausarrest kostet den Steuerzahler CHF 2400 täglich. Das ist wesentlich mehr, als ein Aufenthalt in der Intensivstation.

Wie viele gute und mutige Schreiberlinge gibt es die auch Erfolg hatten? Hunderte, Tausende ... ? Und nur drei bekannte Hungerstreikende. Mahatma Ghandi - ein begnadeter Schriftsteller. Über Louis Lecoin und seine Namensspielerei "Lutz - die Ecke" gäbe es auch noch einige Gedanken zur Resistance zu äussern. Albert Camus schrieb für ihn - er erhielt den Nobelpreis für Literatur. Der kürzlich verstorbene Fritz Teufel schrieb z.B. "Märchen aus der Spassgerilja" - von Gerruilla (sp,e)/Guerilla (d) gesprochen eher Geria (betontes und langes "i"). Ganze drei, die Erfolg hatten und nur einen, der den meisten bekannt sein dürfte - Rappaz wird nicht darunter gehören. Dies meine Einschätzung zur heutigen Zeit, obschon Hanf, Marihuana, Haschisch, Cannabis alltägliche Wörter geworden sind. Lasst es besser sein, es gibt genügend andere endogene Drogen, nach innen wirkend, die Spassmachen ... nicht nur Kaffee.

Hier noch eine extremere Meinung: "Rappaz ist ein feiger, hinterhältiger Verbrecher"

Schleifscheibe aus Hanf

Die Schleifscheibe aus Hanf, sinnigerweise von der Firma Eisenblätter, war schon im Gespräch mit Albert Einstein.


Vor einem Jahr:
Sendepause

Vor zwei Jahren erschienen:
http://libref.kaywa.ch/200808

Vor drei Jahren erschienen:
Le Temple

Vor vier Jahren erschienen:
Kabarett um Minarett

Vor fünf Jahren erschienen:
Rückkehr des Religiösen


© libref - Text und Foto: Stephan Marti - Finanzblog

Logistikwirtschaft gewinnt an Fahrt

"Trotz Wirtschaftskrise wird die Prognose der Logistikwirtschaft in Deutschland zunehmend rosiger. Die jüngste Erhebung des Logistik Indikators, des Gesamtindikators für das Geschäftsklima der Branche, erreichte im Mai mit beinahe 139 Punkten einen Wert, der nicht nur über der neutralen 100-Punkte-Marke liegt, sondern außerdem dicht an das ursprüngliche Niveau vor Beginn der Wirtschaftskrise heranreicht.

Gesamtindikator Logistik

Quelle: bvl - "ausführliche Ergebnisse"
- pdf lässt sich nicht im Browser öffnen resp. verlinken

Dieser zügige Aufschwung der Logistikwirtschaft nach der Wirtschaftskrise lässt sich nachvollziehen, wenn man die Rolle der Logistik innerhalb der deutschen Wirtschaft und die Mechanismen ihrer Rekonvaleszenz nach der Krise genauer in Augenschein nimmt. Als eines der wichtigsten Standbeine der deutschen Wirtschaft in Zeiten der Krise zeichnet sich der Export ab. Zwar brach der Export in der Krise zunächst stark ein und versetzte die deutsche Wirtschaft, die ja generell stark vom Export abhängig ist, damit in arge Turbulenzen. Die Umsätze sanken drastisch und erreichten im vergangenen Winter Tiefstwerte. Nach diesem extremen Einbruch ist aber nun ein deutlicher Aufwärtstrend zu beobachten. Nachdem der Exportmarkt begonnen hatte, sich besonders auf die von der Krise schwächer betroffenen Schwellenländer China, Russland, Indien etc. zu fokussieren, erscheint der Export wie ein Phönix aus der Asche allmählich wieder auf der Bildfläche. Und er zieht den Rest der deutschen Wirtschaft mit sich aus dem Krisenschlamm. "Der Export hievt die Wirtschaft aus der Krise", so der treffende Titel einer jüngst erschienenen DIHK Studie. Im Zusammenhang mit dem steigenden Erfolg in der Exportbranche belebt sich nämlich auch die Investitionsfreude der deutschen Unternehmen und die Suche nach neuen Ideen und Strategien. Der Mut wächst, in Produktinnovationen und neue Arbeitsplätze zu investieren und die Wirtschaft wieder aufleben zu lassen.

Die Notwendigkeit einer starken Exportwirtschaft überträgt sich in logischer Konsequenz auf die Logistikbranche. Das ausführende Instrument und der wichtigste Motor der Exportwirtschaft ist schließlich wiederum eine funktionierende Logistik. Auch hier investiert man in Reaktion auf die Gesundung des Exports in neue Strategien und Ideen, in intelligente Technologien und neue Systeme um größtmögliche Effizienz zu erreichen und den Weg der deutschen Wirtschaft aus der Krise nach besten Kräften zu ebnen."

Dr. Jochen Hansen von clickeffekt.de

Danke an Jochen Hansen. Die zwei letzten Links zeigen ganz deutlich, dass Logistik nicht vermeintlich und mehrheitlich nur bei Transportunternehmen stattfindet. Logistik fängt im Detail an.

logistik 1

Logistik 2

Schlechte Beispiele? Bei weitem nicht. Schnell finden muss man das Gesuchte. Zudem eine sehr günstige Lösung und die Ölkannen wurden wiederverwertet. Bleibt nur die Frage, wie das restliche Öl entsorgt wurde oder ob es gleich als Korrosionsschutz dient. Aber Schmunzeln dürfen wir trotzdem, zumal die Bilder auf einem Friedhof geschossen wurden.

Logistik hat auch ihren Preis und hier versucht zum Beispiel die Schweizerische Post einzusparen. Nur, es wird weder der Kunde noch der Eigentümer gefragt - zudem sind die bei einem Staatsbetrieb meist identisch. "Bei der Post sind alle Briefsendungen bestens aufgehoben. Wir verfügen über den grössten Erfahrungschatz im Briefversand und stellen Briefe pünktlich zu. Dahinter stehen ausgefeilte Technologie und zuverlässige Mitarbeitende." Gefunden im Facebook. Danke dem Blogger Christian und Marcel meldet eben, dass im der Auftritt gefalle.

Stimmt, mir auch. Aber Dienstleistungen wären eher in der Logistik als auf Facebook zu suchen, zumal Kommentare nur angenommen werden, wenn man die Post zur Freundin macht. Da kommt mir die grösste Schweizer Stadt - Härkingen - in den Sinn. Also facebooked man in diesem Geist: "Huch, der Briefkasten wurde abmontiert und jetzt wird auch noch die Poststelle geschlossen. Statt zu Fuss fährt jetzt jeder mit jedem einzelnen Brief rund 3 km. Das Postauto hält neben dem ehemaligen Briefkasten. Schätzungsweise 50 mal fährt täglich ein posteigenes Fahrzeug neben dem ehemaligen Briefkasten vorbei. Dafür propagiert der oberste Boss die Energiesparlampe. Ein dreifaches "Hellau" für unseren Bloggerkollegen Moritz, der diese Kritik vermutlich mit einem verkniffenen Lächeln aufnimmt.


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Vor zwei Jahren erschienen:
Die Beta-Blogger ... und BRICS-Fonds ein Alfa-Blogger

Vor drei Jahren erschienen:
Wechselbank

Vor vier Jahren erschienen:
Jedem seine Kunst

Vor fünf Jahren erschienen:
Solarzellenhersteller - Japan und Ölförderer vor Deutschland



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Der Wert des japanischen Panflötenbaums

2010 ist internationales Jahr der Biodiversität und es ist zu hoffen, dass über dieses Thema vermehrt gelesen und diskutiert wird. In Zukunft dürfte in diesem Zusammenhang die Biodiversität öfters den Ausschlag gegen viele Aktien geben.

Vor Kurzem berichtete die Erklärung von Bern über den Rooibos-Raub der Nestlé. Dies ist nur ein Beispiel. Weitere sind in der Broschüre "Wir BIOPIRATEN" zu finden und im Finanzblog habe ich auch schon Syngenta erwähnt.

Über die Definition von Biodiversität lässt sich streiten. Aus meiner Sicht fehlt ein ganz wichtiges Element - der Mensch. Sie hilft ihm und auch anderen Lebewesen. Die Biodiversität kann auch dem Oberbegriff der Bioethik eingeteilt werden, wo hingegen der Mensch meist an erster Stelle aufgeführt ist. Ethik ist eine sehr philosophische Wissenschaft. Sehr umfangreich in ihren Teilgebieten aber ungenau und deshalb vielfältig interpretierbar. Biodiversität ist aber auch ein Teilgebiet der Ökologie. Da bleibt halt immer noch die Frage ob Ökologie ein Teilgebiet der Ethik ist oder umgekehrt. Wichtig ist, dass man beide separat anschaut.

Martisches 6-Eck

"Ethik und Ökonomie sind keine Gegensätze" (Seite 26ff), schreibt der Philosoph Gérald Hess in der letzten "Umwelt" des BAFU. Er bemerkt auch, dass entgegen der Biodiversität manchmal Pflanzen ausgerottet werden müssen, zum Beispiel invasive Arten. Die Invasionsbiologie beschäftigt sich mit von Menschen in fremde Gebiete eingeführte Arten, der Neobiota. Aus der Gruppe der Pflanzen, der sogenannten Neophyten picke ich mir den japanischen Panflötenbaum heraus. Er hat bambusartige Stängel aus denen sich eine Panflöte basteln lässt. Vor allem in englischen Sprachraum nennt man ihn auch den japanischen Bambus. So gesehen, hat auch diese Pflanze ihren Wert und zusätzlich kann sie als extrem schnell wachsender Sichtschutz verwendet werden. Wenn sie aber wie ich rund 100 Quadratmeter Fläche dieser Staude besitzen, die praktisch alles andere Leben auf diesem Raum verunmöglicht, so wollen sie mehr über den japanischen Staudenknöterich wissen.

Panflötenbaum

Wetten, dass sie den offiziellen Namen, der japanische Staudenknöterich oder Fallopia japonica eher vergessen, als meine Eigenkreation, der japanische Panflötenbaum. Am 1. August, dem Schweizer Nationalfeiertag, werden einige Gäste in der Hammerschmitte die Möglichkeit haben, aus den restlichen Stücken eine Panflöte oder eine Flöte zu bauen. Vielleicht kommt auch wieder der Saxophonspieler der beherzten, tapferen, wackeren Bank vorbei, der dabei musikalisch unterstützt werden darf.

japanischer Knöterich

Es hat heute noch einige Stauden übrig, denn diesem Kraut kann man praktisch nicht Meister werden. Es werden vermutlich noch einige Jahre vergehen, ehe alle Pflanzen und vor allem die stark verästelten Wurzelteil zur Strecke gebracht werden konnten.

Staudenknöterich 2

Hartnäckig dieses Kraut das den meisten Ratschlägen von Fachleuten trotzt. Wer eine gute Idee hat, dem bin ich dankbar. Zumindest ist Pickeln und Hacken für mich eine Muskelübung, so quasi meine Gratis-Physiotherapie.

Knöterich 3

Im Winter ist es mit dem Sichtschutz vorbei und das Landstück sieht wie nach Kriegswirren aus und wenn man nichts dagegen unternimmt, im nächsten Jahr schlagen die Pflanzen noch üppiger aus. Als letzte Ausrottungsmethode wäre vielleicht Sprengen angesagt.

Garlon

An diesem Foto hätten vermutlich auch die Invasive.Org als 240. Bild Freude. Zumindest am etwa fünfzig Jahre alten Strunk. Weniger am Garlon von Dow Chemical, das zwar einen Grössenvergleich zulässt, aber für meine ökologische Gesinnung weit hinten steht. Und sprengen hilft gar nichts, da werden nur die Wurzelstücke in einem grösseren Bereich verteilt. Obwohl hier rund um meine Hammerschmitte die Vegetation fast zu üppig und recht artenreich gedeiht, freue ich mich wieder auf die Ferien. Im Mittelmeer Becken ist die Artenvielfalt vier mal höher, als im ganzen übrigen Europa. Hier und im russischen Teil vom Kaukasus haben wir die zwei einzigen Hotspots von weltweit insgesamt 34 - "the richest and most threatened (gefährdet) reservoirs of plant and animal life on Earth".


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Aktuell beim befreundeten Personalblog: "XXXXXX" - der ausführlichste Kommentar zu einem meiner Beiträge


Vor einem Jahr im Finanzblog:
"Sendepause"

Vor zwei Jahren erschienen:
Gründung Grünliberale Partei Aargau

Vor drei Jahren erschienen:
Bank - engl. Bench - Benchmark

Vor vier Jahren erschienen:
Verkehr: Stau muss nicht sein?

Vor fünf Jahren erschienen:
Mystery Park(t) - «Die faszinierende Kapitalanlage»?



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Elektrisierende Ferienlektüre – geniessen sie den Sonnenschein und tanken sie Energie

Marktwirtschaftlich orientierte Ökonomen hassen Subventionen wie der Teufel das Weihwasser. Die Solarstromförderung wurde vom Bundestag gesenkt. Vorerst als Kompromiss nur um 13% statt der ursprünglich geplanten 16%. Der Umbruch in der Energiepolitik hat endgültig begonnen. Ein umfangreiches Dossier auf aktuellem Stand.

Ferien sind zum entspannen und zum Energietanken bestens geeignet. Zudem hat man Zeit, einige auch im obligaten Stau, sich Gedanken durch den Kopf jagen zu lassen. In der heutigen Zeit sind dies mit extrem grosser Wahrscheinlichkeit die Themen „Energie und Geld“. Ich bin mir bewusst, die Menge der Links und der Umfang dieser Artikel sprengt den täglichen Leserahmen. Eben als Ferienlektüre geeignet – Online oder halt ausgedruckt. Die Artikel der Serie „Energie“ aus der Wirtschaftswoche gefallen mir ausgezeichnet. Und sie erfreuen mich. Sehr vieles stand schon im Finanzblog. Machen sie sich doch mit dem Wiwo-Konzentrat einige Gedanken zur Zukunft. Die Ferien sind dazu meist geeignet.

Geld oder dessen Auswirkungen durchströmen heute vielleicht 100-mal täglich unser Gehirn. Bei den meisten Leuten ist dies eine Belastung, die bis hin zum Gesundheitsproblem, ja gar zum frühzeitigen Tod führen kann. Ein riesengrosses Gesellschaftsproblem. Und längerfristig kommt ein weiteres dazu. An der Spitze wird derjenige stehen, dem günstige Energie zur Verfügung steht.

700'000 Deutsche wollen sich eine Wohnmöglichkeit im Ausland kaufen. Eine sehr hohe Zahl, wenn man vergleicht, dass es bis heute 1,1 Millionen sind, die sich im Verlauf vor allem der letzten drei Jahrzehnte ausländisches Wohneigentum angeschafft haben. Wenn der Euro langfristig weiter am Sinken ist, werden diese mit grösster Wahrscheinlichkeit im Euroraum fündig werden. Frankreich dürfte an erster Stelle stehen und dann Spanien.

Meine Ferien waren am Anfang etwas verregnet. Nur leichter Regen der dem Boden richtig gut getan hat. Anscheinend war es in den vergangenen vierzig Jahren noch nie so grün in Südfrankreich. Der Farbe nach hätte es auch die Schweiz oder Deutschland sein können. Wasser wird in Zukunft nebst Geld und Energie eines der wichtigsten Themen sein. Ja Wasser, Energie und Geld werden die Gesellschaft in Zukunft noch mehr spalten, als dies heute schon der Fall ist. Solche Überlegungen sind für den Kauf von Aktien (und Währungen) wichtig. Bei Immobilien unerlässlich, da hier praktisch alle langfristig handeln und denken.

Wenn sie sich überlegen im Ausland eine Immobilie zu kaufen, dann schauen sie sich mit Vorteil die „Verkehrte Welt“ genau an.

Aktionäre müssen sich nur Gedanken machen, ob sie die richtigen Aktien im Bereich der Sonnenenergie gekauft haben. Solche, die international ausgerichtet sind und die gegenüber den Chinesen zu konkurrenzfähigen Preisen liefern können. Lesen sie die Artikel der untenstehenden Links. Sie werden zumindest zwei deutsche Unternehmen finden, die meiner Ansicht nach immer noch ein Kauf sind … sie wurden schon einige Male im Finanzblog erwähnt.

Wer längerfristig eine Immobilie kaufen will schaut sich vor allem die blauen Gebiete an. Es gibt in Europa keinen einzigen Ort, bei dem die Windenergie (Onshore) und die Sonnenenergie (Fotovoltaik und Solarthermie) zu sehr günstigen Kosten produziert werden kann. Wind kommt oft in kälteren und wolkigen Gebieten vor, die für die Sonnenenergie nicht so geeignet sind. Es gibt aber drei kleine Gebiete in Europa (ohne die ehemaligen GUS-Staaten):

- die Provinz Teruel in Spanien
- ein kleines Gebiet in den Ostkarpaten von Rumänien bei Suceava
- zwei Kantone in den Departementen Gard und Hérault von Frankreich

Drei kleine Gebiete mit einem ganz speziellen Mikroklima und erstaunlicherweise alle mit relativ tiefem Volkswohlstand – und entsprechend günstigen Immobilienpreisen. Ideal um Warmwasser zu gewinnen und einen kleinen Windgenerator zu kaufen. Für die Fotovoltaik ist es immer noch zu früh, da immer noch zu teuer und technisch noch zu wenig ausgereift. Ich weiss, dies ist ein hartes Urteil, aber ohne Subventionen wären in Deutschland die beiden hohen Balken in der Grafik nie Wirklichkeit geworden.

Im Zusammenhang mit der Serie "Energie" aus den letzten Ausgaben der Wirtschaftswoche:

"Solarbranche: Leben auf dem Sonnendeck"

"Was grüner Strom wirklich kostet"

"Atom- gegen Solarstrom"

"Rückkehr zur rationalen Energiepolitik" - das letzte Statement von Kemfert zeigt ganz brutal die heutige Wirklichkeit - Solaranlagen haben immer noch eine Nischenstellung

"Wie Kleinanbieter den Energieriesen Kunden abjagen"

"Längere Laufzeiten alleine reichen nicht"

"Kampf um das Stromnetz 2.0"

"Die Schmerzgrenze ist erreicht" (Handelszeitung)

Im Überblick über Energie und Umwelt finden sie auch zwei Tests. Viel Spass, bei den Zahlenfragen geben sie am besten das am wenigste Erwartete an und sie liegen vermutlich richtig



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Meine Ergänzung dazu: Blasen verursacht vor allem die Gesamtmasse der geldgierigen Menschen. Marc Faber zu diesem Thema "Ich traue überhaupt keiner Papierwährung". Wir sind uns einig. Sachwerte bieten Potenzial. Volkswirtschaftliche Gegebenheiten wiederholen sich nie genau gleich, deshalb gibt es auch immer neue Thesen und entsprechende Nobelpreise, mit welchen Rezepten den Volkswirtschaften zu helfen wäre. Ich behaupte, wir werden "Volkswirtschaften" nie ganz in Griff bekommen und daher wird es in den nächsten hundert Jahren spannend bleiben.


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Vor einem Jahr im Finanzblog:
"Sendepause"

Vor zwei Jahren erschienen:
Risiken - alle Warnungen in den Wind geschlagen

Vor drei Jahren erschienen:
«An der Hand meiner Schwester» ... - der Bestseller von Bärbel Probert

Vor vier Jahren erschienen:
Nächsten Montag ist die WM 06 Geschichte - ein echter "11 Meter"

Vor fünf Jahren erschienen:
Hayek und von Hayek - einer der imposantesten Schweizer ist vor einer Woche verstorben (28.6.10)



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Ethik ist wie Regenwetter - unangenehm aber bitter nötig

Für viele Leser mag der heutige Tag wie ein ganz normaler aussehen, aber in den Tageszeitungen hat es heute besonders viel Zündstoff der unsere Zukunft mit aller Garantie verändern wird. Zudem ist der heutige Tag für mich so was Ähnliches wie ein zweiter Geburtstag.


Eigentlich mache ich nie, was vor allem medizinisch, ganz besonders alternativ-medizinisch und ethisch als Wohltat angesehen wird, heulen. Jetzt rollen aber einige Tränen. Heute genau vor einem Jahr wurde mir diagnostiziert, dass ich mit über 99%-iger Wahrscheinlichkeit in den nächsten Tagen an den Folgen meiner Krankheiten sterben werde - Multiorganversagen (MODS), schwere Blutvergiftung, Pilz und so "nebenbei" noch Leukämie. Auf der einen Seite hatte ich zweimal extremes Glück. Einerseits schon nur die Tatsache, dass ich überlebt habe, was einige als medizinisches Wunder betiteln und zweitens, dass mein Gehirn und die Leber immer gut funktioniert haben. Die Leber kann man auch heute noch nicht durch eine Maschine oder eine Therapie ersetzten. Nur eine Lebertransplantation wäre möglich, vorausgesetzt man findet einen Spender.

In der heutigen Gesellschaft und Wirtschaft gibt es viele Gemeinsamkeiten zu meinem Erlebten. Es krankt eigentlich an allen Ecken und Enden und trotzdem läuft noch alles auf Hochtouren. Irgendwann mal kann ganz überraschend ein Kollaps kommen, ähnlich meinem überlebten Multi Organ Dysfunction Syndrome. Der Körper und unser Umfeld verhalten sich ähnlich, sie brauchen nur "Organ" mit "Task" zu ersetzen. Beide können sehr anfällig sein. Hoffen wir, dass jedes dieser "Teilsysteme" sich wehren kann, weiterlebt und dank des Gehirns resp. des vorhandenen Wissens gesunden kann. Aber es braucht viel Kraft und vor allem "Geist" um zu überleben. Ohne einen eisernen Willen geht bei Grenzsituationen weder im Körper noch in der realen Welt etwas. Es braucht Kraft und Kampfeswillen, sowie eine positive Lebenseinstellung und den Sinn fürHumor nie verlieren. Ich hab es geschafft. Danke noch mal allen die mitgeholfen haben.

Nach einem Jahr hab ich wieder soweit Kraft, dass ich zumindest "gegen Aussen" wie ein gesunder Mensch aussehe. So an die zwei Jahre soll es noch "mechanische" Beeinträchtigungen geben, denn die Muskeln müssen praktisch von Null aufgebaut werden. Es ist nicht nur ein medizinisches Problem, sondern auch ein psychisches und ethisches. In Unternehmen oder Ländern ist es nicht anders. Der ständige und allumfassende Druck um und über das Geld, das heute wohl häufigste Übel, führt zu persönlichen, unternehmerischen und gesellschaftlichen Problemen. Diese können nur mit einer ethischen Grundeinstellung und eisernem Willen Erfolg versprechend angegangen werden. Und um nicht rückfällig zu werden, muss Einiges geändert werden - bei jeder Person und bei jeder Organisation.

Denken sie bei den folgenden heutigen Zeitungsmeldungen an die Ethik und der Druck um das liebe Geld. Wenn die Betroffenen mit den richtige Gedanken und der Kraft umgehen, kann für die Zukunft viel verbessert oder zumindest weniger anfällig gemacht werden.

- "Gigantische Rohstoffvorkommen in Afghanistan" - ohne Ethik und diese basiert nur auf reiner Vernunft, wird es noch mehr Krieg geben

- "In Deutschland verfällt die Infrastruktur" - ob da zum Teil auch unethisch gebaut wurde? Erstaunlich ist doch, dass mein fast 600 Jahre altes Haus, die Hammerschmitte, immer noch steht. Vermutlich kannte man damals das Wort "Bausünden" noch nicht

- "Zweite Pumpe für das Bärenparkbecken" - die langsamen Berner haben weitere Bausünden in den ersten Monaten zu beklagen. Seldwyla lässt grüssen. Übrigens, den ersten Teil hat Gottfried Keller in Berlin geschrieben - die Leute scheinen sich ähnlich zu sein

- "Die Anzahl der Bundesländer soll auf acht sinken - jedes in etwa so gross wie die Schweiz (mit 26 Kantonen- resp. Halbkantonen!) - das an die Schweiz angrenzende Bayern und Baden-Württemberg, dürften als grösste und "reichste" Länder bestehen bleiben. Vermutlich wird die Ethik resp. Vernunft noch lange auf sich warten lassen"

- "Die Suche nach der Lösung des Energieproblems" - erstaunt es, dass Cadarache dreimal teuer wird und wesentlich länger braucht (die Kommentare sind heute treffender, denn damals)

- "Aufhören" - Merkel dir, hier spiegelt einer eher unethisch, unwürdig ... auch wenn er in Zukunft vielleicht Recht hat

- "Südafrikas Goldtaler ist begehrt wie schon lange nicht mehr" - Paul Kruger, für die meisten ein unethisches Kapitel, für Sankt Gallen finden wir die Krügerstrasse bei der Suche nach der Dürrenmattstrasse . Es könnte fast aus "Der Richter und sein Henker" sein, Krüger ist in der Schweiz in Montreux (Clarens) gestorben, wo dem Rassisten- und Apartheit-Vorreiter Asyl gewährt wurde

- "Neuer Ratspräsident bei den Reformierten" - nur Radio Vatikan schreibt, wer schlussendlich Gottfried Locher zur Wahl des SEK-Präsidenten verholfen hat ... die französischsprachige Schweiz. Herzliche Gratulation Herr Locher und wir von libref. hoffen mit ihnen genau so gut oder noch intensiver als mit ihrem Vorgänger Thomas Wipf zusammenarbeiten zu können

Mit der Ethik scheint es wie mit dem Wetter zu sein. Wenn die Sonne scheint und niemand schlecht denkt, gefällt es den meisten besser, als wenn man wie bei Regenwetter gezwungen ist, aus einer ungewöhnlichen oder misslichen Situation das Beste zu machen. Und bedenken sie:
Langfristig ist der Regen so wichtig wie die Ethik.


Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Die notwendige schöpferische Pause

Vor zwei Jahren erschienen:
«60 Jahre Marktwirtschaft - Merkel ermahnt Wirtschaftselite» und Osteuropa - Rumänien,die Löhne steigen

Vor drei Jahren erschienen:
Autobahn und Finanzen - und das am Tag der Eröffnung des Lötschbergtunnels

Vor vier Jahren erschienen:
Die heutige «Technologiegläubigkeit» beängstigt zuweilen

Vor fünf Jahren erschienen:
Vorlieben - Hitze und Bier



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Kirche und Wirtschaft

Kirche und Wirtschaft ist ein vieldiskutiertes Thema. Abhängigkeiten gibt es einige. In der heutigen Zeit eines längerfristigen gesellschaftlichen Umbruchs wäre die Stabilität der Kirche gefragt. Hier zwei Beispiele, die vielleicht in die Geschichte eingehen. In der Schweiz wechselt das Präsidium des "evangelischen Kirchenbischofs" und "der katastrophale Crash einer Kirchen-Sparkasse", der CajaSur - der Caja de Ahorros y Monte de Piedad de Córdoba hat schon Aufsehen erregt.


Der grösste Einfluss bei der CajaSur hat das Domkapitel, das leitende Gremium der katholischen Bischofskirche. Wer lieber auf Deutsch lesen will, Google sei Dank. Mit etwas Fantasie doch gut verständlich zu lesen ... sie hätten ja mit Domkapitel auch Domkapital übersetzen können. Irgendwie kommt mir die Geschichte bekannt vor. War da nicht einmal der Pate III. Der Godfather handelt um die Banco Ambrosiano.

Aber begeben wir uns nicht zu weit in Teufels Küche. Schauen wir lieber, was in der Schweiz für kirchliche Änderungen eintreffen werden. Das Original des Folgenden Textes habe ich für libref. geschrieben.

Ob liberale Kirche oder liberale Politik. Wir Liberalen in der Schweiz machen einen Fehler. Wir machen uns nicht bemerkbar und wir vernetzen uns nicht. Die Kirche gehört zu unserer Kultur und wird den heutigen allgegenwärtigen Wandel von Gesellschaft und teils auch Wirtschaft mitbestimmen. Wir drücken David A. Weiss für das Ratspräsidium des SEK die Daumen - die Vernunft der modernen Mitte soll gewinnen und die Zukunft bestimmen.


"Kirchenbund (SeK)/ Thomas Wipf, Präsident
des Evangelischen Kirchenbunds, tritt zurück. Folgt
nun ein Berner? Ein Romand? Oder eine Frau? ... weiterlesen bei reformiert ...

Ein Berner? Wir hätten uns gefreut, das wäre Balsam für die Kirche, nur kandidiert in drei Wochen nicht der liberale Andreas Zeller.

Zugegeben, Bern ist der wichtigste Part in der Schweiz, was die Reformierten anbelangt. In den vergangenen Jahren habe ich als "ehemaliger" Berner einiges mitbekommen, aber eines dürfen wir nicht vergessen:

"Der grösste Teil der Schweizer Reformierten ist liberal ... nimmt die Kirche mit einem weinenden und einem lachenden Auge zur Kenntnis, nimmt nicht aktiv teil ... und ist eben doch so liberal und mit unserer christlichen Kultur verbunden, dass er weiterhin seinen Obolus bezahlt ... freiwillig!"

Das Präsidium des SEK, des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes ist neu zu besetzen. Evangelisch? Oder doch eher Reformiert oder gar Protestantisch. Ein theologischer Zankapfel oder eher ein philosophischer Standpunkt? Das SEK soll nicht evangelikal sein und nicht protestieren. Es sei denn, es wäre ein Romand, un protestant. Aber das SEK darf reformieren.

Liebe Berner, seit 24 Jahren hattet ihr das Präsidium des SEK nicht mehr. Kirchengeschichtlich dürfte euch das Beharren auf dieses Amt vielleicht noch einmal überraschen. Im Interview gibt sich Gottfried Locher ganz locker:

"Frage 5: Was machen Sie mit einem Bischofshut?
Locher: Ich warte, bis endlich wieder der 1. April da ist, setze den Hut dann auf, mache ein Foto und schicke es der «Reformierten Presse». Dann ziehe ich den Hut wieder aus und schenke ihn jemandem, dem er passt."

Gibt es bald reformierte Bischöfe? Wenn es nach Gottfried W. Locher ginge, ja.

Er ist Leiter Aussenbeziehungen des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), sitzt somit in der obersten Kirchenleitung und hat in einem Interview in der "reformierten Presse" seine Idee der Bischöfe erläutert" ...wer neben dem Bild der Reformierten Presse weiterlesen und denken möchte ... bitte sehr ...

Bei der Wahl ums SEK-Präsidium geht es nicht nur um persönliche Fähigkeiten. Hier wird Locher einen Trumpf spielen können. Aber es braucht mehrere. Es braucht eine brauchbare kirchliche Leitschnur. Ein Bischof der die Mitra nur am 1. April aufsetzen will, weiss dass diese eigentlich Strinbinde bedeutet - nicht Augenbinde.

Der dritte Kandidat, Didier Halter aus Sitten ist für mich der "Unbekannte". Ich kann nicht alle Leute kennen. Vielleicht schreibt jemand anderes über ihn. Sitten, der Hauptort des Kantons Wallis ist Bischofssitz. Ein echter, ein katholischer. Und wenn ich mich nicht täusche, spreche ich in Sitten nur Französisch und so ist mir der Name als "Sion" besser bekannnt. Und die Deutsch sprechenden sagen eh "Sittu", was dem Berndeutschen sehr nahe liegt - zum Beispiel Huttu, wo ich selbst mal gearbeitet und gelebt habe.

Liebe Berner, die Üsserschwitz, so wird im Wallis der restliche Teil des Landes ausserhalb ihres Kantons genannt, hat noch einen weiteren Kandidaten. Einen Innerschweizer aus Luzern und wer die Geschichte etwas kennt, der müsste wissen, dass ein "ausgewanderter" Aargauer eigentlich ein Berner ist.

David A. Weiss scheint deshalb nicht nur regional ausgewogen zu sein, auch die Zürcher wissen dies und beschreiben deine Vorzüge klipp und klar. Bis jetzt habe ich nur über einen einzigen angeblichen Nachteil gelesen. Weiss sei zu alt. Ich fühle mich auch gleich angesprochen, da wir vermutlich den gleichen Jahrgang haben. Da bleiben noch zehn Jahre Zeit, um die Kultur der Schweiz mit zu gestalten. Und das nächstemal darfst du uns ruhig informieren. Ja so sind wir Liberalen, man liest die Zeitung und ist halt so informiert. Ich hoffe, dass ich dir an unserer nächsten jährlichen Sitzung im März rückwirkend gratulieren kann.

David A. Weiss
David A. Weiss ist Stiftungsrat der Lang-Stiftung und damit libref. engstens verbunden (Foto gefunden als "zvg")




Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
"Kein Grund zur Depression"

Vor zwei Jahren erschienen:
«Die USA sind kein Vorbild»

Vor drei Jahren erschienen:
Stag - Spekulant oder Triumph

Vor vier Jahren erschienen:
Gold auf 8000 USD 1 UZ

Vor fünf Jahren erschienen:
EURalisierung gestoppt?



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Die Informationsflut - SOS - "wir ertrinken"

Ruhe bewahren heisst meine Devise an den momentanen Börsenmärkten. Bergauf, Bergab und eine anschwellende Informationsflut machen alles nur noch schlimmer. Zeit, sich über das heutige Informationszeitalter einige Gedanken zu machen.

Den Fernseher, die Tageszeitungen und die guten Ratschläge der Kollegen zu ignorieren ist nicht einfach. Aber es gilt wie immer: Wenn einer verkauft, kauft der andere. Oder anders gesagt, wenn einer bearish ist, so ist der andere bullish. Der Ängstliche und der Spekulant sind an der Börse immer sehr nah beieinander. Wenn die Börse nach unten dreht, sind die meisten Medien-Informationen negativ und andere verlassen sich auf das Gefühl und kaufen, was die andern fast um jeden Preis loswerden wollen. Das Gegenteil kann auch der Fall sein ... nur sicher nicht in der heutigen Zeit.

Vom Bären habe ich im letzten Beitrag geschrieben. Hier noch ein Video aus einem andern Sichtwinkel, dass fallende Bären zum Lachen verleiten können. Erholsam. Nicht die Börse, denn keiner weiss, wohin sie geht. Urs, ein Bekannter hat Angst. Ganz kann ich sie ihm nicht nehmen. Er heisst tatsächlich Urs, wie der Bär - Ursus. Und Ursus ist ein Heiliger, ein Martyrer. Ürsu, so der berndeutsche Rufname, lies einmal in letztem Link wer noch erwähnt ist - Regula oder das grössere Pendent Regina. Das kommt vom kleinen König resp. vom König und die waren eher bullish gestimmt.

Es gab immer die gegenteiligen Meinungen. Ich darf demnächst über eine Umfrage berichten, eine Lizentiatsarbeit am Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich über eine Umfrage zum Anlage- bzw. Informationsverhalten von Laien-Anlegern. Noch mehr freue ich mich, die Resultate veröffentlichen zu können. Schmunzeln wir doch einmal über die heutigen Informationen über Bullen. Oder noch besser, wir nehmen die weibliche Form - die Kuh.

Kuh mit Hörnern

So sah früher eine Kuh aus ...

heutige Kuh mit Hörnern

... heute sieht bei uns eine Kuh mit Hörnern wie ein Bulle aus ...

Kuh ohne Hörner

... meine Grosskinder werden vermutlich einmal fragen, was das für ein Tier mit Hörnern auf der Milchflasche ist. Das ist unsere heutige Informationspolitik ...

Verfalldatum

... dafür haben wir alle möglichen und unmöglichen Informationen über Milch und wenn wir das Verfalldatum suchen ...

Elsa

... schauen wir automatisch auf dem Deckel. Irrtum, da steht kein Datum und auch nicht der Name der Kuh. Und wen erstaunt es, dass in Frankreich der Deckel für Biomilch einheitlich grün ist ... Elsa ...

Informationen über Milch

... bedeutet "Gott ist Vollkommenheit" und daher noch einmal eine Fülle an Informationen ...

... für die Börse sieht es ähnlich aus. Wir haben eine Fülle von Informationen, die uns eher verwirrt. Sie können auch heute wieder Milch direkt beim Bauern kaufen. Und was steht auf dem Milchkesseli? Nichts, aber hier sind wir sicher, dass wirklich reine Milch darin ist.

Versuchen sie in Zukunft die meisten Informationen "links liegen zu lassen" und sie werden wesentlich besser informiert sein ... auch an der Börse.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Die empfehlenswerten Finanz-Infos - merci Google

Vor zwei Jahren erschienen:
«Einkaufen bis zum Umfallen»


Vor drei Jahren erschienen:
Goldman Sachs unter Blogger-Beschuss

Vor vier Jahren erschienen:
«Ruhe vor dem grossen Sturm» - die Abwertung des Dollars

Vor fünf Jahren erschienen:
Augen auf - beim Autokauf



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Der Booboo-Crash auf den besten Finanzblogs

 

Der nächste Crash folgt 2015 - habe ich Ende 2008 geschrieben. Gestern gab es in New York eine Hauptprobe mit einem Rückgang von 9 Prozent. Und man weiss nicht, ob es wegen Griechenland oder eines Tippfehlers ist. Irrwitzig und so etwas im 3. Jahrtausend.

Die Börse läuft Amok. Heute fallen die Kurse rund um den Globus - nur der Euro bleibt stabil. Fallen, das bedeutet meistens geschockte, frustrierte Gesichter.


maoxian480
Quelle: maoxian.com - siehe unten



Fallen kann aber auch Lachen bedeuten - über ein Wahrzeichen von Bern. Nicht selbst gefilmt, aber heute ganz einfach der ganzen Welt kund zu tun. Es lebe die IT - die Information Technology. Nur, diese sollte beherrscht werden. Danke einer der grössten Schweizer Banken, dass diese gestern eine Softwareänderung vorgenommen hat. Jetzt kann ich den Postenauszug als PDF-File ausdrucken. Nur eben, im Normalfall sollte nicht der Vermögensverwalter der IT-Hotline sagen müssen, dass sie eine bewährte Routine einsetzen sollen. Als Kunde sollte ich von fertigen Produkten profitieren können und nicht Gratisberatung anbieten, damit diese ihre Software auf Vordermann bringen kann.

Wenn erstaunt es, der neue Stick der als Zugang zur Banken-Datenbank gebraucht wird, meldet sich nicht korrekt ab. Dafür gibt es technische Spielereien, die garantiert nichts mit Sicherheit zu tun haben und besser weggelassen würden. Nun weiss ich auch, wieso es ein so schönes violettes Kabel dazu gibt. Der UBS-Stick ist zu breit - er braucht mehr Platz, als in einem Hub zur Verfügung stehen.

Da ist auch ein Börsen-Crash wegen eines Tippfehlers nicht ausgeschlossen. Für einzelne Titel habe ich dies auch schon erlebt, aber für einen ganzen Markt, der zusammenbricht, ist das schon etwas starker Tabak. Einer Lehrtochter (Azubi) habe ich vor Jahren ein spekulatives Spieldepot zusammengestellt. Unser Ziel war, gewinnen oder in der Masse untergehen. Optionen und die ASHA Corp - das leichteste Zwischengetriebe (900 gr.) das bei McLaren in der Formel 1 eingesetzt wurde. Die Aktie ist mittlerweile in der Amerikanischen Automobilwelt integriert und schlummert den Produktschlaf. Der Schluss-Kurs war aber während der Spielzeit einmal 100-fach zu hoch. Sofort verkaufen und das Spiel gewinnen. Der Spielleiter hat dann die Regeln eingeschränkt - keine Optionen und nur Titel vom damaligen Haupttableau.

Die echt aufgegebenen limitierten Kurse wurden nachträglich storniert. Wenn dies heute der Fall wäre, müsste man die Börse New York wohl eine Woche sperren. Wenn sie obigen Chart anschauen, deutet rein nichts auf eine IT-Panne hin. Da haben einige mal wirklich ganz kalte Füsse bekommen. Lassen wir uns in nächster Zeit überraschen.

Eigentlich ein Tatbestand, der Angst machen kann. Lesen sie, was die 20 besten oder einflussreichsten englischsprachigen Finanzblogs dazu schreiben.

Wieder einmal war Aficionado der Schnellste - merci. Hier sein Blog von Rolotec.

1. Dealbreaker

2. InfectiousGreed

3. Angry Bear

4. The Big Picture

5. Seeking Alpha

6. Calculated Risk

7. Econbrowser

8. Carl Futia

9. 10 Q DETECTIVE

10. Maoxian

11. Zero Hedge

12. TraderFeed

13. A VC

14. Think B.I.G. (Bespoke Investment Group)

15. Cara Community

16. MISH's Global Economic Trend Analysis

17. VentureBeat Interpreting Inovation

18. Business Insider

19. Stocktwits ABNORMAL RETURNS

20. Hedgeye


Mehr zu den einzelnen Blogs auf 24/7 Wall Street. Übrigens, langfristige Anleger sind gut beraten, wenn sie nicht zu häufig amerikanische Finanzblogs anschauen. Die meisten sind sehr, sehr kurzfristig am Markt orientiert. Wir andern können jetzt trotzdem das Wochenende geniessen oder uns über die Boni der Chefs ärgern (Bobo) oder über booboos (Bobochen/Wehwehchen) lachen.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Nehmen Bullen und Schweine Abschied?

Vor zwei Jahren erschienen:
60. Geburtstag - Gelobtes Land oder böses Israel?

Vor drei Jahren erschienen:
«Dreckiges Geschäft - moralisch umstrittene Aktien» - 1. Teil

Vor vier Jahren erschienen:
Richtung der Wall Street

Vor fünf Jahren erschienen:
Spargel bildet - habemus Asparagus und Der oder die Spargel ist schuld



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Von der Zerstörung eines Menschenlebens

Eine Geschichte aus Deutschland über eine Zahlung auf ein Verrechnungskonto und der hängige Streit über die verursachten Kosten.

Es ist nicht immer einfach Recht zu bekommen. Aber es wird viele Leser interessieren was einem meiner Leser passiert ist. Ich nenne keine Namen oder Ortschaften obschon mir diese bekannt sind. Meine gewählten Namen sind nicht zufällig. Wer Spass an der Sprache hat, kann diese vielleicht erraten. Dies ist aber das einzig Spassige an dieser Geschichte. Sonst ist die Lage ernst auch wenn es nicht die einzige Bank ist, die Fehler macht. Das können Schweizer Grossbanken auch, sagt Pelli. Recht hat er.

Immobilien-Käufer, -Verkäufer und Banken können aus diesem Bericht lernen. Vermutlich sind dies Einzelfälle, aber einschneidende. Und es werden weitere folgen. Einige habe ich schon am Lager und wer will, kann seine Erlebnisse auf dem Finanzblog publizieren. Rechtlich sollte dies kein Hindernis sein. Ob es Geschichten oder Tatsachen sind, müssen sie für sich selbst entscheiden. Sagen wir es auf diese Weise: Si non é vero, é ben trovato.

Falls diese Geschichte weitergehen sollte, lasst es mich hören. Vielleicht finden diese Zeilen einmal sogar Einzug in ein zu erstellendes Buch. Der Titel liegt als Idee schon fest: "Die Ratten vom Chromthal".


Von der (versuchten oder fahrlässigen) Zerstörung eines Menschenlebens...

Hatten Sie jemals das Gefühl, dass ihr Leben mit einem Wimpernschlag vorbei wäre? Dass sie vor dem finanziellen Ruin stünden? Ich spreche nicht davon, dass am Ende des Geldes noch soviel Monat übrig ist. nein, ich spreche von Privatinsolvenz, von dem Verlust von all jenem, was man sich aufgebaut hat und vielleicht noch hätte aufbauen können. Und das mit 29 Jahren, wenn man gerade angefangen hat, sich eine Existenz aufzubauen.

Dazu das Gefühl der Ohnmacht und das Wissen, dass man selbst völlig unverschuldet durch Willkür, Schlamperei oder Betrug in eine solche Situation kommt. Wenn Sie dieses Gefühl kennen, werden Sie verstehen können, wie es mir rund einen Monat (Anfang Februar bis Anfang März 2010) erging, was man mit Schlafstörungen macht, die einen Monat anhalten mit dem täglichen Gefühl, einfach wild los zu heulen. Doch der Reihe nach. Ich möchte die Fakten sprechen lassen. Jedem, dem ich einfach nur weitestgehend nüchtern und sachlich die Fakten darlegte, der schüttelte bisher mit dem Kopf.

Wie fing alles an? Im Dezember des Jahres 2009 schloss ich vor einem Notar einen Kaufvertrag über eine Eigentumswohnung ab. Die Wohnung ist einfach traumhaft. Wir (also Verkäufer, Maklerin und ich) wurden belehrt, was unsere Pflichten und Rechte seien. Von einem Treuhandverfahren ist nie die Rede. Es steht auch das Konto der Verkäufer im Kaufvertrag. Es lief wunderbar. Schon bald im Januar 2010 verlangte die Bank der Verkäufer die Zahlung des Betrages auf ein Verrechnungskonto und der Notar reichte diese Forderung an mich und meine Bank weiter. Ich möchte diese Bank, die das Geld nun erhalten sollte, beim Namen nennen: Die Triple-A-Bank, Filiale Freien-Krach-Mollkichre. Auf diese Bank kommt nun in der Folge eine ganz besondere Rolle zu: Nun ist es wohl gängige Praxis, dass das Geld trotz gegenteiliger Angaben eben nicht direkt an die Verkäuferin gezahlt werden muss. Ich hätte einem Kaufvertrag mit Umweg über ein Verrechnungskonto nie zugestimmt, sondern auf Vorabklärung bestanden, wie viel Geld zur Kreditablösung verwendet werden solle und wie viel Rest an Geld an die Verkäufer zu zahlen sei. Vielleicht werde ich diesen Sachverhalt irgendwann klären.

15.1.2010: Meine Hausbank überweist den Betrag von 155.000 € auf das von der Trible-A-Bank angegebene Konto. Zuvor hatte meine Bank schriftlich um Auskunft gebeten, ob das Konto das richtige sei. Bis heute erhielt niemand eine Antwort ob das Konto richtig sei. Die Verkäufer und ich haben nie eine Belehrung erhalten, wie das nun mit einem Treuhandkonto abzulaufen hat, wer dabei nun Pflichten und Rechte habe. Auch wurden weder Verkäufer noch ich gesondert informiert, dass nun eine zum Kaufvertrag und zur Belehrung abweichende Situation entstand. Achja: Die Trible-A-Bank hatte den Kaufvertrag logischerweise samt Entwurf vorliegen und hielt es nicht für nötig, zu intervenieren um auch das Treuhandverfahren im Kaufvertrag festzuhalten.

Ende Januar/Anfang Februar: Eigentlich hätte der Kaufvertrag vollzogen werden müssen und die Wohnung im Grundbuch auf mich umgeschrieben werden müssen. Es passierte nichts. Stattdessen suchte die Verkäuferseite den Kontakt mit mir. Sie eröffneten mir folgendes: "Wir waren mehrfach bei der Trible-A-Bank vorstellig. Man sagte uns, dass das Geld nicht auffindbar sei, dass es verschwunden sei bzw. du lügen würdest mit der Angabe es sei überwiesen Hast du wirklich überwiesen? Wirklich?" Klar, sie misstrauten mir und meinen zunächst mündlichen Angaben. Sie hätten sogar Grund gehabt, mich wegen Betruges anzuzeigen. Das Vertrauen zwischen mir und Verkäufer, war massiv beeinträchtigt.

Der Schock saß tief. Das Geld ist weg. Als Mitarbeiter des entsprechenden IT-Hauses wusste ich, dass Geld nicht plötzlich verschwindet. Es gibt Differenzkonten etc. Darauf vertrauend, dass die Trible-A-Bank richtig geschaut hatte, war fast klar, worauf es hinauslief. Ein Betrüger war am Werk und hatte – vielleicht im großen Stil – Geld abgezweigt Ich sondierte meine Möglichkeiten, entschied mich, nicht sofort zur Polizei zu gehen, jedoch hierfür alles vorzubereiten. Stattdessen habe ich meine Hausbank mit der Recherche beauftragt. Erste Reaktion: Das Geld ist überwiesen worden. Keine Fehlbuchung, nichts. Meine Bank suchte den Kontakt zur Trible-A-Bank, es war mittlerweile Mitte Februar. Mein Bankberater sagte mir am späten Nachmittag des gleichen Tages "Wir haben einen vollen Tag herum telefoniert. wir haben gesucht und gesucht und mittlerweile konnte uns die Trible-A-Bank bestätigen, dass das Geld eingetroffen sei."

Das verwirrte zunächst. Wieso dauert es einen vollen Tag, bis die Trible-A-Bank es schafft, den Zahlungseingang zu bestätigen? Die Kontonummer, all dies war doch klar. Man braucht doch nur ins Konto rein zuschauen? Ich wurde zum ersten Mal misstrauisch. Und schließlich: Es war immer noch nichts passiert. Die Verkäuferin hatte ihren Anteil des Geldes noch nicht erhalten. Der ursprüngliche Kredit der Verkäuferin war noch nicht getilgt, die Umschreibung der Immobilie nicht veranlasst.

Mittlerweile war es Anfang März geworden und eine mündliche Kontaktaufnahme mit der Trible-A-Bank endete in folgenden Worten, die ich nie vergessen werde: "Das hat Sie nicht zu interessieren, wenn es zu Problemen kommt. Das ist alleine Sache der Verkäufer." Ja, ich war kein Kunde der Trible-A-Bank. Ich habe der Trible-A-Bank nur 155.000 € augenscheinlich geschenkt woraufhin sie in Narrenfreiheit Blödsinn trieb. Im Vertrauen darauf, dass dieses Geld nicht zweckentfremdet wird. Ich bin ja nun durchaus schlagfertig aber mit einer solchen pampigen Aussage, obwohl man selbst freundlich und zuvorkommend am Telefon blieb, da verschlägt es einem die Sprache. Ich mag der Frau an der Hotline gerne zurufen "Haben Sie jemals eine Eigentumswohnung oder ein Haus gekauft?" In etwa dies sprudelt mir heraus, ich weiß es nicht mehr, was ich sagte, denn der Schock über diese Aussage lässt alles andere verschwimmen und verblassen.

Ich reiche nun auch schriftlich Beschwerde bei der Trible-A-Bank ein. Es passiert wieder nichts. Mittlerweile ist es Anfang März. Nach einer weiteren Beschwerde und dem unmittelbaren Gang zur Polizei, erhalte ich am 10.3. einen Grundbuchauszug (den ich nicht recht deuten kann). Sollte etwas passiert sein? Auch mein Bankberater, inzwischen über die Probleme informiert, ruft mich mit diesen Neuigkeiten sofort an. Ebenfalls die verantwortliche Maklerin. Ich entschließe mich wiederum, nicht zur Polizei zu gehen. Stattdessen beauftrage ich einen Anwalt, die Sachlage zu klären. Er eröffnet mir Mitte März: Ja, sie sind nun Eigentümer. Die Umtragung erfolgte am 3. März.

OK, was tun? Das Problem habe ich in der Einleitung bereits erläutert. Im Februar rechnete ich mit dem Schlimmsten. Der Umzug war geplatzt. Sicher: Wäre ich umgezogen, wäre vielleicht nichts passiert. Es lies sich ja aufgrund der mehrfachen Beschwerden aufklären. Dennoch: Ich wäre, im festen Glauben, ich sei betrogen worden, Freiwild geworden. Solange die Verkäufer ihr Geld nicht hätten, hätten sie mir den Einzug verweigern können. Bis zur gerichtlichen Klärung, wer haftet, was passiert sei, wären Monate oder Jahre ins Land gegangen. Ich hätte auf die Gutmütigkeit meiner Hausbank hoffen müssen, um die Kreditzahlung auszusetzen bis das gerichtlich zweifelsfrei geklärt sei. Man macht sich keine Vorstellungen, wie sehr die eigene Existenz an einem seidenen Faden hängt und wie schnell man in einem tiefen Fall nur noch darauf wartet, auf irgendeinem Erdboden aufzuschlagen. Als Fußballfan denke ich sofort an den Fall Enke. Habe ich Anzeichen einer Depression? Muss ich zum Psychologen? Ich bin wachsam und das Schlimmste: Ich wusste plötzlich, wie sich Robert fühlen musste. Ich konnte ihn zum ersten mal zu 100% verstehen. Ich hatte panische Angst vor einer Depression. Nun habe ich das Glück (danke an Gott hierfür), dass ich nicht in eine tiefe Depression verfalle, sondern eher in dem Wunsch, gegen alles trotzig zu kämpfen. Und in dem Wunsch, mich mit wirklich allen Mitteln zu wehren.

Also galt es nun zu eruieren, was passiert sei. War es Schlamperei? Gab es irgendwo ein Fehlverhalten? Normal ist es nicht, dass eine Summe von 155.000 € einfach so verschwindet und nach wilden Protesten meinerseits und der Verkäuferseite plötzlich über eineinhalb Monate später wieder auftaucht. Mitten rein trifft ein Antwortschreiben der Trible-A-Bank. Inhalt: "Es ist kein Fehler feststellbar." Zu meiner Frage, was eineinhalb Monate mit meinem Geld passiert sei? Darauf schweigt die Trible-A-Bank (im übrigen bis heute). Auf meine Frage, wieso es zu Verzögerungen kam? Darauf schweigt die Trible-A-Bank. Sie flüchtet sich in zwei wertlose Sätze, dass man nach Feststellen des Zahlungseingangs (ein Termin wird nicht genannt) direkt auf die Verkäufer zugegangen sei. Nun, das war Ende Februar, wie ich nun weiß.

Also gut. Ich stelle den Kontakt zum verantwortlichen Filialleiter her. Er kennt den Sachverhalt nicht, will sich aber einarbeiten. Er bekommt diese Chance. Am darauf folgenden Montag ruft er an. Ich hätte ja eine Stellungnahme erhalten. Das wäre auch seine Aussage. Ich stelle ihm die Frage am Telefon, was nun mit meinem Geld passiert sei. Wieder betretenes Schweigen. Das macht mich extrem wütend, doch lasse ich mir am Telefon nichts anmerken. Wieso Schweigen? Nicht einmal eine Ausrede haben sie parat? Nicht einmal eine Lügengeschichte? Nichts? Einfach betretenes Schweigen? Ich sage ihm: „Gut, wenn sich das nicht klären lässt, muss ich wohl zur Polizei.“ Vielleicht hat die eine Möglichkeit, das zusammen mit der Staatsanwaltschaft zu klären. Der gute Filialleiter, vielleicht tue ich ihm Unrecht. Jedenfalls wird er nervös, verspricht sich nun hin und wieder. Er bringe mir Verständnis entgegen, würde meine Situation verstehen. Das Verständnis, das reicht mir schon lange nicht mehr. Ich frage ihn, was ich anderes machen solle als zur Polizei zu gehen. Daraufhin sagt er, dass er vielleicht genauso handeln würde. „Was soll diese Antwort?“ denke ich mir, verabschiede mich jedoch höflich.

Zehn Minuten später ruft er erneut an, der Filialleiter. Er ist aufgeregt, eröffnet mir dass er nochmals mit seinen Mitarbeitern gesprochen habe, dass es eine Korrespondenz zwischen seiner Bank und meiner Bank gegeben habe, in denen der Zahlungseingang bestätigt worden sei. Daran sehe man ja, dass der Verbleib des Geldes nie zur Diskussion stand. Ich will dem Filialleiter nichts Böses unterstellen. Vielleicht hat er diese Kleinigkeit übersehen. Aber ich sage ihm im ruhigen Ton, dass diese Korrespondenz Mitte/Ende Februar stattfand, nachdem ich das für Verschwunden erklärte Geld von meiner Bank suchen ließ. Dass dies nichts erkläre. Ich frage wiederum: „Was ist mit meinem Geld zwischen 15.1. und Ende Februar passiert?“ Wieder keine Antwort. Das Gespräch war kurz.

OK, Bestandsaufnahme. Die Wohnung gehört nun rein rechtlich mir. Nach mehrfachen Beschwerden, Rückfragen meiner Bank und (wie ich später erfahren sollte nach einer Intervention des Notars) tauchte das Geld, zuvor von der Trible-A-Bank mehrfach als Verschwunden erklärt, wieder auf. Ich stand da, mit abgebrochenem Umzug, mit zurückgezogener Kündigung meiner Mietwohnung. Die Möbellieferung wurde abgebrochen. Die Finanzierung zur Möbellieferung (Aktionsangebot mit 0%-Finanzierung) geplatzt. Ich hatte ungeplante Mehrkosten, die sich immer mehr aufsummierten. Und die Trible-A-Bank brachte mir keine Erklärung oder Entschuldigung entgegen. Sie sagten zwar, sie verstünden meine Lage. Davon kann ich mir jedoch nichts kaufen.

Was tun? Ich entschloss mich zu einem letzten Versuch. Ich forderte den Filialleiter auf, einen Gesprächstermin abzustimmen. Mit mir und den Verkäufern, immerhin noch Kunden seiner Filiale. Keine Reaktion. Zu Gesprächen war man ebenfalls nicht bereit. Ich betonte, dass es mir in erster Linie darum ging, es zu klären. Wieder nichts. In gleichem Schreiben kündigte ich an, den Vorstand, sowie weitere Parteien zu informieren: BVR, Presse, evtl. Polizei. Vielleicht würde etwas Druck helfen. Wieder nichts. Also informierte ich den Trible-A-Bank-Vorstand. Der leitete den Fall prompt an die Stabsstelle "Qualitätssicherung" weiter. Diese erbat sich mehr Zeit, was ich ablehnte. Die Trible-A-Bank hatte nun seit März Zeit, den Sachverhalt zu klären. Am 1. April (das Ende meiner Frist, also einen Monat später) wurde eine ausführliche Stellungnahme angekündigt. Ich hatte derweil aufgefordert, genau anzugeben, wer wann wem Bescheid sagte, was genau passierte. Unter Angabe von Datum/Uhrzeit. Hatte man die Verkäufer davon unterrichtet, dass das Geld eingegangen sei?

Die groß angekündigte Stellungnahme passte auf ein DIN-A4-Blatt. Darin:
1. Hausintern sei die Zahlung bereits am 15.1. an die Filiale kommuniziert worden.
2. Meine Bank habe von Anfang an über alle Details Bescheid gewusst.
3. Bei meiner telefonischen Anfrage sei die Mitarbeiterin aufgrund meiner Angaben davon ausgegangen, dass das Geld nicht auf das Verrechnungskonto, sondern auf das Konto der Verkäufer gezahlt worden sei. Daher habe sie keine qualifizierte Aussage machen können.

Nun. Punkt 3 ist eine dreiste Lüge. Leider habe ich das Gespräch nicht aufgezeichnet, aber es ist schlicht eine dreiste Lüge. Die Erkenntnis, dass ich angelogen werde, und sei es nur in einer kleinen Sache, die kaum irgendeine Bedeutung hat, ist für mich neu. Bisher war es ein Anschweigen im Wesentlichen. Und diese Lüge macht mich noch wütender als ohnehin schon.

Nach Rücksprache mit meiner Bank entlarvt sich der zweite Punkt ebenfalls als dreiste Lüge. Meine Bank wusste definitiv nicht mehr als ich, zu keinem Zeitpunkt. Im Gegenteil: Schriftliche Anfragen blieben, wie bereits gesagt, unbeantwortet.

Fast untergegangen ist der Aprilscherz der Stabsstelle, dieses Schreiben versehentlich auf den 1. März zu datieren. Also bloß eine Textvorlage mit Bausteinen, die man in Windeseile zusammen geklickt hat? Netter Scherz aber leider fehlt es der Trible-A-Bank wohl an Feingefühl.

Der erste Punkt ist jedoch spannend. Die Bank habe also hausintern das Geld am 15.1., also am Tag der Zahlung, gesehen? Das ist insofern spannend, weil die Verkäufer eidesstattlich behaupten werden, dass Ihnen mehrfach gesagt wurde, dass das Geld nicht auffindbar sei. Die Verkäufer behaupten, dass sie mehrfach durch Filiale und Zentrale geschickt worden zu zig Sachbearbeitern. Dazu passt, dass meine Bank mir am Tag der Recherche sagte, dass es mühsam war, man den ganzen Tag herum telefonieren musste. Was war also passiert? Schlamperei? Irgendwas passt doch nicht zusammen. Berichtet man die Faktenlage mit den Aussagen anderen Menschen, schütteln alle nur mit dem Kopf. Jeder sagt, dass da doch was nicht zusammenpasst. Kein einziger hat mir bisher gesagt, dass es ja aufgrund Sachverhalts X klar sei, dass hier alles normal ab lief. Es gibt mehrere Theorien, was der Fehler sein könnte. Vielleicht erwischte die Verkäuferseite einen nichtsahnenden Auszubildenden, der einfach keine Ahnung hatte, weil es in der Ausbildung noch nicht dran kam?

Mittlerweile entwickele ich einen sportlichen Ehrgeiz, es unbedingt aufzuklären. Ich denke ich habe endlich eine Antwort verdient, was da mit meinem Geld passiert ist. Schadensersatz? Laut meinem Anwalt eine Formsache, obgleich ich nichts Hohes erwarten solle. Das wird fast zur Nebensache. Und ich werde zu gegebener Zeit darauf zurückkommen. Zuerst will ich eine Klärung erzwingen und zwar lückenlos.

Ich rufe beim Notar an. Von diesem erhalte ich eine wichtige Info. Da die Bank bestätigt, das Geld am 15.1. gesehen zu haben, war sie laut Treuhandauftrag ohne Ausnahme verpflichtet, dem Notar diesen Zahlungseingang anzuzeigen. Dies machte die Trible-A-Bank jedoch nicht. Erst Ende Februar erhielt der Notar Auskunft darüber, dass Geld geflossen sei. Der Notar legt sich fest: Die Trible-A-Bank hat einen Fehler gemacht. Das darf einfach nicht passieren, sagt mir der Notar.

Es ist immer noch der erste April. Ich reiche diese Erkenntnisse an den Vorstand weiter, dass ich nun wisse, dass die Trible-A-Bank einen wesentlichen Fehler gemacht habe. Dass mir der Notar gesagt habe, dass die Trible-A-Bank am 15.1. verpflichtet gewesen sei, ihn zu unterrichten. Da das Treuhandverfahren und damit verbundene Pflichten der Bank bekannt seien (sicherlich macht die Bank so etwas täglich), habe sie diesen Fehler auch noch wissentlich verschwiegen bzw. mir gegenüber vertuschen wollen. Die Reaktion? Der Leiter der Rechtsabteilung kümmert sich nun um den Fall, bittet um Zeit, sich dort einzuarbeiten. Hallo, sie nehmen mich plötzlich ernst? Alleine die Aussage des Notars hat bewirkt, dass ich endlich ernst genommen werde? Klar bin ich nun übertrieben misstrauisch geworden. Ich rede mir immer ein: „Vielleicht gibt es eine banale Erklärung wie Krankheit, Urlaub oder einen Todesfall. Schließe so eine Erklärung nicht aus.“ Tja. Die Trible-A-Bank macht es mir nicht leicht, solche Theorien immer noch für möglich zu halten.

Ich werde bei der Polizei vorstellig. Ich werde nicht ausplaudern, was mir der Polizist sagte, denn das würde sicher jedem hier die Sprache verschlagen und eventuell wäre das auch nicht vorteilhaft für den Polizisten. Nur soviel: Das Gespräch war herzlich und offen. Es fehlen jedoch immer noch konkrete Beweise für eine Anzeige. Der Polizist versteht mich völlig, kann den Verdacht sofort nachvollziehen auch aufgrund seiner Erfahrung mit solchen Fällen (Hinweis für die, die zwischen den Zeilen lesen wollen: Der Polizist einer kleinen Polizeistation in Freien-Krach-Mollkichre kennt sich mit ähnlich gelagerten Fällen und der betroffenen Bank aus...), wird die Anzeige jedoch aufgrund der Unschuldsvermutung zunächst nicht aufnehmen. Das penetrante Verschweigen, das Ausbleiben jedweder qualifizierter Erklärung rettet der Trible-A-Bank bzw. einigen der Mitarbeiter im Moment die Haut. Aber: Der Polizist empfiehlt mir dringend, die BaFin einzuschalten. Ich schmunzele in mich hinein. Wenn es zu einer Prüfung kommt, dann wird die Trible-A-Bank sich sicher nicht darüber freuen. Ich weiß, welche Stellung die BaFin bei einer Bank hat. Am Liebsten würde man die Tür verschließen und den BaFin-Mitarbeitern gegenüber so tun, als sei man nicht zu hause.

Ich mache nun folgendes: Ich schreibe an die Kundenbeschwerdestelle des BVR. Ich schreibe an die Beschwerdestelle der BaFin. Ersteres soll zu einem Schlichtungsspruch bzw. einer außergerichtlichen Einigung über Schadensersatz und Schmerzensgeld führen. Zweiteres soll eine endgültige Klärung bewirken, was passiert ist.

So stehe ich nun. Ich warte geduldig, bis es zu Ergebnissen kommt (leider malen die Mühlen beim BVR und bei der BaFin etwas langsam), plane derweil meinen Umzug neu, bestelle erneut Möbel. Ich finanziere die horrenden Mehrkosten, die auflaufen, nach, wohl wissend, dass letztlich die Trible-A-Bank aufgrund der Obligenheitspflichtverletzung für den verursachten Schaden aufkommen muss. Das ist ja alles nur noch Formsache.


Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft

Vor zwei Jahren erschienen:
Wir haben es geschafft, ab in die nächste Finanzkrise!

Vor drei Jahren erschienen:
Biotreibstoffe - ethische und ökologische Klippen

Vor vier Jahren erschienen:
Chart Lehrgang (6) - der Trend

Vor fünf Jahren erschienen:
Oh Mann - Lady in Black



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