«Kaffeesatz lesen» und der Fahrstil von James Bond

Die Charttechnik dürfte langsam wieder aus der Schublade genommen werden - aber bitte: immer noch aufpassen. Und nie alleine auf die Charttechnik verlassen.

Die Chartisten sind ein Volk für sich. Mit einigen kann man ganz normal reden, für die anderen gibt es nur die Charts. Dass dem in der Praxis garantiert nicht so ist beweisen die vielen Schliessungen von Chartabteilungen in den letzten Monaten - Krisensituationen sind mit Charts nie zu lösen.

Es tönt vielleicht verrückt, aber die astrologischen Einschätzungen die mir vorliegen, haben die Wirklichkeit in den letzten Monaten besser wiedergegeben. Übrigens, Iris Treppner hält auf der Astro-Börse einige Prognosen gratis zur Verfügung. Eine Bemerkung nur für Iris: Dein Spezialhoroskop trifft erstaunlicherweise (ja ich bin immer noch etwas skeptisch zu eurer Zunft) recht gut zu. Aber ich hoffe mal, dass der Getriebeschaden nächstes Jahr ausbleibt. Muss den Un-Tipp mal meinen indischen Kollegen stecken. Mit Ausfällen ist zu rechnen.

Rechnen tun auch die Computer für die dort erwähnten Probleme. Jaguar scheint zumal das Problem erkannt zu haben. Die Stabilitätskontrolle versagt ihren Dienst, wenn der Radumfang nicht an allen Rädern gleich ist. Die beiden vorderen wurden gewechselt, weil ich bei einem Felssturz in den Bergen ausgewichen bin (gottlob) und dann noch so einen 20 cm grossen in einer 45-prozentigen Schräglage getroffen habe. James Bond lässt grüssen - aber nicht die, welche bei Como geübt haben. Die Differenz beim Radumfang dürfte klein sein und der Schlupf der in Kurven entstehen kann, müsste softwaremässig abgefangen werden. Solche Probleme dürften einfacher zu programmieren sein, als Programme für die Charttechnik.

Mit den drei Wassernüssen, war Mitsubishi gemeint. Wie Chartisten wollen auch die alles beweisen. Dass auf der Simulationsfahrt mit permanent angetriebenen vier Rädern, die Kurven spürbar leichter bewältigt werden und erst noch eine kürzere Rundenzeit herausgefahren werden können. Das Phänomen kenne ich seit rund acht Jahren aus eigener Erfahrung. Nur Mitsubishi fährt auf der Vergleichsfahrt mit 4-Rad langsamer in die Kurven und beschleunigt auf den geraden Stücken mehr. Ganz alle lassen sich mit so plumpen Werbetricks nicht überzeugen.

Ja, wo Zahlen eine Grundlage spielen, da muss man etwas vorsichtig sein:

«Kaffeesatz lesen

von Jens Korte

Stellen Sie sich vor, Sie verlaufen sich im Dschungel und stoßen auf ein Eingeborenendorf. Um zu überleben, müssen Sie die Regeln der Dorfbewohner annehmen, auch wenn es nicht Ihren Gewohnheiten entspricht, es Ihnen sogar deutlich gegen den Strich geht ... weiter bei FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND ... »



Vor einem Jahr erschienen: «Dreckiges Geschäft - moralisch umstrittene Aktien» - 1. Teil

Vor zwei Jahren erschienen: Richtung der Wall Street

Vor drei Jahren erschienen: Lotus - der Natur abgeschaut - ein Nano-Effekt


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100'000 people there - Finanzblogger in der Kirche

Pfingstmontag - da sprechen wir mal nicht vom Geld, sondern von einer Veranstaltung die am Samstag in der Kirche stattfand. In Zaire mindestens sieben mal abspielen. Als DJ habe ich dies vor über dreissig Jahren wesentlich mehr gemacht.


Ein weiterer Beitrag über «Geld und Finanzen - leicht erklärt» - eine Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn.

Längs u breits ...

längs u breits

Längs u breits ...

breits u längs

... oder doch eher «breits u längs». Die Ansagerin Renate: «Lueget se a u es ergit sich vo säuber.»

Pedro Lenz

Pedro Lenz wurde vor wenigen Tagen mit dem Literaturpreis des Kantons Bern ausgezeichnet. Mulitkulturell wie er ist kennt und beschreibt er ausführlich den Geruch der Eisbahn und des Zweifränklers, der statt für eine Ovomaltine für sieben mal Anhören des Stücks «In Zaire» von Johnny Waklin aus dem Musikautomaten ausgegeben wird ...



... Lenz erinnert sich nicht nur an Ali sondern auch, dass ...

Werner Aeschbacher

... Werner Aeschbacher heute nur rund drei bis vier Prozent seiner Schwyzer-Örgeli mitgenommen hat. Das älteste - 114 Jahre - tönt wundervoll. Danke den beiden Künstlern und der Vereinigung für eine liberale refomierte Landeskirche Langenthal - unsere «Sektion Langenthal».

Der Originalbeitrag ist im Blog von libref erschienen.



Vor einem Jahr erschienen: ALU - ZKB - feindliche Bankfusion?

Vor zwei Jahren erschienen: Swisscom - die richtige Partnerwahl!?

Vor drei Jahren erschienen: Spitze mit Risiko: USA - Italien - Basel


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Schweizer Immobilienbrief Nr. 52

Hotelzimmer - wer hat nicht Erinnerungen die wach werden. Wir wollen aber in die Zukunft blicken damit sie in einigen Jahren auf eine gute Performance mit Hotels zurück blicken können.

«Als Investor ist man gut beraten, sich zu aller erst nach einem geeigneten und erfahrenen Betreiber umzusehen. Denn wer das Geschäft nicht versteht, wird früher oder später Probleme bekommen.» Früher, wenn man die Betriebswirtschaft ausser acht lässt und wunderschöne, teure Paläste aufstellt, die eigentlich am falschen Ort stehen. Wir haben gestern abend über ein Hotel diskutiert, das unfreiwillig den Besitzer gewechselt hat. Die Investitionskosten geteilt durch die Anzahl Betten hat eine Zahl ergeben, die um mehr als die Hälfte zu hoch war. Es wäre manchmal doch gut, man würde Kennzahlen (von denen es fast zu viele gibt) berücksichtigen. Entsprechend wurden die Übernachtungspreise angesetzt. Kein Problem, wenn der Standort stimmt und auch in der Zwischensaison genügend Gäste buchen. Pech, wenn der «Adel» nicht nach «Boden» geht.

Soll man bei alten Hotels sanieren oder kann man noch einige Jahre zuwarten? Der Standort ist entscheidend. Remy und ich waren diese Woche in einem solchen Hotel. Keine Ahnung, wie die Zimmer sind, denn wir haben Referaten und einer Diskussion zu gehört. Marmor hier, Marmor dort und dazwischen Kabelstränge wie an einem Live-Konzert mit Fernsehübertragung. Wenn es die Besucher nicht merken, es sie nicht stört oder es fast zu diesem Hof gehört, dann investieren sie lieber später und generieren noch einige Jahre Umsatz mit Buffet und Wein. Die Investitionsrechnung wird es zu schätzen wissen. Einige kleine Investition würden schon viel bringen. Zum Beispiel helle Energiesparlampen. Die schummrige Beleuchtung ist allenfalls für einen Tanzanlass geeignet. Ich will niemandem zu nahe treten, denn vermutlich haben sie Lieferengpässe mit der Firma Osram. Mal schauen, was der Mutterkonzern, die Siemens, mir nächste Woche für ein elektronisches Gerät zum testen überlässt. Dieses hat nichts mit Licht zu tun, aber allenfalls mit einem Aktienkauf oder einem Nichtkauf zweier verschiedener börsenkotierten Unternehmen.

Im Detail steckt der Teufel. Wenn es um Hotels geht, schauen sie doch beim Schweizer Immobiliengespräch vom 5. Juni in Root vorbei. Und wenn sie mehr über den Büroarbeitsplatz und die Arbeitskultur im Jahre 2030 (Seite 6f) wissen wollen, können sie mich fragen. Der Arbeitsplatz muss Freude machen. Ob sie nun viel oder wenig Papier herum liegen haben - das entscheidet der persönliche Arbeitsstil. Und falls sie sich im Immobiliensektor weiterbilden wollen: MAS Immobilienmanagement - Master of Advanced Studies (Nachdiplomstudium) - Seite 3. Diese Ausbildung dürfte langfristig im Trend liegen. Beim gleichen Rektor habe ich vor einer guten Dekade Umweltmanagement gepaukt. Das lag damals auch noch nicht auf der Beliebtheitskala zu oberst. Manches ändert mit der Zeit. Lesen sie ab Seite 2ff - GreenBuildings und Klimaschutz.


... der Immobilienbrief zum herunterladen und die Börsenkurse als pdf-Datei (gleiches Fenster) beim ...

Immobrief



Hotelseminar



Vor einem Jahr erschienen: Frankreich, Frankreich

Vor zwei Jahren erschienen: 4-Rad-Antrieb - bald Allgemeingut?

Vor drei Jahren erschienen: Spargel bildet - habemus Asparagus

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60. Geburtstag - Gelobtes Land oder böses Israel?

Israel ist eines der schönsten Länder, das ich je bereist habe und ich habe hüben wie drüben in Palästina ganz tolle Leute kennen gelernt. Mehrere bleibenden Freundschaften wurden in Israel gefestigt oder geknöpft. Ein spannendes Land - in jeder Hinsicht ...

... und mit Spannung um zu gehen ist nicht ganz einfach. Vor allem wenn die Spannung über Jahrzehnte andauert. Es wird zum Druck. Für alle. Einige können damit erstaunlicherweise recht entspannt umgehen, andere leisten Widerstand was absolut nachvollziehbar ist und über die Fanatiker will ich mich nicht gross äussern. Es ist jener kleine Bevölkerungsanteil, der den eigenen Reihen das Leben schwer macht und das Zusammenleben mit den anderen erschwert, verunmöglicht.

Sich eine eigene Meinung zu machen ist nicht einfach, schon gar nicht, wenn man in Betracht zieht, wie informiert wird:

«Böses Israel

Gelobtes Land? Getadeltes Land. In vielen Schweizer Medien kommt Israel auffallend schlecht weg. Das ist falsch und gefährlich ... lesen sie weiter in DAS MAGAZIN ... »

... oder sachlich in der BAZ ...

... oder etwas einseitiger, obschon manch einem Schweizer das vielleicht in die Nase gestochen hat. Die wirklichen Hintergründe werden wir nie kennen lernen, es gibt nur Vermutungen. Stellvertretend lassen wir Jesus zu Wort kommen. Nicht weil ich den Werbechef von Jesus kennen gelernt habe, sondern weil unter Einbezug der Religion eine vernünftige Diskussion zur Zeit fast nicht möglich ist. Probleme müssen politisch gelöst werden ...

... oder «Mit Nuklearwaffen gegen die Mullahs» wie es die Frankfurter Allgemeine im FAZ.net beschreibt. Die wohl dämlichste Überschrift die sich finden lies. Eine Gratulation oder der Glückwunsch zu Friede wäre angebrachter. Egal ob dies dann im Text auch zur Sprache kommt. Vermutlich haben die den Artikel aus «das Magazin» noch nicht gelesen.



Vor einem Jahr erschienen: Frangreich, Frangreich - das Blog mit dem Tick-er

Vor zwei Jahren erschienen: Mach mal Pause - Coca Cola, Valser und Henniez

Vor drei Jahren erschienen: GM-Xianyou-63 und GM-II-Youming-86


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«Britische Notenbank gibt Entwarnung»

Beim tiefsten Punkt kaufen, beim höchsten verkaufen. Das trifft meist keiner. Umgekehrt gibt es viele, welche die Spitzen exakt aber falsch erwischen, in Panik handeln. Ob die Notenbank recht hat, wissen wir nicht ...


... aber es ist zumindest eine Meinung. Und mit verschiedenen Meinungen müssen wir uns einen Konsens bilden. Übertrieben wird jeweils in beiden Richtungen - nach unten und nach oben. Es ist wie beim Wetter. Wir müssen noch etwas auf der Hut sein, denn die Eisheiligen sind noch nicht vorbei und wenn man es genau nimmt, finden die nicht Mitte Mai statt, sondern später. Das hat mit dem Gregorianischen Kalender zu tun. An vieles wird gedacht, aber einiges wird oft vergessen. Vielleicht ist die Börse halt auch etwas später dran, als die Briten denken.

Die britische Notenbank hat Hoffnungen auf einen Wendepunkt in der Finanzkrise geweckt. In ihrem halbjährlichen Stabilitätsbericht schrieb die Bank of England, die Korrektur an den Finanzmärkten sei womöglich zu weit gegangen ... lesen sie weiter bei FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND ... »

Vor einem Jahr erschienen: Microsoft schielt wieder auf Yahoo! - zugegeben, in der heutigen Zeit wirkt dies etwas verwirrlich

Vor zwei Jahren erschienen: Ölpreise und Aktienkurse im Gleichschritt

Vor drei Jahren erschienen: Feiern und Entlassungen über Auffahrt - update nennt man heute die Streichung von 5500 Stellen


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«Wie man in den Wald ruft» und Bäume pflanzt

Wenn wir nicht gerade in der sogenannten Finanzkrise steckten so würde die Börse sicherlich wieder über den Klimawandel hyperventilieren.

Unbestritten, es ist gut, wenn wir langsam für die Umwelt etwas machen. Vor 10, 15, 20 Jahren haben wenige hin gehört und jetzt sind wir daran, einiges falsch zu machen. Wir denken zu klein karriert und manchmal vergessen wir einiges. Hier geht es nicht um einige tausend Franken - es geht um Milliarden. Und wer die richtige Nase hat, kann viel Geld verdienen. Oder verlieren, wenn er auf das «falsche Pferd» setzt.

Es ist wichtig, alle Seiten an zu hören und die folgenden zu lesen. Einer der besten Artikel über die «Klimakatastrophe», die ich seit einiger Zeit gelesen habe.

«Wie man in den Wald ruft

... so tönt es nicht immer zurück. Ein Gespräch mit dem grossen Forscher Josef H. Reichholf über die Natur und den Menschen in Zeiten der Klimahysterie ... lesen sie weiter in Das Magazin ... »

Ist ihnen oben die neue Suchmaschine aufgefallen - echocho startet Klimaschutz-Suchmaschine - und ecocho unterstützt das Wachstum von je zwei Bäumen, bei 1000 Suchanfragen. Wenn jeder mal klickt, müssten einige Bäume gepflanzt werden.

Vor einem Jahr erschienen: Kantonalbanken erüllen ausgefallenste Wünsche

Vor zwei Jahren erschienen: Westside und Westsidestory

Vor drei Jahren erschienen: Was ist ein Blog? Sind Zeitschriften noch nötig?


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Wir haben es geschafft, ab in die nächste Finanzkrise!

Geschafft haben wir es noch nicht, aber lesen sie bis zum letzten Abschnitt, warum wir in Zukunft wieder in eine Finanzkrise rutschen werden - es sei denn, man würde die Ratschläge von Prof. Dr. Walter Wittmann befolgen.

Ein weiterer Beitrag über «Geld und Finanzen - leicht erklärt» - eine Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn.


Wer seine Vorlesungen miterlebt hat, weiss dass bei seinen utopischen Ideen ein Körnchen Wahrheit darin steckt - und wer sich mit den Aussagen und Ratschlägen von Wittmann auseinander setzt, stellt fest, dass es sich um Lösungsvorschläge handelt die Vieles verbessern würden. Ein nicht ganz unbequemer Zeitgenosse - aber einer der imposantesten im Finanzbereich.

Der folgende Artikel ist vielleicht in der Beitragsserie «Geld und Finanzen - leicht erklärt» nicht ganz einfach verständlich und deshalb empfiehlt es sich allenfalls, den Text halblaut vor sich hin zu lesen. Ein Trick der keine Wunder bewirkt, sondern nur die Konzentration steigert. Im Anschluss an die Serie «Nur keine Panik», zeigt dieser Artikel, wie man in Zukunft Fehler vermeiden könnte.

«So sind die Banken zu regulieren»

... «Ein hochriskanter dritter Bereich sind Derivate im Allgemeinen und strukturierte Produkte im Besonderen. Diese haben sich explosionsartig vermehrt, sind in unvorstellbare Dimensionen vorgestossen. Man darf diese künstlichen nicht mit echten Produkten wie zum Beispiel Aktien, Obligationen oder Gold verwechseln. Sie bestehen sozusagen nur auf dem Papier, und sie werden (nur) von den Emittenten garantiert. Im Falle einer Pleite droht der Totalverlust. Solche Produkte werden immer komplexer und entsprechend unbeherrschbar. Man kann sie nicht (mehr) verstehen» ... den ganzen Artikel bei espace.ch lesen ...

Normalerweise zitiere ich den Lead eines Artikels, aber dieser Abschnitt ist so extrem wichtig, dass ich diesem den Vorzug gebe - wer regelmässig das Finanzblog liest, weiss wieso. Hier noch einige Wörter, die der eine oder andere nicht versteht und mehr wissen möchte. Den Zusammenhang begreift man auch wenn man diese Ausdrücke einfach «überliest»:

- oroliberal
- Hebel - man kann mit einem Franken 20 bis 30 Franken bewegen (im erwähnten Beispiel)
- Carry-Trades
- Junk-Bond
Securties Lending - aus dem Englischen übersetzt (Wertpapierleihe)

Vor einem Jahr erschienen: Einfach vergessen: Aktientipps per E-Mail - und Olivenöl - und ein Tipp für Weingeniesser

Vor zwei Jahren erschienen: SNB - zwischen den Zeilen lesen?

Vor drei Jahren erschienen: Der Spargel ist schuld


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«Wie der Vater, so der Sohn»

Séguret ein kleines Dorf auf der linken oder östlichen Seite der Côtes du Rhône im Département du Vaucluse ...

... lassen wir doch wieder einmal Angela Kreis-Muzzulini über Wein berichten. Danke, dass ich deine Artikel wiedergeben darf. Und das Schöne für mich, diesen Weinbaubetrieb habe ich noch nicht gekannt.

Mitten in der malerischen Provence haben sich die Berner Alfred und Nicolas Haeni einen Traum verwirklicht. Vater und Sohn führen in Séguret mit grossem Erfolg ein Weingut.

Wer ihn einmal eingeatmet hat, vergisst den würzig-herben Duft der Provence so schnell nicht wieder. Auch Séguret, das 20 Kilometer nordöstlich von Orange gelegene 900-Seelen-Dorf auf 250 Meter über Meer, ist vom unwiderstehlichen Duft durchdrungen. Das milde Klima mit viel Sonne und Wind und die abgewetterten Kalk- und Tonböden bieten ideale Anbaubedingungen für heimische Gewächse Grenache Noir, Syrah und Mourvèdre. Die roten Traubensorten ergeben tiefdunkle, würzige und überaus gehaltvolle Weine mit starkem Charakter.

Vom Labor in den Rebberg

In Séguret, dieser südfranzösischen Landgemeinde im Departement Vaucluse, packte Alfred Haeni mit seiner Familie im Jahr 1990 die Chance. Die Domaine de Cabasse mit ihrem Hotel- und Restaurantbetrieb und den dazu gehörigen Rebbergen stand zum Verkauf. Hier bot sich die Gelegenheit für den ETH-Agronomen, von der Forschung in der Schweiz wieder zurück in die Praxis zu wechseln. Seinem Sohn Nicolas fiel der Umzug vom zürcherischen Urdorf in das kleine Dorf in Frankreich am Anfangs nicht ganz leicht. Sich mit 16 Jahren einen neuen Freundeskreis in einer fremden Sprachregion aufzubauen, erforderte grosses Anpassungsvermögen. Doch seine Abenteuerlust und die vom Vater auf den Sohn übertragene Leidenschaft für Reben und Wein halfen dem Junior, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden.

In den folgenden Jahren investierte Alfred Haeni in Haus und Reben. Zudem startete er als einer der ersten in der Gegend erfolgreiche Begrünungsversuche nach den Kriterien der Integrierten Produktion (IP) zur umweltschonenden Weinerzeugung. Nach und nach vergrösserte er das Gut mit Zukäufen weiterer Weinberge, alle in Gebieten mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung (AOC).

Sohn Nicolas liess sich derweil zum Winzer und Önologen ausbilden, holte sich wertvolle Erfahrungen in Argentinien und Australien und knüpfte weltweite Beziehungen, um den Verkauf der Weine voranzutreiben.

20 Hektaren Weinland

Heute bewirtschaften Haenis mit drei Vollzeitangestellten insgesamt 20 Hektaren Rebland: 17 Hektaren fallen dabei auf die Weindomänen Séguret und Sablet mit der Ursprungsbezeichnung «Appellation Côtes du Rhône Villages contrôlée», drei Hektaren auf Gigondas AOC, der bereits 1971 zur Cru-Lage erklärten Gemeinde-Appellation Gigondas fallen. Hinzu kommen gut drei Hektaren des 2006 neu bestockten Rebbergs «Malmont» in Séguret.

Hing dem früher in rauen Mengen produzierten «Côtes du Rhône» der Ruf des «Châteauneuf-du-Pape der armen Leute» nach, erfreuen sich Haenis Weine heute bester Reputation. Erstes Gebot in der Domaine de Cabasse ist die kontinuierliche Qualitätssteigerung der Weine. Zum guten Resultat tragen bei: Die «Palissage» der Grenache-Reben, eine bis zu zwei Meter hohe Erziehungsform zur Erreichung einer optimalen Blattfläche sowie strikte Mengenbegrenzung und Kulturführung mit einem Durchschnittsertrag von nur gerade 450 Gramm pro Stock. Eine Selbstverständlichkeit ist auch die aufwändige Ernte von Hand und eine sorgfältige Kelterung der Trauben. Sich voll auf die Gegebenheiten eines Jahrgangs einzulassen und das Beste daraus zu machen, gehört für Jungwinzer Haeni zu einer der grössten Herausforderungen.

Nicolas Haeni, der die Leitung des Gutes 2004 übernommen hat, empfindet das Projekt «Life Priorat Project», welches am neuen Rebberg «Malmont» umgesetzt wird, als besonders spannend. Das Terrassierungssystem, das von der Familie Perez im spanischen Weingebiet Priorat entwickelt wurde, weist genau drei Grad seitliche Neigung auf und ermöglicht dadurch die in der europäischen Landschaftskonvention geforderte schonungsvolle Bewirtschaftung des Agrarlandes zur Eindämmung der Erosionsrisiken. Gleichzeitig soll der Humus, die fruchtbare Erde an der Oberfläche, erhalten bleiben. Ausserdem schafft diese Terrassierungsmethode die Voraussetzung für eine optimale Pflanzungsdichte im Weinberg, was zu höchstmöglicher Traubenqualität führt. Das Resultat des Weins, weiss Nicolas Haeni aus Erfahrung, hängt vor allem von der Qualität des Traubenguts ab.

Taufschein vom Ur-Opa

Die Identifikation von Haenis mit ihren bisher sechs verschiedenen Weinerzeugnissen ist hoch. Unter Beizug von zwei Önologen wird die Traubenproduktion, die Arbeit im Keller und das Abfüllen bis zur Etikettengestaltung auf dem Gut selber gemacht. Dass sich Haenis immer wieder auf ihre Wurzeln besinnen, beweisen die im Jugendstil gestalteten Weinetiketten, welche dem Weinfreund vor dem Verkaufsregal sofort ins Auge springen. Was steckt hinter dieser nostalgischen Gestaltung? Die im Stil des «Art déco floral» gestaltete, mit Blumenkranz und tanzenden Putten verzierte Etikette des Cuvée Garnacho (siehe Bild links) basiert auf dem Taufschein von Urgrossvater Haeni aus dem Jahre 1864. Taufscheine von der Familie und von Freunden aus der Schweiz bilden denn auch die Grundlage für weitere Etiketten.

Auf die Frage, ob eine Rückkehr in die Schweiz für Nicolas und seine Frau Barbara ein Thema sei, kommt die Antwort vom Gutsverwalter ohne Zögern: «Ah non! Ich liebe es, meine Freunde und die Familie in der Schweiz zu besuchen, aber mein Herz gehört der Provence oder besser: meiner Frau Barbara und der Provence, naturellement!»

Angela Kreis-Muzzulini - Schweizer Winzer im Ausland: Dieser Artikel ist Teil einer Serie, die in loser Folge Schweizer Winzer vorstellt, die im Ausland erfolgreich sind. Bereits erschienen: Ingrid und Luca Bein, Südafrika (7.März).

In dieser Gegend hat es ein kleines Weindorf - Cairanne - das noch nicht alle entdeckt haben und dann gäbe es da noch ... die etwas anderen Côtes du Rhône.

Vor einem Jahr erschienen: «Das Geld liegt buchstäblich auf der Strasse»

Vor zwei Jahren erschienen: Chart Lehrgang (6) - der Trend

Vor drei Jahren erschienen: Oh Mann - Lady in Black

Pensionskassen - technische Spielereien?

Der BVG-Mindestzins, der Risikoabschlag und die Schwankungsreserven sind finanztechnische oder rein buchhalterische Grössen, an denen die einten Pensionskassen Freude haben und andere sich die Zähne aus beissen.

Ende September 07 wurde der Mindestzinssatz ab 2008 auf 2,75 Prozent festgelegt. Heute erweist er sich als schwer zu überweisende Hürde. Eigentlich geht es hier nur um politische Hürden, um zu kurzfristiges und zu ängstliches Denken. Wenn diese Gelder bis zu 100 Prozent in Aktien angelegt werden könnten, wären die ausbezahlten Renten höher. Die durchschnittliche Anlagedauer liegt nämlich deutlich über zehn Jahren - ich schätze etwa 18 Jahre. Das kann jede Kasse für sich selbst ausrechnen oder allgemein: Pensionskassenbeitragsjahre geteilt durch zwei (Austrittsalter von 58 bis 65 Jahren minus Eintrittsalter von 25 bis 30 geteilt durch zwei). Rechnen sie nur mit dem schüttelnden Daumen und keinesfalls auf Nachkommastellen genau. Es gibt zu viele Unbekannte, die hier einfliessen.

Vorgestern habe ich über langfristige Aktienrenditen geschrieben. Das gleiche Spiel würde, wenn politisch uneingeschränkt erlaubt, auch bei Pensionskassen funktionieren.

Nehmen sie mal an, die Asset allocation würde auf 50% Obligationen und Geldmarkt sowie 50% Aktien ausgelegt. Langfristig sind mit Schuldnerpapieren 3,5 bis 4,5 Prozent zu verdienen und mit Aktien 5 bis 8 Prozent. Und wohlgemerkt, das sind keine utopischen Sätze. Beides zusammen ergibt eine durchschnittliche Rendite von 4,25% bis 6,25% - der Schnitt wiederum 5,25% - gerundet 5 Prozent.

Diese Zahl von 5% ist nicht zufällig, denn ich erhalte von meinen Kunden erst eine Gewinnbeteiligung, wenn ich diesen Satz überschritten habe.


Hier laufen Finanzpolitik und Personalpolitik zusammen und deshalb empfehle ich jetzt auf dem Personalblog weiter zu lesen ...



Vor einem Jahr erschienen: SNB - 99. Generalversammlung und doch schon 100

Vor zwei Jahren erschienen: Die Tessiner haben manches einfacher - ein Jahr später gärte es in diesem Haus gemäss The Cigar Blog und aus Brissago erzählte man mir vor 10 Tagen über den Verkauf der Fabbrica Tabacchi von Burger und Söhne (Dannemann) an die «Italiener» (Achtung, hier kann es sich vielleicht um ein Gerücht halten)

Vor drei Jahren erschienen: Autobahnvignette klebt nicht


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«Kartoffeln aus Aegypten» und «Reis aus Thailand»

Der Reis ist letzte Woche in Thailand das erste mal für über 1000 USD je Tonne gehandelt worden. Die Nahrungsmittel werden immer teurer weil ein Teil davon zu Treibstoff verarbeitet wird.

Bei Reis funktioniert ein Weltmarktpreis besser, als bei Kartoffeln - dies hat praktisch nur mit der Haltbarkeit, resp. die Kosten dafür zu tun. Nun wurde der Import von Kartoffeln aus Aegypten freigegeben - zwei lange Güterzüge.

«Bauern-Protest gegen Kartoffeln aus Ägypten

Zollkontingent durch das Seco in mehrfacher Hinsicht kritisiert

Verschiedene Schweizer Bauernorganisationen wehren sich gegen den Import von Kartoffeln aus Ägypten. Diese seien sowohl in Bezug auf die Lagerbestände wie auch in ethischer Hinsicht fraglich ... lesen sie weiter bei der NZZ Online ... »

Mehr zur Hungerrevolte und Ernährungskrise und «Biosprit - Verbrechen gegen die Menschheit».

Nahrungsmittel werden uns in der nächsten Zeit des öfters beschäftigen und vermutlich auch beim «Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA)» zur Sprache kommen. Konflikte zwischen DEZA und SECO dürften programmiert sein. Hier einige Bilder von der BEA über die Kartoffel. Als Finanzmensch hatte ich in meinem Pflichtenheft noch einige Prozent «Public Reflations Aufaben» und stand vermutlich während sechs Jahren mehrmals in diesen Hallen Red und Antwort über Sprit, Äpfel und eben Kartoffeln ... und einmal haben wir Ballone aufgeblasen und da könnten heute noch einige platzen ...

Kartoffeln aus Peru

... Kartoffeln in der Sonderausstellung über Peru ...

Trachten aus Peru

... irgend jemand musste die Kartoffeln ja in die Schweiz bringen ...

Kartoffelwelt

... die Kartoffelwelt ... und das Zentrum liegt zur Zeit in Langenthal ...

Riesenkartoffel

... so grosse Riesenkartoffeln wird wohl auch mein Nachbauer, sorry Nachbar nicht importieren ... aber gab es da nicht noch einen Spruch: «Die voluminöse Expansion bestimmter subterrarer Agrarprodukte stehen klar in reziproker Relation zur intellektuellen Kapazität ihrer Produzenten.»

Viele Information finden sie bei Swissaid - auch über das Inernationale UN Jahr der Kartoffel 2008 - und einen Hinweis auf das Symposium «Tu das Brot in den Tank - verschärfen Agrotreibstoffe den Hunger?»

Und falls sie wieder einmal unterwegs sind, so seien sie fairunterwegs - mit oder ohne Agrotreibstoffe.


Vor einem Jahr erschienen: Biomilch, Plastikmilch, Katzenmilch ...

Vor zwei Jahren erschienen: Magere Ausbeute

Vor drei Jahren erschienen: Tunnel – gesprengt, gebohrt oder gedeckt


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